Kapitel 21
Es war mitten in der Nacht als Law die Tür zu Sakuras Quartier öffnete. Die junge Frau war gerade dabei einen Brief zu verfassen. "Einen Moment" murmelte sie seine Anwesenheit spürend. "Wem schreibst du?" fragte er sich entspannt an die Tür lehnend. "Kakashi-sensei, er sollte wissen, dass ich ihm den Hals umdrehe, wenn ich ihn das nächste Mal sehe" antwortete sie in einem lockeren Ton bevor sie ihren Satz zuende verschlüsselte und den Stift weglegte. "Hast du es schon mal tatsächlich nachts mit Schlafen versucht?" fragte sie zu ihm schauend. "Hast du?" fragte er mit einer angehobenen Augenbraue zurück. "Touché" gab sie mit einem angehobenen Mundwinkel zurück.
"Also, was machen wir?" fragte sie sich streckend. "24 Stunden sind rum, soweit ich weiß" antwortete er mit einem kleinen Grinsen. "Dann los" gab sie erfreut zurück. Gemeinsam gingen sie wieder in den Trainingsraum. Wie erwartet war er leer. "Hast du an etwas gedacht, was wir machen könnten?" fragte er sie aufmerksam musternd als sie sich auf die Matten stellten. "Hmm... wir haben ja schon festgestellt, dass du mein Herz nicht haben willst..." murmelte sie sich nachdenklich gegen ihre Lippen tippend. Law verbiss sich ihre Aussage zu verbessern.
"Wie wäre es mit einer Niere? Man braucht schließlich nur eine" fragte sie zu ihm aufschauend. "Wieso fangen wir nicht erst Mal mit einem Finger an?" fragte er mit gerunzelter Stirn. Waren alle Shinobi so arg risiko- und experimentierfreudig oder war es nur sie? Ihr Blick fiel enttäuscht. "Du willst wirklich so klein anfangen?" fragte sie schmollend. "Wie gesagt, es ist nur der Anfang" antwortete er ihr seine Hand entgegen streckend. Die junge Frau seufzte enttäuscht bevor sie ihre Hand ausstreckte, sie spürte wie er seinen Room darum öffnete und schloss kurz ihre Augen als sie sich das Gefühl davon ins Gedächtnis rief.
Law zückte sein Tanto und beobachtete sie eingehend, während er über ihrem kleinen Finger eine Schnittbewegung machte. Sakura kicherte überrascht als der Schnitt auf ihrer Haut zu kribbeln begann. "Das ist faszinierend" verkündete sie zusehend, wie er ihren Finger in seine Hand legte und ihn ihr präsentierte. "Du verspürst keine Schmerzen?" fragte er interessiert. "Nein, es... es kribbelt nur" antwortete sie bewusst ihren abgetrennten Finger bewegend. Sie lachte erstaunt als er sich wie gewöhnlich bewegte. Law atmete erleichtert aus als er keine Spur von Schmerzen in ihrem Blick sah. Er grinste stolz als er spürte wie ihr Finger sich in seiner Hand bewegte, bevor er ihn ihr wieder anbrachte.
Wieder fiel ihr Blick enttäuscht und sein Grinsen wurde breiter als er ein weiteres Mal einen Schnitt machte. "Haha, fantastisch" lachte sie als er ihre komplette Hand abnahm. Sie drückte seine Hand, als wenn sie sie schütteln wollte und lachte ein weiteres Mal bei dem seltsamen Anblick. "Das ist unglaublich" sagte sie als ein teuflischer Funke in ihre Augen stieg. "Das ist noch gar nichts" gab er amüsiert zurück. "Dann mal sehen, wo du die Glöckchen versteckt hast" verkündete sie als ihre Hand seinen Arm, unter seinem schwarzen Pullover, hinauf hangelte.
"Hey, was?" fragte er sich einen amüsierten Laut verbeißend als er spürte wie ihre zierliche Hand an seiner Schulter angelangt war. "Flink" murrte er in dem Versuch ihre Hand zu fassen zu bekommen. Er spürte wie sie sich über seinen Rücken hinab arbeitete. "Wie kann es sein, dass du mehr Macht über deine Hand hast als ich?" fragte er in dem Versuch sie zu fassen zu bekommen. "Uhm... es ist meine Hand" antwortete sie als sie das Spiel seiner Muskeln ignorierte. "Ja, aber sie steht unter meiner Kraft" entgegnete er verblüfft.
