Jennifer befand sich in einem kleinen Transportschiff mit dem Kurs auf den Vereinbarten Planeten. Sie saß auf einem einzelnen Platz neben Blaze, der die Maschine steuerte. Noch befanden sie sich im All, aber man sah bereits den sandigen Planeten. Die Aussicht war Gigantisch und lenkte sie von ihrem Aktuellen Zustand ab. Der gelbe gigantische Planet war wunderschön und sie erinnerte sich an ihre Kindheit und an die Dinge, die sie sich hatte immer vorgestellt. Andere Planeten bereisen, Außerirdische. Das war ein Thema mit welchem sie sich nicht so sonderlich auseinandergesetzt hatte, da ihre Interessen einfach in anderen Dingen gelegen haben. Aber sie gab zu darüber nachgedacht zu haben. Wer tat das nicht? Jetzt hier zu sein war ein Privileg und sie wusste das zu respektieren. Sie war gewiss nicht die einzige, aber sie wusste um ihren Status und ihren Platz in dieser neuen Welt. Es war ein seltenes Privileg. All das hier. Als sie vor mehr als Drei Jahren, dass erste Mal ein Hive gesehen hatte, war ihr regelrecht schlecht geworden. Sie war keine Abenteurerin. Geschweige denn eine die Freiwillig solche Dinge tat wie Colonel Sheppard, aber sie liebte ihre Arbeit und ging dafür sehr weit. Sie war so weit gegangen, dass sie Guide von sich hatte Nähren lassen um heraus zu finden ob das Virus funktionierte. Sie war die erste von dem Ganzen.
Tief holte sie durch den Mund Luft und atmete durch die Nase aus. Jetzt war sie hier. Schwanger von einem Wraiths und bewirkte mit ihrer Arbeit wirklich etwas. Ob ihre Arbeit wirklich gut war, würde sich noch zeigen. Noch steckte alles in Kinderschuhe und wie die Wraiths mit all dem in 100 Jahren umgehen würde, blieb abzuwarten. Sie könnte da sein um die Veränderungen zu sehen. Sie wusste, dass sie es musste. Nicht weil sie etwa lange Leben wollte, sondern weil sie Verantwortung für das ganze Projekt trug. Das Schicksal der Menschen und der Wraiths war wie eine Münze gefallen. Wieder holte sie tief Luft und schloss ihre Augen.
„Fair One." Jennifer öffnete ihre Augen und spähte zu Blaze rüber, der sie immer wieder ansah. „Fair One wir sollten erst eine Pause machen bevor wir…"
„Nein", unterbrach Jennifer ihn sofort. „Ich hätte schon lange da sein müssen." Blaze presste seine Lippen zusammen und seufzte innerlich. Er verstand sie, aber, wenn er nicht den Befehl hätte die Ärztin dort hin zu bringen, wäre er mit ihr auf dem Hive geblieben wo sie hingehörte. Ihr Master of Science Biological hätte sich weiter um sie kümmern können. Als er Schritte hörte sah Blaze nicht hinter sich um zu wissen das Ayesha vorkam. Königin Alabaster hatte sie und ihren Partner zu ihnen geschickt um nach Fair One zu sehen. Zumindest waren die beiden da. Er wusste nicht wie viel Ahnung Ember über menschliche Schwangerschaften hatte, aber es würde für den Notfall genügen. „Hier Dr. Keller. Trink das. Ember sagt es wird dir helfen." Ember befand sich in einem kleinen Raum und hatte dort für die Ärztin ein paar Vitamine ins Wasser gegeben. Jennifer nahm das Glas dankend an sich und trank einen kräftigen Schluck. „Sag ihm danke von mir." Jennifer behielt das Glas in der Hand und sah zu Ayesha hoch. „Und dir geht es besser?"
