Kapitel 18
Dura lex, sed lex
Nicht alle Schüler kamen nach den Weihnachtsferien zurück. Die meisten, aber nicht alle. Diejenigen, die zurückkehrten verhielten sich meist vorsichtig und zurückhaltend. Die meisten, aber nicht alle. Ganz unabhängig vom Haus, gab es junge Männer und Frauen, die auf einmal „adlig" waren und sich damit rühmten mit dem einen oder dem anderen Adelsgeschlecht verwandt zu sein. Professor McGonagall, die vorrübergehend die Stelle des Direktors übernahm, setzte dem ein Ende, als sie versprach für jede Bemerkung über Titel, Adelszugehörigkeit und „ältere Rechte" Punkte vom jeweiligen Haus abzuziehen. Seitdem blieb es weitgehend ruhig, auch wenn die Blicke immer noch Bände sprachen.
Die Diskussion innerhalb des Hauses Slytherin beendete Professor Snape, als er einen Sechstklässler, der der Meinung war, sich von einem „Halbblut" nichts sagen zu müssen, von der Schule warf.
„Ich bin mir sicher, Mister Gallas, Ihre zweifelsohne edle Familie wird in der Lage sein qualifiziertes Ende Ihrer Ausbildung zu Hause zu gewährleisten. Gehen Sie nach Hause, Mister Gallas. Gehen Sie nach Hause und verschwenden Sie nicht Ihre wertvolle Zeit mit uns niederem Volk!" Er vorführte eine derart spöttische Verbeugung, dass es nur als tiefe Beleidigung ausgelegt werden konnte. Sobald der Junge verschwunden war, wandte er sich an die anderen.
„Ich schlage vor, dass jeder, der der Meinung ist etwas Besseres zu sein Mister Gallas folgt!" Niemand rührte sich.
„Hervorragend! Sollte sich bei jemanden dennoch diesbezüglich Probleme ergeben, bin ich gern behilflich denjenigen, beim Packen zu helfen!" Er rauschte aus dem Zimmer und ließ uns in beklemmender Stille zurück.
„Was steht ihr hier so dämlich in der Gegend?!", rief er Vertrauensschüler heiser. „Marsch in eure Betten, bevor ich anfange Punkte abzuziehen!"
Die Politik der Schule war also klar. Man wird – zumindest vorerst – nicht zulassen, dass der Vergleich der Stammbäume zu Problemen unter den Schülern führt. McGonagall unterstrich das in ihrer Rede am ersten Abend nach den Ferien und Snape verdeutlichte es mit dem Rauswurf eines besonders aufsässigen Schülers. Doch was ist mit der magischen Welt draußen? Was ging dort vor?
Bald vergaß ich diese Fragen, denn der Alltag hatte uns schneller im Griff, als es uns lieb war. Selbst ich musste feststellen, dass mein Wissensvorsprung nicht mehr ausreichte. Viele Sachen hatte ich schlicht und einfach vergessen, viele andere nie richtig gelernt, so dass ich ernsthaft lernen musste, um nicht unter zu gehen. Dazu kamen die zusätzlichen Stunden mit meinem neu erworbenen Onkel Sev, die Arbeit im Archiv, die Lernstunden in der Bibliothek und … immer wieder neue Einsätze als Schulregelbeauftragter. Die Aufgabe, die bisher kaum Erwähnung fand, wurde auf einmal zu einem Albtraum. Alles was früher mit den Worten wie: „weißt du eigentlich wer mein Vater ist?!" oder „geh mit aus dem Weg, Schlammblut" begann, drohte jetzt zu einer Sache auszuarten, die mit Punkteabzug oder Rauswurf zu ende. Also versuchte man einander überall wo es möglich – und auch dort wo es scheinbar unmöglich war – bei der Verletzung der Schulregeln zu erwischen. Als die Vertrauensschüler mich das erste Mal aus dem Unterricht zerrten, um einen Streit beizulegen, ahnte ich nicht, dass es mein Rat nun mindestens zehn Mal am Tag gefragt sein wird. Ich musste mir sogar ein winziges Zimmer im vierten Stock einrichten, um dort alle relevanten Bücher und Schriftrollen immer griffbereit zu haben.
