12 Tage
Etwas hatte sich in am Weihnachtsabend Scorpius geöffnet oder war zu Bruch gegangen und er war sich nicht sicher was es war. Er hatte durch die Nacht experimentiert durch die verdammten Handschellen zu arbeiten und am Tag gab er sich immer schwierigeren Taten hin.
Es sass am Boden des Salons jedes einzelne Möbelstück in der Luft. Er sass im Schneidersitz und atmete langsam seine Augen geschlossen, sein Gesicht entspannt und ruhig, auch wenn er rote Striemen an den Handgelenken hatte wo ihn die Handschellen ihn am Abend zuvor zurückgehalten hatten.
„Sehr schön", sagte Daphne. Heute waren alle seine Entführer anwesend und Scorpius beschränkte sich Pansy Parkinson anzusehen, welche noch irgendwie sympathisch war.
Scorpius lies die Möbel vorsichtig runter. Er war erschöpft aber nicht komplett erschlagen.
Selwyn bewegte einen Stuhl zum Zentrum des Raumes und Daphne bedeutete ihm ihn zu nehmen. Als Scorpius aufstand erhaschte er einen Blick auf sich in einem alten, angelaufenen Spiegel der schräg an der Wand hing und für einen Moment war er froh das Albus ihn so nicht sehen konnte – dünn und schmutzig mit Blut unter seinem Ohr – ein Nebeneffekt davon das er sich am Abend überanstrengte.
Scorpius setzte sich auf den Stuhl und als Daphne vor ihn trat sah er das sie seinen Zauberstab in der Hand hielt. Als sie vor ihm herging, tippte sie mit ihm spöttisch gegen ihre Handfläche.
„Ich frage mich ob du genug Zeit hattest deine Ansicht auf einige Dinge zu überdenken", sagte sie.
„Wie?"
Sie beugte sich über ihn um ihm in die Augen zu sehen.
„Ich will das du mir in die Augen siehst und mir sagst das du glaubst, dass Reinblüter besser sind als Blutsverräter und Schlammblüter. Ich will das du mir sagst das du dein Pflicht als Greengrass und Malfoy respektierst um das Ziel der Reinblut Bewegung zu erreichen und das du deine Familienline vorsetzt."
Scorpius wusste das er sie gleich dort hätte töten können. Alles was er tun musste war sich zu strecken und seine Hände um ihren Hals schlingen und genug Elektrizität zu sammeln um sie zu schocken. Oder er konnte das Wasser vom Teich draussen beschwören – einer den er nicht gesehen hatte, aber wenn er die Augen schloss das stille Wasser fühlen konnte – und sie in einen Eiszapfen einfrieren. Oder er konnte sie anzünden.
Scorpius wusste das er es könnte aber Selwyn und Travers standen in der Nähe mit ihren Zauberstäben bereit und er wusste das Daphne zu töten das letzte sein würde was er tat und auch wenn er sich nicht sicher war ob der Tot seiner derzeitigen Situation nicht vorzuziehen war, dachte er an seinen Vater und Albus und schob die Idee zur Seite.
„Nein", sagte Scorpius.
„Nein?"
„Nein", wiederholte er und seufzte als sich Daphne aufrichtete und zu ihren Begleitern sah.
„Parkinson?"
Scorpius sah zu Pansy, seine Augen leblos und müde und sie schüttelte den Kopf.
„Ich bin nicht gut mit den Unverzeihlichen", sagte sie, „Lass es einen von ihnen tun."
Pansy drehte sich um und verlies den Raum, ihre Robe glitt hinter ihr her. Selwyn trat vor und Scorpius schloss seine Augen und versuchte sich auf eine glückliche Erinnerung zu konzentrieren bevor der Schmerz anfing. Er stellte sich vor wie Albus die Decke enger um ihre Schultern schlang und seine Stirn zwischen den Kapiteln von Sturmhöhen zu küssen und es reichte um den Schmerz für einige Sekunden zu lindern.