„Ja. Mir war nur etwas flau im Magen. Bei Wichtigen Dingen wird mir immer schlecht", murmelte sie. „Und es macht mich Nervös." Sie griff sich automatisch nach ihrem Armband und spielte damit.
„Vielleicht wird es ja genügen, wenn Ember vorspricht, solltet ihr befragt werden. Vielleicht wollen sie ja auch nur eure Geschichte hören und warum du dich zu diesem Schritt entschieden hast." Jennifer sah auf das Armband mit welchem Ayesha spielte. „Mach dir nicht zu viele… Argh", als ihr Magen wieder stach fiel ihr fast das Glas zu Boden, weshalb sie es Ayesha direkt reichte. Besorgt kniete diese sich zu ihr runter. „Geht's?"
„Ja. Danke. Wir sind auch Nervös", lächelte Jennifer und legte eine Hand auf ihren Bauch. Das Kind hatte sich noch nicht richtig gedreht. Ayesha hatte die letzten Stunden ihren Bauch massiert um dem Kleinen zu helfen. Sie war über ihre Hilfe wirklich Dankbar gewesen. Aber so war Ayesha. Sie half immer wo sie nur konnte. „Wir landen. Airman Salawi, es wäre besser sich zu setzten."
„Natürlich." Ayesha blickte auf Jennifer und setzte sich dann hinter diese. Jennifer ging es nicht gut. Sie war blass und sah Kränklich aus. Die Wehen hatten nicht aufgehört. Gestern hatte es angefangen. Soweit Ayesha das wusste, hatte Jennifer schlecht geträumt und sich so schrecklich erschrocken, dass ihre Wehen eingesetzt hatten. Zwar nur kurz, aber Alabaster hatte Ember und sie dennoch dort hingeschickt um nach dem Rechten zu sehen. Seither kamen die wehen in immer kürzeren Abständen. Erst waren es 14. Inzwischen waren es 9. Jennifer hatte gemeint, dass treffen noch packen zu können. Sie habe genug Zeit und würde dann nach Atlantis aufbrechen um dort ihr Kind zu bekommen. Alabaster wollte das zwar nicht, aber in dieser Sache wollte Jennifer sich nicht bevormunden lassen. Und Ayesha verstand sie auch. Seit der Sache mit Guide muss alles sehr aufwühlend für die Ärztin sein.
Ember trat ebenso in den Kontrollraum und begab sich an Ayeshas Seite, ehe er eine Hand auf ihre Schulter legte und ihr dann das Glas abnahm. Anschließend brachte er es zurück und kam dann auf die Ärztin zu. Bei ihr kniete er sich hin und sah in ihre Augen, ehe er seine rechte Hand hob und diesen über ihren Bauch gleiten ließ. Seine Sensoren signalisierten ihm ihren Zustand und das beunruhigte ihn. „Du hast gerade eine Wehe", stellte er fest und blickte wieder in ihr Gesicht. Fair One hatte ihre Zähne zusammengepresst und atmete gerade wieder aus ihrer Nase aus. Er legte seine Hand nun auf ihre und streichelte diese nahezu Liebevoll. „Es ist alles in Ordnung Fair One. Du musst versuchen alles auszublenden und dich ganz auf das hier konzentrieren." Ihre Gedanken waren von dem Treffen bestimmt, aber auch von Guide. Er konnte sie verstehen. Fair One war eine sehr zuverlässige Ärztin. Er verstand, dass sie bei diesem Treffen zumindest kurz vorbeischauen musste und wenn sie wegen Guide nicht so besorgt wäre, würde sie jetzt auch nicht so gestresst sein. Er wollte ihr nicht sagen, dass Guides Stimmung sehr schlecht war, seit sie fort war. Er wusste nicht woher es kam auch wenn er persönlich sicher war, dass es an der Abwesenheit der Ärztin lag. Er wollte ihr keine Hoffnungen machen. Unerfüllte Hoffnungen waren Qualvolle schmerzen. Ember erhob sich und setzte sich nun ebenso. /Blaze, wenn es möglich ist, sollten wir mit dem Schiff auf die andere Seite fliegen. /
/Schiffe wurden nicht gestattet/ meinte Blaze sofort und dachte angestrengt nach. /Aber ich werde versuchen es versuchen /
/Danke. Fair One geht es nicht gut. Sie dürfte gar nicht dorthin. Sie benötigt viel Ruhe. /
Blaze stimmte Ember dabei zu. Sie benötigte die Ruhe, aber sie wollte sie nicht. /Fair One würde sich nicht von uns aufhalten lassen. Sie will dabei sein. /
Ember wusste das. Darum schwieg er nun und fragte sich wie sie auf Guide reagieren würde. Er befürchtete, dass ein Wiedersehen Jennifer Fruchtblase platzen lassen könnte. Ihr Sohn wollte geboren werden, hatte sich aber noch nicht gedreht. Und nun lag das große Treffen vor ihnen. Die Zeit konnte nicht ungünstiger stehen.
