Bald schon kehrte der Winter in das Schloss ein und die weitläufigen Ländereien und Dächer von Hogwarts waren mit glitzerndem Schnee bedeckt. Und man konnte beobachten wie einige Schüler in ihren Winteruniformen und Schals Schneeballschlachten veranstalteten oder es sich in der großem Halle an dem Kamin gemütlich machten.
In Slytherin saß man meist ebenso an den Kamienen und grillte alles was auf einen Spieß passte- oder man machte es sich einfach gemütlich. Genau so machte man es auch in Gryffindor.
An einem verschneiten Tag konnte an sogar Fred und George beobachten wie sie Schneebälle verhexten, sodass sie Professor Quirrel am Hinterkopf trafen- oder viel mehr seinen Turban.
Vor den Weihnachtsferien kam irgendwann Severus in den Gemeinschaftsraum der Slytherins um sich die Namen der Schüler zu notieren, welche über die Ferien im Schloss bleiben wollten.
Er schien etwas verwundert, als sie ihm Mitteilte, dass sie eben nicht im Schloss blieb.
Nirriti wurde nämlich zu den Malfoys auf ihr Manor eingeladen- Sie würde also Weihnachten bei Lucius, Nazissa, Draco und ihrem Hauselfen namens Dobby feiern.
Gelinde gesagt, war es ihr so ziemlich egal, dass er verwundert war, immerhin hatten sie seit Schuljahresanfang kaum noch etwas miteinander zu tun- davon mal abgesehen dass er ihr Lehrer war- und würde sie nicht hin und wieder mal ins Lehrerzimmer oder zu seinem Büro gehen, dann würden sie sich nurnoch im Unterricht oder flüchtig beim Essen sehen.
Nagut. Der erste Teil war gelogen. In Wirklichkeit hatte das Mädchen gehofft, dass ihr Ziehvater sie wenigstens fragen würde ob sie Weihnachten mit ihm verbringen wollen würde. Aber vergebens- er nahm es wortlos hin.
Zudem wurde Nirriti in letzter Zeit von zunehmenden Kopfschmerzen und Albträumen geplagt, weswegen sie sich erst bei Madame Pomfrey meldete und sich danach in der Bibliothek über Legilimentoren schlau machte, nachdem die Medihexe ihr erzählt hatte, dass ihre Mutter früher mal einen Jungen bei sich hatte, der die Gleichen Symptome zeigte wie das Mädchen und dass er ein Legilimentor war.
Tatsächlicher Weise dauerte es mit Madam Pince' Hilfe nicht sehr lange bis Sie etwas gefunden hatte.
"Legilimentik - Ihre Entstehung und Besonderheiten. Bitte sehr, Miss Black. Passen Sie gut darauf auf, also keine Eselsohren, Flecken, Risse oder Wellen in den Seiten"
Die Slytherin nahm das Buch entgegen und nickte bevor sie diesen Ort wieder verlies.
Kaum hatte sie die Eingangshalle betreten, bot sich ihr ein äußert nerviges Szenario.
Ron Weasley wurde von Harry und Hermine zurück gehalten damit er nicht Draco an die Gurgel sprang und Crabbe und Goyle standen neben dem blonden, bereit ihn zu verteidigen. Plötzlich lief Snape an dem Mädchen vorbei und tadelte Ron mit Punktabzug für Gryffindor.
Hinter den Dreien lag schon die ganze Zeit ein enormer Tannenbaum, aus diesem zu des Mädchen Verwunderung plötzlich die Stimme von Hagrid ertönte, die Ron verteidigte und Severus darüber aufklärte, dass Draco des Rothaarigen Familie beleidigt hätte und ihn so provoziert hatte.
Das interessierte Snape nicht, aber dafür Nirriti.
Draco beleidigt Rons Familie? Natürlich mochten sie sich nicht sehr, aber gleich beleidigend werden? Wie kindisch.
Das Mädchen beschloss sich dazu zu stellen, was sie auch tat.
Neben Draco räusperte sie sich vernehmlich, weshalb sein überhebliches Lächeln eine Spur blasser wurde und sich dann verkrampft freundlich lächelnd dem Mädchen zu wendete.
"Hallo Vulpi..Ich hab dich gar nicht gesehen.."
