25. Aley POV
Seit vier Monaten bin ich nun schon dabei, meinen Körper davon zu überzeugen, dass Sex eine gute Sache wäre. Mittlerweile übe ich mit Dildos, die 40 Millimeter Durchmesser haben. Nicht mal zum Schlafen nehme ich sie raus, denn ich will möglichst schnell fertig sein. Immer wenn mein Master frei hat, geht er in irgendwelche Clubs und holt sich dort, was ich ihm noch nicht geben kann. Er braucht es und er sollte es von mir verlangen können. Immerhin bin ich sein Veela.
Ich weiss nicht, ob ich es nun wagen soll, ihm zu sagen, dass ich bereit bin. Er ist wirklich gut bestückt, das merke ich immer wieder, wenn er am Morgen beim Duschen will, dass ich ihn mit dem Mund befriedige. Ich frage mich, ob vier Zentimeter reichen. Ich will nicht, dass es dann doch nicht reicht und er wieder aufhören muss. Eine dritte Chance wird er mir wahrscheinlich nicht geben. Vielleicht will er mich dann nicht einmal an sich binden... Ich will das nicht riskieren. Lieber warte ich noch zwei Wochen, bis ich mir wirklich sicher sein kann.
Jeden Moment kommt er zurück. Schnell verschwinde ich im Badezimmer, um mir eine grössere Grösse einzusetzen. 42,5 Millimeter... Es tut weh und ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr laufen kann. Mit Magie wasche ich den kleineren ab und versorge ihn in der Tasche, die ich unter meinem Schrank versteckt habe.
Dann geht endlich die Tür auf und mein Master ist da. Endlich!
Er ignoriert mich und macht sich bettfertig, dann legt er sich quer über das Doppelbett, das eigentlich auch noch für mich gedacht gewesen wäre. "Master, darf ich bitte bei Euch schlafen?", frage ich bettelnd. Er sagt mir nach seinen Clubabenden immer, dass ich in seinem Bett bei ihm schlafen darf, weil er weiss, dass ich dann meist die Grösse wechsle und ich mich deswegen nicht gut fühle.
"Nein", antwortet er auf meine Bitte. Verwirrt frage ich: "Wieso, Master?" - "Habe ich dir irgendwann mal gesagt, dass du meine Entscheidungen in Frage stellen sollst?" - "Nein... Verzeiht bitte, Master." Niedergeschlagen lege ich mich hin und gucke sehnsüchtig zu ihm hoch.
In dieser Nacht kann ich nur sehr wenig schlafen, bis Azrael oder Skkylar um sieben an die Tür klopft. Ich bin sofort wach und ziehe mich schnell an. Meinen Master wecke ich jeweils erst um halb neun Uhr.
"Aley, was ist los?", fragt Azrael so besorgt, wie ein geborener Vampir halt sein kann. Skkylar rollt mit den Augen und behauptet: "Cookie hat ihn wohl für eine Sekunde nicht beachtet." Er hasst mich selbst nach vier Monaten noch. "Jetzt halt doch einfach mal deine Klappe!", fauche ich ihn an und verlasse dann das Zimmer.
Noch durch die geschlossene Tür höre ich ihn lachen. Sie geht nochmals auf und im nächsten Augenblick renne ich in jemanden rein. Es ist Azrael. "Hey, langsam, Hübscher", sagt er. Sofort zucke ich vor ihm zurück.
"Es tut mir leid, es ist mir rausgerutscht, ich werde nie wieder so etwas sagen!", verspreche ich panisch. Ich habe Angst vor Azrael und ich glaube, dass das mittlerweile alle Sklaven wissen. Er ganz besonders. Dennoch geht er nicht darauf ein und sagt. "Es interessiert mich nicht im Geringsten, was du zu Skkylar sagst. Komm, wir gehen in die Bibliothek." Gehorsam gehe ich ihm hinterher. Er bleibt stehen und legt mir eine Hand auf den Rücken. Schon wieder zucke ich zusammen, aber mir käme es nicht im Traum in den Sinn, mich gegen ihn zu wehren.
"Setzen." Hastig lasse ich mich auf das Sofa fallen. Er setzt sich auf einen Sessel und will wissen: "Was ist mit dir los?" - "Nichts, mir geht es gut", flüstere ich. "Ich merke, wenn du lügst. Dein Puls steigt dann", er zeigt auf seine Ohren, "Zudem bist du ein sehr schlechter Lügner." - "Es ist eine Sache zwischen meinem Master und mir...", murmle ich leise. "Ja, aber offensichtlich bist du unfähig, dein Problem selbst zu lösen." Ich nicke niedergeschlagen.
Als müsste ihn das Problem eines Veelas interessieren, sagt er: "Dein grösstes Problem ist, dass du niemanden hast, mit dem du offen und frei reden kannst - ja, ich kenne deine Rasse, das dient dir nicht als Ausrede." - "Ich kann mit Sahir reden... Ich will doch nur meinen Master glücklich machen..." - "Ja und dafür möchtest du, dass er dich liebt." - "Er muss mich nicht einmal lieben. Wenn er mich nicht hasst, ist es mir schon genug...", sage ich traurig. "Warum denkst du, dass er dich hasst?", will Azrael wissen. "Er ignoriert mich immer, ausser wenn er mir einen Befehl erteilt. Ich meine... ich verstehe ihn ja, aber es tut mir so weh..." - "Du verstehst ihn?" Ich zucke mit den Schultern.
"Keine Angst, was ich hier jetzt von dir höre, erfährt kein anderer ohne deine Zustimmung. Du hast diese Verengung - das habe ich erfahren, als Luzifer es dir gesagt hat - und du bist daran, das zu beheben, damit du Iskandar was nützt." Ich nicke mit roten Wangen.
Interessiert hakt er nach: "Wie lange hast du wahrscheinlich noch?" - "Vielleicht zwei Wochen. Vielleicht würde es schon jetzt reichen, aber wenn es nicht reicht, habe Angst, dass er mich ganz aufgibt..." - "Das würde Sahir niemals zulassen." - "Was bringt mir das, wenn er mich fallen lässt, sobald Sahir ihn nicht mehr kontrolliert? Ich will keine Angst vor ihm haben müssen und ich will nicht, dass er von jemandem gezwungen werden muss." Darauf scheint Azrael keine Antwort zu haben.
Nachdem es eine Weile unangenehm still war, will Azrael von mir wissen: "Warum hast du eigentlich Angst vor mir?" - "Du... du erinnerst mich an meinen Vater...", murmle ich. "An deinen Vater?!", lacht Azrael, "Das ist ein Gebissener!" - "Ja..." Azrael wird ernster: "Na gut, warum hast du Angst vor deinem Vater?" - "Ich mag einfach Vampire nicht..." - "Gibt es Möglichkeiten, das zu ändern?" Ich zucke mit den Schultern.
