Weisses Hemd. Weste. Krawatte. Roben. Hosen. Schuhe.
Alles lag bereit aber Scorpius konnte sich nicht überwinden es anzuziehen. Er sass nur auf seinem Koffer, betrachtete seine Kleider gehässig und hielt seinen Becher mit heissem Kakao fest als ob wenn er ihn langsamer trank das den Moment an dem sie aufbrachen mussten verschieben würde.
Flint, Farley und Pucey gingen umher und machten sich für den langen Unterrichtstag bereit, hoben Bücher und Notizen auf – alles Dinge die Scorpius normalerweise irritieren würden. Heute, jedoch wünschte er, er wäre auf dem Weg zu Zauberkunst.
Albus kam zu ihm rüber, sein Hemd noch offen und legte seinen Gürtel an. Albus trug nie einen Gürtel ausser mit seiner Unifrom.
„Ziehst du dich an? Oder gehst du in deinem Schlafanzug?"
„Ich ziehe mich in einer Minute an", sagte Scorpius.
Albus verhakte seine Daumen in den Taschen seiner Hosen und sah zu ihm hinunter. Scorpius starrte ihn an – offenes Hemd, gekämmtes Haar, die Krawatte ungebunden um seinen Hals. Es gab plötzlich eine Menge Dinge er lieber tun würde als vor dem Zaubergamot auszusagen.
„Du musst dich anziehen Scorp", sagte Albus. „Wir haben gesagt, dass wie Ainsley in McGonagalls Büro treffen werden."
„Ich weiss was wir gesagt haben", murmelte Scorpius. „Das bedeutet nicht das ich es tun will."
„Du hast heisse Schokolade im Gesicht", sagte Albus und knöpfte sein Hemd zu. Scorpius war enttäuscht.
„Bin ich mir bewusst."
Albus nahm Scorpius' Becher aus seinen Händen und stellte ihn zur Seite.
„Komm schon", sagte er und bedeutete Scorpius aufzustehen, was er äusserst wiederstrebend tat.
„Al – „
„Ruhe", sagte Albus sanft und hielt Scorpius' graue Hose hoch. Scorpius seufzte und zog seinen Schlafanzug aus und fing an sich anzuziehen. Es fühlte sich an wie der Beginn eines Marsches von einer Klippe.
Albus hielt Scorpius' Hemd hoch und half ihm rein bevor er Scorpius' liebste blaue Krawatte hochhob, sie in seinen Kragen zog und schlug Scorpius' Hand weg als er übernehmen wollte.
„Es ist nur ein Tag", sagte Albus. „Es wird ein langer Tag werden, aber es ist nur ein Tag."
„Ich weiss", sagte Scorpius gleichgültig.
„Und wir werden deinen Dad sehen. Du liebst es deinen Dad zu sehen."
„Das tu ich."
„Und nachdem die Verhandlung vorbei ist werden wir wahrscheinlich mit meinen Eltern Abendessen gehen oder sowas und du weisst das sie mit dir dorthin gehen wo immer du hin willst."
„Ich weiss aber…" Scorpius verlor sich als Albus den Windsor Knoten an seinen Platz schob und den obersten Knopf an Scorpius' Hemd für ihn zuknöpfte.
„Aber was?" frage Albus. Er legte seine Arme auf Scorpius' Oberarme damit er dem Blickkontakt oder der Frage nicht ausweichen konnte. Scorpius verstand plötzlich wieso Mr. Potter so gut in seinem Job war – die hellgrünen Augen waren schwer zu ignorieren oder zu belügen.
„Was wenn sie, sie nicht einsperren?" fragte Scorpius mit leiser Stimme. Albus starrte ihn an und er musste weg sehen.
„Das bereitet dir Sorgen?"
„Nun ja. Leute kommen ständig wegen Formalitäten frei –„
„Scorp wenn sie, sie nicht nach Askaban stecken, kann ich dir versprechen, dass du dir um nichts Sorgen machen musst. Du hast deine Kräfte jetzt unter Kontrolle und kannst die mit oder ohne Zauberstab verteidigen."
„Ich schätze schon – „
„Ausserdem werden dein Dad und ich sie mit unseren blossen Händen töten. Tatsächlich würde meine Mum wahrscheinlich helfen. Also solltest du wirklich nicht beunruhigt sein."
Die Art wie Albus ihn ansah machte Scorpius sicher das er nicht übertrieb. Dennoch war er aus hundert verschiedenen Gründen nervös.
„Heute Abend werden wir bei dir zuhause vor dem Feuer sitzen und dein Dad wird dir so viel Brandy geben wie du trinken kannst. Wir müssen erst morgen Nachmittag wieder hier sein", erinnerte ihn Albus und Scorpius nickte und liess sich von Albus in seine Weste und Roben helfen.
Professor McGonagall hatte Scorpius eine Tasse Tee gegeben während sie auf Ainsley warteten. Das war das erste mal das er sie seit Dezember nicht nur im vorbei gehen sah und er war dankbar wieder in ihrem Büro zu sein auch wenn es nur für einen Moment war.
„Ich bin froh zu sehen, dass Sie keine Kontrol Probleme mehr haben", sagte McGonagall ihm. „Immerhin haben Sie das gewonnen."
„Ja", sagte Scorpius. „Immerhin."
Sie sah ihn mitleidig an. Er hatte es satt bemitleidet zu werden aber er wusste das noch mehr davon vor ihm lag.
„Geht es Ihnen gut Mr. Malfoy?" fragte McGonagall leise. Er blickte zu Albus, welcher umherging und zu den derzeit unbewegten Portraits von Albus Dumbledore und Severus Snape hochstarrte.
Zwei angestellte Auroren (oder Söldner – Scorpius hatte nicht gefragt) waren ihnen zu McGonagalls Büro gefolgt als sie den Slytherin Gemeinschaftsraum verlassen hatten und blieben nahe der Türe still aber eindrucksvoll. Scorpius blickte zu ihnen zurück – ihre stoischen, unbewegten Gesichter nervten ihn wie jeden Tag – bevor er zurück zu McGonagall sah.
„Mir geht es gut Professor, aber ich wollte mich bei Ihnen bedanken. Ich glaube…ich glaube was Sie mir beigebracht haben…bevor…"
Scorpius sprach langsam, er wählte seine Worte so vorsichtig wie er konnte.
„Ich glaube das es mir vielleicht das Leben gerettet hat."
McGonagalls Ausdruck wurde weich als Ainsley die Türe öffnete und mit gemurmelten Entschuldigungen eintrat.
