2 Tage

„Ich denke nicht, dass du mit uns da rausgehen solltest Albus", sagte Harry über den Esszimmertisch. Es war halb sechs am Morgen und er war nur nachhause gekommen um zu duschen und ein Schläfchen zu machen bevor er ins Ministerium zurückkehrte. „Du solltest zurück nach Hogwarts gehen."

„Absolut nicht", sagte Albus und zog seine Jacke an. „Ich komme mit dir."

„Du bist ein Schüler", erinnerte ihn Harry, „Und ich kann dich nicht in Gefahr bringen solange du so besorgt bist."

„Ich bin nicht in Gefahr", sagte Albus, „Wir werden ihn finden. Wenn es meine Sicherheit ist um die du dir Gedanken machst, beunruhigt mich das nicht. Ich bin bei dir."

Harry erschauderte aber Albus wusste nicht ob es war, weil er offensichtlich nicht überzeugt war oder ob es an etwas anderem lag.

„Al-„

„Dad ich kann nicht zurück nach Hogwarts", sagte Albus und hob seine Stimme, „Ich bin noch nie ohne ihn in Hogwarts gewesen und ich weigere mich zurückzugehen solange er nicht sicher ist."

Ginny welche auf dem Tresen sass sah von ihrem Ehemann zu ihrem Sohn. Harry sah zu ihr.

„Nun?"

Ginny seufzte und sah zu Albus, dessen Augen sie anflehten und als sie zu ihrem Ehemann sprach tat sie es ruhig und vorsichtig.

„Tu ihm nicht dasselbe an wie mir", sagte Ginny zu Harry.

Harry seufzte eindeutig überstimmt.

„Schön" sagte Harry, „Aber wenn ich dir sage etwas zu tun –„

„Ich werde es tun. Ich will nur helfen."

Harry stellte seinen leeren Becher hin.

„Mum ich habe keine meiner Sachen. Ich habe keine Kleider –„

„Ich bringe dich nach Hogwarts um einige deiner Sachen zu holen", sagte sie, „Und dann kannst du deinen Vater im Ministerium treffen."

Harry nickte und unterdrückte ein gähnen.

„Wir beginnen um sieben", sagte er.

Albus lief schnell in seinen Schlafsaal entschlossen so schnell wie möglich weg zu sein und überhaupt nicht interessiert ruhig zu sein. Er drehte die Laternen im Raum auf und die drei anderen Jungen erwachten plötzlich.

„Was zum Teufel?"

Flint rieb seine Augen als Pucey und Farley aufstanden.

„Habt ihr ihn gefunden?" sagte Flint dringlich und kletterte aus dem Bett.

„Nein", sagte Albus und packte seinen Rucksack unter seinem Bett. Er riss seine Kleider schnell und unwillkürlich aus seinem Schrank. „Ich hole nur ein paar Dinge."

Pucey und Farley krochen ebenfalls aus ihren Betten während Albus alles in seinen Rucksack stopfte von dem er dachte das er es brauchen könnte, er versuchte nicht auf Scorpius Bett zu sehen bis er es musste.

„Hast du eine Ahnung was passiert ist?"

Albus schüttelte den Kopf und zog eine Jeans und ein altes T-Shirt an. „Nicht mehr als was wir in Hogsmeade wussten."

Albus setzte sich und zog seine Quidditch Stiefel aus – die einzigen Schuhe die er bei sich hatte – und tauschte sie gegen ein paar Turnschuhe bevor er zu Scorpius' Schrank ging und zog ein paar seiner Schlafanzüge und Jeans und seinen Lieblingspulli hinaus.

Er wird sie wollen, wenn wir ihn finden, sagte Albus zu sich selbst. Er stopfte die Kleider in seine Tasche überlegte es sich aber noch mal und zog den Pulli an und schloss ihn.

Der Kragen roch noch immer nach ihm und es war das deprimierendste und beruhigendste was sich Albus vorstellen konnte.

„Können wir helfen?" fragte Farley, „Können wir nicht einfach mit dir gehen?"

„Nein", sagte Albus, „Der einzige Grund weshalb ich involviert bin ist weil mein Dad es erlaubt und das hat etwas gebraucht."

Albus zog die Vorhangschnur an der Tasche zu und griff unter Scorpius' Bett, zog Freyas Käfig hervor und schüttelte ihn aus. Er hob Freya vom Bett und scheuchte sie trotz ihres fauchenden Protestes hinein.

„Weisst ihr ich liebe Tiere", sagte Albus, „ich kann gut mit Tieren. Diese Katze kann mich nicht ausstehen."

