18. Keine Ehre, keine Hoffnung
Universum: Dark Verse, das hier ist die Fortsetzung von „Dark Archer" und die letzte Fic aus dem Dark Verse
Spoiler: Für die 2019/20 Staffeln des Arrowversums und für alle fünf Teile von „Crisis on Infinite Earths"
Pairings: Backround: vergangens Nysara, vergangenes Westallen und Blick-and-you-will-miss-it impliziertes Atomwave
Warnings: Dark Fic!,Multipler Character Death, universelle Vernichtung, Wahnsinn, Untote, Spoiler
Inhalt: Statt der Zeitalter der Helden erwartet Erde-1 die Krise, der das Multiversum nach allem was passiert ist, vielleicht nicht mehr gewachsen ist.
Dark Archer wollte Erde-1 retten, wenn er schon nicht in der Lage gewesen war seine eigene Erde zu retten. Er wollte diese neue Version seiner Schwester, seinen Vater und seine Stiefmutter, und all die Menschen, die Laurel und Sara etwas bedeutet hatten retten, um das Opfer der Lance-Schwestern zu ehren, das wollte er wirklich, aber das Schicksal läuft nicht immer so ab, wie man es sich vorstellt.
Als Lyla Michaels den Fehler machte sich Tommy Merlyn von Erde-2 in den Weg zu stellen, war das ihr letzter Fehler. Als Tommy Merlyn sie tötete, war das nicht sein letzter Fehler, aber der Fehler, der das Multiversum am Meisten kosten würde. Durch Lyla Michaels Tod gab es niemanden mehr, der zu Harbinger werden konnte, es gab niemanden mit der nötigen DNS, der die Kraft in sich aufnehmen konnte, die es gebraucht hätte um all jene zu versammeln, die die Welten retten sollten, das auserwählte Team des Monitors.
Der Monitor war ein mächtiges Wesen, aber in gewissser Hinsicht nicht so mächtig wie Harbinger, nicht so schnell wie Harbinger. Keiner war da um Clark Kent und Lois Lane von Argo von Universum-38 zu retten. Keiner war da um die auserwählten Champions auf Erde-38 zu bringen um sich dort den Kräften des Anti-Monitors entgegen zu stellen. Erde-38 starb, wurde von der Anti-Materie-Welle getroffen, bevor irgendjemand irgendetwas dagegen tun konnte. Kein D.E.O., kein Brainy, keine Lena Luthor, niemand von ihnen war schnell genug. Erde-38 starb einen grausamen Tod, und mit Erde-38 starb die letzte Chance des Multiversums, da mit ihr die Ehre und die Hoffnung starben.
„Ich habe euch alle versammelt, weil ihr die letzte Hoffnung des Multiversums seid", erklärte der Monitor Tommy Merlyn, seinen Eltern, Lex Luthor, Iris West-Allen, Wally West, Joe West, Thea Queen, Nyssa al Ghul, und Kate Kane in StarLabs. „In jeder Sekunde, die vergeht, sterben weiter Erden. Nash Wells hat den Anti-Monitor aus seinem Gefängnis befreit, und er hat mit der Vernichtung des Multiversums begonnen. Erde-2 war nur ein Test, inzwischen sind zahllose andere Erden gestorben. Ich hatte einen Plan, auserwählte Champions, aber … die Dinge sind anders gelaufen, als ich es mir erhofft habe, und nun seid nur noch ihr übrig. Ihr müsst kämpfen, müsst diejenigen suchen, die alles Leben retten können", erklärte der Monitor.
„Nash verdammt, ich wusste, dass ich ihn in den Kopf hätte schießen sollen", murmelte Joe.
„Ich bin froh, dass du es nicht getan hast, Dad", meinte Iris langsam, „Es gab in letzter Zeit schon genug Morde. Wenn das Multiversum in Gefahr ist, sollten wir dann nicht Breacher und seine Leute hinzuziehen?"
„Dafür ist es zu spät. Ihre Welt und alle auf ihr sind verloren", sagte der Monitor.
„Cisco!", erkannte Iris schmerzhaft, Cisco saß wegen dem Mord an Gypsy dort im Gefängnis und hatte seine Verhandlung erwartet, eine Verhandlung, zu der es nun nie kommen würde, doch tot war er trotzdem.
„Es gibt Welten, auf denen ich Quantum Türme errichtet habe, die der Anti-Materie für eine gewisse Zeit Stand halten können", erklärte der Monitor, „Die erste dieser Welten haben wir bereits verloren, aber wir sollten genug Zeit haben diejenigen auf der nächsten Welt zu aktivieren. Was ihr allerdings brauchen ist eine mobile Basis."
Wally schüttelte den Kopf. „Die Legends gibt es nicht mehr. Rip ist zusammen mit der Waverider verschwunden", meinte er.
„Wir brauchen nicht eure Waverider. Wir brauchen nur eine Waverider", informierte der Monitor sie, „Ihr seid nicht diejenigen, die ich auserwählt hatte um uns alle zu retten, doch ihr werdet uns retten."
„Und wer waren diejenigen, die du auserwählt hattest, du Mistkerl?", wollte Tommy Merlyn herausfordernd wissen.
„Oliver Queen, Lyla Michaels, Sara und Laurel Lance, J'onn J'onzz von Erde-38", erwiderte der Monitor ungerührt und sah Tommy Merlyn direkt an, „Du hast meine Pläne ziemlich durcheinander gebracht, Dark Archer. Ich hatte eine andere Zukunft vorausgesehen. Nun muss ich improvisieren."
