„Sie werden mich nicht auf der Couch schlafen lassen oder?" sagte Scorpius und hob seinen Kleidersack hoch

„Nein das wäre dumm", antwortete Albus. Er band seine Schuhe.

Es waren drei Tage vergangen und das Wohnzimmer von Malfoy Manor war wieder normal eingerichtet mit Dracos und Scorpius Sesseln vor dem Kamin. Alles im Manor war wieder rein, ausser der Bibliothek wo Albus und Scorpius nach einem langen morgen im Ministerium, wo sie ihre Berichte abgaben, am Nachmittag eine grosse Burg aus Decken und Kissen konstruiert hatten.

Draco hatte den Hauselfen aufgetragen diese zu lassen bis die Jungs nach Hogwarts zurückkehrte nachdem er sie am Morgen dort schlafend gefunden hatten.

„Wir sind in ein paar Tagen zurück", versicherte Albus ihm. „Und wenn du dich dort nicht erholen kannst oder du es nicht magst kommen wir zurück."

„Aber dein Bruder ist da", sagte Scorpius. „Du hast ihn schon ewig nicht mehr gesehen."

„Mein Bruder hat ewig kaum mit mir gesprochen", sagte Albus. „Er ist entweder nicht da oder spricht einfach nicht mit mir."

Scorpius hob einen abgelegten Stapel von Tagespropheten der letzten Tage hoch. Sein eigenes Gesicht starrte zu ihm hoch – ein altes Foto von ihm aus Hogwarts unter der übergrossen Überschrift Scorpius Malfoy gefunden.

Die nächste sagte Familie Malfoy und Potter in Sankt Mungo entdeckt. Darunter ein Foto welches Draco zeigte wie er Scorpius von den Reportern und ihren Kameras abschirmte mit Harry der Albus hilf hinter ihnen. Scorpius sah wie sich das Foto wiederholte und Dracos Hand winkte die Reporter immer wieder weg.

Die dritte und vielleicht verurteilenste war die Zeitung von gestern. Die Fotos waren kleiner aber es waren mehr. Schoolfotos von Scorpius, Albus und Ainsley starrten ihn umgeben von Text an – sie grinsten und lachten beim letzten Fototag im September. Der Fotograph – Dennis Creevy – war besonders lustig gewesen.

Das was passiert war musste nicht skandalisiert werden aber was im Propheten publiziert wurde war unvollständig. Sie liessen vieles der Folter aus und der Plan der Umerziehung da es Teil der laufenden Ermittlung war und fokussierten sich stattdessen auf die verdammte Darstellung von Scorpius' Kräften und Albus' Verletzung und bezeichnete Ainsley als das ahnungslose Kind welches vielleicht oder vielleicht nicht in die Pläne ihrer Mutter eingeweiht war.

Ainsley tauchte an Scorpius' Seite auf und legte ihren Kopf auf seine Schulter.

„Ich habe dieses Foto vom mir schon immer gehasst", sagte Scorpius leicht als wäre es das einzige von dem man auf der Seite Notiz nahm. Er faltete die Zeitungen und warf sie zurück auf den Tisch.

„Es ist ein grossartiges Foto", sagte Ainsley. „Du lachst."

„Er hasst es wie seine Augen sich kräuseln wenn er lacht", sagte Albus ihr. „Ich finde es ziemlich attraktiv."

„Ich auch", sagte Ainsley. Scorpius schüttelte den Kopf und lächelte ihn an während er Ainsley in eine Umarmung zog.

„Komm heute Abend mit Dad zum Essen", sagte Scorpius ihr. „Harry macht einen gemeinen Braten und mir wurde Kartoffelpüree und ein Film versprochen."

„Ich versuche es", sagte sie mit einem Lächeln. Sie reichte Albus seinen Stock als er aufstand welchen er dankbar annahm. Scorpius hasste es ihn ihn benutzen zu sehen aber er hasste das zusammenzucken wenn er ohne ihn umherhumpelte noch mehr also hielt er den Mund.