"Weisst du zufällig, ob Master al Mecca Tom manchmal zu sich nimmt, wenn ich nicht da bin?", frage ich vorsichtig, um das Thema zu wechseln. "Nein." - "Also weisst du es nicht, oder…?" - "Nein, bisweilen habe nur ich Tom angefasst, für Iskandar spielt er sich zu sehr auf. Er benimmt sich wie eine verdammte Jungfrau." Azrael hebt einen Mundwinkel. "Er will das ja auch gar nicht", sage ich zu Toms Verteidigung. Ich bin sehr überrascht gewesen, dass Tom einen so guten Sklaven abgibt, sogar für uns Veelas. Ohne zu murren erledigt er jede Aufgabe, die wir im geben, aber ich kann es völlig verstehen, dass er sich Azrael nicht unterwerfen und hingeben will. "Natürlich will er das nciht, aber er hat zu gehorchen, egal wer im was aufträgt." Ich behalte meine Meinung für mich, denn für mich ist das, was Azrael mit Tom macht, eine endlose Reihe von Vergewaltigungen. "Wenn du meinst. Ich muss jetzt gehen", murmle ich.
Was für eine seltsame Unterhaltung...
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Eine Woche ist seit meinem Gespräch mit Azrael vergangen. Ich komme gerade in das Wohnzimmer, nachdem ich meine Aufgaben beendet habe. Mein Master schreit Tom an, doch als ich reinkomme, wird er sofort ruhig und er beginnt zu grinsen: "Wenn du es nicht tust, dann nehme ich Aley und das wird ihn ganz sicher ziemlich übel verletzen. Du willst doch nicht, dass er eine Überdehnung aufliest, wie du sie hattest, nicht wahr? Du musst wissen: Aley hat eine starke Verengung, die für ihn jegliches Eindringen fast unerträglich macht, also..." Sofort erstirbt Toms ganze Gegenwehr. Mit einem gequältem Blick folgt er Master Slytherin in unser Zimmer.
"Master... Bitte... Es macht mir nichts aus, ich kann-...", flehe ich ihn an. Er kann doch nicht... Doch er unterbricht mich: "Schweig, Aley. Geh an deinen Schlafplatz." Werde ich etwa auch noch zusehen müssen?
Ich weine, als Master al Mecca Tom befiehlt, sich auszuziehen. Ich habe Mitleid mit mir, aber vor allem mit Tom. Er weint auch. Mit hängenden Flügeln und gesenktem Kopf steht er weinend vor Master al Mecca. Warum muss er so grausam sein?
Trotzdem wehrt Tom sich nicht. Er kneift die Augen zusammen und murmelt die ganze Zeit irgendetwas vor sich hin.
"Darf ich gehen?", fragt Tom schniffend. Mein Master schickt ihn mit einer kurzen Handbewegung raus.
"Master, warum habt Ihr das getan?! Ich dachte, euch reicht es, wenn ihr meinen Mund benutzen könnt!", schluchze ich. "Weil es zu lange dauert." - "Ich tue, was ich kann, um möglichst schnell bereit zu sein! Wisst Ihr, wie weh das tut?! Es hat schon seine Gründe, warum ich 'nur' jede Woche einmal die Grösse wechsle! Ich wäre auch lieber ein normaler Veela, der seinem Master gefällt und der diese dämliche Verengung nicht hat! Ich wünsche mir in jeder Sekunde, jemand anderes zu sein! Ich wünsche mir so sehr, dass Ihr irgendwann einmal Freude an mir habt und dass ich der Veela sein kann, den Ihr am meisten mögt und dass ihr mich genug mögt, dass ich bei Euch schlafen darf... und..." Meine anfängliche Wut hat sich in Luft aufgelöst und jetzt sind da nur noch Tränen. Ich schäme mich dafür, wütend auf meinen Master gewesen zu sein und verdecke mein Gesicht mit meinen Händen.
"Wenn du willst, dass du mir mal nicht herzlich egal bist, dann mach mit deinem Training vorwärts! Und hör verdammt nochmal auf, auf die Tränendrüse zu drücken! Nicht nur du wünschst dir, jemand anderes zu sein. Ich hätte auch gerne einen normalen, hübschen Veela, der mich nicht nervt", faucht mich mein Master an.
Plötzlich klopft es an der Tür.
"Tu so, als würdest du schlafen. Was?!" Mein Master tut so, als würde er fast schlafen. Sahir ist an der Tür. Er hat seine Kinder in den Armen. In seiner Sprache fragt er irgendwas. Mein Master nickt und Sahir kommt rein. Im Schneidersitz setzt er sich ans Bettende.
"Was ist los?", will mein Master wissen. "Ich brauche deinen Rat." - "Huh? Warum?" - "Master Satanus hat mir angeboten, dass ich Layla und Amir nach Hogwarts schicken darf, aber ich weiss nicht, ob es eine gute Idee ist, zwei Kinder, die als Sklaven erzogen wurden, auf eine öffentliche Schule zu schicken..." - "Und warum fragst du mich? Ich war nie in Hogwarts, wenn ich dich daran erinnern darf. Du musst halt bedenken, dass die beiden Grimme sind und hier wohl nie wegkommen werden. All ihre Freunde werden eine Zukunft haben und die beiden werden die ganze Zeit wissen, dass das ganze Lernen für nichts ist, weil sie eh ihr ganzes Leben lang Sklaven bleiben werden. Wenn du willst, kann ich auch Aley sagen, dass er die beiden unterrichten soll."
Beinahe kommt mir noch ein leises Schluchzen über die Lippen, doch ich lege schnell meine Hand über den Mund.
"Das wird nicht nötig sein, denke ich. Grimme besitzen von Natur aus sehr viel Talent für die Handmagie und die Sprüche kenne ich selber. Du denkst also eher, dass ich sie nicht schicken soll?" - "Ja." - "Aber dann sind sie mir für immer böse, dass ich ihnen die Chance weggenommen habe..." - "Dann bittest du Luzifer eben, dass die Kinder selbst entscheiden können, wenn sie zehn sind." - "Kommst du mit?" - "Hast du etwa Angst, Dad?", grinst mein Master. "Nein, nur... Ja... schon ein bisschen..." - "Okay, ich komme mit." - "Danke. Uhm... Es tut mir leid, dass ich das schon wieder anspreche, aber lass Tom in Ruhe. Wie könnt Azrael und du nur so herzlos sein und ihn, nach all dem, was er erlebt hat, so grausam missbrauchen? Ihr zerstört ihn!" - "Erstens ist er schon völlig kaputt und zweitens ist er unser Sklave. Wir fordern nicht mehr von ihm als Luzifer von uns. Du musst Samael immerhin auch bedienen und so wie ich das verstanden habe, ist das für dich auch kein unbeschriebenes Blatt." - "Stimmt eigentlich... Aber versprich mir wenigstens, dass du lieb bist mit ihm." - "Wann bin ich bitte nicht lieb?" - "Frag das Aley."
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Zwei Wochen später schliesse ich mein 'Training' ab. Ich schaffe fast fünf Zentimeter.
