A Rewritten Life
von Yih
Disclaimer: Mir gehören keine dieser Charaktere. Ich habe lediglich von Yih aus dem Englischen übersetzt.
Kapitel 16
Ein Ausflug zum Krankenflügel
Harry kollabierte in Verteidigung gegen die dunklen Künste und Hermine schubste die erstaunte Parvati aus dem Weg, um ihn rechtzeitig aufzufangen, bevor sein Hinterkopf auf dem harten Steinboden aufschlug. Sie schob seine Haare zur Seite und sah, dass seine Narbe rot glühte. Sie berührte sie vorsichtig und zog panisch ihre Hand zurück, als sie sah, dass ihre Finger blutüberströmt waren. Sie sah sich um und erblickte Padma, welche zusammengekauert neben Parvati saß. Beide sahen kreidebleich aus und waren von den übrigen Gryffindor – Schülern umzingelt. Alle sahen äußerst besorgt aus.
„Jemand muss Madame Pomfrey holen!" rief Hermine angesichts der Tatsache, dass niemand etwas unternahm. Parvati war trotz des initialen Schocks die erste, die sich bewegte. Sie stand auf und rannte aus dem Klassenraum, schob sich an Professor Quirrel vorbei, der wie vom Donner gerührt dort stand und nicht zu wissen schien, was er zu tun hatte.
Was vermutlich auch der all war, dachte sich Hermine säuerlich. Er war noch nicht mal ein anständiger Lehrer für sein eigenes Fach. Hermine dachte sich, dass Harry wohl einiges mehr über den Unterricht im ersten Jahr wusste als Quirrel. Er könnte es wohl auch besser unterrichten. Hervorragende Zauberer sind nicht unbedingt auch gute Lehrer.
Hermine streichelte sanft Harrys Gesicht, senkte ihren Kopf und murmelte: „Harry, geht es dir gut? Hörst du mich? Kannst du bitte aufwachen? Alle sind sehr besorgt um dich!"
„Was ist hier los?" sagte Madame Pomfrey, als sie aufgeregt, aber in professionell gefasster Haltung den Saal betrat. „Was ist passiert?"
„Er ist kollabiert," antworette Hermine. „Ich weiß nicht warum, er ist…"
Madame Pomfrey holte ihren Zauberstab hervor, führte eine kurze Bewegung aus und murmelte einen Spruch, bevor sie Harrys Körper hochschweben ließ und aus dem Raum Richtung Krankenflügel schweben ließ. Als sie an Quirrell vorbei lief, blieb sie kurz stehen und sagte: „Wissen Sie, als Professor hätten Sie den Schüler direkt zu mir bringen sollen. Was soll dieser Unsinn, das Mädchen zu mir zu schicken, um mich zu holen? Was, wenn Potter schwer verletzt wäre?"
„W-w-w-was – Was ist los mit ihm?" stotterte Quirrell.
„Er hat starke Kopfschmerzen, welche zu seinem bewusstlosen Zustand führten," sagte Madame Pomfrey. „Nichts lebensbedrohliches, aber auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Nun entschuldigen Sie mich, ich muss zu meinen Patienten und Sie müssen denke ich zu Ihrer Klasse zurück."
Hermine wünschte sich sehnlichst, mit Madame Pomfrey mitgehen zu können, aber sie wusste, dass das bis nach dem Unterricht warten musste. In der nächsten Stunde hatte sie Unterricht bei Professor McGonagall, dort würde sie sicherlich kurz in den Krankenflügel gehen können.
...
Albus wurde sofort von Yenty darüber informiert, was Harry passiert war, und musste sich zusammenreißen, um nicht sofort zum Krankenflügel zu gehen. Er wollte nicht den Anschein erwecken, dass Harry und er eine engere Beziehung zueinander hatten als es zwischen Schulleiter und Schüler angemessen wäre. Die anderen sollten auf jeden Fall weiter denken, dass er Harry erst beim Schuleintritt in Hogwarts kennengelernt hatte. Das war das Beste für alle Beteiligten.
Dies war auch der Grund, warum Albus sowohl Minerva als auch Remus extra in sein Büro gebeten hatte um ihnen einzuschärfen, dass Harry auf keinen Fall eine bevorzugte Rolle einnehmen sollte, auch nicht in extremen Umständen. Minerva konnte ihn nur kurz in ihrer Rolle als Hauslehrerin besuchen, und Remus war es komplett untersagt, Harry zu sehen, bevor er wieder gesund genug war, um in den verlassenen Flügel von Hogwarts zu gehen, in dem Remus lebte.
„Albus, das ist unvernünftig", sagte Minerva. „Wir können doch nicht hier rumsitzen und nichts für ihn machen. Er ist kollabiert!"