„Ich bin froh das ich helfen konnte Malfoy", sagte McGonagall leise als Albus seine Augen vom unbewegten Portrait von Severus Snape losriss um Ainsley zu begrüssen.
Scorpius stand auf und McGonagall nahm ihm seinen Becher ab und klopfte ihm leicht auf die Schulter.
„Es wird Ihnen gut gehen", versicherte sie ihm.
Sorge war über Ainsleys Gesicht geschrieben als Scorpius sie ansah. Sie trug ihre Brille und ordentliche Roben über einer gelben Strickjacke und er fragte sich ob es eine Trotz Reaktion war – eine letzte Erinnerung an ihre Mutter, dass ihr einziges Kind ein Hufflepuff war.
McGonagall betrachtete sie alle als sie vor dem Kamin standen.
„Es ist schrecklich das Sie drei das tun müssen", sagte sie. „Ich wünschte es gäbe etwas was ich tun könnte um zu helfen."
„Danke Professor", sagte Ainsley zwischen Albus und Scorpius. McGonagall reichte Albus eine kleine Schüssel Flohpulver.
„Sollen wir?" fragte er. Scorpius nickte und zusammen traten sie in die Flammen.
Draco Malfoy war genau da wo er sagte das er sein würde – er stand vor dem Hauptbrunnen des Ministeriums. Er ging umher, seine Hände hinter seinem Rücken verschränkt und er ignorierte gekonnt das Starren der Ministeriums Angestellten als sie auf ihrem Weg zu Meetings und ihren Büros an ihm vorbeigingen.
Als sie auf ihn zugingen war Scorpius überrascht Dania, welche ihm beim umhergehen zusah, auf dem Rand des Brunnen sitzen zu sehen. Sie sah in Scorpius' Augen und packte Dracos Ärmel als er wieder an ihr vorbei ging und deutete auf Scorpius, Albus und Ainsley die auf sie zukamen.
Sie waren zu weit weg um das Wiederhallen der Vorhalle zu hören, aber Scorpius sah wie der Mund seines Vaters seinen Namen formte und leicht lächelte, er beschleunigte seine Schritte und beeilte sich ihn zu umarmen.
Draco umarmte Scorpius und hielt ihn extra lange fest.
„Es ist schön dich zu sehen", sagte Draco als er Scorpius los liess. Er schüttelte Albus' Hand und packte seine Schulter für einen Moment und umarmte Ainsley welche in seiner Nähe blieb als Dania an seine Schulter trat und Scorpius und Albus halbherzig anlächelte.
Scorpius lächelte trotz allem. Wenn Dania hier war bedeutete es das die Dinge gut liefen.
„Es ist schön sie beide zu sehen trotz der gegebenen Umstände", sagte Dania. Sie sah zu Scorpius. „Sie sehen viel besser aus als beim letzten mal als ich Sie gesehen habe."
„Danke", sagte Scorpius. „Albus hat sich gut um mich gekümmert."
„Es tat mir leid das vom Quidditch Team zu hören", sagte Draco. Danias Augen flackerten zu Albus' Stock.
„Es ist in Ordnung", sagte Albus herablassend. Scorpius hatte bemerkt wie gut er geworden war Enttäuschungen herunterzuspielen und es verletzte ihn sehr.
Draco sah angespannt auf seine Uhr.
„Wir sollten gehen. Harry wird uns dort unten treffen."
Scorpius ging neben seinem Vater her als sie durch dir Vorhalle zu den Aufzügen gingen.
„Laufen die Dinge gut mit Dania?" fragte er und sah über seine Schulter um sicher zu gehen das sie ausser Hörweite war.
Draco lächelte ihn distanziert an. „Gut genug."
„Das sagt mir absolut gar nichts", sagte Scorpius. „Seht ihr euch häufig?"
„Die meisten Tage", sagte Draco.
„Ich bin froh", sagte Scorpius ihm. „Bin ich wirklich."
Er dachte an seine Mutter, blass und ihn anlächelnd lag sie in ihren Bett ein paar Tage bevor sie starb und liess sie versprechen das sie glücklich sein würden – was immer das bedeutete. Scorpius hatte damals nicht verstanden was es für seinen Vater bedeutete aber nun tat er es.
Die Fahrt im Aufzug fühlte sich für Albus langer an als sie war, er erinnerte sich daran wie er bereits einmal diese Reise mit Draco Malfoy gemacht hatte. Er hatte damals schmutzige Quidditch Roben getragen. Er streckte sich nach Scorpius' Hand und hielt sie fest bis sich die Tür öffnete.
Der Gang zum Zaubergamot war lang und als sie sich umwandten und den Raum betraten erinnerte sich Albus wie Hermine ihn umarmt hatte und ihm sagte das alles gut werden würde.
Weder Scorpius noch Albus waren zuvor in der Kammer des Zaubergamots gewesen aber Scorpius fand sie in der Dunkelheit atemberaubend. Die schwarzen Bänke erhoben sie entlang des gerundeten Raums wie in einem Stadion und vor ihren stand ein grosses, erhobenes Podium auf welchem der Vorsitzende walten würde und auf beiden Seiten waren die Mitglieder des Zaubergamot versammelt und unterhielten sich miteinander.
Scorpius entdeckte Hermine im Zentrum des Raums, sie sprach mit Kingsley Shacklebolt. Harry und Ron waren in der Nähe und der Raum fing an sich zu ordnen als neun Uhr näher kam.
Harry sah Albus und traf sie in der Mitte.
„Sie fangen gleich an", sagte Harry. Er sah ihnen allen nacheinander ins Gesicht. „Seid ihr bereit?"
„Ich will das es vorbei ist", sagte Scorpius.
Hinter Harrys Rücken gab es eine Störung und sie sahen sich nach dem Grund um. Die Gefangenen, durch Magie gefesselt und zum schweigen gebracht, waren hereingebracht worden, sie waren in einen Metall Käfig gesperrt, welcher von mehreren Zauberern in schwarz auf einem Podium oberhalb der höchsten Sitze niedergelassen wurde.
Scorpius richtete seine Brille und sah zu Daphne. Sie starrte zu ihm hinunter und schrie in ihrem Käfig aber kein Ton kam aus den Gitterstäben. Sie schrie wie wild, ihre Augen jagten umher und Scorpius fragte sich ob sie verrückt geworden war.
Nachdem genervten Ausdruck auf Pansy Parkinsons Gesicht konnten sie jedoch einander hören.