Schon bald musste ich Professor Sprout, Professor McGonagall und Professor Flitwick erklären, was ein Schulregelbeauftragter war, warum ich diese Aufgabe übernahm und wo sich ihre eigenen Schulregelbeauftragten die aktuell gültigen Regeln einsehen konnten. Snape meinte, es sei meine Entscheidung, ob ich meinen neuen „Kollegen" half oder sie selbst in der Bibliothek nachforschen ließ. Ich entschied mich für die erste Möglichkeit, hauptsächlich weil ich keine weiteren Personen im Archiv oder der Verbotenen Abteilung sehen wollte. Es war nicht überraschend, dass Hermine die Schulregelbeauftragte ihres Hauses wurde. Und weil sie mir bei vielen Sachen geholfen hat, teilte ich gern mein Wissen mit ihr. Das Haus Hufflepuff sendete ausgerechnet Ron Weasley mit dieser Aufgabe zu mir und Gryffindor schickte äußerst unwilligen Dean Thomas. Offensichtlich wollte keiner der beiden Jungs diese besondere Aufgabe freiwillig übernehme, sodas der Anblick der vielen Bücher und Rollen Verzweiflung und Tristeres auf ihre Gesichter zauberte.
„Heißt es wir müssen all das lernen?", fragte Dean und hob ein Buch, das mit vielen bunten Lesezeichen versehen war.
„Das sind nur die häufigsten Fälle", „beruhigte" ihn Hermine. „Außerdem gibt es noch mehr Bücher, die durchsucht werden sollen."
„Durchsucht? Nach was?", wunderte sich Ron. „Was kann man den noch finden?!"
„Hinweise darauf, ob eine Regel irgendwann außer Kraft gesetzt wurde", erklärte das Mädchen. „Es gibt einen ganzen Haufen uralter Regel, die bisher gelten, weil keiner sich die Mühe machte sie für unwirksam zu erklären."
„Und all diese Regel gelten noch immer?", fragte Dean Thomas. Er war dabei ein zerfleddertes Bändchen zu durchblättern. Ein der wenigen Bücher, in dem tatsächlich eine Liste mit klar formulierten Regeln zu finden war – und auch das nur weil es eine Art Tagebuch eines ehemaligen Schulleiters war und das aus der Zeit, in der er selbst Schüler in Hogwarts war.
„Es ist nicht erlaubt, nach Sonnenuntergang und innerhalb der Schlossmauern einen Hauselfen mit Pfeil und Bogen zu erschießen", zitierte Dean. „Wirklich?"
„Wirklich", seufzte ich. „Sollte es aber wirklich dazukommen, dass wir auf so eine alte Regel zurückgreifen müssen, dürfen wir entscheiden, ob wir diese Regel befolgen oder für Zukunft außer Kraft setzen."
„Gilt das für jede Regel?", wollte Ron wissen, es sah jetzt wesentlich interessierter aus.
„Für jede idiotische Regel, die älter als ein hundert Jahre ist, auf jeden Fall. Bei allen anderen, die absurd erscheinen, müssen wir… nun ja ich musste Professor Snape fragen."
„Können wir den anderen bei Regelverstößen Punkte abziehen?" Rons Blick wurde lebendiger. Ich schüttelte den Kopf.
„Nein, Das machen die Vertrauensschüler oder die Lehrer. Wir werden nur dann gebraucht, wenn sie sich mit den Regeln nicht mehr sicher sind." Das schien ihn zu enttäuschen. Sollte es doch! Ich war froh Helfer zu haben, denn meine „Dienste" beschränkten sich schon lange nicht mehr auf das Haus Slytherin allein.
Das Jahr lief also weiter. Unterricht, Archiv, gemeinsames Spielen, gemeinsames Lernen, ab und zu Flugstunden. Und Voldemort der draußen langsam aber sicher seine Position sicherte. Und den Stein der Weisen brauchte er nicht dazu. Er brauchte eine gut sitzende Robe, eine Menge Erpressungsmaterial und vermutlich einen Experten, der seine Reden schrieb. Wenn man bedachte, wie der Tagesprophet von seinen Aktionen berichtete, ahnte ich wer dieser Schreiber war, auch wenn ihr Name nicht unter den Artikeln auftauchte.
