Dies ist das zweite Kapitel des heutigen Tages, vergewissert euch doch kurz, dass ihr das vorherige nicht übersprungen habt.

22. Sahir POV

Die bekannten Schmerzen. Eine Woche vor Iskandars sechzehnten Geburtstag. Mir ist schon klar, was los ist, aber ich bleibe liegen. Das letzte Mal habe ich es auch ohne Eingriff geschafft. Es vergehen mindestens drei Stunden, bis die Presswehen beginnen. Erst dann erinnere ich mich daran, dass Dave gesagt hat, dass ich es nicht allein versuchen soll.

"Skkylar! Skky...!", versuche ich, doch dann merke ich, dass er ja gar nicht mehr so ein gutes Gehör hat. "Master Satanus! Master... LUZIFER!" - "Kein Grund, deine Manieren zu verlieren", sagt Master Satanus belustigt und lädt mich auf seine Arme. Er teleportiert direkt in Delmores Praxis.

"Ah! Ich habe euch beide schon erwartet. Fühlt sich noch alles normal an, Sahir?" Ich nicke. "Warum 'noch'?", frage ich leise. "Wegen der Operation, die du hattest. Vermutlich wird es nicht ganz normal verlaufen, aber keine Sorge, wir schaffen das schon. Jetzt pressen. Luzifer, gib ihm deine Hand, damit er was zum Drücken hat."

Eine halbe Stunde später halte ich erschöpft und verwirrt aber glücklich zwei Leute in den Armen. Ich habe damit nicht gerechnet. Nicht mit Zwillingen. Das erklärt den Blick, den Delmore mir jedesmal zugeworfen hat, wenn er den Ultraschall gemacht hat.

"Herzlichen Glückwunsch, Schönheit", sagt Master Satanus lächelnd. "Ich... Ich bin so... überrascht", murmle ich. "Das glaube ich dir. Wie heissen sie denn?" - "Layla Sarina und Amir Sirius." Delmore reicht mir zwei Pergamente wie das, was ich schon bei Iskandar ausfüllen musste, und ich schreibe die Namen auf.

"Soll ich dich ins Bett bringen?", fragt Master Satanus. Ich nicke leicht und frage: "Darf ich morgen wieder arbeiten?" - "Übermorgen, wenn Delmore das gut findet. Hast du schon gesehen, was für Wesen die beiden sind?" - "Nein, ich kann das nicht mal sehen. Ich hätte nicht mal sehen können, ob Layla vielleicht ein Veelajunge wäre." Luzifer lacht leise und erwiderte: "Würde mir vermutlich auch so gehen, wenn ich es nicht einfach wüsste. Amir ist ein Grimm, was du vermutlich selber auch gesehen hättest, und Layla auch. Du wirst sie also niemals verlieren." - "Das ist schön... Gibt's einen Grund, warum meine Kinder immer nicht-Veelas sind?" - "Eigentlich nicht, nein. Beim nächsten Mal kriegst du einen Veela, wenn du willst, versprochen." - "Dann gibt es kein nächstes Mal. Nein, es gibt sowieso kein nächstes Mal. Mein Traum waren schon immer zwei Jungen und ein Mädchen."

Nacheinander küsse ich meine Babys auf den Kopf. Meine Tochter hat braune Haare und Augen und mein Sohn blaue Augen und schwarze Haare. Im Gegensatz zu Iskandar sind meine beiden jüngsten fast genauso blass wie ihr Vater. Langsam werden meine Lider schwer und Master Satanus trägt mich in die Quartiere.

"Na? Alles klar?", fragt er. Er setzt sich zu mir aufs Bett. "Mhm, Mstr Satns", murmle ich undeutlich, ich befinde mich schon im Halbschlaf. "Na dann gute Nacht. Du kannst morgen wieder mit Taron einkaufen gehen, okay?" Ich nicke leicht.

Ich habe nicht lange geschlafen, als Iskandar mich weckt, weil er meine Kinder an sich nimmt. "Hey, nimm sie ihm nicht weg! Sonst denkt er noch, er hätte sie verloren!" Das ist Ric. "Nein, nein. Dad ist nicht so übermässig veelahaft. Sein inneres Wesen wird schon merken, dass ich der Übeltäter bin." - "Eifersüchtige Brüder sind die schlimmsten." - "Ich bin nicht eifersüchtig!" - "Natürlich bist du das. Du hast nun nicht mehr Daddys alleinige Aufmerksamkeit. Wo hast du Aley?" - "In unserem Zimmer. Und wie soll man bitte auf zwei so süsse Babys eifersüchtig sein? Weiss jemand, wie Dad die beiden genannt hat?" - "Also das Mädchen heisst vermutlich Layla, er hatte auch vor, dich Layla zu nennen, wenn du ein Mädchen geworden wärest, aber beim Jungen habe ich keine Ahnung." Das ist Skkylar. "Warum gibt Dad uns arabische Namen? Ich meine, wir reden alle Englisch", fragt Iskandar. "Patriotismus, würde ich sagen." Das Grinsen kann ich aus Skkylars Stimme raushören.

