23. Der Hüter meines Bruders
Universum: A/B/O-Verse, dieser Oneshot spielt im Jahr 2023 und setzt von „Krise zu Krise" fort und bildet den Übergang zu „Finale Crisis"
Spoiler: Für die 5. Staffel von „Supergirl" bis ca 5.10, für Crisis on Infinite Earths und für mein A/B/O-Verse
Pairings: Martians, Andrea/Russell, Hintergrund Karamel und Sanvers, Erw. von Kelly/OFC
Warnings: Character Death, Androhung von universeller Vernichtung, fragwürdige Ethik, rudementäre Spoiler für Crisis on Infinite Earths
Inhalt:Malefic J'onzz war es vielleicht einfach nicht bestimmt ein glückliches Leben in Frieden zu führen.
Malefic J'onzz kannte zum ersten Mal in seinem Leben Frieden. Seit er sich zurückerinnern konnte, war er ein zerrissenes Wesen gewesen, das von seinen eigenen Kräften und seinem ungewöhnlichen Geschlecht geplagt wurde, das niemand verstanden hatte, das von denen, die ihn eigentlich lieben sollten, zurückgewiesen worden war. Doch nun herrschte endlich Frieden auf dem Mars und auch in seinem Herzen. Er hatte den Marsianern Frieden gebracht, sich mit seinem Bruder versöhnt, lebte in guter Nachbarschaft mit der Erde. Alles war so, wie es sein sollte.
Natürlich konnte es nicht halten. Er hätte es kommen sehen müssen, nicht wahr? Doch sein Bruder hatte sich endlich am Mars niedergelassen um mit M'gann eine Familie zu gründen und hatte nichts mehr mit dem DEO zu schaffen, außer in Notfällen, und es hatte schon lange keinen Notfall mehr gegeben. Keine Invasionen von Außerirdischen mehr, keine Versuche die Herrschaft der Erde an sich zu reißen durch verrückte Wissenschaftler, Kultmitglieder, Mystiker, oder Politiker von der Erde oder von außerhalb des Sonnensystems. Supergirl und Superman waren Eltern, was für sie die größere Herausforderung darstellte als der Kampf gegen das Böse. Kurz gesagt, es war alles zu ruhig gewesen. Er hätte wissen müssen, dass es nicht so bleiben konnte.
Eigentlich war er zur Erde gekommen um Kelly Olsen zu treffen. Nach all den Jahren waren sie immer noch befreundet. Trotz ihrer schwierigen Anfänge waren sie im Laufe der Jahre zu engen Freunden geworden, und es gab keinen Menschen, den Mal mehr schätzte als die Beta-Therapeutin, die ihm geholfen hatte sich selbst zu finden und mit seiner Vergangenheit Frieden zu schließen.
Sie wollte ihn treffen um mit ihm über ihre neue Beziehung und ihre neuen Therapie-Methoden zu sprechen. Kelly hatte den Verlust der Obsidian Tech als therapeutisches Mittel nie wirklich überwunden und war in den Jahren seit dem auf der Suche nach einer neuen Methode gewesen ähnliche Resultate mit anderen Mitteln zu erzielen. Nun schien sie endlich Fortschritte in dieser Hinsicht gemacht zu haben und wollte ihm davon erzählen, das war zumindest in ihrem letzten Kommuniqué gestanden. Sie wollte seinen Rat über die möglichen Einsatzgebiete ihrer Entdeckung einholen, und er hatte sich darauf vorbereitet ihr davon abzuraten eine derart invasive Technik überhaupt anzuwenden. Doch Kelly tauchte nicht auf. Stattdessen nahm ihm gegenüber ein anderer Beta Platz.
„Andrea Rojas", stellte Mal fest.
„Malefic J'onzz", erwiderte der Beta.
„Wie geht es Russell?", wollte Malefic wissen.