Smoke trat an seine Königin ran, als der kleine Bruder von Perlmutt unruhig wurde. /Meine Königin, ich vermute er benötigt eure Aufmerksamkeit. / Hungrig war das Kind nicht. Das konnte er fühlen.
Alabaster sah von der alten Königin, zu Smoke hoch und nahm ihm nach einem Moment das Baby ab. Der Kleine streckte sich sofort und liebäugelte direkt mit ihr. Es brachte sie zum Lächeln. Er war so Winzig und vertraute ihr voll und ganz. Als sie vor vielen Jahren Schwanger mit Darling im Bett gelegen war, war sie insgeheim sehr Nervös gewesen. Er war ihr erstes Kind und kurz nach der Befruchtung, waren sie angegriffen worden. Sie hatte ihre Mutter an diesem Tag verloren und alles was sie gekannt hatte. Sie sah heute noch Darlings Vater vor ihrer Notkapsel stehen, mit den Worten, für meine Königin, auf den Lippen. Ihr Schiff war ebenso angegriffen worden und sie hatten auf diesen verlassenen Planeten Notlanden müssen. Ihr Schiff war aber so beschädigt gewesen, dass eine normale Landung nicht möglich war. Ob sie in der Notkapsel überleben würde, war ungewiss gewesen. Und sie war erst zu sich gekommen, als Menschen sie getragen haben. Ohne diese Menschen wäre sie heute nicht am Leben und Darling erst recht nicht. Sie verdankte diesen Einwohnern alles. Und sie hatte ihnen auch alles gegeben. Auf einer Welt ohne Gate und ohne Möglichkeiten, hatte sie sich etwas überlegen müssen. Sie hatte ehrlich mit den Menschen gesprochen und ihnen erklärt wer sie war. Sie hatte es zumindest versucht, aber schnell wurde sie zu ihrer Heiligen. Ihrer Braut der Toten. Ihre Abmachung mit ihnen damals war das Beste gewesen, was sie hatte tun können. Wenn jemand einen Krankengeliebten Menschen hatte, nahm sie die Lebensenergie von diesen und gab 2/3 an den Kranken. 1/3 war ihre persönliche Bezahlung. Und es hatte sich gut damit gelebt. Die Menschen dort waren ihr alle ans Herz gewachsen. Sie hatten ihr bei der Geburt ihres Sohnes geholfen und dank ihrer Hilfe hatte sie ihren Jungen im Arm halten dürfen. Er kam sehr nach seinem Vater. Das hatte sie da schon gesehen und es hatte ihr im Herzen weh getan. Sie vermisste ihn. Ihr Pallax war ihr Vertrauter gewesen seit sie denken konnte. Sie liebte ihn immer noch und sie vermisste ihn schrecklich. Sie hob ihren Blick und sah wieder zu ihrem Sohn. Er unterhielt sich im Stillen mit Torren und Königin Silvertongue. Er hatte viel von seinem Vater und gerade deshalb liebte sie ihn umso mehr. Das kleine Baby in ihren Armen, erweckte nun auch das Interesse verschiedener anderer Königinnen. Als Quest auf sie zu kam, erhob Alabaster sich und sah den Blick der jungen Frau, wie diese Kleinen Bruder ansah. /Er ist sehr Jung/ sagte Quest. /Ich würde ihn gerne halten /
/Das ist Königin Perlmutts kleiner Bruder. Wir rufen ihn auch kleiner Bruder. /
/Was mit dem Hive seiner Mutter geschah ist eine Schande. Soweit sind wir gegangen /
/Und noch weiter als das / sagte Alabaster und reichte ihr das Kind.