"Meinst du, er hat was dagegen, wenn wir sie auch mal auf den Arm nehmen?", fragt Onyx schüchtern. "Ich denke nicht", sagt Iskandar. Ich öffne meine Augen einen Spalt weit um zu sehen, dass sie meine Kinder sehr vorsichtig herumreichen. "Oh Merlin! Nicht mal Ric war so klein!", meint Onyx. "Hey!", ruft Ric dazwischen.

Auf einmal verzieht Amir das Gesicht und beginnt dann lautstark zu weinen. Iskandar legt ihn schnell zu mir zurück und ich hebe meinen Sohn an meine Brust, wo er zu saugen beginnt. Sofort ist er ruhig.

"Wie heisst er?", fragt Iskandar aufgedreht. "Amir. Und mein Töchterchen heisst Layla, du hast Recht Skkylar." - "Ich trau mich fast nicht zu fragen, aber warum haben diese Kinder jetzt schon wieder eine andere Farbe als Cookie und wie hast du es geschafft, zwei auf einmal zur Welt zu bringen?", fragt Onyx.

"Sirius' weissen Gene sind eben stärker als Daves, deswegen sehen sie europäisch aus. Und sie sind Zwillinge, das gibt's zwischendurch mal. Das hätte auch bei dir sein können." - "Du legst mich schon wieder drein, oder? Findest du das echt immer noch lustig?", fragt Onyx verletzt. "Ich meine es ernst, das ist die Wahrheit!" - "Na klar." Onyx stapft mit Layla in den Armen aus dem Zimmer und Ric seufzt leise. "Huh?", fragt Iskandar verwirrt.

Schmunzelnd sage ich: "Ich habe einen Witz gemacht, als du geboren wurdest. Er hat gefragt, warum du nicht so kreideweiss wie Ric bist und da habe ich gesagt, dass ich dich angemalt habe. Dann haben alle gelacht und er hat es mir scheinbar nicht verziehen." - "Und er hat Layla mitgenommen." - "Macht nichts. Ich bin mir gewohnt, mein Baby weniger zu sehen, als der ganze Rest es tut. Du warst auch ständig unterwegs. Du hast zwar dabei geschrien, als würden sie dich der Reihe nach aufspiessen, aber sie haben gern mit dir gekuschelt." - "Die sollen sich gefälligst ihre eigenen Teddys machen!", empört sich Iskandar. Ric beginnt zu lachen und meint: "Also ich hatte mal einen, aber der ist nicht mehr im kuschelfähigen Alter." - "Hm, so geht's mir auch", grinst Skkylar, "Oh nein, Liam, werde nicht wieder eifersüchtig!"

Nach der Geburt kann ich auch endlich wieder Eis essen gehen und so halte ich meine Eisorgien wieder in regelmässigen Abständen ab. Zumindest bis Samael einzieht, denn dann bin ich meistens bei ihm. Abends um halb elf ruft er mich meistens für ein äusserst anstrengendes Freudenstündchen. Ich habe nichts dagegen. Es lenkt mich von Sirius ab (Leider auch von meinen Babys, aber ich weiss, dass sie bei Ric und den anderen in guten Händen sind).

Heute ist einer dieser Abende. Ich bin auf dem Weg zu seinem Raum und ich freue mich auf die willkommene Abwechslung. Mich begrüsst ein ausgezogener Racheengel. Ähm. Engel.

"Leg dich hin, Hübscher." Samael erfindet allerhand Kosenamen für mich. Es ist mir willkommen. Ich habe Probleme mit meinem Selbstwertgefühl, seit Sirius weg ist und nur Samael ist fähig, mich aufzubauen.

Schnell ziehe ich mich aus, lege mich auf das Bett und öffne einladend meine Beine. Samael mustern mich, dann sagt er: "So schön du auch bist, mein Kleiner, heute machen wir es anders." Vertrauensseelig gebe ich mich ihm hin. Er beginnt mit einer entspannender Massage. Dafür dreht er mich auf den Bauch und sitzt auf meinen Hintern. Fast wäre ich eingeschlafen, doch er weckt mich immer kurz davor mit einem Klaps auf den Hintern.

Erst nach einer guten Stunde bindet Samael meine Hände per Zauber über meinem Kopf fest und setzt sich auf meine Oberschenkel. Sein Finger ist glitschig, als er ihn zwischen meine Pobacken führt.

