Ember saß in seinem Zimmer und hatte seine Augen geschlossen. Es wirkte als würde er Meditieren, aber seine Gedanken fuhren Achterbahn. Er versuchte jede Emotion in ihm abzutöten und sich alleine auf seine Atmung zu konzentrieren. Das half ihm sich zu beruhigen. Sein Herz raste und seine Seele schrie vor Schmerz. Er wollte Ayesha bei sich haben. Er hatte ihr erklärt, wie Wichtig ihre Nähe für ihn war. Und er hatte geglaubt, dass sie es wirklich verstanden hätte. Das war eines der Gründe weshalb er nicht gleich mit ihr geschlafen hatte. Ja er hatte sich Dumm Verhalten, aber… Genau vor dieser Situation hatte er sich gefürchtet. Er hatte Ayesha alles von sich gegeben und das war nun sein verderben. Wie sollte er ohne ihre Nähe klarkommen? Fauchend gab er seine Meditation auf und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Wie sollte er ohne ihre Elektrizität leben? Er war sich sehr wohl bewusst, dass er einen schlimmen Fehler begangen hatte. Er hatte das mit Füßen getreten, was Ayesha ihm als erstes gegeben hatte. Ihr Vertrauen. Dabei war es ihm nie darum gegangen sie auszuspionieren oder diese Infos an irgendeine Königin weiter zu geben. Er hatte nur wissen wollen wo er Ayesha finden könnte, wenn das Stargate sie trennen würde. Und es ging nicht um die Erde. Es ging um jeden Ort. Als Jennifer das erste Mal Entführt worden war und Guide sie praktisch Tod gefunden hatte, hatte Ember gewusst, dass er so eine Situation nie erleben wollte. Wenn seine Auserwählte einmal nicht in seiner Nähe war, würde er sie wiederfinden wollen und das so schnell wie möglich. Er sah jetzt sehr wohl ein, das er niemals jemanden derartig Kontrollieren durfte. Und trotzdem. Sein Wunsch sie zu beschützen hat alles zerstört. Ember wusste zwar, dass das Große treffen gerade stattfand, aber er sah keinen Sinn mehr darin sich blicken zu lassen. Ayesha wollte das er ging. In den letzten Stunden ist sie nicht zu ihm gekommen also wollte sie wirklich das er nicht hier war.
Ember erhob sich und fuhr sich nun durch sein Haar. Er hätte bereits gehen können, aber er konnte nicht. Ayesha bedeutete ihm alles. So einfach konnte er das nicht stehen lassen. Deshalb nahm er sich seinen Mut zusammen und verließ nach etlichen Stunden sein Zimmer, um Ayesha aufzusuchen. Er schlängelte sich durch die Gänge und machte große Schritte damit er schnell bei ihr sein konnte. Das treiben um ihn herum ignorierte er dabei gekonnt, zumal er auch keine Nerven dafür hatte. Als er Ayeshas Zimmer erreichte, klopfte er einmal an, bekam aber natürlich keine Reaktion. „Ayesha"; sagte Ember schließlich. „Ich komme rein."
„Wag es nicht!" hörte er Ayesha dumpf sagen. Zögernd blieb er stehen wo er war und dachte genau nach. „Ayesha ich komme rein." Jetzt wartete er nicht auf eine Antwort und öffnete die Zimmertüre. Er machte einen Schritt rein und fand Ayesha auf dem Bett kauernd vor. Sie hatte ein Kissen im Arm und weinte. Sie litt sehr und er war schuld daran. „Dir ist wohl alles egal was ich sage oder?" fragte Ayesha nach und ging seinem Blick aus dem weg.
Ember schluckte einmal und schüttelte leicht seinen Kopf. Er wollte sie so unbedingt trösten… Deshalb ignorierte er die Wut die ihm entgegenschlug und trat an ihr Bett. Dort setzte er sich und weil sie nicht reagierte und einfach weiter weinte, legte er sich hinter ihr hin und umarmte sie fest. „Verzeih mir", flüsterte er gegen ihr Haar. „Ich habe alles falsch gemacht. Es tut mir leid." Sie reagierte nicht auf ihn, aber sie stieß ihn auch nicht weg, weshalb Ember ihr so nahe blieb und sein Gesicht in ihren Haaren vergrub. Sie weinte immer noch.
