Guide saß auf seinem Bett und lehnte sich leicht vor. Beide Unterarme lehnten auf seinen Oberschenkel und er sah konzentriert auf einen Punkt in der Ferne. Seine Nerven waren angespannt wie Drahtseile. Jeden Moment würden sie ein Transportschiff bereitmachen um sich auf den einen Planeten zu begeben, auf welchem einst Worshipper gelebt hatten. Das Dorf der Worshipper ist so gut wie zerstört worden im Krieg gegen Queen Death. So viel hatte man ihm zumindest gesagt. Diese Sitzung hat es so schon seit Tausenden Jahren nicht mehr gegeben und einfach würde das alles nicht werden. Die Erfahrenen Königinnen von damals gab es fast nicht mehr. Er wusste nicht eine von den Lebenden Königinnen die älter als 500 waren. Die Zukunft lag in den Händen dieser Kinder und das alles konnte schnell aus dem Ruder laufen. Aber diese neue Zukunft die Alabaster und einige andere anstrebten… War es das? Er hatte sich in letzter Zeit unheimlich viele Gedanken um dieses Thema gemacht und er wusste, dass sie keine Auswege mehr hatten. Es hieß nicht, dass jeder Menschliche Beziehungen eingehen sollte, aber… Es würde in Betracht gezogen werden können, wenn man sich danach sehnte. Hatte er diesen Schritt gemacht um zu sehen ob es Funktionierte? Oder war es so wie Salt es gezeigt hatte? Hatte er tiefere Gefühle für diese Junge Menschenfrau? Guide atmetet tief aus um sich im Klaren über all das zu werden. Gleich würde er auch vorsprechen. Er würde sagen müssen wieso er sich dazu entschieden hat und warum er diesen Weg eingeschlagen hat. Wie sollte er das aber ohne sich erinnern zu können? Der alte Commander ballte seine Hände zur Faust und erhob sich langsam. Sein Leder knackte unter seiner Bewegung und er fragte sich wieder, was er mit alldem anfangen sollte. Etwas in ihm zog an seiner Seele und irgendwo beunruhigte ihn das sehr. Dieses Gefühl der unritterlichen Leere zog an ihm, seid Dr. Keller das Hive verlassen hatte. Er war auch kein Narr um zu wissen das dieses Gefühl daher kam und sein innerstes etwas wusste, das ihm noch verborgen war. Er wollte sie zurück. Guide rieb sich seine Brust und musste wieder tief Luft holen. Nichts desto trotz, auch wenn er sich bisher nicht an seine Gefühle für sie erinnern konnte, wusste er, dass sie seinen Sohn in sich trug und er machte sich auch darum sorgen. Sie war nicht in seiner Nähe und er konnte sie nicht beschützen. Sie war seine Verantwortung so oder so. Und das konnte auch Alabaster ihm nicht verwehren. Guide griff sich letztlich seinen Mantel und zog diesen an, als er etwas spürte und Innehielt. Die Türen seines Quartiers öffneten sich und er war zugegeben überrascht, als er seine Tochter hereinkommen sah. „Meine Königin", sagte er und neigte leicht seinen Kopf, aber es wirkte mehr als würde er sie damit necken wollen. Alabaster blieb ruhig und gesellte sich zu ihm. Sie war Aufbruch bereit genauso wie die anderen. „Du bist soweit Vater?"
„Das bin ich."
Alabaster musterte ihn eingehend und schritt dann schweigend zum großen Fenster rüber. „Hast du dir Gedanken um die Situation gemacht?"
„Ausgiebig ja." Guide beobachtete seine Tochter, blieb aber mit Abstand zu ihr stehen. „Du wirkst Nachdenklich."
„Fair One wird wahrscheinlich nicht selbst Vorsprechen. Königin Moonlight teilte mir mit, dass Fair One unpässlich sei."
Guide verengte seine Augen zu Schlitze und knurrte unbewusst, was Alabaster aber natürlich direkt auffiel. „Unpässlich?" es konnte nur um die Schwangerschaft gehen. Sonst würde Jen niemals dieses Treffen verpassen! Es war schließlich das worauf sie hinausgearbeitet hat! Eine komplette Verbreitung des Virus ohne das Menschen wie Sklaven gehalten wurden. Das war ihr Traum! Ihr… Guide legte sich eine Hand an die Schläfe.