Ich zucke heftig zusammen und verspanne mich schlagartig, als er sanft gegen meine Rosette tippt. "Bitte nicht", flüstere ich leise, "Es tut mir leid, aber ich kann das nicht." - "Hast du das denn noch nie gemacht?", fragt Samael so unglaublich unschuldig und ahnungslos. "Doch, mein Master und sein Bruder haben mich meistens so genommen. Ich hasse es!" - "Ich will dich auf diese Weise, Sahir. Ich verspreche, dass ich dir nicht weh tun werde." - "Bitte, ich will das nicht!"

Samael schlägt mich unsanft mit der flachen Hand auf den Hintern. "Du bist ein Sklave, erinnere dich daran!", zischt er ärgerlich. "Es tut mir Leid, Master", flüstere ich erbärmlich. Mein ganzer Körper beginnt zu zittern, als Samael nochmal den Muskel berührt. "Je angespannter du bist, desto mehr tut es weh." Ich nicke ein wenig und wimmere laut auf, als er seine glitschige Fingerkuppe in mich schiebt. Die ersten Tränen laufen über meine Wangen. Ich will das nicht! Ich will nicht meine ganz persönliche Strafe haben! Nun weiss er und bald auch Master Satanus, auf was ich am meisten reagiere, wenn man mich bestrafen will!

"Komm auf die Knie, mein Schöner" Ich tu, was er sagt. Vielleicht lässt er meine Strafe fallen, wenn er sieht, dass ich ihm gehorchen will. Auf einmal stösst er seinen ganzen Finger in mich und ich kreische auf. Hysterisch schluchzend flüchte ich vor diesem schrecklichen Gefühl, sodass ich mich zusammengerollt an das Kopfende des Bettes dränge. Meine Hände sind ja immer noch gefesselt.

Er kommt mir nach und stellt sicher, dass ich ihn nicht loswerden kann.
"Samael, bitte. Ich mache alles mit, aber das nicht, bitte, bitte lass mich gehen! Ahhhhhhhu!", schluchze ich. Sein Finger bewegt sich in mir und ich verfalle in die pure Panik. Ich reisse so lange an den Fesseln, bis sie nachgeben, dann befreie ich mich endlich von diesem Gefühl und kugele mich in einer Ecke des Zimmers zusammen. Ich zittere noch immer wie Espenlaub und vom hysterischen Weinen will ich gar nichts erzählen.

Ich fahre meine Flügel aus und lege sie über meinen Körper, um mich mit ihnen vor Blicken zu schützen. Eine Weile sagt Samael nichts. Nur mein Weinen durchschneidet die Stille.

"Sahir, was ist dein Problem?", fragt er schliesslich, "Bist du verletzt?" Schluchzend schüttle ich den Kopf. "Ich habe doch gesagt, dass ich es nicht kann!", weine ich, "Ich bin eben nicht so perfekt wie alle anderen! Nimm doch Ric oder Onyx oder Belle oder Aley oder Al oder jeden anderen Veela, die sind perfekt!"

Auf einmal spüre ich seine starken Arme um mich. Er legt mich sanft auf sein Bett und deckt mich zu. "Es stimmt. Du bist nicht perfekt, aber weisst du was? Das ist keiner. Jeder hat seine Macken und meine ist es, nicht auf andere zu achten wenn ich etwas will. Es tut mir leid, dass ich dir nicht zugehört habe. Ich hoffe, dass du mich jetzt nicht hasst" Ich schiele kurz zu ihm hoch und presse mich dann an seinen warmen Körper. Ich fühle sein Glied an meinem Bein. Er ist nicht mehr erregt, weil ich so ein Theater gemacht habe.

Sanft greife ich danach. "Es tut mir leid, ich könnte mit dem Mund oder...", sage ich schnell. "Schon gut", flüstert Samael in mein Ohr, dann löscht er das Licht noch ganz und schliesst mich in seine Arme.

"Hast du noch Schmerzen?", fragt Samael fünf Minuten später. Ich nicke leicht gegen seine Brust. Da ich mich so verspannt habe, habe ich wohl den Muskel überdehnt. "Kann ich etwas tun? Es tut mir so schrecklich Leid." - "Schon gut", erwidere ich leise und ziehe eine seiner Schwingen über mich drüber. Meine ziehe ich wieder ein.

Schon am nächsten Abend ruft er mich wieder. Als ich den Raum betrete, sehe ich viele Kerzen und sogar eine Rose. Wie ein Adonis liegt Samael auf dem Bett und lächelt mir entgegen. Kurz nachdem ich die Tür geschlossen habe, ziehe ich mich aus und lege mich auf ihn drauf. Sofort beginne ich damit, ihn anzuknabbern.

