„Neville hatte doch zugestimmt... mich allein zu lassen".

„Da wusste er noch nicht, dass ich dir helfen kann. Willst du weiter vermeidbare Schmerzen haben?", fragte die Hexe in der Tür. „Er hat nämlich auch gesagt, du kannst kaum sitzen".

Sev kauerte im Halbdunkel der Dachkammer auf dem Bett, mit der Schulter und dem Schädel an die Wand angelehnt.
Als Schritte näher kamen, wandte er sich ihnen langsam zu.

„Mrs. Granger, ich"-

„Hör auf mit dem Quatsch. Hier, trink das!", sagte die Hexe. Schon stand sie vor ihm.

Reichlich irritiert sah der Vampir ihr ins Gesicht und dann auf den Thermobecher in ihrer Hand. Er hielt seine verletzte Seite umgeschlungen.

„Du weißt, was ich hier habe und dass es dir helfen wird", sagte Hermine bestimmt. „Ich wette, du wusstest die ganze Zeit wie wir dir hätten helfen können. Wegen Malfoys Flüchen hast du nichts gesagt".

Der Vampir zuckte mit den Schultern.

„Nimm!", sagte Hermine und Sev regte sich endlich. Sie erwartete, er würde tun was sie verlangte, stattdessen schob er sachte ihre Hand weg.

„Was soll das, Severus?", fragte sie.

Sie bekam keine Antwort und verdrehte die Augen. Resigniert setzte sich Hermine ans andere Bettende. Ron hatte darum gebeten, dass sie den Vampir schnell runterbrachte. Daran war nicht zu denken, sie bekam ihn kaum ans Reden.

Währenddessen gewann Sevs unbestimmte Furcht an Substanz. Für die Hexe zählte seine Bitte nicht. Sein Gesicht verzog sich zu einem bitteren Grinsen, natürlich zählte sie nicht.

Hermine verschränkte die Arme. „Wird sich... Malfoy verwandeln?", fragte sie.

„Seine Leiche wird ...leblos bleiben wie es sich gehört, glaube mir".

„Danke...", sagte sie. „Und jetzt trink einfach. Du klingst wie"-

„In der Heulenden Hütte?", fragte Sev.

„Jetzt nimm!", sagte sie und hielt ihm den Becher hin.

Er rang mit sich. Blut war immer das erste disziplinarisches Mittel der Magier gewesen. Sev sah aber auch ein, dass seine Spinnereien ob er sich ihnen weiter auslieferte, wenn er annähme, nicht drin waren. Nichts ging mehr.
"Ich kann… nicht greifen", gestand er.

„Dann zaubere halt!", sagte Hermine ungeduldig. „Ich seh das Problem nicht. Du"-

Während sie redete, hob Sev seine freie Hand zu einer eindeutigen Geste, eher er sie mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder senkte.

Neville hatte nicht übertrieben, erkannte Hermine. Seine Schmerzen schienen zum Sterben schlimm. Sie lenkte ein.

„Tut mir leid...".

Auf einen Wink ihres Zauberstabs schwebte der Becher kontrolliert zum Mund des Dämons. Der schob ihn in die richtige Position und trank.

Hermine atmete auf als sie sah wie sich Sev nach einigen Schlucken etwas aufrichtete und den Becher mit beiden Händen aus der Luft griff.

Er stürzte das Dämonenblut nicht sofort herunter. Sev zwang sich die Wirkung abzuwarten, dabei hielt er das Plastik umklammert als hinge die ganze Welt davon ab.
Das Fluchbrechen hatte nicht geholfen. Die Schmerzen hörten nicht ganz auf und doch blieb der nächste Schluck Blut ohne Effekt. Sev stöhnte auf, er verachtete sich dafür, dass er gehofft hatte. Für ihn gab es keine Hoffnung, solange er die Magier seine Herren nannte.
Das scharfe Ende von Rons Waffe an seiner Brust gestern Nacht hatte klare Verhältnisse gebracht. Er musste herausfinden, was Harry Potters Freund fast den Abzug hatte drücken lassen und er hatte dafür Sorge zu tragen, dass seine Knochen ihn tragen würden, bis er es rausfände. Sev trank aus. Entschlossen stellte er den Becher aufs Nachtschränkchen neben dem Bett.