"Anscheinend ja nicht" antwortete sie trocken bevor sie ihm ein teuflisches Grinsen schenkte. Law hatte nur einen Moment um zu registrieren, was sie plante, bevor sie etwas Chakra in seinen Körper pumpte. "Was machst du?" fragte er fasziniert als er spürte wie seine Arme schwerer wurden. "Mein eigenes Experiment" antwortete sie grinsend. Law biss die Zähne zusammen als er spürte wie sie nach und nach seine Nerven lahm legte. "Das darf doch nicht..." knurrte er schwer atmend während er seinen Room vergrößerte. "Mes" murrte er ausholend, bevor er gegen die Stelle auf ihrer Brust tippte, unter der ihr Herz schlug. Mit einem "Shambles" erschien es in seiner Hand, er spürte den Impuls zwischen ihnen etwas stärker als zuvor als das Organ in seiner Hand mit einem ausgesetzten Schlag darauf reagierte.
Sakuras Augen weiteten sich überrascht als sie spürte wie ihr Herz ihren Körper verließ. "Das ist ja der Wahnsinn" verkündete sie Law gehen lassend. Ihre Hand krabbelte seine Brust hinauf zu seinem Hals, wo die junge Frau sie wieder an sich nahm. Dann nahm sie ihm ihr Herz ab. "Wie faszinierend" verkündete sie ihr Herz betrachtend. Law runzelte seine Stirn als er wieder zu Atem kam. Die Iryounin saß auf einer der Matten und betrachtete ihr schlagendes Herz fasziniert. "Deine Kraft ist wirklich bemerkenswert" sagte sie zu ihm aufsehend als er sich in ihre Nähe setzte. Der Mann hob eine Augenbraue als er sah wie sie die Knöpfe an ihrem Qipao öffnete.
"Was hast du vor?" fragte er erstaunt zusehend wie sie mit einer Hand ihren Obi und anschließend ihr Oberteil weit öffnete. "Ich schaue mir die Stelle an, an der mein Herz eigentlich sein sollte" antwortete sie als wäre es offensichtlich. Der Mann hob eine Augenbraue als er ihre abgebundene Brust erblickte. "Das ist wirklich faszinierend" sagte sie das Loch erblickend. Dann schaute sie wieder auf ihr Herz. Über Laws Lippen schlich ein Hauch eines Lächelns als er deutlich ihre Faszination sehen konnte. "Sind alle Kunoichi so wie du?" fragte er seinen Kopf auf seine Hand stützend als er im Schneidersitz vor ihr saß.
"Die meisten, die ich kenne, sind anders. Viele spezialisieren sich auf Informationsbeschaffung... wenn du verstehst..." sagte sie kurz mit einem eindeutigen Blick zu ihm aufsehend. Der Mann nickte. Es war sicherlich leicht für eine Frau Informationen zu sammeln. Sie zuckte mit ihrer Schulter als sie kurz unsicher zu ihm hinauf schaute, bevor sie ein weiteres Mal ihr Herz betrachtete. "Ich habe nicht den Körper dafür. Die meisten Ziele würden nie auf mich anspringen, also habe ich mich auf Medizin konzentriert um irgendwie doch behilflich zu sein" antwortete sie als ihre Statur etwas fiel.
Law versteckte seine Überraschung, sah sie denn nicht, wie begehrenswert sie war? Dann schlich ein Grinsen über ihre Lippen. "Und jetzt halte ich tatsächlich mein eigenes Herz in den Händen" sagte sie als das Funkeln zurück in ihre Augen kehrte. "Die Ope Ope no Mi kann wirklich unglaubliche Dinge" verkündete sie ihm ein sanftes Lächeln schenkend, das sein Herz schneller schlagen ließ. "Ich bin froh, dass du Arzt geworden bist, Trafalgar-san" fügte sie hinzu bevor sie wieder auf ihr Herz schaute.