„Entschuldigt, aber die Waverider ist doch ein Zeitschiff, oder?", warf Thea ein, „Warum reisen wir nicht einfach in der Zeit zurück und verhindern, dass Ollie und die anderen sterben?"
„Weil sich die Dinge dadurch nur noch unvorhersehbarer entwickeln würden. Außerdem sind Zeitreisen im Moment nicht mehr so einfach möglich wie zuvor, die Antimaterie behindert ihre Präzession - der Versuch alleine könnte alle Beteiligten töten", erklärte der Monitor, „Es gibt einen Trip, den ich unternehmen kann und werde, doch dieser eine wird vermutlich der letzte sein, der mir möglich ist, und ich muss dabei vorsichtig sein um die Zeitlinie so weit wie möglich in Takt zu halten."
„Der Mann hat recht", erklärte Wally, „Von meiner Zeit mit den Legends weiß ich, dass man nie weiß, was man anrichtet, wenn man auch nur eine Kleinigkeit ändert. Wenn wir zurück zum Neron-Krieg gehen, dann könnten wir alles nur noch schlimmer machen."
Thea wirkte resigniert, Tommy Merlyn wütend, aber keiner protestierte mehr gegen den Plan. „Zeitreisen? Parallelerden? Ich verstehe nur die Hälfte von dem, worüber ihr hier redet. Was ist mit Kara? Könnten wir ihre Hilfe nicht gebrauchen?", wandte Kate Kane ein. Sie hatte sich überhaupt nur überreden lassen sie nicht alle sofort anzugreifen, weil sie Wally als Kid Flash erkannt hatte und annahm, dass er auf der Seite der Engel stehen musste.
„Kara ist tot, Kate", erklärte Iris mit einem Kloß im Hals, „Ihre Erde wurde zerstört."
„Oh."
„Also sind wir wirklich die letzte Hoffnung der Menschheit", meinte Lex Luthor sardonisch, „Ich wusste schon immer, dass es eines Tages soweit kommen würde. Ich hätte nur nie gedacht, dass es die Menschheit auf einer anderen Erde sein würde."
Alle blickten ihn an. „Wer bist du noch mal genau?", wunderte sich Wally dann im Namen aller laut.
Lex Luthor seufzte. „Ich, mein Freund, bin die klügste Person in dieser kleinen Gruppe, wenn man von unserem Alienfreund absieht, und an mir wird es liegen uns alle zu retten", behauptete er dann. Irgendwie beruhigte Iris das überhaupt nicht.
Die alternative Waverider, die sie in Anspruch nahmen, war verlassen, wenn man von der K.I. mit Leonard Snarts Stimme absah und einer alternativen Version von Mick Rory, die hier an Bord hauste um ihre schriftstellerischen Ambitionen ungestört nachkommen zu können.
„Was ist eigentlich mit unserer Version von Rory passiert?", wollte Iris wissen.
„Säuft sich irgendwo zu Tode", erklärte Wally, „Ich habe einige Zeit lang versucht ihm die Flaschen wegzunehmen, aber das hat nichts gebracht. Also hab ich es gelassen. Er ist nie über den Neron-Krieg hinweggekommen. Und, na ja, über Ray. Ich hab ihm nicht mal gesagt, was mit Sara passiert ist. Ich wollte nicht, dass er ernsthaft versucht sich das Leben zu nehmen."
„Sollen wir dem anderen Rory sagen, dass sein Doppelgänger mit seiner Schriftstellerkarriere Erfolg hatte?", wollte Iris dann wissen.
Wally zuckte die Schultern. „Wozu ihm Hoffnung auf eine Zukunft machen, die er vielleicht nie erlebt?", meinte er, und beide Geschwister schwiegen. Sie wussten, dass es hier an Bord eine Person gab, die noch weniger Hoffnung auf die Zukunft besaß als alle anderen, eine Person, die sehr wohl noch direkt vom Monitor ausgewählt worden war. Wally würde sterben müssen um sie alle zu retten, das hatte der Monitor gesagt. Doch hatte er sich nicht in so vielen anderen Dingen bereits geirrt? Wer sagte, dass er ausgerechnet damit recht hatte?
Die Welt, die sie versuchten zu retten, hielt dem Anti-Materie länger stand, aber nicht lange genug. Die Zerstörung ging weiter. Der Monitor tauchte mit dem Buch des Schicksals auf. Er hatte es aus der Zeitlinie entfernt und las nun darin.
„Es gibt eine Chance. Es gibt sieben ausgewählte Individuen, die die Macht haben uns alle zu retten, sieben Paragons, die Charaktereigenschaften verkörpern, die nötig sind um den Anti-Monitor aufzuhalten. Das Buch hat mir Hinweise darauf geliefert, wo wir sie finden können, allerdings gibt es ein Problem. Kara Danvers von Erde-38 war der Paragon der Hoffnung, doch nun ist sie tot", erklärte der Monitor.
„Und das heißt? Das alles umsonst ist? Dass es keine Chance auf Rettung gibt?", wollte Tommy Merlyn wütend wissen.
