Das letzte Wochenende vor den Weihnachtsferien brachte einen Hogsmeade-Ausflug im Schnee mit sich und auch Minerva, Filius und Hagrid genossen die freie Zeit. Hinterher erzählten Minerva und Filius im Lehrerzimmer, dass sie mit dem Zaubereiminister und Madam Rosmerta in den Drei Besen etwas getrunken und über die aktuelle Lage bezüglich Sirius Black geredet hatten. Wie Black als Potters angeblich bester Freund und Pate von Harry Potter die Familie an den Dunklen Lord hatte verraten können, hätte Severus nicht unbedingt noch einmal hören müssen, doch nachdem sich Fudge im Schloss aufhielt, um später mit Albus zu speisen, fühlte er sich inmitten seiner Kollegen irgendwie sicherer, als wenn er alleine irgendwo herumgelaufen wäre. Das alles, was momentan vor sich ging, spielte ihm wesentlich mehr mit, als er zugeben wollte.
„Habt ihr das von Hagrids Hippogreif gehört? Seidenschnabel?", fragte Pomona gerade und riss Severus damit aus seinen trüben Gedanken.
„Nein, was denn? Er hat gar nichts erzählt, als wir in den Drei Besen waren", meinte Minerva.
„Der Brief kam sicherlich erst danach", schätzte Pomona. „Es geht um den Hippogreif, der Mr Malfoy angegriffen hat. Es soll eine Anhörung in London geben, bei der entschieden wird, ob er gefährlich ist und… getötet werden muss… Hagrid ist das Elend in Person. Kaum ein verständliches Wort habe ich aus ihm rausgebracht…"
„Das ist so typisch Familie Malfoy, aus allem das ganz große Theater machen!", beschwerte sich Minerva. „Armer Hagrid, so hat er kaum eine Chance, Lucius Malfoy hat die zuständigen Speichellecker bestimmt sowieso schon alle gekauft!"
Severus sagte nichts, konnte seiner Kollegin allerdings nur zustimmen. Gegen Malfoy konnte fast niemand etwas ausrichten, dafür hatte der Kerl zu viel Einfluss und mehr oder weniger legale Mittel zur Hand.
„Wann ist denn diese Anhörung?", fragte Filius. „Vielleicht können wir Hagrid irgendwie unterstützen."
„Am 20. April, meinte er", antwortete Pomona. „Aber meinst du wirklich, dass wir da irgendetwas bewirken können?"
„Versuchen müssen wir es!", sagte Minerva grimmig-entschlossen.
Severus beteiligte sich nicht an den Planungen seiner Hauslehrerkollegen. Selbst wenn er eine Chance gesehen hätte – und er wusste nur zu gut, dass es die nicht gab – so hätte er sich niemals gegen Lucius Malfoy stellen können. Er konnte es sich nicht leisten, es sich mit seinem ehemaligen Todesser-Kameraden zu verscherzen.
Als er sich ziemlich sicher war, dass Fudge bei Dumbledore im Büro zu Tisch war und nicht mehr auf den Gängen von Hogwarts herumstreunte, begab er sich nachdenklich gestimmt in sein Büro, um noch liegengebliebene Schüleraufsätze zu korrigieren.
OoOoO
Arian brütete unterdessen an ihrem eigenen Schreibtisch über einer Übersetzung aus dem Walisischen. Es handelte sich um ein uraltes Trankrezept, von dem sie gefühlt nur die Hälfte verstand, da es ihr vor allem am inhaltlichen Wissen mangelte, doch es klang so faszinierend und potentiell nützlich, dass sie sich einfach durchbeißen wollte. Ab einem gewissen Punkt war sie allerdings nur noch frustriert. Wie sollte sie wissen, ob ihre Übersetzung sinnvoll war, wenn sie den Inhalt nicht verstand? Diese beiden Teile gingen Hand in Hand, ohne Verstehen keine korrekte Übertragung… Ihr blieb nur noch ein Ausweg – bestimmt bombensicher, aber auch mit ordentlich Überwindung verbunden: der schlosseigene Tränkemeister.