Law zog seine Mütze etwas weiter in sein Gesicht als er seinen Kopf senkte um die Röte zu verstecken, die sich in seinen Wangen ausbreitete. Dann biss er ein kleines Lachen hervor und schüttelte seinen Kopf. "Ich glaube es war mir vorbestimmt. Schließlich waren meine Eltern auch Ärzte" sagte er schließlich als die Röte aus seinen Wangen wieder verschwand. "Wirklich? Naja, ich sehe, was du meinst, meine Mutter war auch Kunoichi, ich erinnere mich, wie sie manchmal weg auf Missionen musste. Ich fand das Leben als Shinobi von Kindesbeinen an aufregend und spannend, also habe ich alles daran gesetzt selbst Kunoichi zu werden" erklärte sie ihre Augen mit einem Lächeln schließend.
"Und? Ist es so spannend, wie du es dir vorgestellt hast?" fragte er interessiert zu ihr hinab schauend. "Es kommt darauf an, auf welche Missionen man geschickt wird. Es gibt viele Missionen, auf denen man nicht viel mehr macht als auf der Lauer zu liegen und abzuwarten. Die Action ist im Vergleich dazu leider sehr schnell vorbei" antwortete sie amüsiert als sie wieder auf ihr Herz schaute. Sie konnte es noch immer kaum glauben ihr eigenes Herz in den Händen zu halten und begutachten zu können. "Dann gibt es widerum auch wieder Missionen, in denen alles Schlag auf Schlag auf einen zukommt" fügte sie hinzu.
"Diese sind dir natürlich lieber" murrte er und sie nickte amüsiert. "Natürlich" stimmte sie zu. "Deshalb bin ich zu ANBU gegangen" antwortete sie sich streckend. "ANBU?" wiederholte der Arzt interessiert. "Das Team vom letzten Mal gehört zu einer der geheimsten Organisationen unter den Shinobi. ANBU kümmert sich um die gefährlichsten und geheimsten Missionen, die ein Shinobi erhalten kann" erklärte sie einen letzten Blick auf ihr Herz werfend, bevor sie es wieder zurück in ihre Brust schob. "Daher die Masken" murrte Law als ihm einiges klar wurde. "Genau" stimmte sie mit einem Nicken zu als sie ihr Qipao wieder zuknöpfte.
"Shinobi wie Kakashi-sensei sind äußerst bekannt unter den Ninja Nationen. Wenn er ohne zusätzliche Maske auf eine geheime Mission gehen würde, könnte man ihn direkt mit unserem Reich in Verbindung bringen. Es ist als würde man mit der Landesflagge hausieren gehen" erklärte sie mit einem kleinen Achselzucken als sie sich ihren Obi wieder anlegte. "Ist er so bekannt?" fragte Law mit einer angehobenen Augenbraue. "Ich habe doch erzählt, dass er als legendärer Copynin betitelt wird. Es war mein vollkommener Ernst, er hat nicht umsonst den Posten als Hokage bekommen. Er ist einer der stärksten Shinobi des Feuerreichs" erklärte sie zu ihm aufsehend.
"Gibt es noch stärkere?" fragte der Mann neugierig. Shinobi faszinierten ihn nach wie vor, er musste sich hier und da ins Gedächtnis rufen, dass Sakura eine von ihnen war, selbst wenn sie vor seiner Crew und besonders vor Bepo die Unschuld in Person spielte. "Naruto und Sasuke" antwortete sie ohne nachzudenken. "Was ist mit dir?" fragte er die Informationen abspeichernd. Ein kleines Lächeln huschte über ihre Lippen als sie mit einer Schulter zuckte. "Wer weiß?" gab sie mit einem offenen Blick zurück.
"So, was sagst du dazu, wenn du mir nochmal mein Herz abnimmst, aber diesmal will ich spüren, was du machst" schlug sie vor als sie eine Hand hob und diese grün aufflackerte. "Wie stellen wir das an?" fragte er den Themenwechsel hinnehmend. Sakura neigte ihren Kopf seitlich als sie über seine Frage nachdachte. "Musst du ausholen können?" fragte sie sich an seine Bewegungen erinnernd. "Es ist so schmerzloser" antwortete er und sah wie sie tatsächlich darüber nachdachte. "Ich habe keine Probleme mit Schmerzen" murmelte sie und sah wie er eine Augenbraue hob.
