Die Ereignisse im Sommer greife ich in den späteren Kapiteln noch auf.

Kapitel 20

Alte Liebe rostet nicht. Oder?

Da waren wir wieder. London. Bahnhof King's Cross. Auf dieser Seite der Mauer war alles beim Alten. Nur dass die Schlagzeilen der Muggelzeitungen sich denen des Tagespropheten erstaunlich glichen. Erneuter Flugzeugabsturz. Wetterkatastrophen. Verkehrsunglücke. Vermisste Personen. Gravierende Schwierigkeiten in einem Atomkraftwerk.

Natürlich fanden die Muggel für alles eine vernünftige Erklärung. Schließlich konnte sie ja schlecht zugeben, dass es keine vernünftige Erklärung für viele dieser Dinge gab. Der Tagesprophet dagegen brachte Beweise, keine Erklärungen. Nun gut. Eine Erklärung gab es doch. Muggel waren verwundbar. Ihre Technik war nicht fehlerlos und der Magie nicht immer überlegen. Ich denke in den letzten drei Monaten hatte die magische Welt mehr über die Muggel erfahren als in den letzten drei Jahrhunderten.

Sirius du Alice steigen aus dem Auto aus und halfen uns die Koffer auszuladen. Das Baby blieb mit Tante Bella im Auto. Charlotte Evelyn Black. Charly. Als Sirius den Namen zum ersten Mal nannte, brachte ich vor lauter Gefühlen in mir kein Wort heraus. Er umarmte mich, ohne ein etwas zu sagen. Ich hatte jetzt eine kleine Schwester! Sie war erstaunlich laut, hatte blaue Augen und fast gar keine Haare. Der weiche Flaum auf ihrem Kopf versprach aber so richtig schwarz zu werden. Sie mochte Auto fahren, Muggelmusik, Schläfchen, Zauberstäbe ihrer Brüder und ihren Vater. Besonders in seiner zweiten Hypostase. Außerdem mochte sie, wenn Tante Bella für sie sang und wenn die Aufmerksamkeit der gesamten Familie auf sie gerichtet war. Ich liebte sie!

„Ihr habt die Tickets?", fragte Sirius. Ich nickte.

„Wir haben alles", bestätigte Neville. Er steckte den Kopf durch das Wagenfenster.

„Sie schläft", flüsterte er enttäuscht und zog sich wieder zurück.

„Wir grüßen sie von euch", versprach Alice. „Und jetzt los, sonst kommt ihr noch zu spät!" Wir verabschiedeten uns von der Familie und machten uns auf den Weg zum Gleis. Vorbei an den Menschenmassen und Zeitungsständen mit uns bereits aus der magischen Welt vertrauten Bildern und schreienden Überschriften. Dass die Familie uns heute nicht begleiten konnte, hatte einen Grund. Sie waren unterwegs zur Remus, um alle Einzelheiten bezüglich der magischen Taufe mit ihm zu klären. Er sollte einspringen, wenn der erneute Versuch Snape dazu zu überreden, scheitern würde.

In dem dichten Gedränge erreichten wir die Absperrung zum Gleis 9 ¾ gerade noch rechtzeitig, um unsrer Gepäck zu verstauen und in den Zug einzusteigen, bevor dieser sich in Bewegung setzte. Draco und Hermine fanden sich ziemlich schnell in einem Abteil mit zwei Erstklässlerinnen, die einander gegenüber am Fenster saßen.

„Der übrige Zug ist voll", meinte Draco unzufrieden mit dem Blick auf die zwei Mädchen. „Bones ist übrigens nicht da gewesen. Wir haben die ganze Zeit auf sie gewartet." Die beiden Mädchen schauten uns neugierig an und ich versuchte aus aller Kraft die beiden vorerst zu übersehen.