Selwyn und Travers sahen schrecklich aus und waren still. Sie sassen mit ihren Händen hinter dem Rücken gefesselt und Scorpius hoffte boshaft das ihre Schultern so schmerzten wie seine es getan hatten.
Neben ihm hörte er ein kleines würgendes Geräusch und wandte sich um, um zu sehen das Ainsley ihren Kopf in Dracos Schulter vergraben hatte. Er legte eine Hand auf ihren Rücken und beugte sich vor um leise mit ihr zu sprechen.
„Das wird bald vorbei sein", sagte Scorpius.
„Du hast immer ein zuhause bei Scorpius und mir", sagte Draco. Scorpius sah zu seinem Vater während dieser einen Arm um Ainsley hielt. Die Sorge in seinem Gesicht war aufrichtig und er wusste das Astoria dankbar wäre das er sich trotz Daphnes Handeln so gut um ihre Nichte kümmerte.
Ainsley schniefte und Scorpius sah das sie angefangen hatte zu weinen. Er reichte ihr sein Taschentuch und sie rieb sich die Nässe unter ihren Augen fort.
„Es tut mir leid", sagte Ainsley.
„Braucht es nicht", sagte Scorpius. „Deine ganze Familie wurde auseinander gerissen. Du solltest verärgert sein."
Ainsley sah zum Käfig hoch und Scorpius folgte Dracos Augen dorthin wo Pansy in verdrisslicher Stille sass.
„Sie verdient Askaban nicht", murmelte Scorpius zu Draco. „Pansy hat es zuletzt versucht…sie hat es bereut."
„Wir werden sehen was das Zaubergamot entscheidet", sagte Draco. „Sag nur die Wahrheit. Es liegt nicht in unseren Händen."
Scorpius sah wieder zu ihr auf und hoffte das was er getan hatte genug war.
Kingsley Shacklebolts Stimme hallte durch den Raum und brachte die Versammelten zum Schweigen.
„Lassen sie uns beginnen", sagte Shacklebolt der nun im Zentrum des Raums stand. Albus und Scorpius folgten Harry, Draco und Ainsley zu ihren Plätze in der ersten Reihe, sie wurden von einem Aufseher des Ministeriums begleitet.
„Musst du das oft machen?" fragte Albus Harry.
„Ich bin ein paar mal im Monat hier", sagte Harry. „Für verschiedene Fälle. Hör zu Scorpius – „
Harry wurde von Shacklebolts lauter Stimme unterbrochen als er alle darum bat ihre Plätze einzunehmen. Er seufzte offensichtlich genervt.
Albus setzte sich auf die Bank neben Scorpius, welcher etwas verstört aussah und geradeaus auf den Marmor Boden starrte. Er sass so nah er konnte und liess seine Hand in Scorpius gleiten, er war sich der Blitze die aus der Presse Kabine kamen bewusst.
„Du bist nicht allein", flüsterte Albus.
Scorpius nickte, seine Augen blinzelten nicht.
„Ich weiss."
Harry wurde als erster aufgerufen und er bot die Fakten des Falles – das Daphne Greengrass zusammen mit Pansy Parkinson, Angus Selwyn und Hugh Travers Scorpius Hyperion Malfoy gekidnappt hatte und ihn zum angestammten Haus der Greengrass Familie in Annesley gebracht hatte, wo er für fünfzehn Tage festgehalten, gefoltert, geschlagen und ausgehungert wurde.
Er lieferte die Fakten zur Suche, führte Draco Malfoys Wissen über reinblüt Familien als Gewinn auf und als Shacklebolt, der so entschied Scorpius einer der intensivsten Stimmen hatte die er je gehörte hatte, nach Albus Beteiligung fragte sah Harry über seine Schulter zu seinem Sohn.
„Wenn jemand anderes die Untersuchung geleitet hätte oder der Chef der magischen Strafverfolgung wäre, so wäre Albus Potter dennoch an der Untersuchung beteiligt gewesen."
„Und wieso das?"
„Ehrlich Kingsley", fing Harry an und zeigte eine Verbundenheit die er bisher vermieden hatte, „er hat mir darin keine Wahl gelassen."
Scorpius dachte ein Lächeln auf Shacklebolts Lippen zu sehen aber er war zu weit weg um es mit Sicherheit zu sagen.
„Das Zaubergamot hat die Aussagen der Beschuldigten in einer geschlossenen Anhörung angehört", sagte Shacklebolt was lauten Protest von der Presse Kabine zu folge hatte. Er wartete geduldig bis ihre Stimmen verstummten. „Wir hören die Aussagen der Zeugen und der Involvierten bevor wir zu einem Urteil kommen. Gibt es irgendwelche Wiedersprüche?"
Ein rauschendes „Nein" war von den Mitgliedern des Zaubergamots zu hören.
Shacklebolt rief Ainsley als erstes auf, was Scorpius annahm aus Gnade geschah. Auch wenn noch immer Tränen über ihr Gesicht liefen hatte Ainsleys Gesicht sich verhärtet und sie sah aus als hatte sie extreme Schmerzen es aber nicht zeigen konnte, sie hielt ihre Augen konzentriert und nach vorne gerichtet. Sie erhob sich und nahm ihren Platz im Zentrum des Raums ein, sie sass auf dem Stuhl mit dem hohen Rücken auf dem Podium.
„Sie sind Ainsley Greengrass korrekt?" sagte Shacklebolt.
„Ja Sir."
Scorpius war stolz darauf wie kräftig ihre Stimme klang, sie klang im Raum wieder, während sie zum Vorsitzenden aufsah.
„Und Ihre Mutter ist Daphne Greengrass ja?"
„Wenn Sie meinen das sie mich geboren hat, dann ja. Daphne Greengrass ist meine Mutter."
Scorpius sah genau zu Ainsley von seinem Platz zwischen Draco und Albus und als Ainsley die Ereignisse von Scorpius' Entführung erzählte liess Draco den Kopf hängen. Scorpius liess seine Hand in die seines Vaters gleiten und sah seiner Cousine zu wie sie erzählte was sie gesehen hatte."
„Und Mr. Malfoys Entführer haben ihnen kein körperliches Leid angetan?" fragte Shacklebolt.
„Nein", sagte Ainsley. „Sie nannten mich Blutsverräter aber sagten mir das es noch nicht an der Zeit war für meine Lektion."
„Während der Weihnachtsferien als Sie mit Ihrer Mutter zuhause waren – hat sie sich komisch benommen."