Ayesha fühlte sich schrecklich, weil sie sich hin und her gerissen fühlte. Ember nun nach den letzten Stunden so bei sich zu wissen fühlte sich gut an, aber es änderte so schnell nichts an dem was gewesen ist. Irgendwann gab sie langsam nach und drehte sich, damit sie ihn umarmen konnte und ihr Gesicht in seiner Brust versteckte. Noch immer traten Tränen aus ihren Augen, die nun von seinem Oberteil aufgesogen wurden. Sie war froh das er nichts sagte und einfach nur da war. Sie hatte es in ihrem Herzen bereut ihm diese Dinge gesagt zu haben. Sie liebte ihn. Sie konnte das nicht leugnen und trotzdem hatte es Konsequenzen. Embers Arme um sie trösteten sie wirklich, aber es machte den Schmerz nicht besser. Liebte er sie? Spielte er mit ihr? War, dass alles ein perfides Spiel von den Wraiths um an Ende doch zurück zur Erde zu finden? Wie viele Berichte hatte sie schon über deren Intrigen gelesen? Unzählige. Jede Partnerschaft, jede Gemeinsame Arbeit war am Ende von Betrug gekennzeichnet gewesen. Sogar und vor allem die arbeiten mit Guide. Sie musste… Sie musste erst herausfinden was Ember wirklich mit ich im Sinn hatte. Ihrer Tränen versiegten endlich und noch während sie sich an ihm festhielt sprach sie ihn an. „Ich will das du Abstand von mir hältst Ember. Das mit uns ist auf Eis gelegt. Ich muss… Ich muss erst nachdenken und rausfinden was ich für dich wirklich bin."
„Ich liebe dich", sagte Ember sofort. „Und ich lag nie in meiner Absicht, dir Schaden zuzufügen. Ich liebe dich wirklich."
Ayesha wollte, aber sie konnte ihm nicht glauben. „Ich habe mein Bericht verfasst", sagte Ayesha letztlich. „Und ich muss ihn einreichen. Ich weiß nicht was dann passieren wird, aber du hast diesem ganzen Bündnis geschadet. Ist dir das klar?"
„Ich habe die Daten nie ausgewertet", sagte Ember leise und fühlte sich Hilflos. Noch lag sie in seinen Armen, aber für wie lange wäre es so? „Ich habe deinen gesamten Schmuck nie berührt. Nie um rauszufinden wo du gewesen bist. Vor… Vor über einem Jahr wurde Dr. Keller entführt von Menschen. Sie wurde verschleppt und fast umgebracht. Guide hat sie nur aus purem Glück so schnell finden können. Sonst wäre sie verloren gewesen. Ich habe dich zu dieser Zeit bereits gemocht und ich wollte nicht, dass dir so etwas passiert." Er fuhr mit seiner Hand über ihren Rücken bis runter zu ihrer Hüfte. „Ich wollte dich niemals in so einer Situation wissen." Seine Hand fuhr zu ihrem Hintern wo er sie dann kniff und sie dichte an sich presste. „Ich liebe dich Ayesha." Er flehte innerlich, dass sie ihm endlich in die Augen sehen würde und als sie hochsah, nutzte er das um sie zu küssen. Zuerst erwiderte sie den Kuss nicht, aber dann tat sie es doch. Ganz vorsichtig und sanft. Ember genoss das und saugte es für sich auf. Er wusste das Ayesha ihn von sich weisen würde und er Atlantis verlassen musste. Aber solange sie es nicht tat wollte er jede Sekunde in sein Herz einfangen. Und als sie seinen Kuss fester erwiderte, drehte er sich mit ihr, so dass sie unter ihm lag.
Erst fast eine halbe Stunde später, als sie beide entkleidet waren und ihre Körper liebten wurde Ember bewusst, dass es hier ein Abschied war. Es brachte ihn kurz aus dem Rhythmus, aber ihre Beine, die seine Hüfte umklammerten brachten ihn schnell wieder rein. Er wünschte sie könnte sich von ihm nähren, damit sie selbst die Wahrheit sehen konnte. Als sie keuchte und sich an ihm klammerte verstärkte er den Druck und brachte sie so zum Kommen. Wild rieb sie ihre Hüfte an seiner, weshalb auch er seinen Samen entließ und über ihr zusammenbrach. Sie waren noch nicht fertig miteinander. Er wusste das und sie wusste das und trotzdem, drückte Ayesha ihn nun von sich um aufstehen zu können. „Ayesha…"
„Ich gehe Duschen", sagte sie hart und drehte sich nicht zu ihm um. Würde sie sich umdrehen, könnte sie ihn nicht wegschicken. „Und wenn ich rauskomme, bist du Weg. Am besten gehst du auf dein Hive. Ich weiß nicht was sie sonst machen, wenn sie davon hören."