„Sie ist eifersüchtig weil ihr Besitzer dich lieber mag."

„Ich bringe sie ins Malfoy Manor", sagte Albus, „Er wird sie wollen falls…"

Albus stoppte und schüttelte den Kopf.

Wenn ihr ihn findet", sagte Pucey.

„Schickt mir Eulen mit Notizen und unsern Klassen Aufgaben, damit ich wenigstens weiss was wir nachholen müssen", sagte Albus.

„Machen wir", sagte Flint, „Es ist sowieso fast Zeit für die Ferien."

„Ist es oder nicht?" sagte Albus. Er packte seine Sachen und hob Freyas Käfig hoch, was ihm ein unruhiges mauzen und ein fauchen brachte.

„Oh halt die Klappe", sagte er zur Katze. Er sah zu seinen Freunden. „Ich lass es euch wissen wenn wir etwas finden."

Sobald du etwas weisst", sagte Farley. Die Anderen nickten zustimmend.

„Genau. Ich… seh euch bald", sage Albus und verschwand aus dem Raum. So beruhigend es war sie zu sehen wusste er das er um sieben im Ministerium sein musste oder Harry würde ihn zurücklassen.

„Sei vorsichtig Al", sagte Pucey.

„Vorsicht wird ihn nicht finden", rief Albus zurück als er ging.

Ginny wartete ausserhalb des Slytherin Gemeinschaftsraum.

„Ist das alles?"

„Nein", sagte Albus und ging den Gang hinunter. Ginny, welche einige Zentimeter kleiner war hatte mühe Schritt zu halten. „Noch etwas."

Albus führte sie durch einige Gänge und an dem Stillleben welches in die Küche führte vorbei zu einem Haufen übergrosser Fässer. Albus warf seine Sachen auf den und Freyas Käfig auf den Boden bevor er sie zählte und auf das welches er ausgesucht hatte schlug.

Albus schlug immer wieder auf den Deckel des Fasses.

„Was zur Hölle tust du?" fragte Ginny.

Bevor Albus antworten konnte öffnete ein verschlafenes Hufflepuff Mädchen die Tür.

„Es tut mir leid dich zu wecken aber es ist dringend", sagte Albus, „Kannst du mir Ainsley Greengrass holen?"

„Ja", sagte das Hufflepuff Mädchen und rieb sich die Augen. „Ja, warte."

Albus verschränkte seine Arme, versuchte den Geruch von Scorpius' Seife auf dem Pulli zu ignorieren und wartete ruhig bis Ainsley in ihrem Schlafanzug erschien und ihre Brille aufsetzte.

„Albus?"

Sie sah furchtbar aus.

„Komm her", sagte Albus und führte sie durch das Portal. Sie folgte ihm in den Gang wo er sich umdrehte und legte beide seine Hände auf ihre Schultern damit sie zuhören musste.

„Was passiert ist, ist nicht deine Schuld", sagte er deutlich.

Ainsleys Unterlippe zitterte als sie zu ihm aufsah und Ginny betrachtete ihren Sohn aus der Ferne.

„Du wurdest in etwas hineingezogen", fuhr Albus fort, „Wenn du nicht bei ihm gewesen wärst hätten sie ihn entführt. Wenn er in einer Gruppe gewesen wäre hätten sie gewartet – wer immer sie sind."

„Ich – ich konnte nicht helfen Al", sagte sie, Tränen flossen ihr Gesicht hinunter. „Es tut mir so leid. Ich habe es versucht."

„Ich weiss das du das hast", sagte Albus, „Niemand zweifelt, dass du dein Bestes getan hast. Es gibt nicht mehr was du oder sonst jemand hätte tun können."

„Wieso haben sie mich nicht auch entführt?"

„Ich weiss es nicht", sagte Albus kopfschüttelnd. Er hasst es ihr das anzutun – sie zum weinen zu bringen – und wenn sie ihre Brille die Nase hochschob und wagsah, sah Albus die Ähnlichkeit zu Scorpius und zuckte zusammen.

„Wir werden ihn finden Ainsley."

Sie nickte nur und Albus zog sie in eine feste Umarmung.

„Es ist nicht deine Schuld. Ich wollte das du das weisst."

Er konnte fühlen wie sie gegen seine Brust nicken und er liess sie los.

„Es tut mir leid, dass ich dich wecken musste", sagte er als sie zurücktrat und ihre Tränen wegwischte. „Ich lass es dich wissen wenn wir etwas finden."

Ainsley nickte und dankte ihm und als sie zurück zum Hufflepuff Portal ging konnte er hören wie sie seine Mutter höflich grüsste bevor sie im Gang verschwand.