„Gut, danke der Nachfrage, aber ich bin nicht zum plaudern hier", meinte Andrea. Das hatte Mal schon befürchtet. „Ich habe etwas gefunden, bei dem nur du mir helfen kannst, Malefic vom Mars. Etwas, das die Welt so wie wir sie kennen, für immer verändern könnte. Oder sollte ich sagen die Welten?"
Mal seufzte. Er hatte wirklich kein Interesse daran sich in irgendetwas hineinziehen zu lassen. Er liebte sein friedliches Leben auf dem Mars, er liebte es wirklich. Aber er wusste, dass Andrea Rojas ihr Amulett und ihre Kräfte schon vor langer Zeit aufgegeben hatte, genau wie jeden Versuch sich als Medienmogul zu betätigen. Sie hatte CatCo nach kaum einen Jahr an ihre alte Schulfreundin Lena Luthor zurückverkauft, hatte Acrata auf Eis gelegt und versucht gemeinsam mit Russel Rogers ein neues Leben zu beginnen. Sie wäre jetzt nicht hier, wenn es nicht um etwas wirklich Wichtiges gehen würde, das wusste er.
Womit er nicht gerechnet hätte, war, dass sie ihn in die Kanalisation von Central City führen würde. „Hier ist es." Sie deutete auf eine Wand, die eine Art Durchgang verschloss, und die hinter davon gesprengten Mauersteinen der Kanalisationswand zu liegen zu schien. Auf der Wand befanden sich seltsame Symbole, sieben Stück davon. Manche dieser Symbole kamen Mal seltsam vertraut vor.
„Was ist das hier, und warum hast du mich hierher geführt?", wollte Mal von Andrea wissen.
„Acratas Kraft ist in mir, sie fließt durch mich, mit oder ohne Medaillon, und sie verbindet mich mit der Erde, auf molekularer Level", erklärte Andrea, „Ich weiß, wenn etwas nicht stimmt, bevor es irgendjemand anderer weiß. Ich kann Erdbeben, Vulkanausbrücke, Seebeben, Tsunamis, Wirbelstürme, Überschwemmungen, Buschbrände, Muren, Lawinen, Schneestürme, und den Monsun vorhersehen, weil ich sie kommen spüre. Wenn ich kann, dann warne ich die Menschen. Sie denken, ich besitze noch irgendeine Art von Technologie, die von Obsidian entwickelt wurde, mit deren Hilfe ich das Wetter vorhersagen kann. Mehr als einmal wurde mir angeboten mir diese Technologie abzukaufen. Ich habe in den letzten Jahren viel gespürt. Unser Planet ist im Aufruhr, er rächt sich an denen, die nicht richtig mit ihm umgegangen sind. Doch das, was ich jetzt spüre, und was aus dieser Kammer hinter dieser Wand kommt, habe ich noch niemals zuvor gespürt… Hinter dieser Wand, Malefic J'onzz, liegt unser aller Untergang."
„Und wieso kommst du damit zu mir und nicht zum DEO oder Superman?", wollte Mal wissen.
„Weil ich ihr gesagt habe, dass sie zu dir gehen soll." Der Mann, der das gesagt hatte, stand hinter Mal und Andrea. Es war auch Jahre her, dass Mal ihn gesehen hatte, doch er erkannte ihn sofort wieder. Es war der geruchslose Mann, ohne zweites Geschlecht, ohne Merkmale, die ihn sterblich machten, der ihn vor Jahren befreit und gegen seinen Bruder ins Feld geschickt hatte. Es war der Monitor. „Vor Jahren habe ich die Brüder J'onzz auserwählt um in der drohenden Krise zu kämpfen, erinnerst du dich?"
Natürlich erinnerte sich Mal. Die Krise, die kommen würde. Diese ominöse letzte Krise, von der alle dachten, dass sie im Jahr 2024 auf Erde-1 stattfinden würde, weil es einen Zeitungsartikel aus der Zukunft gab, der darauf hindeutete. Nun, Andrea und der Monitor waren ein Jahr zu früh dran. „Und ist sie das jetzt, diese Krise?", wollte Mal wissen.
„Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ich sehe viele mögliche Wege voraus, wie sich das hier weitentwickeln kann. Und ich habe auch vorausgesehen, dass du der Schlüssel bist um diese Welt und viele andere zu retten", sagte der Monitor.
„Ach, hast du das?", wunderte sich Mal.
„Hinter dieser Mauer lebt ein Wesen, anders als alle anderen, die ihr kennt. Und es ist erwacht, bald schon wird es entkommen und eine Schneise der Vernichtung quer durch das Multiversum ziehen", sagte der Monitor, „Doch wenn es das tut, wenn es auch nur damit beginnt, dann wird sich das Multiversum auf der Stelle selbst zerstören. Das Raum-Zeit-Gefüge ist bereits zu beschädigt um einen Angriff dieses Wesens standhalten zu können. Es würde auf der Stelle implodieren. Alles wäre vorbei, für alle und für jeden. Auch für dieses Wesen dort drinnen."
Mal wusste von der Beschädigungen in der Struktur der Raumzeit und davon, dass Dimensions-und Zeitreisen deswegen ausgesetzt worden waren. Wenn das Wesen hinter dieser Wand eine so große Bedrohung für die gesamte Existenz darstellte, dann musste man es natürlich neutralisieren. „Ich verstehe aber immer noch nicht, wieso ihr damit ausgerechnet zu mir gekommen seid", sagte Mal.
„Aus einem ganz einfachen Grund", erklärte der Monitor, „Weil du der Einzige bist, der in der Lage ist dieses Wesen aufzuhalten."
„Und wie?"
„Vor sehr langer Zeit habe ich einen großen Fehler begangen. Ich habe dieses Wesen geweckt und auf unser Multiversum aufmerksam gemacht. Und in jeder nur erdenklichen Variante dieser Geschichte ist ein Faktor gleich geblieben: Sobald es auf die Existenz des Multiversums aufmerksam wurde, hat es beschlossen es zu vernichten. Jeder Versuch zu verhindern, dass es darauf aufmerksam wird, ist zum Scheitern verurteilt. Wenn ich davon abgebracht werde, das zu tun, was das Wesen auf uns aufmerksam gemacht hat, dann tut es stattdessen eine andere Version von mir. Und egal wie viele Versionen man davon abbringt, eine wird sich immer finden, deren Stolz zu groß ist und die dieses Wesen wecken wird. Es gibt in keinem Universum eine Möglichkeit, das was kommen wird, zu verhindern, ohne, dass Milliarden sterben, Opfer gebracht werden, das Universum wiedergeboren werden muss, oder sich zumindest irgendjemand diesem Wesen hinter der Mauer stellt. Außer in diesem Universum hier. Denn in diesem Universum gibt es dich, Malefic J'onzz", sagte der Monitor, „Dich und deine Fähigkeiten."
Mal starrte den Monitor ungläubig an. Und versuchte ihn auf irgendeine Art und Weise zu lesen. „Ich kann deine Gedanken nicht lesen", sagte er, „Meine Pheromone wirken nicht auf dich. Wie kommst du auf den Gedanken, dass das bei dem Wesen hinter dieser Mauer anders sein könnte?"
„Weil es nirgendwo in der Schöpfungen einen Telepathen gibt, der stärker ist als du", sagte der Monitor, „Und weil er geschwächt ist von seiner langen Gefangenschaft hinter dieser Wand."
Mal dachte darüber nach. „Ich soll ihn also einfach vergessen lassen, dass es das Multiversum gibt, ja?", vergewisserte er sich, „Das ist der ganze Plan."
„Ja, das ist der ganze Plan", sagte der Monitor, „Die Krise, die kommen wird, die letzte Krise, kann nur dann abgewandt werden, wenn wir hier und jetzt diesen hier davon abbringen alles vernichten zu wollen. Ich werde mich ihm stellen, ihn lange genug aufhalten, damit du deine Kräfte einsetzen kannst."