Ember richtete sich auf und schüttelte seinen Kopf. „Ich Akzeptiere alles, aber schick mich nicht weg."
„Ich bitte nicht darum"; sagte Ayesha plötzlich. „Trotz allem hast du mich belogen und es nicht für nötig gehalten mir die Wahrheit zu sagen. Ich habe es durch Zelenka gehört! Verstehst du das?"
„was ist mit uns?" fragte Ember weiter nach und zog sich bereits wieder an. „Willst du das einfach sein lassen?"
„Du hast es einfach sein lassen Ember! Du hast mich belogen! Ich war immer ehrlich zu dir! Immer!" Damit stampfte sie in das Bad und schloss die Türe hinter sich. Ember seufzte und fuhr sich mit einer Hand durch das Haar, ehe er sich seinen Mantel griff und diesen anzog. Vielleicht war ja noch nicht alles so verloren wie es schien. Ayesha liebte ihn trotz allem- Er musste ihr einfach Zeit geben.
Teyla sah zu John hoch als dieser vor der Türe zu Jennifers Zimmer stehen blieb. Sie sah das er Nervös war. Das alles war für sie beide nicht einfach. Schließlich hätte sie jetzt auch demnächst ein Baby auf die Welt gebracht. Aber sie hatte es auf schlimme Weise verloren. Guide hatte ihr damals geholfen und deshalb war er am Ende entführt worden. Kopfschüttelnd griff sie sich nun Johns Hand und lächelte. „Alles okay?"
„Ich frage mich nur ob das Geschenk okay ist?" er hob mit der anderen Hand ein Plüschtier hoch und musterte es. „Es ist ein schönes Geschenk John. Mach dir nicht zu viele Gedanken." Sie übernahm es anzuklopfen. Sie war ja selbst angespannt und sie schluckte als die Türe sich öffnete und Guide vor ihnen stand. „Sheppard", begrüßte er John und neigte vor Teyla seinen Kopf. „Wir wollten euch beglückwünschen. Ich hoffe wir stören nicht?"
„Kommt rein", sagte Guide und trat bei Seite. Teyla suchte sofort den Weg vor zu Jennifer. Die Ärztin stand am Fenster und hatte den Kleinen im Arm. John selbst blieb erst einmal bei Guide stehen. „Das ist ja noch einmal gut gegangen", sagte er zu dem Commander und beobachtete die beiden Frauen. „Wie geht es den beiden?"
„Gut." Guide straffte seine Schultern und überwachte alles ebenso. „Meinem Sohn geht es gut und Jennifer hat sich erholen können."
„Sie sieht Glücklich aus", sagte John und hob das Stofftier hoch. „Das ist ein Geschenk. Für das Baby."
Guide blinzelte einmal und nahm den Plüschdino mit den extra langen Armen und Beinen an sich. „Jennifer wird es gefallen", vermutete er und schritt mit John nun näher zu den beiden anderen.
Teyla hielt Kit im Arm und musterte ihn lächelnd. „Guide, Jennifer, der Kleine ist der perfekte Mix zwischen euch beiden."
„Er kommt ganz nach seinem Vater", fand John und blickte den Jungen an. „Aber er ist Gesund und nur das ist wichtig", fand er und lächelte Jennifer an. „Habt ihr schon einen Namen? Meiner ist ja ganz beliebt", schlug er vor. „Aber ihr nehmt nicht Meredith oder?" fragte John skeptisch nach aber Jennifer lächelte nur leicht.
„Wir nennen ihn Kit. Und wenn er älter ist, wird er einen Namen bekommen der zu ihm gehört."
„Und John Kit klingt nicht gut für euch?"