„Sie hatte mir heute Morgen eine Eule geschickt", sagte Neville während ich Ruhr aus dem Käfig entließ, damit er frei herumlaufen konnte. „Sie wird von Hogsmead direkt zum Schloss kommen. Ihre Tante hat das so entschieden." Hermine und Draco nickten verständnisvoll. Der Kniesel schaute sich in dem Abteil um, streckte und schüttelte sich, bevor er wahrlich würdevoll davonstolzierte.

„Hi!", mein Bruder setzte sich neben dem rothaarigen Mädchen und streckte ihr seiner Hand entgegen. „Ich bin Neville Longbottom", stellte er sich höfflich vor. „Wie ist dein Name?"

„Ginevra Weasley", antwortete das Mädchen. „Ginny", fügte sie etwas schüchtern hin zu und blickte fragend zu mir. Sie war irgendwo dort in ihr. Die Ginny, die ich geküsst habe. Das Mädchen, das ich wirklich liebte. Ich erkannte sie in den braunen Augen und den noch sehr kindlichen Gesichtszügen.

„Ich bin Harry Potter", stellte ich mich ebenfalls vor. Um mich von den Gedanken an Ginny irgendwie abzulenken, schaute ich zu den blonden Mädchen neben mir.

„Wie ist dein Name?" Sie hob die blassen silbergrauen Augen und schaute mich an. Schaute mich nur an und ich hatte das Gefühl, dass sie mehr sah, als alle anderen.

„Ich bin Luna. Luna Lovegood", stellte sie sich vor. „Ihr seid Freunde, nicht wahr? Tut mir leid, dass wir nicht woanders gehen können, damit ihr unter euch bleiben könnt." Ich musste lächeln. Luna blieb auch in dieser Welt sie selbst.

„Nun, da kann man offensichtlich nichts dagegen machen", murrte Draco, dann schaute er zur Ginny. „Sag, habt ihr noch mehr Kinder zu Hause? Hat eure Mutter beschlossen jeden Jahrgang mit einem eigenen Weasley zu versehen?"

„Draco!", empörte sich Hermine, aber Ginny schüttelte nur den Kopf.

„Ich bin vorerst die letzte. Obwohl … Mein ältester Bruder vielleicht bereits für Nachschub sorgen könnte." Ich starrte sie mit großen Augen an. Dieses Ginny war nicht so schüchtern, wie es schien.

„Oha", machte Hermine grinsend, als sie Dracos verblühtes Gesicht sah. „Dein Name hat sie anscheinend nicht beeindruckt." Draco errötete leicht.

„Ich habe mich doch gar nicht…" Er verstummte. Blickte Hermine böse an und straffte die Schulter.

„Ich bin Draco Malfoy!", verkündete er und das wischte den leicht überlegenen Ausdruck von Ginnys Gesicht. Die aktuell gültige „Rangtabelle" stellte die Malfoys ganz weit nach oben, auch wenn Lucius sich nach wie vor weigerte das Schwarze Mal erneut anzunehmen. Weasleys dagegen ließen sich demonstrativ von der Liste der „untastbaren" streichen und landeten deshalb in den unteren Rängen. Ihren Platz auf der Liste nahm – zu meiner unendlichen Überraschung – die Familie Potter ein, die im Augenblick aus mir allein bestand. Die Beleidigung der „untastbaren" könnte übel enden, also war Ginnys Reaktion verständlich.

„Nett dich kennenzulernen, Draco", sagte Luna aufrichtig. „Ich hoffe wir werden Freunde." Er holte Luft, um etwas zu sagen, doch anscheinend fiel ihm nichts ein. Luna lächelte noch kurz und zog dann ein Buch aus der Tasche, und begann zu lesen. Sie schien dabei die Welt um sich herum völlig ausgeblendet zu haben. Ginny, versuchte ebenfalls zu lesen, doch das gelang ihn nicht. Sie wurde immer wieder durch unsere Gespräche abgelenkt. Schließlich schnappte sie sich ihr Buch und ging hinaus. Luna blieb sitzen, und nur das regelmäßige Umblättern zeigte, dass sie noch nicht eingeschlafen war. Als uns die Themen für unverfängliche Gespräche ausgingen, wandte sich Hermine an Luna.