Zwei Tage bevor das Schuljahr zur Ende ging, wurde ein neuer Zaubereiminister ernannt – Lord Voldemort. In seiner Antrittsrede – die ganz groß in jedem magischen Informationsmedium gebracht wurde – bedauerte er seine früheren Taten. Sie seinen der Ausdruck seiner „Hilflosigkeit" gewesen, seines „Unvermögens seine Meinung auf einem anderen Weg zu vermitteln". Sie Jahre des Exils haben ihm klar gemacht, dass es einen anderen Weg geben muss. Jetzt würde er diesen Weg gehen. Es gab sogar ein Gerichtsprozess, bei dem Voldemort für die Morde, die er persönlich begannen hat zwar schuldig gesprochen wurde, aber das Gericht stellte auch fest, dass die Jahre in „entkörpertem Zustand" Strafe genug seien. Das jeder, der an diesem Prozess beteiligt war, angefangen bei den Gerichtsdienern bis zu dem Richter und seinen Helfer überzeugte Todesser waren – war natürlich reiner Zufall. Snape identifizierte sie alle. Die meisten von ihnen haben sich bereits in Hogwarts für die Ideen des Dunklen Lords interessiert. Für den „ersten" Krieg waren sie natürlich zu jung gewesen. Bei dem „zweiten" aber zu klein und unbedeutend für das Mal. Jetzt. da viele der „alten Garde" auf die eine oder andere Art verloren waren, konnten sie in den „ersten Kreis" aufrücken.
An diesem Tag wünschte ich mir mich betrinken zu können. Oder auf jemanden einzuschlagen, oder irgendetwas in die Luft zu jagen. Stattdessen stand ich wie alle anderen Schüler in der Großen Halle und versprach im Chor, dass ich die neu erlassenen Gesetze achten und respektieren werde, um Frieden und Wohlstand der magischen Gesellschaft zu sichern.
Die diesbezügliche Diskussion mit Sirius am Vorabend dieser Feierlichkeit in der Heulenden Hütte statt. Sirius kam in die Schule, zeigte Minerva McGonagall seine Marke, bestellte mich ins Snapes Arbeitszimmer und brachte uns alle dann in die Heulende Hütte. Wortlos drückte Sirius ein offizielles Schreiben des Ministeriums in Snapes Hand. Ich musste mich ziemlich verrenken, um es mitlesen zu können.
„Das ist es? So Endet das also?", fragte Snape hilflos. „Er hat gewonnen?"
„Nein, das hat er nicht", knurrte Sirius. „Zwar hat er es dieses Mal schlauer angestellt, doch seine Methoden bleiben die gleichen. Einschüchterung, Mord, Erpressung, Angst und eine Menge leerer Worte."
„Black! Er wird Morgen die Stelle des Minsters annehmen! Wie soll man gegen ihn vorgehen, wenn er alle offiziellen und inoffiziellen Kräfte an seiner Seite hat? Götter, Black! Ab morgen musst du alles, was er sagt ausführen. Alles, Black!" Sirius nickte ernst.
„Das mag sein, dass ich mich an die neuen Spielregeln halten muss. Er aber auch! Zumindest für die Öffentlichkeit wird alles seine Richtigkeit haben müssen. Er wird es – zumindest jetzt noch nicht – nicht wagen offen in alte Muster zu verfallen. Er wird mich also nicht heimlich loswerden können, nicht wenn ich alles tun werde, um in der Öffentlichkeit zu sein."
„Das ist dein Plan?! In der Öffentlichkeit zu sein? Verdammt, Black! Hast den Verstand verloren?! Er wird dich ohne zu zögern aus dem Weg fegen, sobald er merkt, dass du nicht nach seiner Pfeife tanzt!" Wo er Recht hat, da hat er Recht. Voldemort wird vor dem Namen Black keinen Halt machen.
„Er hat mit einem Spiel angefangen, dessen Regeln er nicht einmal im Ansatz kennt", antwortete Sirius finster und zog einen Ring vom Finger. Bis er das Ding berührt hatte, konnte ich es nicht einmal sehen. Jetzt erkannte ich es. Der Ring lang in dem Archiv der Familie, auf einem Regal zusammen mir dem Zauberstab und einigen wenigen persönlichen Dingen von Cygnus Black dem Älteren. Mein Urgroßvater. Meinem tatsächlicher Urgroßvater.
„Weißt du was das ist, Severus?"
„Ein Siegelring… was …?"
„Nein, weißt du wofür dieser Ring steht?"
„Black!"
„Der Ring bedeuten Macht. Mach des Alten Blutes, Severus. Macht einer Familie, eines Klans. Macht, die seit Jahrhunderten gesammelt und weitergegeben wird. Es ist weit mehr als ein Name oder ein Titel. Weit mehr sogar als Erziehung und die richtige Ausbildung. Es ist die Magie selbst, die durch meine Adern fließt und mich diesen Ring tragen lässt."