Quest hob ihn vorsichtig und wiegte das Kind mit einem leichten lächeln. / Es ist das erste Mal, dass ich ein so kleines Geschöpf im Arm habe. /
/Er vertraut uns / sagte Alabaster und beobachtete sie dabei. / Wichtig ist seinen Kopf sicher zu halten. Ihr macht das bereits sehr gut/ Alabaster merkte auf als Quest sich umdrehte und etwas mit dem Jungen umher schritt. Alabaster musste sich sehr zusammenreißen um nicht etwas zu sagen. Quest würde dem Jungen nichts tun. Sie spürte keine schlechten Absichten von ihr ausgehen, dennoch war es ein Risiko. / Er ist so Schutzlos / fand Quest. / Ohne uns wäre er verloren. /
/Das ist wahr, deshalb sind wir alle hier. Für seine Zukunft und die Zukunft aller Kinder. / Als die Türen sich öffneten sah Alabaster hin und erkannte Perlmutt die alleine zurück in den Raum kam. Vermutlich unterhielt Ihr Consort sich noch mit seinen Freunden. Und wo steckte Guide nun? Vielleicht war er auch dort, aber die Königin konnte den Gedanken nicht zu Ende führen, da Perlmutt auf sie zu kam. Die junge Königin sah zu Quest und dann fragend zurück. „Sie wollte ihn sich ansehen", sagte Alabaster dazu und richtete sich auch auf.
„Verstehe."
„Es wird ihm hier nichts geschehen."
„Ich weiß. Ich hoffe es." Perl sah zu Wonder der sich gerade mit einem anderen Blade unterhielt. „Er macht mir Sorgen."
„Das muss es nicht. Niemand kann hierherkommen und die Einfordern wollen. Du bist zwar Jung, aber eine Königin. Niemand kann es wagen über eine Königin zu bestimmen. Und er wird das auch noch lernen. Ich denke aus ihm spricht nur die Eifersucht. Ich würde sagen, lass Ronon ihn beseitigen aber das willst du selbst gewiss nicht, ich fühle deinen Konflikt." Außerdem waren sie ohne hin so wenige. Jetzt Blades wegen so etwas verlieren… Wenn es nicht anders ging, natürlich aber das…In Perls Augen sah sie die Wahrheit. Sie fühlte sich ertappt.
„Es ist in Ordnung Gefühle für ihn zu haben."
„Er war mein Favorit", gab Perl Atemlos zu. „Mein Pallax. Ich habe viel Zeit mit ihm verbracht. Und ich habe ihm einen Sohn versprochen. Aber als ich Ronon kennenlernte…"
„Du musst dich nicht dafür rechtfertigen. Dir steht ein Zenana zu." Alabaster legte ihr eine Hand auf die Schulter und übte sanften Druck aus. „Perlmutt du musst ein Hive anführen. Du wirst Personen wie Wonder und Creek brauchen. Sie würden dir dienen. Sie wären Loyal. Ronon wird es verstehen müssen."
„Ich kann Creek und Wonder nicht das geben was sie brauchen und wollen"; sagte Perlmutt. „Ronon würde mich auf ein Hive begleiten aber er wird nicht mein Consort sein können. Wer würde ihm folgen?"