Mal wusste, dass das leichter gesagt als getan war. Das letzte Mal, als er seine Kräfte auf so allumfassende Weise eingesetzt hatte, wäre er fast gestorben. Um ein Wesen, das in Stärke und Kraft diesem Monitor glich, zu besiegen, würde er alles geben müssen, was er hatte. Er würde erneut sein Leben, seine bloße Existenz, riskieren müssen.
An sich war er dazu bereit. Es gab nichts, was er nicht tun würde um J'onn, M'gann, seine anderen Gefährten und Freunde am Mars, Kelly, Kara und Alex und ihre Familien und Freunde, und all die anderen Bewohner der Erde zu retten. Doch die Dinge waren inzwischen nicht mehr so, wie sie früher gewesen waren. Mal und J'onn waren das Band eingegangen, hatten ihre Geister dem anderen geöffnet und waren dadurch nun miteinander verbunden. Wenn Mal etwas zustieße, dann würde das auf gewisse Weise auch J'onn zustoßen. Wenn er sterben würde oder geistigen Schaden nehmen würde, dann würde sich dieser Schaden auf J'onn übertragen.
Und das wiederum durfte nicht sein. Niemals. Marsianische Brüder konnten einander nichts antun, und das bedeutete alles, und Mal und J'onn waren nach all der langen Zeit jetzt endlich richtige Brüder. Wenn J'onn hier wäre, dann wäre er bereit an Mals Seite zu stehen, bereit sich gemeinsam mit ihm zu opfern, daran hatte Mal keinen Zweifel. Aber er hatte auch keinen Zweifel daran, dass er das nicht zulassen konnte.
Mal blieb keine andere Wahl, er musste das Band, das ihn mit seinem Bruder verband, durchtrennen. Doch wenn er das tat, würde J'onn sofort wissen, dass etwas nicht stimmte, und würde versuchen mit ihm geistigen Kontakt aufzunehmen um herauszufinden, was passiert war, und dadurch wäre er erst recht wieder der Gefahr ausgesetzt, vor der Mal ihn eigentlich bewahren wollte.
Also musste er dafür sorgen, dass J'onn nichts vermissen würde, dass er nicht bemerken würde, dass etwas nicht stimmte. J'onn hatte es einst getan, Mal konnte es also mit Leichtigkeit ebenfalls tun, und das ganz ohne jede körperliche Berührung. So mächtig war er.
Es tut mir leid, J'onn, ich muss es tun. Ich weiß, dass du mir niemals verzeihen würdest, aber da du dich nicht an mich erinnern wirst, spielt das wohl keine Rolle…. Vergib mir, Bruder, ich liebe dich. Und dann löschte er jede Erinnerung an sich aus J'onns Geist und durchtrennte ihr Band.
Er wandte sich dem Monitor zu. „Ich bin soweit", sagte er.
Andrea räusperte sich hinter ihnen. „Ehm, was soll ich tun, wenn das hier schief geht?", wollte sie etwas nervös wissen.
„Schnell fliehen und so viele wie möglich warnen, nicht dass es eine Rolle spielen würde", meinte der Monitor. Vermutlich entging ihm selbst wie seltsam fatalistisch er sich anhörte.
Andrea ging in Sicherheitsabstand, Mal nickte den Monitor zu, und dieser berührte die Wand vor ihnen. Grelles Licht strömt heraus und wenig später stand eine weiße faltige Gestalt vor ihnen.
„Du bist es also, Mar. Und das sind deine Champions? Ein Prime Omega vom Mars und Beta-Weibchen von der Erde? Mehr hast du nicht zu bieten?", lachte das Wesen verächtlich.
„Mehr brauche ich nicht, Mobius!", verkündete der Monior, Mar, und stürzte sich auf es.
