Guten Morgen meine Lieben,
ohne jetzt viel zu quatschen wünsche ich euch einfach viel Spaß beim Lesen!
Weihnachtswahnsinn
Träge öffnete Derek die Augen und wurde von den ersten Sonnenstrahlen begrüßt. Mit einem warmen Gefühl im Bauch nahm er das zusätzliche Gewicht auf seiner Brust wahr. Stiles lag in seinen Armen, den Kopf auf seine Brust gebetet und schlief. Derek hatte das Gefühl, als würde jede Zelle seines Körpers von Glück erfüllt. Endlich fühlte er sich wieder ganz und ruhig. Seinen Gefährten in seinen Armen zu halten war berauschend.
Durch den nun besiegelten Bund fühlte er sich geerdet. Die drängende Dunkelheit in ihm war verschwunden und er fühlte eine warme und beruhigende Präsenz an ihrer Stelle. Er wusste instinktiv, dass es Stiles war. Sein Gefährte war nun für immer mit ihm verbunden und dieser Gedanke löste ein Gefühl von Sicherheit und vollkommener Zufriedenheit in Derek aus. Als Wolf, würde er sich jetzt wahrscheinlich auf den Rücken schmeißen und sich darin suhlen, als wenn es ein Duft wäre.
Sein Blick glitt an Stiles wildem Haarschopf entlang und suchte die Stelle, an der er Stiles markierte hatte. Ein äußerst befriedigtes und dreckiges Lächeln nahm sein ganzes Gesicht ein, als er das große dunkelverfärbte Mal betrachtete. Mhm, er hatte Stiles markiert, schnurrte er in Gedanken und das mehr als einmal. Nach dem sie den Bund geschlossen hatten, hatten sie noch weitere zwei Runden eingelegt. Immer wieder hatte Derek Stiles dabei im Nacken markierte, mal mit menschlichen Zähnen, mal mit Fangzähnen und Stiles hatte es genossen. Er war Butter in seinen Händen gewesen, zerfloss vor Lust und der Biss jagte ihn in immer neue Höhen. Am Ende war er erschöpft in Derek Armen eingeschlafen. Da passte es dem Werwolf ganz gut, dass sie es für ihre letzte Runde in sein Bett geschafft hatten.
Die zweite Runde hatten sie in der Küche getrieben. Eigentlich wollte Stiles ihnen einen kleinen Snack machen, aber sein nackter Hintern vor der Arbeitsplatte war für Derek zu verführerisch gewesen und so war Stiles kurzer Hand zum Snack geworden. Ein tiefes befriedigtes Knurren breitete sich in seiner Brust aus. Man hätte es fast auch als Schnurren bezeichnen können, aber Derek war ja keine Katze.
Die Erinnerungen an den vergangenen Tag und die Nacht ließen ein erregendes Kribbeln sich in Dereks Körper ausbreiten und neue Ideen entstanden wo und wie er Stiles gerne ficken würde. Er wollte nicht nur jeden Zentimeter von Stiles markieren, nein, er wollte auch jeden Winkel seines Lofts mit Stiles zusammen markieren. Alles sollte nach ihnen riechen und der Gedanke, ließ Dereks Schwanz erneut anschwellen.
Tief in seine anregenden Gedanken versunken, überraschte es Derek, als plötzlich leben in Stiles kam und er innerhalb einer Sekunde aufrecht im Bett saß. "Scheiße, es ist noch nichts vorbereitet!" rief er aus und verwirrte den Werwolf damit. Über ihre neue Verbindung konnte Derek leichte Panik von Stiles ausgehend spüren und Besorgnis stieg in ihm auf.
Gehetzt sprang Stiles aus dem Bett und wäre fast der Nase nach hingefallen, wenn Derek nicht noch im letzten Moment seinen Arm erwischt und ihn zurück aufs Bett gezogen hätte. Überrascht sah Stiles ihn an. "Was ist denn los? Was ist nicht vorbereitet?" fragte Derek ihn. Dafür erntete er nur einen verständnislosen Blick. "Na, Weihnachten!" rief Stiles aus.