15 Tage
Albus lehnte sich über den Tisch in Malfoy Manor einen Becher Kaffee unter seiner Hand. Sein Vater war neben ihm und ging Berichte durch während Draco im Raum auf und ab ging und seinen Augen eine pause vom Lesen gönnte. Die das Fenster sah man wie die Sonne über der gefrorenen, toten Landschaft unterging und Albus sah auf seine Uhr. Er war seit beinahe 24-Stunden wach.
„Das waren heute drei Häuser", sagte Harry und warf die Akte weg, „Uns gehen die Orte zum überprüfen aus."
Fünfzehn der alten Häuser. Einige der Familien hatten sie reingelassen – liessen den grossen Harry Potter nach Hinweisen suchen. Anderen taten es nicht und hatten Albus gezwungen andere Möglichkeiten um reinzukommen zu suchen. Er war froh das der Tarnumhang immun gegen Risse und Flecken war.
„Es muss etwas geben, dass wir übersehen", sagte Albus und fuhr sich über das Kinn und dachte das er sich rasieren musste entschied aber dass es eine Verschwendung wertvoller Zeit war. Er blätterte im ältesten Wälzer den sie im Archiv finden konnten – das in dem Scorpius arbeiten sollte – überflog Namen und Daten und Orte wo Zauberer in Europa gelebt hatten.
Du würdest es hier lieben Scorp, hatte Albus gedacht als er durch die Stapel ging. Sei bitte am Leben damit du herkommen kannst.
Albus blätterte abgelenkt durch die Seiten. Die Details von Scorpius' Gesicht verschwanden immer weiter von ihm aber er konnte sehen wie er Pergamente aus den Regalen zog, aufgeregt seine Brille die Nase hochschob und mit den anderen Historikern sprach. Albus überflog Name nach Name im Register während er sich vorstellte wie Scorpius Informationen sammelte und Lesungen in Jacken mit Ellbogen Aufnähern gab und als ihn im derzeitigen Zeitalter nichts ansprang blätterte er zu einem anderen –
Im Augenwinkel dachte Albus das er Ainsley Greengrass' Namen in dem 400 Jahre alten Buch sah aber das konnte nicht stimmen.
Er wusste das er müde war als er zu der Seite zurückblätterte und die Aufzeichnung fand. Gringras von Annesley, Nottinghamshire.
Gringras von Annesley, dacht er.
Er las den Eintrag welcher aussagte das die Familie in den frühen 1600ten aus Frankreich eingewandert war.
„Draco wie lange ist Daphne von ihrer Familiengeschichte besessen?"
Draco drehte sich um und zuckte mit den Schultern.
„Alle Reinblüter waren davon besessen als Voldemort an die Macht kam", sagte Draco, „Sie mussten es sein. Diese Information war entscheidend."
Albus starrte mit offenem Mund auf das Buch.
„Wir sind nicht weit genug zurückgegangen", sagte er ruhig, „Ich…ich weiss wo er ist."
„Was meinst du?" verlangte Draco schnell und kam an seine Seite.
„Wir haben nach den Namen gesucht wie sie jetzt sind", sagte Albus seine Augen klebten noch immer an der Seite. „Nicht wie sie sich über die Zeit verändert haben könnten."
Er schob das Buch zu Harry hinüber und deutete auf die Linie bevor er Blätter vom Tisch warf als er etwas suchte.
„Ich brauche eine Karte!"
Draco sah über Harrys Schulter.
„Die Gringras Familie von Annesley?"
„Annesley Gringras", sagte Albus, „Ainsley Greengrass! Sie hat Ainsley nach dem ursprünglichen Haus der Gringras Familie genannt als sie nach England kamen. Der Name hat sich nur über die Jahre verändert als er verenglischt wurde."
Draco und Harry starrten ihn überrascht an.
„Was?" sagte Albus zu Draco, „Den Bücherwurm von Sohn hat auf mich abgefärbt. Vielleicht habe ich ein paar Sachen gelernt."
