Hallo zusammen, ich melde mich nach einer heftigen Grippe zurück. Hoffentlich hattet ihr alle schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Da ihr das hier alle gar nicht lesen wollt, fange ich direkt mit dem nächsten Kapitel an. Vergesst doch bitte nicht, mir einen Kommentar da zu lassen :-)

,,..." jemand spricht
/.../ jemand denkt
~...~ Parsel

31. Kapitel Die Magie der Hauselfen

Hermine pov

Sie stand im Keller vor einer dunklen Holztür. Tom hatte heute erneut eine Unterrichtstunde bei Salazar und würde den ganzen Morgen weg sein. Sie vermisste ihn, obwohl sie es nicht zugeben würde. Doch irgendwie war sie auch froh. Tom hielt zwar die schlechten Gedanken von ihr fort, doch das was sie vorhatte, wollte sie lieber alleine erledigen. Deswegen hatte sie auch Nagini und Firis nicht mitgenommen. Was sie vor hatte hätte sie bereits vor einiger Zeit erledigen sollen, durch die Fluch Geschichte und die letzten Ereignissen in der Winkelgasse hatte sie es einfach total vergessen. Und jetzt stand sie vor der Tür und wusste nicht genau, ob sie wirklich hinein sollte. Sie amtete noch einmal tief ein und öffnete dann die dunkle Holztür. Bereits beim Aufschwingen kam ihr warmer Dampf entgegen. Als sie die Tür vollständig geöffnet hatte, konnte sie bereits die ersten Hauselfen sehen, die geschäftig hin und her wuselten. ,,Junge Miss ist in der Küche. Wie kann Tipsi helfen?" wurde sie sogleich angesprochen. Sie sank auf die Knie um mit der kleinen Elfe auf Augenhöhe zu sein, die Elfe wich zwar einen Schritt zurück, aber nicht so verschreckt wie sich Hauselfen sonst benehmen. Das war ihr bereits mehrmals aufgefallen. Die Hauselfen waren hier viel selbständiger und selbstbewusster als in ihrer Zeit.

,,Hallo Tippsi, ich wollte fragen, ob ich einen Kuchen backen darf?" ,,junge Miss möchte einen Kuchen? Wir machen gerne. Was möchten junge Miss für einen Kuchen?" erwiderte die kleine Elfe aufgeregt und hüpfte sogar etwas in die Luft. ,,Nein Tippsi, ich möchte gerne selber einen Kuchen backen. Wenn ihr mir gestattet, eure Küche benutzen zu dürfen." Die Ohren der Elfe fielen herab und sie bekam riesige Augen, sie starrte sie fassungslos an und stammelte. ,,Schmeckt junger Miss Kuchen von Hauselfen nicht?" ,,Nein nein, ihr backt ganz köstlichen Kuchen. Es ist nur so… ähm.. ah Meine Mutter sagte immer Backen sei Balsam für die Seele und deswegen möchte ich gerne einen Kuchen backen." Die junge Elfe fixierte sie noch einen Moment mit ihrem Blick und winkte sie danach an einen der Tische heran. ,,Junge Miss sitzen. Tippsi holt alles was junge Miss braucht." Und mit diesen Worten war sie auch schon in einer Kammer verschwunden.

Sie setzte sich unsicher und blickte sich in der Küche um, da es früher Morgen war, waren noch nicht viele Elfen in der Küche. Eine trug gerade einen hohen Stapel Geschirr aus dem Raum heraus, dann sah sie zwei an einem grossen Topf stehen und immer wieder Gemüse reinschnippeln. Anscheinend würde es Suppe zum Mittagessen geben. Die anderen Hauselfen schienen irgendwo sonst im Schloss herum zu wuseln. ,,junge Miss. Tippsi hat alles geholt. Braucht junge Miss noch etwas?" Überrascht sah sie auf den Tisch, auf dem jetzt Eier, Milch, Mehl, Butter, Zucker, Schocklade, Schüsseln, Löffeln und ein Schwingbesen lag. ,, Oh vielen Dank Tippsi, das ist sehr freundlich von dir." Sagte sie und griff sich die Schüssel um sie näher an sich heran zu ziehen. ,,Tippsi junger Miss helfen." Sagte die kleine Elfe resolut und hielt ihr die Schüssel fest. Sie fand das zwar etwas seltsam, doch sie wollte Tippsi nicht vor den Kopf stossen und anscheinend hatte die kleine Elfe sonst nichts zu tun. ,,Gut dann backen wir nun einen Kuchen für Harry." Sagte sie zu sich selbst und griff nach den Eiern.

Harry Geburtstag war zwar bereits vorbei, doch sie hatte an seinem Geburtstag einfach nicht daran gedacht und seit dem quälte sie das schlechte Gewissen. Während sie den Teig anrührte schwiegen beide. Sie konzentrierte sich wirklich nur auf das Rezept und bemerkte, dass dies die schlechten Gedanken wirklich gut von ihr fern hielt. Ihre Mutter schien recht gehabt zu haben mit ihrer Weisheit. Da sie bis jetzt immer mit guter Laune gebackt hatte, war es ihr noch nie aufgefallen. Sie goss gerade den Teig in die Backform, die Tippsi hielt, als die Elfe sie doch ansprach. ,,Darf Tippsi etwas fragen, junge Miss?" ,,Natürlich Tippsi, aber sag doch bitte Hermine zu mir." ,,Junge Miss Hemine hatte vorhin gesagt Backen heilt die Seele, ist junge Miss Hemine traurig?" Sie starrte auf den Teig, den sie gerade in die Form goss. ,,Ich weiss es nicht." Antwortete sie dann irgendwann. ,,Aber junge Miss Hemine hat doch jungen Master. Junge Miss Hemine sollte fröhlich sein und bei jungem Master und nicht traurig alleine bei den Hauselfen." Sagte Tippsi und sah sie mit grossen Augen an. Diese Aussage zauberte ihr ein kleines Lächeln aufs Gesicht. ,,Ja ich bin glücklich wenn ich bei Tom bin, aber ich sollte es gar nicht. Ich gehöre nicht hier her. Ich gehöre eigentlich wo anders hin, deswegen hab ich das Gefühl, dass ich nicht glücklich sein darf. Verstehst Du?" fragte sie unsicher.