Dereks erste Reaktion war die Augen zu verdrehen, aber er riss sich zusammen. Daher lächelte er seinen Gefährten nur milde an. "Und warum ist das Wichtig?" fragte er, doch damit hatte er etwas losgetreten. "Weil man Weihnachten mit all seinen Lieben verbringt!" warf ihm Stiles an den Kopf als wäre Derek begriffsstutzig. "Bevor du nämlich deine grandiose Dummheit begangen hast, mich abzuservieren, hatte ich geplant, den Weihnachtsabend mit dem Rudel und ihren Familien zu verbringen und jetzt ist nichts vorbereitet. Wir haben keine Weihnachtsdeko, wir haben noch kein Menü, geschweige denn irgendetwas bestellt und auch noch keinen Weihnachtsbaum. Es gibt drei Millionen Dinge, die organisiert werden müssen und Weihnachten ist in vier Tagen! Wie soll ich das jetzt noch alles schaffen!" stieß Stiles panisch aus und warf die Hände in die Luft.
Der Drang die Augen zu verdrehen, wurde gerade übermächtig in Derek. Für ihn war Weihnachten wirklich nicht wichtig und das schon seit langer Zeit nicht mehr. Aber er fühlte, dass es Stiles da ganz anders ging und deshalb würde er ihn unterstützen.
"Beruhig dich erst mal!" wies Derek ihn mit sanfter Stimme an. "Wir werden das schon schaffen." Und es klappte wirklich! Überrascht registrierte Derek, wie Stiles Herzschlag wieder etwas langsamer wurde. Ob das wohl am Bund lag?, ging es Derek durch den Kopf. Er wusste, dass Stiles ebenfalls seine Gefühle spüren konnte, aber er war nicht auf den Gedanken gekommen, dass sie ihn auch beeinflussen könnten. War es möglich, dass die Ruhe die Derek aussendete Stiles Sicherheit und Zuversicht vermittelte? Das wäre überraschend, aber toll!
Ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit machte sich in Derek breit. Stiles war wirklich mit ihm verbunden, auf jeder Ebene.
"Lass uns erstmal runter gehen und frühstücken." schlug Derek vor. "Und dann machen wir eine Liste der anstehenden Erledigungen. Einverstanden?" Stiles nickte und ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. Hatte Dereks Glücksgefühl ihn vielleicht angesteckt? Er wusste es nicht, aber es war ihm in diesem Moment auch vollkommen egal. Denn Stiles lehnte sich zu ihm rüber um ihn tief zu küssen. Als sie ein paar Minuten später atemlos aus dem Kuss wieder auftauchten, lächelte Stiles noch breiter. "Einverstanden, mein großer böser Wolf." sagte er und stand dann endgültig auf.
Nach einer knappen Dusche, die sie getrennt einnahmen, da Stiles meinte, dass sie sonst heute zu gar nichts kommen würden, standen sie in der Küche und bereiteten ein reichhaltiges Frühstück zu. Auf dem Tisch standen Brot, Marmelade, Wurst und Käse, während Bacon, Würstchen und Eier noch in der Pfanne brutzelten. Stiles stand am Herd, während Derek mit einer Tasse Kaffee in der Hand bereits am Tisch saß und ihn mit Blicken auszog, als schwungvoll die Tür zum Loft aufgerissen wurde.
"Urgh, hier stinkts ja schlimmer als im Pumakäfig. Lüftet mal!" wies Peter sie mit einer gerümpften Nase an, kaum dass er das Loft betreten hatte. "Wie ich rieche, habt ihr also endlich den Bund geschlossen und gleich mal die ganze Nacht durchgevögelt." schlussfolgerte er. Dereks Geduldsfaden war auf ein Mal sehr dünn. Peter kam zur Küche geschlendert, als wenn das Loft ihm gehören würde und Derek wollte ihn gerade rausschmeißen, als Stiles ihn ansprach. "Jap und das überall. Also würde ich dir davon abraten irgendetwas anzufassen oder dich hinzusetzen." teilte ihm Stiles mit einem breiten Grinsen mit.