„Es heißt, dass die übrigen Paragons vielleicht nicht in der Lage sein werden uns alle zu retten, was aber nicht heißen soll, dass wir sie nicht versuchen sollten. Wenn jemand eine Chance hat die Welten zu retten, dann sie. Den Paragon der Ehre haben wir ebenfalls verloren. Das wäre J'onn J'onzzs Berufung gewesen. Aber die anderen sind noch am Leben. Kate Kane, ich kann dir sagen, wo du hingehen musst um den Paragon der Tapferkeit zu finden, der auch die Fledermaus der Zukunft genannt wird. Der Paragon der Wahrheit ist ein Kryptonier, der mehr verloren hat, als ein Mann ertragen kann. Ich habe hier außerdem einen Hinweis auf den Paragon der Menschlichkeit gefunden, der auf Erde-1 lebt. Der Paragon des Schicksals ist der Captain über die Zeit und auf einer alternativen Erde zu finden. Und du, Iris West-Allen, bist der Paragon der Liebe", verkündete der Monitor.
„Ich? Aber ich bin keine Superheldin. Barry war der Held, Barry war der Flash, ich bin nur…"
„Bar hat immer gesagt, dass du genauso ein Teil vom Flash bist, wie er", rief ihr ihr Vater in Erinnerung, „Du bist eine Heldin."
„Na gut, damit wissen wir, wer nicht durchs Multiversum streifen und sich dem Risiko von Anti-Materie getötet zu werden aussetzen darf. Kate holt den Paragon der Tapferkeit. Ich suche den Captain über die Zeit - ich habe eine recht gute Idee, wer das sein könnte", meinte Wally, „Wer holt den Kryptonier, und wer den Paragon der Menschlichkeit?"
Es war ja nicht gerade so, dass sie eine besonders schlagkräftige Truppe wären. Lex Luthor räusperte sich. „Ich nehme mich gerne dem Kryptonier an. Immerhin habe ich Erfahrung mit seinesgleichen", bot er sich an. „Ich gehe mit ihm", meinte Tommy Merlyn sofort.
„Nun, dann holen Nyssa und ich unseren ortsansässigen Paragon", meinte Thea, „Das sollte kein Problem werden, nicht wahr?" Sie hatte es ja auch verschreien müssen.
„Das hier ist ein Trophäenschrank. Und das hier, diese Brille, so eine habe ich schon einmal gesehen, an Supergirls ziviler Identität. Bruce, was hast du getan?", wollte Kate Kane entsetzt wissen, als ihr klar wurde, dass der Monitor sie fehlgeleitet hatte. Dieser Bruce hier war nicht nur nicht ihr Bruce, er war kein guter Mann, kein tapferer Mann, er war ein Mörder.
„Supergirl. Ja, die musste ich auch töten. Sie hat es nicht so gut aufgenommen, dass ich ihren Cousin getötet habe", sinnierte „Bruce".
„Kara hat mir gesagt, er war dein Freund!", schleuderte ihm Kate entgegen.
Bruce lachte. „Vor langer Zeit einmal, aber siehst du, Kate, Kal hat nie eingesehen, dass die Welt so ist, wie sie nun einmal ist. Früher oder später mussten wir aneinander geraten, schätze ich. Aber was spielt das jetzt noch für eine Rolle? Das liegt alles in der Vergangenheit. Du hast gesagt, ich muss die Welten retten. Ich schätze, dann bleibt mir wohl keine andere Wahl als genau das zu tun", meinte er bitter.
Nein, so einer wie er kann nicht die Lösung sein, er ist Teil des Problems. Ich meine, ich kann ihn nicht mitnehmen, wer weiß, was er tun würde. Aber, wir haben schon zwei Paragons zu wenig, wir brauchen ihn. Was soll ich also tun?
„Sara Lance, wir brauchen dich. Du musst uns helfen das Multiversum zu retten!"
Sara sah von ihrem Drink auf und starrte Wally West an. „Wally, dich hab ich aber schon lange nicht mehr gesehen", stellte sie fest, „Was führt dich in diese Bar hier? Bist du wegen der Trivia Night hier?"
„Das Schicksal hat mich hergeführt, Sara, das Schicksal", betonte Wally, „Du musst mit mir kommen."
„Ich bin kein Superheld, ich bin nur ein Wissenschaftler, und ich habe eine Familie, ich kann nicht einfach losziehen und alles liegen und stehen lassen", erklärte Ryan Choi Thea und Nyssa, „Es tut mir leid, aber ihr seid zum falschen Mann gekommen."
„Es gibt fast keine Superhelden mehr, Dr. Choi. Mein Bruder, sein Team, der Flash und sein Team, Atom, die Canaries, Firestorm … sie sind alle tot", sagte Thea, „Und sie sind gestorben, während sie damit beschäftigt waren sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen. Vielleicht soll uns das ja etwas sagen. Vielleicht soll uns das sagen, dass sie nicht die richtigen waren um uns zu retten, vielleicht braucht es so jemanden wie Sie um uns zu retten. Und was Ihre Familie angeht, viele Menschen haben Familie, und sie alle werden ihre Familien verlieren, wenn Sie nicht mit uns kommen."
Ryan Choi legte die Stirn in Falten und schien darüber nachzudenken. „Okay", meinte er dann, „Ich komme mit und werde helfen, wo ich kann. Ich weiß allerdings immer noch nicht, wieso ausgerechnet ich irgendetwas zur Rettung der Erde beitragen können sollte."
Nyssa wandte sich an Thea. „Das war eine beeindruckende Rede", meinte sie.
„Gut, dass du das sagst, denn nachdem wir Dr. Choi auf der Waverider abgeliefert haben, habe ich noch eine andere Sache zu tun, und sie wird dir nicht gefallen, ich hoffe aber, dass du mich trotzdem unterstützt und einsiehst wie nötig das, was ich vorhabe, ist."
