Gerade rührte Luna einen Trank an. Sie ist extra noch einmal unter das Bett gekrochen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir keine Kräuter hier herumliegen lassen. Was wäre wenn eine Wache das sehen würde? Nicht auszudenken.

Ginny nahm Luna die Flasche ab und ging zu Neville, welcher auf der Pritsche lag und röchelte. Sanft schob sie seine Mund auf und goss die Flüßigkeit hinein. Neville schloss seine Augen.

Bald darauf ging es ihn wieder besser. Er lachte, sah jedoch ziemlich nervös aus. Ich verstand ihn. Schließlich hatte ich auch diese Schmerzen gehabt. "Vielleicht sollten wir schlafen gehen.", murmelte Ginny.

Luna schnaubte. "Wenn du das schlafen nennen kannst. Ich werde wieder die ganze Nacht wach bleiben."

Wir alle verstanden sie gut. Wir hatten seit Tagen nicht mehr ordentlich geschlafen und das zerrte an unseren Kräften.

Ich schaute aus dem wirklich kleinen Loch in der Wand. "Es scheint Tag zu sein.", meinte ich. Wie gesagt, scheint. Denn wie immer hing Nebel in der Luft, was es nicht ein wenig schwerer machte zu erkennen, ob es Tag oder Nacht war.

"Dann lass uns schlafen. Wir haben eh nichts besseres zu tun.", meinte Ginny und gähnte ein wenig. "Okay.", murmelten wir.

Wir legten uns auf unsere Pritschen, legen jedoch noch lange wach.