Mal sammelte sich geistig und griff dann an. Sein Angriff war präzise und so stark, wie es ihm möglich war, sein Ziel war nur eine Sache: Jedes Wissen über die Existenz des Multiversums aus dem Geist des Mobius zu löschen und in ihm den Wunsch zu wecken nach Hause zurückzukehren. Hier ist nichts, du bist hier im Nichts! Was machst du hier? Warum bist du hier? Hier ist nichts für dich! Kehre nach Hause zurück und vergiss alles, was passiert ist, seit du dein zu Hause verlassen hast! Vergiss alles und kehre nach Hause zurück!, sandte Mal wieder und immer wieder.
Bis er nicht mehr konnte und ihm schwarz vor Augen wurde.
„Mal! Mal! Wach auf! Du hast es geschafft! Hörst du? Du hast es geschafft!"
Mal schlug die Augen auf und fand sich in Andreas Schoss liegend wieder.
„Das Multiversum…."
„… ist gerettet. Mobius hat sich in seine Welt zurückgezogen und weiß nicht mehr, dass es irgendeine andere gibt", sagte der Monitor, „Du hast die Welten gerettet, Malefic J'onzz."
„Das ist … gut", keuchte Mal, doch er konnte spüren, was ihn diese Tat gekostet hatte.
„Sagt Kelly, dass es mir leid tut, dass ich …. nicht mir ihr essen gehen kann", murmelte Mal noch, und dann dachte er auf einmal an seinen Vater, und dann an gar nichts mehr.
„Was ist los? Warum hast du uns hier versammelt?", wollte Supergirl wütend vom Monitor wissen. Andrea, Alex, Kelly, Mon-El, Winn, Brainy, und M'gann waren ebenfalls hier. Und hier war der ein seltsamer schwarzer Raum mitten im Nirgendwo.
„Ich habe euch hier versammelt um euch vom Opfer von Malefic J'onzz zu erzählen", sagte der Monitor.
„Mal … ist tot?", wiederholte Kara geschockt.
„Ist J'onn deswegen zusammengebrochen?", wollte M'gann wissen.
„Nicht wirklich. Bevor er sich geopfert hat um das Multiversum zu retten, hat Malefic J'onzz das Wissen über seine Existenz aus dem Geist seines Bruders gelöscht und ihre Verbindung zueinander durchtrennt. Wenn er das nicht getan hätte, dann hätte er seinen Bruder mit in den Tod gezogen", erklärte der Monitor, „Ich habe euch hergeholt um euch von seinem Opfer zu erzählen und um euch zu warnen: Ihr dürft J'onn J'onzz nichts von seinem Bruder erzählen. Würde er von ihm hören, würde sein Geist automatisch nach ihm und ihrer Verbindung suchen und der psychische Schock, der darauf folgen würde, würde J'onn J'onzzs Geist vernichten."
„Wir sollen ihn anlügen?", empörte sich Alex, „Über etwas so relevantes wie die Tatsache, dass er einen Bruder hatte, der als Held gestorben ist?!"
„Unter normalen Umständen würde er nicht danach fragen", sagte der Monitor.
„J'onn und mich verbindet das Band. Er kann in meinen Geist sehen", sagte M'gann.
„Dann weißt du, was du zu tun hast, wenn du ihn wirklich liebst", lautete die Antwort.
„Was? Sie soll ihn sich auch aus dem Gedächtnis löschen? Und wir anderen, wir sollen einfach so tun, als hätte es ihn nie gegeben?!", wollte Kelly Olsen wütend wissen, „Als hätte er sich nicht für uns alle geopfert?!"
„Ihr ehrt sein Opfer am besten dadurch, dass ihr seine Liebe für seinen Bruder ehrt", sagte der Monitor.
„Und das war's jetzt? Mal hat diese Krise, die du uns prophezeit hast, abgewandt? Wir sind sicher?", wollte Kara wissen.