"Was? Wir haben eben noch darüber geredet. Kunoichi, schon vergessen?" fragte sie zu ihm hinauf blinzelnd. "Trotzdem" murrte er mit gerunzelter Stirn. "Dann eben so" seufzte sie ihm ihre Hand entgegen streckend. "Gib mir deine linke Hand" forderte sie. Der Arzt schaute sie kurz kalkulierend an, bevor er ihre Hand erfasste. Der Impuls zwischen ihnen war etwas stärker als sich ihre Hände tatsächlich das erste Mal in einer solchen Form berührten. "Das dürfte gehen" sagte er zu ihr hinab schauend.
"Was ist?" fragte er als er sah wie sie auf ihre gemeinsamen Hände schaute. "Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mit einem Mann Händchen halte, ohne dass er verletzt oder ängstlich ist" antwortete sie erstaunt, bevor sie überrascht blinzelte. Ihre Augen weiteten sich als sie registrierte, was sie gesagt hatte und Röte schoss in ihre Wangen als sie versuchte ihre Hand zurück zu ziehen. Laws Augenbrauen stiegen bei der Aussage erstaunt an bevor er ihre Hand fester drückte, damit sie nicht flüchten konnte. "Ver-vergiss, dass ich das gesagt habe" stotterte sie verlegen.
"Wie sollte ich?" fragte er mit einem teuflischen Grinsen als er sich etwas zu sich zog. "Es gefällt mir, dein erster Teufelskraftnutzer, das erste Mal Händchen halten... hmm... es macht mich neugierig, worin ich noch dein Erster sein könnte..." murrte er sie offen betrachtend. Sakura verbiss sich ein Kichern. "Ich muss dich leider enttäuschen, aber ich bin schon eine ganze Weile keine Jungfrau mehr" lachte sie als ihr Körper unter seinem Blick zu kribbeln begann. "Und ist das nicht Schade?" fragte er als sein Blick etwas abflachte. "Ich habe nichts gegen etwas lockeren Spaß zwischen den Laken, Trafalgar-san, aber Kakashi-sensei hat mich gewarnt. Es soll nicht zu Peinlichkeiten kommen, sollte er ein Familientreffen planen" verkündete sie nun seine Hand drückend.
Er hob ein weiteres Mal seine Augenbraue als er sich fragte warum Kakashi es für nötig gehalten hatte nicht nur ihn sondern auch sie zu warnen. "Außerdem hat dich denn keiner gewarnt, dass man einer Kunoichi nicht so einfach Zugang zu sich geben sollte?" fragte sie nun amüsiert. "Das Selbe könnte ich mit Piraten sagen und doch sind wir jetzt hier" antwortete er grinsend. Sein Herz pochte kräftig und schnell als er zu ihr hinab schaute. Bisher hatte noch keine Frau diese Reaktion in ihm verursacht. "Touché" gab sie mit einem amüsierten Funkeln in den Augen zurück.
"Also, wollen wir endlich anfangen oder willst du lieber weiter flirten?" fragte sie nun eine Augenbraue anhebend. "Beides klingt verlockend" antwortete er unverschämt. Ihre Mundwinkel hoben sich an als er spürte wie sich ihr Chakra in seinem Körper ausbreitete. "Wir können später immer noch flirten, aber ich habe nur einmal am Tag die Chance deine Kräfte zu testen" verkündete sie. "Versprichst du es mir?" fragte er ihre Hand etwas fester drückend als er spürte wie seine Kräfte stärker wurden.
"Was sollte mein Versprechen schon Wert sein?" fragte sie mit einem Lächeln. Er grinste einfach nur als er seinen rechten Arm ausstreckte. Der Pirat öffnete seinen Room und zog sie zu sich bevor er mit seinen Finger und einem "Mes" gegen ihre Brust tippte. Sakuras Augen weiteten sich als sie spürte wie seine Kraft funktionierte und gleichzeitig ihr Herz ihren Körper verließ. Mit einem "Shambles" hielt Law das Herz in seiner rechten Hand und schaute auf die Kunoichi hinab. Diese atmete schwer als sie mit geweiteten Augen zu ihm aufsah. "Erschreckend" murmelte sie seine Hand drückend.