Nyssa blickte sie erwartungsvoll an.
„Der Joker hat die gesamte Redaktion vergast? Und nur noch du warst über? Und was ist mit mir in dieser seltsamen Welt?", wollte Lex Luthor von Clark Kent, seineszeichen Chefredakteur des Daily Planet, wissen.
Clark Kent musterte ihn nachdenklich. „Ich glaube nicht, dass dir die Antwort gefallen wird", meinte er vorsichtig.
„Tja, das hatte ich schon befürchtet … Nein, ich wollte das hier wirklich durchziehen, aber … sorry, nicht er, Paragon oder nicht….", verkündete Lex Luthor. Im nächsten Moment stand Tommy Merlyn stand hinter ihm und hielt ihn im Würgegriff, und hinderte ihn so daran seine Kryptonitwaffe auch nur abzufeuern. „Wage es nicht!", zischte Tommy Merlyn, „Ich wusste ja gleich, dass man dir nicht trauen kann."
„Ach komm schon, lass mich ihn töten! Keiner wird es wissen", jammerte Lex, „Meine ganze Welt wurde vernichtet. Meine Schwester ist tot, jeder, den ich kannte, gönn mir wenigstens ein bisschen Spaß!"
„Wir brauchen ihn. Wir haben bereits zwei Paragons zu wenig", knurrte Tommy.
„Und wessen Schuld ist das? Denkst du etwa, ich wüsste nicht, dass du der Grund dafür bist, dass meine Welt gestorben ist, und dass Supergirl und Martian Manhunter nicht mehr da sind um das Multiversum zu retten?!", zischte Lex.
„So war das nicht. Ich wusste doch nicht, was passieren würde. Ich dachte, man kann Mar Novu nicht trauen. Ich dachte, er ist wie wir", erklärte Tommy wütend.
„Glaub mir, mein Freund, wir beide haben rein gar nichts gemeinsam", meinte Lex.
„Damit hast du recht. Ich will meine Fehler wiedergutmachen, während du uns alle gefährdest", verkündete Tommy und schnitt Lex dann mit einer schnellen Bewegung die Kehle durch. Keiner hätte ihn aufhalten können.
Blut schoss aus Lexs Kehle. Clark Kent stürtzte zu ihnen, legte seine Hände auf Lexs Kehle, doch Tommy wusste, wie man schneiden musste um jemanden zu töten. Lex Luthor war nicht mehr zu retten.
„Narr … hätte das Buch des Schicksal umgeschrieben … neue Para-" , keuchte Lex. Und dann war er tot.
Clark Kent blickte Tommy voller Abscheu an. „Warum hast du das getan? Das war nicht nötig! Wir hätten ihn überwältigen können, ihn einsperren können!", verkündete er düster.
„Das Schicksal der Welten steht auf dem Spiel! Wir haben keine Zeit um zimperlich zu sein!", entgegnete Tommy barsch, „Dieser da war von Anfang an ein Risiko, wir können uns keine Fehler mehr leisten."
Clark Kent sah ihn auf eine Art und Weise an, die darauf hindeutete, dass er sich nicht so sicher war, ob Tommys reine Anwesenheit hier für ihn nicht schon einen großen Fehler darstellte.
„Hey, warum sieht dieser Superman-Typ aus wie Ray Palmer?", wollte Wally von Iris wissen, doch diese warf ihm nur einen ernsten Blick zu. „Wally, Dad ist weg. Er ist losgegangen zu der Stelle, an der Nash den Anti-Monitor gefunden hat", berichtete sie ernst, „Ich mache mir Sorgen."
Wally nickte ernst. „Das musst du nicht. Ich kümmere mich darum", versprach er.
Nyssa, Thea, und John Constantine schafften Oliver Queens verweste Leiche zu einer Lazarus-Grube auf einer Parallel-Erde. „Ich möchte nur betonen, dass ich das immer noch für eine schlechte Idee halte", sagte John, „Ich helfe euch, weil schon zu viele von uns gestorben sind, aber das ist eine wirklich blöde Idee, das ist euch klar, oder? Gerade du müsstest das wissen, Thea. Wie lange hast du noch einmal gebraucht um deinen Blutdurst unter Kontrolle zu bringen?"
„Ollie wird damit umgehen können. Du bist nicht hier, weil uns deine Meinung interessiert. Du bist hier, weil du mit Ollie das Gleiche machen sollst wie damals mit Sara, nachdem die Grube sie zurück gebracht hatte. Du sollst seine Seele restaurieren", belehrte Thea John.
„Und das werde ich auch tun, aber trotzdem: Ich bin gegen das alles hier", gab John zurück.
Sie durchquerten eine Westernstadt und fanden die Grube in einer Art Mine. „Wer immer ihr seid, dieses Land gehört mir und … was zum Teufel wollt ihr mit dieser Leiche?!" Der Cowboy, der sich ihnen entgegenstellte, schien John Constantine recht zu geben - das hier war eine schlechte Idee. Aber der Monitor hatte betont, wie wichtig Oliver war! Und nun, da sie auch noch zwei Paragons zu wenig hatten, war er noch wichtiger. Thea tat das hier nicht nur aus egoistischen Gründen, sie dachte auch an das große Ganze.
„Wir haben keine Zeit für so was", seufzte Nyssa und kümmerte sich um den Cowboy mit der rauen Stimme. Der floh wenig später mit einer Narbe mehr im Gesicht.