„Was verlangst du für deine Hilfe?", fragte der Vampir die Hexe.

„Nichts, alles gut".

„Dann habe ich dir wohl zu danken", sagte Sev.

In seinem Kopf klangen die Worte annähernd so tieftönig wie sie sollten. Auch seine Zauberei funktionierte und die Verbände an seiner Hand wickelten sich ab wie von Geisterhand.

„In erster Linie, dass ihr mich zu euch holtet", sagte er. Dann fasste er sich ein Herz und inspizierte die neue Haut über seinen zittrigen Fingern, „und das trotz meines allgemein bekannten Zustands".

„Sind die Schmerzen weg?", fragte die Hexe.

„Sie haben nachgelassen".

Hermine nickte mehr kalkulierend als aus Mitgefühl. „Ich hatte so viel versucht. Dass dir am Ende ausgerechnet dieses widerliche Zeug hilft... du hättest sagen müssen, was du brauchst".

„Die Salbe war ausreichend", entgegnete Sev.

Nicht für seine Ring- und Mittelfinger. Die Narben limitierten die Gelenke. Noch eine Verletzung, mit der er klarkommen musste. Er fluchte ausgiebig.
Der Ekel, den er in Hermines Stimme gehört hatte, gab ihm die Gelegenheit abzulenken. „Dämonenblut verfügt über hohes magisches Potential", sagte Sev. „Für diverse Anwendungen fällt sogar das Brauen weg".

Die Hexe nickte bestätigend, „dein Blut hat Neville damals gerettet, das wissen wir". Sie rückte ihm etwas auf und inspizierte ihrerseits Sevs Hand.
„Was jetzt in deinen Adern fließt, ist zu schwach um dich selbst zu heilen. Sogar dann, wenn du Menschen tötest und von ihnen trinkst".

Der Vampir merkte auf. „Nevilles Befehl tötete Lucius Malfoy"-

„Um ihn geht's doch gar nicht", unterbrach Hermine. „Was ich sagen will ist —

ich wusste sofort, dass Voldemort dich vergiftet hat. Aber du wolltest ja nichts davon hören".

Er hörte sie nicht.

Sie waren in die Zelle gekommen. Er besaß kein Zeitgefühl mehr. Sie durchbrachen Stille, die Dunkelheit blieb. Malfoy hielt ihn gepackt.
Fluchformeln, ewig lange Fluchformeln. Kein Entkommen. Dann nichts mehr außer der Klinge in seinem Brustkorb. Nichts, kein Name, keine Erinnerung. Nur der Schmerz. Malfoy schrie lauter als er.
Der Dolch steckte im Knochen, doch die Fesseln zwangen seine Hände hinter dem Rücken, nichts ging mehr-

Er fing von neuem an zu kämpfen und dieses Mal konnte er tatsächlich seine Arme bewegen. Sev riss die Hände hoch an sein Schlüsselbein und tastete ins nichts.
„Nicht…!", fauchte er elendig wie verdattert. Endlich fand er sich in der Stille der Dachkammer in Hermines Armen wieder und nicht den Fängen seiner alten Peiniger.

„Severus, da ist nichts". Hermine hatte seine Hand gepackt, damit er sich mit seinen Krallen die Haut nicht neu aufschlitzte.

Als Sev die Hexe wiedererkannte, riss er sich los. Für einen Moment trafen sich ihre Blicke und Hermine sah den unbeschreiblichen Horror in seinen Augen, den Voldemorts Name ausgelöst hatte.
„Sprich' mich darauf... nicht an", flehte er.

„Es tut mir leid!", sagte sie wieder.

Es dauerte nicht lang und der Vampir wirkte wieder einigermaßen beieinander. Das Zittern in seinen Händen konnte er nicht unterdrücken, egal wie sehr die verbliebenen Finger ineinander krallte.
„Sag nicht... seinen Namen. Bitte!", sagte er leise.