„Wir sehen dich später", sagte Albus und hielt Scorpius seine Hand hin welcher sie dankbar nahm.

Zusammen, während Ainsley zum Abschied winkte, stiegen sie in den Kamin.

Der Potter Haushalt war vielleicht gemütlicher aber er war auch hektischer. Das Malfoy Manor hatte sich gut angeboten für Scorpius' Bedürfnis nach Ruhe und er hatte das meiste der letzten 48 Stunden geschlafen meistens auf Albus' Schulter und Schoss.

Als sie aus dem Kamin traten wurden sie sofort von Lilys Schrei begrüsst.

„Verdammt James!" rief sie aus einem anderen Raum. „Nur weil du nicht mehr hier wohnst heisst das nicht das du alle Eier essen kannst als wäre es in Ordnung!"

„Sprache junge Lady!" schrie Ginny aus einem anderen Raum.

„Ich hatte Hunger!" brüllte James von oben.

„Könnt ihr leise sein?" rief Harry von der Couch vor dem Feuer. Scorpius sprang auf. Er hatte nicht einmal realisiert das Harry im Raum war. „Ich versuche mich zu konzentrieren!"

Harry hatte mehrere Akten auf dem Sofa um sich ausgebreitet aber lächelte Albus und Scorpius über seine Brille hinweg an.

„Hallo", sagte er warm und legte die offene Akte zur Seite. „Scorpius du siehst viel besser aus."

„Albus und Dad haben sich sehr gut um mich gekümmert", versicherte Scorpius ihm als er aufstand. Harry hielt Scorpius seine Hand hin und betrachtete die Ringe um seine Handgelenke. Sie waren beinahe verheilt aber hatten einen Kreis aus harten Narbengewebe direkt unter seiner Uhr zurückgelassen.

„Wenigstens heilt das", sagte Harry und sah zu Albus. „Und wie geht es dem Bein?"

„Verdammt schmerzhaft", sagte Albus, „aber es ist stabil. Es wird nicht schlimmer."

„Nun das ist etwas", sagte Harry. Albus beäugte seinen Besen in der Ecke des Raums und sah schnell weg bevor er dachte das Scorpius es bemerkte.

Aber Scorpius bemerkte es trotzdem.

Ainsley und Draco kamen um Punkt sieben Uhr an und Scorpius wartete am anderen Ende des Kamins auf sie. Es war ein langer Tag gewesen von James der über die letzten sechs Monate gesprochen hatte. Er arbeitete mit Bill als Fluchbrecher, welcher ihn endlich gefährlichere Reiseaufgaben gab und hatte ein paar sensationelle oder übertriebene Geschichten – Scorpius war nicht sicher was zutraf.

„Oh das ist hübsch", sagte Ainsley als sie sich umsah und Draco und Scorpius eine Chance gab sich zu umarmen. Draco war den ganzen Tag nervös gewesen da Scorpius ausser Haus war und es zeigte sich in seinem Gesicht als er das Haus der Potters betrat.

„Bist du in Ordnung?" fragte Draco als er Scorpius losliess.

Scorpius nickte und lächelte. „Ja wir sind heute einfach hier gewesen. Es war ziemlich normal."

„Normal?" fragte Draco. „Normal ist gut."

Damit kam es lautes Krachen und dem Splittern von Glas gefolgt von James Stimme aus der Küche.

„Verdammt Al! Pass auf wohin du gehst!"

Scorpius ging durch das Esszimmer und in die Küche wo eine Auflaufform in Stücken auf den Fliesen lag. Harry hatte die Hände voll mit dem Ofen zu tun und sah kaum über seine Schulter.

„Es ist in Ordnung", sagte Albus. „Hier lass mich meinen Zauberstab holen – „

„Wieso kannst du nicht einfach aufpassen wohin du gehst?"

„James?" Harry drehte sich besorgt um.

„Was?" sagte James. „Ich weiss er humpelt aber um Dumbledores Willen – „

Albus schwang seinen Zauberstab und reparierte die Form in ihre vorhergegangene Form bevor er sich mühevoll vorbeugte und sie aufhob.