Mit einem etwas beklommenen Gefühl klopfte sie schließlich wenig später an Severus' Bürotür. Auf das gedämpfte „Herein!" öffnete sie die Tür und trat ein. „Severus? Hättest du eventuell kurz einen Moment Zeit für mich?"
Er sah mit zusammengezogenen Augenbrauen von seinen Korrekturen hoch. Sie interpretierte das großzügig als Ja, schloss die Tür hinter sich und ging zu seinem Schreibtisch hinüber.
„Ich habe hier die englische Übersetzung eines alten, auf Walisisch abgefassten Trankrezeptes", wagte sie sich vor und hielt ihm das Pergament hin. „Meinst du, das könnte funktionieren? Ich hab' zwar eine Zeit lang Tränke studiert, aber dafür bin ich nicht gut genug…"
„Du hast Tränke studiert?", fragte er milde überrascht und nahm ihr das Blatt ab.
„Nur zwei Jahre, dann hab' ich gemerkt, dass ich in dem Fach nie bis über die obere Grenze des Durchschnitts kommen würde und habe mich komplett auf Keltische Studien verlegt und bin das intensiver angegangen. War auch besser so."
Severus schien ihren Erläuterungen gar nicht richtig zuzuhören. Er starrte konzentriert auf das Rezept, dann tippte er mit dem Finger auf eine Zutat. „Da musst du etwas falsch übersetzt haben. Diese Pflanze gibt es nicht."
Arian verkniff sich nur mit Mühe ein Augenrollen. „Mag sein. Vielleicht ist sie heute aber auch nur unter einem anderen Namen bekannt. Was ich vor Augen hatte, als ich das Original gelesen habe, ist Folgendes…" Und sie beschrieb ihm ausführlich, wie die gemeinte Pflanze womöglich aussehen könnte.
Er hörte ihr aufmerksam zu, und als sie geendet hatte, meinte er: „Deiner Beschreibung nach könnte es ganz einfach Blauer Eisenhut sein. Ob das allerdings funktioniert, müsste man ausprobieren. Hier ist keinerlei Angabe zur Menge des Heidehonigs – da kann es passieren, dass etwas nicht so miteinander reagiert, wie man es gerne hätte."
Arian lächelte leicht. „Du bist ein richtiger Tränkemeister, nicht wahr? Ein studierter, mit bestandener Meisterprüfung und allem. Keiner, der seinen Titel nur aufgrund seiner Anstellung trägt."
Severus sah sie lange an, etwas Forschend-nachdenkliches in seinem Blick, dann nickte er knapp. „Du hast den Namen des Trankes nicht übersetzt. Warum?"
Nun war es an Arian zu zögern. „Falls es aus Versehen in falsche Hände gerät. Ich konnte nicht genau herausfinden, zu was der Trank nützlich ist, aber ich glaube, es ist eine Art Tranquilizer. Stark, wenn ich mich nicht täusche. Baldrian, Passionsblume, Melissenessenz…"
Wieder nickte Severus.
„Wenn das tatsächlich Eisenhut sein sollte… wozu ist der dann gut in diesem Rezept?"
Severus runzelte die Stirn. „Eisenhut ist höchst giftig. In diesem Gebräu dürfte er jedoch entgiftend wirken – vorausgesetzt, man macht alles richtig."
Arian schien ein Licht aufzugehen. „Entgiftend im Sinne von…?"
Er sah sie zustimmend an. „… einem ruhigen Schlaf, ja." Eine Weile schwieg er und sann wieder über das Rezept nach. „Trotzdem ist das ein potentiell hochgefährlicher Trank, nichts was man einfach so einnehmen würde. Kein Heiler würde das je verschreiben."
„Ich hatte es auch nicht vor. War lediglich neugierig."
„Neugier ist des Kniesels Tod. Wie lautet der Titel auf Englisch?"
