"Möchtest du jetzt ein paar Tränke erfinden?", fragte Ginny grinsend. Neville zögerte. "Eigentlich nicht. Wir kennen ja nicht mal die Wirkungen dieser Pflanze."

Luna kaute auf ihrer Lippe. "Und das ist sehr wichtig." Er nickte leicht. "Also...Also müssen wir Schlaftränke brauen?" Meine Stimme klang nicht gut, denn ich hatte seit Tagen nicht mehr viel getrunken, geschweige denn gegessen.

"Ich wünschte, wir hätten mehr Wasser.", murmelte Neville und sah zu den Flaschen. "Wir brauchen auch noch was zum Trinken! Ich habe keine Lust hier zu verdursten, nur weil wir ein paar Schlaftränke zuviel gebraut haben!", zischte Ginny. Doch sie zuckte zusammen.

Offenbar hatte sie es nicht beabsichtigt, so zu klingen. Luna stand auf und umarmte sie. Es war anscheinend eine wohltuende Umarmung, denn Ginny schloss ihre Augen und atmete tief ein und aus.

"Danke.", flüsterte sie. Luna lächelte sie sanft an. "Kein Problem. Wir alle sind angespannt!" Neville sah alle nervös an. "Vielleicht sollten wir das auf morgen verschieben."

Ich stimmte ihn zu. "Vielleicht haben wir uns alle beruhigt und es geht uns besser."

Ich fragte mich, wie Sirius es hier drin ausgehalten hatte. Zwölf Jahre lang. Und wir waren gerade mal ... ähm ...

"Äh, Neville? Wie lange sind wir schon hier?", fragte ich leise. Er überlegte. "Ich glaube ... warte ... achtzehn Tage."

"Danke." Also wir waren gerade mal achtzehn Tage hier und die Situation war so angespannt. Toll.