"Master, ich möchte Euch etwas zeigen", sage ich am Morgen unseres freien Tages leise zu ihm. Sein allmorgendliches Problem drückt gegen mein Bein. "Mh. Was denn?" - "Bleibt bitte einfach liegen." Ziemlich nervös krabble ich unter die Decke und schon spüre ich seine Hand an meinem Nacken, aber ich schüttle sie ab. Kurz nehme ich seine Erektion in den Mund, dann krabble ich an ihm hoch, bis ich mich ganz langsam auf seinen Schritt setzen kann. Ein ganz kleines Bisschen tut es weh, aber es ist okay. Leise stöhnt mein Master auf und dreht sich dann mit mir um, damit er die Kontrolle hat. Gehorsam öffne ich meine Beine ganz, damit er guten Zugang hat.
"Aley...", stöhnt Master al Mecca leise und verändert seinen Rhythmus. Jetzt verstehe ich, warum alle anderen Veelas das lieben. Es fühlt sich einfach perfekt an, von seinem Master so in Besitz genommen zu werden. Man fühlt sich vollständig und sicher, deswegen habe ich auch nichts dagegen, dass er die Verbindung zwischen uns nicht gleich löst, als er zu seinem Höhepunkt gekommen ist. Schwer atmend liegt er halb neben, halb auf mir.
"Alles klar?", fragt er mich leise. Er lächelt mich an und streichelt durch meine Haare, die immer noch bis in die Mitte meines Nackens reichen. "Ja Master", murmle ich gegen seinen Hals. "Ich bin stolz auf dich." Er löst sich nun doch von mir und beginnt meinen Hals abzuknutschen, zumindest bis ich leise keuche, weil er meinen Nacken getroffen hat. Er lacht erheitert und beginnt nun tatsächlich, mir einen Knutschflecken zu machen.
Bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist, bin ich dreimal gekommen und nun liege ich schwer atmend unter ihm. Ich fühle mich seltsam leer.
"Aley?" - "Ja Master?" - "Ich möchte dich an mich binden." - "Jetzt?", frage ich aufgeregt. "Nein. Morgen oder so..." - "Und wenn ich Euch bis morgen wieder wütend mache, Master?" - "Dann eben übermorgen. Du kommst schon zu deiner Bindung, versprochen." - "Wirklich, Master?" - "Ja." Sanft knabbert er an meinem Hals und umschlingt mich mit seinen Flügeln.
Noch lange streichelt er mich, doch plötzlich zucke ich hoch. "Was ist?", fragt mein Master verwirrt. "Ich fühle mich nicht so gut..." - "Was? Warum? Ist dir etwa schlecht?" - "Nein! Nein, nein, aber ich habe Angst, dass mein Dehn-Training umsonst war, wenn ich jetzt den ganzen Tag lang nichts in mir habe..." - "Von mir aus kannst du weitermachen, wenn du das willst. Wo hast du deine kleinen Spielzeuge?" - "Unter dem Schrank, Master." Mit Hilfe meiner Magie acciot er die Tasche zu uns.
Neugierig nimmt er das blaue Stück aus der Tasche. "5,7? Wie fühlt sich der an?" - "Ich weiss es nicht, Master. Ich bin nicht ganz bei fünf. Könnt Ihr mir bitte den Fünfer geben? Sollte rot sein." - "Hmm. Öffne die Beine", lächelt mein Master. Als ich zögerlich gehorche, streift er mit dem fünfer Dildo einige Male meine intimste Stelle, bevor er ihn mit Kraft in mich rein schiebt.
"Ganz langsam, bitte Master", sage ich leise. Er hält sich an meine Bitte und geht nun sanfter vor. Es dauert ein paar Minuten, bis der Dildo vollständig in mir ist. Mittlerweile habe ich die Augen geschlossen, damit mein Master nicht sieht, wie weh es mir tut. Trotzdem ist dieser Schmerz weniger schlimm, obwohl er gleich stark ist, wie wenn ich es selbst mache. Mittlerweile hat mein Körper begriffen, dass es ein guter Schmerz ist und dass es mein Master ist, der ihm mir zufügt, macht es noch etwas weniger schlimm.
Unsicher frage ich ih: "Werdet Ihr heute noch in den Club gehen?" - "Nein. Ausser du willst mitkommen?" - "Nein, danke, Master." - "Okay." Er beginnt mich zu küssen und drückt sich langsam vom Bett hoch.
"Wir gehen in die Winkelgasse", bestimmt er plötzlich. "Ja, Master. Wann wollt Ihr gehen?" - "Nach dem Duschen. Zieh dich an." - "Ja, Master."
Mein Master steht auf und verschwindet im Badezimmer, während ich mich per Zauber wasche und in meine Kleidung schlüpfe. Seine Sachen lege ich auf dem Bett bereit. Ich betrete auch das Badezimmer und versuche wieder einmal, meine Haare zusammenzubinden, aber ich kann es immer noch nicht, also bürste ich sie nur durch.
Dann setze ich mich auf das Bett, um zu warten. Natürlich habe ich die Galleonen, die ich zusammengespart habe, schon eingepackt. Es sind mittlerweile etwa dreissig.
Plötzlich sinkt das Bett hinter mir nach unten und ich spüre zwei Hände in meinen Haaren. An manchen Tagen ist das die einzige Berührung, die ich bekomme. Sahir kommt immer wieder zu mir und fragt mich, ob ich seine Haargummis gesehen habe. Dann gebe ich ihm jeweils eines, das mein Master von ihm gefunden und auf meinen Nachttisch gelegt hat.
Der Tag in Hogsmeade vergeht schnell, aber das heisst nicht, dass ich nicht jede Sekunde davon geniessen würde. Ich weiss nicht, was mit ihm los ist, aber plötzlich hält mein Master meine Hand und umschlingt mich mit einem Flügel und sagt immer wieder süsse Sachen zu mir.
"Aley?" - "Ja Master?" - "Ich möchte, dass du jetzt in dieses Café da drüben gehst und etwas bestellst. Ich geh weg und komme in etwa einer Stunde zurück, okay?" - "Ja, Master." Er lächelt mich kurz an und verschwindet dann. Etwas verwirrt aber völlig zufrieden gehorche ich und gehe zum Café hinüber.
"Guten Tag, was möchtest du gerne?", fragt mich ein älterer Mann freundlich. "Ich hätte gerne eine Cola, bitte." - "Gerne. Sonst noch was?" - "Nein, danke." Der Mann kommt nach ein paar Minuten wieder und stellt es vor mich hin. Ganz langsam trinke ich das Glas leer und lausche nebenbei den Gesprächen von Nachbartischen. Auf einmal stehen drei Auroren vor mir.
"Du bist wohl ausgebüchst, huh? Wer ist dein Master?" Ich weiss, dass ich darauf antworten muss. "Iskandar al Mecca", antworte ich schnell. "Aha. Und was machst du denn alleine hier?" Ich wollte schon antworten, da tut das schon jemand für mich.