Sein Blick richtete sich auf ihr schnell schlagendes Herz und er runzelte seine Stirn. "Hier, zieh dein Chakra aus meinem Körper" orderte er als er merkte, wie ihre Hand klamm wurde. So schnell er konnte, drückte er ihr Herz wieder in ihren Körper. "Was ist los?" fragte er als er spürte wie ihre Lebenskraft ihn langsam verließ. Der Arzt legte eine Hand auf ihre Stirn und runzelte seine, sie hatte wieder Fieber und es war höher als das am Vortag. "Dein Mes mag für dich instinktiv und einfach sein, aber diese Attacke hat es in sich. Ich konnte spüren wie du kurz meinen Brustkorb gescannt hast bevor du mein Herz geklaut hast. Die komplizierte Attacke hat mich ausgesaugt, ich konnte mich nicht dagegen wehren, geschweige denn stählern" erklärte sie sich etwas Schweiß von der Stirn wischend.
"Du hattest direkten Zugriff auf mein Chakra" fügte sie erstaunt hinzu. Der Piraten-Captain blinzelte sie verblüfft an als er die Informationen verarbeitete. Dann weiteten sich seine goldenen Augen. "Ist alles okay mit dir?" fragte er besorgt als er sie eingehend betrachtete. Sie war blass und schwitzte als sie langsam wieder zu Atem kam. "Ich werde wieder. Ich habe eine Reserve, die ich sogar vor mir selbst versiegelt habe, also werde ich keine großartigen Probleme bekommen" antwortete sie mit einem Hauch eines Lächelns.
"Was passiert, wenn du deine Reserve aufbrauchen solltest?" fragte er sie suchend anschauend. "Mein ganzer Körper würde beginnen unter starken Schmerzen zu leiden, begleitet von Übelkeit und Schwindel bis hin zur Ohnmacht. Im schlimmsten Fall würde ich in ein Koma fallen bis sich meine Reserve von alleine wieder aufgebaut hat" erklärte sie sachlich. "Dann solltest du mir direkt sagen, wann es zu viel wird. Ich bin nicht mit dir verbunden, zumindest nicht so wie du mit mir. Ich spüre es nicht, wenn ich dein Chakra aufbrauchen sollte" sagte er ernst. "Abgemacht" stimmte sie mit einem Hauch eines Lächelns zu.
"Heute trainieren wir nicht, dein Fieber ist stärker als gestern" verkündete er sich streckend. "Hast du etwa Angst, dass ich dir die Glöckchen wirklich schon abnehme?" fragte sie schmollend. "Garantiert nicht in diesem Zustand" antwortete er mit angehobenen Mundwinkeln. "Na warte" murrte sie finster als sie sich auf ihn stürzte und ihm mit überraschender Wucht auf den Boden schmiss. Dann setzte sie sich auf seinen Bauch. "Sag das nochmal" forderte sie finster als sie die Federn seines Kragens erfasste und ihn zu sich hinauf zog.
"Oh, sag doch, dass wir wieder beim Flirten angelangt sind" gab er mit einem räuberischen Grinsen zurück als er seine Hände locker auf ihre Hüfte legte. Die pinkhaarige Frau hob eine Augenbraue an bevor ein teuflischer Funke in ihre Augen stieg. "Wollte ich flirten, hätte ich mich wohl kaum auf deinen Bauch gesetzt, oder?" fragte sie zu ihm hinab schauend. "Hmmm... vielleicht wolltest du es etwas subtiler angehen?" fragte er amüsiert. Sakura schenkte ihm einen flachen Blick. "Sehe ich aus, als wenn ich der subtile Typ wäre?" fragte sie zweifelnd. "Ihr Shinobi habt eine eigene Körpersprache, vieles was für euch offensichtlich ist, ist für Außenstehende eher subtil" antwortete er nun sichtlich amüsiert.
