Albus war nicht so gut mit nonverbaler Magie wie sein Vater oder Scorpius aber was er an Eloquenz nicht hatte machte er mit Eleganz weg. Jahre des Quidditch hatten ihm eine Fussarbeit eingebracht die sogar vom grossen Harry Potter während ihrem Training gelobt wurde und Albus fand es einen wichtigen Vorteil in einem echten tödlichen Duell.
Albus blockte einen weiteren Fluch von Selwyn während Harry sich auf Daphne fokussierte welche so aggressiv war wie sie tönte. Ihre Abwehr war schlampig aber effektiv und ihre Flüche waren planlos aber stark. Albus beobachtete sie so gut er konnte und konnte sehen, das während Harry versuchte sie am Leben zu lassen, sie nicht die selben Absichten hatte.
Albus wich einen weiteren Fluch von Selwyn aus lies ihn an sich vorbei fliegen und versuchte vergeblich ihm eine Körperklammer zu verpassen und als er wieder parierte hoffte er gegen jede Hoffnung das Draco Travers und Parkinson besiegt hatte. Er hasste es daran zu denken das Draco alleine gegen sie kämpfen musste aber es gab keinen Weg das Albus oder Harry Selwyn und Daphne alleine zurückhalten konnte um Hilfe zu leisten.
Albus versuchte sich auf den Kampf zu fokussieren aber er musste wissen ob Scorpius in Sicherheit war – hatte er Draco auf den falschen Weg geschickt? War er so verzweifelt gewesen zu glauben das Scorpius hier war das er riskierte das Draco – oder schlimmer seinen eigenen Vater – verletzt oder getötet wurde?
Die Ablenkung hätte tödlich sein können. Bei einer Gelegenheit die Albus nicht erlauben wollte sprach Selwyn den Todesfluch und in der ausgedehnten Sekunde die es dauerte durch den Raum zu kommen schrie Albus und wich aus rollte sich auf den Boden um ihm zu entgehen. Er fühlte die Hitze der magischen Energie gegen sein Gesicht als er an ihm im Dreck vorbei ging und er rollte sich wieder auf die Füsse bevor seine Stimme aufhörte durch das Herrenhaus zu hallen überlagert von Harrys erschrockenen Brüllen.
Draco schwankte in den dunklen Kerker und erleuchtete seinen Zauberstab sofort. Es dauerte einen Moment für seine Augen sich anzupassen aber als er Scorpius' Stimme hörte wirbelte er herum und sah seinen Sohn zusammengesackt in der Ecke.
„Dad", sagte Scorpius und Draco rannte zu ihm und zerbrach Knochen unter seinen Füssen.
Scorpius kollidierte mit Draco seine Hände hinter seinem Rücken gefesselt und Draco zog ihn grob an sich schlang seine Arme eng um seinen Sohn und hielt ihn so nah wie möglich und fand es noch immer unangemessen.
„Scorpius", sagte Draco seine Stimme voller Emotionen. Er fühlte Scorpius' Schultern zittern während er ihn hielt und lies ihn für einen Moment gegen seine Schulter schluchzen.
„Dad", sagte Scorpius. Er zog sich genug zurück um seinem Vater ins Gesicht zu sehen. „Es ist so schön dich zu sehen."
Draco sah Scorpius an und wischte den Schmutz vom Gesicht seines Sohnes entsetzt darüber was er sah. Russ und Staub klebten in seinem Haar und seine Kleider – diejenigen welche er zum Spiel Gryffindor gegen Slytherin getragen hatte – waren zerissen und schmutzig. Noch schlimmer waren die Blutspuren unter seinen Ohren, Nase und Augen. Seine Wangen waren bleich und eingesunken und seine Lippen waren furchtbar aufgesprungen.
„Ich habe dich lachen gehört", sagte Scorpius zitternd, „Hier unten. Es hat wiedergehallt und wusste das du es bist."
„Was haben sie dir angetan?" fragte Draco. Er drehte Scorpius herum und benutze den Schlüssel den Pansy ihm gegeben hatte um die schweren Eisenfesseln um seine Handgelenke zu lösen und zuckte zusammen als er die verbrannten Ringe um Scorpius' Handgelenke sah als er die Fesseln scheppernd zu Boden fallen liess.