"Lass gut sein, Zach, ich kenne ihn", meint ein rot-grauhaariger Mann. Verwirrt sehe ich ihn an. Ich erkenne ihn nicht. "Woher?", fragt ein anderer irritiert. "Von Tizians 17. Geburtstag weisst du nicht mehr? Er war einer der Sklaven da. Iskandar ist doch der Sohn von dem mit den Perlenketten in den Haaren, nicht?" Ich nicke unsicher. "Hm, na dann." Die drei Männer gehen davon. Gerade, als sie das Café verlassen, kommt mein Master rein. Er legt ein paar Sickel auf den Tisch und nimmt meine Hand.
"Uhm... Master, wenn ihr jetzt mein Getränk bezahlt, soll ich Euch meine Galleonen geben?" Ich habe immer gehofft, die behalten zu können, um vielleicht das eine oder andere Geschenk zu kaufen, oder um mir zwischendurch was Süsses zu holen. "Nein, das musst du nicht. Das hast du selbst verdient." - "Danke Master. Wo möchtet Ihr als nächstes hin?" - "Nach Hause, aber du hast noch eine Verabredung." Verwirrt sehe ich ihn an. Er grinst breit und öffnet das Tor in Richtung Muggelwelt und schon werde ich von zwei Jungen angegrinst.
"Was...?" - "Schönen Abend, wünsche ich!" Master al Mecca ist schon fast weg, als ich rufe: "STOPP!" - "Was ist?" - "Wie soll ich wieder nach Hause kommen, wenn Ihr weg seid?" - "Entweder gehst du wie jeder andere vernünftige Zauberer zur Menschentaxistation, oder du wartest bis um halb zwölf und lässt dich von Luzifers Magie zurückbringen", sagt Master al Mecca belustigt.
"Du kannst auch mitkommen, wenn du willst. Unsere Eltern würden dich gerne kennenlernen", sagt mein Bruder zu meinem Master. "Oh. Gerne." - "Okay, Aley, nimm Iskandar mit!" Ich umfasse sanft die Hand meines Masters und appariere mit ihm zu unserem Haus. Es ist ziemlich durchschnittlich und befindet sich in einem grossen Quartier bestehend aus identischen Häusern. Heero hält uns die Tür auf, damit wir eintreten können. Meine Mum fällt mir gleich um den Hals, obwohl sie mit ihren Armen gar nicht so weit nach oben fassen kann, immerhin bin ich einen Kopf grösser als sie.
Leise redet sie auf mich ein und streichelt über meinen Kopf, bis ich mich langsam von ihr lösen kann. Mein Vater sieht mich kühl an, doch dann schliesst er mich überraschenderweise auch in die Arme. Auch wenn wir es nie gut hatten, haben wir uns immerhin während fast 20 Jahren nicht mehr gesehen.
"Ist ja rührend", sagt Heero sarkastisch, "Übrigens ist das hier Iskandar al Mecca, Aleys Master." Mum verneigt sich höflich vor ihm und Dad streckt ihm die Hand entgegen und heisst ihn in der Familie willkommen.
Mein Master scheint erstaunlich gut mit Vater auszukommen und er erlaubt mir sogar, dass ich allein mit Heero, Jonathan und Adrian in den Keller unter dem Haus gehen darf, wo mein Bruder eine Art Spielsalon eingerichtet hat.
"Wir wollten ohne dich nicht weitermachen mit dem Spiel...", sagt Adrian zu mir, als Heero die Speicherkarte in den PC tut. "Oh. Ich dachte eigentlich, das Verbot, euch zu treffen, sei dauerhaft. Habe ich das euch nicht mitgeteilt?" - "Doch, doch. Aber wir sind alle zu wenig kreativ, um weiterzumachen und wenn wir einfach drauf los programmieren, machen wir sicher alles futsch. Ist es eigentlich nicht anstrengend, einen Gefährten zu haben?", fragt Adrian und wechselt damit plötzlich das Thema. "Nein?", grinse ich. Warum sollte das bitte anstrengend sein? "Aber warum kann er dir verbieten, zu uns zu kommen?" - "Weil er mein Master ist, zum Beispiel?" - "Tut mir leid, dass ich dich ausfrage, aber es interessiert mich wirklich." - "Kein Problem. Fragen kannst du alles. Ob ich dir antworte, ist die andere Frage."
"Hat er dir verboten, auf einige Fragen zu antworten?", fragt Heero. "Nein! Natürlich nicht!" - "Gut. Dann gleich das Wichtigste: Hat er dich an sich gebunden?" - "Nein, das noch nicht", antworte ich etwas missmutig. Adrian drückt mir einen Controller in die Hand.
"Warum hast du uns eigentlich nicht zurückgeschrieben?", will Johnathan wissen. "Er hat mein Handy. Ich glaube nicht, dass er noch weiss, dass er es hat. Es liegt immer auf seinem Nachttisch." - "Nimms dir doch einfach", lacht Adrian. Heero grinst: "Für das ist unser kleiner Veela hier zu brav, ist es nicht so, Aley?" Böse sehe ich Heero an, widerspreche ihm aber nicht, sonder brumme nur: "Was auch immer."
Nach einer halben Stunde sage ich zu meinen Freunden: "Ich gehe mal eben hoch. Ich kann ihn ja nicht einfach alleine mit Vater lassen." - "Mum ist ja auch noch da!", interveniert Heero. "Ja. Auf den Knien neben Vaters Stuhl. Das würde ich nicht gerade Anwesenheit nennen", brumme ich sarkastisch und verlasse das Zimmer. Mein Bruder ruft mir hinterher: "Du willst doch Mum am Boden nicht Gesellschaft leisten, oder? Gut, dann bleibe hier!" Augenverdrehend drehe ich mich um. "Ich muss nicht knien, wenn andere da sind!" Jonathan und Adrian hören aufmerksam zu, das merke ich, auch wenn sie so tun, als würden sie ihre Figuren in unserem Spiel hin und her bewegen.
Trotzdem gehe ich nach oben. Mein Master redet mit Vater über irgendwas, das magische Wesen beinhaltet und Mum hantiert in der Küche rum. "Willst du noch was essen?", fragt Mum, "Ich bin davon ausgegangen, dass ihr Pizza holt." - "Nein, nein, schon gut. Ich dachte nur, wenn ich ja schon mal hier bin, sollte ich mich vielleicht auch ein wenig hier rumtreiben, aber wie ich sehe, amüsiert ihr euch ja prächtig." - "Ja, du hast einen wirklich guten Geschmack", sagt mein Vater. Unauffällig gibt mir mein Master das Zeichen, mich neben ihn zu setzen.
Der Abend geht viel zu schnell vorbei. Es fühlt sich an wie eine halbe Stunde, als wir auch schon wieder heimkehren müssen. Wir landen in der Bibliothek und gehen dann zu den Quartieren hinunter.
"Hey, wo wart ihr so lange?", fragt Belle überrascht, als wir eintreten. Komischerweise ist Taron auch da. Mein Master antwortet für uns beide: "Wir waren bei Aleys Eltern und noch in der Winkelgasse. Nichts besonderes, eigentlich. Wo ist Dad?" - "Sich die Schande vom Gesicht waschen", kichert Godric. Mein Master sieht ihn verwirrt an und fragt: "Was?"