"Hast du auf alles eine Antwort?" fragte sie sich plötzlich unbeschreiblich müde fühlend. "Ich weiß nicht, wollen wir es austesten?" schlug er zu ihr aufsehend vor. "Im Normalfall gerne, aber im Moment..." seufzte sie erschöpft als sie sich vorlehnte und ihre Stirn an seine Schulter platzierte. "Deshalb habe ich gesagt, dass wir heute nicht trainieren" murrte er seitlich auf sie hinab sehend. Er packte ihre Hüfte etwas fester und schob sie in seinen Schoß als er sich aufrichtete. Dann zog er sie ein Stück von sich um auf sie hinab schauen zu können.
"Ich glaube Schlaf wäre jetzt genau das Richtige für dich" verkündete er ein weiteres Mal eine Hand auf ihre Stirn legend. Sakura seufzte leise als sie seine kühle Hand spürte. "Das Fieber ist gestiegen" murmelte er wieder ihre Hüfte packend als er sie neben sich platzierte. Er kniete sich vor sie und hob sie anschließend in seine Arme. "Huh? Was?... Trafalgar-san!" verkündete sie überrascht als sie plötzlich auf seinem Arm saß. "Du bist wirklich federleicht" sagte er erstaunt als er sie in aller Ruhe aus dem Trainingsraum trug.
Es war noch immer mitten in der Nacht, dementsprechend begegneten sie niemanden auf den Weg in sein Labor. "Ich kann laufen" argumentierte sie mit gerunzelter Stirn. Sie mochte es nicht von jemanden als Ballast angesehen zu werden. "Keine Sorge, dich wird schon keiner sehen. Die Gänge zu meinem Labor sind leer" versicherte er glaubend, dass sie so von niemanden gesehen werden wollte. Sakura runzelte ihre Stirn als sie verarbeitete, was er sagte, bevor sich ihre Augen weiteten. Sie hielt sich an seinen Schultern fest als sie sich nach hinten lehnte und erstaunt auf ihn hinab schaute.
"Du besitzt Haki?" fragte sie aufgeregt. "Ja" antwortete er langsam verblüfft über ihre Reaktion. "Ich habe bei der Crew, mit der ich zuletzt gereist bin, gemerkt dass mein Chakra auch Haki verstärken kann. Ich habe mich die ganze Zeit schon gefragt ob ich das bei dir auch schaffe oder ob deine Teufelskraft alles auf sich zieht" erklärte sie und sah wie etwas undefinierbares in seine Augen stieg, allerdings war es verschwunden bevor sie es identifizieren konnte. Law biss die Zähne zusammen als Eifersucht durch seinen Körper floss. "Wie hast du das gemerkt?" fragte er ruhig als er sich zur Ordnung zwang. "Oh, der Captain war verletzt. Ich habe ihn geheilt, dabei hat er mir gesagt, dass ich sein Observationshaki verstärke. Ich konnte es leider selbst nicht spüren, so wie bei deiner Teufelskraft, aber es war interessant zu erfahren. Ich musste direkt an dich denken" erklärte sie offen und der Mann beruhigte sich.
Er war zufrieden, dass sie direkt an ihn gedacht hatte, während sie jemand Anderes heilte und diesen Effekt auf das Haki hatte. "Ich besitze das Kenbunshoku und das Bosoushoku" informierte er schließlich beruhigt, dass er ihre erste Wahl als Versuchspartner war. "Hm... ob ich es bei dir spüren würde? Schließlich sind wir irgendwie verbunden" murmelte sie nachdenklich als er einen weiteren Gang einbog. "Das können wir ein anderes Mal testen, wer weiß wieviel Chakra du dafür bräuchtest" sagte er erfreut über ihre Aussage.