Die Hauselfe sah sie lange an und schien angestrengt nach zu denken. ,,Ich verstehe, fast wie wen Hauselfe Kleidung bekommt und Haus verlassen muss." Erwiderte sie ernst. ,,Aber das ist nicht schlimm. Junger Master ist dein Haus, also ist alles gut. Junge Miss Hemine muss nicht traurig sein." ,,Wie bitte? Ich verstehe nicht ganz.." Hermine sah sie verwirrt an, die Elfe schob die Kuchenform in den Ofen und drehte sich zu ihr um. ,,Wenn Elfen Kleidung bekommen, werden sie von ihrem Haus getrennt, Bindung bricht. Elfen dann traurig und ohne Heimat, auch wenn sie finden neues Haus, sie nie werden die gleiche Bindung machen können. Sehr sehr traurig." ,,Aber Hauselfen zu befreien ist doch etwas Gutes. Viele Zauberer behandeln die Hauselfen nicht richtig und die Hauselfen werden nur von ihnen ausgenutzt. Warum denken alle Hauselfen immer das Kleidung schlecht ist?" Die Elbe sah sie lange an, dann schien sie einen Entschluss gefasst zu haben und trat wieder an den Tisch heran.

,,Wenn Hauselfen einem Haus dienen, sie erhalten Magie von Kern. Magie der Hauselfen wird zu Magie des Hauses. Deswegen Hauselfen nicht einfach Haus wechseln können. Wenn Hauselfe ihr Haus verliert, sie arm, kein schönes Leben. Sterben früh." Sagte sie bitter und schüttelte traurig ihren Kopf. Hermine hörte fassungslos zu.

,,Aber was ist wenn eine Hauselfe ein neues Haus findet?" fragte sie schockiert und dachte an Winky und Dobby. Tippsi sah sie mitleidig an. ,,Je nach Haus. Pass Magie nicht, Elfe sterben. Passt Magie, dann gut, Elbe kann arbeiten. Doch sie wird nicht alt. Keine Elfe, die Kleidung bekommt wird alt. Wenn Kinder Hauselfe nicht passt zu Magie von Haus, sie werden weggeben in ein anderes. Wie Tippsi, Tippsis Familie lebt in anderem Haus mit ganz schwarzer Magie, doch Tippsi trägt auch weisse Magie in sich, deswegen Tippsi nun hier." Sagte sie und lächelte stolz. Doch Hermine konnte nicht aufhören an Dobby und Winky zu denken. ,,Weiss das jede Hauselfe?" fragte sie schwach. ,,Natürlich, jede Hauselfe lernt als Kind. Ist wichtig. Nicht das Elfe einfach laufen fort und dann sterben." Tippsi hatte begonnen die Schokolade klein zu hacken, um den Schokoguss später zu machen, doch Hermine konnte nicht mehr arbeiten. ,,Das habe ich nicht gewusst." Flüsterte sie erstickt, ihr kamen die Strickmützen in den Sinn, die sie in der dritten Klasse gestrickt hatte. Wie die Hauselfen panisch nicht mehr den Gemeinschaftsraum aufräumen wollten. Sie hätte sie alle indirekt umgebracht. ,,Das habe ich wirklich nicht gewusst." Stotterte sie und ihr liefen Tränen über das Gesicht.

,,junge Miss Hemine? Was ist? Hat Tippsi was falsch gemacht? Junge Miss Hemine?" Hermine schüttelte ihren Kopf und schluchzte. ,,Das habe ich nicht gewusst. Ich kannte einen freien Hauselfen und das war der glücklichste Hauself, denn ich je gekannt habe. Und dann habe ich etwas Böses getan, ich wollte den anderen Hauselfen helfen und habe überall Kleidung versteckt. Ich habe es doch nicht gewusst." Schluchzte sie und verbarg ihr Gesicht hinter ihren Händen. Erst eine tätschelnde Hand auf ihrem Knie holte sie daraus wieder hinaus. ,,Junge Miss Hemine muss nicht traurig sein. Junge Miss Hemine immer so freundlich zu Hauselfen. Hauselfen wussten bestimmt, dass junge Miss Hemine es nicht böse meint. Nicht viele wissen um Magie von Hauselfen. Und junge Miss Hemine sagte freier Hauself war glücklich." ,,Er war der glücklichste Hauself, denn ich je getroffen habe. Er liebte es zwei verschiedenfarbige Socken anzuziehen. Er war so stolz ein freier Elf zu sein und nun ist er tot. Er ist gestorben weil er uns retten wollte." Schluchzte sie und fuhr sich mit einem Taschentuch über das Gesicht, das ihr Tippsi hinhielt. ,,Junge Miss Hemine muss nicht traurig sein. Freie Hauselfen lügen nicht. Wenn er sagte er sei glücklich, er glücklich war. Und für einen Hauselfen gibt es keine grössere Ehre, als für seinen Herrn zu sterben." ,,Er hatte keinen Herrn, er hatte nur uns, seine Freunde." Flüsterte sie traurig. ,,Dann war es bestimmt glücklich. Nicht viele Hauselfen haben Freunde bei anderen Wesen. Er war ein reicher Hauself." Sagte Tippsi bestimmt und trat wieder an den Ofen um die Kuchen herauszuholen.

Ric pov

Er betrachtete die junge Frau vor sich, sie sassen zusammen im Wintergarten und arbeiteten an ihrer Elbenmagie. Sie lernte schnell, sie war willig, doch an der Ausführung haperte es immer noch. Er war immer noch erstaunt, dass sie bis jetzt noch nicht in Rage gefallen war, doch er kannte nur das Leben als Waldelbe, er wusste nicht mit Sicherheit, ob die Raserei bei Lichtelben auch durch Wut ausgelöst wurde. Sie gab sich sichtlich Mühe, viel mehr, als eigentlich nötig gewesen wäre. Es verlangte niemand von ihr, dass sie die Magie so kurze Zeit nach ihrem Erwachen meisterte, ausser sie selbst. Er fragte sich woher ihr Trieb kam, so verbissen die magische Rüstung erlenen zu wollen. und wie sie es geschafft hatte, die Rüstung entstehen zu lassen, wenn sie sich augenscheinlich noch nicht wirklich mit ihrem Wesen abgefunden hatte.

