Das große Treffen hatte eine Dimension erreicht die sich Farseer in den ganzen Jahren die er schon lebte nicht hatte vorstellen können. Sicherlich hätte dieser Zustand schon vor Tausenden Jahren erreicht werden können. Schon immer haben Wraith an einer Lösung ihres Problems gearbeitet und nie hatte es einer geschafft dieses Problem zu lösen. Natürlich haben die Umstände damals mit dazu beigetragen das dieser Frieden heute erreicht werden konnte. Ohne Ospreys Enkelsohn und viele die anderen Wissenschaftler nach ihm, wären sie heute nicht hier. Die Lanteanern haben mit ihrem Virus dazu beigetragen, dass der Ball endgültig ins Rollen kam. Deren Hilfe bei der Fertigstellung des Hoffaner Virus. Deren eigenes Projekt des Retrovirus. Als sie Last Light entführt hatten und aus ihm Michael machten… All diese Fehlschläge die zu ihrer Vernichtung beigetragen hatten, waren nun ein Zeichen ihrer Hoffnung. Wie ein Phönix der aus einer Asche emporstieg. So hatte Jennifer es genannt als er sich mit ihr Unterhalten hatte. Und nun? Nun hatte ihre Fair One aus dem ganzen eine Lösung gefunden. Immer hatten die Lanteanern versucht die Wraiths zu ändern. Oder die Wraiths hatten versucht den Menschen zu ändern. Sie hatte den Durchblick behalten und war Fair bei all dem geblieben. Man konnte keinen ändern. Man sollte niemanden versuchen zu ändern. Man war, was man war. Sie hatte daraus gelernt. Ihr erstes Virus das sie hatte ändern sollen war Fehlgeschlagen. Von Guide wusste Farseer, dass sie sich deshalb unheimliche Vorwürfe machte und das bis heute. Und dann kam ihre Lösung.
Farseer blickte auf seine Hand runter und betrachtete seine Lippen darin. Das Nähren an Menschen klappte so gut wie immer- Nur das diese nicht mehr wie Trauben vergoren und starben. Fair One hatte etwas geschafft, das niemand in 10 000 Jahren geschafft hatte. Sie hatte alle bestehenden Puzzleteile zusammengesetzt und mit Hochdruck dieses Mittel entwickelt. Tief Luftholend sah Farseer über die Eisberge die sich vor ihm erstreckten. Er stand auf der einladenden Terrasse und überblickte die Gegend. Das hier war der Ort an dem sie geschaffen worden sind. Weir hatten es ihnen gesagt. Es war ein seltsames Gefühl nun hier zu sein und das mit diesem Wissen. Hier hatte ihr Leben begonnen. Hier wurde weiter darüber entschieden. Sie würden Leben. Es war Schade, dass viele andere seiner Kameraden, seiner Söhne, das nicht mehr miterleben konnten. Aber jedes ihrer verlorenen Leben trug nun zu dieser Veränderung bei. Sie würden eine richtige Zukunft haben. Ihre Kinder würden in einem Luxus aufwachsen, dass es so nie gegeben hatte. Natürlich würde es noch viel Zeit brauchen bis alle Welten behandelt worden wären und sie diese richtig kontrollierten. Auch wenn nun überall das Virus für Veränderung und Sicherheit auf beiden Seiten sorgte, stand für sie alle klar, dass sie die Menschen nicht einfach freie Hand gewähren würden. Zumindest noch nicht. Ein gewisseres Maß an Vertrauen musste herrschen und vor allem eines. Gleichberechtigung. Sie mussten lernen die Menschen Gleichberechtigt zu behandeln. Das war nicht so einfach. Für keinen von ihnen. Sie brauchten Zeit. Vielleicht sogar mehr Zeit als die Menschen bräuchten um sich an dieses Virus zu gewöhnen. So oder so. Es war gut was kam. Es war richtig. Sie würden keinen Hunger leiden müssen. Death hatte im großen Krieg alle Arbeit geleistet. Nicht nur das ihre eignen Reihen stark verringert wurden, auch die Menschen sind maßgeblich dezimiert worden. Es war eine Schande was geschehen war. Und doch stand er nun hier mit neuen Wegmöglichkeiten. Es ist bereits geklärt worden, das er als Sprecher für die anderen vor den Menschlichen Rat sprechen würde. Immerhin war es sein Vorschlag gewesen die anderen Menschenwelten zusammenzurufen und mit ihnen über die Zukunft zu sprechen. Farseer war einer der ältesten. Wenn nicht er, hätte Guide für ihr Volk sprechen sollen. Aber Guide hatte nun ganz andere Dinge zu klären.
