Kapitel 22a
Sonntag, 11. August 2002, nach dem Abendessen bis zum späten Abend
Hermione betrat sein Zimmer, als ginge sie in einen Traum hinein. Oft hatte sie diese Realität auf der anderen Seite der Barrieren gespürt, die er zwischen ihnen errichtet hatte, sowohl physisch als auch emotional. In jeder ihr bekannten Weise hatte sie ersucht, diese Barrikaden zu brechen. Nun öffnete er sich ihr willig, und als sie in seinem persönlichen Bereich stand und von seinen Sachen umgeben war, fühlte sie sich, als befände sie sich im Inneren des Mannes selbst.
Als Erstes bemerkte sie das enorme Bett, das auf einem erhöhten Sockel in der Mitte des Zimmers stand, und sie empfand ein Aufflackern von Panik. Dies war kein betrunkener Besuch in der Wohnung eines Schulkameraden nach einem Abend im Pub. Sie ließ es zu, dass ein Mann sie verführte, der zwanzig Jahre älter war als sie. Würde es ihr an etwas mangeln?
„Darf ich dir einen Schlummertrunk anbieten?", fragte er und ging auf die andere Seite des Bettes, als sei es nur ein gewöhnliches Möbelstück. Er blieb vor einer Kommode mit Schubladen stehen, um seine Taschen zu leeren. „Dumbledore hat während seiner Amtszeit den Keller um einige Flaschen erstklassigen Cognacs ergänzt, und es gibt Feuerwhisky – oder ich kann etwas besorgen, das mehr deinem Geschmack entspricht."
Er stand am Getränkewagen in einiger Entfernung von ihr und wartete darauf, ihre Antwort zu hören. Es gab keine wilde, drängende Hektik in sein Bett. Sie entspannte sich.
„Ich möchte bitte einen Cognac", sagte sie und besah das geräumige Zimmer. Zu ihrer Linken befanden sich deckenhohe, zum Bersten volle Bücherregale, die nur von Türen unterbrochen waren – eine davon führte mit Sicherheit in ein en suite Badezimmer. Sie sehnte sich danach, sich umzuschauen und die Büchertitel durchzusehen, aber die Anziehungskraft des Mannes, seine physische Präsenz und ihre Sehnsucht, ihm nahe zu sein, waren das stärkere Verlangen.
Dies war ein Novum, einen Mann mehr als Bücher zu wollen.
Sie näherte sich ihm, nur um dabei von einem vertrauten Gegenstand auf der Oberfläche der hohen Kommode abgelenkt zu werden. Forschend nahm sie das Blatt alter Spielkaten auf. Sie hob den Stapel ab, und die Herzdame erschien. Ein zweites Abheben zeigte den Bauer – nein, den Buben, erinnerte sie sich – der Farbe Pik. Es musste eine Art Trickblatt sein, obgleich sie sich nicht vorstellen konnte, weshalb er es bei sich tragen sollte.
Sie legte die Karten wieder hin und realisierte, dass sie einige andere bekannte Dinge ansah. Da war ihr alter Ring, derjenige, den sie nach Ron geworfen hatte! Und ihr Taschentuch – sie hatte es Severus als Glücksbringer gegeben und ihm gesagt, er möge im Pokerspiel alles gewinnen. Und unter dem Taschentuch befand sich sein persönlicher Zeitplan – der einst Rons gewesen war –, der Beweis, dass ihr Glücksbringer ihm Erfolg gebracht hatte.
„Da ist noch mehr", sagte er und reichte ihr einen geschliffenen Cognacschwenker.
Sie nahm das Glas und legte neugierig den Kopf zu Seite. Er wählte ein kleines Notizbuch und blätterte durch die Seiten mit Notizen in seiner spitzen Handschrift, bis er eine flachgepresste, getrocknete Blüte fand. Sie war gelb, wie die Gänseblümchen, die sie im Knopfloch ihres Reitkleides getragen hatte.
„Ist das … eines von meinen?", fragte sie.
Er hob eine Augenbraue, und statt zu antworten, stieß er mit seinem Glas an ihres. „Auf uns", sagte er und nippte.