Arian biss sich auf die Lippe. „Wenn man es dramatisch ausdrücken möchte – und das war vermutlich so gedacht – dann heißt es so viel wie „Schwarzes Schwinden in Stille"."
Zunächst sagte Severus nichts dazu, dann meinte er nur: „Ich werde das Rezept testen, man kann ungefähr berechnen, wie ein gelungener Trank dieser Sorte auszusehen hat, allerdings zu rein wissenschaftlichen Zwecken."
„Selbstverständlich. Es ist gut, dass du meine Meinung bezüglich der Gefährlichkeit teilst."
„Ich werde dich über die Ergebnisse unterrichten."
Arian verstand den Wink und wandte sich zur Tür. „Auf Wiedersehen. Und danke."
Mit einem Nicken musste sie zufrieden sein. Und war es auch. Insgeheim hatte sie Angst gehabt, er würde sie sofort hochkant aus seinem Büro werfen.
OoO
Eigentlich hatte sie damit gerechnet, relativ lange auf ein Ergebnis warten zu müssen – was ihr auch nichts ausgemacht hätte, war sie doch trotz aller Veränderungen froh, dass sie dieses Zusammentreffen mit Severus heil überstanden hatte. Doch ein paar Stunden später, als sie gerade mit einer Kanne Tee gemütlich auf ihrem Sofa lümmelte und in einem Buch über frühkeltische Kraftsymbole schmökerte, tauchte auf einmal ein Hauself in ihrem Wohnzimmer auf, der ihr mit einer tiefen Verbeugung einen Brief überreichte.
Arian,
Entschuldige vielmals die Störung so spät am Abend.
Ich beziehe mich in diesem Brief auf das Rezept, das Du mir vorhin vorbeigebracht hast. Bei dem Trank handelt es sich in der Tat um einen wirksamen Schlaftrunk sehr hoher Potenz, durchaus nicht ungefährlich, dank seiner ungewöhnlichen Wirkungsweise jedoch potentiell höchst interessant für die Heilkunde. Aus unserem Gespräch letztes Jahr an Silvester zu schließen, reagiert er vermutlich über nebenmagische Ströme im menschlichen Körper (über die Reaktion bei Tieren und magischen Wesen kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen), doch ich bin kein Experte auf dem Gebiet der Alten Magie.
Sehr gerne würde ich diesen hochinteressanten Trank mit einer Spezialistin des Faches näher untersuchen, solltest Du also im Laufe der nächsten Tage und Wochen etwas Zeit zur Verfügung haben, bist Du herzlich in mein Labor eingeladen.
Severus
Arian lächelte unwillkürlich. Sie hatte noch nie zuvor einen Brief von Severus erhalten, doch er drückte sich im Geschriebenen genauso steif aus wie oft im Gesprochenen, von Gesprächen unter Alkoholeinfluss einmal abgesehen. Außerdem war es aufregend zu wissen, dass das alte Rezept einen noch immer funktionierenden Trank beschrieb, den ihr – Kollege? Freund? Konnte man da von Freundschaft sprechen, wenn es so arg kompliziert war? – so interessant fand, dass er scheinbar alles stehen und liegen lassen hatte, um Nachforschungen anzustellen. Zu sagen, sie freute sich nicht auf die Zusammenarbeit und was sie eventuell entdecken würden, wäre gelogen gewesen. Kurzentschlossen legte sie den Brief in ihr Buch, stand vom Sofa auf und kniete sich vor ihren Kamin, das Flohpulver in der Hand.
„Severus?", rief sie, als sie den Kopf durch die grünen Flammen steckte und versuchte, den düsteren Raum mit den Augen nach ihm abzusuchen, wobei sie sich fast den Hals verrenkte. „Bist du da?"
Einen Moment später trat Severus in ihr Blickfeld. „Was machst du denn hier?", fragte er verdutzt. Er hatte bereits seinen obligatorischen wallenden Umhang abgelegt und es wirkte ein bisschen so, als würde ein Teil von ihm fehlen.