Er hatte sich gerade wieder zur Pfanne umgedreht, als Peter schon hinter ihm stand und an seinem Hoodie zog, um seinen Nacken freizulegen. "Und wie ich sehe, hat es dir sehr viel Spaß bereitet." Man konnte das Grinsen in Peters Stimme sogar hören. "Schön, dass du meinem Rat gefolgt bist." schnurrte er in Stiles Nacken, als ein tiefes Grollen hinter ihnen erklang. "Was willst du hier, Peter?" schnauzte Derek ihn an. Nur unter Aufbietung seiner ganzen Selbstkontrolle konnte er verhindern, dass er sich auf Peter stürzte und ihm nicht die Kehle raus biss. Peters Finger an Stiles zu sehen, besonders an seinem Nacken, ließ ihn fast ausrasten vor Wut. Stiles war Sein und niemand hatte ihn zu berühren, außer ihm!
Mit erhobenen Händen trat Peter von Stiles zurück und macht ein vollkommen unschuldiges Gesicht. "Ich wollte nur mal gucken wie es euch so geht. Scott hat mir gestern mitgeteilt, dass du ziemlich fertig aussahst und da wollte ich nur mal nach meinem Neffen sehen." Derek hatte gestern gar nicht mitbekommen, dass Scott sie gesehen hatte, aber wundern tat es ihn nicht. Scott war einfach eine Glucke und machte sich dauerhaft Sorgen um sein Rudel.
"Das hast du ja jetzt, also geh!" forderte Derek ihn auf. Doch Peter schlenderte ganz gemütlich zum Tisch und mopste sich eine Tasse Kaffee. "Na, du wirst mich doch nicht ohne wenigstens einen Kaffee getrunken zu haben rauswerfen, oder Neffe?" versuchte er Dereks Anstand zu treffen, während dieser gerade versuchte die unterschiedlichen Gefühle zu interpretieren, die von Stiles ausgingen. Er empfing Überraschung und Sorge, aber auch Zufriedenheit und Ruhe und auch Glück. Derek war sich nicht sicher, was das bedeuten sollte. Doch das tiefe Lächeln auf Stiles Lippen ließ ihn glauben, dass er zwar etwas schockiert von Dereks Reaktion war, sie ihm aber auch gefiel. Das sorgte dafür, dass sich in Derek ein Gefühl der Sicherheit und des Glücks bildeten und er Peters Anwesenheit wesentlich besser ertrug.
"Mhmpf." war daher alles was er Peter erwiderte und dieser nahm es als Einladung, nicht nur einen Kaffee zu bekommen, sondern gleich mit zu frühstücken. Derek nervte das zwar tierisch, aber das stete Glücksgefühl, das Stiles aussendete, beruhigte ihn und so duldete er Peter.
Stiles und Peter hatte sich beim Frühstück gut unterhalten und der ältere Werwolf hatte angeboten Stiles bei den Weihnachtsvorbereitungen zu helfen, so dass Peter mit einer langen Liste an Erledigungen das Loft eine Stunde später verließ.
Die nächsten Tage waren mehr, als Derek ertragen konnte. Da hatte Stiles ihn gerade erst vor der Dunkelheit in ihm gerettet, nur um ihn jetzt mit seinen Vorbereitungen wahnsinnig zu machen. Stiles scheuchte das ganze Rudel von A nach B um einzukaufen, Dinge zu schleppen oder Bestellungen aufzugeben.
Als erstes hatte er dieses fürchterliche Weihnachtsselfie, von dem Tag als sie im Schnee gewesen waren, als Einladung für die Feiertage an alle verschickt. Dadurch wusste das ganze Rudel auch gleich Bescheid, dass sie wieder zusammen waren und ständig klingelte eins ihrer Handys. Alle gratulierten ihnen oder in Lydias Fall, schnauzten sie an, warum das Ganze so lange gedauert hatte und das es vollkommen überflüssig gewesen war. Lydia ließ es sich auch nicht nehmen, zu bemerken, wie viele Nerven sie ihre Trennung gekostet hatte und das sie dafür eine Wiedergutmachung verlangte.
Danach war das ganze Rudel in die Vorbereitungen mit eingebunden worden und Derek war schockiert, dass Stiles mit seinen drei Millionen Kleinigkeiten gar nicht so übertrieben hatte. Derek wurde ständig losgeschickt um irgendwelche überflüssigen Dinge wie Servierten oder Lichterketten zu besorgen und Stiles schimpfte wenigstens dreißig Mal am Tag mit ihm, weil er noch nicht mal den Mindestbestand an Geschirr hatte um Gäste zu bewirten, von der überhaupt nicht vorhanden Weihnachtsdekoration einmal abgesehen. Doch Derek ertrug alles klaglos, denn er hatte das Gefühl, so einen Teil dessen wieder gut machen zu können, was er Stiles angetan hatte.