Crabbe und Goyle drehten ihr ebenso ihre dümmlichen Gesichter zu.
"Wer beleidigt wessen Familie?"
Ron wollte gerade den Mund auf machen, als sie aber schon abwinkte.
"Ach ich hab mich sicher nur verhört..Jemandes Familie zu beleidigen ist doch viel zu kindisch. Das mach doch keiner." bei dem letzten Teil sah sie ihren Freund tadelnd an, der dabei scheinbar dezent rot anlief.
Mit einem nicht sehr überzeugenden "ja genau.." Teilte der Malfoy seiner Freundin mit, dass sie nun gehen würden, was die Drei auch taten, genauso wie Snape.
"Einen super Freund hast du da, Black." empörte sich Ron immernoch wütend auf Draco.
"Er ist ein-" setzte Harry an, doch Nirriti gab ihm keine Möglichkeit seinen Satz selbst zu beenden "Arsch?" sie lachte ein wenig bitter "Ja...Lucius Einfluss auf ihn..." sie sah auf und suchte halt indem sie den Baum anstarrte. "Sagen wir es ist nicht gut und sein Verhalten anderen gegenüber gefällt mir auch nicht."
Nach ihren Worten schienen die Drei wohl etwas weniger aufgebracht zu sein, denn ihre Anspannung löste sich ein wenig aus ihren Haltungen und so folgten sie zu viert, dem Halbriesen mit seiner Tanne in die Große Halle.
Nirriti und das Trio machten beim betreten der festlich geschmückten Halle große Augen.
Überall hingen verzauberte Girlanden, es rieselte Schnee von der Decke, der nicht kalt war und man konnte die Professoren Flitwick und McGonagall dabei beobachten wie sie gerade einen von Elf riesigen Tannenbäumen mit Magie schmückten- den Zwölften hatte Hagrid gerade auf bitten von dem kleinen Zauberkunst-Professor in einer Ecke positioniert.
Beinahe war die Slytherin enttäuscht, dass sie über die Ferien nicht in Hogwarts sein würde, aber auf der anderen Seite freute sie sich auch darauf, Weihnachten bei den Malfoys zu verbringen- Nazissa und Lucius waren immer so unglaublich liebevoll zu ihr und Dobby freute sich auch immer wenn die Black anwesend war.
Eine Weile hatte das Mädchen sich nur umgesehen und hatte nicht auf das Trio und Hagrit geachtet, doch als sie die Worte "Nicolas Flamel" hörte, horchte sie auf.
"Seid ihr immernoch auf der Suche nach Nicolas Flamel?" fragte die Slytherin und konnte ein kleines Schmunzeln nicht unterdrücken.
Die Drei nickten. "Wir müssen wohl schon hunderte Bücher durchsucht haben und haben trotzden nichts gefunden" stöhnte Ron.
"Un' dat is auch jut so. Ihr mischt euch in Zeuchs in dat euch nichts anjeht." ermahnte der Wildhüter die Gryffindors doch diese taten nur unschuldig.
"Wir wollen nur wissen wer Nicolas Flamel ist" sagte Hermine mit einem Unschuldslächeln "Und ich könnte schwören, dass ich den Namen irgendwo schon mal gelesen habe" gab Harry noch Preis bevor die Drei die Halle wieder verließen um in die Bibliothek zu gehen und einen besorgt drein blickenden Hagrit und eine Nirriti zurück ließen.
"Die werden Flamel so schnell nicht finden" sagte Nirriti aufmunternd zu Hagrit.
"Wie kommst'n da druf?"
Die Slytherin kicherte "Sie gehen wohl davon aus, dass Flamel nicht weit über 100 Jahre alt sein kann, wenn er noch lebt...Also suchen sie in den falschen Büchern"
mit diesen Worten und einem Winken verließ die Slytherin nun ebenso die Halle.
Ja, Nirriti hatte aus Neugierde ebenso nach Flamel gesucht und ihn gefunden. Es war nicht sonderlich schwer gewesen, da sie wusste dass er etwas mit Dumbledore zu tun hatte. Also hat sie einfach nach ihrem Schulleiter gesucht und ist auch schnell fündig geworden. Sie fand heraus dass Flamel über 650 Jahre alt und ein Alchemist war, also suchte sie nach den Errungenschaften der Alchemie vom 14. bis 15. Jahrhundert, wo sie in der Tat herausfand, dass Flamel der Erfinder des Steins des Weisen war.