„Ich erzähle es dir später", sagte Scorpius und drückte seine Schultern nach vorne. Selbs in fallen Licht konnte er die Konturen seiner Wirbelsäule und seiner Schulterblätter sehen.
Draco zog ihn näher und fühlte zum ersten Mal die Tränen auf seinem Gesicht.
„Lass uns dich hier raus apparieren –„
Ein Brüllen hallte in den Kerker hinunter und Scorpius löste sich von Draco seine Augen wild und ängstlich.
„Albus?"
„Ich komme gleich zurück für sie – „
Aber es war zu spät. Scorpius legte los rannte zur Tür und die Treppen hoch. Draco folgte schnell und rannte ihm nach.
„Scorpius! Stopp!"
Aber er tat es nicht. Wackelig und erschöpft wie er war bewegte sich Scorpius durch Adrenalin und Furcht, fiel beinahe über Travers versteinerten Körper, seine Schultern steif von den Fesseln und seine Beine müde von der Unterernährung.
Er rutschte und hörte als er die Vorhalle erreichte und Scorpius verfolgte das Geräusch zum Salon – den letzten Ort den er wiedersehen wollte – wo Albus und Harry sich mit Daphne und Selwyn duellierten. Als er die Tür erreichte drehte Daphne ihren Zauberstab zu Albus als er einen Fluch von Selwyn abblockte, welcher sich hinter dem grossen Schreibtisch, dem an den Ecken Teile fehlte, versteckte.
Scorpius streckte seine Hand aus war aber zu spät um es zu stoppen. Harry schrie auf als Daphne Albus zurückfliegen liess und Scorpius sah zu wie er sich in der Luft drehte und mit einem schmerzerfüllten Stöhnen gegen das alte abgenutzte Sofa krachte.
Draco hatte seinen Arm um Scorpius' Taille um ihm davon abzuhalten die Schwelle zu übertreten und in ihr Blickfeld zu kommen aber Scorpius war nah genug. Er streckte seine Hand aus und eine Flammenwand tauchte zwischen Harry der über Albus gebeugt war und Daphne und Selwyn welche hinter dem Schreibtisch standen.
Scorpius Atem war flach aber er wusste das er mit dem Terror und der Wut die durch seine Adern strömten noch genug Energie hatte. Daphne sah sich desorientiert um bis ihre Augen auf Scorpius landeten welcher Dracos erschlafften Arm von seiner Mitte löste und vor trat.
Draco der noch immer seinen Zauberstab hielt starrte bewundernd.
„Scorp", rief Albus verzweifelnd schmerzhaft.
Scorpius bekämpfte den Instinkt ihn anzusehen seine Augen klebten auf Daphne damit sie keinen weiteren Schaden anrichten konnte. Er tastete die Wand bis zur Feuerstelle ab an welcher er sich zum stabilisieren festhielt.
Für zwei Wochen hatte Scorpius nichts mehr gewollt als Albus und Draco zu sehen – ihre Stimmen zu hören und von ihnen gehalten zu werden – und hier waren sie im selben Raum. Für nur einen weiteren Moment musste das genug sein.
„Al bist du in Ordnung?"
Er konnte das Lächeln und die Erleichterung in Albus' Stimme hören.
„Jetzt bin ich es."
Er seufzte erleichtert und senkte die Höhe des Feuers. Er wollte Daphnes Gesicht sehen.
„Was tust du Scorpius?" schrie sie über das Knacken ihre Stimme fanatisch und ängstlich.
„Du hast mir beigebracht es zu kontrollieren", sagte Scorpius ruhig. Er hörte wie sich Draco hinter ihm bewegte und hoffte das er Albus und Harry helfen würde. „Das war ein Fehler."
Scorpius liess die Feuerstelle los und streckte seine andere Hand aus und beschwörte das Wasser aus dem Teich draussen. Es zerbrach die Fenster als es eindrang ein einzelner fliessender Strom der sich um Daphnes und Selwyns Beine schlang. Seine Augen verengten sich vor Schmerz und Anstrengung, Scorpius liess das Wasser um sie gefrieren – hüllte ihre untern Hälften in Eis – und sah zufrieden zu wie der Strom Daphnes' Kleid hochkroch und sie bewegungsunfähig machte.