"So langsam kommst du als Spaßbremse rüber" schmollte sie zu ihm hinab schauend. "Ich will keinen Ärger mit Kakashi" entgegnete er flach, außen vor lassend, dass er ihr wirklich nicht schaden wollte. "Keine Sorge, ich beschütze dich vor ihm" versicherte sie amüsiert. "Du hast erst mal Fieber und solltest das machen, was gute Patienten machen, wenn ihr Arzt es ihnen sagt" gab er zu ihr aufsehend zurück. "Aber... ich bin mein eigener Arzt..." entgegnete sie verwirrt. "Ich denke nicht. Würdest du mich mir selbst überlassen, wenn ich krank werden würde oder mich verletze?" fragte er interessiert. "Natürlich nicht!" antwortete sie ohne zu zögern. "Siehst du, also ich verschreibe dir vorerst Schlaf, nachdem du etwas von dem Mittel, das wir gestern hergestellt haben, genommen hast" sagte er triumphierend.
Die junge Frau grummelte etwas unverständliches vor sich her als Law sein Labor betrat. Er setzte seine Fracht auf der Couch ab und holte das fiebersenkende Mittel hervor. Der Arzt sah zu wie sie einen Schluck davon nahm, bevor sie sich seufzend auf die Couch legte. "Wenn du wieder wach bist, kannst du mir wieder helfen" informierte er zufrieden, dass sie ohne weiteren Protest machte, was er gesagt hatte. "Was stellen wir diesmal her?" fragte sie interessiert zu ihm aufsehend. "Schmerzmittel" antwortete er und sie nickte, bevor sie ihren Kopf senkte und ihre Augen schloss. "Schläfst du jemals?" fragte sie bereits einschlafend. Law betrachtete sie noch eine Weile über ihre Frage nachdenkend, bevor er an die Arbeit ging.
Einige Stunden später blinzelte Law überrascht als er spürte wie Sakura über seine Schulter schaute. "Guten Morgen" murrte er weiter arbeitend. "Guten Morgen" gab sie kurz auf ihn schauend zurück. "Wie geht's dir?" fragte er eine Pflanze in kleine Stücke schneidend. "Das Fieber ist gesunken" antwortete sie wissend, dass er sie deshalb fragte. "Hn" murrte er ihre Antwort zur Kenntnis nehmend. "Wann schläfst du überhaupt?" fragte sie sich einen Stuhl nehmend und zu ihn setzend. "Abends" antwortete er konzentriert als sie sich eine andere Pflanze nahm und sie vorbereitete, genau wie er sie brauchte.
Ein kleines Grinsen schlich über seine Lippen als er merkte, dass sie bereits gesehen hatte welches Mittel er herstellte und sich ohne Umwege an die Arbeit machte ihm zu helfen. Sie arbeiteten gemeinsam in einer angenehmen Stille. Law unterdrücke ein Grinsen als er merkte, dass sie vollkommen aufeinander eingestimmt waren. Es war ihm in seinem Leben bisher noch nie passiert. "Es wird Zeit fürs Frühstück" murrte Law nach einer Weile als er sich streckte und einen Blick auf die Uhr warf. Sie hatten gut zwei Stunden konzentriert gearbeitet. "Hm?" murmelte Sakura überrascht zu ihm aufsehend. "Frühstück" wiederholte er ihren Blick fangend.
Wie konnte eine so unschuldig aussehende Frau eine waschechte Kunoichi sein? "Ja... klar" gab sie nickend zurück als sie weiterhin seinen Blick hielt. "Was ist?" fragte sie ihren Kopf seitlich neigend. "Nichts" antwortete er wieder zu sich kommend. "Na los. Ich bekomme so langsam hunger" murrte er schließlich aufstehend. Gemeinsam gingen sie in den Speisesaal, in dem bereits einige müde Piraten saßen und ihren ersten Kaffee oder Tee genossen bevor es Essen gab. "Sakura-san, komm setz dich neben mich!" verkündete Bepo erfreut als er die beiden Ärzte erblickte. Über die Lippen der jungen Frau stahl sich ein Lächeln als sie neben dem Mink Platz nahm.
Law seufzte nur leise als er sich auf seinen Stammplatz setzte, auf Sakuras anderer Seite am Kopfende. Die pinkhaarige Frau blinzelte überrascht als sie Bepos Tatze auf ihrer Stirn spürte. "Puh, du hast heute kein Fieber" seufzte der Mink sichtlich erleichtert. Sakura schaute mit großen Augen auf den Eisbären während Law amüsiert seinen Kopf schüttelte. "Dann können wir ja nachher gemeinsam trainieren" sagte er mit einem Grinsen auf die Kunoichi schauend. "Du willst unbedingt, dass ich dir die Glöckchen direkt abnehme, was?" fragte sie ihren Blick auf den attraktiven Mann richtend.