Albus zog die Karte über den Tisch als er sie fand und wischte seinen Kaffeebecher zu Boden wo er zerbrach. Er sah sich jeden Zentimeter der Karte an bis er den Namen fand.
„Ich weiss wo er ist", sagte Albus und deutete darauf. Sein Herz schlug schnell in seiner Brust und er hatte das erste mal seit Wochen warm.
„Wir wissen wo er ist!"
„Albus", sagte Harry skeptisch, „Es besteht die Chance das das ein Zufall ist."
„Er ist dort Dad", sagte Albus, „Ich weiss es. Ich weiss das es das ist."
Draco betrachtete Albus für einen Moment während Harry auf die Karte sah.
„Draco", sagte Albus ernst und griff die Ärmel von Scorpius' Pulli. „Ich weiss das er dort ist."
„Wir müssen gehen Potter", sagte Draco.
Harry richtete sich auf und sah sie beide an.
„Wir sollten Unterstützung mitnehmen", sagte er.
„Nein", sagte Draco, „Es ist sicherer für Scorpius wenn wir es nicht tun. Was wenn sie ihn verletzen bevor wir ihn finden? Wenn er wirklich dort ist."
Draco wich zurück als wollte er nicht zu optimistisch werden, sein Gesicht zurückhaltend.
„Dad", flehte Albus, „Wir müssen gehen. Jetzt. Wir verschwenden Zeit."
Schliesslich nickte Harry.
„Ich glaube das tun wir", sagte er. Die drei Männer nahmen ihre Zauberstäbe vom Tisch.
„Wie kommen wir dorthin?" fragte Albus, „Wir können nicht apparieren. Keiner von uns war schon einmal da."
„Wir nehmen das Flohnetzwerk zur nächsten Siedlung", sagte Draco, „Von dort aus fliegen wir."
Draco reichte Harry und Albus ihre Mäntel. Albus knöpfte seinen zu und steckte seinen Zauberstab sicher in seine Tasche als Harry die Karte des Flohnetzwerkes ansah und Draco seinen Pferdeschwanz neu band.
„Ich glaube ich habe es", sagte Harry. Albus beschwörte drei Besen von einem Ständer in der Ecke und jeder von ihnen fing einen bevor sie zum Kamin gingen.
Albus erkannte den Moment als sie die Schutzzauber passierten. Ein altes Herrenhaus stand auf einer flachen Ebene am Ende eines langen und kaputten Weges. Es liess Travers Manor aussehen wie ein Märchenschloss.
„Ich weiss nicht ob da jemand drin ist", sagte Harry skeptisch, „Es sieht aus als wäre es seit Hundert Jahren nicht mehr berührt worden."
„Wir müssen es trotzdem überprüfen", sagte Draco.
Es dauerte eine Ewigkeit bis sie das Herrenhaus erreichten und Albus schlotterte bereits. Das Licht der Sonne war kaum zu sehen gewesen als sie vom nächsten Dorf hergeflogen waren, da Annesley zu klein war um seinen eigenen Flohaustieg zu haben. Offensichtlich hatten seit Jahren keine Zauberer und Hexen in der Nähe gelebt.
Die Stufen waren mit Blättern und Dreck bedeckt und als Harry die offene Tür weiter öffnete kam eine Staubwolke hinunter.
„Oh hallo."
Harry hatte seinen Zauberstab gezogen bevor Draco und Albus die andere Person im Raum bemerkt hatten. Daphne Greengrass stand in der schmutzigen Vorhalle mit einem Lächeln auf dem Gesicht nahe einer Tür zu einem angrenzenden Raum.
„Was tun Sie hier?" fragte Harry.
Aus dem Augenwinkel sah Albus wie Draco seinen Ausdruck in eine Miene der Gleichgültigkeit und Irritation über seine Begleiter wechselte.
„Ich könnte euch dasselbe fragen", sagte Daphne und kann auf sie zu.