„Glaubst du wirklich es wäre nicht anderes gelaufen wenn du oder sonst jemand bei ihm gewesen wäre?" fragte Ginny.

Albus hob Freya und seinen Rucksack vom Boden, bereit zu gehen.

„Wenn ich bei ihm gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich tot."

Als der Morgen anbrach wurde Scorpius zurück in den Salon gezerrt. Selwyn hatte ihm frische Kleider gegeben und hatte ihm einen kurzen Moment im Badezimmer gegeben um sich zu erleichtern aber nicht mehr.

„Guten Morgen", sagte Daphne erneut und legte ihre Ausgabe des Tagespropheten in ihren Schoss.

„Ist es das?" murmelte Scorpius. Sie funkelte ihn an und er musste eine Entschuldigung unterdrücken. Es tat ihm nicht leid.

„Ich nehme an du hast dich erholt", sagte sie.

„So würde ich das nicht nennen", sagte Scorpius. Er hatte die Nacht damit verbracht durch das kleine Fenster auf das Fleckchen Himmel zu starren was er sehen konnte, zu müde um sich zu bewegen aber zu unbequem um zu schlafen.

Er stand vor ihr als Selwyn seine Fesseln löste und er streckte seine Schultern sobald seine Arme frei waren.

„Ich denke wir sollten bei gestern weitermachen", sagte Daphne. Scorpius starrte sie an.

„Wie das?"

Daphne deutete auf ein Buch auf dem Schreibtisch.

„Wenn du es fünf Minuten lang schweben lassen kannst, bekommst du Frühstück."

Scorpius starrte sie an.

„Kannst du zuerst meine Brille reparieren damit ich mich fokussieren kann?" fragte Scorpius.

Daphne gab ein tsk Geräusch von sich und schüttelte den Kopf.

„Sei nicht armselig."

Scorpius sah von ihr zum Buch und atmete tief durch, er sah keinen anderen Weg als zu gehorchen.

„Die Chance stehen hoch, dass ich das Buch anzünde", warnte Scorpius sie.

Daphne ging gelangweilt dazu über den Propheten zu lesen.

„Dann kriegst du kein Frühstück."

Albus hatte ein schlechtes Gefühl als sie das Grundstück der Selwyns betraten. Es war offensichtlich bewohnt – Hauselfen beschnitten die Hecken in Vorbereitung auf Weihnachten und er konnte Bewegungen hinter der hauptsächlich Gläserfront des Hauses sehen aber Schneewolken hingen im Himmel und der Wind war wieder beissend geworden.

„Wie gut kennst du die Selwyns?"

„Ich habe Angus' Bruder einige male getroffen", gab Draco zu, „Schrecklicher Typ."

„Ich glaube er hat meine Eule Hedwig getötet", sagte Harry.

„Ich habe dir das nie gesagt," sagte Draco, „aber diese Eule war verdammt schön."

Sie gingen die Treppen zum Haus hinauf.

„Hagrid hat sie mir zu meinem elften Geburtstag geschenkt", sagte Harry, „Das erste richtige Geburtstagsgeschenk das ich bekommen habe."

„Er hatte besseren Geschmack als ich dachte", sagte Draco und schlug dreimal mit dem Türklopfer. „Zudem ist es unglaublich deprimierend."

Harry zuckte nur mit den Schultern und Albus schüttelte den Kopf und zog Scorpius' Pulli enger um sich.

„Das ist unglaublich deprimierend", sagte er zu seinem Vater.

Eine Frau etwas älter als Harry öffnete die Tür, ihre Haare waren an den Schläfen grau geworden, sie trug eine schmutzige Schürze über ihrem Kleid.

„Kann ich ihnen helfen?" fragte sie kalt. Harry verschränkte die Arme.

„Ich glaube nicht, dass wir uns kennen", sagte Harry, „Ich bin Harry Potter und ich bin hier mit –„

„Ich weiss wer sie sind", unterbrach sie ihn und blickte zu Draco und Albus. „Was wollen sie?"

„Ich will Ihnen ein paar Fragen zu Angus Selwyn stellen. Sind sie verwandt?"

„Er ist mein Ehemann", sagte sie.

Albus und Draco tauschten einen Blick sagten aber nichts.

„Haben Sie was dagegen wenn wir reinkommen und uns umsehen?"

„Das können Sie wenn Sie mit einem Durchsuchungsbefehl zurückkommen", sagte sie trotzig.

„Ma'am ein junger Mann wird vermisst", sagte Harry, „Wir glauben, dass ihr Ehemann darin involviert sein könnte."