„Wir sprechen kaum", sagte Ainsley. „Wir haben schon davor kaum gesprochen wenn sie sich also komisch benommen hat habe ich es nicht bemerkt. Ich wurde den Grossteil der Ferien zuhause gehalten uns sie war weg aber das war nicht zu aussergewöhnlich. Ich habe nie gedacht das sie so etwas verrücktes tun würde."
„Danke für Ihre Aussage", sagte Shacklebolt. „Die Anhörung über Ihre Vormundschaft wird in ein paar Tagen sein."
Ainsley nickte höflich und ging das Podium hinunter aber nicht bevor sie einen bösen Blick zu ihrer Mutter warf, diese fauchte.
„Lassen sie uns die Aussagen etwas chronologisch behalten", sagte Shacklebolt und fuhr mit dem Finger über ein Pergament in seiner Hand. „Würde Draco Malfoy bitte vortreten?"
Draco drückte Scorpius' Hand fest, sein Gesicht fest und ausdruckslos und er ging hinunter in Richtung mitte. Harry welcher in der Nähe eines der hüfthohen Tore stehen geblieben war öffnete es für ihn und flüsterte etwas zu Draco als er vorbeiging. Draco nickte und nahm seinen Platz im Zentrum des Raums ein, als er an Ainsley vorbei kam tätschelte er sie ermutigend auf die Schulter.
Shacklebolt betätigt Dracos Identität für die Akten und begann die Befragung, fragte über die Untersuchung und seine Rolle. Ainsley setzte sich neben Scorpius und er schlang einen Arm um sie und hielt sie fest.
„Du warst grossartig", flüsterte er ihr zu.
Sie sagte nichts und lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter. Scorpius betrachtete seinen Vater im Profil als er die Untersuchung Tag für Tag extrem detailliert durchging, lobte die Massnahmen der magischen Strafverfolgung und betonte den Punkt das Pansy Parkinson ihm gesagt hatte die angestammten Häuser der wahren achtundzwanzig zu durchsuchen.
„Und Sie hatten keine Ahnung das Daphne Greengrass Ihren Sohn verletzten würde?"
„Daphne missbilligte immer wie Astoria und ich uns entschieden haben Scorpius zu erziehen", sagte Draco seine Stimme angemessen und ruhig – die Art von Ruhig die Scorpius an seine Kindheit erinnerte wenn Draco wegen seines unreifen Handels mit ihm schimpfte.
„Wie auch immer ich hatte nie erwartet, dass sie das einzige Kind ihrer verstorbenen Schwester verletzen würde", sagte Draco. „Trotz ihrer Gegensätze weiss ich das meine Frau ihre Schwester sehr liebte auch wenn klar ist das die Gefühle nicht erwidert wurden."
Im Käfig schrie Daphne. Ihre Mitgefangenen zuckten beim Geräusch zusammen, aber Scorpius konnte nur raten was sie gesagt hatte.
„Hätte ich gewusst das Daphne ihren Neffen in diesem Ausmass verletzten würde, hätte ich diese Information angeboten", sagte Draco.
„Ich kann mir vorstellen, dass Sie das getan hätten", gestand Shacklebolt ein. „Erzählen Sie mir von der Nacht in der Scorpius gefunden wurde. Ich habe einen Bericht vom Mr. Potters Perspektive aber ich möchte Ihre hören."
Draco atmete tief durch um sich zu beruhigen, sein erster wahrer Ausbruch von Gefühlen und fing an vom 30. Dezember zu erzählen. Er erklärte wie Albus die erste Aufzeichnung für die Niederlassung der Gringras in England gefunden hatte und wie dort auf Daphne und ihre Gefolgschaft getroffen waren, die sich dort zum angeblichen renovieren getroffen hatten.
„Wir wollten gehen", erklärte Draco, „als Albus mir sagte das er sicher ist das Scorpius dort ist."
„Und wie wusste der junge Mr. Potter das Ihr Sohn anwesend war?"
Draco öffnete den Mund als wollte er es erklären überlegte es sich aber anders.
„Mit den grössten Respekt", sagte Draco, „es wäre am Besten wenn Albus diesen Teil selbst erklärt."
Als Draco von seiner Unterhaltung mit Pansy zu erzählen begann, sah Scorpius wie sie ihren Kopf abwandte als ob sie nicht zusehen konnte.
„Travers hat sie geschockt. Als sie gefallen ist hat sie sich den Kopf angeschlagen. Er und ich haben uns duelliert, auch wenn er versucht hat mit zu töten und sobald er ausser Gefecht war fand ich die Tür zum Kerker. Ich musste sie aufsprengen aber das – „
Dracos Stimme brach plötzlich ab und Scorpius wusste wieso. Er sah wie sein Vater einen Moment zu Boden sah und dann über seine Schulter zu ihm sah. Scorpius nickte.
„Und dort habe ich meinen Sohn gefunden. Ich habe den Schlüssel den Pansy mir gegeben hatte benutzt um ihn zu befreien."
„Was ist dann passiert Mr. Malfoy?"
„Wir hörten Albus schreien – es hallte wieder. Wir sind hochgerannt wo die Potters sich mit Selwyn und Greengrass duellierten als Albus verletzt wurde."
„Können Sie mir sagen was dann geschehen ist?"
Draco erzählte Shacklebolt von dem Feuer und wie Scorpius den Teich benutzt hatte um seine Kidnapper auszuschalten bevor er zusammen brach.
„Und das war alles", sagte Draco.
„Vergeben Sie mir Mr. Malfoy", begann Shacklebolt, nahm seine Brille ab und lehnte sich auf das Podium um Draco besser anzusehen. „Ich muss Sie bitten zu beschreiben in welcher Verfassung Sie Ihren Sohn gefunden haben."
Scorpius sah wie Harry sein Gewicht ängstlich vom einen Fuss auf den anderen verlagerte, er verschränkte die Arme und sah Shacklebolt offensichtlich verärgert an.
Draco beschrieb den Kerker und den Schmutz und Blut mit welchem er Scorpius gefunden hatte. Er beschrieb die Verbrennungen und Blassen und Prellungen an seinen Handgelenken und Armen und die kleineren Platzwunden über seinen Körper.
„Danke", sagte Shacklebolt aufrichtig. „Das schliesst unsere Fragen ab. Haben Sie noch etwas was Sie hinzufügen möchten?"
Draco stand von seinem Platz auf als wollte er gehen aber machte nur einen kleinen Schritt bevor er inne hielt und kurz zu Daphne hoch sah. Er sah hinunter zum Zaubergamot welches ruhig da sass.