Guide… Er war schon immer riskant gewesen mit allem was er tat. Er gab hohe Einsätze beim Spielen und gewann jedes verdammte Mal. Farseer war schon sehr lange mit ihm befreundet. Ihre beider Hives waren einst Verbündete gewesen, bis zu dem Tag als Guides Hive vernichtet worden ist. Farseer war schon immer der Meinung das ein aufeinander losgehen, absoluter Schwachsinn war. Und jetzt… Das Wraiths und Menschen sich aufeinander einließen passierte schon seit Jahrtausenden. Aber Guide war der erste der es Öffentlich tat und darüber sprach. Er hatte den Weg für viele andere geebnet. Jetzt hatte er sogar einen Sohn. Farseer wollte nach dem Kind ebenso schauen, aber noch wollte er weder Guide noch Jennifer so überlasten. Er vermutete, dass bereits einige dort ein und aus gingen. Er selbst war jemand der sich Situationen anpasste. Er folgte der stärkeren Kraft aus reinem Überlebenswillen. Und gerade war das Bündnis von Alabaster die stärkste Kraft… Außerdem. Guide war sein Freund. Sie beide waren schon immer in einer Allianz gewesen und sie beide wussten wie sie miteinander umgehen mussten. Vielleicht war Guides neuer Weg gar nicht so verkehrt. Farseer wandte sich der unendlichen Weite des Eises ab und trat zurück in den großen Aufenthaltsbereich von Atlantis. Es gab hier keine Wachen die sie Speziell bewachten. An sich konnten sie sich in den meisten Gängen frei bewegen. Und auch dieser Raum war gefüllt von Menschen und Wraiths. Sein Augenmerk fiel auf Teyla. Sie saß an einem Tisch zusammen mit den Kindern. Torren und Darling. Beide Kinder aßen und unterhielten sich dabei ausgiebig. Die beiden waren so Klein, viel zu klein um den Ausmaß ihrer Freundschaft zu verstehen. Und trotzdem war es so als gäbe es für sie beide keine Wiederstände. War das die Zukunft? Von beiden wich sein Blick zu Perlmutt. Sie stand abseits mit Ronon und unterhielt sich mit ihm. Die junge Königin wirkte sehr angespannt. Sie sah zwar Menschlich aus, aber war durch und durch eine Königin. Ihre Präsenz fuhr bis in sein Mark und er würde alles daransetzten, dass sie die Königin seines Hive werden würde. Aber sie jetzt noch einmal anzusprechen wäre verkehrt. Deshalb begab er sich einfach wieder zurück Richtung Saal. Vielleicht aber… Das Treffen würde erst in einer Stunde weitergehen. Es war die Dritte Pause die sie nun eingelegt hatten. Vielleicht war es doch nicht verkehrt jetzt schon bei Guide vorbei zu gehen. Wer wusste schon, was später wäre? Deshalb machte er kehrt und begab sich in die Richtung der Quartiere. Er konnte Guide bereits wahrnehmen, darum schritt er in die entsprechende Richtung. Er nahm die Treppen, die ihn zwei Stöcke höher führten und lief von dort in den richtigen Gang. Vor dem Zimmer von Fair One blieb er stehen und musste nichts weitermachen als die Türe schon aufging. Guide trat in dem Moment gleich zur Seite, damit Farseer eintreten konnte. / Guide / grüßte er seinen alten Freund und blickte sich im Zimmer von Fair One um. Jennifer stand am Fenster und blickte hinaus. Sie trug etwas im Arm, weshalb er gleich auf sie zu kam. „Fair One, meine Glückwünsche zur deinem Sohn."
„Danke." Jennifer drehte sich um und lächelte leicht. „Schön dich wiederzusehen Farseer."
„Die Freue ist ganz auf meiner Seite. Das ist er also?" fragte er überrascht und musterte das Baby in Jennifers Arme, als er bei ihr angekommen war. Das Kind war durch und durch ein Wraiths. Das war überraschend. Also gab es keine Auswirkungen, wenn ein Mensch ein Kind von ihnen austrug? Das war bemerkenswert. Der Geist des Jungen war Klar und Rein. „Er ist ein schöner Junge", sagte Farseer anerkennend und war wieder überrascht, als Jennifer ihm das Baby reichte. Farseer zögerte kurz, nahm dann aber das Baby an sich und betrachtete ihn genauer. Wie lange hatte er kein Neugeborenes mehr gehalten? Es war zu lange her. Als Guide neben ihm zum Stehen kam sagte er endlich wieder etwas. „Er hat die Augen seiner Mutter."