„John…" sagte Teyla amüsiert und blickte wieder zu dem Baby runter. „Ich finde das Kit ein guter Name ist. Mein Glückwunsch", sagte sie nun zu Guide und blickte zu ihm hoch. „Dein Sohn ist wundervoll." Guide senkte dankend kurz seinen Blick. Wenn viele Dinge anders wären, sehr viele Dinge, dann wäre das Steelflowers Sohn. Sie wäre seine Königin und gemeinsam würden sie ein Hive leiten. Teyla fing diesen flüchtigen Gedanken auf und schenkte ihm ein warmes lächeln. / Es ist gut wie es ist. /
/ Natürlich. Das ist es auch und dennoch irgendwo in einer anderen Welt, wäre es anders. /
/ Vielleicht / sagte Teyla lächelnd und schaute Jennifer wieder an. „Er hat so wundervolles Haar."
„Es ist sehr weich", sagte Jennifer. „Und er ist ein guter Esser."
„Er isst also gut?"
„Ja alle zwei Stunden. Deswegen muss ich mich auch ranhalten was das essen angeht." Sie deutete auf den Tisch in ihrem Zimmer. „Guide hat mir alles gebracht was ich benötige."
„Das sieht ihm ähnlich." Teyla sah den Wraith wieder an und schaute dann hoch zu John. „Möchtest du ihn halten?"
„Sicher." John nahm das Neugeborene auf seinen Arm und betrachtete das Kind nun selbst. „Wer hätte das gedacht?" sagte er dazu. „Ich habe niemals erwartet das Guide und du so etwas fabrizieren werdet."
„Das haben wir alle nicht gedacht", sagte Jennifer und blickte auf Guides Hand. „Was ist das?"
„Hm? Ein Spielzeug für das Baby." Guide hob es hoch und reichte es Jennifer. „Ein Dino?" überrascht betrachtete sie es und sah zu John und Teyla. „Das ist von euch? Danke. Das ist sein erstes Spielzeug", sagte Jennifer lächelnd du wurde nachdenklich. „Ich habe schon vieles für das Baby vorbereitet, aber so etwas hat gefehlt. Danke."
„Schon gut, Hauptsache er wird seinen Spaß damit haben", sagte John lächeln. „Ich dachte mir ein Dino würde ihm gefallen. Torren ist davon immer total begeistert."
„Ich bin mir sicher er wird seinen Spaß damit haben", lächelte Jennifer zufrieden und legte das Stofftier auf ihr Bett. Ihr Vater… Bestimmt hatte er auch bereits Geschenke besorgt die er ihr unbedingt geben wollen würde. „Wo du schon hier bist", sagte Jennifer und drehte sich zu John um- „Meinst du es wäre möglich, dass ich meinen Vater sprechen kann? Ich würde ihm gerne meinen Sohn zeigen. Ich könnte eine Videonachricht erstellen?"
John dachte darüber nach und nickte." Ich kann mit Weir und Woolsey sprechen, ich bin mir sicher, dass wir das hinbekommen."
„Du hast deinen Vater lange nicht gesprochen oder?" fragte Teyla einfühlsam nach.
„Sehr lange. Gefühlt schon zu lange. Ich habe keine Ahnung wie es ihm geht."
Guide hielt sich Großteils aus allem raus, aber natürlich hörte er zu. Das Jennifer ihren Vater vermisste, konnte er gut verstehen. Sie hatte nur noch ihn und dazu lebte er auf der Erde.
Und dennoch würde Guide Haargenau darauf Achten, dass Jennifer nicht auf die Idee käme auf die besagte Erde zu gehen. Wenn etwas wäre, dann war sie für ihn unerreichbar. Ein bitterer Geschmack machte sich in seinem Mund breit. Genau das hatte er die letzten Wochen getan. Er hatte sie vollkommen Schutzlos gelassen und hatte ihr mehr Sorgen gemacht, als dass er ihr Zuversicht gegeben hatte. Er wusste, dass er kein guter Partner war. Er wusste, dass er immer wieder in Situationen geriet die Lebensbedrohlich waren, sowohl für ihn als auch für alle anderen in seinem Umfeld. Er hatte Jennifer sogar fast umgebracht. Sein Herz schlug wieder schwer in seiner Brust. Zwei Mal hatte er sie nun schon regungslos gesehen… Und ihm wurde bei beiden Malen Schlecht. Er wollte sie nicht verlieren und doch trieb er sie sprichwörtlich in den Tod. Wieder schlug sein Herz schwer gegen die Brustknochen und er hatte das dringende Bedürfnis sich hinzusetzten. Er brach wieder in Schweiß aus und da sah er von einem zum anderen. Sie bekamen es nicht mit und das war gut so. Langsam… Ganz langsam beruhigte sein Körper sich wieder.