„Sie wissen alle wer mein Vater war egal ob sie ihn persönlich getroffen haben oder nicht", sagte Draco. „Und sie wissen alle das er ein besonderer Bastard war, aber sogar Lucius Malfoy, welcher sein Heim und seine Familie an Voldemort abgab und alles hasste was ein Zauberer mit nicht so reinem Blut berührte hätte so etwas nie aus eigenem Willen einer anderen Hexe oder einem anderen Zauberer angetan noch weniger einem aus seiner eigenen Familie."
Klicken und Blitze von der Presse Kabine erhellten den Raum als Draco dem Gericht seinen Rücken zudrehte und an Harry vorbei dorthin ging wo Scorpius sass. Ainsley rutschte zu Dania damit Draco neben Scorpius sitzen konnte, welcher ihn nicht ansehen konnte aber seine Hand austreckte welche Draco dankbar annahm.
„Würde Albus Potter bitte vortreten?"
Albus atmete langsam aus bevor er zum Tor humpelte, er liess seinen Stock zurück. Harry streckte seine Hand aus als wollte er ihm helfen aber Albus schüttelte den Kopf und winkte ihn weg, als er den langen weg zum Podium allein bewältigte. Als er dort ankam nahm er sich einen Moment um die Beschuldigten anzufeixen, seine Augen klebten an Daphne welche ihn anzufauchen schien. Er brach auf dem Stuhl zusammen, seine Haltung weniger korrekt als die von Draco und Ainsley und trotz seiner Verletzung so bemerkte Scorpius schaffte er es gefährlich zu wirken.
„Albus", grüsste Shacklebolt ihn.
„Kingsley", sagte Albus vertraut. „Wie geht es den Kindern?"
„Gut", antwortete Shacklebolt. „Wie geht es Hogwarts?"
„Ist noch immer da", bestätigte Albus.
„Sollen wir beginnen?"
„Wenn wir müssen."
Shacklebolt lächelte als er die Pergamente vor ihm konsultierte, seine Brille wieder auf seiner Nase.
Seinem Vater zuzuhören war schwer genug gewesen, auch wenn Dracos Beschreibungen klinisch waren und er aufpasste nur die Fakten zu nennen. Fand Scorpius das Albus' Emotionale Erzählung der Untersuchung noch schwerer zu ertragen war. Er sah zu wie Albus seine Augen auf Shacklebolt fixierte, die klaren Kanten seines Kiefers verfestigten sich als Shacklebolt schwerer zu beantworten wurden, seine Stimme schwankte bei den Momenten von denen Scorpius wusste das sie schwer waren.
Als Shacklebolt anfing über den 30. Dezember zu fragen sah Scorpius wie sich Albus' Hände um Armlehnen verkrampften und er sah mit Abscheu zu Daphne hoch.
„Mr. Potter – Albus", sagte Shacklebolt, seine Stimme wurde weicher. „Wie wusstest du das Scorpius in der Gringras Villa war?"
Albus sah auf einen Flecken auf dem Boden vor ihm.
„Daphne entführte Scorpius weil er sehr mächtig ist", sagte Albus. „Das haben wir bereits festgestellt. Er hat es geschafft mich durch den Boden zu schocken. Nur ein wenig. Nur…genug."
Albus sah zu ihm hinüber und Scorpius erinnerte sich klar.
„Und dann ist Travers gegangen um nach Pansy und Draco zu sehen and als wir hörten wie sie anfingen zu kämpfen, griffen Daphne und Slewyn meinen Vater und mich an."
„Kannst du mir vom Kampf erzählen?"
„Selwyn hat Avada Kedavra auf mich gefeuert", sagte Albus. „Ich bin gerade noch ausgewichen."
Shacklebolt sah hoch zu den Beschuldigten und schüttelte den Kopf, sein Gesicht vor Hass verzerrt – das erste Zeichen von Emotionen die Scorpius gesehen hatte.
„Und dann hat Daphne mich verflucht gerade als Scorpius und Draco hochkamen", schloss Albus. Er tätschelte sein Knie. „Und nun werde ich wahrscheinlich nie wieder fliegen."
„Vermerken sie in der Akte das Daphne Greengrass dafür verurteilt wird, das sie permanenten Schaden angerichtet hat", sagte Shacklebolt zum Protokollführer dessen Finger seit Beginn der Verhandlung in Bewegung waren.
„Wollen Sie noch etwas hinzufügen Mr. Potter?" fragte Shacklebolt.
„Ja", sagte Albus. „Vermerken sie in der Akte das ich hoffe, das sie in der Hölle verrottet."
Shacklebolt lächelte als hätte er nicht weniger erwartet. Albus stand mit grosser Mühe auf und Shacklebolt nickte und entliess ihn aus seiner Pflicht. Harry traf Albus auf halben Weg und führte ihn zurück zu seinem Platz.
„Sie beurteilen dich", murmelte Draco zu Scorpius. „Sie wollen sehen was du tun kannst und ob du eine Bedrohung bist oder nicht."
„Gut", antwortete Scorpius. „Lass den Propheten darüber schreiben und niemand wird mich je wieder bedrohen."
„Das hast du gut gemacht", versicherte Harry Albus und er nickte als glaubte er das es nicht so sei und als er den Gang entlang zurück zu seinem Platz ging und sich am Geländer festhielt konnte er Scorpius nicht ansehen.
Es gab einen Moment als Albus sich wieder zwischen Scorpius und Ainsley setzte als Scorpius seine Hand fest in seine nahm und ihn ansah, in sein Gesicht und seine Augen, die Neigung seines Nackens und sein Haar das nicht dort bleiben wollte wohin es gehörte und er schätzte es das Albus den Rest seines Lebens nach ihm gesucht hätte, wenn er es gemusst hätte.
Scorpius öffnete den Mund um ihm genau das zu sagen, aber Shacklebolt räusperte sich um den Raum zur Ruhe zu bringen.
„Würde Scorpius Malfoy bitte vortreten?"
Scorpius' Herz sank und schloss die Augen, die plötzlich Stille im Raum erdrückte ihn.
„Du wirst das schaffen", sagte Draco und Scorpius stand auf, schluckte fest und ging zum Podium seinen Kopf so hoch erhoben wie es ging, er vermied es hoch zu Daphne zu sehen. Als er vorbeiging nickte Harry ihm einmal respektvoll zu und Scorpius erinnerte sich daran Mr. Potter später für alles was er getan hatte zu danken.