„Wer würde einem Storymaker als Consort folgen? Wer einem Master of science biological? Manchmal muss man andere Wege wählen. Aber es gibt noch andere Varianten. Farseer wünscht sich eine Königin für sein Hive. Du könntest es werden."
„Farseer…" er hatte sie gerettet. Sie würde ihm das nie vergessen und sie schuldete ihm etwas dafür. „Er sucht keine Gefährtin. Er… Sucht nur eine Königin", sagte Alabaster. Auch Farseer hatte einst eine Königin geliebt die er nicht vergessen konnte. Er würde Perl also nie zu etwas drängen. „Und er ist ein enger Freund meines Vaters."
„Ich müsste mit Ronon sprechen"; sagte Perlmutt, aber da schüttelte Alabaster ihren Kopf. „Perlmutt. Du bist eine Königin. Du beratest dich, aber entscheiden kannst nur du. Und deine Männer müssen dir folgen."
Nur das Ronon nicht so dachte, geschweige denn so lebte. Perl holte tief Luft und sah zum Eingang. Ronon… Wie sollte sie ihm das erklären? Er würde dem sofort zustimmen, einfach damit sie sicher wäre aber hatte er sich Gedanken gemacht? Hatte sie selbst sich Gedanken um diese ganze Situation gemacht? Sie wollte mit ihm zusammen sein… Immer. Nur wie?
„Wo genau willst du hin?" John war Guide gefolgt als dieser sich von dem Haus entfernt hatte. Guide blieb erst nicht stehen, tat es dann aber doch und drehte sich um. „Sorge hier gefressen zu werden?"
„Wie du weist kann das nicht mehr passieren. Falls du dich erinnerst."
„Ah… Das Virus stimmt. Schade, nun muss ich mir was Neues ausdenken um euch zu drohen."
„Das ist nicht nötig. Da drin ging es ganz schön heiß her."
„Das tat es." Guide holte tief Luft und sah sich um. Dank der Bäume waren sie geschützt, aber er misstraute allem was er nicht selbst geplant hatte. „Wo wolltest du wirklich hin? Zu Dr. Keller?" Johns Frage ignorierte Guide erst einmal. „Sie haben hier bestimmt Darts", meinte er einfach. Irgendwo… Einer müsste da sein.
„Ein Dart ist bestimmt da um alle im Notfall einzusammeln. Oder drei. Ich würde Drei hierlassen", sagte John. „Du erinnerst dich wieder oder?"
„Das tue ich." Guide sah zurück zu John und musterte diesen. „Ich erinnere mich und muss deshalb zu Jennifer." Er hatte sie zu lange alleine gelassen. Viel zu lange. „Königin Moonwhite sagte doch, dass sie kommt. Vielleicht verpasst du sie wenn du jetzt los gehst." Wieso war John sein Freund? Die Frage war berechtigt und es lenkte ihn ab. John und er waren sich zu ähnlich. Er fragte sich ob sie beide denselben ahnen teilten. Vielleicht war es ja so. Und er wusste das er recht hatte. Er würde sie verpassen. Das konnte er sich nicht leisten. Er bekam Horrorvorstellungen davon, dass sie hier alleine wäre. Oder das sie hoffte ihn hier zu sehen und er war nicht da. Er wollte sie nicht wieder enttäuschen müssen. Das hatte er zu genüge und er hatte furchtbar versagt. „Die Genii", er erinnerte sich an die Genii und erstarrte. Seine Luft blieb ihm plötzlich weg und seine Brust zwängte sich zusammen. Die Genii. Er erinnerte sich an ihre Folter. Er erinnerte sich an alles Schreckliche und es drehte ihm den Magen um. Schweiß trat auf seine Stirn und er blinzelte nicht einmal mehr.
