Kapitel 31
Etwa einen Monat später waren die Piraten wieder an Land um ihre Vorräte aufzustocken. Sakura nutzte die Zeit um in einem abgelegenem Waldstück ein wenig mit Yoru zu trainieren. Der Kater war etwas gewachsen, allerdings würde er wohl durch die Vernachlässigung am Anfang seines Lebens immer etwas kleiner bleiben als eine normale Katze seiner Art. Sakura störte sich nicht daran, genauso wenig wie Law, der des öfteren mit dem Kater als Schal arbeitete.
"Schließ deine Augen und konzentriere dich auf dein Chakra" orderte Sakura. Der Ninken erinnerte sich an seine erste Lektion, die er bereits vor einiger Zeit von ihr erhalten hatte und konzentrierte sich auf den Schwerpunkt seines Chakras. Es war nicht viel, allerdings hatte er von seiner Alpha erfahren, dass sie anfangs auch nur minimal Chakra besessen hatte und nun konnte er deutlich spüren, dass sie eine Macht war, bei der man sich zweimal überlegen sollte sie anzugreifen.
Die Kunoichi runzelte ihre Stirn als sie sah wie der Wind plötzlich um sie herum zunahm, kleine Risse entstanden im Boden um ihren Ninken herum und ihre Augen weiteten sich als sie verstand wozu Yoru tatsächlich in der Lage war. "Yoru" verkündete sie absichtlich seine Konzentration störend. "Habe ich etwas falsch gemacht?" fragte dieser auf der Stelle besorgt als er ihren erschrockenen Blick sah. "Nein... nein, ganz und gar nicht" antwortete sie atemlos. "Was ist dann los?" fragte er verwirrt über ihre Reaktion.
Sakura kniete sich vor ihn und hielt eine grün glühende Hand über seinen Kopf. "Tatsächlich" hauchte sie als sie die überschüssige Energie, die entstanden war, sammelte. "Was ist los?" fragte der Kater als Panik in ihm aufstieg. "Yoru, du bist wirklich einzigartig" informierte die Frau mit einem faszinierten Blick. "Wovon redest du?" fragte er verwirrt. "Du besitzt wenig Chakra, weitaus weniger als andere Ninken..." fing sie an und ein Grinsen stahl sich über ihre Lippen als Begeisterung in ihre Augen stieg "... allerdings bist du in der Lage Naturenergie zu generieren. Das ist eine unglaubliche Gabe" erklärte sie und sah wie sich seine Augen weiteten.
"Ist... ist das gut oder schlecht?" fragte er unsicher. "Das ist gut, sehr gut sogar. Ich weiß jetzt wie ich dich richtig trainieren kann" antwortete sie sichtlich erfreut. Wieder weiteten sich seine goldenen Augen, bevor er seiner Alpha in die Arme sprang. Der Kater kletterte auf ihre Schulter und stieß ihre Stirn mit seiner an. "Hier seid ihr, wir wollen langsam los" verkündete Law als er sie so erblickte. "Wir müssen unbedingt bald wieder einen Stopp auf einer Insel machen" gab Sakura noch immer begeistert zurück.
"Wieso?" fragte der Mann interessiert. "Yoru ist so unglaublich besonders. Ich kann seine Kräfte nur richtig und vollkommen trainieren, wenn wir regelmäßige Stopps an Land machen" antwortete sie. Law hob eine Augenbraue als er zu ihnen kam. In seiner Freude sprang Yoru auf seine Schulter und stieß auch bei ihm mit seiner Stirn gegen Laws. Der Kater miaute in seiner Aufregung erfreut, was er kurz zuvor von Sakura erfahren hatte. Diese schaute sich die Szene amüsiert an. Der Doktor schaute mit einer angehobenen Augenbraue zu Sakura.
"Er erzählt dir gerade, dass ich endlich weiß wie ich ihn trainieren kann. Er mag zwar weniger Chakra als ein normaler Ninken haben, allerdings hat er die unglaubliche Gabe Energie aus der Natur zu ziehen. Das ist eine unglaublich seltene Fähigkeit" erklärte sie mit einem Lächeln. "Was kann er damit anstellen?" fragte Law neugierig als er den Kater kraulte während dieser langsam zur Ruhe kam. "Er wird stärker, schneller und widerstandsfähiger. Siehst du die Risse im Boden? Sie kommen von ihm. Richtig trainiert wird er unglaubliches vollbringen können" antwortete die Kunoichi stolz. Laws Blick richtete sich auf die Risse und seine Augenbraue stieg an. "Beeindruckend" murrte er seitlich einen Blick auf den kleinen Kerl auf seiner Schulter werfend.
Dieser schaute ihn stolz an. "Geht's dir jetzt besser?" fragte Law zu ihm schauend. Das langgezogene Miauen musste Sakura ihm nicht übersetzen um zu verstehen, dass es ein eindeutiges Ja war.