*Guides Erinnerung*
„Es ist unheimlich Wichtig und irgendwo stehe ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch!" sagte Jennifer und blickte ihn mit müden Augen an. „Darum… Es ist nicht das erste Mal aber…"
Guide blieb ruhig und trat einen Schritt auf Jennifer zu, ehe er ihr seine Hände auf die Oberarme legte und diese sanft aber bestimmend drückte. „Du kannst das." Er sagte das mit Nachdruck und suchte ihren Augenkontakt. Sein Herz schlug schneller als ihr Blick weicher wurde. „Es ist dein Lebenswerk. Nur du kannst es am besten erklären. Das andere Hive wird darauf eingehen. Du kannst überzeugend sein."
„Du wirst nicht mitkommen?"
Er wollte es! So sehr! „Ember wird dich begleiten"; sagte er wie gewohnt ruhig auch wenn sein innerstes kochte. Dr. Keller war ihm schon lange nicht mehr egal, er konnte das nicht ignorieren. Jeder ihrer Blicke ließ sein Herz höherschlagen und er wollte sie unbedingt beschützen. Er wollte mitgehen. „Er wird auf dich achten."
„Ja. Ich weiß." Guide ließ ihre Arme los und beobachtete wie sie sich zurück zu ihrem Laptop umdrehte. Auch wenn Fair One nun ruhig war, sein Herz schlug noch immer viel zu schnell.
*zurück*
„Vater?" Alabaster hatte sich umgedreht als Guide nicht auf ihre Antwort reagierte. Er wirkte benommen, aber dann blinzelte er und sah sie an. „Was ist mit ihr?" hörte sie ihn fragen.
„Dr. Keller muss Bettruhe halten. Sie erschreckte sich und hatte Frühzeitige Wehen. Vater ist alles in Ordnung?"
„Ja." Guide drehte seiner Tochter den Rücken zu und holte tief Luft um sich zu beruhigen.
„Es geht ihr aber soweit gut. Sie benötigt nur Ruhe." Alabaster fand das erhalten ihres Erzeugers Interessant. „Hattest du dich erinnern können?"
„Nein", sagte dieser sofort. „Wir sollten aufbrechen."
„Das sollten wir." Sie begab sich mit ihm auf die Flur und schritt mit ihm los. Seine Anspannung fiel nicht von ihm. „Ohne die Ärztin wird es nicht einfach werden", sagte Guide schließlich. „Aber es ist nicht unmöglich."
„Das sehe ich ebenso. Zudem sollte sie sich die Ruhe nehmen die sie benötigt. Die letzten Wochen waren für sie zu Anstrengend."
„Willst du mir einen Vorwurf machen?"
„Sicher nicht." Alabaster sah flüchtig zu ihm hoch. „Allerdings denke ich an ihre Situation. Sie erinnert sich an das was ihr beiden geteilt habt. Und das verloren zu haben, kann sehr stressauslösend sein. Darum wäre das große Treffen in ihrem Umstand ohnehin nicht möglich gewesen."
Ihr Lebenswerk. Guide wusste, dass es ihr Lebenswerk war. Sie würde das nicht einfach schleifen lassen, nicht mal wegen dem Baby. Gerade das war das Wichtigste an diesem Treffen. Er war fest davon überzeugt, dass Jennifer kommen würde.
Salt verbrachte die letzten Minuten auf dem Hive damit, über die letzten wenige Tage nachzudenken. Er beschloss auf dem Hive zu bleiben, selbst nach dem großen treffen. Noch immer hatte er keine Zeit für Ember oder Ice gehabt, die so andere Wege gegangen waren. Er hoffte das Moonwhite und Light Breaking damit einverstanden wäre. Zwar könnte diese seine Entscheidung nicht ändern, aber er wollte sie nicht übergehen. Immerhin bedeuteten ihm beide sehr viel. Als Salt Schritte vernahm, wandte er sich um und neigte seinen Kopf aus Respekt vor der Königin dieses Hives. „Königin Alabaster."
„Du wirst uns noch nicht verlassen?"
„Nein ich habe entschieden, nach dem treffen zurück zu kommen. Wenn Ihr es gestattet. Ich bitte nur darum, es meinen Königinnen selbst sagen zu können."