„Na dann", meinte John Constantine, „An die Arbeit."
„Das hier ist ein bemerkenswertes Stück Technologie", bemerkte Bruce über die Waverider. Kate warf ihm einen nervösen Blick zu. Sie konnte sich des Gefühls nicht erwehren, dass es ein schlimmer Fehler gewesen war diese Version ihres Cousins hierher mitzunehmen, aber das war ihr Auftrag gewesen, nicht wahr? Aber ich war noch nie gut darin Befehle zu befolgen, ein Grund mehr, warum aus meiner Militärkarriere nichts geworden wäre.
„Wer ist das? Der Paragon des Was-auch-immer? Der kann ja kaum laufen!", beschwerte sich Mick Rory und deutete auf Bruce und sein Exo-Skelett, das es ihm ermöglichte zu gehen.
„Heatwave?" Bruce warf Kate einen vielsagenden Blick zu. „Mit wem umgibst du dich nur, Kate?" Diese Frage stellte Kate sich ebenfalls, aber nicht in Bezug auf Mick Rory. „Alternative Universen, schon vergessen? Dieser Heatwave ist ein Held" Rory zog eine Grimasse. „Eine Legende. Er hat geholfen seine Welt zu retten."
„Mehrmals", bestätigte Rory.
„Und er ist ein angehender Bestseller-Autor", schloss Kate, woraufhin Rory sie mit einem Blick musterte, der andeutete, dass er nicht sicher war, ob sie sich nicht doch über ihn lustig machte. Offenbar wusste er nichts von der Karriere seines Doppelgängers als Rebecca Silver (Kate war natürlich kein Fan, aber …. Nun sie hatte vielleicht ein oder zwei oder mehrere Rebecca Silver-Romane gelesen, einfach nur am auf den neusten Stand zu bleiben, was literarische Trends anging).
In diesem Moment erklang ein rauschendes Geräusch, und ein dunkelhaariger Mann, der aussah wie eine ergraute Version von Dr. Raymond Palmer, trat zu ihnen in den Gang. „Das war merkwürdig. Ich hätte fast den roten Knopf gedrückt. Zum Glück habe ich meinen Röntgenblick vorher benutzt um sicher zu gehen, dass das kein Fehler ist, denn es wäre einer gewesen", berichtete er, „Wer genau hat die Rohre auf diesem Schiff verlegt?"
„Agh! Warum wollen nur immer alle den roten Knopf drücken? Auf welcher Welt ist es eine gute Idee einen großen roten Knopf zu drücken?!", beschwerte sich Mick Rory, „Moment, also benutzten Kryptonier die Toilette!"
„Im Grunde sind wir nicht viel anders als Menschen", erwiderte der offensichtliche Kryptonier.
„Außer in den Punkten, auf die es ankommt. Hallo Kal", sagte Bruce und musterte den Kryptonier offen feindselig.
Der Kryptonier blickte zwischen ihm und Kate hin und her. „Hallo, Bruce", meinte er langsam, „Ich nehme an, du bist einer von uns sogenannten Paragons."
„Der Paragon der Tapferkeit, wie es aussieht", erwiderte Bruce ruhig.
„Ja, das passt", meinte Kal freundlich. Er hatte ja keine Ahnung, was der Mann, der vor ihm stand, mit seinem Doppelgänger getan hatte, „Ich bin der Paragon der Wahrheit."
Bruces Miene verfinsterte sich kaum merklich. „Ach? Bist du das?", sagte er dann langsam.
„Vermutlich weil ich Reporter bin, und …" Kal unterbrach sich. „Bruce stimmt irgendetwas nicht, du wirkst irgendwie seltsam…"
„Und du wirkst so menschlich", knurrte Bruce, „Dabei wissen wir beide, dass du nur so tust als wärst du einer von uns. Paragon der Wahrheit! Dass ich nicht lache! Wie kann jemand, der jeden Tag alle in seiner Umgebung anlügt für die Wahrheit stehen?!" Kate sah den Angriff kommen, weil sie wusste, wie diese Version von Bruce war. Er machte einen Schritt auf Kal zu, hob seinen Arm, und Kate stellte sich so schnell sie konnte zwischen die beiden Männer. „Lass ihn in Ruhe! Er hat dir nichts getan!", forderte sie wütend.
„Oh, Kate, Verbrecher und Außerirdische, die haben deinen Verstand verwirrt, aber denke nicht, dass ich dir nichts tun würde, nur weil du aussiehst wie die wahre Kate", sagte Bruce, der nicht Bruce war, „Geh zur Seite."
„Nein!", betonte Kate.
„Na dann, musst du eben sein Schicksal teilen. Mach dir keine Hoffnungen, Kal, ich bin immer auf Kryptonier vorbereitet…." Kate sah das grüne Leuchten, und dann konnte sie nicht mehr einfach nur daneben stehen.
„Was zum Teufel ist das?" Joe West hielt inne und starrte die laufende Gestalt auf einer Art Tretmühle erstaunt an.
„Sieht aus wie ein Speedster", bemerkte Wally und kam neben seinem Vater zum Stehen.
„Wally, du solltest nicht hier sein", erwiderte sein Vater, „Ich will nicht noch einen Sohn verlieren."
„Und Iris und ich wollen dich nicht verlieren, Dad. Warum bist du alleine hergekommen?", wollte Wally unbeirrt wissen.
„Weil hier alles begonnen hat, und vielleicht, nur vielleicht, kann ich hier alles wieder in Ordnung bringen", erklärte Joe.