„Es ist nur eine Auflaufform", sagte Albus. „Wo ist das Problem?"

James nahm sie ihm grob ab und stellte sie auf den Tresen wo Harry sie brauchte und sagte kein weiteres Wort.

Albus sah Scorpius komplett verwirrt an und Scorpius glitt in die Küche.

„Gibt es etwas was ich helfen kann?" fragte Scorpius. „Mein Dad und Ainsley sind übrigens hier."

„Nein ich denke es ist gut", sagte James. „Du und Al könnte gehen. Dad und ich kriegen das hin."

Harry sah James an als wäre ihm ein weiterer Kopf gewachsen sagte aber nichts.

„Lass mich nur die Teller nehmen", sagte Albus.

„Ich mach das", sagte James und hob sie hoch. Es huschte neben Albus in das Esszimmer ohne ein Wort zu sagen.

„Habt ihr zwei euch gestritten?" fragte Harry.

„Nein", sagte Albus. „Aber er war den ganzen Tag so."

„Ich denke nicht das er mich sehr mag", sagte Scorpius. „Ich denke nicht das er es mag wenn ich hier bin."

„Es liegt nicht an dir", sagte Harry und trug die Schüssel Kartoffelpüree an ihnen vorbei. „Und wenn doch ist es sein Problem damit klar zu kommen."

Das Abendessen war voller freundlicher Unterhaltung – die Art bei Scorpius sich nicht gezwungen fühlte mit zu reden für was er dankbar war. Er hörte zu als Lily von ihrem Tag mit ihren Freunden in der Winkelgasse erzählte und als James seiner Familie eine weitere Geschichte von der Arbeit erzählte – diesmal von einer Reise nach Russland. Er hörte zu als sein Vater und Harry über Quidditch sprachen und als Lily und Ainsley über ihre Lieblingsfächer sprachen was James verdächtigerweise interessant zu finden schien und als es anfing das das Geplänkel zu viel wurde – zu banal als das Scorpius sich in seinem aktuellen Zustand darum kümmern konnte griff Albus unter den Tisch nach seiner Hand und hielt sie fest.

„Bist du in Ordnung?" fragte Albus sanft als Ginny anfing mit Draco zu streiten ab die Harpien im Rest der Saison eine Chance hatten oder nicht.

„Ja", sagte Scorpius und pickte auf dem Rest seines Bratens herum. „Mir geht es gut."

„Ich weiss das es hier lauter ist als in den letzten Tagen", sagte Albus. „Danke das du hier bist."

„Wie eine Knette richtig?" sagte Scorpius.

Albus lachte und hielt Scorpius' Hand noch fester und Scorpius' Stimmung hob sich ein wenig. Albus war entspannt und die Falten auf seinem Gesicht waren in den letzten Tagen weniger geworden – er sah mehr wie er selbst aus.

„Es heisst Klette", korrigierte Albus. Das leichte Lächeln auf seinem Gesicht reichte um Scorpius Fokus zu brechen, welcher ihn nur ansah ohne etwas zu sagen.

„Was?" fragte Albus.

Scorpius schüttelte den Kopf und sagte: „Ich sag es dir später."

Nach dem Essen wurden Albus und James zum Abwaschdienst eingeteilt während alle anderen es sich im Wohnzimmer bequem machten um einen Film auszusuchen – was normalerweise in einer halbstündigen Tortur endete wo Stimmen gezählt wurden. Albus trug das Geschirr zu Spüle und stapelte sie währen James zurück stand und sie mit einem schnellen Zauber reinigte.

„Ist alles in Ordnung?" fragte Albus sobald sie alleine waren. „Du scheinst seit Ewigkeiten sauer auf mich zu sein."

James seufzte sah ihn aber nicht an. „Ich bin nicht sauer auf dich. Es tut mir leid wegen vorhin. Ich weiss das du in letzter Zeit viel durchgemacht hast."