Hermione fühlte sich, als habe sich eine Lawine von Informationen – von Beweisen, dass er sie nicht nur begehrte, sondern sie gerne hatte – wie eine Fülle von Reichtümern über ihren Schoß ergossen. Um zu sprechen, war sie zu bewegt, daher versuchte sie es nicht, sondern sie schaute wie betäubt auf die kostbare Sammlung von Kleinigkeiten.
„Miau?"
Erschrocken starrte Hermione auf Crookshanks hinunter. „Warum bist du hier?", fragte sie leise.
Aus einer Dose, die in die hintere Ecke auf der Kommode geschoben war, wählte Severus ein Katzenleckerli und ließ es auf den Teppich fallen, wo Crookshanks es zu zerkauen begann.
„Ich weiß nicht, wie er hereinkommt, aber er kommt ständig wieder her", sagte Severus in gelangweiltem Ton.
Wahrscheinlich, weil du ihn immer mit Leckerli fütterst, dachte sie, aber was sie laut sagte, war, „Hierher ist er also verschwunden?"
Crookshanks mochte nicht viele Menschen, aber die Art, wie er sich an den Knöcheln von Severus' Stiefeln rieb und eine Spur von roten Haaren auf dem schwarzen Stoff seiner Hosen hinterließ, bewies, dass Severus einer der Auserwählten war.
Severus bückte sich und hob den Kater hoch, brachte ihn zur Tür an der Wand – der Wand – und setzte ihn in den Korridor. „Geh eine Ratte jagen – mach dich nützlich", empfahl er Crookshanks, ehe er die Tür hinter ihm schloss.
Hermione ging Richtung der Wand, sah den Sessel, der so nahe herangezogen war, und sie strich über das Holz. „Mein Bett war genau auf der anderen Seite", sagte sie und warf ihm einen Blick von der Seite zu.
Er näherte sich ihr und stellte sein Glas im Vorbeigehen auf einen kleinen Tisch. Ihrem Glas schenkte er jedoch keinerlei Beachtung, als er sie ziemlich stürmisch in die Arme nahm, und Cognac ergoss sich auf seinen Teppich. „Glaubst du, ich sei mir dessen nicht bewusst gewesen?", fragte er. „Dass ich mir dich dort nicht vorgestellt habe?"
Er küsste sie nicht allzu zart, aber Hermione hatte keine Einwände gegen die Leidenschaft, die er zeigte; sie wünschte sich, sie könne das verflixte Glas Cognac verschwinden lassen, um ihn mit beiden Armen umarmen zu können, aber ihr Zauberstab war außer Reichweite, und sie war zu abgelenkt, um den Zauber ohne ihn ausführen zu können.
Er fasste ihre Schultern und sah ihr in die Augen. „Bist du sicher, dass du diesen Schritt gehen willst?", fragte er. „Es gibt vieles, was du nicht über mich weißt. Ich bin kein … netter Mann."
Er grinste höhnisch und verachtungsvoll, als er das Wort 'nett' sprach, aber sie erkannte, dass er den Hohn gegen sich selbst richtete. Hermione drehte sich von ihm weg und trat ein paar Schritte zurück, um das unerwünschte Glas loszuwerden.
„Hast du irgendeine Ahnung von den Dingen, die ich getan habe?", fragte sie und wandte sich ihm zu. „Macht die Tatsache, dass ich schreckliche Dinge ohne den Vorteil eines Dunklen Mals auf meinem Arm getan habe, diese irgendwie weniger abscheulich?"
„Du hast nichts getan, das du nicht tun musstest, um Potter zu schützen und die Aufgabe zu erledigen, die ihm von Dumbledore gegeben wurde", sagte er und kam langsam näher zu ihr.
„Du hast nichts getan, das du nicht tun musstest. um die Aufgabe zu erledigen, die dir von Dumbledore gegeben wurde", erwiderte sie störrisch. „Also, du hast ein paar dumme Fehler gemacht, als du achtzehn warst? Das ist mir egal."