„Luna?" Das Mädchen schaute verträumt hoch. „Was liest du da? Scheint sehr spannend zu sein." Luna schloss das Buch – wobei sie eine lange weiße Feder als Lesezeichen nutzte – und reichte das Buch weiter.

„Die wahre Geschichte der Zauberwelt", las Hermine skeptisch und öffnete das Buch etwa in der Mitte um leise ein paar Zeilen zu lesen.

„Das ist doch Unsinn!", rief sie und gab das Buch zurück. „So war das gar nicht!" Luna blieb völlig unbeeindruckt. Sie öffnete das Buch wieder, steckte die Feder sich hinter das Ohr und las weiter. Hermine schaute von dem Mädchen zu uns und wieder zurück. Was sie wohl mehr empörte? Der Inhalt des Buches oder dass Luna sich nicht auf eine Diskussion einließ? Völlig entrüstet, weil wir nicht mal daran dachten einzugreifen, kreuzte Hermine die Arme vor der Brust. Sollte Lovegood eine Ravenclaw werden, wird Hermine noch von Schuljahrsende weiße Haare kriegen. Luna würde meine gute Freundin in den Wahnsinn treiben.

Ginny kehrte zurück als es schon dunkel wurde. Sie nahm ihre Sachen und verschwand wieder.

„Wir sollen uns auch umziehen", meinte Hermine. „Wir sind bald da." Draco, Neville und ich gingen hinaus, damit die Mädchen sich umziehen konnten und als sie soweit wahren, überließen sie uns das Abteil. Als wir die Tür öffneten, um die beiden Mädchen wieder herein zu lassen, schaute Luna neugierig auf unsere Hausabzeichen.

„Er ist in Hufflepuff, sie in Ravenclaw und ihr beide in Slytherin und dennoch seid ihr Freunde", meine sie nachdenklich. „Es ist wohl doch nicht so wichtig, in welchem Hause man ist." Wieder wollte Draco etwas erwidern und lies es sein. Entweder wurde er weiser oder er hatte keine Lust sich auf eine Diskussion mit dem merkwürdigen Mädchen einzulassen.

Als wir aus dem Zug ausstiegen, rief Hagrid die Erstklässler zu sich. Ich winkte Luna zum Abschied und wir folgten den älteren Schülern zu den Kutschen. Die Thestrale. Da waren sie. Vier vor jeder Kutsche. Beim letzten Mal musste ich Cedrics Tod miterleben, um diese Tiere sehen zu können. Dieses Mal war ich offensichtlich alt genug, um mich an den Tod meiner Eltern zu erinnern. Oder war es, weil ich meine alte Erinnerung mitgebracht hatte? Wie dem auch war, ich war einer der wenigen, die diese seltsamen Tiere sehen konnte.

In der Großen Halle nahm ich meinen Platz am Tisch der Slytherin ein und nutzte die Zeit, um mich umzusehen. Dumbledore war immer noch nicht da. Seinen Platz nahm McGonagall ein. Ihre Stelle dagegen übernahm Severus Snape, der über diese Art Beförderung nicht sonderlich glücklich wirkte. Ansonsten gab es nur ein neues Gesicht an der Lehrertafel – eine Frau, die wahrscheinlich die Flugstunden und Quidditchtraining übernehmen würde. Als alle Schüler endlich auf ihren Plätzen saßen – Ron mitten unter den Hufflepuffs, Hermine am Rand der Ravenclaw Schüler – öffneten sich die großen Türen und Hagrid führte die Erstklässler herein. Er selbst blieb am Eingang stehen, zusammen mit Mr. Filch und seiner Katze.

Professor McGonagall trat selbst nach vorn und erklärte sie Auswahlzeremonie. Doch bevor es dazukommen konnte, war der Sprechende Hut an der Reihe. Ich frage mich schon die ganze Zeit, was er wohl singen würde. Woran er uns erinnern oder wovor warnen wollte. Was für ein Zauber auch in ihm steckte, er schien immer gut zu wissen, was ind er Welt außerhalb von Hogwarts vorging.