„Also was ist los?"

„Du willst es nicht hören."

„Wenn es dich so verrückt macht glaube ich das ich das tu."

James fing an die Teller und das Besteck an ihren Bestimmungsort schweben zu lassen.

„Ich war mit jemandem zusammen. Wir haben uns vor ein paar Tagen getrennt."

„Das wusste ich nicht. Ich wusste nicht einmal das du mit jemanden zusammen bist", sagte Albus. „Wieso hast du es mir nicht gesagt?"

„Ich dachte nicht das dich meine Frauen Probleme interessieren würden", sagte James.

„Wieso sollten mich – „ Albus unterbrach sich selbst. „Darum geht es hier?"

„Ich meine worüber soll ich mit dir sprechen?" fragte James.

„Geht es darum das ich mit Scorpius zusammen bin?"

„Ich weiss nicht einmal mehr wie ich mit dir sprechen soll."

James lehnte sich an die Theke als das Geschirr sich selbst weggeräumt hatten und verschränkte seine Arme während Albus ihn mit offenem Mund anstarrte.

„Nur zur Klarstellung – es geht um mich und Scorpius?"

„Es geht nicht um ihn", sagte James. „Ausdrücklich. „Es ist die Tatsache das ich komplett blind dafür war das du schwul bist."

„Wir beide", sagte Albus und stützte sich auf seinen Stock. Er sah in mit Abscheu an.

„Hör zu", fuhr Albus fort, „es ist nicht als hätte ich die letzten Jahre nach deinen Freunden gelechzt wenn sie vorbei kamen. Es ist nicht so wenn es das ist um was du dich sorgst."

James sagte nichts und Albus wusste das er einen Nerv getroffen hatte.

„Ich bin mir nicht mal sicher ob ich wirklich schwul bin", sagte Albus. „Ich musste nie darüber nachdenken. Ich habe mich nur in meinen besten Freund verliebt und das war es."

„Du hast Glück", sagte James leise. „Das hast du wirklich."

„Und ich erinnere mich jeden Tag daran. Besonders jetzt."

„Wie schlimm war es?" fragte James. Albus hielt einen Moment inne zum nachdenken.

„Wahrscheinlich das Schlimmste das es hätte sein können ohne das jemand starb", sagte Albus. „Ich bin mir nicht einmal sicher wie er überlebt hat und noch er selbst ist um ehrlich zu sein."

„Was ist mit dem Bein?"

„Ich denke nicht das es besser werden wird", sagte Albus. Es war das erste mal das er die Worte laut aussprach und das machte sie irgendwie realer.

„Tut mir leid Kumpel."

„Ich wäre wütend", sagte Albus. „Wenn es anders passiert wäre aber ich war aus einem Grund dort. Ich schliesse meinen Frieden damit."

„Ich hatte meine Reise schon geplant als sie sich von mir trennte", sagte James. „Nur damit du es weisst. Ich musste selbst sehen das du und Dad in Ordnung seid."

„Und dann bist du nachhause gekommen und warst ein kompletter Trottel."

James sah beschämt auf seine Schuhe.

„Ich bin noch immer Al", sagte Albus. „Es ist noch immer dasselbe ich der einen Hund wollte als ich sechs war und drei Tage lang geweint hat als wir realisierten das Lily allergisch ist."

James lächelte. „Und ich dir den plüschigen geschenkt habe der bellte."

Albus grinste. „Tatsächlich hab ich ihn noch. Er ist in meinem Koffer in Hogwarts."

James war offensichtlich noch immer verloren also fuhr Albus fort.

„Nur weil ich nicht mit dir Mädchen nachjage oder weil ich nicht den gleichen Karriereweg einschlage oder was auch immer, bedeutet das nicht das du nicht mit mir sprechen oder mir sagen kannst was vor geht."

„Du hast recht", sagte James. „Es tut mir leid."

„Es ist in Ordnung", sagte Albus. „Ich wünschte nur wir hätten früher darüber gesprochen."