Belle erklärt lachend: "Wir haben gewettet, dass er es nicht fertig bringt, eine Box Eis in fünf Minuten zu essen. Er hat es nicht geschafft, also habe ich gewonnen. Ich konnte ihn schminken, einkleiden und ein bisschen frisieren. Taron hat ihn verhext, damit er die Sachen nicht mehr weg kriegt."
"BELLE!", schreit Sahir im nächsten Moment durch die ganze Wohnung, dann stürmt er ins Wohnzimmer. "Du kleine, hinterlistige Schlange! Nimm das sofort weg!"
"Siehst scharf aus, Dad", grinst mein Master, "Dieses grüne Zeug steht dir wahnsinnig gut!" Sahir, der schwarze Highheels, silberne Leggins und ein grünes Dessou-Oberteil mit mit-Stoff-ausgestopftem-BH trägt, sieht meinen Master böse an, doch wegen dem roten Lippenstift, dem schwarzen Eyeliner, den falschen Wimpern und dem blass geschminkten Teint sieht er eher wie eine süsse aber missratene Puppe aus. Die Haare, die Belle zu einer perfekten Hochzeitsfrisur hochgesteckt hat, zeugen auch nicht gerade von seiner Männlichkeit.
"Ich sehe aus wie ein japanisches Puppenmädchen!", empört sich Dad. Belle lacht entspannt. "Du bist Asiate, also zeige das auch!" Ist das jetzt das Stichwort für meinen Master und mich abzuhauen? Wir sind nämlich auch Asiaten… "Dann muss Aley aber auch hinhalten!", protestiert Sahir. Bingo. Ich hätte abhauen sollen, als ich noch konnte. Belle allerdings sieht mich nur skeptisch an und schüttelt den Kopf.
Ich weiss, dass ich sie sehr verletzt habe.
Alle sehen mich an. Ich weiss, dass ihnen wohl allen gerade in den Sinn kommt, wie alleine Belle war, als ich sie von mir gestossen habe. Es tut mir leid, Belle.
Ich bringe die Worte nicht über meine Lippen. Die Stimmung schlägt schnell um. Auf einmal sind alle angespannt und auch ein wenig wütend. Ich kann das in ihrer Magie sehen.
"Willst du nichts dazu sagen?", fragt mein Master ohne jeglichen Vorwurf. "Nein Master... Ja... vielleicht... ich weiss nicht... Es... es tut mir leid, Belle", murmle ich, während ich mich hinter Master al Meccas Flügeln verstecke. Belle lächelt mich an und sagt: "Ich bin nicht mehr wütend auf dich." - "Gut, aber einen solchen Schwachsinn wie Sahir mache ich trotzdem nicht mit. Tun dir schon die Zehen weh?", frage ich und versuche die Stimmung zu heben. Es funktioniert gut, denn Sahir sagt theatralisch weinerlich: "Nein, aber mein Ego!"
In dem Moment kommt Azrael rein. Lange sieht er Sahir an und hebt dann einen Mundwinkel. "Eine Geischa von der Xiang-Dynastie? Sehr kreativ, Belle, aber findet ihr nicht auch, dass diese Blässe Sahir nicht steht?" - "Ha!", ruft der, "Endlich mal einer, der auf meiner Seite ist! Danke Azrael! Und jetzt sag ihnen, dass sie es wegnehmen sollen!" - "Ich habe gesagt, dass es dir nicht steht und nicht, dass es nicht witzig aussieht." Sahir setzt ein Schmollgesicht auf, verschränkt die Arme vor seinem Stoffbusen und lässt sich auf ein Sofa fallen. Godric steht hinter Sahir und beginnt damit, seine Haare noch etwas zurechtzurücken. Früher hat Godric sich immer von Belle schminken lassen.
"Wie lange muss ich das tragen?", fragt Sahir weinerlich nach. "Bis du ins Bett gehst", grinst Belle schadenfroh.
"Wusstet ihr, dass sich Männer früher auch geschminkt haben?", fragt Azrael nach. "Ja, ich bin auch zu dem Genuss von Kohle im Gesicht und in den Augen gekommen", sagt Godric sarkastisch. "Du? Geschminkt?", fragt Tom irritiert. "Ja. Aber unfreiwillig. Du glaubst gar nicht, wie dieses dumme Zeug in den Augen brennt!" - "Jetzt tust du mir sogar fast leid", sagt Azrael sarkastisch. "Ach ja. Er tut dir leid, aber ich nicht?!", beschwert sich Sahir lautstark. Master al Mecca grinst und setzt sich auf das Sofa seines Vaters. Mir bedeutet er, mich auch zu setzen.
Auf einmal klopft es. Godric geht sofort zur Tür und lässt Luzifer rein. Sofort sieht Belle ihn böse an. Sie (wie auch die meisten anderen) denkt, dass er uns in unseren Quartieren alleine lassen soll.
"Peter? Ich würde dich gerne sprechen", sagt Master Satanus freundlich. Da Onyx aber halb auf Peter drauf liegt, kann der nicht aufstehen. Dieser meint: "Die anderen dürfen es auch erfahren." - "Nun gut... Erstmal herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag." Master Satanus wirft einen Schlüssel zu Peter und dieser fängt ihn geistesgegenwärtig ab.
"Was ist das?" - "Dein Schlüssel zur Freiheit." - "Was?", fragt Peter verwirrt. "Das ist sinnbildlich. Du hast deinen Dienst getan. Du bist pensioniert, sozusagen." - "Und was heisst das genau?" - "Du kannst eine Wohnung im Schloss haben und tun, was du willst. Der Schlüssel ist der von deinem Familienverliess, falls du eine eigene willst oder so..." - "Du hast mein Verliess eingefroren?!", fragt Peter überrascht. "Ja. Das habe ich mit all euren Konten gemacht. Nur Onyx, Skkylar und Aley und Belle haben keins."
"Ich habe ein Konto?", fragt Godric verwirrt. "Nicht direkt. Salazar hat mir sein Vermögen vermacht, im Falle von Grosskindern und weil das nicht passieren wird, ist es wohl dein Vermögen."
Peter will etwas misstrauisch wissen: "Also bekomme ich keine Aufgaben mehr?" - "Nein." Luzifer geht mit Peter, der Onyx nun doch von sich geschoben hatte, aus der Wohnung, lässt aber die Tür offen.
"Er hat die Wohnung gleich gegenüber genommen", erklärt Skkylar, der die Ohren spitzt. "Ich freue mich für ihn", sagt Liam. Alle anderen stimmen ihm zu.
Master Satanus kommt ohne Peter nochmals zurück und fragt: "Sahir, willst du mir noch erklären, warum du Frauenklamotten trägst? Betreibst du Crossdressing? Soll ich dir in Zukunft Röcklein in den Schrank hängen?" Master Satanus grinst breit. "Ich habe eine Wette verloren...", brummt Sahir. Master Satanus lacht vor sich hin, sagt noch, dass Sahir bitte morgen ohne die Verkleidung arbeiten soll und geht dann.