Alabaster dachte über die Bitte nach und nickte nach einem kurzen Moment. Sie selbst sah keinen Verlust darin Salt hier weiter zu beherbergen. /Wie du wünscht /
„Wo sind die anderen?" hörte sie ihren Vater fragen, weshalb sie direkt zu ihm sah. „Es ist noch Zeit."
Nicht Zeit genug wie Guide fand. Seine Unruhe spürte sowohl Salt als auch die Königin. Vor allem der alte Wraiths musterte den Commander lange und genau. Salt spürte dieses brennen in ihm. Etwas war mit Guide geschehen. Vielleicht spürten andere es nicht, aber er selbst war Sensibel genug um die kleinsten Änderungen feststellen zu können. Guides Blick sprach für ihn ebenso gewaltige Bände. Etwas war tatsächlich bei ihm los. Bevor Salt aber etwas dazu sagen konnte, kam Perlmutt in sein Blickfeld. Direkt hinter ihr schritt Ronon. Dieser Mensch verbreitete eine wirklich unangenehme und bedrohliche Präsenz. Er könnte wetten, das Ronon, wenn er ein Wraiths wäre, nahe zu unbesiegbar und beliebt bei jeglicher Königin wäre. Und eine Königin hat er sich tatsächlich geangelt. Dazu musste er nur Perlmutt ansehen. Sie mochte zwar Menschlich Aussehen, aber sie war durch und durch eine Königin. „Königin Perlmutt", grüßte er sie daher und neigte ebenso seinen Kopf. Mit ihr hatte er bisher auch nicht reden können. Die wenigen Tage war er zu sehr mit Guide beschäftigt. Und damit diesem jungen dummen Wraiths verstand einzuflößen. „Ihr seid der Storymaker." Perlmutt stoppte vor ihm und sah zu Ronon zurück. „Er ist ein Geschichtenerzähler bei uns. Leider sind sie sehr selten."
„Hm." Ronon zeigte kaum Regung, zumal er Salt immerhin kannte,
„Ich bin eurem Gefährten bereits begegnet", erzählte Salt. „Er ist ein guter Krieger." Salt sah Ronon noch einen Moment an, ehe er Alabaster ansah. „Ich denke wird sind vollständig."
„Das sind wir." Das würde interessant werden. Salt wusste wie angespannt alle waren und er wusste welche Last auf Alabasters Schultern lag. Das alles kam von ihr. Die ganzen Veränderungen waren etwas, was sie am Leiten war und es gab genug andere Königinnen die nicht dieser Meinung waren. Leicht war dieses Unterfangen nicht und er konnte sich selbst nie daran erinnern wann es so etwas je gegeben hatte. Zu Letzt gewiss vor dem ganz großen Krieg. Oder zu den Zeiten der neun Mütter. Und Alabaster stand in der ersten Reihe. Wenn das alles gelang, war sie der Kopf von allem. So Jung und so Waghalsig. „Mama!" Die Gruppe stoppte und Alabaster drehte sich sogleich um, als sie ihren Sohn rufen hörte. Er eilte den Gang entlang, direkt auf sie zu. Hinter ihm etwas entfernt lief Bonewhite. Er trug kleinen Bruder im Arm und war die Ruhe selbst. „Mama warte! Nimm mich mit! Bitte!"
„Darling." Alabaster deutete ihrem Vater an und dem Rest schon einmal in das Schiff zu steigen, während dessen sie sich zu Darling beugte. „Liebling es ist zu gefährlich. Du musst hierbleiben." Alabaster legte ihre Hand an Darlings Wange und lächelte schwach. „Du musst kleinen Bruder beschützen."
„Und wer beschützt dich? Mein Großvater?"
„Ich werde sicher sein. Vertrau mir." Alabaster erhob sich als Bonewhite schließlich ankam und ihr direkt das Baby reichte. „Ich werde mich um das Hive kümmern", sagte er ernst. „Dennoch wäre ich lieber an deiner Seite. Da wo ich hingehöre."
„Du wirst meinen Sohn beschützen", bat sie ihn und sah zu dem Baby in ihren Armen runter. Kleiner Bruder war mal ausnahmsweise Wach und erkundete seine Umgebung. Es war ein angenehmes Gefühl ihn im Arm zu tragen, Darling bei sich zu wissen und zu spüren, dass in ihr ebenso Leben heranwuchs. Als sie Bonewhites Hand auf ihrer Schulter spürte sah sie ihren Consort an. „Es wird alles gut gehen Alabaster. Wir alle wissen wie es um unsere Zukunft steht. Und vielleicht solltest du kleinen Bruder und Darling mitnehmen, damit sie es auch wirklich verstehen. Es geht nicht nur um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft der Kinder. Sie könnten in einer Welt aufwachsen, in welcher sie niemals lernen müssten was Hunger bedeutet."