„Ich fürchte, das bestimmst nicht du". Die Hexe schüttelte reichlich verzweifelt den Kopf. Mitleid half am allerwenigsten. Käme es zur Konfrontation, wären sie alle verloren.

„So ist es jetzt eben…", sagte Hermine gleichsam zu ihm und zu sich selbst. „Wie auch immer. Ron will mit dir reden. Komm' mit runter!".

Keine halbe Stunde später stand der Vampir tatsächlich in der Mitte seines ehemaligen Wohnzimmers, welches jetzt Neville gehörte.
Mittels Okklumentik hielt er den Dunklen Lord aus seinem Bewusstsein verbannt und empfand sich insgesamt als recht kämpferisch.
Die Magier starrten Sev dennoch an, als hätten sie einen Geist gesehen. Er hinkte unverändert und war krumm von der Schulter aufwärts. Sollten sie halt angreifen, wenn sie ihn unterschätzten, dachte er. Sie würden schon sehen.

„Warum hast du nichts gesagt?", fragte Neville vorwurfsvoll.

„Was …gesagt?", fragte Sev.

„Wir hätten dir viel eher dein Zeug besorgt", sagte Neville. „Hier, setz dich".

In seinem erneuten Ärger wies Neville Sev ihn zur freien Sofaecke ihm gegenüber.

Der Dämon tat wie ihm geheißen und setzte sich auf die verschlissenen Polster, kerzengerade und angespannt, bedacht auf Abstand.
„Mir schien es klüger, die anderen im Glauben zu lassen, ich sei verbrannt", erklärte er zögerlich. „Magier, die nach Dämonenblut verlangen, fallen auf und..."-

„Nein, nicht mehr. So ist es schon lange nicht mehr", unterbrach ihn Harry. „Deine Dämonen haben dich nicht gerade ins Vertrauen gezogen, kann das sein?".

Sev schüttelte nur den Kopf.

Harry saß neben ihm. Auf der anderen Seite des Tisches hatte Ron in Sevs bevorzugtem Sessel platzgenommen. Hermine und Neville hatten sich Küchenstühle dazugestellt. Luna war auch in der Runde. Über ihnen thronte Dumbledores Zeichnung.

„Hi Snape", sagte Luna und lächelte.

Sev beobachtete, wie Neville neben ihr nach ihrer Hand griff. Er lächelte zurück. Vielleicht gab es doch nicht nur Feindseligkeit im Raum.

„Wahrscheinlich wirst du mich umbringen, wenn ich frage wie es dir geht?", fragte Harry.

Sev bedachte ihn mit einem düsteren Blick, als sei er bestrebt die bestmögliche Imitation des Professors zu geben.

Davon ab beobachtete Harry, musste er entschieden haben sie machen zu lassen. Er zweifelte, dass Severus lange durchhielt.

„Du hast mich benutzt im Keller!", antwortete der Vampir.

„Du und Neville hattet nicht mit euch reden lassen", sagte Harry.

„Lügner", knurrte Sev und wechselte zu seinem dämonischen Antlitz.

„Sag' ihm er soll das lassen, Neville!", rief Ron sofort aus seinem Sessel. Furcht kam zu seiner Ungeduld.

„Kriegt euch wieder ein, beide!", sagte Neville abschätzig.

Harry verdrehte die Augen. Was vergangene Nacht im Keller geschehen musste, war nichts verglichen mit der Jagd, die sie gleich beginnen musste.

„Wie du willst, Severus. Versteck' dich hinter deinen Fangzähnen", sagte er. „Weißt du, wenn ich ruhig zugesehen hätte, wie du Malfoy in Stücke reißt, wärst du ewig dieser kaputtgefluchte kleine Kriecher geblieben".

Sev zuckte ratlos mit den Schultern. Harrys selbsternannte Hilfe hatte ihn fast umgebracht und ihr „miteinander Reden" bedeutete sicherlich, dass sie Befehle hatten.