Der Stein der Weisen verlieh den Trägern die Macht alles was sie berührten zu Gold werden zu lassen und sogar das Elixier des Lebens zu machen, welches einen Menschen ewig leben lies.
Das beschützte also Fluffy...und zurecht dachte sich das Mädchen, denn der Gedanke an ewiges Leben machte ihr Angst, obwohl man mit dem Gold bestimmt einigen Zaubererfamilien helfen könnte.
Sie dachte an die Weasleys und wie sie keine Kleidung aus zweiter Hand mehr tragen müssten oder wie sie neue Besen für Quidditch oder Zauberstäbe die sich die Weasleys als Besitzer ausgesucht haben, besitzen könnten. Sie wären hin und wieder in der Lage mal in den Urlaub zu fliegen und sich nicht mehr zu viele Gedanken um das Ende des Monats zu machen.
Sie schüttelte den Kopf um ihre Gedanken wieder in die Realität zu befördern.
Eine Weile war sie nämlich nun schon gedankenverloren in der Gegend herum gelaufen und befand sich nun in einem schmalen Gang mit vier Türen insgesamt und einer Ritterrüstung.
Nirriti sah sich um "War ich schon mal hier?"
Neugierig ging sie den Gang entlang und bemerkte auf einmal dass eine der Türen einen Spalt breit geöffnet war.
"Hallo?" rief sie und als niemand antwortete öffnete sie die Tür. Dahinter befand sich ein leeres Klassenzimmer, die Tische und Stühle waren an die Wände gestellt und sobald sie ein Stück den Raum betreten hatte, konnte sie in der Mitte einen großen Spiegel stehen sehen.
Nirriti legte ihre Bücher bei Seite und trat näher. Auf dem mit Stuck verzierten antiken Rahmen waren die Worte
"erised stra ehru oyt ube cafru oyt on wohsi" eingraviert und einen Moment lang überlegte die Junge Hexe was es bedeuten könnte, doch als sie in den Spiegel selbst sah, musste sie nicht mehr fragen.
"I show not your face but your hearts desire"
"Vulpi!"
Nirriti blinzelte verschlafen. Von irgendwo hörte sie jemanden der ihren Namen rief.
"Vulpi!!"
Nirriti Vulpecular Black öffnete die Augen und sah genau in zwei Sturmgraue.
Murrend zog das Mädchen sich die Decke über den Kopf und drehte sich um.
"Draco...was ist los? Wir können unmöglich schon da sein.."
Ein schnauben war zu hören.
"Ja stimmt, du hast recht..der Zugführer hat sich mit seiner Durchsage bestimmt nur geirrt als er gesagt hat, dass wir in 10 Minuten in King's Cross sind."
"WAS IN 10 MINUTEN!?"
Die Slytherin saß nun kerzengerade in ihrem Bett und sah noch wie der Hinterkopf des Malfoy lachend aus dem Raum verschwand und die Türe schloss bevor sie aufsprang, sich hastig duschte, magisch trocknete, ihre Muggelklamotten anzog, die Haare kämmte und absolut unelegant aus ihrem Koffer stolperte.
"Bin da! Wie lange noch bis Gleis 9 3/4?"
Kaum hatte sie die Worte ausgesprochen vernahm das Mädchen das Geräusch der quietschenden Bremsen unter ihnen.
"Wir sind da." lächelte der Blonde und gab Crabbe und Goyle ein Zeichen, dass sie ihm mit seinem Koffer helfen sollten als er sich von der Bank erhob.
Die Schwarzhaarige jedoch wollte keine Hilfe und verriegelte so ihren eigenen Koffer und hievte ihn von der Sitzbank auf welcher er stand.
Der Zug kam nun zum Halten und die Vier gingen durch den Flur hinaus auf das Bahngleis wo unweit von ihnen gerade jemand appariert war.
Es war ein Wesen, klein und dürr mit einer langen Nase, fledermausartigen Ohren und großen grünen Augen.
Es war der Hauself der Familie Malfoy- Dobby.
"Dobby! Hey!" rief Nirriti und lief so schnell es der schwere Koffer eben zuließ auf den Elfen zu und schloss das dürre Wesen in ihre Arme.