„Du undankbarer Bastard!" rief Selwyn.
Daphne versuchte erneut ihn zu verhexen aber er konzentrierte sich auf ihren und Selwyns' Zauberstab. Er flüsterte atemlos : "Expelliarmus" und sah wie die beiden Zauberstäbe auf ihn zugeflogen kamen und bei seinen Füssen landeten.
Ohne ihre Zauberstäbe und gefangen im Eis, waren Daphne und Selwyn ziemlich hilflos auch wenn sie laut waren. Es war eine begrenzte Festsetzung aber es war gut genug und Scorpius füllte seine Knie nachgeben und seine Energie schwinden und die Flammen starben.
Albus betrachtete Scorpius bewundernd und unglaublich erleichtert, trotz der Krämpfe die durch sein linkes Bein und linke Seite schossen. Seiner halber Körper krampte und er versuchte still zu sitzen – sich nicht zu winden – als sein Vater ihm half sich aufzusetzen.
Als Draco zu ihnen rannte versuchte Albus sich vom Boden zu drücken aber sein Bein, durch die Hüfte und Seite wollte ihm nicht gehorchen und Draco musste seinen anderen Arm nehmen und ihn auf die Füsse ziehen. Albus lehnte sich heftig gegen Harry und sah wie Scorpius Daphne einfror und mit Erde vom Familienanwesen das sie begehrte begrub.
„Ich muss sie festnehmen", sagte Harry seinen Zauberstab in der Hand und lies Albus los.
Es waren nur wenige Meter aber es fühlte sich wie Kilometer an als Albus zu Scorpius humpelte als dieser endlich aufgab und streckte sich aus um ihn zu fangen als seine Knie nachgaben. Er bemerkte schnell das er nicht in der Lage war jemanden zu stützen und sie fielen zu Boden.
„Hey Al", hauchte Scorpius seine Arme schwach um Albus' Hals geschlungen. Albus hielt ihn fest, seine Hände in Scorpius' Haaren und sein Gesicht in seinem Nacken vergraben.
Harry fesselte die Kriminellen und rief Draco zu sich.
„Ich hole Travers. Ich muss sicherstellen ,dass Pansy … lebt."
Draco sah in Albus' Augen als der den Salon verliess und Albus wusste das das Schlimmste vorbei war.
Er wand sich und zuckte vor Schmerz zusammen. Scorpius kroch näher zu ihm. Er war desorientiert, erschrocken und erleichtert zur selben Zeit.
„Es tut mir so leid", sagte Albus durch Tränen. Er weinte nicht oft und mochte es nicht wenn er es tat.
„Für was?" fragte Scorpius. Er bewegte sich nur wenige Zentimeter – genug um in Albus' Gesicht zu sehen, was genug war um eine weitere Welle der Erleichterung auszulösen. Albus sah die Spüren der Tränen im Schmutz und dem Blut auf seinem Gesicht was zu fiel war und er schluchzte.
„Es gibt nichts was dir leid tun muss", sagte Scorpius.
„Ich habe dir keinen Abschiedskuss gegeben bevor ich gegangen bin", sagte Albus, „Ich habe dir nicht gesagt, dass ich dich liebe."
Scorpius starrte ihn an und lächelte ihn traurig an. Albus packte sein ruiniertes Shirt und versuchte vergeblich durch einen weiteren Krampf zu atmen.
Scorpius wollte die richtigen Worte finden – um zu sagen das er wusste das er geliebt wurde und das ein vergessener Kuss und Abschied unwichtig waren – war nicht woran er die letzten Wochen gedacht hatte. Er wollte Albus sagen das die Hoffnung das er da war wenn Scorpius endlich entkam war alles was ihn durch die dunkelsten Zeiten im Kerker geholfen hatte und er berührte Albus' Gesicht und wischte die Tränen weg und kreierte nur schmutzige Striemen auf seinen Wangen.