„Du hast mich nur nie gebraucht nachdem du nach Hogwarts gekommen bist", sagte James. „Du hattest immer Scorpius."

Albus dachte an etwas was Draco eines Abends gesagt hatte nachdem sie für den Tag aufgehört hatten zu suchen – als er Albus ein Glas Scotch reichte und ihn in Scorpius Stuhl vor dem Feuer setzte und zu Astorias Portrait hinauf sah, welches besorgt zu ihnen hinunter blickte.

Ich wünschte ich hätte sie getroffen als du und Scorpius euch getroffen habt", hatte Draco wehmütig gesagt. „So viel Zeit gehabt zu haben…"

„Ich hatte mehr Glück als ich hätte haben sollen", sagte Albus. „Ich verdiene nicht…"

„Doch tust du", sagte James. „Und es tut mir leid wenn ich –„

„Schnee von gestern", unterbrach Albus.

Jemand räusperte sich in der Tür und Albus drehte sich um und sah Lily und Scorpius.

„Wir haben einen Film ausgesucht", sagte Lily.

„Etwas namens Batman Begins?" sagte Scorpius.

Lily grinste verschwörerisch und flüsterte hinter Scorpius' Schulter – „Draco wird es hassen."

Es war spät als Draco und Ainsley gingen und James, welcher sich aufgehalten hatte um Ainsley Superhelden zu erklären, folgte ihnen zum Kamin als Scorpius und Draco sich verabschiedeten.

„Also ist Lucius Fox kein Zauberer?" fragte Ainsley.

„Nein", sagte James. „Er macht nur coole Technologie die Batman benutzen kann."

„Und Batman ist kein Zauberer?"

„Batman ist ein Mensch."

„Aber Superman nicht?"

„Nein."

„Aber er ist auch kein Zauberer?"

„Nein, Superman ist von einem anderen Planeten", sagte James lachend.

„Muggel sind verwirrend", sagte Ainsley und sah zu ihm auf.

„Du musst nur mehr Muggel Filme sehen", sagte James und deutete auf den Stapel hinter ihr. „Wir haben genug."

„Komm Ainsley", sagte Draco. „Es ist spät."

Ainsley lächelte James an und küsste Scorpius auf die Wange bevor sie sich von allen verabschiedete und Draco ins Feuer folgte.

„Sie scheint nett zu sein", sagte James nachdem sie gegangen waren. „Es ist eine Schande was ihr alle durchmachen musstet."

„Apropos" sagte Scorpius. „Ich bin erschöpft."

Albus stimmte zu und wünschte seiner Familie eine gute Nacht und zusammen stiegen er und Scorpius die Treppe zu seinem Schlafzimmer hoch, Albus hielts sich am Geländer fest um seine Balance zu bewahren.

Albus Zimmer das hatte Scorpius erfahren war das kleinste Schlafzimmer im Haus und da es mit Quidditch Postern und Bannern bedeckt war schien es noch kleiner. Es half nicht das Albus nicht die organisierteste Person war die er je getroffen hatte und Scorpius musste oft den Impuls unterdrücken die Bücher und Kleider zu organisieren.

Er hatte diesen Impuls nicht als Albus mitten im Raum stand und gähnte und sich gegen die Decke streckte. Er schloss die Tür hinter sich und legte seine Handflächen dagegen.

„Was tust du da?" fragte Albus.

„Diesen Raum Schalldicht machen", sagte Scorpius. Er sah zum Türgriff und Albus hörte das Schloss klicken.

„Wieso? Gibt es etwas worüber wir sprechen müssen?" fragte Albus.

„Ich will nicht sprechen", sagte Scorpius und trat von der Tür weg. Albus öffnete den Mund um Fragen zu stellen bekam aber keine Chance. Scorpius' Arme waren um seine Taille und er küsste ihn absichtlich fest.

Albus schlang seine Arme um Scorpius' Nacken, er erwiderte den Kuss vorsichtig und sanft, sagte ihm ohne Worte das es keinen Grund gab etwas zu überstürzen – sie hatten jetzt alle Zeit der Welt.