„Wir untersuchen noch immer das Verschwinden meines Sohnes", sagte Draco augenrollend. Er ging an Harry vorbei um Daphne abzufangen. Albus griff seinen Zauberstab in der Tasche so fest, dass er Angst hatte ihn zu zerbrechen seine Augen gewöhnten sich noch immer an das Licht. Laternen waren in der Vorhalle angezündet und in den Ecken alle Räume die er sehen konnte.
„Und ihr sucht hier?" fragte Daphne amüsiert.
„Potter hat sich in den Kopf gesetzt jedes das einmal von Zauberern bewohnt zu überprüfen", sagte Draco abfällig, „Ich gehe nur mit um sicher zu stellen, dass er nichts übersieht."
Harry war offensichtlich beleidigt. Albus nahm seine Augen nicht von Daphne.
„Nun ich kann dir versichern, dass er nicht hier ist", sagte Daphne, „Dieser Ort ist ein Wrack. Es ist das älteste Greengrass Haus in England weisst du."
„Das hat Potter auch gesagt", sagte Draco ihr, „Auch wenn ich mir nicht sicher wahr, dass er seine Fakten richtig verstanden hatte."
Daphne öffnete ihren Mund um etwas zu sagen aber wurde von Stimmen die den Gang runter tönten unterbrochen. Sie rief ihnen zu.
„Kommt her! Wir haben Gesellschaft."
Sofort wurden die Stimmen ruhig und nach einem Moment tauchten Selwyn, Travers und Parkinson auf. Albus sah wie Pansy erstarrte, ihre Augen gross hinter ihrem Pony als sie Draco anstarrte, dessen Ausdruck sich kurz anspannte bevor er wieder arrogant wurde.
„Und was mach ihr alle hier?" fragte Draco.
„Ich dachte ich restauriere diesen Ort zu seinem früheren Glanz und ich habe einige Freunde gebeten her zu kommen und ihre Gedanken zu äussern", sagte Daphne und deutete auf die grosse steinerne Vorhalle. „Es ist an der Zeit, dass wir die alten reinblut Häuser zu dem machen was sie einmal waren."
„Ich verstehe", sagte Draco und sah sich um. Er verschränkte die Arme hinter dem Rücken und sah zur Decke hinauf. „Es hat ziemliches Potential. Besonders wenn du diesen original Kerzenleuchter behalten kannst. Ich wette er war wunderschön in seinen Tagen."
„Draco", sagte Harry, „Wenn Scorpius nicht hier ist –„
„Ich will mich nur kurz umsehen Potter" fauchte Draco. Daphne kicherte.
„Nur einen Moment. Ich will Dracos Meinung", sagte Daphne, „Er hatte immer einen ausgezeichneten Geschmack."
Während sie einige Meter weiter weg sprachen stand Harry absolut still und Albus folgte seinem Beispiel.
Hatte er falsch gelegen? Er war so sicher gewesen als es in seinem Kopf geklickt hatte aber vielleicht war er jetzt zu erschöpft um zwischen Informationen und Verzweiflung zu unterscheiden. Vielleicht lag er falsch und Scorpius war nicht in der Nähe…
Draco lachte laut und falsch über etwas was Travers gesagt hatte und seine Stimme wiederhallte in dem leeren Haus und Albus fühlte wie sich etwas in seiner Brust zusammenzog.
Was wenn er nicht da draussen ist?
Er hatte versucht die letzten beiden Wochen nicht daran zu denken aber der Gedanke brannte sich in seinen Kopf und nun konnte er ihn nicht abschütteln. Zwei lange, kalte, einsame Wochen und er fing an die Hoffnung zu verlieren. Wenn es darum ging wie Draco Malfoy als Kind war hatte jemand Scorpius aus Rache getötet.
Albus schloss seine Augen und versuchte sich zusammenzureissen und sah Scorpius' Körper im Schnee mit Eis überdeckt und er atmete langsam zitternd aus –
Und dann passierte es.