„Nun", meinte eine bekannte Stimme aus einer anderen Ecke des Raumes heraus, „Dafür dürfte es inzwischen wohl ein bisschen zu spät sein, nicht wahr?"
Pariah stand wie aus dem Nichts heraus plötzlich auf der anderen Seite der Tretmühle. Was wollte er hier? Hatte er nicht erklärt, dass er nur dort auftauchen konnte, wo es zu Tragödien kommen würde? Doch noch bevor Wally diese Frage stellen konnte, schoss sein Vater auf den Neuankömmling.
Der falsche Bruce wurde auf die Krankenstation gebracht und versorgt. „Ich wollte ihn nicht verletzten, ich wollte nur … ich wollte ihn nur davon abhalten noch jemanden weh zu tun", stotterte Kate. Sie hatte nicht zulassen können, dass Kal etwas zustieß, doch dafür war Bruce etwas zugestoßen. Sie hatte ihn zu hart angegriffen, wie es schien, hatte ihn gegen einen offenen Schaltkasten in den Gängen der Waverider getreten, und er war elektrisiert worden. Er lebte noch, aber … Sie konnte nicht anders als sich trotzdem schuldig zu fühlen.
„Du hast genau richtig gehandelt", sagte der Monitor, „Paragon der Tapferkeit."
„Paragon der Tapfer… Ich dachte Bruce ist der Paragon der Tapferkeit!", beschwerte sich Kate.
„Ich habe niemals gesagt, dass Bruce Wayne die Feldermaus der Zukunft ist, ich habe dir nur gesagt, wo du hingehen musst um den Paragon der Tapferkeit zu finden, und du hast ihn gefunden: In dir", erwiderte der Monitor.
Kate schüttelte wütend den Kopf. „Das ist nicht. Ich hätte ihn niemals hierhergebracht, wenn ich gewusst hätte … Es muss doch auch einen anderen Weg geben um Paragons zu machen….", murmelte sie.
Der Monitor schien für einen Moment nachdenklich inne zu halten. „Wie es scheint", meinte er, „Hat jemand genau das gerade versucht."
Die Kugel war ohne Wirkung von Pariah abgeprallt und hatte stattdessen den Speedster auf der Tretmühle getroffen, der nun blutend vor ihnen lag. „Henry?!"
Der Mann, der aussah wie Henry Allen, keuchte. „Nein, Barry", sagte er, „Und so sehr ich dankbar dafür bin, endlich nicht mehr auf dieser Tretmühle laufen zu müssen, so schlecht war es für uns alle mich von dort zu entfernen. Sie wird sich selbst zerstören und diese ganze Erde mit sich, wenn ihr mich nicht wieder dort hinaufschafft."
„Ich verstehe nicht", murmelte Wally, „Was ist das für ein Ding?"
„Die kosmische Tretmühle, und ich habe sie angetrieben. Mit ihrer Hilfe betreibt der Anti-Monitor seine Anti-Materie-Waffe", keuchte dieser andere Barry, „Er hat mich dazu gezwungen ihm zu helfen."
„Aber wenn sie für die Anti-Materie-Welle verantwortlich ist, ist es dann keine gute Sache, dass sie stehen geblieben ist?" Wally verstand immer noch nicht, was vor sich ging. Aber er wusste, dass Pariah hier war, was bedeutete, dass eine große Tragödie bevorstehen musste.
„Wenn wir sie wieder in Gang bringen könnten, und ich weiterlaufen könnte, dann könnte ich die Explosion absorbieren, aber so…" Barry, der gekleidet war wie ein Flash, brach ab. „Aber meine Speed-Heilung ist verlangsamt…"
„Das alles ist meine Schuld", murmelte Joe, „Ich dachte nicht, ich wollte nur…."
„Mich töten, ich weiß, es ist ja nicht so, als ob ich es nicht verdient hätte", meinte Pariah, „Das alles hier ist meine Schuld. Ich …. Ich glaube, ich weiß, wie wir die Maschine wieder in Gang bringen können…."
Aber selbst wenn sie das konnten, der andere Barry würde nicht mehr auf ihr laufen können. Zum Glück war er nicht der einzige Speedster hier.
Wally wurde klar, dass das hier der Moment war, der Moment, den ihm der Monitor prophezeit hatte, der Moment, in dem er sterben würde. Er fühlte sich nicht bereit dafür, wünschte, dass er sich wenigstens ordentlich von Iris verabschiedet hätte, wünschte, dass nicht ausgerechnet sein Vater Zeuge seines Endes werden würde. Aber er wusste, was er zu tun hatte, für ihn gab es keinen Zweifel. Er hatte sich sein Ende nur immer anders vorgestellt.
Auf der Waverider waren die Paragons endlich vereint. Der Paragon der Liebe, Iris West-Allen, der Paragon der Tapferkeit, Kate Kane, der Paragon der Wahrheit, Kal-El von Krypton auch bekannt als Clark Kent, der Paragon der Menschlichkeit, Ryan Choi, und der Paragon der Schicksals, Sara Lance, standen vor der regelosen Gestalt von Tommy Merlyn. Das Buch des Schicksals lag neben ihm in der Bibliothek der Waverider.
„Offenbar hat er versucht das Buch umzuschreiben, doch sein Verstand konnte der Macht des Buches nicht standhalten", meinte der Monitor düster.