„Nein, die größte Krise, die finale Krise, wird immer noch kommen. Doch dank Malefics Opfer werdet ihr sie erleben. Mich werdet ihr nicht mehr wiedersehen. Meine Rolle in dieser Geschichte ist erfüllt", sagte der Monitor, „Ich werde weiterziehen, in andere Ecken des unendlichen Multiversums. Das was euch bevorsteht, könnt ihr nur überstehen, wenn ihr zusammensteht, doch das wisst ihr bereits. Jedes weitere Eingreifen von mir würde die Chancen auf euer Überleben minimieren. Doch sorgt euch nicht, ich habe gesehen, dass es eine Zukunft für euch gibt, wenn ihr den richtigen Weg einschlagt. Lebt wohl." Und dann war er verschwunden, und alle fanden sich dort wieder, wo sie eben noch gewesen waren.
Kara, Alex, Mon-El, Winn, und Brainy fanden sich im DEO wieder. „Direktorin Danvers, was sollen wir jetzt tun?", wollte Brainy wissen.
„Das war der Monitor gesagt hat", erklärte der Alpha, „Wir ehren Mals letzten Wunsch und beschützen J'onn vor sich selbst. Wir werden niemals vor J'onn über ihn sprechen. J'onn respektiert uns zu sehr um in unseren Gedanken zu lesen, er wird niemals erfahren müssen, was er verloren hat."
„Aber, Alex, er war sein Bruder. Erst dadurch, dass sie sich ausgesöhnt haben, konnte J'onn Frieden mit sich selbst schließen", wandte Kara ein.
„Und diesen Frieden empfindet er immer noch. Immerhin sind sie nicht im Zorn auseinandergegangen", meinte Alex, „Doch um J'onns inneren Frieden erhalten zu können, müssen wir jetzt alle so tun, als hätte es Malefic J'onzz niemals gegeben. Ich weiß, dass M'gann tun wird, was nötig ist. Und ich werde mit Kelly reden - es wird ihr schwer fallen, aber sie wird am Ende das Richtige tun, denn letztlich hat sie Mal zu sehr geliebt um seine Wünsche zu missachten. Er ist als Held gestorben, und wir schulden es ihm seinen letzten Wunsch zu respektieren und seinen Bruder um jeden Preis zu beschützen."
„Und was ist mit dieser Krise, die immer noch kommen soll? Was machen wir mit der?", wollte Mon-El wissen.
„Der stellen wir uns, wenn sie über uns hereinbricht", sagte Direktorin Alex Danvers, „Zusammen. So wie wir uns immer allen zusammen gestellt haben, was uns in der Vergangenheit bedroht hat. Und wenn wir uns dieser Krise stellen, und wenn wir sie meistern, dann werden wir es im Gedenken an Malefic J'onzz tun, dem wir es zu verdanken haben, dass wir uns dieser Krise überhaupt stellen können. Und für ihn werden wir sie meistern, so wie er diese für uns gemeistert hat."
Fin.
A/N: Nachdem Malefic kein einziges Mal in „Finale Crisis" oder „Endings: Supergirl" erwähnt wurde, musste ich mir einen Grund dafür einfallen lassen und habe zugleich auch die Abwesenheit des Monitors in „Finale Crisis" begründet und warum Lena und nicht Andrea CatCo zur Zeit von Lenas öffentlicher Schande besessen hat.
Das hier war (wieder einmal) meine letzte Fic aus meinem A/B/O-Verse (zumindest was das Arrowverse selbst angeht) und auch die letzte Fic in dieser Sammlung. Ich habe hier noch ein letztes Mal Crisis abgearbeitet. Ich fand es sehr seltsam und tollpatschig wie die Autoren Mal schnell vor dem Beginn von Crisis aus der Serie geschrieben haben und der Hauptgrund dafür ist, dass er zu mächtig gewesen wäre um ihn während Crisis im DEO sitzen zu haben (seltsamer Weise wurde der Mars ja mit keinen Wort während Crisis erwähnt und in The Bottle Episode auch nicht, also wissen wir nicht, was der Status vom Mars und den afflilierten Charakteren nach Crisis überhaupt ist.) Auf jeden Fall ist das hier halt, was passieren hätte können, wenn man den mächtigsten Arrowverse Charakter gegen den Anti-Monitor ins Feld geschickt hätte.
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