Derek war nach einigen Stunden schon sicher, dass Stiles das ahnte, denn er ließ keine Weihnachtstradition aus um ihn zu quälen. Heute Morgen erst kam er freudestrahlend auf Derek zu und hielt ihm eine rote Abscheulichkeit entgegen. Es war ein Weihnachtspullover mit einem Rentier in der Mitte, mit dicker roter Nase, die bei Berührung anfing zu blinken und Weihnachtslieder zu spielen. "Partnerpullis!" rief Stiles begeistert und befahl ihm ihn an Weihnachten zu tragen. Die schlecht versteckten Lacher von Scott und Peter versuchte er dabei zu ignorieren und auch ganz tapfer nicht die Augen zu verdrehen.
Den Schock einigermaßen verdaut, wurde er kurz drauf auch schon von Stiles wieder gerufen. "Derek, kannst du mir mal helfen?" Derek folgte Stiles Stimme und fand ihn unter einer Tannengirlande, die natürlich leuchtete, mitten im Loft wieder. Das Rudel hatte es wirklich geschafft überall durch sein Loft Girlanden und Lichterketten zu spannen. Derek hoffte nur, dass sie auch wieder da wären, wenn das ganze Zeug runter musste.
Ein breit lächelnder Stiles erwartete ihn und das hellte seine Stimmung gleich wieder auf. Er blieb direkt vor ihm stehen. "Was soll ich tun?" fragte er ergeben. "Komm mal einen Schritt näher!" forderte Stiles ihn auf und Derek gehorchte. Nun standen sie dicht voreinander, so dass ihre Körper sich fast berührten. "Und jetzt lehn dich mal ein Stück vor!" Und auch das tat Derek wie befohlen und nur einen Wimpernschlag später lagen Stiles Lippen auf seinen, seine Hände um Dereks Nacken geschlungen und er wurde verlangend geküsst. Sofort schaltete etwas in Derek um und er griff mit seinen Händen nach Stiles Hüfte und zog sie fast schon grob an sich heran.
Der Kuss war lang, tief und voller Emotionen. Er ließ Derek die ganzen nervigen Vorbereitungen vergessen und ihn nach mehr gieren. Doch bevor er die Chance hatte, den Kuss in etwas zu verwandeln, dass sehr viel mehr Spaß und Befriedigung versprach, beendete Stiles ihn und auch erst da wurde Derek sich der ganzen Pfiffe und dem Gejohle um sie herum bewusst. Das Rudel hatte sie beobachtet und freute sich augenscheinlich sehr darüber, dass sie wieder glücklich waren. "Mistelzweig." teilte ihm Stiles mit einer Kopfbewegung nach oben mit und Derek sah, dass über ihnen wirklich einer dieser, bei Werwölfen nicht so beliebten, Zweige hing.
Er wandte seinen Blick wieder ab und war immer noch ein wenig enttäuscht, Stiles gerade nicht die Kleider vom Leib reißen zu dürfen, aber ein Blick in das Gesicht seines Gefährten entschädigte ihn dafür vollkommen.
Stiles hatte noch seine Arme um Dereks Nacken geschlungen , lehnte mit seinem Körper an ihm und strahlte ihn überglücklich an. In diesem Moment hätte Derek ihre Verbindung nicht gebraucht um zu wissen, dass Stiles ihn bedingungslos liebte und vollkommen glücklich war. Vielleicht war dieser ganze Trubel ja doch nicht so schlimm, schoss es Derek durch den Kopf, wenn sein Gefährten dadurch so glücklich war.
Und wie hat es euch gefallen? War es zu viel Fluff oder konntet ihr dem Zuckerschock entgehen? Ich war ja begeistert, dass Derek darüber nachdenkt, wo er es überall mit Stiles treiben kann. Da hätte ich auch noch einige Vorschläge an ihn. ^^
Ich fand Peters passendes Auftauchen wieder sehr nett. Er nimmt einfach kein Blatt vor den Mund und provoziert so gerne. Das liebe ich an ihm! 3
Liebe Grüße
Zira