Er setzte sich in die Mitte des Raums und sah hoch zu Shacklebolt.
„Hallo Mr. Malfoy", sagte Shacklebolt mit einem gewissen Mass an Freundlichkeit.
„Hallo Sir", sagte Scorpius und faltete die Hände in seinem Schoss.
„Ich verstehe das das vielleicht schwierig für Sie ist, Sie können sich also Zeit nehmen um zu antworten."
„Ja Sir."
„Können Sie mir von dem Tag erzählen an dem Sie entführt wurden?"
Dieser Teil war leicht fand Scorpius. Er erzählte Shacklebolt – den Rest des Zaubergamots ignorierend von Travers und Selwyn und Parkinson und über Daphnes Erklärungen für ihr Handeln. Er erzählte so viel wie er verbalisieren konnte bis Daphne Travers befahl ihn zu foltern.
„Für die Akten Sie sagen Hugh Travers an den Cruciatus Fluch an Ihnen verwendet", sagte Shacklebolt.
„Ja", sagte Scorpius. „Und für die Akten Daphne und Selwyn haben es auch getan."
„Aber nicht Parkinson?"
„Pansy Parkinson hat noch Hogsmeade ihren Zauberstab nie gegen mich erhoben", sagte Scorpius. „Das will ich klar stellen. Sie hat niemals Hand an mich gelegt ausser um mir Essen und Hilfe hinter Daphnes Rücken anzubieten."
Er hörte einiges Geflüster von der Menge und Shacklebolt hob seine Hand um sie zur Ruhe zu bringen.
„Was ist über die nächsten fünfzehn Tage passiert?"
„Es vermischt sich alles Sir", gestand Scorpius.
„Tun Sie Ihr bestes", sagte Shacklebolt.
Scorpius atmete tief durch und erzählte es ihnen langsam und nahm sich einen Moment wen er es brauchte. Er erzählte ihnen von den zurückbehaltenen Mahlzeiten, die Ratten Skelette neben denen er jede Nacht geschlafen hatte und dir Gelegenheiten in denen Travers und Selwyn zu körperlicher Gewalt griffen um eine magische Reaktion von ihm zu provozieren. Er erzählte ihnen vom beinahe täglichen Gebrauch des Cruciatus Fluchs und aus dem Augenwinkel sah er wie Albus seine Stirn gegen das schwarze Geländer vor ihnen stützte unfähig zuzuhören.
Scorpius behielt ein ernstes Gesicht, so leer wie möglich, er versuchte so klinisch und abgeklärt wie sein Vater zu klingen aber er dachte weiterhin an Albus und an die Nächte in denen keiner von ihnen schlafen konnte. Er dachte daran wie Daphne ihm gesagt hatte das er seiner Mutter etwas schuldete – die Art wie sie Astoria gegen ihn verwendet hatte – und wie sie ihn beleidigt hatte das er keine Frau suchte um seine Familie weiter zu führen.
Shackelbolt sass einen Moment ruhig da als Scorpius aufhörte zu sprechen.
„Wir haben bereits den Teil gehört in dem Sie aufgespürt wurden", sagte Shacklebolt und überflog seine Notizen. „Möchten Sie noch etwas hinzufügen?"
Scorpius war erleichtert. „Nein Sir."
„Dann habe ich noch ein paar Fragen an Sie", begann Shacklebolt und sah Scorpius sorgfältig an. „Die erste – sind dies die Handschellen, ich kann es nicht anders bezeichnen, in denen Sie festgehalten wurden?"
Scorpius hörte Bewegung hinter sich und sah um die Kante des Stuhls wo eine Vertreterin des Ministeriums auf ihn zukam, sie wurde von Harry aufgehalten, welcher das dunkle, hölzerne Tablet aus den Händen der Frau nahm. Harry trug es selbst zu Scorpius und er war dankbar. Der Anblick der dicken, metall Fesseln bereitetem ihm Übelkeit.
„Ja Sir", sagte er, gerade laut genug damit es Shacklebolt hören konnte.
Er sah wie Harry zu Shacklebolt sah mit einem Ausdruck ob dies wirklich nötig war. Shacklebolt nickte.
„Ich habe sie selbst untersucht und sie sind ein sehr merkwürdiges Artefakt", sagte Shacklebolt. „Es gibt alte Akten von ihnen die um 1400 datieren und das Ministerium hat keine Akten über ihren Verbleib nach 1846. Für Jahrhunderte wurden sie benutzt um Zauberer und Hexen zu fesseln und sie damit aufzuhalten Magie zur Flucht zu benutzen."
Scorpius nickte verstehend.
„Mir stellt sich nun die Frage wie Sie es geschafft haben den jungen Mr. Potter über ihre Position zu alarmieren."
Scorpius schluckte fest und sah zu Albus, welcher seine Ellbogen auf seinen Knien abstützte und ihn durch seine Finger hindurch ansah – kleine grüne Klekse die Kilometer weit entfernt schienen.
„Ich weiss nicht", sagte Scorpius. „Ich glaube ich war am Weihnachtsabend verzweifelt genug das es anfing zu geschehen und die Nacht bevor sie mich fanden habe ich experimentiert – ich habe versucht Dinge zu tun während ich sie noch trug. Ich habe gefühlt wie Travers näher kam während ich versucht habe zu meditieren und als ich die Stimme meines Dads hörte habe ich es wieder versucht."
Scorpius hielt inne, aber Shacklebolt bedeutete ihm fortzufahren als dies offensichtlich nicht ausreichte.
„Es ist wie homenum revelio aber ohne Zauberstab und ich habe an jeden Raum gedacht in dem ich war – diejenigen die ich gesehen hatte – und habe einfach etwas vertrautes gespürt. Es war diese traurige wärme glaube ich – wie ein Kamin nachdem er von einem kalten Regen gelöscht wurde – und ich wusste wer es war."
Shacklebolt sah lange zu Scorpius hinunter, länger als es natürlich war und Scorpius wusste das er beurteilt wurde.
„Meine letzte Frage", sagte Shacklebolt schliesslich, „ist, wenn Sie in der Lage waren al das zu tun weshalb sind Sie nicht geflohen oder haben ihre Kidnapper ausser Gefecht gesetzt?"
„Jedes mal wenn diese Dinger von meinen Handgelenken genommen wurden stellte Daphne sicher das ich wusste das mein Vater und Albus beobachtet werden", sagte er. „Sie sagte sie würde eine von ihnen töten wenn ich versagte."