Alles was er sagen wollte war unzureichend. Stattdessen drückte er seine Lippen auf Albus und küsste ihn fest aber vorsichtig, er drückte seine Hand gegen Albus' Brust wie beim ersten mal als sie sich küssten. Er fühlte wie Albus lange ausatmete, Scorpius' Shirt festhielt und ihn fester hielt.
Als sie sich voneinander lösten presste Scorpius' seine Stirn gegen Albus', atmete langsam und erschöpft, er bemerkte zum ersten Mal das einige Teile des Zimmers noch immer in Flammen stand. Es kümmert ihn nicht.
„Wir müssen dich nachhause bringen", sagte Albus, „Du bist ziemlich schwer verletzt."
„Du auch", sagte Scorpius. Er legte seine Hand auf Albus' Wade wo er ein weiteres Zittern spüren konnte. „Was hat sie dir angetan?"
Scorpius sah auf als sein Vater zurück in den Salon kam, er trug eine ohnmächtige Pansy Parkinson mit einem noch immer versteinerten Travers mit Stricken verbunden vor ihm schwebend.
„Wir müssen sie ins Sankt Mungos bringen", sagte Draco. Harry erhob sich neben Selwyn und Daphne beide gefesselt und geknebelt.
„Sie muss ins Ministerium gebracht werden."
„Sie bringen sie bis zur Verhandlung nach Askaban", argumentierte Draco.
„Sie hat deinen Sohn gekidnappt", antwortete Harry knapp, lies Travers Körper zu Daphne und Selwyn schweben.
„Und du kannst sie dort überwachen lassen korrekt?"
Harry seufzte. „Ja. Kann ich."
„Dann werde ich sie Scorpius und Albus dorthin bringen."
„Ich will nachhause gehen", protestierte Scorpius und sah vom Boden zu seinem Vater auf. Draco legte Pansy auf die ruinierte Coach und drehte sich zu Scorpius, er zog ihn wieder auf die Füsse und hielt ihn aufrecht als Harry, zufrieden mit den Fesseln der Kriminellen, zu Albus ging, er trat Daphne ´versehentlich´ als er über ihren geknebelten Körper stieg.
„Kannst du stehen?" fragte er und hielt seine Hand Albus hin. Seine Lippe blutete und sein Mantel war an der Schulter aufgerissen. Albus griff hoch und packte seine Hand konnte sein Gleichgewicht aber nicht finden. Es brauchte beide Harry und Draco, welcher Scorpius an der Wand lehnen liess, um ihn wieder auf die Füsse zu kriegen.
Albus stolperte und packte die Feuerstelle, er starrte über seine Schulter zu Daphne, Selwyn und Travers.
„Können wir nicht einfach das Haus mit ihnen darin hinunterbrennen?"
„Leider nein", sagte Harry. Er streckte sich und warm lächelnd eine Hand auf Scorpius' Schulter. „Ich bin so erleichtert das du lebst. Nachdem wir dich nicht nach ein paar Tagen gefunden haben war ich nicht sicher…"
„Ich wäre es beinahe nicht", sagte Scorpius. Er sah zu Draco. „Bitte bring mich einfach nachhause."
„Ich stimme zu", sagte Albus mit einem Stöhnen, sein Bein war eingeknickt. Einige der restlichen Flammen züngelten sich die gegenüberliegende Wand hoch und das Feuer, welches beinahe gestorben war entfachte neu.
„Sollen wir das Feuer löschen?" fragte Harry.
„Nein", antwortete Scorpius.
Daphne protestierte laut durch ihren Knebel.
„Ich stimme zu", wiederholte Albus. Scorpius schlang seine Arme um sich, er zitterte heftig.
„Bring die Jungs nachhause", sagte Harry zu Draco.
„Unter der Bedingung das wir am Morgen direkt ins St.-Mungo gehen", sagte Draco und sah sie beide an. Scorpius nickte zögerlich zustimmend mit nun klapperden Zähnen.
„Ich werde bald da sein", versicherte Harry Albus und sah dann zu Draco. „Und ich bringe Pansy ins Krankenhaus."
Draco nickte und streckte Scorpius und Albus seinen Arm hin welche ihn dankbar nahmen und sie apparierten weg von dem Haus und liessen es brennen.