„Er ist schön", sagte Guide dazu und musterte seinen Sohn ebenso. Er ließ sich absolut nicht aus der Ruhe bringen.
„Er spürt eure Nähe", sagte Farseer zu Jennifer. „Und er ist zufrieden."
„Das hoffe ich", sagte sie dazu und betrachtete beide einen Moment lang, ehe sie Guide ansah. „Wenn ihr zwei da seid und auf Kit aufpasst, gehe ich kurz in die Kantine und esse etwas."
„Ich begleite dich", sagte Guide sofort, aber Jennifer winkte ab. „Ist schon gut. Ich bleibe nicht lange."
Guide war Haarknapp davor ihr zusagen, das er darauf bestehen würde, aber da verließ sie bereits das Zimmer. Farseer sah zu Guide als er mit diesem alleine war. „Ihr wird hier nichts geschehen." Er konnte Guides Unruhe spüren und auch verstehen. „Die Geburt ist erst wenige Stunden zurück", sagte Guide aber blickte nun ebenso zu Farseer. „Dein Sohn ist etwas Besonderes."
„Er wird der erste von vielen sein", zumindest fast der Erste. Wer wusste schon wie viele Tatsächlich davon unter ihren Reihen unterwegs war. „Aber man merkt es ihm nicht an", sagte Farseer dazu und reichte Guide seinen Sohn.
„Ja, das ist für uns ein großer Vorteil, gerade zu diesen Zeiten."
„Da gebe ich dir recht. Ich nehme an, viele werden diesem Beispiel folgen."
„Das vermute ich." Guide trat zu Jennifers Bett und legte dort das Baby rein. Als er zugedeckt war, schlug Guide Farseer vor mit ihm auf die Terrasse zu gehen. Farseer folgte Guide hinaus und lehnte sich dort an das Geländer. „Die Genii sind auf einen Rachefeldzug", sagte Guide nun. „Zumindest die Abtrünnigen. Sie werden nicht aufhören uns zu jagen." Farseer beobachtete wie Guide das Gelände umklammerte und über die weite der Eisflächen blickte. „Wir müssen alle Vorsichtig sein, wenn wir weiter die Welten bereisen um unser Wirkstoff zu verbreiten."
„Oder, wenn wir Menschen an Bord holen", warf Farseer ein. „Genii stecken also wieder hinter deiner Entführung."
„Sie haben es speziell auf mich abgesehen gehabt", sagte Guide und sah flüchtig zu Farseer. „Und brachten mich zurück in den Kerker den ich schon kannte. Koylias Männer. Zwei Brüder. Sie sind noch irgendwo da draußen."
Farseer wagte es nicht nachzufragen, was Guide zugestoßen war. Er wusste nur, dass dieser keine Erinnerungen mehr gehabt hatte und sogar Jennifer angegriffen hat. Erfragte sich aber, was Guide durch den Kopf gegangen sein musste, als er sich wieder erinnert hat und wusste, dass er in seinem Zustand, seine Partnerin und seinen ungeborenen Sohn angegriffen und fast umgebracht hatte. „Ich weiß nicht was sie mir noch angetan hatten", sagte Guide nun und wurde noch ernster als er es ohne hin schon war. „Ich weiß auch nicht wie viel du gehört hast."
Farseer drehte sah zu Boden als er Guides Aussage hörte und verschränkte beide Arme vor der Brust. / Ich hörte von deinem Angriff auf Fair One. Davon, dass du dich nicht erinnern konntest./
„Das konnte ich tatsächlich nicht", sagte Guide. „Als man mich befreite, glaubte ich es sei eine Falle. Für mich war es nämlich zu keiner Zeit bewusst, dass ich jemals entkommen bin. Ich konnte erst ihren Worten glauben, als ich Alabaster sah und sie mir meinen Verstand klärte. Aber… Trotzdem wusste ich nichts mehr." Guide drehte sich so um, das er Farseer ansehen konnte. „Sie haben mich mit etwas behandelt und meinen Verstand Manipuliert. Ähnlich wie wir Worshipper beeinflussen können", sagte Guide. „Und sie brachten mich dazu, dass ich bei dem Namen von Jennifer, vollkommen gesteuert bin. Ich war ihr Ziel gewesen, damit sie so nahe genug an Jennifer rankamen. Sie war und ist ihr eigentliches Ziel, weil sie dieses Virus erschaffen hat."