„Er ist wunderschön", hörte Guide Teyla sagen. „Und ich freue mich für euch beide."
Jennifer trug ihren Sohn in ihrem Arm und blickte verliebt zu dem Kleinen runter. „Und ich habe nicht Mutter werden wollen", sagte sie ehrlich und schaute Teyla an. „Ich fand es verrückt Kinder in dieser Welt zu bekommen. Ständig drohen gefahren und nie ist man sicher aber… Jetzt bereue ich es kein bisschen." Jennifer schaute flüchtig zu Guide hoch, der ihr ebenso schweigend entgegenblickte. „Ich verstehe das", sagte Teyla. „Mir ging es so, als ich erfuhr das ich Schwanger bin. Aber ich habe mich sehr schnell auf ihn gefreut. Genieß die Zeit solange er so Klein ist. Die Kinder wachsen viel zu schnell."
Jennifer sah Teyla wieder an und lächelte schwach. „Ja… Wobei es gut sein kann das der Kleine wesentlich langsamer wächst."
„Es ist zumindest stark anzunehmen", sagte Guide. Er hoffte es.
„Nun ich denke wir sollten mal nachsehen ob es weiter geht", schlug John plötzlich vor. „Und lassen euch noch etwas Ruhe. Bestimmt werden die anderen auch bald nach euch sehen."
„Eventuell." Jennifer verabschiedete beide und seufzte leicht als sie mit Guide und Kit alleine war. „Er ist ziemlich ruhig findest du nicht auch?" fragte sie ihren Partner und drehte sich zu ihm. Guide trat näher und streichelte die Wange des Babys mit dem Handrücken seines Zeigefingers. „Seine Gedanken sind warm und klar", sagte Guide dazu. „Er ist zufrieden."
„Es ist bemerkenswert", fand Jennifer. „Diese Verbindung die ihr Wraiths aufbauen könnt. Ich selbst spüre nichts mehr davon." Zugegeben, sie war auch froh darüber. Sie war einfach niemand die zuerst den Finger hob, wenn es darum ging Superkräfte zubekommen. „Möchtest du ihn wiederhalten?"
Guide musterte Jennifer und nahm ihr dann das Baby vorsichtig ab. Sein Sohn rührte sich daraufhin kurz und streckte sich ausgiebig, schlief dann aber sofort wieder ein. „Er hat viel von dir", sagte er letztlich und setzte sich auf das Bett von Jennifer. Diese kam ihm nach und setzte sich so hin, dass sie ihren Kopf an seine Schulter lehnen konnte. Dabei blickte sie weiter runter zu ihrem Sohn. „Findest du? Ich denke er kommt ganz nach dir."
„Er mag zwar ganz ein Wraith sein, aber seine Gesichtszüge ähneln deinen. Er hat deine Augen. Deine Lippen und deine Hände."
Jennifer legte ihre Hand an Guides Rücken und strich über diesen. „Das flauschige Haar hat er bestimmt von dir."
„Vermutlich", er musste lächeln und seufzte dann selbst ganz leise. „Jennifer, wegen dem was war…"
„Es ist okay", sagte sie sofort. „Du bist nicht du selbst gewesen. Darum ist es okay. Mach dir deshalb keine Vorwürfe Guide", bat sie ihn leise. „Wir zwei haben jetzt ein Kind und wir sollten uns ganz auf das Jetzt konzentrieren. Alles andere ist nicht Wichtig."
Guide sah seinen Sohn weiter an, während er ihr zu hörte. Er wusste, dass trotz ihrer Worte das alles nicht einfach für sie war. Genauso wie für ihn. „Zusammen", murmelte er und schaute an seine Seite. In Zukunft würde er ganz genau aufpassen wo er hinging und was ihn erwarten könnte. „Hör auf dir Sorgen zu machen"; sagte Jennifer nun wieder und schloss ihre Augen. Sie genoss es einfach nur mit ihm wieder zusammen zu sein. Sie hatte den Geruch seines Leders Vermisst und seine Präsenz. „Ich habe dich sehr vermisst." Sie hatte alles an ihm vermisst. Auch die Leidenschaft die er ihr Gegenüber aufbringen konnte.