Freunde, reicht die Hand zum Bunde!

Diese schöne Feierstunde

Führ uns hin zu lichten Höhn!

Lasst, was irdisch ist, entfliehen,

Unsrer Freundschaft Harmonien

Dauern ewig, fest und schön.

Preis und Dank dem Weltenmeister,

Der die Herzen, der die Geister

Für ein ewig Wirken schuf!

Licht und Recht und Tugend schaffen

Durch der Wahrheit heil'ge Waffen,

Sei uns göttlicher Beruf.

Ihr, auf diesem Ort die Besten,

Menschen all im Ost und Westen

Wie im Süden und im Nord!

Wahrheit suchen, Tugend üben,

Und einander herzlich lieben,

Das sei unser Losungswort.*

Der Hut verstummte wieder, es gab begeisterten Applaus und die Auswahl begann. Einer nach dem anderen steigen die Kinder hoch und ließen sich den jeweiligen Häusern zuweisen. Als Luna an der Reihe war, dauerte es eine ganze Weile, bis der Hut „Slytherin!" verkündete und ich glaubte zu sehen, wie Hermine erleichtert aufatmete. An unserem Tisch gab es nur verhaltenen Applaus, als das Mädchen sich zu uns gesellte. Sie wird es auch hier nicht leicht haben, begriff ich. Aber ich würde alles tun, um es ihr leichter zu machen. Als nun Ginny an der Reihe war, ertappte ich mich bei den Gedanken, ob es Molly umbringen würde, wenn ihre einzige Tochter in Slytherin landete. Gleichzeitig wünsche ich mir aber, dass sie woanders eine „zweite Familie" fand. Der Gedanke sie in Augenblick so nah bei mir zu haben, verursachte mir Unbehagen. Auch bei ihr brauchte der Hut ungewohnt lange, um zu entscheiden, dass sie dem größten Teil ihrer Familie nach Gryffindor folgen würde. Ron, schien es zu enttäuschen, aber er applaudierte dennoch.

Die Ansprache der Direktorin war kurz. Willkommen zurück. Seid fair, respektiert einander, hilft einander. Zaubert nicht in den Gängen. Geht nicht in den Verbotenen Wald. Haltet euch fern von dem Schwarzen See und der Peitschenden Weide. Eine mehr oder weniger vollständige Liste aktueller Regeln erhaltet ihr von eurem Schulregelbeauftragtem. Lasst es euch schmecken.

Man sah es ihr an, dass sie diese Aufgabe nur ungern übernahm. Sie klang gereizt, als hätte man sie zu dieser Rede regelrecht zwingen müssen. Snape sah ebenfalls nicht danach aus, als wäre er gern hier. Er war verärgert und das merkte man ihm deutlich an. Selbst am nächsten Morgen noch, als Professor Snape in den Gemeinschaftsraum kam, um neue Schüler zu begrüßen.

„Ich bin Professor Severus Snape, euer Lehrer im Fach Zaubertränke. Dass ich gleichzeitig euer Hauslehrer bin, gereicht euch sicherlich nur zum Nachteil, denn ich werde von euch doppelt so viel verlangen, wie von allen anderen. Falls ihr Fragen oder Probleme habt, sucht zuerst die Bibliothek, die Vertrauensschüler, unseren Schulregelbeauftragten, die Schulsprecher oder den Krankenflügel auf. Wenn all das nicht weitergeholfen hat, kommt ihr zu mir." Er sah sich die neuen Schüler, die in der Mitte standen, genau an. Schien sie sich einzuprägen. Dann wanderte sein Blick weiter zu den älteren Schülern.