Ein einzelner Schock lief seine Beine hoch und er fühlte sich vertraut an – zu vertraut und er dachte sofort an die Malfoy Bücherei und das Gefühl der Funken die aus Scorpius Händen kamen und seine Haut trafen. Er dachte daran wie es sich angefühlt hatte als Scorpius ihn beim See verbannt hatte und seine Augen wurden gross. Er hielt den Atem an.
Einen Moment später wünschte Draco Daphne und den anderen einen schönen Abend, er machte klar das er es lieben würde den Ort zu sehen wenn er renoviert war und drehte sich auf dem Absatz und kam zu den Potters zurück.
„Ich denke wir sollten gehen", sagte Draco laut genug dass die anderen es hörten. „Hier ist nichts."
Harry sah Albus in die Augen als sie sich umdrehten und flüsterte: „Lass uns gehen", aber Albus bewegte sich nicht. In der Ferne sprachen Daphne und die Anderen miteinander und sie lächelten.
Albus packte Dracos' Arm als er in die Nähe kam und starrte noch immer auf Daphnes' Rücken.
„Er ist hier", flüsterte Albus so leise er konnte.
Draco sah ihn an.
„Bist du sicher?"
Albus fühlte einen weiteren Schock seine Beine hochwandern.
„Absolut." Albus schluckte. Sein ganzer Körper zitterte nun. „Wie machen wir das?"
„Ruhig", flüsterte Draco bevor er sich umdrehte.
„Eigentlich", fing er an und ging durch die Vorhalle zurück zu der Gruppe. „Pansy kann ich mit dir sprechen? Allein? Nur für einen Moment."
Harry, welcher Albus nicht gehört hatte beobachtet den Austausch seinen Zauberstab noch immer fest in der Hand.
„Was tut er?" flüsterte Harry zu Albus aber Albus riskierte es nicht zu antworten.
Pansy sah überrascht aus.
„Worüber?"
Draco ging auf sie zu und legte eine Hand auf ihren Arm.
„Uns", sagte er, „Ich konnte nicht aufhören an dich zu denken seit ich dich letzte Woche gesehen habe."
Pansys' Augenbrauen hoben sich und Daphne sah sehr zufrieden aus.
„Na, na", sagte Daphne neckend.
„Ich…denke schon", antwortete Pansy.
Daphne sah selbstzufrieden aus als wäre sie für etwas verantwortlich und sah zu wie Draco Pansy den Gang runter scheuchte, seine Hand auf ihrem Rücken.
Daphne lächelte als sie zusah wie sie gingen und drehte sich zu Harry und Albus und betrachtete sie abfällig.
„Ihr beide könnt genau hier warten", sagte sie bevor sie sich umdrehte und durch eine andere Tür ging.
Selwyn und Travers standen wache während Albus auf den Boden starrte. Harry war neben ihm offensichtlich verwirrt aber Albus wusste das er nicht sprechen konnte. Er wagte es nicht – um Scorpius' Willen.
So Nahe.
Draco und Pansy landeten in einem kleinen Lesezimmer, welches durch eine einzelne Laterne auf dem Tisch erleuchtet wurde.
Draco schloss die Tür hinter ihnen und ragte bedrohlich und verzweifelt
über Pansy auf.
„Pansy ich weiss das er hier ist", sagte Draco, „Wo ist er?"
„Ich weiss nicht…ich weiss nicht wovon du sprichst", stammelte Pansy.
„Ich weiss wann du lügst", sagte Draco, „Ich weiss wann du Angst hast und ich weiss wann du lügst."
„Wirklich?" sagte Pansy, „Ich weiss nicht Draco es ist lange her."
„Du hast recht. Das ist es. Die Pansy die ich kannte hätte nicht geholfen einen jungen Mann auf dem Weg nach Hogsmeade zu kidnappen."
Pansy starrte ihn an und nach einem Moment zerfiel ihr Gesichtsausdruck.