‚Gib halt den stillen Beobachter wie früher, Severus', dachte Harry. Jede Wette, dass er spürte, wie sich die Schlinge zuzog. Deshalb seine Verwandlung.
„Hör mal, wir haben da was herausgefunden", sagte Harry betont ruhig. „Wir wissen jetzt wie man ihn töten kann", sagte er.

Es kam wie Harry dachte, Sevs Fassade brach ein.

„Nicht... mehr mit mir", sagte der Vampir. Seine Worte kamen abgehackt vor kaum unterdrückter Panik.

„Ich kann nicht...", erklärte er.

Allen voran Neville dachte, er würde auf die Knie gehen und sie anflehen aufzuhören, was er nicht tat. Neville hatte versprochen, er würde niemals Gehorsam verlangen solange es nicht um Leben und Tod ginge. Allerdings hatte Sev ihm nicht das Gefühl gegeben, seine Worte wären angekommen. Malfoys Fluch hatte ihm zu übel mitgespielt. Er fürchtete nichts mehr als Magier. Neville hatte keine Ahnung, woher Sev plötzlich den Mut hernahm und kämpfte.

„Das ist nicht mehr sein Kampf ", sagte Neville. „Das kannst du nicht machen!"

„Er hat keine Wahl!", sagte Ron.
Aufgeregt rückte er in seinem Sessel nach vorne. „Was denkst du, wozu haben wir ihn hergeholt?".

„Weil ihn die Sonne draußen vernichtet hätte wie drinnen das Feuer und die Polizei nie eine Option war", antwortete Neville erschrocken. „So hatten wir es abgesprochen!".

Luna zückte vorsorglich ihren Zauberstab. Sie und Neville hatte das goldene Trio außen vor gelassen bei ihrem großartigen Plan, wie dem Vampir das Unaussprechliche beizubringen war.

Während Sev bei alledem verstört vor sich hin starrte, steigerte sich Ron immer weiter in seine Wut: „Sie hätten uns fast umgebracht, als sie rausgefunden haben dass er bei uns ist!", rief er.

„Wie jedes Mal wenn wir rausgehen!", brüllte Neville zurück. „Und um was wettest du, dass er wegen uns gebissen wurde?! Jemand aus dem Orden…".

„Genau das ist es ja!", rief Ron wütend. „Seit 10 Jahren suchen wir den Horcrux! Und wenn er uns nicht dabei helfen will, gehört er nicht zu uns. Dann ist er nur irgendein Dämon!".

„Er ist nicht der verdammter Horcrux!", rief Neville.

Sev vergrub sich tiefer in die Polsterkissen als böten Sicherheit vor den tobenden Magiern. Es gab kein Entkommen vor ihren Worten.

„Hör auf Ron!", sagte Harry plötzlich. „Diese Fangzähne sind allein sein Problem"

„Aber der Rest nicht nicht", revidierte er seine Aussage.

Harry schüttelte verärgert den Kopf und zog den Vampir zu sich herum. „Severus, hör zu, wenn wir mit dir reden!", verlangte er. „Sonst zwingst du mich"-

Harry entschied sich um. Schneller als Neville eingreifen konnte rief er: „Legilimens!".

Das dritte Mal, dass sich Harrys Legilimentik in Sevs Erinnerung stahl, zwang er ihrer beider Gedanken zur letzten Erinnerung, die sie aus der Nacht teilten, als Voldemort siegreich gewesen war.
Unter Harrys wachsamen Augen durchquerte der Vampir ein weiteres Mal den dunklen Tunnel zur Heulenden Hütte. Er wusste, der Dunkle Lord wartete hinter den Holzkisten. Sev hörte ihn bereits zu seiner Schlange sprechen, gleich bekäme er sie zu sehen.

Ich bereue es, Nagini", zischte der Schwarzmagier in seiner Erinnerung. „Ich mochte ihn".

„Nein!", rief Sev.