Jetzt ist er verrückt geworden! Sirius hat seinen Verstand verloren und ich musste mir nun etwas einfallen lassen. Das Gleiche schien auch Snape zu denken, denn er zog langsam seinen Zauberstab.
„Black!" Die leise warnende Stimme schien Sirius wieder zu sich zu bringen. Er zog den Ring wieder an.
„Magie lässt nicht mit sich spielen oder sich missbrauchen. Wir haben es vergessen, Severus. Wir hätten es dort in Hogwarts lernen sollen, aber wir haben es nicht getan. Ich musste es nachholen, um einen Ausweg zu finden. Ich saß die letzten Wochen im Familienarchiv und habe gelesen. Alte Aufzeichnungen meiner Urgroßeltern. Verträge, Briefe, Tagebücher!" Er fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare.
„Ich habe die Porträts zum Reden gebracht. Sie dazu gebracht mir ein paar Antworten zu geben!"
„Konzentrier dich, Black! Ich will eine normale Erklärung haben. Nichts was nach Größenwahn klingt!"
„Die Magie hat eine Art… Seele", versuchte Sirius seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. „Sie ist kein Instrument, kein Hilfsmittel. Sie folgt bestimmten Regeln und sie funktionieren immer ganz unabhängig davon, ob man von ihrer Existenz weiß oder nicht."
„Welche Regeln wären das zum Beispiel?"
„Alles hat seinen Preis", antworte Sirius ernst. „Das ist die Erste Regel, die Voldemort vergessen hat. Er spaltete seine Seele und mit ihr seinen Verstand. Mit jedem Horkrux, den er schuf, verlor er mehr und mehr an geistiger Gesundheit. Mehr und mehr von dem was ihn ausmachte. Also an dem was ihn berechtigte Magie zu nutzen. Er hatte ohnehin ganz schlechte Karten aber anstatt zu versuchen etwas zu schaffen, zerstörte er. Menschen und Sachen um sich herum, aber auch sich selbst."
„Das scheint ihm aber nicht sonderlich geschadet zu haben", meinte Snape sauer. „Er ist genau so stark, mächtig und böse, wie vorher. Glaube mir Black, ich habe das an eigener Haut erfahren!"
„Er mag Magie nutzen können, aber er hat längst jegliches Recht verloren sich auf die Magie berufen zu dürfen."
„Was soll das bedeuten? Er kann nicht bei seiner Magie schwören?", fragte ich.
„Ja, so ist es, aber was wichtiger ist – auch Schwüre ihm gegenüber werden keine Macht haben. Die Magie wird ihm nicht helfen."
„Woher weißt du das, Black? Wie kannst du dir sicher sein?"
„Weil ich meinen „Kniefall" vor dem neuen Minister bereits gestern hatte." Er streckte Seine Hand und schob den Ärmel hoch. Zu meinem völligen Entsetzen sah ich das Dunkel Mal auf seinem Arm. Snape wankte und machte einen Schritt zurück, wobei er seinen Stab erhob. Ich tat es ihm nicht gleich, weil der Schock mich gelähmt hat.
„Du kennst es doch, Severus", mein Vater streckte den Arm mit den Mal Severus entgegen. „Ist es sein Zeichen?"
„Was hast du gemacht, Black?"
„Ist es echt!? Prüfe es! Schau es dir genau an!" Zu diesem einem Schritt nach vorn musste Snape sich sichtlich zwingen. Er berührte mit dem Stab das Zeichen der Todesser auf Sirius' Haut und seine Augenbrauen bewegten sich langsam nach oben.
„Wie geht das? Wie kann so etwas sein?"
„Was ist?", wollte ich wissen. „Was ist mit dem verdammten Zeichen!?"
„Es ist … nichts weiter als ein Muster auf der Haut", flüsterte Snape entsetzt. „Da ist zwar die Verbindung, aber sie ist gestört. Der ganze Zauber ist… verwischt, als hätte jemand daran herumgebastelt!"
„Remus und ich haben daran gebastelt. Und ein Tätowierer aus Glasgow. Ich musste mir das verdammte Ding fünf Mal stechen und wieder entfernen lassen, bevor es richtig aussah!" Er rollte den Ärmel herunter und grinste.
„Wenn du mir nicht augenblicklich alles erklärst! Schwöre ich dir, Black…!"