„Dr. Keller wird nicht dabei sein", murmelte Alabaster und sah ihr Pflegekind wieder an. „Sie und Guide. Wenn er sich nur Erinnern könnte. Jetzt wird er nicht einmal selbst sprechen können."
„Dann wird er eben auf dich und die Kinder achten", sagte Bonewhite. „Ronon und Königin Perlmutt sind ja bereits dabei."
„Bitte Mama! Ich will mitkommen! Ich werde auch brav bleiben!"
Alabaster sah Darling an und seufzte leicht. Das würde für die Kinder zu anstrengend werden. Aber Guide war da. Das stimmte. Er und Perlmutt und Ronon können sich um die Kinder kümmern. Zudem käme Steelflower.
„Haltet ihr das für eine gute Idee?" fragte Mckay während er zusah wie Teyla und Torren in den Jumper stiegen. John blieb zunächst ruhig, Allerdings zuckte er nur kurz mit den Schultern. „Teyla will ihn nicht hierlassen und sie will aber auch mitgehen. Das treffen ist Wichtig."
„Ein Wraiths Meeting will ich nicht unbedingt beiwohnen…"
„Du kannst auch bleiben. Ich denke es ist Wichtig das Teyla geht und ich."
„Nein! So war das nicht gemeint, wir sind schließlich ein Team und Ronon wird auch da sein",
„Du willst wegen Dr. Keller hingehen oder?"
„Naja nein! Nicht… Nicht wirklich nein", Rodney räusperte sich etwas. „Ich hörte nur von seinem Zustand und bestimmt braucht Jennifer einen… Freund." John sah Rodney einmal von der Seite an und lief los um in den Jumper zu steigen. „Wenn Guide dich am Ende umbringen will, ist das ganz alleine dein Problem. Okay?"
„Ja schon klar…" murmelte Rodney und folgte John in den Jumper. Neben Teyla war auf Elizabeth dabei und unterhielt sich gerade mit der Athosianern. Weir hatte darauf bestanden unbedingt dabei sein zu wollen. Das war schließlich ein historischer Moment, wenn man es so sehen wollte und ihre Expedition hatte dazu beigetragen. Nun gut… Wenn man es so sah, waren sie dafür verantwortlich das abertausende von ihnen gestorben waren. Aber auf die Dauer wäre das auch keine Lösung gewesen. „Kommt Darling auch Mama?"
„Das weiß ich nicht Torren. Vielleicht können wir ihn danach ja mal besuchen."
„Okay Mama." Torren nickte sofort brav und beobachtete wie John und Rodney sich an das Steuer setzten. Neugierig sah er beide zu. „Hey TJ. Sobald wir durch das Gate sind, kannst du zu mir vorkommen. Wie wäre das?"
„Oh ja!"
Teyla sah von ihrem Sohn zu John und schwieg nun selbst, während sie durch das Gate flogen und schnell auf der anderen Seite ankamen. Der Planet war anders als erwartet. Sie hatte mit einem Wald gerechnet aber nicht mit diesen Bergen. Es war Felsig und Rau. Von Grün war nichts zu sehen. „Der Treffpunkt befindet sich von hier noch fast eine Stunde entfernt. Vielleicht sieht es dann etwas einladender aus. Aber wir Tarnen uns besser."
„Sie haben uns schon bemerkt", sagte Teyla wiederum und ließ Torren zu John laufen, damit dieser sich zu ihm setzten konnte. „Ich spüre sie ganz in der Nähe. Vermutlich bewachen sie bereits seit einigen Tagen das Gate."
„Zumindest wurde nicht auf uns geschossen", murmelte John und half Torren dabei sich bequem hinzusetzten. John wollte noch etwas sagen, aber da hörte er ein Signal und seufzte leicht. „Zwei Darts auf drei Uhr", sagte John und presste seine Lippen zusammen. „Wussten die das wir kommen?"