Farseer nickte leicht und verstand was Guides Problem war. „Du bist dir nicht sicher ob sie weitere Dinge mit deinem Verstand getan haben."
„Ja und Nein- Meine ganze Folter, war darauf ausgezielt das ich anfange Jennifer zu hassen und sie zu töten. Weil sie an mir gescheitert sind, werden sie andere Wege suchen um ihr oder uns zu Schaden."
„Was haben diese Genii mit dir gemacht?"
Guide musterte Farseer und sah wieder hinaus auf das Eis. „Nichts was nun eine Rolle spielt."
„So schlimm?" Farseer drehte sich um und betrachtete nun ebenso wieder das Eis. „Es ist nicht einfach, dass was mit dir geschehen ist", sagte er. „Auch dein Verstand erträgt nicht alles. Du solltest darüber reden. Du weißt das."
Er konnte sehen wie Guide seine Hände anspannte und nervöser wurde. Es war mehr geschehen. Farseer hatte ihm das gleich angesehen. „Guide du solltest darüber reden. Nur dann kannst du abschließen".
„Ich schließe ab, wenn ich diese Menschen getötet habe", sagte er versucht ruhig. Jetzt wollte er nicht darüber nachdenken. Nicht jetzt. Allein das kurze aufkommen der Gedanken daran, ließ sein Herz schwerer in seiner Brust schlagen. Die anstehende Panikattacke unterdrückte er schnell, als er ein Weinen hörte. Farseer und er drehten sich um und dann ging Guide als erster wieder hinein. Sein Sohn weinte. Diese feinen kleinen Geräusche wurden immer Kräftiger und es tat gut das zu hören. Schweigend hob er den Jungen aus dem Bett und kaum, das er ihn im Arm trug, wurde das Kind wieder leiser. Es beruhigte sich aber erst als er seinen Daumen im Mund hatte und daran nuckelte. Seine Hand war fast genauso groß wie sein Gesicht und dieser Anblick stimmte ihn nun vollkommen ruhig. „Ich kenne dich lange genug um zu wissen, dass du gerade eine aufkommende Panikattacke hattest. Früher oder später wird es ausbrechen. Lieber du machst es in einen Kontrollierten Zustand, als das…"
„Ich komme Klar", sagte Guide einfach und betrachtete weiter seinen Sohn.
Farseer seufzte innerlich und trat etwas näher. „Du liebst deine Familie. Ich glaubte erst Fair One wäre eine Laune. Aber als ich sie kennenlernte, wusste ich das es dir ernst ist. Menschen waren für mich bisher nur Mittel zum Zweck. Das andere solche Wege gingen war für mich nicht verständlich. Aber das du auch diesen Weg gegangen bist, hat mich nachdenklich gestimmt." Und jetzt dieses Perfekte Kind hier zu sehen… „Dieser Weg kann Funktionieren", sagte Farseer nun. „Wir können unsere Reihen wieder stärken ohne auf die Möglichkeit der Klonung übergehen zu müssen."
„Das Klonen hätte uns ruiniert. Drohnen zu Klonen ja. Aber Uns? Nein." Für Guide gab es diesbezüglich keine Argumente die dafürsprechen könnten. „Das ist die natürlichste und praktischste Lösung. Wenngleich alles wesentlich unkontrollierter entsteht und es ist nicht gewiss, dass die Kinder alle wie Wraiths werden. Du hast Rain und seine Partnerin nicht gehört aber… Sie haben auch Kinder bekommen. Manche waren Menschlicher als ihre Geschwister und ihre Lebensspanne war nicht wie unsere. Es ist also ein Risiko."
„Ein Emotionales Risiko." Farseer sah das Problem und es war kein einfaches. „Kinder haben oder Geschwister die vor deinen Augen Alt werden und sterben, ist nicht verkraftbar- Für keinen. Es wurde nicht ohne Grund verboten sich mit Menschen einzulassen."
Guide nickte leicht und sah nach wie vor auf seinen Sohn runter. Das stimmte. Damals hat man dieses Verbot nicht eingeführt, weil man sich besser hielt als Menschen. Sondern genau wegen diesem Emotionalen Stress. Wenn man sich mal nicht unter Kontrolle hatte, konnten schlimme Unfälle passieren. Heute würde es nicht mehr das Leben des Menschen kosten, aber damals schon. Es gab Wraiths die sich deshalb dann umgebracht haben. Einfach weil sie nicht damit hatten leben können, das getötet zu haben, was man liebte. Andere sind daran einfach zu Grunde gegangen. Es hatte nie ein Positives Ende gehabt. Und Heute sahen die Dinge anders aus. Natürlich konnte es passieren das vor allem junge Wraith sich nicht so leicht unter Kontrolle hatten und sich an ihrem Menschlichen Partner einfach nährten, aber nun würden sie nicht mehr sterben.