Zum ersten Mal seit er sich gesetzt hatte sah Scorpius hoch zu Daphne und sah ihre wilden Augen und ihre unordentlichen Haare. Dies, so entschied er, war wie er sich an sie erinnern wollte. Geschlagen.
„Gibt es sonst noch etwas was Sie hinzufügen möchten Mr. Malfoy?"
Scorpius sah wieder zu Shacklebolt.
„Ich denke nicht…" Scorpius wusste nicht wie er es richtig ausdrücken sollte – wie er sich erklären sollte. „Ich denke nicht das Pansy wirklich wusste wo sie hineingeraten ist und als sie es wusste war sie gefangen. Bitte…berücksichtigen Sie das einfach."
„Danke Mr. Malfoy", sagte Shacklebolt. „Danke für Ihre Aussage."
Scorpius nickte und erhob sich langsam von seinem Platz, er fühlte sich als hätte er hundert Jahre dort gesessen und sah zum Emporen Tor wo Harry auf der einen Seite und Draco auf der anderen warteten. Draco schlang seine Arme um Scorpius als er ankam und löste somit eine neue Welle von Klicken und Blitzen in der Presse Kabine aus und Harry folgte ihnen durch das Tor als Shacklebolt sich auf seinem Podium erhob.
„Das Zaubergamot wird sich in ein privat Zimmer zurückziehen um das Urteil zu fällen", verkündete Shacklebolt. „Wir werden es sie wissen lassen sobald ein Urteil erzielt wurde."
Scorpius sah zu wie die Mitglieder des Zaubergamot den Raum verliessen. Zwei Zauberer standen mit erhobenen Zauberstäben in der Mitte des Raums und er sah wie der Käfig der Beschuldigten in die Wand glitt und ein Vorhang gezogen wurde.
„Wieso hat er mich so viel gefragt?" fragte Scorpius Harry.
„Das Ministerium wurde gezwungen herauszufinden ob du eine Gefahr bist oder nicht", sagte Harry ihm. „Mir wurde weiss gemacht das die Befragung ein einfaches öffentliches Mittel ist um zu zeigen das du es nicht bist."
Hermine tauchte zusammen mit Ginny an Harrys Seite auf.
„Es tut mir leid Scorpius", sagte sie. „Kingsley vertraut Harry und mir aber der Rest des Zaubergamots…er musste ein Paar der Fragen stellen die sie wollten."
„Eine kleine Vorwarnung wäre nett gewesen", murmelte Scorpius als Albus zu ihnen kam. Er hatte den tiefen Instinkt ihn zu küssen aber war nicht scharf drauf das wieder auf der Titelseite des Tagespropheten zu sehen.
„Ich habe erst davon gehört bevor die Verhandlung begonnen hat", sagte Harry. „Es gab keine Zeit alleine mit dir zu sprechen."
Scorpius sah sich die Hexen und Zauberer an die ihre Plätze verliessen – er streckte sich um sie besser sehen zu können. Als er ihre Blicke traf sahen sie schnell weg.
„Werden die Leute jetzt Angst vor mir haben?" fragte Scorpius.
„Das werden sie für eine Weile", sagte Harry ihm. „Aber mit der Zeit werden sie weitermachen. Im Moment bist du einfach der letzte Klatsch und Tratsch."
Scorpius spürte Albus' Hand auf seinem Rücken.
„Zudem", sagte Albus, „ist es nicht so als hättest du Gelegenheit dazu der nächste magische Diktator zu werden wenn du in den Archiven arbeitest."
Scorpius lächelte ihn schwach an und Albus sah ihm zum ersten Mal seit er ausgesagt hatte in die Augen.
„Ich hätte das lieber nicht nochmal durchlebt", gab Scorpius zu.
„Ich weiss", sagte Albus.
Als sie die Kammer verliessen gingen Scorpius und Draco langsam mit Albus während Dania Harry erklärte das ihre Untersuchung von Scorpius und später Albus' Verletzungen dazu geführt hatten das auch sie zur Befragung vorgeladen wurde.
„Es steht alles in den Akten", sagte Dania.
„Ich habe dafür gesorgt das unsere Aufzeichnungspraktiken verbessert werden", sagte Hermine.
„Ja, danke für den extra Papierkram", murmelte Harry. Hermine grinste.
„Du warst schon immer schrecklich darin Notizen zu machen."
Die Sonne ging schon fast unter als die Meldung in Harrys Büro eintraf das, das Zaubergamot zu einem Urteil gekommen war. Albus, welcher schnell die marode Couch in der Ecke in beschlagt genommen hatte, schlief halb auf Scorpius' Schulter und musste wach geschüttelt werden.
„Komm schon Al", sagte Harry. Scorpius zerzauste sein Haar und bekam die vorhersehbare gereizte Antwort die ihn wenigsten weckte.
„Nein", stöhnte Albus.
„Wir müssen gehen", sagte Scorpius. „Sie sind zu einer Entscheidung gekommen."
Ainsley, welche gegen Harrys Schreibtisch lehnte, leerte ihren Becher Tee.
„Es gibt nur eine Entscheidung zu der sie kommen können", sagte sie.
„Dennoch", sagte Draco. „Wir müssen dort sein."
Zusammen gingen sie zu den Aufzügen und fuhren runter zu der Kammer des Zaubergamots.
„Ich hasse diese Aufzüge", stöhnte Albus und lehnte sich gegen das Geländer. „Ich bin nie wegen etwas gutem darin."
„Ich bin einmal als Kind hergekommen", sagte Scorpius ihm. „Musste die Aufzüge nutzen um zur Abteilung für magische Ausbildung zu kommen."
„Hattest du etwas gewonnen?" fragte Albus platt.
Scorpius lächelte und nickte.
„Amateur Zaubertränke Wettkampf", sagte Scorpius. „Bester im Alter von acht bis elf."
Albus schnaubte spöttisch. „Streber."
Albus sah wie Draco versuchte ein zufriedenes Lächeln zu verstecken aber er sah Malfoy dennoch in die Augen und verstand. Die Dinge die Scorpius zu dem machten wer er war hatten sich kaum verändert und dafür waren sie beide dankbar.
Die Türen öffneten sich und sie schlossen sich dem Strom von Leuten an die in die Kammer des Zaubergamots gingen an und ernteten exzessive Blicke und starren als sie es taten. Scorpius hielt seinen Kopf gesenkt und blieb zwischen seinem Vater und Albus.