Vielleicht lag es an ihrem unbeugsamen Willen. Er hatte schon lange damit gerechnet, dass ihr Wesen die Oberhand gewinnen würde, besonders in so direkter Nähe zu ihrem Gefährten. Doch wie es schien galten die normalen magischen Gesetzte ein weiteres Mal nicht für die junge Frau. Was sie ihrem Wesen wohl gesagt hatte, dass es sich noch nicht auf ihren Bindungspartner gestürzt hatte? Eigentlich hätten sie Tom und Hermine, nach der Verwandlung mehrere Tage nicht sehen sollen, weil sie sich zurückgezogen hätten und Dinge tun sollten, die Bindungspartner nun mal so taten. Es kam ihm ein bisschen so vor wie damals zwischen ihm und Salazar, nur dass sich die beiden eindeutig besser unter Kontrolle hatten. Und bei ihrer Beziehung Salazar der gewesen war, der sich geweigert hatte es zu akzeptieren. Ric wusste nicht mehr genau, wie viele Stunden er seinem Mann durch das Schloss, das sich heute Hogwarts nannte, hinterher gejagt war und wie viele Möbel und Zimmer sie demoliert hatten, bis der stolze Vampir es sich endlich eingestanden hatte. Sein Sohn schien wirklich sehr stark zu sein, wenn er es einfach so akzeptieren konnte zu warten. Er hatte diese Geduld damals eindeutig nicht besessen. Er fragte sich allerdings, was sie dazu brachte immer wieder vor seinem Sohn zurückzuschrecken. Doch das war nur eine der Fragen, die die junge Frau in ihm aufwarf.

Sein Blick wanderte wieder hinunter zu diesem seltsamen Brief, den er heute erhalten hatte. Ein Mister Prevara hatte ihn angeschrieben und ihm mitgeteilt, er hätte einen Demiguise in seinem Besitz, denn er gerne verkaufen würde. Es kam ihm etwas seltsam vor, warum dieser Herr ihn anschrieb, aber vielleicht hatte er seinen Namen von einem der vielen Tierhändler, von denen er in den vergangenen Jahren Tierwesen bezogen hatte. Oder vielleicht auch von diesem jungen Mann, den sie auf ihrer letzten Expedition kennengelernt hatten. Newt Scamander war sein Name und er war eine sehr interessante Persönlichkeit gewesen. Wobei eher nicht, der junge Bursche hätte sich sicher wohl selbst darum gekümmert. Den Demiguise waren wirklich sehr interessante Tierwesen. Sie waren sehr schwer zu bekommen, diese affenähnlichen Tiere besassen ein flauschiges, silbernes Fell. Sie waren zwar Pflanzenfresser und ruhige Tiere, doch durch ihre Eigenschaften sich unsichtbar machen zu können, war es fast unmöglich eines zu fangen. Manche vermuteten auch, dass sie die Fähigkeit hatten in die unmittelbare Zukunft zusehen und deswegen fast nicht zu fangen waren.

Ric fragte sich, ob der Demiguise ihn auch sehen würde, wenn er seinen Tarnumhang benutzen würde. Konnte ein Tierwesen, das sich unsichtbar machen konnte, jemanden sehen der selbst unsichtbar war? Er war sich sicher, Hermine würde dieses sanfte Tierwesen mit seinen grossen, schwarzen und traurig wirkenden Augen lieben. Die beiden würden sicher süss zusammen aussehen, mit ihren grau silbernen Haaren. Ob dieses Tierwesen ihr auch so verfallen würde, wie die anderen auf seinem Gelände? Bestimmt hätte Newt auch Interesse die junge Frau kennen zu lernen, er konnte sich die Beiden lebhaft vorstellen, wie sie über diverse Tierwesen sprachen. Sein alter Freund Nicolas Flamel wäre sicherlich auch sehr interessiert an ihr. Und Rovena würde sich bestimmt ärgern, dass sie nicht in ihrem Haus gelandet war. Da die junge Dame mit Sicherheit noch öfters bei ihnen verkehren würde, würde er sie ihnen irgendwann vorstellen.

Er dachte wieder an den Brief. Mister Prevara wollte sich zwar so schnell wie möglich mit ihm treffen, doch Godric würde nichts übereilen und die Sache in Ruhe mit Salazar besprechen. Dann konnte er ein Treffen für nächste Woche vereinbaren, durch die Kammer von Salazar konnten Tom und Hermine schliesslich jederzeit über ein Wochenende vorbeikommen um sich das Tierwesen anzusehen. So hätte es auch genügend Zeit sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Entschlossen nickte er mit dem Kopf, faltete den Brief wieder zusammen und steckte ihn in seine Weste, er würde den Brief heute Abend Salazar zeigen und ihn nach seiner Meinung fragen.

Er konzentrierte sich wieder auf die junge Frau vor sich, die immer mehr Fragen aufwarf, als sie beantwortete. Er hatte immer noch keine Ahnung, wer sie eigentlich war, noch woher sie stammte.
Doch es störte ihn immer weniger, je mehr er die junge Frau kennenlernte. Sie war immer höflich, hatte ein enormes Wissen und eine Ansicht auf die Dinge, die er so noch nie bei Jemanden erlebt hatte. Er war sich sicher, dass sie in ihrem kurzen Leben bereits Dinge gesehen und vielleicht auch getan hatte, die niemand in so einem Alter durchmachen sollte. Es waren nicht nur die Narben, die er an ihr gesehen hatte, die ihn dies glauben liessen. Es waren ihre Augen, die so viel älter wirkten als sie war. Und irgendwie war darin oft auch Angst zu sehen, wusste sie etwas über Grindelwald, dass sie nicht wussten? Er fragte sich wirklich, was solche Angst in ihr auslöste. Da half auch ihr ungewöhnliches Auftreten nicht darüber hinweg. Alle anderen Frauen, die er kannte waren schüchtern, streng erzogen und würden sich es nie wagen einem Mann zu wiedersprechen. Doch sie schien diese Diskussionen regelrecht zu lieben, besonders wenn man mit ihr nicht einig war.

Er war sich sicher, wenn es Frauen gestattet wäre, wäre sie eine gute Wahl als Ministerin. Die hochrangigen Zauberer im Ministerium waren viel zu sehr in ihre alten Bräuche verstrickt, es wurde zehn Mal diskutiert bevor etwas beschlossen wurde. und alles war unbekannt war, wurde von vornherein abgelehnt. Ein frischer Wind würde dem alten Gemäuer gut tun, doch sie waren so stolz auf ihre alten Traditionen, dass es ein richtiger Ringkampf war irgendetwas durchzusetzen. Doch die Elben oder auch die Vampire waren nicht besser. Seit Jahrzehnten zogen sie sich immer mehr zurück, behaupteten, dass die Menschen ihre Probleme selber lösen sollten und glaubten, dass Muggel zu blöd waren um überhaupt etwas von ihrer Welt zu bemerken. Er selbst, hatte diese Ansicht nie verstanden. Nur weil eine Gefahr oder ein Ereignis ein Volk nicht direkt betraf, hiess das noch lange nicht, dass es keinen Einfluss auf dieses haben konnte. Grindewald und seine Anhänger waren eine Bedrohung, die nur noch nicht die Grenzen von England erreicht hatte. Nur weil der Krieg noch nicht im eigenen Land war, hiess das nicht, dass man ihn ignorieren konnte.