„Auf deinen Brief antworten. Wenn du willst, können wir uns jetzt schon mal ein wenig mit der Theorie befassen. Ich für meinen Teil bin zumindest noch hellwach und es sind Ferien… Nur entscheid dich schnell, diese Pose ist so unbequem."
Severus nickte. „Ich habe nichts vor."
„Gut, dann komm doch durch, die Hauselfen haben mir erst vor ein paar Minuten Tee gebracht."
Wenig später saßen sie nebeneinander auf der Couch, jeweils eine Tasse dampfenden Tees in der Hand und in Severus' Fall die schnurrende Seren auf dem Schoß, die aus dem Schlafzimmer gekommen war, als sie ihn gehört hatte, und tauchten tiefer in die Materie ein. Dabei ergänzte Arian Severus' Kenntnisse über nebenmagische Ströme in der Keltischen Magie, während dieser ihr leicht angestaubtes Tränkewissen aufpolierte. Schon bald blieben sie nicht mehr bei einem bloßen mündlichen Gedankenaustausch und es dauerte nicht lange, bis Arians Wohnzimmertisch übersät war mit Pergamenten voller Berechnungen, Zeichnungen und Theorien und Seren sich verständnislos ans andere Ende des Zimmers getrollt hatte.
„Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel aus meinem Studium schon wieder vergessen habe", meinte Arian nach einer Weile und legte ihre Feder auf den Tisch. „Vielleicht hab' ich es aber auch nie gelernt, bei diesen Tränkesachen bin ich mir nie zu sicher." Schuldbewusst grinste sie Severus an. „Ich weiß gar nicht, wie ich damals draufgekommen bin, das zu machen. Schau dich an, du hast echtes Talent dafür, ich war nur in der Schule gut."
„Sicher nicht. Man wird nicht für ein Studium der Zaubertränke angenommen, wenn man vorher nicht die nötigen Leistungen im Einstufungstest erbringt."
„Charmeur."
„The Name of the Game" – ABBA
Irgendwann verlangte Seren lautstark miauend, aus der Wohnung gelassen zu werden.
„Jaja, ich komme ja schon!", murmelte Arian und machte sich auf zur Tür. „Ich hätte jetzt allerdings auch gern einen Mitternachtssnack, auch wenn ich ihn nicht unbedingt jagen wollen würde. Severus, wie schaut's aus? Hungrig nach der ganzen Arbeit?"
„Danke, aber nein."
Arian ließ einen Blick über seine hagere Gestalt schweifen – hatte er noch mehr abgenommen, seit sie ihn das letzte Mal ohne Umhang gesehen hatte? – sagte jedoch nichts. „Gut, dann bestell' ich nur mir was. Tessy!"
„Was wünschen Miss Professorin aus dem Land der Barden?"
Während Arian sich ein Lachen verkneifen musste, wanderten Severus' Augenbrauen wie von selbst in die Höhe.
„Tessy, wärst du so lieb und würdest mir ein paar Schnittchen zurechtmachen?", bat Arian.
„Natürlich, Miss Professorin." Die kleine Elfe wandte ihre großen Augen Severus zu, dann starrte sie wieder Arian an. „Für zwei, Miss Professorin?"
„Ja, bitte, Tessy. Vielen Dank."
„Ich dachte, ich hätte gesagt, ich möchte nichts", meinte Severus, nachdem die Elfe verschwunden war. „Miss Professorin aus dem Land der Barden."
Arian lachte nur. „Du musst ja nicht, ich biete es sozusagen nur ein weiteres Mal an. Übrigens bin ich auch manchmal ‚Miss Professorin aus dem Land der Drachen', ‚aus dem Land der Burgen' oder ‚aus dem Land der Musik'. Du kannst es dir also aussuchen. Tessy findet nur, es sei unter ihrer Würde, meinen Namen falsch auszusprechen, und sie bekommt den Dreh mit der Aussprache einfach nicht raus." Sie zuckte mit den Schultern. „Daher Spitznamen anstatt von keinem Namen. Gibt schlimmere." Als Severus nicht reagierte, musterte sie ihn genau. „Du brütest doch jetzt nicht etwa darüber nach, dass du's auch nicht kannst?"