Sein Schildzauber stieß Harry vom Sofa, so heftig war er. Hastig richtete Harry sich auf und rieb seine schmerzende Schulter. Mitleidig sah er den Vampir an.
Bereits im Tunnel musste Sev gewusst haben, dass er auf den Dunklen Lord traf. In dem Wissen hätte er die Legilimentik schneller blocken können. Damit musste ihn die Schlangensprache erschreckt haben. Harry hatte noch Hoffnung gehabt, solange er selbst keine Beweise gefunden hatte. Jetzt musste er sich solange zusammenreißen bis die anderen es auch sahen. „Was hat dich so erschreckt...?", fragte er Sev so behutsam wie er konnte.

„So war es nicht...", antwortete der Vampir mit erstickter Stimme. Er zitterte. „Bitte... keine Lügen und Visionen mehr. Der Dunkle Lord hat...".

„Deine Erinnerung war echt", widersprach Harry ruhig.

„Aber so war… es aber nicht", wiederholte Sev. Er war sich kaum bewusst was er tat. Schützend schlang die Arme um sich, verstärkte seine Okklumentik. Alles war verkehrt. Der Dunkle Lord hatte Parsel gesprochen und kein Englisch.
Sev wusste, er war nicht in Ordnung. Nichts war in Ordnung, natürlich nicht. Die Magier raubten ihm den letzten kleinen Rest Verstand, den der Dunkle Lord nicht zerstört hatte.

„Was hat dich so dermaßen erschreckt, Severus?", fragte Harry noch ein Mal.

„Du hast ihm Angst gemacht!", rief Neville wütend. „Bist du verrückt geworden, ihn mit Legilimentik anzugreifen?".

Endlich realisierte Sev was um sie herum vor sich ging. Er sah Neville und Luna vor dem Tisch aufgestellt, ihre Zauberstäbe auf Harry gerichtet. Ron und Hermine standen ihnen gegenüber, ebenfalls bewaffnet.

Sev stemmte sich aus den Polster und schob sich in die Schusslinie vor Harry Potter, breitete die Arme aus.„Stoppt das", bat er ein ums andere Mal. „Einen größeren Gefallen könntet ihr dem Dunklen Lord ...nicht tun".

Harry lächelte traurig hinter dem Rücken des Vampirs. „Du musst mich nicht beschützen. Ich bin kein Kind mehr", sagte er. „Ich sehe, dass du helfen willst. Du weißt nicht, wie hoch ich dir das anrechne".

Harry zog Sev an der Schulter zu sich herum, bis er ihn ansah. Die anderen blendete er aus. „Aber die Erinnerung, die ich beschworen habe war echt", sagte er. „Ich fürchte, du bist nicht mehr derselbe". Er meinte nicht Sevs Dämonengesicht, er war ihm dankbar für die Verwandlung. Sie nahm ihm das Gefühl, den Tod einem halben Kind zu bringen.

„Du erinnerst dich doch, was dir Dumbledore aufgetragen hatte?", fragte Harry den Vampir leise. „Was du mir in der Heulenden Hütte mitgeben musstest?".

„Ich handelte auf Dumbledores Befehl", rechtfertigte sich Sev kaum hörbar. „Ich hätte unmöglich das alles... einem Kind aufbürden können".

„Ich weiß", sagte Harry nur.

Im Hintergrund verlor Neville die Geduld.

„Sev, wenn du eine Chance haben willst, dann halt jetzt den Mund", rief er.

Der Vampir hätte die Warnung seines Herrn nicht gebraucht. Sie war kein Befehl — noch nicht. Ihr verdammter Bann ließ ihn nicht los. Sev hatte Recht gehabt diese Magier ebenso zu fürchten wie alle anderen. Er verstand jetzt, die Kinder die er von früher kannte, gab es lange nicht mehr. Harry Potters Freunde spielten falsch.

Harry nickte im bestätigend zu. „Ja… richtig", sagte der Magier. Sev hatte sich keine Mühe gegeben, sich hinter Okklumentik zu verstecken. In der Folge hatte er keine Mühe gehabt, in den Gedanken des Vampirs zu lesen.„Deswegen müssen wir reden, Severus", sagte Harry.
„Darüber, was wir gesehen haben — deine Erinnerung. Wir glauben, seit Nagini dich gebissen hast, bist du es, der Parsel versteht. Du… könntest besessen sein".