Kurz darauf will mein Master schlafen gehen. Natürlich folge ich ihm gehorsam. "Aley, du musst nicht schlafen gehen, wenn ich gehe. Du kannst selbst entscheiden, wann du ins Bett willst." - "Ja Master... Aber wenn ich zur gleichen Zeit wie Ihr schlafen gehe, habe ich noch die Chance zu fragen, ob ich vielleicht bei Euch schlafen darf?", frage ich flehend. Eine Weile sieht er mich nachdenklich an. Dann dreht er sich auf seinem Bett um und greift in die Schublade seines Nachttisches. Ich erkenne die durchsichtige Flüssigkeit sofort.
"Master, Ihr wollt mich an Euch binden?!", frage ich freudig. "Schweig." Irritiert sehe ich ihn an, nicke aber schnell. Ich habe ein dickes, fettes Grinsen im Gesicht. Er nimmt das Gefäss mit meiner Magie vom Nachttisch und legt den Trank wieder hin.
"Master, was-..." Mein Master gibt mir einen unsanften Klaps auf den Hintern und befiehlt: "Wiederhole den Befehl, den ich dir gegeben habe." - "Ich soll schweigen, bitte verzeiht." Wird er die Bindung jetzt deswegen verschieben? "Gut, dann tu das. Und nun geh auf die Knie." Sofort leiste ich Gehorsam. Master al Mecca umrundet mich langsam, während er den Bindungsspruch murmelt.
"Fühlst du was?" Unsicher schüttle ich den Kopf. "Wunderbar, solltest du nämlich auch nicht. Zieh dich aus, du kannst aufstehen."
Es dauert nur zehn Sekunden, bis ich komplett nackt bin.
"Nun leg dich hin und öffne deine Beine. Jetzt darfst du wieder sprechen." Während ich so verletzlich da liege, zieht er sich in aller Ruhe aus und setzt sich dann zwischen meine Beine. Langsam zieht er den Dildo aus mir, bevor er ihn langsam wieder reinschiebt.
"Tut es weh oder ist es angenehm?", will mein Master wissen. "Es tut weh, Master", antworte ich ehrlich. "Schade. Du musst wissen, dass ich solche Spielzeuge bei meinen Clubbesuchen immer sehr genossen habe." Ich öffne meinen Mund, wie um etwas zu sagen, aber dann schweige ich doch. Mein Master legt das Spielzeug weg und liegt dann auf mich drauf. Selbstverständlich hebt er sein Gewicht selber zu einem grossen Teil. Mit Hingabe küssen wir uns, bis er mich mit dem Trank einzuschmieren beginnt. Die schönen Gefühle verschwinden komplett, aber ich lasse mir nichts anmerken.
"Wirkt es?", fragt mein Master kontrollierend. "Ja Master." - "Es tut mir leid, dass dir das weh tun wird...", murmelt er leise, dann bindet er mich an sich. Die Schmerzen kann ich gut ignorieren.
"Du bist jetzt mein", sagt er leise, nachdem er sich in mir ergossen hat. Ich nicke. Sanft küsst er eine Träne weg und sagt lächelnd: "Ich habe was für dich." Was denn? Hätte ich gewusst, dass er mich heute an sich binden will, hätte ich ihm eine Wachsrose geschenkt, aber ich weiss, dass er das niemals tun würde.
Er öffnet ein kleines Kästchen und nimmt eine Kette mit einem kleinen Anhänger heraus.
"Ich dachte, dass wir mit den Piercings noch warten sollten, aber weil ich trotzdem was zur Bindung schenken wollte..." Er streift die Halskette über meinen Kopf und ich umarme ihn stürmisch. "Danke Master!" - "Hey, hey, halte dich zurück. Man könnte meinen, du hättest im letzten halben Jahr gar nichts gelernt. Ich berühre dich und nicht umgekehrt, klar?", fragt er streng. "Ja Master, bitte verzeiht mir, ich war nur gerade so glücklich." Jetzt nicht mehr...
Mein Master umarmt mich von hinten und schiebt ein Bein zwischen meine. Schläfrig nehme ich seine Hand und benutze sie als Kissen. Dann schlafe ich ein.
Um sieben Uhr am nächsten Morgen klopft es wieder an der Tür und ich entwinde mich aus der Umarmung meines Masters. Sahir sitzt schon auf dem Sofa und schmust mit seiner Tochter.
"Guten Morgen, Aley. Herzlichen Glückwunsch", lächelt Sahir, als er mich sieht. "Warum weisst du davon?" - "Deine Schweigezauber bringen nichts gegen Azraels und Skkylars guten Ohren." Sofort werde ich rot.
Damit ich Sahir nicht ansehen muss, hebe Amir vom Boden auf. Er hat noch einen Schnuller in der Hand. "Willst du immer noch keine eigenen Kinder?", will Sahir wissen. "Nein. Ich klaue lieber deine." Sahir grinst mich an. "Ach so ist das. Ich habe die Arbeit und du das Vergnügen?" - "Exakt. Und du hast zwei, also darfst du mir eins ausleihen." - "Das ist aber lieb von dir", sagt Sahir sarkastisch. "Ja, so bin ich eben. Jetzt mal eine andere Frage: Darf ich mit ihnen russisch sprechen oder willst du nur zweisprachig erziehen?" - "Wie du willst. Je mehr Sprachen sie können, desto besser."
Nach einer Weile frage ich: "Wer soll ihnen eigentlich all das Grimm-Zeug beibringen?" - "Um ehrlich zu sein habe ich auf Skkylar gehofft."
"Klar", sagt der Vampir von der Eingangstür aus. Azrael steht gleich hinter ihm und schubst ihn noch ganz in den Raum. "Gibt es etwas, was ich schon jetzt beachten muss?", fragt Sahir den gebissenen Vampir. "Ja. Erstens: Sie sind schon jetzt fähig, sich in ihre tierische Gestalt zu verwandeln, also erschrecke dich nicht zu sehr, wenn du plötzlich Welpen in den Armen hast. Zweitens: Gib niemals ein Kind Aley." - "Was? Warum nicht?" - "Weil Aley bei allem versagt, was er in die Finger nimmt und wir wollen ja nicht, dass er Amir und Layla damit ansteckt, nicht wahr?"
Ich will schon etwas giftiges erwidern, als Azrael mit der Hand ausholt und seine Faust in Skkylars Bauch rammt. Skkylar stösst ruckartig seine Luft aus und klappt zusammen. "Habe ich dir eigentlich keine Manieren beigebracht?", faucht der Geborene Skkylar an. Dieser kniet halb am Boden und schnappt nach Luft. Ich sehe Azrael an, als wäre er ein Halbgott.
"Ich... hasse dich... Azrael!", keucht Skkylar. "Ich weiss, aber zwischen Liebe und Hass ist ein sehr kleiner Unterschied" Azrael zieht seine Sonnenbrille aus und legt sie auf den Tisch. Ich schrumpfe unter seinem stechenden Blick.