„Und wenn Sie den nutzlosen, betrügerischen Bastard finden lässt er sie vielleicht rein."

Sie trat zurück um die Tür zuzuschlagen aber Draco streckte seine Hand aus und stoppte sie.

„Irgendeine Idee wo wir ihn finden könnten?"

Mrs. Selwyn funkelte Draco an.

„Wahrscheinlich bei dieser Greengrass Schlampe. Gehen Sie zu ihr mit Ihren Fragen."

Draco liess die Tür überrascht los und sie schlug sie schnell zu. Albus konnte auf der anderen Seite das Klicken des Schlosses hören.

„Daphne?" sagte Draco.

„Gibt es andere Greengrass Frauen von denen du weisst?" fragte Harry.

Draco schüttelte den Kopf.

„Nur Daphne", sagte er, „Und ihre Tochter."

„Ainsley hatte damit nichts zu tun", verteidigte sie Albus, „aber das würde erklären weshalb sie verschont wurde."

Er und Draco sahen sich an und nickten.

„Nun, worauf warten wir noch?"

Nachdem sie den einzigen Bericht zu Daphne Greengrass im Archiv des Ministeriums gefunden hatten, gingen Harry, Draco und Albus durch den nächsten öffentlichen Flohnetzwerk Kamin. Es wurde spät als sie die Strasse einer edlen Londoner Nachbarschaft wo Kinder draussen spielten hochgingen, sie hatten bereits Schulferien für die Feiertage.

„Es fühlt sich nicht wie Weihnachten an", sagte Albus düster.

„Das wird es auch nicht", antwortete Draco.

Harry deutete auf das grösste Haus im Bereich, es befand sie an einer Ecke.

„Das ist es", sagte er.

„Glauben Sie wirklich, dass Ihre Schwägerin etwas damit zu tun hat?" fragte Albus.

„Daphne ist eine schreckliche Person", sagte Draco, „aber ich kann mir nicht vorstellen das sie ihrer einst verletzt."

Sie gingen auf die Haustür zu und Harry klopfte bevor er zurücktrat und seinen Schal enger um seinen Hals schlang.

Daphne Greengrass öffnete die Tür und Draco hätte nicht weniger erfreut aussehen können sie zu sehen.

„Oh Draco", sagte sie und schüttelte ihren Kopf mitfühlend. „Ich habe das von Scorpius gehört. Es tut mir so leid."

„Danke", antwortete Draco förmlich. „Ich glaube du kennst Harry Potter und seinen Sohn Albus."

„Wir hatten gehofft, dass wie mit Ihnen übe sein verschwinden sprachen können", sagte Harry, „Falls Sie etwas gehört haben, dass vielleicht helfen könnte."

Daphnes Augen musterten Harry und Albus mit offensichtlicher Abscheu aber sie trat dennoch zur Seite um sie einzulassen.

Albus sah sich um. Ihr Haus war steril und weiss nur mit abstrakten Zeichnungen an den Wänden – keine Familien Fotos oder etwas persönliches.

„Elfe", rief sie ins Haus. „Bring unseren Gästen etwas Tee. Schnell."

Albus sah zu Harry und sah das sich sein Vater höchst unwohl fühlte.

Daphne führte sie in das Wohnzimmer und wieder einmal sass Albus zwischen Harry und Draco.

„Es ist einfach furchtbar", sagte Daphne.

Sie hat die Greengrass Hände, beobachtete Albus. Lange, geschmeidige Finger. Scorpius' Hände.

„Was hast du in letzter Zeit gemacht Daphne?" fragte Draco.

Harry sah zu Draco und sah nur kurz in Albus' Augen aber Albus wusste das er Ruhig sein musste.

„Oh weisst du", sagte sie lächelnd, „Das übliche. Ich habe versucht einigen reinblut Familien wieder auf die Füsse zu helfen. Wiederaufbau ist ein langer Prozess."

Sie sah zu Harry lange genug, dass Albus unwohl auf seinem Platz herumrutschte.

„Kennst du jemanden mit dem du gesprochen hast, der meinen Sohn kidnappen würde?" fragte Draco, „Es gibt einige Namen die herumgehen die involviert sein könnten. Nott. Selwyn. Yaxley. Travers. Hast du irgendetwas gehört?"

Daphne schüttelte den Kopf als die namenlose Hauselfe Tee brachte und ihn auf den Tisch stellte bevor sie davon hastete. Sie bedeutete ihnen ihn zu nehmen und sie taten es. Albus tat als würde er einen Schluck nehmen, seine Augen auf sie gerichtet.