„Er muss gewusst haben, dass er keine Chance hat", meinte Iris, „Wir wurden eindringlich vor der Macht des Buches gewarnt. Wir alle."
„Sein Schuldgefühl hat ihn übermannt, er wollte seine Fehler wieder gut machen", meinte der Monitor.
„Lex Luthor hat ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt", bemerkte Kal, „Das Buch umzuschreiben war seine Idee."
„Tommy Merlyns Geist war nicht diszipliniert genug für so eine Tat", meinte der Monitor, „Nichts an Tommy Merlyn war diszipliniert."
„Nun, das liegt wohl der in der Familie", meinte Thea Queen und betrat die Bibliothek, „Hi, Leute. Nyssa und ich waren auf einem kurzen Ausflug in einem Paralleluniversum unterwegs. Wir haben versucht Oliver wiederzubeleben, aber … es ist nicht so gelaufen wie erhofft."
„Thea….", seufzte Iris.
„Ja, ich weiß, ich weiß. Kurz gesagt, Ollies Körper lebt und wird von John Constantine gerade verstaut, aber wegen der ganzen Anti-Materie konnten wir seine Seele nicht wiederherstellen. Also haben wir den Teufel besucht, sind ins Fegefeuer gegangen und haben Ollie dort sogar gefunden, aber … Nun, er hat es vorgezogen dort zu bleiben", berichtete Thea knapp.
„Das sind nicht alle schlechten Nachrichten. Aber dafür besteht die Möglichkeit, dass wir alle hier überleben könnten. Wir haben die Waffe des Monitors zerstört." Joe West trat zusammen mit einem humpelnden Doppelgänger von Henry Allen, und einem dunkelhäutigen Mann im Superheldenkostüm, den Iris nicht kannte, ebenfalls in die Bibliothek.
„Warte, wo ist Wally?", war alles, was Iris zu diesem Anblick einfiel, „Ich habe ihn zu dir geschickt, Dad."
„Wally …. Wally hat sich geopfert um unsere Erde zu retten, Liebes", meinte Joe tonlos, „Er ist als Held gestorben." Genau das hatte Iris befürchtet zu hören zu bekommen.
Der Verlust seiner Waffe hatte den Anti-Monitor nicht aufgehalten, er hatte ihn nur verlangsamt. „Solange er lebt und frei ist, wird nicht aufgeben bis alles Leben vernichtet ist", erklärte der Monitor.
Barry Allen von Erde-90 wurde auf der Krankenstation versorgt, genau wie Tommy Merlyn, der jedoch seinen Verstand eingebüßt zu haben schien, ihr neuester Rekrut nannte sich Jefferson Pierce oder Black Lightning und war offenbar an der Zerstörung der Waffe beteiligt gewesen. Das Universum aus dem er stammte, was allerdings bereits zuvor zerstört worden. Doch offenbar hatte Pariah ihn nach Erde-1 geholt um zu helfen. Offenbar stand Pariah doch auf ihrer Seite. Obwohl er aber immer noch vom Anti-Monitor kontrolliert wurde.
Um ihn zu besiegen bräuchten sie die Paragons, nur schien keiner eine Ahnung zu haben, was diese tun mussten um dieses Ziel zu erreichen. Doch Tommys Idee das Buch umzuschreiben war vielleicht einen Versuch ein menschlicher Verstand konnte der Kraft des Buches nicht standhalten, doch vielleicht konnte es ein kryptonischer.
Sie kamen überein, dass Kal versuchen sollte die Identitäten des Paragons der Hoffnung und des Paragons der Ehre zu ändern. Das war nur eine kleine Änderung, die er vielleicht in der Lage sein würde durchzuführen ohne seinen Verstand zu riskieren. Größere Veränderungen wären vermutlich nicht möglich und sehr gefährlich. Nun mussten sie die neuen Paragons auswählen, es mussten Leute sein, die Hoffnung bzw. Ehre auch verkörperten.
„Ich nominiere Nyssa für den Paragon der Ehre", meinte Thea, „Ich kenne niemanden, der sich ehrenvoller verhält als sie."
Sara nickte zustimmend. „Wenn sie nur ein wenig so ist, wie die Nyssa, die ich kenne, dann finde ich, dass das eine gute Wahl ist", meinte sie.
„Gut, dann sind wir uns alle einig", meinte Iris.
„Sind wir das?", murmelte Nyssa wenig begeistert.
„Aber wer wird unser neuer Paragon der Hoffnung?", fuhr Iris unbeeindruckt fort, „Wer hier an Bord hat noch Hoffnung übrig?"
Schweigen kehrte ein. „Ich würde gerne helfen, aber meine Welt wurde gerade vernichtet. Meine Familie, meine Töchter, meine Frau, Gambi …." Jefferson Pierce unterbrach sich mitten im Satz und schluckte hart. „Ich habe im Moment keine Hoffnung übrig."
Malcolm Merlyn zeigte eine ernste Miene, als er sagte: „Mein Sohn liegt wahnsinnig im künstlichen Koma auf euer Krankenstation, und meine Welt ist ebenfalls vernichtet worden. Moira und ich sind wohl ebenso wenig geeignet." Seine Frau nickte und warf einen traurigen Blick auf Thea.
„Ich bin vor allem müde", gestand der ältere Barry Allen, „Zu müde um auch nur an irgendetwas zu denken können."
Joe schüttelte bestimmt den Kopf. „Ich habe immer versucht meine Kinder zu guten hoffnungsvollen Menschen zu erziehen, aber …. Mein Sohn ist meinetwegen gestorben. Und Barry …." Er konnte nicht weitersprechen.