"Du bist dir ja siegesicher" murrte er mit einer angehobenen Augenbraue. "Angst?" gab sie mit einem teuflischen Funkeln in den Augen zurück. "Keineswegs" antwortete er amüsiert. "Allerdings sollten wir zuerst das Medikament fertigstellen" fügte er hinzu und die pinkhaarige Frau nickte. Kurz darauf begannen sie zu Essen.
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Es brauchte den halben Tag das Schmerzmittel fertigzustellen. Sakura schaute amüsiert auf den Doktor als er versuchte sich zum vierten Mal innerhalb einer halben Stunde ein Gähnen zu unterdrücken. "Na los, leg dich hin" forderte sie mit einem kleinen Grinsen. Law blinzelte zu ihr hinab als er sich wieder wach schüttelte. "Hn" murrte er und sah wie ihr Grinsen breiter wurde. "Soll ich dich etwa schlafen legen?" bot sie mit einer grün glühenden Hand an. "Ich denke nicht" grummelte er seine Mütze vom Kopf ziehend und sich durch seine wilden Haare fahrend.
Er spürte Sakuras Blick auf sich und hob eine Augenbraue an. Ein attraktives Grinsen schlich über seine Lippen als er die Faszination in ihren Augen und die Röte in ihren Wangen sah. Es sah so aus als wenn ihr gefiel was sie sah. "Was?" fragte er interessiert. "Uhm... nichts..." murmelte die Kunoichi sich in die Gegenwart blinzelnd. "Na los, leg dich hin. Ich kann auch aufräumen" verkündete sie durch die gemeinsame Arbeit wissend, wo was seinen Platz hatte. "Was?" fragte sie diesmal als er sie eine Weile einfach nur betrachtete.
"Lass uns Essen gehen, danach kannst du gerne aufräumen und ich lege mich eine Weile hin" seufzte er sich schließlich aus seinen Gedanken schüttelnd. "Okay" gab sie langsam zurück als sie einen Blick auf die Uhr warf. Es war tatsächlich bereits Zeit fürs Abendessen. Huh, sie hatten tatsächlich das Mittagessen verpasst. Gemeinsam gingen sie in den Speisesaal, wo bereits einige hungrige Piraten auf das Essen warteten. "Captain! Sakura-san, was habt ihr den ganzen Tag gemacht?" fragte Bepo als er die beiden Ärzte erblickte. "Wir haben ein Medikament hergestellt" antwortete die pinkhaarige Frau bereitwillig als sie sich wieder neben den Mink setzte. Dieser schaute zufrieden zu ihr hinab.
"Irgendwas interessantes?" fragte Ikkaku in dem Versuch die Ärztin etwas besser kennenzulernen. "Nur ein Schmerzmittel" antwortete diese mit einem Lächeln. Sie konnte sich vorstellen, dass die braunhaarige Frau nach weiblichen Kontakt lechzte. Allerdings war sie sich nicht sicher ob sie ihr in dieser Richtung Abhilfe schaffen konnte, da sie so wie es aussah die meiste Zeit mit dem Captain verbringen würde. Laws Blick erfasste die vielen verliebten Gesichter bei Sakuras Lächeln und biss die Zähne zusammen. Er müsste seine Leute wohl ein weiteres Mal erinnern, dass Sakura gefährlich war und niemand, in den man sich ohne weiteres verlieben sollte.
Besonders da er als erster Anspruch auf sie erheben würde. "Was macht ihr nach dem Essen?" fragte Bepo zu Sakura hinab schauend. "Ich werde mich wohl ein wenig hinlegen, schließlich muss ich gegen 2 Uhr wieder fit für unser nächstes Experiment sein" antwortete sie zu Law hinauf grinsend. Dieser schnaubte amüsiert. "Sind alle Ärzte so seltsam?" fragte Penguin sie missmutig anschauend. Beide schauten ihn mit amüsiert funkelnden Augen an.