„Dinge haben sich aber geändert", sagte Farseer und trat näher auf Guide zu, damit er mit einem Finger die Wange des Babys streicheln konnte. „Und ich habe eine Idee." Farseer senkte seine Hand und blickte noch immer auf Kit runter. Nach wie vor nuckelte das Neugeborene an seinem Daumen. „Du nährst dich von Fair One?"
„Das tue ich." Zumindest hatte er das getan.
„Und es hat dir gelangt?"
„Das hat es."
„Sie hat keinen Schaden genommen?"
„Bisher nicht nein." Guide ahnte worauf das hinaus sollte, aber er schwieg entsprechend und wartete auf das was Farseer sagen wollte.
„Viele würden deinen Weg wählen"; sagte Farseer nun. „Viele wollen ihrer Königin weiter dienen, aber wir beide wissen, dass es nicht einfach ist. Die Königin akzeptiert nicht jeden und hält ihren Kreis sehr klein."
„Du willst das…"
„Ja. Wraiths die immer einen festen Partner haben, an dem sie sich nähren können, wäre ein Vorteil."
„Das mag sein", Guide legte seinen Sohn wieder in das Bett und deckte ihn zu. „Aber das ist nicht einfach."
„Es muss nicht gleich eine Beziehung eingegangen werden, wie du sie hast."
„Dieses Model gibt es bereits bei uns. Wir haben viele Freiwillige die kommen und gehen", sagte Guide und richtete sich auf. „Wenn aber Menschen Konstant auf dem Hive leben, was es bei uns auch gibt, kann es sehr wohl passieren das Gefühle entstehen."
„Das muss es nicht."
„Angenommen du nimmst dir einen solchen Menschen an deine Seite für diesen Zweck. Für uns sind 50 Jahre nichts- Für Menschen aber alles. Würdest du dir eine Frau an deine Seite holen damit du dich immer nähren kannst, wird für sie die nächsten 50 Jahre ein ganzes Leben bedeuten. Auch wenn du ihr das Geschenk gibst, sie würde das nicht begreifen können. Die ersten Jahre könnten ruhig sein aber die nächsten… Sie würde eine Familie wollen. Menschen haben Bedürfnisse wie wir."
„Nicht wenn diese von klein auf so angezogen werden."
„Farseer", unterbrach Guide ihn nun. „Selbstwenn, diese Person würde Gefühle entwickeln. Und du auch. Darüber musst du dir im Klaren sein."
Farseer fauchte leise und schüttelte seinen Kopf. „Mir liegt es Fern jemanden zu lieben."
„Dann solltest du dir Gedanken machen, ob das Model welches ohne hin besteht, einfach weiter geführt wird. Es wird immer Menschen geben die Freiwillig auf das Hive kommen und dann wieder gehen."
„Ich werde dir beweisen das es auch anders geht", sagte Farseer nun und sah Guide mit einem halben lächeln an.
„Du willst Wetten." Guide musterte Farseer und dachte an die alten Zeiten zurück, ehe er auch lächeln musste und schließlich lachte. „Also gut. Du willst Wetten. Ich sage dir, das dein Model nicht Funktioniert. Du wirst Emotionen nicht zurückhalten können."
„Ich beweise dir das Gegenteil. Ich hole einen Menschen, an dem ich mich nur Nähren werde. Und die Immer zur Verfügung steht."
„Eine die sich Freiwillig und ohne Einschränkungen im Hive aufhält", sagte Guide dazu
„Einverstanden", sagte Farseer sogleich.
„Sagen wir du hast einen Zeitraum von 50 Jahren", entschied Guide und sah Richtung Türe. Jennifer müsste jeden Moment zurückkommen.
„Damit bin ich einverstanden" Zumal Farseer keine Liebe mehr für eine Frau empfinden konnte. Ob Königin oder Mensch. Also würde er diese Wette gewinnen. „Wenn ich gewinne, stehst du in meiner Schuld. Wenn du gewinnst stehe ich in deiner."
„Ein Ehrenvolles Angebot." Guide hatte nichts Anderes erwartet.