Vor ihr blieb er stehen, schaute sie wütend an, und sie schaute wütend zurück und sagte, „Ich habe dein wahres Gesicht gesehen, Severus. Jedermann hat das. Du bist tapfer und ehrenhaft, und jedes Mal übertriffst du dich selbst. Daher vergiss es; du kannst mich mit deinem Mangel an Nettigkeit nicht beeindrucken. Mit netten Männern kann ich nichts anfangen."
Er holte tief Luft, und seine Nasenflügel weiteten sich, als ob ihn ihre Worte erleichterten. Aber das Aufkommen seiner Selbstzweifel hatte ihre eigenen geweckt, und sie verschränkte die Arme vor ihrer unzureichend bedeckten Brust.
„Du liebst Lily Potter", sagte sie und starrte dabei einen seiner vielen schwarzen Knöpfe an, um seine Augen zu meiden. „Es ist schwer … mit einer toten Frau zu konkurrieren."
Während er ihre Wange umfasste, hob er resolut ihr Gesicht, bis sie ihn ansah. „Liebte", korrigierte er sie ruhig. „Es ist lange her, Milady. Es liegt in meiner Vergangenheit." Sein Daumen strich langsam über ihre Unterlippe, und seine Augen folgten diesem Weg. „Heute Abend ist der Anfang meiner – unserer – Zukunft."
Er schluckte, und Hermione bewegte sich zu ihm hin, fasziniert von seiner Berührung, beruhigt und überzeugt von seinen Worten. Er riss sie an sich, und seine Stimme klang heiser in ihrem Ohr.
„Heute Nacht möchte ich mich nicht durch die Wand unterhalten. Ich möchte neben dir sein, nahe genug, um jeden deiner Atemzüge zu hören – jeden Seufzer – jedes Geräusch, das du machst, wenn ich dich berühre."
Wieder küsste er sie, weniger ungestüm, aber mit nicht weniger Leidenschaft als zuvor. Optimistisch aufgrund ihrer Worte der Akzeptanz – seiner Worte, die Zukunft betreffend – hielt er sie mit überwältigender Zuversicht, und seine Lippen bewegten sich hungrig über ihre, als sich ihr Mund ihm öffnete.
Sie sog ihn auf, Geschmack, Geruch und Gefühl, und ließ eines nach dem anderen jedes phsikylische Gesetz los, das ihr bisheriges Leben geregelt hatte. Sie befand sich in einem Tagtraum, in einer separaten Existenz, in der ein Zauberer ihre – und sie seine – in einer Art behexen konnte, dass sie in eine gänzlich andere Realität wechselten. Sie ergab sich seiner dominierenden Zunge, seinen besitzergreifenden Händen, bis sich ihre Gefühle zu einem Punkt exquisiten Schmerzes verstärkten: Ihr Herz raste, ihr Atem ging keuchend, und ihre Haut war gegenüber der geringsten seiner Berührungen überempfindlich.
Entschlossen zog er an dem Satinband, das das Überkleid unterhalb ihre Brüste verschloss. Sein Mund verzog sich so stark in beginnender Sinnlichkeit, dass ihr die Worte fehlten. Das seidene Kleidungsstück wurde von ihren Schultern auf den Boden geschoben, und er schwang sie in seine Arme, als wöge sie nichts, um mit ein paar Schritten zu seinem Bett zu treten. Dort legte er sie ab und blieb einen Moment stehen, um ihren Anblick in sich aufzunehmen, dann war er neben ihr, barg das Gesicht mit den Zähnen an ihrer Haut an ihrem Hals, und während er mit einer Hand ihre Brust umfasste, erreichten seine gestöhnten Worte kaum ihre Ohren.
„… wohin du gehörst, Milady …"
Und seine Reaktionen! Langsam löste sie die Knöpfe seines sich göttlich zum Streicheln anfühlenden Rocks und liebkoste allmählich freigelegtes Fleisch. Sie nahm kaum den blassen Teint oder die leichte, dunkle Behaarung um die flachen Scheiben auf seiner Brustmuskulatur wahr, denn sie war völlig darin gefangen zu beobachten, wie seine Augen sich schlossen und seine Lippen sich mit kurzen Atemstößen öffneten, als sie ihr Bestreben umsetzte, seinen nackten Oberkörper zu erkunden. Sie öffnete den Rock weit, um sich an der enthüllten Pracht seines Brustkobs zu ergötzen, auf dem sie ihre Finger von Rippe zu Rippe gleiten ließ, gefolgt von ihren Lippen, hinunter zu den leicht definierten Muskeln seines Bauchs, bis ihre Wange gerade über seinem dunkel behaarten Nabel lag, und ihre Augen folgten der dichten Haarspur, die in seiner Hose verschwand … zu anderen Herrlichkeiten.