Auch wenn es schwer war, in dieser wunderschönen Umgebung an den Krieg zu denken. Der kleine Bach, der sich durch den Wintergarten zog plättscherte friedlich vor sich hin, ein paar Feen sammelten Wassertropfen und trugen sie zur Trauerweide in der Nähe von ihnen. Ab und zu raschelte im Gras, wenn ein Eichhörnchen, ein Hase, ein Streeter oder eine von Sal's Schlangen sich einen Weg darüber bahnte. Auch die verschiedenen magischen und nicht magischen Vögel trillerten von überall her, manchmal flogen sie auch in die Nähe und beobachten sie. Doch die junge Frau, welche immer noch viel zu konzentriert aussah, bemerkte von dem allem nichts. Sie hatte noch nicht einmal bemerkt, dass sich vor einiger Zeit Firis, Shadow und Nagini in ihrer Nähe eingefunden haben. Der kleine Wolf, war bereits etwas gewachsen und lag flach auf der Erde, während er seine Gefährtin nicht aus den Augen liess, zwischen seinen Pfoten hatte sich die weisse Schlange zusammengerollt und als Sahnehäubchen sass der Phönix auf dem schwarzen Kopf des Wolfes.

Er fragte sich gerade wie lange es heute dauern würde, da sah er auch schon den schwarzen vertrauten Fleck, der sich von der Wiese her den Fenstern des Gartenzimmers näherte. Es hatte viel Überredungsarbeit gekostet, dem Thestral beizurbringen, dass er nicht ins Haus oder das Gartenzimmer durfte. Was ihn nicht davon abhielt regelmässig von Aussen hinein zu blicken und Hermine solange zu beobachten, bis diese rauskam um mit ihm zu kuscheln. Er hätte so eine Aufdringlich- und Beharrlichkeit von einem Thestral niemals erwartet. Er war froh, dass er durch Hermine die Gelegenheit bekommen hatte, diese falsch verstandenen Tierwesen richtig kennen zu lernen. Wieder schoss ihm durch den Kopf, dass sie und Newt sich sicherlich verstehen würden. Während er sie weiter bei ihren Übungen beobachtete, fragte er sich, was sie wohl noch mit dieser jungen Frau erleben würden.

*****
Tom pov

~..versucht abzuhauen, aber ich war schneller und habe sie mir geschnappt.~ erzählte ihm Nagini gerade stolz. Da es einer der letzten Tage der Ferien war, hatte Ric darauf bestanden, dass sie den Tag nicht in den Tränkelaboren, sondern Draussen verbringen sollten. Er hatte sogar Sal mitgeschleift und jetzt sassen sie alle gemütlich unter einem Baum im Schatten und warteten darauf, dass Hermine zu ihnen stossen würde. Diese hatten den Hauselfen helfen wollen, warum auch immer, es wäre ihm lieber gewesen, wenn sie bereits hier wäre. Dennoch musste er beim Gedanken an die sicherlich schockierten Blicke der Hauselfen grinsen. Durch die gezischelte Unterhaltung von Nagini wurden auch andere Schlangen angelockt, er beobachtete seinen Vater dabei wie er eine kleine Blindschleiche hochhob und sich mit ihr unterhielt. Dieses war für Tom nicht so interessant, es ging bei solchen Gesprächen meistens darum, ob die Schlangen etwas Ungewöhnliches entdeckt hatten, was selten der Fall war.

Eine Bewegung vom Waldrand her liess ihn aufblicken, er konnte den Thestral im Schatten erkennen, dieser wartete bestimmt genau wie er auf Hermine. Er seufzte tonlos, wer hätte gedacht, dass er einmal eine Partnerin bekommen würde, die er mit Thestralen, Phönixen, Schattenwölfen und seiner eigenen Schlange teilen musste? Und das gerade bei einem Vampir, welche bekanntlich nicht zum Teilen gemacht waren. Zumindest schien der Thestral nichts gegen ihn zu haben, seit er sich die Mühe gemacht hatte sich auch mit ihm zu beschäftigen. Er nickte ihm also höfflich zu und widmete seine Aufmerksamkeit wieder der kleinen weissen Schlange, welche immer noch von ihrer letzten Jagd berichtete.

Er spürte Hermines Kommen bevor er sie roch, sein Wesen wurde auf einen Schlag ruhiger. Als er seinen Blick hob, drehte sich auch gerade der Wind und ihr Geruch stieg ihm in die Nase. Wie er diesen Geruch liebte, wenn er einen Liebestrank brauen würde, wäre er sicher, genau diesen Duft zu riechen. Sie roch nach Pergament, Tinte, Sonne und Flieder. Als er sie erblickte, fing er an zu grinsen und machte seine Eltern auf sie aufmerksam. Sie trug ein Monstrum von einem Picknickkorb, er war so schwer, dass sie leicht gebückt ging und er fast den Boden berührte. Aber das Witzigste, neben ihrem vor Anstrengung geröteten Gesicht, war die Horde Hauselfen, die wild mit den Händen fuchtelnd hinter ihr her rannten.

Bald darauf konnten sie auch ihre Stimmen vernehmen. ,,Junge Miss Hemine, lassen sie Tippsi das tragen." ,,Misses lassen sie uns helfen." ,,Misses ist böse auf uns" ,,Misses will sich nicht helfen lassen." ,,Misses geben sie Quimbley bitte den Korb." Quietschten sie immer wieder, während sie immer noch versuchten zu ihr aufzuschliessen. Doch Hermine hatte sie mittlerweile erreicht und stellte schwer atmend den Korb neben ihnen ab. ,,Mine, du kannst doch die Hauselfen nicht so quälen." Sagte Tom mit einem breiten Grinsen, da sie einfach zu hübsch aussah, wie sie da so mit zerzaustem Haar und geröteten Wangen vor ihnen stand.

,,Ich weiss." Keuchte sie atemlos und stützte sich etwas auf ihren Knien ab. /Wie gerne ich sie küssen würde/ dachte er sich, er hatte sie zwar bereits mehrmals auf die Stirn geküsst, weil er den Impuls nicht wiederstehen konnte, aber so richtig geküsst hatte er sie bis jetzt noch nicht. ,,Aber anders konnte ich sie ja nicht dazu bringen sich uns anzuschliessen." Stiess sie dann endlich mit einem Grinsen hervor, was zwei Reaktionen auslöste, sein Dad fing laut an zu lachen und in die Hände zu klatschen und die immer noch protestierenden Hauselfen verstummten auf einen Schlag. ,,Misses wollte, dass wir mitkommen?" fragte dann Quimbley ungläubig und Hermine nickte heftig, zog ihren Zauberstab und liess eine zweite Decke erscheinen. ,,Ich dachte, da ihr euch in den Ferien so gut um Tom und mich gekümmert habt, könntet ihr auch mit uns zusammen essen." Erwiderte sie und liess sich auf die Decke neben Tom fallen. Zuerst bewegte sich niemand, doch dann erklang Ric's Stimme. ,,Das ist eine wunderbare Idee, Hermine. Bitte setzt euch." Wies er die Hauselfen an, die diesem Befehl aus leicht verschüchtert nachkamen.