In der Kammer hatten die meisten aus dem Zaubergamot ihre Plätze eingenommen und sie setzten sich wieder in die erste Reiche welche für Zeugen reserviert war. Scorpius sah nicht zu wie die restlichen Mitglieder ihre Plätze einnahmen und fing stattdessen an unentschlossen an einem losen Faden an seinem Ärmel herumzuspielen.
Wie konnte er glücklich darüber sein zuzusehen wie das Leben vierer Menschen ruiniert wurde? Darüber die Schwester seiner Mutter nach Askaban zu bringen?
Albus stiess ihn mit seiner Schulter an und zog eine Schokokugel aus seiner Tasche und hielt sie Scorpius hin. Er nahm sie dankbar und Albus flüsterte –
„Eine weise Person sagte mir einmal das Süssigkeiten einem helfen Freunde zu finden."
Scorpius grinste trotz allem.
„Hört sich nach einem Deppen an."
„Nun ja", stimmte Albus zu.
Shacklebolt stand im Zentrum des Raums und sah zu dem nun offenen Käfig wo Daphne zu sehen war wie sie wütend zu ihnen hinuntersah.
„Das Zaubergamot hat in allen Anklagepunkten ein einstimmiges Urteil gefällt", verkündete Shacklebolt, seine violetten Roben schwangen hinter ihm her während er umher ging und von einem Pergament ab las. Scorpius hielt seinen Atem an.
„Daphne Greengrass. Sie wurden werden Kidnapping angeklagt" Shacklebolt hob seine Finger um die Anklagepunkte zu zählen. Am Ende brauchte er beide Hände.
„Daphne Greengrass, nach der Anhörung ihrer Aussage und der der Zeugen, Experten und Opfer sind Sie in allen Punkten verurteilt worden."
Geflüster brach im Raum aus und Scorpius' Schultern sackten zusammen als er sich vorbeugte und seinen Kopf in seine Hände legte. Albus legte seine Hand in seinen Nacken.
„Sie werden dazu verurteilt den Rest Ihrer Tage in Askaban zu verbringen."
Albus beugte sich vor und sprach leise. „Sie kann nun niemanden mehr verletzten."
„Ich weiss", sagte Scorpius. „Ich habe nicht hauptsächlich an mich gedacht. Es war der Schaden den ihre Art zu denken mit ihrer Entschlossenheit anrichten könnte."
Scorpius sah an seinem Vater vorbei zu Ainsley welche ihren Kopf gesenkt hatte. Ginny streichelte ihr Haar in der liebevollen, mütterlichen Art die Daphne, da war Scorpius sich sicher, nie geboten hatte und hoffte das Ainsley eines Tages ihren Frieden schliessen würde.
Sie hörten schweigend zu, als Shacklebolt Selwyn und Travers wegen ähnlicher Vorwürfe verurteilte und dasselbe Urteil sprach. Als er zu Pansy Parkinson kam machte er eine Pause.
„Pansy Parkinson", begann er. Scorpius sah zu Pansy hoch die still wie ein Stein da sass und hinunter in den Raum sah.
„Miss Parkinson sie wurden der gleichen Verbrechen wie Kameraden beschuldigt", sagte Shacklebolt. „Aber die geschädigte Partei – Mr. Scorpius Malfoy – hat eine Petition gestellt das sie nicht lebenslänglich nach Askaban kommen."
„Du hast was?" fauchte Albus.
„Deshalb habe ich es dir nicht gesagt", sagte Scorpius, seine Hände waren unter seinem Kinn gefaltet als er Shacklebolt zuhörte.
Pansy Parkinson sah genau so verwirrt aus bewegte sich aber nicht.
„Basierend darauf, den heutigen Aussagen und Ihrer eigenen Aussage unter Veritaserum hat das Zaubergamot beschlossen ihr Urteil auf drei Jahre Askaban gefolgt von einem Jahrzehnt Hausarrest welche durch das Personal des Ministeriums sicher gestellt wird zu beschränken."
Pansy sah hinunter und besah sich die Gesichter bis sie Draco und Scorpius fand welche beide zu ihr hoch sahen. Auch wenn Scorpius aufrichtig gehofft hatte sie nie wieder zu sehen war er dankbar das seine Wünsche zum Teil berücksichtigt worden waren.
„Du bist deiner Mutter so ähnlich", sagte Draco Scorpius als die Presse ihre letzten Fotos der Verhandlung schossen. Scorpius lächelte ihn traurig an.
„Ich versuche es zu sein", sagte Scorpius. „Sie war sehr nachsichtig."
Shacklebolt hob das Gericht auf, ordnete an das die Gefangenen direkt nach Askaban gebracht werden und als die Menge auf den Marmor Boden strömte um zu gehen kam er hinüber wo die Malfoys, Potters und ihre Begleiter standen und sich sammelten.
„Das muss ein furchtbar langer Tag für euch alle gewesen sein", sagte er und begrüsste Harry und Draco mit einem Handschlag und Albus mit einer Umarmung.
„Ich habe vergessen, das ihre beide euch kennt", sagte Scorpius als Shacklebolt Albus los liess.
„Früher habe ich ihn huckepack getragen", sagte Shacklebolt. Albus wurde rot.
„Das ist lange her", murrte Albus.
„Ich hab es getan bis du zehn wart Albus."
Albus wurde noch röter.
„Es tut mir leid das die Befragung so hart war", sagte Shacklebolt ihnen. „Dieser Fall war kompliziert und die Mitglieder des Zaubergamots haben eine durchgehende Befragung verlangt.
Beurteilung, korrigierte Scorpius still.
„Ich bin froh das es vorbei ist", sagte Scorpius. „Ich kann in Frieden Hogwarts abschliessen und weiter machen."
Albus lächelte neben ihm und nahm seine Hand während die anderen sprachen. Er sah zu Scorpius während dieser zu Draco sah welcher seinen Arm um Ainsleys Schulter behielt und Harry und Shecklebolt düstere Bemerkungen über Greengrass, Travers und Selwyn machten. Er sah wie Scorpius Augen von Gesicht zu Gesicht sprangen, sie studierte und er sah wie er sich unsicher auf die Lippen biss als Draco mit Vorschlägen fürs Abendessen begann.
Er wusste das dies ein Schritt in die richtige Richtung war – das es noch immer schlaflose Nächte geben würde und Alpträume und schlechte Tage – aber es war ein grosser Schritt und als Scorpius lächelte und Spaghetti vorschlug da er aussuchen durfte und es Ainsleys Lieblingsessen war wusste Albus das alles gut werden würde.