Albus küsste Scorpius' Kiefer und Nacken hinunter und fühlte wie Scorpius' Händ unter seinem Shirt hochwanderten – wärmer als sie hätten sein sollen – sie pressten sich leicht zwischen seine Schulterblätter.

„Du wirst nicht das Bett im Flammen stecken oder sowas oder?" fragte Albus.

„Wörtlich oder metaphorisch?" fragte Scorpius mit einer Leichtigkeit in der Stimme die verloren schien.

Albus lächelte gegen die blasse Haut seines Nackens. Er mochte wohin das ging.

Albus hob seine Arme übe seinen Kopf und Scorpius zog sein Shirt aus und warf es zur Seite. Albus nahm Scorpius Brille von seinem Gesicht und klappte sie zu, er legte sie auf seinen Schreibtisch.

„Du brauchst sie bis am morgen nicht", sagte Albus bevor er ihn wieder küsste, er knöpfte Scorpius Shirt blind und ungeschickt auf während Scorpius ungeduldige Finger sich um seine Haare wickelten.

Albus stellte sicher das als sie es endlich ins Bett schafften sie unter der Decke landeten – Scorpius hatte seit Tagen gefroren und ein weiterer Schneesturm fing draussen an zu stürmen. Er fuhr mit seinen Händen über Scorpius' Seiten – Rippen und Hüftknochen waren noch immer sichtbarer als zuvor – und küsste die Narben um seine Handgelenke leicht und vorsichtig.

Scorpius beobachtete ihn, er sog jeden Kuss und jede Berührung auf als waren es die letzten. Die wenigen male die sie zuvor in den Raum der Wünsche geschlichen waren hatte Scorpius angefangen die Kontrolle zu verlieren, eifrige Fragen als sie sich erkundeten und Albus' Neugier wurde oft zu einer entzückenden Ungeduld die Scorpius zum Lachen brachte bis er nicht mehr atmen konnte.

Er sah zu und fühlte wie Albus ihn studierte, sich vorsichtig über ihn beugte, seine Hände wiederholt küsste, sich alles merkte was er für selbstverständlich gehalten hatte – all die Dinge die zu verschwommen Erinnerungen hätten werden können wenn Scorpius nicht gefunden worden wäre. Scorpius hielt seine Hände warm, berührte die schmerzenden Stellen von Albus' Körper damit sie nicht so weh taten und behielt seine Augen auf ihm bis sie sich wieder küssten und er schloss die Augen unter Albus' Gewicht, sein Kopf erleichternd leer bis auf den Geschmack von seinem Mund und dem Geräusch seines Atems.

Albus lag so das er Scorpius ansehen konnte. Sie teilten ein Kissen und Albus zog die Decke höher über sie. Scorpius lächelte schläfrig ein Arm träge um Albus' Bauch geschlungen.

Es gab noch etwas zu tun bevor sie einschliefen.

„Wo wirst du einschlafen?" fragte Albus wie die beiden Nächte zuvor.

„Zuhause in deinem Bett", antwortete Scorpius leise.

Albus wischte ihm leicht die Haare aus dem Gesicht und streichelte seine Wange mit dem Rücken seiner Finger.

„Wo wirst du aufwachen?"

„In deinem Schlafzimmer" sagte Scorpius und schloss seine Augen.

„Was werden wir morgen machen?"

„Du wirst mir Videospiele beibringen und deine Mum wird Cookies backen."

„Und dann?"

„Und dann kommt mein Dad her und wir gehen zum Abendessen aus weil ich mich wieder an die Aussenwelt gewöhnen muss", sagte Scorpius.

„Gut", sagte Albus. Er begann von vorn.

„Wo wirst du einschlafen?"

Scorpius beantwortete die Fragen dreimal bevor er einschlief, er dachte daran wo er war und wo er aufwachen würde und zum ersten Mal in Wochen schlief er die Nacht durch, warm und sicher.