Azrael sagt: "Du brauchst keine Angst zu haben, Aley, du machst, was ich sage. Skkylar allerdings… Geh nun in die Küche und bereite ein schönes Morgenessen für Iskandar, Aley, Sahir und Liam vor. Und beeil dich." Wider seines Willens geht Skkylar in die Küche.
"Cool", fasse ich zusammen. "Dachte, du hasst Vampire?", fragt Azrael grinsend. "Ja, aber wenn der, den ich mehr mag, den fertig macht, den ich wirklich hasse, dann nicht." - "Was für eine Ehre. Falls er sich dafür bei dir rächen sollte: Schrei einfach" Ich nicke dankbar.
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Am Abend des nächsten freien Tages beschäftigt sich mein Master wieder ausführlich mit mir, sodass ich am nächsten Morgen noch fix und fertig bin, als ich um neun aufstehe. Mein Master will mit mir in die Winkelgasse und nach 'Spielzeugen' sehen, zu denen auch ich bereit bin.
Es ist mir sehr peinlich, in einen solchen Laden zu gehen, aber ich tue es meinem Master zuliebe.
"Hallo Iskandar", lächelt die Verkäuferin, die aufreizend gekleidet ist, freundlich. Sie trägt einen ultrakurzen, roten Jupe und schwarze Netzstrumpfhosen, rote Highheels, eine schwarze Bluse und eine rote Corsage, die ihre Brüste hervorhebt. Ihre Augen sind dunkel geschminkt und ihre Lippen sind blutrot.
"Hallo Jenny. Jenny, das ist Aley, mein Veela, Aley, das ist Jenny... Wir haben uns in einem Club kennengelernt" Ich nicke langsam. Als ob es mich interessieren würde! Ich will hier nur so schnell wie möglich wieder raus!
"Freut mich, Aley. Kann ich euch was zeigen?" Obwohl mein Master meine Hand hält, stehe ich hinter ihm. Mit einem Ruck zieht er mich nach vorne und legt seinen Flügel um mich. "Es geht eigentlich um ihn. Ich möchte ihn langsam in unsere Welt einführen und ihn nicht gleich überfordern. Hast du da was?" - "Klar. Was willst du? Süsse, kleine Fesselspielchen? Oder vielleicht eher freiwillige Unterwerfung? Willst du ihn zu deinem Sklaven machen? Oder steht er auf Schmerzen?" Was?! Erstens will ich nicht gefesselt werden, zweitens unterwerfe ich mich meinem Master auch ohne irgendwelche Hilfsmittel und es verletzt mich sehr, dass er das nicht sieht, drittens bin ich schon ein Sklave und zwar von zwei Masters und viertens STEHE ICH GANZ BESTIMMT NICHT AUF SCHMERZEN!
"Etwas leichtes für den Anfang. Hast du was, das ich über Distanz kontrollieren kann?" - "Ja, aber das ist nichts für Anfänger, tut mir leid. Du weisst ganz genau so gut wie ich, dass Körperkontakt am Anfang sehr wichtig ist. Kommt mal mit." Sie geht voraus und ich wende mich meinem Master zu.
"Master al Mecca, bitte nicht... Ich will das nicht...", flüstere ich bettelnd. Ich bin leise, immerhin will ich ihn nicht blossstellen. "Was willst du nicht?", fragt er kühl. Ich zucke zusammen und senke den Kopf. "Tut mir leid" Mit einer Hand fasst er an meinen Hinterkopf und gibt mir einen Kuss auf die Stirn.
"Ich passe schon auf dich auf, keine Angst", murmelt er leise.
Jenny wartet schon auf uns und erklärt: "Für Fesselspielchen eigenen sich diese Seile sehr gut. Sie sind weich und im Falle, dass er Panik bekommt, gehen sie automatisch auf. Die selbe Funktion kannst du auch bei diesen Handschellen haben. Wir haben sie mit Metall und mit Leder und Fell. Willst du sie ihm mal anlegen?" Mein Master bejaht mit einem schelmischen Blick und legt das eine Lederband um mein Handgelenk. Es fühlt sich zwar weich an, aber ich will es nicht.
"Du kannst dich entscheiden, Aley. Entweder das aus Metall oder das Leder. Vier Seile an zwei Meter nehmen wir sowieso." Mein Master schnallt noch die Handschellen aus Metall um mein anderes Handgelenk. "Ich will die aus Leder, Master...", murmle ich leise. Die Verkäuferin sieht uns überrascht an und fragt: "Ach, ihr habt schon eine D/s Beziehung?" - "Ja, kann man so sagen", antwortet mein Master. Ich weiss nichtmal, was das ist.
"Okay. Ich schicke das Zeug in diesem Falle nach vorne zur Kasse, okay?" Master al Mecca nickt grinsend und Jenny lässt die Sachen zur Kasse schweben.
"Weiter. Analplugs sind sehr beliebt bei Gefährten von Veelamännchen. Zum Anfangen empfehle ich-... habt ihr damit schon Erfahrungen gesammelt?" Mein Master verneint.
"Okay, dann empfehle ich 1,5 bis 2 Zentimeter Durchmesser für den Anfang. Wir verkaufen auch Modelle mit Vibration." - "Mit oder ohne Vibration, Aley?" - "Ohne..." Verdammt, das ist eklig!
"Dann weiter: Vibratoren. Unverzichtbar bei Veelas. Die ganz normalen kennst du ja." Jenny lacht und mein Master grinst anzüglich. "In der Tat. Gibt es auch abnormale?" - "Ja. Es gibt noch viel stärkere und solche, die mit einem Dildo verbunden sind sowie solche, die zum Einführen verwendet werden. Meine Empfehlung ist der da. Da haben wir gute Rückmeldungen bekommen." Sie nimmt ein Vorzeigemodell vom Regal und drückt einen Knopf. Der Kopf des Dildos beginnt in verschiedenen Geschwindigkeiten und Stärken zu rotieren und zu vibrieren.
"Welchen möchtest du?" Ich zeige schweigend auf einen, der einen blauen Kleber drauf hat. Eine Anschrift am Regal besagt, dass die blauen am schwächsten sind.
"Bist du an Rollenspielen interessiert?" Mein Master zeigt Interesse, deswegen zeigt uns Jenny noch einige Verkleidungen. Die meisten davon sind für das den passiven Part gemacht.
"Das hier gefällt mir", sagt mein Master. Es ist ein Halsband mit einem kleinen, silbernen Ring, an den man eine Leine machen kann. Diese hängen daneben an der Wand. Bin ich ein Hund oder was?!
"Mit welcher Leine möchtest du es? Auf die Ledernen kann ich noch etwas gravieren, wenn du willst." - "Dann gerne eine schwarze aus Leder. Was willst du darauf haben, Aley?" Nichts... Ich will das doch nicht... ich will doch nur meinen Master... Bin ich ihm immer noch zu schlecht? Obwohl er mich jetzt richtig brauchen kann? Braucht er etwa noch etwas, das ihm einen Kick verleiht?
"Aaaaaleyyy?", ruft mein Master und ich schrecke hoch. Ich merke, dass ich noch keine Antwort gegeben habe. "Vielleicht meinen Namen?", frage ich unsicher. "Okay!"