„Eins möchte ich klar stellen. Hier in Hogwarts seid ihr alle gleich. Ihr seid Schüler. Ganz gleich woher ihr kommt und was ihr euch einbildet zu sein. Ihr seid Schüler. Meine Schüler und so lange das so bleibt, wird jegliche Berufung auf Stammbaum, Herkunft und Familienverbindungen mit sofortigem Rauswurf aus der Schule bestraft."

„Sir, aber die neuen Gesetze…", eine unsichere Stimme eines älteren Schülers.

„Ich kenne die neuen Gesetze, Mr. Gorny. Daher auch meine Entscheidung. Ich will niemanden dazu zwingen sich länger als nötig in der Gesellschaft von … Niedergestellten auszuhalten. Ich respektiere das Recht des Alten Blutes und unterstütze daher das Streben der zukünftigen Lords und Ladys nach der Reinheit ihrer Gesellschaft. Wenn Sie es also nicht länger aushalten ein Schüler dieser Schule zu sein und sich immer öfter an ihre Familie erinnern, gebe ich euch gern die Möglichkeit zu dieser Familie zurückzukehren. Ich bin mir sicher, dass die Familien des Alten Blutes kein Problem damit haben werden eure Ausbildung in Eigenregie zu beenden." Gütige Götter, war der Mann wütend! Wenn jemand dumm genug sein sollte jetzt die Klappe aufzumachen wird der Rauswurf das Geringste seiner Probleme sein. In diesem Zustand war „Onkel Sev" durchaus in der Lange dem bedauernswerten Dummkopf einen unschönen Fluch auf den Hals zu hetzen.

Als die Versammlung aufgelöst wurde, hielt mich Luna auf. Sie sah … ordentlich aus. Das blonde Haar war zu einem langen Zopf gebunden, die Uniform war makellos und nur der gehetzte Ausdruck in ihren Augen sagte mir, dass etwas nicht stimmte.

„Etwas quellt ihn", sagte sie leise, während sie neben mir herlief. „Es bereitet ihm Schmerzen."

„Ich rede mit ihm", versprach ich genau so leise. Sie nickte, als währe es genau das, was sie erreichen wollte.

„Was ist los, Luna? Du siehst… siehst aus, als hättest du auch etwas, was dich quellt." Sie blieb stehen, leiß ein paar Schüler an uns vorbei und sah mir in die Augen. Wieder dieser Blick. Als sehe sie mehr als alle anderen.

„Mein Vater. Er wird nicht verstehen, dass ich mich für Slytherin entschieden habe." Oh! Ja, ihr Vater wird sicherlich Probleme damit haben seine Tochter unter den Schlangen zu sehen.

„Du hast dich entschieden?", fragte ich interessiert. Offensichtlich bot der Hut nicht nur mir diese Möglichkeit an. Sie nickte.

„Der Hut wollte, dass ich nach Ravenclaw gehe, aber dort ist deine Freundin Hermine. Sie will mich nicht in der Nähe haben, deshalb bat ich den Hut seine Entscheidung zu überdenken."

„Und das er offensichtlich getan", murmelte ich. „Du wolltest also nur wegen Hermine nicht nach Ravenclaw?" Mittlerweile waren wir auf dem halben Weg zur der Großen Halle. Draco war ein paar Schritte vor uns und unterhielt sich mit Flint. Dieses Jahr wollten wir beide versuchen in die Schulmannschaft zu kommen. Draco wollte sich schon mal erkundigen, wann das Probetraining stattfindet.

„Nein, nicht nur wegen Hermine. Auch wegen dir und Draco. Und Neville." Ich sah sie erstaunt an. Sie blickte starr nach vorne. „Wenn ich in Ravenclaw wäre, würde Hermine nie eine Freundin werden." Solche Sicherheit in ihren Worten! Als wüsste sie es. Vielleicht wusste sie es auch wirklich. Wer kann schon ahnen, was in diesem Kopf vorgeht?

*Von mir nur leicht verändertes Gedicht „Brüder reicht die Hand zum Bunde" von Johann Gottfried Hientzsch (1787 - 1856)