„Ich kann nicht sagen, dass ich dich vermisst habe, weil ich mich nicht erinnern kann", gab Guide ehrlich zu. „Aber ich wusste, das mir etwas sehr Wichtiges fehlte."
Jennifer blickte ihm direkt in die Augen als er das gesagt hatte und als er sich ihr dann nährte, schloss ihre Augen. Seine Lippen trafen ihre und sofort erwiderte sie seinen Kuss. Das hatte sie auch schrecklich vermisst. Schnell wurde der Kuss intensiver und Guide überlegte zwei Mal was er nun tun sollte. Er hatte sie so gesehen im Nachhinein schrecklich vermisst. Und er wollte sie unbedingt spüren. Darum, weil sie beide das brauchten, löste er den Kuss und legte seinen Sohn vorsichtig in das Bett. Guide deckte das Baby noch gut zu, ehe er aufstand und Jennifer auf die Beine zog. „Guide was…" sie konnte nicht zu Ende sprechen, weil er sie bereits in seine Arme zog und wieder küsste. Als sie gegen seine Lippen keuchte wusste er, dass sie bereits war mehr zu tun. Darum führt er sie an die nächstgelegene Wand, hob sie an und presste sich gegen sie. Jennifer schlag ihre Beine sofort um seine Hüften und unterbrach den Kuss nicht, als sie mit dem Rücken an der Wand lehnte und so guten halt hatte. Sie hatte ihn wirklich sehr vermisst und wenn Alabaster ihr nicht geholfen hätte, würde sie dafür… Moment…"
„Guide warte." Jennifer löste den Kuss und musste tief Luft holen. Guide nutze das um ihren Hals nun zu liebkosen. „Ich blute noch", sagte sie schließlich. „Ich…"
„Das ist mir gleich"; sagte er und hörte in seinem tun auf, damit er sie ansehen konnte. „Du bist erregt und willst es auch. Richtig?"
„Ja schon aber… Nachher mache ich dich… Das…"
„Es ist okay. Wenn du es willst." Guide sah ihr abwartend in die Augen und da lächelte Jennifer dann. „Dann sollten wir uns ausziehen."
„Dem, Stimme ich dir zu." Guide ließ Jennifer runter und half ihr aus ihren Kleidern, ehe er das gleiche ebenso tat. Anschließend zog Guide Jennifer wieder in seine Arme und küsste sie nun wesentlich langsamer und zärtlicher. Als sie ihn dann langsam zu Boden zog, setzte er sich mit ihr und legte sich selbst nun hin während sie sich auf ihn setzte. Er beobachtete wie sie sein hartes Glied griff und dieses in sie einführte. Ihm war es gleich das sie blutete. Er wollte sie einfach unbedingt spüren. Als Jennifer an ihm herabglitt, schloss er für einen Moment seine Augen und genoss diese Intimität mit ihr. Guide öffnete seine Augen und legte beide Hände an ihre Hüften, als sie anfing sich rhythmisch zu bewegen. Er winkelte seine Beine etwas an, damit sie besseren halt hatte während sie ihn so wild ritt. Ihre Hüften übten einen derartigen Druck aus, das Guide sich selbst kaum zügeln konnte. Sein angeschlagenes Herz pumpte wie verrückt, aber er ignorierte es und blieb ganz bei der Sache. Ihr leises Stöhnen machte ihn Wahnsinnig vor Lust. „Guide…" sagte sie plötzlich und ihre Bewegungen wurde immer zügiger. Ihre Brüste wackelten auf und ab und versetzten ihn halb in Trance. „Ich… Ich…"
„Lass dich gehen", sagte er leise und spürte seinen Druck ebenso immer stärker werden. Noch vor Jennifer entließ er seinen Samen in sie und spürte dann diesen gewaltigen Sog ihres Orgasmus. Noch einmal molk es ihn regelrecht aus und sie hielt sich eine Hand vor dem Mund, weil sie schreien musste. Erlöst und entkräftet sah sie zu ihm runter und senkte ihre Hand. Guide setzte sich hin und zog Jennifer so in eine tiefe Umarmung. Sein Gesicht vergrub er in ihrem blonden Haar und sagte eine ganze Zeit lang nichts. Das hatte er gebraucht. Das hatten sie beide gebraucht.