Seine Bemühungen um Vergeltung wurden von der ausgedehnten Anzahl und zugegebenermaßen seltsamen Konstruktion der Bestandteile ihres Regencykostüms behindert, aber dennoch lag weder Verlegenheit noch Frustration in seinen Anstrengungen. Er ließ sie einfach verschwinden, eines nach dem anderen, taub gegenüber ihrem zuerst gekeuchten Protest, dann war sie über jeden Protest hinaus. Die exquisite Langsamkeit seines Handelns – Atem auf einer zusammengekräuselten Spitze gefolgt von Lippen, dann der Zunge, Finger, die eine schlüpfrige Spalte erkundeten, Augen, die eindringlich wie seine Hände waren und tief in ihre Seele eintauchten –, die präzise Aufmerksamkeit, die er jedem Millimeter entblößten Fleisches schenkte, garantierte, dass sie jenseits von Denken oder Vernunft war, als sich ihre Aktivitäten der Erfüllung näherten.
Hermione besass ein Körperbewusstsein, wie es bei vielen ihrer Geschlechtsgenossinnen tief verwurzelt war, und sie war befangen, in all ihren Unvollkommenheiten vor dem Mann enthüllt zu werden, nach dem sie sich sehnte. Aber seine langsame, verehrende Wertschätzung ihrer Nacktheit besänftigte all ihre Bedenken.
Er stützte sich auf einen Ellenboben, nackt und sichtlich erregt, während seine Handfläche ehrfuchtsvoll über die Kurve ihrer Hüfte bis zur Einbuchtung ihrer Taille strich. „Nie habe ich einen verlockenderen Anblick gesehen", murmelte er, und die Hand bewegte sich weiter nach oben, um ihre Brust zu liebkosen. „Als ich dich zum ersten Mal vom Fenster aus gesehen habe, während du den Pfad entlanggeeilt bist und dein Haar unter diesen albernen Hut gestopft hattest, wusste ich nicht, wer du warst, aber ich wollte dich – genau da, wo du jetzt bist."
Hermione bog sich in seine Berührung, trunken vor Erregung. „Nackt in deinem Bett?", fragte sie mit belegter Stimme und dachte, ihre Stimme habe nie seltsamer geklungen.
Und als er sich über sie schob, reduzierte die faszinierende Bewegung der Muskeln an seinem Oberkörper sie zu Inkohärenz. Er fand seinen Platz im Zentrum ihres Körpers, die natürliche Hülle für die Teile, die für eine solch ideale Vereinigung geschaffen waren. Sein perfekten Stoß durchbohrte ihren Körper und ihre Seele zugleich, und sie schrie auf, während ihre Finger auf seinem Rücken nach Halt tasteten.
Er bewegte sich einmal hin und her, und sein Kopf fiel nach vorn, als fühle er die unglaubliche Perfektion so stark wie sie, und sie keuchte laut.
„Nackt in meinem Bett", stimmte er zu, „in einem langen, langsamen …"
Er bewegte sich wieder, und sie bewegte sich mit ihm genauso, wie sie es beim Tanzen getan hatte; ihr Körper schien sein Métier ohne vorherige Anleitung zu kennen. Hermione drehte den Kopf auf dem Kissen; das Feuer der Leidenschaft, das sie entzündet hatten, flammte in einem wilden Rausch durch sie hindurch, und sie hatte weder die Möglichkeit noch den Willen, es abzubremsen.
„Nicht langsam", japste er, und als die Finger einer seiner Hände ihre Schulter ergriffen, senkte sie sacht ihre Zähne in seinen Handballen, bemüht, alles von ihm aufzunehmen, Fleisch und Knochen und seine bestrebte, feurige Seele. „Hermione!"