Hermine öffnete unterdessen ihren Korb und liess allerlei Köstlichkeiten daraus herausschweben. Verschiedene Sandwichs und Salate, Roast Beef, eine Käseplatte, eine Platte mit verschiedenen geräuchertem Fleisch, eine Schüssel mit Kartoffelsalat und einen grossen Zopf. Danach schwebten noch verschiedenen Karaffen mit Quellwasser, Kürbissaft, Butterbier, selbstgemachtem Ice Tea und zur Freude von Tom mehrere Flaschen Muggel Cola aus dem Korb. Die Hauselfen waren immer noch etwas unsicher und sahen ungläubig auf die verschiedenen Platten, die sich in ihrer Mitte befanden. Gerade als Hermine einen grossen Stapel Teller hervorholte, sagte sein Vater. ,,Hermine hat Recht, ihr seid seit Jahren wunderbare Hauselfen und macht eure Sache sehr gut. Seit nicht schüchtern sondern esst mit uns, schliesslich gehört ihr auch zur Familie." Danach erklangen Schluchzen und Lobeshymnen auf Slytherin von den kleinen Wesen, bevor sie nach und nach zögerlich nach den Tellern griffen. ,,Du bist genial." Flüsterte Tom ihr ins Ohr und konnte sich nicht davon abhalten ihr einen Kuss auf die Wange zu hauchen, ihr Erröten war immer so herrlich mit anzusehen.

Firis machte es sich wie immer in den Haaren von Hermine gemütlich, während der Schattenwolf mit dem Thestral über die Wiese gerannt kam. Die Hauselfen sahen das Pferdewesen voller Furcht an, doch Hermine beruhigte sie und erzählte ihnen dass dies ein Freund von ihr sei. Die Elfen waren zwar etwas skeptisch, doch sie beruhigten sich sichtlich, als Stupser seinen angestammten Platz hinter Hermine einnahm und die junge Frau sich danach vertrauensvoll an diesen lehnte. So würde Tom zwar nicht so gut mit ihr Kuscheln können, doch währendem Essen war ihm das egal. Er hatte ein liebevolles Lächeln auf dem Gesicht, während er Hermine dabei beobachtete wie sie dafür sorgte, dass Jeder etwas zu essen bekam.

Er hätte sich das eine oder andere Mal fast verschluckt, als die Augen der Hauselfen riesen gross wurden, weil Hermine sie bediente und nicht umgekehrt. Er hörte seinen Dad eindeutig leise Lachen, als Hermine auf Tippsi Protest erwiderte, dass sie für dieses Essen der Hauself sei und Tippsi und die Anderen ihre Gäste oder eben Meister. Er dachte wirklich für eine Sekunde, dass Quimbley einen Herzinfarkt bekommen würde, doch erstaunlicherweise war er dann derjenige, welcher sich als Erster an die Situation zu gewöhnen schien. Durch ihren Anführer ermutig, wurden die anderen auch langsam sicherer und das Essen wurde sehr lustig und lang.

Es war ein herrlicher Sommertag, zwar sehr warm, jedoch durch ein stetiges Lüftchen, war die Temperatur sehr angenehm. Nach dem Essen zogen sich die Elfen nach und nach zurück um ihre Arbeiten wieder aufzunehmen. Doch sie alle blieben draussen und sprachen über verschiedene Dinge. Stupser ging irgendwann zu seiner Herde zurück und Tom war überglücklich, als sie sich danach an ihm anlehnte, da konnte er auch über die wissenden und grinsenden Blicke seiner Eltern hinwegsehen. Keiner von ihnen nahm an diesem Tag ein Buch zur Hand. Er fing irgendwann mit seinem Vater ein Zaubererschachspiel an, während Hermine und sein Dad explodierendes Mau Mau spielten. Durch die gelegentlichen Explosionen und das darauffolgende Gekicher wurden die beiden Slyhterins immer wieder aus ihrem Spiel geholt. Nachdem er einmal mehr von seinem Vater Haushoch geschlagen worden war, schlossen sie sich den beiden Anderen bei ihrem Spiel an. Dass sein Vater und Hermine die Zauber auf den Karten immer wieder nonverbal änderten erschwerte das Ganze zwar erheblich, schmälerte allerdings den Spass in keinster Weise.

Stundelang konnte man über die Ländereien von Slytherin-Gryffindor-Castle immer wieder Explosionen und lautes Lachen hören. Verschiedene magische Tierwesen waren von den Geräuschen angelockt worden, jedoch blieben die Thestrale, Einnhörner, Schattenwölfe, Hippogreife und selbst der Greif lieber am Rand des Waldes stehen, da die Geräusche ihnen nicht ganz geheuer waren, auch wenn sich die Zweibeiner so lustig am Boden wälzten. ,,Eigentlich könnten wir noch eine Runde fliegen, Vater, das haben wir schon lange nicht mehr gemacht." Liess Tom irgendwann verlauten, nachdem er erneut von einer Explosion getroffen worden war und sein Gesicht russig schwarz war.

Salazar blickte zum wolkenlosen Himmel und nickt dann. ,,Aber Hermine würde bestimmt keinen Spass daran haben." Gab er zu bedenken, bevor die genannte reagieren konnte sagte sein Dad. ,,Ich kann sie ja auf Aurum mitnehmen." Und zeigte auf den Greifen in der Nähe ,,Dann sind wir sowieso schneller als ihr." Funkelte er die beiden Schwarzhaarigen an. Die liessen das natürlich nicht auf sich sitzen, hatten beide sogleich ihre Stäbe gezogen und ihre Besen gerufen. Ric zwinkerte Hermine zu, stand auf und reichte ihr die Hand. Während die beiden Schwarzhaarigen bereits in der Luft waren schlenderten sie zusammen Richtung Wald. „Aurum kennst du ja schon, ich bin sicher er hat keine Probleme, wenn du auf ihm reitest" hörte Tom Ric noch sagen, doch die Erwiderung von Hermine konnte er nicht mehr hören.