Severus finstere Miene sprach Bände.
„Mach dir nichts draus, das bring' ich dir demnächst mal bei, dauert gar nicht lange. Nur nicht beim Essen, sonst regnet es unter Umständen Krümel."
In diesem Augenblick kehrte Tessy mit den Häppchen zurück, verbeugte sich tief und überließ die beiden Professoren den wahrhaft deliziösen Schnittchen.
Severus kam nicht umhin, sich bei diesem Anblick zumindest ein kleines Lachshäppchen zu gönnen, während Arian ordentlich reinhaute. Wo er gerade bei seiner Kollegin war… Er hatte ehrlich nicht erwartet, eine so angenehme Gesprächspartnerin in ihr zu finden, besonders nicht nach den jüngsten… Vorfällen. Zwar war alles mit vielen gegenseitigen Erklärungen abgelaufen, weil sie einfach Fremde auf dem Territorium des jeweils anderen waren, doch niemals hatte es störend gewirkt oder ihren Arbeitsfluss unterbrochen. Auch war ihre Gesellschaft nicht mehr so angespannt wie zuvor und wenn er genauer darüber nachdachte, fürchtete er keine Beleidigungen nach jedem zweiten Satz oder irgendwelche sonstigen Übergriffe mehr. Nur eines verstand er absolut nicht: Warum verbrachte sie freiwillig ihre Zeit mit ihm, wenn sie doch so viel andere, bessere Gesellschaft haben könnte? Sich zu vertragen war schön und gut, aber sie saßen hier genauso zusammen wie andere es taten, tranken und aßen und unterhielten sich. Warum hatte sie sich dafür gerade den ungeliebten, griesgrämigen Kerkerbewohner ausgesucht, erst recht im Anbetracht ihres mehr als holprigen Starts zusammen, ach was, ihrer allgemein holprigen Bekanntschaft? Mittlerweile musste er selbst zugeben, dass sie höchstwahrscheinlich wirklich nicht darauf aus war, dass er sich auf irgendeine Weise bei ihr revanchierte, wenn sie nett zu ihm war, dazu fehlte ihrem generellen Verhalten die nötige… Konstanz.
„Severus…?", kommentierte Arian seinen gedankenversunkenen Gesichtsausdruck fragend und holte ihn damit zurück in die Realität. „Meinst du, der Trank könnte tatsächlich noch in der Heilkunde verwendet werden?"
„Genau weiß ich das nicht. Ich bin kein Heiler."
„Aber du hast Erfahrung mit komplizierten Heiltränken, du braust den Wolfsbanntrank für Remus, nehme ich an?"
Severus' bis gerade beinahe entspannte Haltung verschloss und versteifte sich augenblicklich. „Ja", sagte er nur knapp.
Arian biss sich auf die Lippe, fuhr aber trotzdem fort: „Und was ich gehört habe, kennst du dich sehr gut mit… Verteidigung gegen die Dunklen Künste aus…" Sie machte sich nichts vor, natürlich hatte er bemerkt, was ihr fast herausgerutscht wäre.
„Und was, bitteschön, hat das damit zu tun?!", fauchte er sie an.
„Ist der Trank eventuell gefährlich, wenn er in die Hände von Schwarzmagiern gelangt?", schoss sie zurück, sehr darum bemüht, nicht genauso giftig zu klingen. Sie wollte auf keinen Fall, dass dieser im Prinzip gelungene Abend jetzt noch eskalierte.
„Durchaus. Stell dir eine Überdosis vor, heimlich ins Getränk gemischt – das war es dann." Severus erhob sich und wandte sich zum Gehen. „Ich will eine Kopie der gesamten Recherche, oder wahlweise die Originale, wenn du sie nicht mehr brauchst. Gute Nacht." Und damit verschwand er aus Arians Wohnung.
Arian konnte ihm nur entgeistert hinterherblicken.