„Es ist zu auffällig," entgegnete Albus und fügte noch hinzu, dass Yenty Harry auch nicht besuchen sollte. „Ich denke inzwischen, dass es ein Fehler war, Harry so jung mit seinen magischen Fähigkeiten vertraut zu machen. Wir hätten ihm höchstens ein paar grundlegende Kenntnisse vermitteln sollen, damit er auf gleichem Level wie seine Klassenkameraden ist, anstatt ihm so viel Zaubern beizubringen. Er ist viel zu weit für sein Alter, und das fällt auf."
"Was hätten wir denn sonst tun wollen?" fragte Minerva. „Ihm wäre langweilig gewesen, den ganzen Tag bloß hier zu spielen. Du weißt wie neugierig er war, was für eine Begeisterungsfähigkeit er hat. Es wäre gar nicht machbar gewesen, ihm das Lernen vorzuenthalten."
„Und er ist niemand, der sich unbedingt beweisen muss", fügte Remus sanft hinzu. „Harry hat mir erzählt, dass er sich manchmal als Außenseiter fühlt, weil er so viel mehr über das Zaubern weiß als seine Klassenkammeraden und manchmal so tut, als wüsste er Dinge nicht, um nicht aufzufallen. Ich denke er weiß, wann er sich zurückhalten muss."
„Dann müsst ihr zwei seinem Beispiel folgen", kündigte Albus an. „Harry wird aufwachsen und lernen, auf seinen eigenen zwei Beinen zu stehen, und für euch könnte es hart werden, unbeteiligt dabei zuzusehen. Remus, du bleibst in deinem Wohnbereich und kümmerst dich um deine Forschung. Und du, Minerva, kannst unter keinen Umständen mehr machen als einfach nur seine Hauslehrerin sein."
„Aber Albus-" begann sie.
„Es wäre das beste für euch, wenn ihr euch an meine Worte haltet," sagte Albus nachdrücklich. „Es ist nicht einfach, aber es ist der einzige Weg."
Minerva sah unglücklich aus, nickte aber resigniert. Remus wollte etwas erwidern, schwieg aber dann, was angesichts seines bisher gelebten Lebens nicht ungewöhnlich war. Er kämpfte selten um Dinge, da er in einer unterwürfigen Position war. Albus seufzte. Er hoffte, dass die beiden verstanden, dass es nicht nur für sie schwierig war, sondern auf für ihn.
...
Ron dachte sich, dass er verwunderlich war, dass Harry nicht zum Mittagessen erschien, aber vielleicht aß er ja zusammen mit Remus. Er fand erst später heraus, dass Harry im Krankenflügel lag. Ron war äußerst besorgt und fragte sich, ob es Harry gut ginge. Er wäre gerne zu ihm gegangen, aber er hatte Unterricht in Zaubertränke und es gab absolut keinen Weg, sich dem schmierigen Idioten zu entziehen.
Er stand die Unterrichtsstunde durch, machte aber so viele Fehler dass es selbst Snape auffiel und er nachsitzen musste. Es war schon das dritte mal in dieser Woche, und es raubte ihm wertvolle Zeit, die er mit Harry verbringen könnte.
„Ja, Sir?" sagte er zaghaft.
„Ihre Arbeit ist wie immer substandard – " begann Snape, „Aber heute ist es besonders erbärmlich. Sie sind ein Slytherin, Weasley, auch wenn Sie gerne ein Gryffindor wären. Arbeiten Sie gefälligst anständig."
Ron schaute überrascht auf. Es war das erste Mal, dass Snape ihm einen neutralen Hinweis gegeben hatte, anstatt ihn zu erniedrigen und zu beschimpfen.
„Mir ist klar, dass Sie lieber in jedem anderen Haus außer meinem wären," fuhr Snape fort, „Aber Sie sind nun hier und müssen sich damit abfinden. Ihr Verhalten um ihre anderen Mitschüler aus Slytherin ist ekelhaft. Wenn Sie sie nicht leiden können, wir das umgekehrt ebenso sein. Das ist logisch. Und jetzt gehen Sie."
Ron beeilte sich, den Raum zu verlassen, aber Snapes Wörter hallten noch lange nach. Bedrückt begab er sich auf den Weg zum Krankenflügel.
Neville lief aufgeregt die Länge des Raums auf und ab, seit er gehört hatte, dass Potter in Verteidigung gegen die dunklen Künste kollabiert war. Zacharias war inzwischen leicht genervt. Er hielt jedoch den Mund. Neville machte sich oft Sorgen um Kleinigkeiten, und es war kein Wunder, dass er sich um Potter sorgte. Harry war schließlich einer der wenigen Menschen, die nett zu Neville waren.