„Seht nicht mich an, ich lebe von Alkohol und Pornographie", meinte Mick.
„Seit wann bin ich für mein sonniges Gemüt bekannt? Zynismus ist mein zweiter Vorname", meinte John Constantine.
„In meiner derzeitigen Form dürfte ich kaum in der Lage sein zu helfen. Nicht dass irgendjemand daran gedacht hätte mich zu fragen", ertönte die Stimme von Leonard Snart auf der Brücke.
Thea seufzte. „Also gut", meinte sie, „ich mache es. Ich meine, ich weiß, dass Ollie immer noch irgendwo dort draußen ist, und das alleine sollte ausreichen um mir Hoffnung zu geben."
„Nun, ich schätze, sie ist die beste Kandidatin hier", meinte Kate, „Denn diese verrückte Version meines Cousins hat mit Sicherheit überhaupt keine Hoffnung über."
Und damit war es entschieden. Also machte sich Kal an die Arbeit.
Was sie vorwarnte, war Pariahs Auftauchen auf der Brücke. Trotzdem gab es nichts, was sie gegen den Angriff tun konnten. Es gelang dem Monitor nur die Paragons zu retten, sie materialisierten sich am Vanishing Point und saßen dort für lange Zeit fest.
Ryan Choi und Kal arbeiten gemeinsam an der Technologie der Time Master, in der Hoffnung sie genug in Gang zu bringen um wieder irgendwo anders hinzukommen. Zum Glück hatte diese Version von Sara Lance tatsächlich Ahnung von der Technik über die sie gebot, doch sie hatten gerade nur genug Energie für einen Trip übrig.
„Der Anti-Monitor befindet sich am Geburtsort der Zeit", mischte sich eine achte Person ein, als alle sieben Paragons gerade darüber diskutierten, wohin sie reisen sollten, „Dort müssen wir ihn konfrontieren."
Thea traute ihren Augen nicht. „Ollie! Ich wusste es! Ich wusste, dass ich dich nicht verloren habe!", rief sie aus und stürmte auf ihren Bruder los um ihn zu umarmen, doch er wich zurück vor ihr.
„Speedy", meinte er langsam, „Ich bin nicht mehr der Mann, der ich war. Ja, ich bin Oliver Queen, aber ich bin auch etwas anders, ich bin der Spectre."
„Und wenn du die Reinkarnation von Michael Jackson wärst, das kümmert mich nicht! Worauf es ankommt ist, dass ich dich zurückbekommen habe! Ich habe dich doch zurückbekommen, oder?!", meinte Thea und musterte ihren Bruder in seiner fremdartigen Kutte und mit den dunklen Ringen unter seinen Augen prüfend.
„Für den Moment ja", sagte Oliver, und es lag ein stilles trauriges Wissen in seinem Blick, das Thea das Herz brach.
Am Geburtsort der Zeit stellten sie sich zu acht dem Anti-Monitor und seinen Schattendämomen. Oliver war es, der sich dem Anti-Monitor stellte, während die Paragons die Dämonen bekämpften. Oliver war es, der seinen Feind umklammerte, und ihrer beider Energie nutzte um das Multiversum wiederzugebären.
„Ich leiste die Vorarbeit, ihr müsst es zu Ende bringen", hatte Oliver ihnen erklärt, „Ich liefere euch den Zündstoff, doch ihr müsst die Flamme entfachen."
Den Zündstoff konnten sie sehen – es handelte sich um eine Energiewelle, die von Oliver und dem Anti-Monitor ausging. Doch was sollten sie tun um die Flamme zu entzünden?
„Deswegen sind wir hier, deswegen wurden wir ausgewählt, nur wir können das tun: Liebe, Ehre, Hoffnung, Menschlichkeit, Wahrheit, Tapferkeit, und Schicksal, sie entfachen die Flamme. Konzentriert euch auf das, was ihr verkörpert, und sendet es mit einem gezielten Blick dorthin, wo es hingehört – in das neue Multiversum", erklärte Iris.
Das klang nach etwas, das ein Held tun würde, was ein Paragon tun würde. Doch Thea konnte sehen, wie Oliver immer schwächer wurde, und sie erinnerte sich an das traurige Wissen in seinen Augen, und sie erinnerte sich an Tommy Merlyn, der Talia getötet hatte, der Lyla getötet hatte, und der seinen Verstand bei dem Versuch des Buch des Schicksals umzuschreiben eingebüßt hatte. Ich habe meinen Bruder wiederbekommen, nur um ihn erneut zu verlieren, wurde ihr klar, Ich habe beide meiner Brüder wiederbekommen, nur um festzustellen, dass sie nicht der sind, der sie sein sollten, und sie dann gleich wieder zu verlieren. Und in dem Moment dieser Erkenntnis fühlte Thea Queen den letzten Funken Hoffnung in sich erlöschen.
Die Paragons scheiterten, das Multiversum wurde nicht wiedergeboren. Am Ende gab es nur noch das Antiversum und den Anti-Monitor.
Das von Rip Hunter prophezeite Zeitalter der Helden würde es in diesem Multiversum niemals geben.
Fin.
A/N: … Sorry? Aber es heißt Dark Verse, das hier ist eine Dark Fic und ich habe dieses Ende bereits in „Zeitalter ohne Helden" angedeutet, nicht wahr, also, ja, das war das Ende des Dark Verses in mehr als nur einer Hinsicht.
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