Begehren wurde abgelöst von Vereinigung, dann von süßer, makelloser Erhabenheit.
Er sank auf sein Kissen und zog sie mit sich, bis sie halb auf ihm ausgebreitet lag, glitschig von Schweiß, und atemlos sah sie auf sein Gesicht hinab, während Erfüllung durch jede Zelle ihres Körpers drang. Das Herz lief ihr über. Hatte sie ihn einst für hässlich gehalten? Unansehnlich? Jetzt war ihr jede Fläche und jeder Winkel seines Antlitzes teuer trotz seiner großen, gebogenen Nase. Sein Aussehen war faszinierend, und nachdem sie die schlanke Länge seiner Beine gesehen hatte, die geschmeidige Muskulatur seines Rückens, die schnittige Kurve seines Hinterns, war sie von seiner Person völlig hingerissen, was eine weitere, gründliche Untersuchung verdiente … und das sehr bald.
Er flocht seine Finger in ihr ernsthaft durcheinander geratenes Haar und betrachtete sie mit müden Augen. „Ich hoffe, du fandest das … zufriedenstellend, Milady."
Hermione lachte und lief feuerrot an. Severus beobachtete diesen Prozess mit klinischem Interesse.
„Ah, dein Erröten zu beobachten, ist noch viel reizender, wenn du in diesem Zustand bist", sagte er und strich mit einer Fingerspitze ihren Hals hinunter bis zwischen ihre Brüste. „Siehst du, wie weit es reicht?"
Er rollte sie auf den Rücken und ragte habichtsartig und köstlich lüstern wieder über ihr auf. „Sag mir, dass du morgen nicht auf der Arbeit sein musst."
Sie strich eine Strähne schweißfeuchten Haars hinter sein Ohr. „Wahrscheinlich könnte ich es bis zum Nachmittag hinauszögern zu gehen", sagte sie zweifelnd. „Aber du wirst schrecklich beschäftigt damit sein, die Magie zu retten …"
Er runzelte die Stirn. „Es ist ein verdammt unpassender Zeitpunkt, in der Zaubererwelt eine Ausbildungskrise zu haben – ausgerechnet dann, wenn ich es bei weitem vorzöge, anderweitig … beschäftigt zu sein."
Er blickte ihr ins Gesicht und ließ seine Augen mit einer besitzergreifenden Sicherheit über ihren nackten Körper wandern, die fast anmaßend war, als gehöre sie ihm, und er könne sie beliebig zu seiner Beute machen – als gäbe es keinen Zweifel daran, dass sie seine Aufmerksamkeiten willkommen heiße. Die Tatsache, dass sie Wachs in seinen Händen war – dass sie seine ungeheuerliche Dreistigkeit unerträglich sexy fand –, war für eine junge Frau ihrer Sensibilität beängstigend. Sie riss ein wenig Kontrolle über die Situation an sich, indem sie ihn zu einem Kuss hinunterzog und erstaunt feststellte, wie schnell die Leidenschaft – die eher geschwelt hatte denn verloschen war – wieder aufflammte.
„Hungriges Weib", brummte Severus in ihr Ohr, ehe sie seine Zähne an ihrem Hals spürte. „Du musst einem Mann Zeit lassen, wieder zu Atem zu kommen, weißt du."
Unter anderen Umständen wäre Hermione vielleicht beschämt gewesen – wann hatte sie jemals direkt nach einer Runde eine zweite gewollt? –, aber sie emfpand keinen Scham. Stattdessen war sie von einem wunderbaren Selbstvertrauen erfüllt. Hatte er sie nicht zum Bitten gebracht – sie in einem extremen Zustand gesehen – sie aufschreien gehört? Nun, sie hatte bei ihm nicht weniger beobachtet. Sie waren gegenseitig Sklaven ihrer Lust, und sie war sich ihrer Macht über ihn so sicher wie ihres eigenen, hilflosen Begehrens.
„Was wir brauchen", sagte er und rollte sich von ihr weg, „ist ein Bad."