Hermine pov

Sie und Ric kicherten immer noch, während sie auf den Waldrand zuliefen. Aurum löste sich sogleich aus dem Schatten und kam ihnen entgegen. Der Greif war ein beeindruckendes magisches Tierwesen, sie konnte die Magie, die ihn umgab förmlich spüren. Die goldenen Augen, die sie anblickten wirkten, als ob sie tausend Jahre alt waren. Und das Fell glänzte so strahlend, dass man denken konnte es bestände aus flüssigem Gold. Aurum senkte seinen Kopf und liess sich von Ric streicheln und rieb dann seinen Kopf an seinem Mensch.

,,Er ist schon ganz aufgeregt." Sagte er lächelnd und sprach dann liebevoll. „Wollen wir den beiden mal zeigen, wie schnell du bist?" Ein animalischer Laut war die Antwort und auch wenn Hermine den Greifen nicht verstand bestand dennoch keinen Zweifel an der Bereitschaft genau dies zu tun. Fasziniert beobachtete sie die beiden stumm und voller Ehrfurcht, bis ein Zupfen an ihrem Ärmel sie daraus herausriss. Sie blickte nach rechts und lächelte sanft. So reizvoll auch die Aussicht war auf einem Greifen zu reiten, war Stupser neben ihr die viel reizvollere Wahl für sie. Sie streichelte ihn sanft über Kopf und Hals. Dann drehte sie sich um, um Ric zu fragen, ob er denke Stupser sei mittlerweile gross genug. Der Gryffindorgründer, der mit der Frage gerechnet hatte nickte nur lächelnd und dann waren er und der Greif in den strahlenden Sommerhimmel entschwunden.

Hermine blickte noch kurz zur Thestralherde, doch die Herdenstute schien sie zwar zu beobachten, jedoch nicht eingreifen zu wollen. Stupser zupfte erneut ungeduldig an ihrem Ärmel und brachte sie damit zum Lachen. ,,Nun gut, dann wollen wir sie nicht länger warten lassen oder?" fragte sie liebevoll und stieg mit klopfendem Herzen auf. Der Körper unter ihr fühlte sich ungewohnt und dennoch vertraut an. Die Sonne warf durch die Blätter ein Muster auf den schwarzen Thestralkörper und sie konnte das Herz aufgeregt schlagen hören, während er vorfreudig hin und her tänzelte. ,,Nun dann los, mein Freund." Raunte sie ins Ohr und sofort ging ein Ruck durch Stupser und er rannte los. Er benötige einen Moment, doch dann hoben sie ab und flogen schnell Aurum und Ric hinterher. Der Wind zerrte an ihren Haaren und ihr Kleid flatterte hinter ihr her. Stupser gab einen Laut von sich, denn sie nach kurzer Zeit als Freudenschrei erkannte und sie grinste über beide Ohren.

Weit über ihr konnte sie zwei schwarze Punkte ausmachen, die Schleifen um einander flogen. ,,Na dann wollen wir ihnen doch mal zeigen, wie lahm sie sind." Raunte sie Stupser ins Ohr, während sie sich enger über den Thestralkörper legte, um so wenig Wiederstand wie möglich zu liefern. Stupser legte noch einen Zahn zu und schon schossen sie neben Ric und Aurum vorbei. Die Sonne strahlte hell und so war es trotz dem Wind herrlich warm. Stupser flog jetzt fast senkrecht, doch irgendwie konnte sie keine Angst empfinden. Ein Jauchzen bildete sich in ihrer Kehle und brach aus, als sie gerade durch die beiden Slytherins stiessen, welche schnell auseinander stoben. Sie wusste einfach, dass ihr nichts passieren konnte. Nach ein paar Sekunden brachte Stupser sie wieder in die Gerade und hielt dann an, während er mit seinen Flügeln sie beide in der Luft hielt. Ein Trillern erklang und schon schoss ein goldroter Schatten auf sie zu, der sich als Firis herausstellte und sich sogleich daran machte freudig pfeifend um sie herum zu schweben. Ihr ganzer Körper zitterte vor Adrenalin und die Aussicht, die sie über die Ländereien hatte raubte ihr fast den Atem.

,,Hermine." Holte eine Stimme sie aus ihrem Staunen heraus, Tom war auf seinem neben sie geflogen und blickte sie ungläubig an. ,,Ich sagte doch, wenn fliegen, dann auf einem Thestral" sagte sie lachend, sein Gesicht war aber auch einfach zu witzig. Er sah aus, als wolle er sie nur zu gern von Stupser runter auf seinen Besen ziehen, obwohl diese Art zu Fliegen in ihren Augen viel unsicherer war. Doch sie musste dennoch schlucken, denn wie er dort so flog, mit einer Hand lässig am Besen, sein Haar zerzaust, dass sie am liebsten ihre Hände darin vergaben hätte und den durch den Flug geröteten Wangen, kam in ihr das Bedürfnis auf ihn an sich zu ziehen und besinnungslos zu küssen.

Nur der Ort hielt sie davon ab genau das zu tun, sie würden wahrscheinlich beide abstürzten und zu Tode fallen. Obwohl sie sich im Moment keinen schöneren Tod vorstellen konnte. Mittlerweile hatten sich auch Sal und Ric zu ihnen gesellt, während Ric über das ganze Gesicht grinste, schien auch Sal von ihrem Flugtier eher überrascht zu sein. Doch sie hatten sich schnell wieder gefangen und nachdem sie ihre Zauberstäbe gezückt hatten, rief Ric ,,Einmal bis zum roten Reif und wieder zurück." Mit diesen Worten war er auch schon davon gerast und Sal folgte ihm auf dem Fusse.

Sprachlos beobachtete sie die beiden Gründer Hogwarts dabei, wie sie sich durch den Parcours schlängelten, den sie gezaubert hatten. Sie konnte dabei nicht sagen, wer beeindruckender dabei aussah, sowohl Salazar auf seinem Besen, wie auch Ric auf dem Greifen sahen absolut majestätisch aus während sie die engen Kurven und Schleifen flogen. Ein Lachen holte sie aus ihrem Starren heraus, Tom fiel vor Lachen fast vom Besen, sie schien anscheinend sehr gestarrt zu haben. ,,Tom?" fragte sie süsslich und das Lachen blieb ihm Halse stecken. ,,Ja?" fragte er unsicher und sie winkte ihn mit ihrem Zeigfinger näher an sich heran. Zögerlich flog er näher und als er in Greifnähe war, zog sie ihn am Kragen vorsichtig zu sich heran. Sie hauchte ihm sanft zuerst auf die Wange und drückte danach einen sanften Kuss darauf. Als sie sich von ihm löste war sein Blick etwas verklärt, sie lächelte und griff Stupser fester an die Mähne. ,,Jetzt" und in dem Moment schoss der Thestral nach vorne geradewegs auf den Parcours zu, während Tom ihr immer noch verklärt hinterher starrte.