„Ich denke schon. Alabaster hatte das klarstellen wollen", sagte Teyla nervös und merkte nun ebenso auf als ein weiteres Signal zu hören war. „Sie versuchen uns zu kontaktieren", sagte Rodney blass und sah zu Teyla. /Vielleicht übernimmst du das? / fragte er sie mit Nachdruck woraufhin Teyla vorkam. Und John ansah." Ich übernehme das."
„Bist du dich sicher?"
„Ja. Öffne den Kanal."
„Gebt euch zu erkennen", hörte Teyla eine Stimme sagen und sie blickte flüchtig John an. „Hier spricht Teyla Emmagan. Wir sind aus Atlantis und Verbündete von Königin Alabaster, Königin Waterlight und Königin Light Breaking. Wir sind auf Einladung der Königinnen hier um vorzusprechen."
Es herrschte eine Weile schweigen. Teyla versuchte die Gelassenheit von Steelflower anzunehmen ohne sich selbst zu verraten. „Der Treffpunkt hat sich geändert. Ihr werdet landen und wir führen euch zu der neuen Welt über."
„Auf keinen Fall!" sagte Rodney sofort empört aber Teyla blickte ihn ermahnend an. „Diese Änderung ist uns nicht mitgeteilt worden." Ihre Stimme zitterte nicht. „Und ich verlange sofort Antwort dafür."
Es herrschte wieder langes und tiefes Schweigen, ehe man den Dart Piloten wieder hören konnte. „Aufgrund der letzten schweren Übergriffe, wurden erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen." Also entweder sie würden dem nachgeben oder wären bei diesem Treffen ausgeschlossen. „Mama was ist los?"
Teyla sah ihren Jungen an und dachte einen Moment lang nach. Sie konnte diese Vorkehrung verstehen. Nach all dem was gewesen war, verstand sie es. Deshalb sprach sie weiter ohne sich vorher mit den anderen abzusprechen. „Wir werden landen."
„Teyla." John sah hinter sich, aber diese schüttelte den Kopf. Rodney kappte die Verbindung und holte tief Luft „Landen wir. Es ist das beste."
„Bist du dir sicher?" John drehte den Jumper um und steuerte das Gate an. „Teyla so etwas fängt nie gut an."
„Wir müssen lernen zu Vertrauen. Ob es uns gefällt oder nicht. Wir betreten Ihren Kreis und müssen uns anpassen."
„Teyla wird wissen, was das Beste ist", sagte Weir. „Wir passen uns ihren Entscheidungen an."
„Ich kann nur soweit gehen, wie Sie mich lassen." Teyla blickte Weir dankend an. „Und ich werde Sie nicht enttäuschen. Das hier bedeutete Leben retten. Nur das Zählt."
John blieb Wachsam. Er landete den Jumper und stieg als erster aus. Seine Waffe hielt er in der Hand. Rodney lief zum Schluss und in der Mitte waren Weir, Teyla und Torren. „Mama schau mal! So ein großes Schiff!"
Ein Wraiths Transportschiff war nicht allzu weit entfernt. Und plötzlich hüpfte Torren aufgeregt und wollte regelrecht vor eilen. „Torren! Warte!" Torren aber rannte einfach los, ohne jede Angs. John fluchte und wollte sich das Kind noch schnappen aber er entwischte ihm. Vor der Gruppe standen exakt vier Soldaten und vor diesen war ein einzelner Blade. Dieser sah Torren auf sich zu eilen, allerdings ignorierte er das Kind, machte nur einen Schritt zur Seite und ließ das Kind die Rampe rauf zum Transportschiff rennen. Seine aufgebrachte Mutter und der Anhang nährten sich nun umso schneller. „Ich will durch zu meinem Sohn!" sagte Teyla sofort alarmiert.
„Königin Alabaster wartet bereits auf euch", sagte der blade ungerührt und musterte neben Teyla auch Weir, John und Rodney, ehe er diesen andeutete ihm zu folgen. „Wie nennt man dich?" fragte Teyla als sie im inneren des Schiffes waren und blickte sich suchend nach ihrem Sohn um. „Ihr könnt mich Silence nennen."