„Ich habe nichts gehört", sagte Daphne zog ihre Beine unter sich und lehnte sich bequem gegen die Armlehne ihres Stuhls.

„Ich war nicht sicher", sagte Draco, „Ich habe gehört das du und Angus Selwyn Freunde seid – vielleicht hat er einen Verwandten erwähnt der … Probleme hat sich anzupassen. Selbst nach all der Zeit."

Daphne schüttelte wieder den Kopf. „Nein. Ich habe Angus nun seit Monaten nicht gesehen. Wir waren nie wirklich eng verstehst du."

Draco seufzte niedergeschlagen.

„Ich kann einfach nicht herausfinden, wer ihn verletzen wollen würde", sagte er und sah zu Harry welcher sich im Sofa zurücklehnte. „Er ist so ein lieber Junge."

„Ich glaube einige haben immer noch Probleme damit wie sehr sich ihre Familien verändert haben", sagte Daphne als könnte sie es selbst verstehen aber sie war eine schlechte Schauspielerin und ein nervöses Zucken oberhalb ihrem Auge verriet sie.

Sie weiss etwas, dachte Albus.

Draco nahm einen weiteren Schluck von seinem Tee. „Ich dachte Scorpius hat Glück von zwei reichen Familien zu stammen. Ich habe mir nie vorgestellt, dass so etwas passieren könnte."

„Das tut man nie", sagte Daphne mitleidig, „Ich bin sicher das Ainsley ganz betrübt deswegen ist."

Albus biss sich so fest auf die Zunge, dass sie blutete.

Der Rest der Unterhaltung waren Nettigkeiten bis Dracos Teetasse leer war und er sie wegstellte.

„Ich glaube wir sollten gehen", sagte er und sah kühl zu Harry. „Wir müssen sehen ob das Ministerium etwas herausgefunden hat."

„Das wäre ein Schock", antwortete Daphne. Sie lächelte Harry höhnisch an. „Nicht für ungut."

„Schon gut", antwortete Harry steif und stand auf. „Wir werden dann nun gehen. Senden Sie uns eine Eule wenn Sie etwas hören, dass wichtig sein könnte."

„Natürlich werde ich das", sagte Daphne, „Ich hoffe, dass ihr ihn findet. Es wäre eine Schande wenn Astorias einziges Kind vom Stammbaum gestrichen werden würde."

Draco verabschiedete sich kalt und ruhig und führte die Potters still nach draussen und die Strasse hoch. Es dauerte bis zum nächsten Quartier bis einer von ihnen etwas sagte.

„Sie weiss etwas", sagte Albus durch zusammengebissene Zähne.

„Sie weiss mehr als etwas", antwortete Draco und stoppte um die Potters anzusehen. „Was tun wir?"

„Es gibt keinen Weg wie ich genug ausgraben kann um einen Durchsuchungsbefehl zu kriegen", sagte Harry, „Nicht mit dieser Unterhaltung?"

„Können wir nicht einfach einbrechen und das Haus durchsuchen?" fragte Albus ungeduldig.

Es sind zwei Tage, dachte er. Alles hätte passieren können.

„Nein", sagte Harry, „Auch wenn ich es jetzt gern würde. Das Beste was wir tun können ist sie zu überwachen und zu warten das etwas passiert während wir weitergraben."

„Das ist komplett unzureichend", sagte Draco.

„Ich weiss", antwortete Harry, „Aber es ist das Beste was wir haben."

Scorpius hatte sich kein Frühstück verdient. Er hatte es geschafft das Buch für zwei Minuten schweben zu lassen bevor es in Flammen ausgebrochen war.

Er hatte sich auch kein Mittagessen verdient. Es waren jetzt Brandspuren auf dem Schreibtisch.

Er lehnte sich gegen die Säule mit den Händen in seinem Schoss. Wenigsten hatten sie ihn dieses mal vorne gefesselt.

Als er Schritte auf der Treppe hörte beeilte er sich aufzustehen.

„Setz dich", sagte Pansy Parkinson, „Ich werde nur kurz hier sein."

„Was tun Sie hier?"

Sie zog ein verpacktes Sandwich aus ihren Roben und reichte es ihm.

„Du musst essen", sagte sie.

Zu diesem Zeitpunkt war es Scorpius egal woher das Essen kam und er nahm es dankbar, riss das Papier weg und nahm einen grossen Bissen.

„Sag…Daphne einfach nicht das ich es dir gegeben habe okay?"

Scorpius sah verwirrt zu ihr auf und sie sah ihn nur kurz an bevor sie sich umdrehte und ihn in der Dunkelheit zurück liess.