"Miss Nirriti!" piepste der Elf freudig und erwiderte die selten gegebene Umarmung etwas unbeholfen. Er löste sie dennoch sehr schnell wieder und trat zurück um sich vor Draco zu verbeugen "Der junge Master Malfoy! Es freut Dobby Sie und Miss Nirriti vom Zug abholen zu dürfen."
Draco sah zu der kleinen Gestalt hinunter, versucht gleichgültig.
"Vater oder Mutter hatten keine Zeit, nehme ich an?"
Der Elf sah betreten zu Boden
"Master Malfoy ist aktuell im Zaubereiministerium, sir. Er wird später zurückkehren und eure Mutter hielt es für praktikabler mich zu schicken, weil ich direkt in das Manor apparieren kann, sir. Wegen dem Gepäck, sir."
Draco seufzte lächelnd, doch konnte das Mädchen nicht umhin ein wenig Bitterkeit dahinter zu erkennen.
Die zwei Freunde verabschiedeten sich von Crabbe und Goyle, welche soeben auch von ihren Eltern abgeholt wurden und stellten sich dann mitsamt Gepäck neben den Hauself, welcher jeweils einen von ihnen an der Hand nahm.
Kaum hatte Dobby das getan, wurde Nirriti von einem Gefühl erfasst das man wohl am ehesten beschreiben konnte, als würde man durch einen engen Schlauch gesogen.
Doch so schnell das Gefühl aufgetaucht war, so schnell war es auch wieder verschwunden und genau so wie sie eben noch an Gleis 9 3/4 gestanden haben, standen sie nun in der Eingangshalle eines riesigen Anwesens- Malfoy Manor.
Das Manor war ein großer und edler Altbau mit dunklen Holzböden und hellen Wänden.
Man fand dort nichts was nicht in das Bild hineinpassen würde. An den hohen Wänden hingen hin und wieder mal ein Portrait und in beinahe jedem Raum, so kam es einem vor, fand man das Familien-Wappen der Malfoys wieder; Mal sah man es eisern über einer Tür prangern und mal fand man es als kleine edle Gravur in einer Stuhllehne im Esszimmer, sogar auf der großen Steinplatte, welche der Boden im Kamin war, war es eingemeißelt. Und zusätzlich war nun auch alles wunderschön Weihnachtlich geschmückt und ein pompöser Weihnachtsbaum stand funkelnd in einer Ecke des Wohnzimmers.
Nirriti war dieser Ort ein wenig zu edel für ihren eigenen Geschmack, aber trotzdem fühlte sie sich im Manor wohl. Das Haus und seine Familie hießen sie immer herzlich Willkommen.
Als Draco und Nirriti mit Dobby in der Eingangshalle aufgetaucht waren, hatte Nazissa schon gewartet und sie begrüßt.
Die große blonde und wunderschöne Frau war zwar ein Mensch der seine Nase ein wenig höher trug, doch wenn man sie kannte war sie ein äußerst liebevoller Mensch- zumindest zu ihrer Familie und Nirriti war sie so.
Nachdem Dobby das Gepäck der beiden Schüler in ihre Zimmer gebracht hatte, trug Nazissa ihm auf Essen zu kochen und so saßen sie etwa eine Stunde später, in der Nirriti von Draco ihr Zimmer gezeigt bekommen hat mit, dem in der Zwischenzeit heimgekehrten, Lucius im Esszimmer und aßen zusammen zu Abend.
Es kam schon beinahe an das Festessen in Hogwarts ran, so viel war es.
Dobby hatte ganz alleine von jedermanns Lieblingsessen so viel gekocht, dass jeder von allem essen konnte und das ganze mit Vorspeisen und Desserts.
Dafür würde sie ihm später danken, nahm sich das Mädchen vor während sie ihre Chicken Wings Knochen zur Seite schob und sich eine Hummerschere und Gemüse auf den Teller tat.
"Erzählt doch mal, wie war euer erstes halbes Jahr in Hogwarts?" fragte Lucius schließlich in die Runde nachdem Nazissa ihn streng angesehen hat und bedeutungsvoll zu Draco genickt hatte.
Dieser pausierte über seiner vietnamesischen Reispfanne mit Garnelen und sah seine Eltern an bevor er den Mund öffnete.