„Ja, ja, schon gut! Ich bin ja schon dabei! Jeder, der ab morgen im Ministerium arbeitet, trägt entweder das hübsche Zeichen, oder steht unter Imperio. Die meisten haben sich für das Zeichen entschieden. Ich auch."
„Du warst bereit ihm zu dienen?"
„Ich war bereit auf die Macht meines Blutes zu vertrauen", korrigierte Sirius. „Ein paar Stunden zuvor haben ich auf dem Altar der Familie mein Erbe angenommen und geschworen nur im Sinne und zum Wohl meiner Familie zu handeln. Geschworen sie mit allem zu schützen, was ich bin und habe."
„Und dann?"
„Dann stand ich vor ihm und er stelle mich vor die Wahl. Ihm freiwillig zu dienen oder mich von meinem Verstand zu verabschieden. Ich wählte das Erste. Er setzte mir sein Zeichen und entließ mich. Dann hat mich Remus abgeholt und mich auf alles Mögliche und Unmögliche überprüft. Als er sich nach vier Stunden sicher war, dass ich immer noch ich war, war das Zeichen auf meinem Arm verschwunden."
„Der Schwur der Familie gegenüber war also stärker?", fragte ich. Sirius lächelte.
„Sieht so aus. Doch das Problem war nun, dass ich keinerlei Verbindung zu Voldemort hatte, was sofort herauskommt, wenn er mich rufen sollte. Also erinnerte sich Remus an einen Squib in Glasgow, der als Tätowierer arbeitete. Während der Mann an der Zeichnung arbeitete, tüftelten Rem und ich an der Verbindung… keine Ahnung ob es funktioniert, wie es sollte, aber wir haben eine Art umgekehrten Suchzauber hineingearbeitet. Es wird anschlagen, wenn unser neuer Minister nach mir suchen sollte."
„So einfach ist es?", fragte Snape verloren. „Man muss sich nur einer größeren Sache verschreiben, um seine Macht abzuschütteln?"
„So einfach ist das nicht, aber ja. Seine Magie ist… unvollkommen, angreifbar, bereit ihn jeden Augenblick im Stich zu lassen. Wenn du mit dir selbst und deiner Magie im Reinen bist, kann er nicht gewinnen…. Es sei denn du willst, dass er gewinnt." Snape sah meinen Vater nur stumm an, aber ich sah, dass er innerlich schrie und tobte.
„Wenn du zudem die Stärke deiner Vorfahren hinter sich hast, musst du nur an das glauben, was du tust, um gegen jeden Zwang zu bestehen."
„Stärke der Vorfahren?", fragte Snape bitter. „Ich bin ein Halbblut. Ein Halblutprinz!"
„Ich störe dich in deinem Selbstmittleid nur ungern, aber das stimmt nicht mehr ganz", erwiderte Sirius und streckte Severus seine Rechte entgegen. Auf der Handfläche war eine dünne, kaum sichtbare Narbe zu sehen. Snape zuckte zusammen und schaute die eigene rechte Hand an. Ich streckte mich und sah dort ebenfalls eine dünne Narbe.
„Ich habe es mir nicht eingebildet?", fragte er erstaunt. „Du warst tatsächlich dort?!" Er wurde bleich vor Entsetzen.
„Tut mir leid, dass es keine feierliche Aufnahme mit feinem Abendessen gab", sagte Sirius. „Es ging um Sekunden. Mit diesem verdammten Mal konnte ich dich nicht heraushohlen und Bella hätte mir nie vergeben, hätte ich dich zurückgelassen, also musste ich mir an Ort und Stelle etwas einfallen lassen."
Eine Weile war es still.
„Also spielen wir mit? Wir folgen den neuen alten Gesetzen?". fragte ich. „Wir lassen uns auf sein Spiel ein?"
„Wir schlagen ihn mit seinen Waffen. Mit den Gesetzen, die er selbst wieder ins Leben zurückgerufen hat."
So... Es geht mit Harrys zweitem Jahr weiter. Ich habe versucht in den letzten Kapiteln ein Grundgerüst für die weitere Handlung aufzubauen und hoffe ich habe nichts vergessen. Da ich mir nicht sicher bin, ob ich die Jahren drei bis fünf überspringen werde, schreibe ich alles als eine Geschichte weiter, anstatt eine neue zu beginnen. Ich bedanke mich für die Kommentare und Anmerkungen und freue mich, wenn Ihr noch mehr schreibt :-). Die nächsten Kapitel sind schon in Arbeit. Ich hoffe am Sonntag wird es weiter gehen.