Sanft streichelt Samael mir über den Rücken bis zum Hintern. Er scheint einfach nur zu geniessen. Langsam arbeite ich mich weiter hinunter bis zu seinem Glied, dessen Eichel ich vorsichtig zwischen die Lippen nehme und daran sauge. Laut stöhnt er auf, dann spüre ich seine Hand in meinem Nacken. Er führt mich nicht. Er berührt mich nur. Nebenbei stimuliert er auch noch einen meiner erogenen Punkte.

Es geht nicht lange, bis sich Samael in meinen Mund ergiesst und ich ihn sauber lecke. Ich geniesse es, ihn verwöhnen zu können. Als ich noch mit Sirius zusammen war, war es meist umgekehrt.

"Das war zwar nicht der Plan, aber noch besser", lächelt Samael. Er streichelt über meine Haare und zieht mich dann an sich.

"Danke", murmle ich leise. "Was? Wofür?" - "Naja... Dass du mich von Sirius ablenkst..." - "Was ist mit ihm?", fragt Samael besorgt. "Er hat seinen Gefährten gefunden, und ich bin jetzt wohl überflüssig..." - "Hat er dir das so gesagt?" - "Nein, aber es ist so. Er hat ja einen neuen Freund. Ich bin einfach unheimlich eifersüchtig, aber das war ich schon immer. Ich bin froh, dass du mich vergessen lässt." - "Ich hab ja gar nichts getan. Wenn, dann war es Michael." - "Ist mir ziemlich egal, das ist mir eh viel zu kompliziert mit euren Aufgaben. Ich meine, dass Sirius mein Freund war, könnte ich auch dem in die Schuhe schieben, der für das Glück verantwortlich ist, welcher ist das nochmal?" Samael kichert leise und antwortet: "Das bin ich. Vermisst du Sirius oder nur die Vertrautheit zu jemandem?" Ich sehe ihn nachdenklich an. "Beides. Ich war mehr als 30 Jahre mit ihm zusammen und ich liebe ihn immer noch wie am ersten Tag. Er war nicht nur mein Geliebter, sondern auch mein bester Freund." - "Vielleicht hast du nur deinen Geliebten verloren, aber deinen besten Freund nicht?" Traurig lächle ich zu ihm hoch. "Das kann ich Tim, Sirius' Veela, nicht antun. Ich habe gesehen, wie eifersüchtig er auf mich ist und ich will nicht unbedingt einen Streit heraufbeschwören."

"Okay. Andere Frage: Kannst du tanzen?" Etwas irritiert über den Themenwechsel schüttle ich den Kopf. "Nicht wirklich, warum?" - "Naja, ich dachte, wir könnten morgen Abend irgendwo in den Ausgang gehen? Ich könnte dir das Tanzen einigermassen beibringen, wenn du willst." - "Oh... Ich... Ich darf nirgends wo hin, wenn ich nicht frei habe und ich würde in dieser Woche sehr gerne meine Eltern besuchen..." - "Ich arrangiere das für dich. Keine Angst, ich will dir deine Freizeit nicht wegnehmen. Also bist du dabei?" Ich nicke leicht.

Wie ich erwartet hatte, bekommt Samael während unseres Tanzabends einige Kaufangebote. Diese beschämen mich so sehr, dass ich mich über seinen Befehl hinwegsetze und meine Flügel einziehe, damit es wenigstens nicht mehr so offensichtlich ist, was ich bin. Je mehr mir die Blicke folgen, desto öfters senke ich den Kopf, um sie nicht sehen zu müssen.

Zu Hause bekomme ich dann das erste Mal eine Strafe von Samael: Es sind ein paar harte Schläge auf den nackten Hintern und dann muss ich mich für drei Stunden nackt in die Ecke des Zimmers knien, was ziemlich anstrengend ist.

Während ich knie, führen wir seltsamerweise ein wenig Smalltalk. Er sitzt auf seinem Bett und sieht zu mir herunter.

"Ist gut, du darfst gehen oder hier schlafen", meint er um halb eins schläfrig. Schnell lasse ich mich auf meine Fersen fallen. Meine Oberschenkel und mein Rücken brennen wie... Mir fällt kein guter Vergleich ein, immerhin scheint das Höllenfeuer hinfällig zu sein. Ganz vorsichtig stehe ich auf und flitze dann sofort unter seine warme Decke. Langsam entspannen sich meine Beine wieder.

"Schläfst du?", fragt Samael lange Zeit später, während er über meinen Kopf streichelt. Ich öffne die Augen und schüttle den Kopf. "Ich wollte nur sagen... Wenn du dich einsam fühlst wegen ihm, dann kannst du gerne zu mir kommen. Ich höre auch gerne zu, wenn du darüber reden willst." - "Danke", sage ich leise. Vielleicht werde ich dieses Angebot sogar nutzen.