*****
Tom pov

Bei Merlin, er wäre fast vom Besen gefallen, weil sie ihn so überrumpelt hatte. Ihren Duft plötzlich so nah und intensiv zu riechen. Er hätte am liebsten Seine Arme um sie geschlungen, sie an sich gezogen und sie besinnungslos geküsst. Einem kleinen Teil seines Gehirns war allerdings sehr wohl bewusst geblieben, wo er sich gerade befand und deswegen hatte er sich einfach krampfhaft an seinem Besen festgehalten, damit er nicht nachgab und seine Hände in ihren Haaren vergrub. Er brauchte einen Moment, bis er realisierte, dass sie gar nicht mehr neben ihm herflog, sondern jetzt selbst durch den Parcours raste.

Sein Slyhterin Stolz schwoll an und er raste ihr hinterher er hatte sie trotzt Thestral schnell eingeholt. Er kannte diese Parcours besser als sie, ausserdem konnte er mit dem Besen schneller in die Kurven gehen, als sie mit dem Thestral. Dennoch konnte er das Rennen dann doch nicht gewinnen, er redete sich ein, dass das in erster Linie daran gelegen hatte, dass er sie lieber im Auge behielt und sie daher nicht überholt hatte. Dennoch schmollte er beim Abendessen, etwas über ihre unfaire Ablenkung. Dadurch sah sich allerdings Salazar genötigt ihr immer wieder zu ihrer Slytherin List zu gratulieren. Da Hermine bei diesem Kommentar jeweils bis unter die Haarspitzen errötete, konnte er seinem Vater nicht böse über die Bemerkung sein.

So sassen sie gemütlich zusammen Draussen um das kleine Feuer, welches sein Dad gezaubert hatte und assen die restlichen Sachen aus dem Picknickkorb. Firis und Shadow hatten sich auf Hermine gemütlich gemacht. Der Wolf verschmolz fast mit dem schwarzen Rock, den sie trug, während der Phönix wie ein Federschmuck in ihrem Haar wirkte. Nagini, hatte er neben sich auf einen Stein gelegt, welcher noch warm von der Sonne war. Sein Dad erzählte Geschichten aus der Gründerzeit von Hogwarts und sein Vater warf den einen oder andern Kommentar ein. Natürlich konnten sie es nicht lassen, auch peinliche Geschichten über ihn zu erzählen, doch wie hätte er als Vierjähriger auch wissen können, dass es keine gute Idee war einer Schlange in den Wald zu folgen. Oder natürlich blieb die Anekdote nicht aus, als er eine Woche nur geknurrt hatte, weil er unbedingt ein Animagus werden wollte und sich eben so verhalten hatte, wie der Wolf, der er werden wollte. Er war nur froh, dass sie nicht peinlichen Gemälde holten oder alles in einem Denktarium zeigten, so wie damals, als er sechs war und seinen Fehler nicht eingesehen hatte. Dann hatte er halt einen Niffler nach Hause gebracht, konnte ja keiner ahnen, dass er gleich das ganze Dorf untergraben würde. Sein Dad hatte mit seiner Elbenmagie das Gröbste verhindert, er verstand nicht, dass sie immer noch Jahre später darauf herumreiten mussten.

Doch ihr Lachen, wenn sie die Geschichten hörte, ihr Kichern und wie sie sich näher an ihn kuschelte, machte die Sache doch um einiges angenehmer. So sassen sie da, bis es langsam Nacht wurde.

Hermine holte aus ihrer seltsamen Tasche ein Päckchen Kräcker und ein paar weisse weiche Watten artige Dinger heraus, sie nannte sie Marshmallows. Fasziniert hatten sie ihr dabei zugesehen, wie sie diese auf einen Stock steckte, diesen in den Boden rammte, so dass sie über das Feuer hingen. Während die weissen Dinger langsam braun wurden, lehnte sie sich an ihn zurück und fing dann leise zu erzählen. ,,Meine Eltern, waren Muggel, sie waren Zahnärzte, so etwas wie Heiler für die Zähne. Sie hatten ihre eigene Praxis und es fehlte uns an nichts, ausser gelegentlicher Zeit für einander. Es gab immer wieder Kongresse, Notfälle, Lehrgänge oder einfach die normalen Alltagsarbeiten. Mich hat das nie gross gestört, ich hatte ja meine Bücher. Doch einmal im Monat, machten wir ein Familienwochenende. Sie schlossen die Praxis und wir fuhren irgendwo hin. Das haben wir getan, seit ich mich erinnern kann.''

Sagte sie leise, löste sich von ihm und stupste einen der Marshmallows an, sie schien zufrieden zu sein. Sie nahm den Stock vom Feuer und legte ihn vorsichtig über ihre überkreuzten Knie.. ,,Sogar als sich meine Magieausbrüche häuften. Haben sie es nie ausfallen lassen, wir blieben zu Hause im Garten oder gingen zusammen im Wald campen. Meine Mutter hat mir Stundenlang Kräuter und Tiere gezeigt, während mein Vater versuchte Fische zu fangen. Er lehrte mich dafür das Feuer machen oder wie ich einen sicheren Unterstand finde. Hand… Telefone oder Bücher waren verboten. Nur Unternehmungen zu dritt, mein Vater nahm seine Gitarre mit und wir assen jeden Abend diese Dinger. Die einzige Süssigkeit, welches bei mir zu Hause regelmässig gab. Ich habe diese Wochenenden geliebt." Sie hatte sich zwei Kräcker genommen und zog damit einer der weissen weichen Dinger vom Holz.

,,Hier, iss solange sie noch warm sind." Sagte sie und reichte ihm eines. In stiller Eintracht assen alle etwas dieser seltsamen Muggelleckerei, er musste zugeben, dass er nicht wirklich ein Fan davon war, doch für sie würde er diese Tradition gerne weiterführen, auch wenn das hiess, dass er einmal im Monat süsse Pampe essen musste. Als er versuchte sich die Pampe von den Fingern zu lecken, hörte er sie sagen. ,,Aber ohne Schokolade sind sie furchtbar oder?" sie grinste in frech an und sie lachten alle. Die zweite Runde, mit der Schokolade, welche sein Vater aus der Küche holen liess war wirklich um einiges besser. Doch er blieb lieber bei Schokofröschen. Wobei die Marshmallows, die nicht gebraten waren, besser geschmeckt haben.