„Sie foltert Leute", sagte Pansy schliesslich ihre Stimme zitterte mit Furcht. „Ich weiss nicht…"
„Ich kenne Leute wie sie", versicherte ihr Draco, „Und du kannst mir später davon erzählen aber bitte sag mir wo mein Sohn ist."
„Ich glaube nicht das du jemals ´bitte´ für etwas zu mir gesagt hast. Für irgendetwas."
Draco seufzte und rieb sich das Gesicht.
„Ich weiss das ich dich verletzt habe", sagte Draco, „Und ich weiss es war falsch, aber wenn du mich je gemocht hast…wenn du mich je geliebt hast oder das Kind das wir verloren haben –„
„Das Kind das wir getötet haben", fauchte Pansy.
„Wir waren jung und dumm und verängstigt", sagte Draco, „Keiner von uns hat verstanden – „
„Benutz das nicht gegen mich", warnte Pansy, „Ich habe es jeden Tag bereut."
„Ich auch", sagte Draco und hob seine Hände nachgiebig. „Glaub nicht das ich es nicht habe aber wenn ich oder dieses Kind dir je wichtig waren gib mir bitte das zurück das noch da ist."
Pansy schluckte hart und drehte sich von ihm weg und Draco sah wie sie aus dem alten verstaubten Fenster sah, ihren Kopf gesenkt. Er konnte die Last auf ihren Schultern beinahe sehen.
Schliesslich drehte sie sich um und grub in der Tasche ihrer Robe.
„Du wirst das für seine Fesseln brauchen", sagte Pansy, „Aber ich warne dich der Scorpius den du verloren hast ist nicht der der da unten ist."
„Pansy danke", sagte Draco würgend, nahm den kleinen Schlüssel aus ihrer Hand und hielt in fest in seiner Hand.
„Er ist im Kerker. Geh diesen Gang hinunter –„
Travers drückte die Tür hinter Draco mit einer Hand auf und verfluchte Pansy mit seinem Zauberstab in der anderen. Sie fiel Rückwärts auf den Boden als Draco mit dem Zauberstab in der Hand herumwirbelte. Er wusste das Travers ein erfahrener Duellant war aber Draco war wütend und näher an seinem Sohn als er es sich heute morgen als er aufwachte hatte vorstellen können.
Er drückte Travers aus dem Raum und in den Gang und hörte wie den Gang runter dort wo Harry und Albus waren ein Aufruhr ausbrach. Er hörte wie Flüche und Zauber flogen und abgewehrt wurden und Albus' Stimme wiederhallen als er Spruch nach Spruch sagte.
Draco schrie als er sich mit Travers duellierte, eine Gelegenheit suchte als er einem weiteren Fluch auswich und wenn er eine fand feixt er und sagte –
„Petrificus totalus."
Travers fiel zurück auf den Teppich und Draco sah in die Richtung aus der er kam – wo Harry und Albus gegen Daphne und Selwyn kämpften – und rannte in die gegengesetzte Richtung.
Es war ein langer Gang und als er über seine Schulter sah konnte er die Staubwolke sehen die er aufwirbelte.
Der Gang wand sich und Draco ran weiter bis er das Ende erreichte und eine gebogene Holztür anders als die anderen die er gesehen hatte vorfand und bemerkte das sie mit Magie verschlossen war.
„Alohamora."
Nichts passierte.
Draco schlug gegen die Tür und schrie: „Scorpius! Bist du da drin?"
„Dad? Dad!"
Draco stockte als er die Stimme seines Sohnes hörte riss sich aber zusammen. Er wusste das er wenig Zeit hatte.
„Geh von der Tür weg!"
Draco trat zurück und zielte mit seinem Zauberstab auf das Schloss. Es brauchte fünf Explosionsflüche aber die Tür gab nach und fiel aus den Angeln. Er hustete durch den Staub und Schmutz und brach die Tür auf bevor er hindurchging.