"Es war ganz gut. Ich bin aktuell der beste Junge in unserem Jahrgang und die einzigen die aktuell noch besser sind als ich sind diese Hermine Granger aus Gryffindor und Vulpi." der Blonde warf der Schwarzhaarigen einen herausfordernden Blick zu bevor er in einem bitteren Tonfall weiter sprach, der Neid, Ablehnung und ein wenig Wut beherbergte.
"Und wir haben den berühmten Harry Potter in unserem Jahrgang- ein Gryffindor und dann hat er sogar noch Sonderrechte bekommen damit er für Gryffindor den Sucher spielen darf. Der ach so tolle Potter, mit seinem Besen und seiner dämlichen Narbe."
Dafür bekam Draco einen Tritt gegen sein Schienbein von Nirriti- Harry war immerhin noch ein Freund von ihr.
Draco sah sie dafür finster an, hörte allerdings auf als Lucius sich räusperte.
"Und bei dir Nirriti?" fragte er die Black und schien dabei seltsamerweise ein wenig interessierter zu sein- das konnte natürlich auch nur Nirritis Einbildung gewesen sein.
"Ich bin in der Bestenliste unseres Jahrgangs soweit ich weiß aktuell auf dem zweiten Platz, ich bin mir aber sicher dass Draco mich noch überholen wird. Ich bin immerhin nicht gerade gut in Geschichte, kann mir das ganze nicht so gut merken, da kann ich noch so viel lernen. Jetzt im ersten Halbjahr hatte ich Glück dass wir etwas halbwegs interessantes behandelt hatten aber ich bezweifle dass das so weiter geht. Und Kräuterkunde geht gerade so ganz knapp immer auf ein 'Ohne Gleichen' weil ich mir vor Augen führen kann, dass ich das Pflanzenwühlen für Zaubertränke brauche." bei dem Gedanken an schmutziger Erde und Drachenmist schauderte es sie.
"Und wie sieht es mit Freunden aus?" fragte dann Nazissa interessiert worauf Draco so tat als höre er nicht zu.
"Naja neben Draco hab ich tatsächlich noch andere Freunde gefunden. Zum einen Blaise Zabini und Pansy Parkinson- mit Draco sind wir quasi ein Quartett, aber ich hab auch Freunde in Gryffindor, zumindest auch Leute die ich gut leiden kann. Da wären dann Kaera O'Neill, die ist im Moment 8. auf der Bestenliste unseres Jahrgangs, ich vertrage mich auch gut mit Hermine Granger, Ron, Fred und George (Sie nannte den Nachnamen der Weasleys absichtlich nicht, da Lucius die Familie nicht mochte) und in der Tat auch Harry Potter- er ist Nett und strengt sich an in der Zaubererwelt zurecht zu kommen." Den letzten Teil hatte sie noch auf Dracos verächtlichen schnauben mit dran gehängt.
Eine Weile unterhielten sich die Vier noch, bis sie nach dem Dessert statt und -Nirriti zumindest- zufrieden aufstanden und jeder in eine andere Richtung lief.
Draco ging auf sein Zimmer und Nirriti in die Küche, sie hatte Dobby nämlich heimlich was vom Essen aufgehoben.
In der Küche bedankte sich dann der Elf piepsend und mit Tränen in den großen Augen.
"Sie sind zu gütig, Miss Nirriti! Was kann Dobby für Miss tun um sich jemals zu revanchieren, Miss?"
Nirriti hatte nicht die Absicht etwas zu erbitten, allerdings fiel ihr dennoch noch etwas ein
"Du Dobby? Könntest du eventuell in meinem Koffer meinen Tieren jeden Tag zwei mal etwas zu essen bringen? normalerweise machen das die Hauselfen in Hogwarts, aber da ich ja jetzt über die Ferien nicht im Schloss bin denke ich dass nicht extra einer kommen wird um den Job zu erledigen."
Dobby nickte freudig
"Gut. Das Passwort ist 'Rabenschwarzer Fuchs'...Danke Dobby!" und mit diesen Worten war sie auch schon in Richtung ihres Zimmers verschwunden, wo ein gewisser Blondschopf schon wartete.
"Lust auf Schach?"