„Ich heiße Teyla Emmagan. Mein Sohn ist…"
„Er ist bereits bei dem Sohn der Königin. Ich bringe euch zu Ihnen." Silence machte sich nichts aus der Verwirrung der Menschen. Er verstand ohne hin nicht wieso einfach Menschen an diesem wichtigen Treffen teilnehmen sollten. Was hatten sie schon zu sagen? Und was ging diese das alles überhaupt an? „Ich danke euch." Als Teyla das sagte, blickte Silence sie kurz schweigsam an. Das hier war ein komisches Exemplar. Sie hatte keine Angst. Er spürte zumindest keine von diesem Ausgehen. Und die anderen Menschen… Skeptisch, aber er fühlte keine Angst. Das war doch alles verrückt. Aber er war niemand der sich eine Meinung erlaubte. Vor einer Türe hielt er inne und öffnete diese. Teyla drängte sich gleich vor und seufzte erleichtert als sie Torren im Zimmer stehen sah. Vor ihm kniete Alabaster und sprach zu ihm. Beide wirkten ernst. „Torren!"
„TJ du kannst nicht einfach abhauen!", sagte John plötzlich und kam noch vor Teyla vor, ehe er sich zu dem Jungen bückte und laut seufzte. „Einfach abhauen ist nicht drin, klar? Das ist gefährlich!"
„E-Entschuldigung." Torren presste seine Lippen zusammen und seufzte daraufhin leicht." Aber Darling hat mich gerufen und ich habe mich so gefreut!"
„Ah… Ich verstehe das, aber so etwas darfst du nicht noch einmal machen okay?"
„Ja… Entschuldigung Mama."
„Schon gut." Teyla sah von Torren zu Alabaster und neigte zur Begrüßung ihren Kopf. „Wir waren nur sehr überrascht über diese Vorkehrung."
„Wir hielten es für das Beste, Entschuldige", sagte Alabaster. „Es sind auch schon fast alle da. Ronon und Perlmutt ebenso. Ihr werdet ihn dort treffen. Darling?" sprach sie am Ende ihren Sohn an. „Nimm doch Torren und geht spielen."
„Ja Mama!" beide Kinder machten sich schnell davon und zurückblieben die Erwachsenen.
„Königin Alabaster", sagte Weir nun. „Es ist schön sie wieder zu sehen und wie ich sehe geht es ihnen gut."
„Durchaus Dr. Weir. Wir haben leider nicht viel Zeit bevor wir bei den anderen sind darum möchte ich euch so schnell wie möglich auf den neusten Stand bringen."
„Ist etwas vorgefallen?" fragte Rodney und kam näher. Genau da hörten sie Schritte. John sah sich um und erblickte Guide der in das Zimmer kam und die Gruppe musterte. „Colonel Sheppard."
„Guide", sagte John knapp zurück und musterte den Wraiths. Er wirkte besser wie das letzte Mal als er ihn gesehen hatte und er sah schon wesentlich Kräftiger aus. „Wie ich sehe hast du dich wieder auf die Beine gebracht."
„Das Problem ist er", sagte Alabaster schließlich direkt und ohne große Umschweife. „Mein Vater erinnert sich nicht nur, man hat versucht ihn zu Manipulieren."
„Das spielt jetzt nichts zur Sache", sagte Guide sofort alarmiert aber seine Tochter hörte nicht auf ihn. „Laut Salt, Moonwhites Storymaker, hat man versucht Guides Verstand zu Manipulieren und Teilweise ist es ihnen gelungen. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob er wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Aber es gibt Fortschritte."
„Was genau meinst du?" fragte Teyla sofort nach.
/Alabaster./ Guide sprach seine Tochter direkt an. /Mach es nicht komplizierter /
/Es geht um Dr. Keller Guide und sie werden es ohne hin erfahren. /
„Ich habe versucht sie umzubringen", sagte Guide und blickte von seiner Tochter zu den anderen. „Ich war gerade zurück auf dem Hive als es geschehen war."
„Was?!" Teyla sah Alabaster und Guide an. Letzten griff sie ohne Scheu am Handgelenk. /Wovon redet sie?/
Guide wollte das nicht. Er spürte die ganzen Emotionen von Teyla und er erinnerte sich an vieles was er mit ihr Verband. Es war einiges und es überkam ihn genau in diesem Moment. „Lasst mich." Guide löste sich gekonnt von Teyla und trat ein paar Schritte zurück, ehe er sich umdrehte und das Zimmer verließ. Sein Puls raste und neue Panik machte sich in ihm breit. Er musste zu Jennifer. Und er wollte es nun mehr denn je.