„Hey… Du bist sonst schon blass aber jetzt siehst du nicht gut aus." John hatte sofort bemerkt das Guide etwas hatte. Genii. Erinnerte er sich nun auch an die Genii? Erst da kapierte John, das Guide wohl eine Panik Attacke hatte. Und genau darum nährte er sich ihm auch nicht im ersten Moment. „Guide. Hey! Du musst Luft holen! Du hast eine Panikattacke. Geh in die Hocke und hol tief Luft." Da trat John dann auf ihn zu und hob beide Hände um ihm zu zeigen, dass er ihm nichts Böses wollte, aber Guide trat sofort einen Schritt zurück und legte sich eine Hand auf seine Brust. Atmen! Er musste Atmen! „Du kippst gleich um"; sagte John und blieb stehen wo er war. „Leute!" rief er einmal zurück aber Teyla, Weir und Ronon unterhielten sich und waren doch ein Stück entfernt. „Guide! Sprach John ihn wieder an. Er hatte selbst noch nie einen Wraiths erlebt der eine Panikattacke hatte, aber er kannte sich damit aus. Im Krieg hatten einige diese Attacken und Guide überkam gerade wohl etwas Schreckliches. „Guide atme!"
Er konnte nicht. Sein Hals war wie zugeschnürt. Es fühlte sich an wie in diesem Verließ. Sie hatten ihn gewürgt mit Drahtseile. Sie haben ihn gefoltert und unaussprechliches angetan. Schlimmeres als Koylia ihm hatte antun können. Er glaubte dort zu sein. Dort in seiner persönlichen Hölle. „Atme!" Johns Stimme drang nach einer Ewigkeit zu ihm durch und da erst schaffte er es einen tiefen Atemzug zu nehmen. Dennoch brach er fast zusammen und musste sich an den nächsten Baum lehnen. John blieb auf Abstand und seufzte hörbar erleichtert. „Guide…" sagte er nun ruhiger. „Geht es wieder?"
„Lass mich", bat er diesen. Ich brauche ein paar Minuten für mich."
John sagte erst einmal nichts und nickte nur, ehe er sich umdrehte und loslief. „Sheppard." Noch einmal blieb John kurz stehen und sah zurück. „Behalte es für dich."
„Indianer Ehrenwort."
„He… hehe", Guide versuchte zu lachen, wenngleich es sehr erschöpft klang. „Ich weiß was das bedeutet Sheppard."
„DAS ist jetzt unheimlich", versuchte John wiederum zu scherzen und lief zurück zu den anderen. Verdammt. Wäre er ihm jetzt an einem Herzinfarkt gestorben hätte er das nur schwer erklären können. Aber zumindest hatte Guide sich beruhigt… Fragt sich wann die nächste Attacke los ging.
„Ayesha?" Ember griff sich Ayeshas Arm als diese über einen Ast stolperte und ihn dann entschuldigend ansah. „Ich bin sehr Nervös."
„Das musst du nicht sein. Ich bin bei dir." Ember fuhr ihren Arm runter und griff sich dann ihre Hand. Ayesha musste lächeln und hielt seine Hand sofort fest. Sie schätzte seine Fürsorge und sah wieder auf den Weg vor sich. Sie mussten durch einen Wald laufen. Sie waren sehr langsam wegen Jennifer und sie sah wie beunruhigt Ember deswegen war. Die Ärztin hatte sich bei Blaze im Arm eingehakt und er führte sie damit praktisch. Anders konnte sie wohl kaum normal laufen. Ayesha verstand das Jennifer Verantwortung hatte, aber ging ihr Baby nicht vor? Oder ging es hier einfach um mehr? Guide wäre hier. Lag es daran? Oder an den schlechten Traum den sie gehabt hatte? „Jennifer geht es nicht gut."
„Ich weiß."