Die nächsten Tage waren interessant für Nirriti. Draco und sie hatten herausgefunden, dass der Zauber der auf dem Koffer von Nirriti lag, unaufspürbar war und das Ministerium so nicht mitbekommt wenn ein minderjähriger Zauberer darin zaubert. Normalerweise lag nämlich bis zum 17. Lebensjahr auf einer Hexe oder Zauberer die Spur und mit dessen Hilfe kann das Ministerium jede magische Aktivität eines minderjährigen, überwachen.
Wie gesagt: Normalerweise.
Manchmal war die Anwesenheit in dem Manor für Nirriti allerdings auch nicht ganz so schön...beispielsweise wenn sie mitbekam wie Dobby behandelt wurde oder wenn das Thema Muggel und Schlammblüter zur Sprache kam.
Nirriti war selbst kein übermäßiger Freund von Muggeln aber Schlammblüter verteidigte sie schon wo es nur ging, weshalb sie hin und wieder Diskussionen mit Lucius und Draco führte, die allerdings nie feindlich gesinnt waren und Lucius nahm es ihr auch nicht übel, auch wenn er ihre Haltung nicht wirklich nachvollziehen konnte. Er wusste aber auch dass es nichts brachte, sie umstimmen zu wollen.
An einem Morgen wurde die Black von einer lächelnden Nazissa geweckt.
"Frohe Weihnachten, Nirriti."
Nirriti grummelte doch setzte sich in ihrem Bett auf und lächelte die blonde Frau an.
"Frohe Weihnachten, Zissi"
Die Malfoy nickte zur Tür hinüber und bedeutete der jungen Hexe damit, dass sie mitkommen solle.
"Komm. Es gibt Geschenke und Frühstück"
Das ließ sich das Mädchen natürlich nicht zweimal sagen und so folgte sie der Hexe gut gelaunt.
Im Wohnzimmer warteten schon Lucius und ein ungeduldiger Draco auf die beiden Damen.
"Na endlich. Komm lasst uns die Geschenke öffnen!"
Der Junge lief zum Weihnachtsbaum unter dem sich einige bunt eingepackte Päckchen befanden und fing an sie jeweils an ihre Besitzer weiter zu geben, sodass am Ende jeder einen Haufen vor sich liegen hatte. Die von Nazissa und Lucius waren kleiner, aber das wunderte die Kinder nicht, sie waren immerhin Erwachsene und die bekamen nicht mehr so viel.
Die Stapel von den beiden Slytherin waren ungefähr Gleich hoch aber das interessierte sie eher weniger- sie wollten wissen was darin war.
Zuerst öffnete Nirriti ein kleines Päckchen das ein wenig unbeholfen Verpackt aussah, darin befand sich ein kleines strahlend weißes Armband und eine Karte verriet ihr dass es ein (mit Hilfe von Professor Flitwick) selbstgemachtes Armband von Hagrid war, dass er aus einem Lederband und Seeopal von den Wassermenschen gemacht hatte. Es war wunderschön fand das Mädchen und legte es sofort an.
Dann öffnete sie ein Päckchen von Hermine und natürlich war es ein Buch oder viel mehr zwei Bücher. Laut ihrem Brief konnte sie sich nicht entscheiden welches sie ihr schenken wolle, da hatte sie einfach beide gekauft. Das erste Buch war ein Fantasy Muggelbuch über Zauberer an einer Universität und einem Land namens Fillory, es trug den Titel 'The Magicians' und das andere Buch war eine Historie über die Familie Black.
Von Goyle hatten beide Freunde ein Päckchen voll mit Schokofröschen bekommen und bei Crabbes Geschenk hatte definitiv seine Mutter ihm Geholfen, denn Nirriti hatte in ihrem Päckchen eine Ansammlung an ziemlich teuren magischen Farben und einer ganz edlen neuen Feder mit Metallspitze aus einer Baryphthengus martii Schwanzfeder- die waren sehr selten, da dieser Vogel nur zwei der langen Federn besaß- und wie es aussah hatte Draco die dazu passende andere Feder bekommen denn er zog ebenso eine schmale Schachtel aus seinem Päckchen heraus in der gleichen auch das Mädchen ihre bekommen hatte, und sie lag...falsch mit ihrer Vermutung. Er hatte eine lange blau-grüne Fasanenfeder bekommen und dazu ein Sketchbook mit zwei teuren und sehr guten mechanischen Bleistiften, einem guten Radierer und einem Set mit echt guten Buntstiften.