,,Deine Tasche ist sehr interessant." Sagte sein Vater plötzlich. ,,Ja, sie war bereits einige Male sehr nützlich." Erwiderte sie und lächelte Sal an. Er war froh, dass sie sich wirklich mittlerweile besser verstanden. ,,Wie gross ist der Ausdehnungszauber?" fragte sein Dad weiter, Ric ging ihm also weniger um den Inhalt, als um die Tasche selber. ,,Soweit ich weiss unbegrenzt." ,,Ich frage mich, warum die Zauber von Slytherin-Gryfindor Castle sie nicht entdeckt haben." Sinnierte sein Vater weiter. ,,Ist das relevant?" fragte Hermine und beobachte Salazar genau. Er dachte einen Moment nach und schüttelte dann den Kopf. ,,Wahrscheinlich nicht, aber du kennst mich, ich bin viel zu neugierig." Sie lächelte ihn süss an. ,,Das kann ich bestätigen, Mister Slytherin." Und so erlebten sie an diesem Abend nicht nur einen sprachlosen Slytherin, sondern kurz darauf wie eben dieser der jungen Braunhaarigen hinterher jagte um ihr wie er es nannte Manieren bei zu bringen.

Während er sich ins Gras zurücklehnte, die beiden über den Feuerschein hinweg beobachtete, für den Fall, dass sein Vater es wagen sollte, Hermine doch mit seinen Zaubern zu treffen und dem Lachen seines Dad's lauschte, stellte er fest, dass es vielleicht gar nicht so schlecht war, einen Abend im Monat mit seinen Eltern zu verbringen. Mit rot leuchteten Wangen kam sie wieder bei ihm an, sie legte sich zu ihm ins Gras. Ihr Kopf ruhte auf seiner Schulter und er legte den Arm um sie, so dass sie ihn auf seinen Brustkorb legen konnte. Sie atmete noch etwas hektisch, doch ihre Augen glühten und funkelten voller Schalk. ,,Hat er dich getroffen? Muss ich deine Ehre rächen?" fragte er sie lächelnd, während er seinen Vater etwas von ,,Sprunghafte Hexe" murmeln hörte. ,,Ich räche meine Ehre selbst, aber ich sage es dir, wenn ich ein Attentat planen sollte. Würdest du mir den helfen?" ,,Immer" Das wollte er gar nicht sagen, doch es war ihm so rausgerutscht und ihr Lächeln darauf war es eindeutig wert gewesen.

''Och.. junge Liebe. Komm Schatz wir gehen." Hörte er seinen Dad Flüstern, die beiden erhoben sich und gingen zurück zum Haus. Sie blieben noch eine Weile so liegen, doch irgendwann musste Hermine ein Thema aufbringen, dass sie beschäftigte. ,,Wie machen wir das eigentlich dann in Hogwarts?" fragte sie zögerlich und war froh, das Tom sofort verstand. ,,Da wir nicht gebunden sind, haben wir kein Anrecht auf ein eigenes Zimmer und da du als Mensch wieder in die Schule gehen willst, wird sich nicht viel ändern. Obwohl ich deine Beweggründe immer noch nicht ganz verstehe." Brummte er in ihr Haar. ,,Stell dir einmal die Massenpanik vor, wenn ich als Lichtelbe in der Schule aufschlage. Ich hätte keine ruhige Minute mehr und du auch nicht. Ausserdem will ich gar nicht wissen, wie viele Todesdrohungen ich erhalten würde allein für die Tatsache, dass du mit mir zusammen bist. Ausserdem giltst du in der Schule auch als Halbblut. Wir könnten gar nicht das Zimmer beantragen." Er brummte. ,,Für dich würd ich es preisgeben, aber du hast Recht. Vorläufig lassen wir es besser. Wir wissen auch noch nicht, was sich Parkinson und Redfort noch alles ausgedacht haben. Besser wir beobachten sie zuerst. Schocken können wir sie alle immer noch später." ,,Und wir haben ja immer noch unser geheimes Klassenzimmer." Erwiderte sie. ,,ja, aber du kannst ja auch wieder bei uns schlafen, oder ich schleich mich zu dir in den Mädchenschlafsaal. Erb-Privilegien weisst du." Sagte er grinsend und sie schlug ihn spielerisch auf die Schulter, daraus entstand eine Rangelei, bis sie erschöpft nebeneinander liegen blieben.

,,Ich bin übrigens froh darüber, dass du als Schulsprecher nicht in einen separaten Schlafraum musst." Murmelte sie erschöpft und kuschelte ihren Kopf wieder auf seinen Oberkörper. Sie erinnerte sich nämlich gerade daran, dass in ihrer Zeit die Schulsprecher in einem eigenen Schlafraum in der dritten Etage untergebracht worden waren. ,,Warum sollten die Schulsprecher separat untergebracht werden? Wenn Schüler Fragen haben, können sie sich ja entweder an die Vertrauensschüler wenden oder ihr Anliegen ins Fach im Vertrauensschülerbüro legen. Sonst würde dieser Raum auch nicht viel Sinn machen." Erwiderte Tom irritiert. Und Hermine musste ihm stumm Recht geben, soweit sie wusste, hatten sich die Schüler wirklich hauptsächlich an die Vertrauensschüler gewendet oder die Schulsprecher in der Grossen Halle oder auf den Gängen angesprochen. Das Vertrauensschülerbüro wurde von ihnen einfach für die Besprechungen genutzt, doch die Schüler wussten so weit sie wusste gar nicht genau wo dieses lag. Schon seltsam, wie sich gewisse Dinge durch die Zeit veränderten.

Sie merkte, wie sie immer müder wurde, doch es war so bequem und der Weg in ihr Bett so weit, dass sie einfach liegen blieb. Es war immer noch angenehm warm, das Zirpen der Grillen hatte auch etwas Einschläferndes. Dass der Mond sie auch noch in sein silbernes Licht tauchte verstärkte ihr Bedürfnis einfach genau hier zu verweilen. ,,Komm wir sollten langsam ins Bett." Durchbrach Toms Stimme irgendwann die angenehme Stille, sie brummte nur etwas, bewegte sich allerdings kein Stück, auch nicht als ihr Kissen durch stummes Lachen geschüttelt wurde. Sie bekam nur noch am Rand mit, wie er sie ins Gras legte um sie aufsetzten zu können. Als er seine Hände unter ihren Rücken und ihre Kniegelenke legte war sie schon fast in Morpheus Armen. Es war ein sanft schaukelndes Gefühl, als er sie über das Gelände und ins Haus trug. Dass sie auf die Matratze gelegt wurde reichte nicht aus um sie zu wecken. Dass sie von zwei starken Armen umarmt und an eine warme Brust gezogen wurde war das Letzte in dieser Nacht, welches sie mitbekam.