„Kannst du mit Alabaster sprechen? Wir sollten sie nach Atlantis bringen. Die Massagen haben zwar geholfen aber das Baby hat sich noch nicht in Position gebracht."
„Das werde ich", versicherte Ember ihr und behielt Fair One im Auge. Im Moment ging es, aber sie hatte im Schiff eine Wehe gehabt und als sie durch das Gate gegangen waren. Es waren zu kurze Abstände.
Jennifer selbst hatte eine Hand auf ihrem Bauch und sah zu Blaze hoch als dieser sie ansah. „ich weiß du willst bei deiner Königin sein. Tut mir leid."
„Sie wünschte, dass du sicher bist und mir ist es eine Ehre. Dank dir werde ich Vater." Er schuldete es ihr. Und darum würde er für ihre Sicherheit sorgen. „Der Flug hat mir nicht gut getan", gab Jennifer zu. „Aber jetzt geht es wieder."
„Wir sind auch gleich da." Als sie sich plötzlich an seinen Arm klammerte, hielt Blaze sofort an und beobachtete wie sich ihr Gesicht verzog und sie ihre Atemübung machte. „Ich…", sagte sie als der Schmerz erträglicher wurde. „Dr. Keller!" Ayesha war an ihre Seite geeilt und griff sich ihre andere Hand. Auch Ember war gleich da und besah sie sich. „Ich trage dich", sagte er sofort. „Und bringe dich zurück zum Gate."
„Zurück zum Hive ist es zu weit", sagte Blaze sofort. Ember wusste das. Darum musste er sich beeilen.
Jennifer wollte zum Treffen. Sie wollte es so unbedingt! Nicht nur wegen ihrer Arbeit… Sondern auch wegen Guide. Sie hatte einen schrecklichen Traum gehabt und sie wusste es war irrational, aber sie hatte Angst. Sie musste ihn sehen, auch wenn er sich nicht erinnern konnte. Sie musste es einfach. Sie sah bereits in Entfernung Darts stehen und dahinter war eine größere Hütte oder Haus. Dort musste es sein. Sie war so knapp davor! Aber Ember hatte recht. Als er sie greifen wollte, riss sie ihre Augen auf und hielt den Atem an. Ember stoppte ebenso in seinem Handeln und sah hinunter. Jennifer trug ein langes Kleid. Sie war kein Fan von Kleidchen aber mit diesem Bauch war alles andere sehr unbequem. Eine Pfütze bildete sich unter ihr. „Jennifer…" Ayesha sah ebenso hinunter.
„Es ist zu spät", sagte Jennifer Atemlos. „Meine Fruchtblase ist geplatzt!" Und mit einer Wucht setzten auch schon noch schlimmere Wehen ein, weshalb sie den Halt verlor und Ember sie dann direkt griff und auf seine Arme nahm. Planänderung. Er musste zur Hütte und dort versuchen, Jennifer selbst zu helfen. „Kommt", sagte er daher und lief bereits los. Ayesha folgte ihm besorgt und sah noch einmal hinter sich. So schnell! War sie überhaupt schon soweit? Die Wehen waren auf einen Schlag da gewesen. Vermutlich lag es an der Aufregung, nur gut war das jetzt nicht für sie. Und vor allem auch nicht für das Baby. „Sie muss nach Atlantis", sagte sie daher rasch aber Ember schüttelte seinen Kopf, da sich bereits das Kleid von Jennifer Rot verfärbte. „Dafür ist keine Zeit. Das Baby kommt jeden Moment." Er wollte nur die Hütte erreichen. Im freien wollte er das Baby nicht auf die Welt bringen müssen. Alabaster würde seinen Hals umdrehen. Ember wusste das er darauf hätte bestehen müssen, dass sie blieb wo sie war. Zumindest hätte er auf dem Hive von Moonwhite genügend Instrumente gehabt. Hier blieb ihm nichts als seinem Gespür zu verlassen und zum Glück war er gut in dem was er konnte.
