Die Trilogie „Silber Das erste/zweite/dritte Buch der Träume" wurde von Kerstin Gier verfasst. Am besten versteht ihr meine Fortsetzung, wenn ihr die Trilogie gelesen habt.

Prolog:

Ein Schatten huschte den Korridor entlang. An beiden Seiten des schier unendlichen Gangs reihte sich Tür an Tür. Mal bunt, mal grau, prunkvolle Tore und unscheinbare Zimmertüren. Aber auch hinter diesen konnten sich grauenvolle Dinge abspielen. Die Gestalt lief weiter, bis sie vor einer grünen Tür zum Halt kam. Die Tür schien wie die Eingangstür zu einem alten gemütlichen Haus. Eine Eidechse aus Messing formte den Türknauf und gegenüber befand sich eine himmelblaue Tür, geschmückt mit Eulen. Nicht fern davon ließen sich zwei Türen auffinden, die wie Ladentüren wirkten. Eine war hellgrau und trug ein Schild, dass zeigte, dass es sich bei dieser Tür um „Matthews'- Mondschein - Antiquariat" handelte.

Die andere Tür war von Weihnachtsdekoration umgeben und laut der Hinweistafel befand sich hier „Lotties Liebesbäckerei" und Lieferanten sollten den Hintereingang nutzen.

Und da! Die schwarze, mit Bootslack bestrichene Tür mit den drei Schlüssellöchern und dem altmodischen wie einen Löwenkopf geformten Türklopfer. Ein dämonisches Lächeln spielte um die Mundwinkel der in dunkle, unscheinbare Kleidung gehüllte Person. „Liv Silber, deine Träume sind bald nicht mehr sicher!" flüsterte diese. Leise nährte sich das Geräusch von Schritten, die in den endlosen Gängen und Wegen des Korridors verhallten. Im Bruchteil einer Sekunde verschmolz die Gestalt mit der dunklen Wand des Gangs.

Kapitel 1

Mit einer Hälfte meines Herzens erinnerte ich mich schaudernd an meinen ersten Traum im wachen Zustand. Einerseits hatte ich mich wirklich ein wenig peinlich verhalten, auf meiner Verfolgungstour von Grayson. Und außerdem hatte so die ganze Sache mit Anabell und Arthur begonnen, die mich schließlich in Lebensgefahr gebracht hat. Die andere Seite meines Herzens erinnert sich lächelnd an dieses Erlebniss, denn ich glaube ich wäre niemals mit Henry zusammengekommen wäre dieser Traum nicht gewesen!