Als er das ausgepackt hatte lief er peinlich berührt an und packte es schnell bei Seite bevor seine Eltern zu viel sahen, denn sie waren glücklicherweise für den Jungen noch mit ihren eigenen Geschenken beschäftigt.
Nirriti fragte sich derweil woher Misses Crabbe wusste, dass Nirriti gerne malte und sie fragte sich ob sie vielleicht selbst Künstlerin war und ihnen deshalb so gute Sachen geschenkt hatte oder ob sie es gar nicht wusste und Draco deshalb auch einfach etwas zum zeichnen geschenkt hatte.
Nirriti räusperte sich und Nazissa sah von ihrem neuen Ring aus Silber auf.
"Ist Vincent Crabbes Mutter Künstlerin?"
Auf diese Frage stutze die Hexe und überlegte kurz "Hm...Nein ist sie nicht, warum?" Sie sah auf die Farben in Nirritis Hand und verstand dabei den Sinn der Frage.
"Künstlerin ist sie nicht, aber sie hat ein gutes Händchen für Wahrsagen, also sind ihre Geschenke meistens sehr passend und abgestimmt."
Bei den Worten lächelte Nirriti dankend doch Draco tat so als ob er nicht zuhöre und packe weiter aus.
Von Blaise bekamen die beiden jeweils ein Paket voll mit Knabber- und Süßkram, der dachte auch fast nur ans Essen, aber das konnte er auch, immerhin konnte er essen wie er wollte und nahm kein Gramm zu.
Pansy schenkte Nirriti ihr lieblings Shampoo mit einer Notiz "Damit du auch so gut riechen kannst wie ich "
Nirriti schmunzelte darauf und öffnete das nächste und wieder nächste Päckchen, von Lucuis und Nazissa, Severus und Kaera bis sie irgendwann ein neues Zauberschach-Set aus Glas mit goldenen Verzierungen, ein Lunascop, ein neues Set von Kristallphiolen und einiges weiteres mehr in ihr Zimmer und dann in ihren Koffer schleppte um dem Zeug ein neues Zuhause zu geben nur um dann wieder zum Frühstück zu eilen.
Dobby hatte auf Wunsch für Nirriti 'Egg Benedict' gemacht was Avocadocreme auf geröstetem Brot mit einem pochierten Ei und ein paar Gewürzen obendrauf war. Es war himmlisch !
Und so verbrachten die Malfoys und Nirriti noch den weiteren Tag zusammen.
Sie reisten in die weihnachtliche und verschneite Winkelgasse, besuchten eines der nobelsten Restaurants in London und Nachmittags gingen sie zum Afternoon Tea.
Am Abend waren sie dann wieder im Manor und so trafen sich Draco und Nirriti nach noch einem großen Essen, mindestens einer Auseinandersetzung zwischen Draco und seinem Vater und mindestens einer Todesdrohung an Dobby, in Nirritis Koffer.
"Er hört mir nie zu!" tobte Draco immernoch nach dem Konflikt mit Lucius und streichelte Maha, die seit Schuljahresbeginn übrigens eine beachtliche Körpergröße erreicht hat, dabei ein wenig energischer als üblich, doch das schien der gefleckten Fellkugel zu gefallen, denn sie schnurrte wie keine Zweite.
Nirriti die neben ihm saß und einen ihrer Hirsche bürstete, hörte ihm auch nur mit einem halben Ohr zu und stimmte ihm hin und wieder mal zu oder warf etwas ein wie:
"Du musst nicht versuchen ihm zu gefallen, er ist dein Vater und liebt dich wie du bist. Er kann es nur nicht so zum Ausdruck bringen."
Mittlerweile wusste was das Mädchen sagen musste, wenn er sich mal wieder bei ihr ausließ, damit er sich beruhigte.
Plötzlich allerdings bewegte der Junge sich neben ihr und schreckte dabei beinahe den Hirsch auf, weil er nicht damit gerechnet hatte. Als Draco auf ihn zu ging und ihm den Hals streichelte beruhigte er sich dennoch wieder. Dann streckte der Blonde der Schwarzhaarigen eine Hand zu die sie fragend ergriff.
"Komm wir gehen schwimmen"