„Du könntest losgehen um ihn zu sehen, weißt du," meinte Zacharias, der alle viere von sich gestreckt auf seinem Bett lag. „Du bist sicher nicht der einzige."
Neville schaute überrascht auf. „Ich will ihn nicht stören."
„Ich bin mir sicher, dass da noch jede Menge andere Leite sind, die ihn stören," antwortete Zacharias. Er glaubte nicht, dass Harry die Leute hinaus komplimentieren würde wenn es ihn stören würde, dafür war er zu nett. „Ich kann auch mit dir gehen."
„Würdest du das wirklich tun?"
Zacharias nickte. Neville stellte oft so dümmliche Fragen. „Immerhin ist er auch ein Freund von mir."
...
Harry lag allein in seinem Bett im Krankenflügel, nachdem er scheinbar endlos lange Besuch von seinen Freunden hatte. Es schien so, als sei jeder da gewesen, den er je kennengelernt hatte. Er war höflich zu allen gewesen, aber er war hundemüde und hatte immer noch stechende Kopfschmerzen. Hauptsache Ruhe, das wäre schön. Aber Minerva hatte ihm beigebracht, immer nett zu anderen zu sein, also hatte er sein Bestes gegeben.
Nun hatte er einen ruhigen Moment für sich und schaute sehnsüchtig aus dem Fenster zur einsam am Himmel stehenden Mondsichel. Die Wolken verdeckten die Sterne, aber das Mondlicht war hell genug, um die Landschaft vor dem Fenster in ein sanftes Licht zu tauchen, und er erfreute sich an der Aussicht. Bald würde Vollmond sein, und Remus würde wieder seine schmerzhafte Verwandlung erleben. Harry bildete sich ein zu verstehen, was Remus jeden Monat durchleben musste, auch wenn das Brennen der Narbe vermutlich ein Witz im Vergleich zu Remus Schmerzen sein musste.
Harry berührte vorsichtig seine Narbe und seufzte, als sie bei der leichten Berührung wieder heftig zu pochen begann. Er verstand nicht, warum er diese schlimmen Schmerzen hatte. Früher hatte er sie nie gehabt, und komischerweise schien er sie jetzt immer im Unterricht in Verteidigung gegen die dunklen Künste zu haben. Vielleicht bin ich ja allergisch gegen den Raum, aber das machte überhaupt keinen Sinn, dachte er sich stirnrunzelnd. Vielleicht sollte er mal in die Bibliothek gehen, um etwas Recherche zu machen.
Er war sich aber dessen bewusst, dass es vermutlich niemand anderen gab, der auch nur ansatzweise in einer Situation wie er war, aber vielleicht gab es ähnliche Fälle. Es konnte nicht schaden, es zu versuchen. Harry schloss die Augen, um endlich zu schlafen.
...
Professor Quirrel saß an seinem Schreibtisch, de Kopf in die Hände gestützt, und schlief, was Voldemort mehr Energie gab, um nachzudenken. Quirrel hatte sich als weniger brauchbar erwiesen als ursprünglich angenommen, aber es wäre wohl auch unmöglich gewesen, einen halbwegs starken Zauberer zu finden, von dem man hätte Besitz ergreifen können. Ein deutlich schwächerer Zauberer wäre wahrscheinlich schon längt an ihm zugrunde gegangen. Außerdem war der große Vorteil bei Quirrel gewesen, dass er eine gewisse Berufserfahrung gehabt hatte, weswegen er glücklicherweise zügig an die Stelle als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste gekommen war.
Es wäre sonst eine schier unüberwindbare Hürde für Voldemort gewesen, nach Hogwarts zu kommen. Er war auch dringend auf Einhornblut angewiesen, von dem es im Verbotenen Wald jede Menge gab. Er wusste einfach, dass Dumbledore irgendwo in Hogwarts den Stein der Weisen versteckt hatte. Dies war es das Risiko wert, entdeckt zu werden. Voldemort blickte aus dem Fenster auf den bewölkten Nachthimmel.
Es würde bald ein Sturm aufkommen, und das war eine großartige Möglichkeit zur Ablenkung, damit er sich endlich ungestört nach dem Stein der Weisen umsehen konnte. Und der Junge musste in der Nähe bleiben. Sein Körper war perfekt als Ersatz. Das war nur logisch – immerhin hatte der Junge ihm zehn Jahre zuvor den Körper geraubt.
...
Ü/N: Ich kann es kaum glauben, aber ich habe jetzt wieder die alten Übersetzungen rausgekramt – einige Jahre später. Eine schwere Geburt. Ich hoffe, dass ich das Projekt noch fertig machen kann. Über Reviews würde ich mich sehr freuen, ich weiß ja nicht ob das alles überhaupt noch gelesen wird. Guckt auch in meine anderen Übersetzungen rein!