"Was ist mit Knebeln? Traust du ihm das schon zu?", fragt Jenny lächelnd. Sie zeigt auf ein hohes Regal. +"Ich denke schon. Willst du etwas Ball-mässiges oder etwas mit einem Ring?" Was?... Ich darf nicht einmal mehr sprechen? Mag er meine Stimme etwa auch nicht? Ich liebe es, wenn er meinen Namen stöhnt. Mag er es etwa nicht, wenn ich 'Master' sage? "Ring...", murmle ich hilflos. "Mit oder ohne Gummi darum herum?" - "Mit..."
"Zum Schluss haben wir noch die Klammern für die Brust, die Flügel oder/und die Schamlippen. Wir haben solche mit und solche ohne Zähnchen." - "Aley?" - "Ohne!" - "Ich will noch welche mit", interveniert mein Master.
Jenny sagt: "Wunderbar. Peitschen verkaufe ich dir nicht. Du hast nämlich keine Ahnung davon." Mein Master hat mich schon einige Male mit einem Seil bestraft.
"Willst du dich sonst noch ein wenig umschauen?" - "Nein, ich glaube, es ist gut so, und sonst kommen wir nächste Woche nochmal. Ach, doch. Ich möchte noch ein Fläschchen Gleitgel." Jenny lächelt, stellt es auch noch auf den Kassentisch und nimmt dann die Galleonen von Master al Mecca ein.
Ich habe grosse Angst vor dem nächsten Mal, wo er mich brauchen will, dementsprechend versuche ich ihm den ganzen Tag lang aus dem Weg zu gehen. Am Abend zupfe ich leicht an Azraels Ärmel. Es sind nur noch Skkylar und er im Wohnzimmer. "Was ist denn, Aley?" - "Darf vielleicht, bitte hier schlafen, wenn es dir nichts ausmacht?", frage ich schüchtern.
"Es macht uns was aus, also nein", sagt Skkylar. Traurig senke ich den Kopf und will schon in den Schlafsaal der anderen, als Azrael widerspricht: "Selbstverständlich darfst du hier schlafen. Skkylar, auch du wirst ihn schützen, wenn du nicht erfahren willst, wie gerne ich Vampirblut zu mir nehme." Ich rolle mich neben Azrael zusammen und versuche zu schlafen.
Es ist halb eins, als mein Master in der Tür unseres Zimmers steht und mich fragt, ob ich nicht zu ihm kommen will. Ich tu so, als würde ich schlafen. "Lass ihn in Ruhe", sagt Azrael zu meinem Master. "Schläft er etwa?" - "Bravo, Sherlock." Ich höre Schritte, dann fühle ich seine Arme um meinen Oberkörper.
"Ich sagte, du sollst ihn in Ruhe lassen. Er hat sicher nicht ohne Grund zwei Vampire gefragt, ob er bei uns schlafen darf. Wenn er nicht beschützt werden wollte, hätte er in den Schlafsaal gehen können. Was hast du überhaupt getan? Kein Veela lässt sich eine Nacht mit seinem Master entgehen, es sei denn, er habe Angst." - "Ich weiss nicht, was ich falsch gemacht habe, okay?!" - "Kein Grund, laut zu werden", erwidert Azrael ruhig, "Und nun verschwinde." Die Tür geht leise zu.
"Danke", murmle ich leise. "Keine Ursache."
Ich kann nicht schlafen ohne Master al Meccas leisem Atem. Die beiden Vampire sind totenstill.
"Macht ihr in der Nacht nie etwas?", frage ich in die Dunkelheit hinein. "Nein. Selten reden wir ein wenig", antwortet Azrael. Er seufzt und legt sich hin. Sein Kopf ist neben meinem. Ich kann seinen kühlen Atem spüren und riechen. Ihr wolltet alle schon wissen, wie Vampiratem riecht? Nach Fäulnis und Tod? Nope. Pfefferminze.
Fast automatisch lege ich meine Hände um meinen Hals, damit Azrael nicht in Versuchung gerät. Er lacht leise und streift mit seinen eiskalten Fingern über meine. "Verdecke doch nicht deinen hübschen Hals. Ich höre, rieche, sehe und fühle deinen Herzschlag so oder so." - "Oh..." - "Womit ich eher Probleme habe ist dein Charme. So klar und rein..." - "Was passiert, wenn du nicht widerstehen kannst?" - "Ich mache Dinge mit dir, die du nicht willst, aber keine Angst, ich kann mich beherrschen." - "Und Skkylar?" - "Er hat einen eigenen Veela, deswegen ist er immun." - "Ach so. Und warum bist du so kalt?" - "Weil ich ein Geborener bin." - "Oh."
Obwohl ich schon in der letzten Nacht wenig geschlafen habe, kann ich es jetzt wieder nicht. Ich mache mir zu viele Gedanken. Irgendwann steht Azrael auf und holt mir seine Decke, die er ja eh nicht braucht.
"Danke..." - "Gern geschehen." - "Warum bist du so nett zu mir? Sind Geborene normalerweise nicht eher fies?" - "Ein bisschen vielleicht. Ich mag dich, deswegen kann ich auch nett sein zu dir." - "Okay." Er legt sich wieder hin. Diesmal atmet er mir nicht ins Gesicht. Vorsichtig taste ich nach ihm. Ich glaube, ich habe seinen Oberarm erwischt. Obwohl... es könnte auch sein Hals sein.
Plötzlich quietsche ich auf, weil er meinen Arm gepackt und seine Zähne an mein Handgelenk gelegt hat. Azrael kichert und lässt mich los.
Irgendwann bin ich dann wohl doch eingeschlafen, jedenfalls wache ich am nächsten Tag mit Azraels Hand auf meiner Schulter auf. "Guten Morgen, Kleiner", grinst Azrael. "Kannst du mich um neun nochmal wecken? Ich bin so müüüüüdeeee." - "Klar. Du hast auch erst um sechs Uhr geschlafen."
Sahir weckt mich um fünf vor neun, damit ich mich noch schnell anziehen kann.
"Aley, warte", sagt mein Master, als ich das Zimmer schon wieder verlassen will. "Ja, Master?" - "Warum hast du mich gestern gemieden? Habe ich was Falsches gesagt?" - "Nein Master, ich hätte damit rechnen müssen. Bitte verzeiht mir." - "Womit hättest du rechnen müssen?" - "Dass ich Euch nicht ausreiche..." - "Hä? Was habe ich denn jetzt wieder gemacht?" - "Nichts, Master." - "Sag mir sofort, was los ist!" - "Ich hätte wissen müssen, dass ich Euch nicht genüge, auch wenn ich mir Mühe gebe… Aber ich habe irgendwie nicht gedacht, dass ihr so viel mehr braucht…", murmle ich traurig. "Ach, du meinst die Spielzeuge?" Ich nicke. "Die haben wir doch nicht gekauft, weil du mir nicht genügst!" - "Nein?" - "Nein! Aber ich mag diese Szene und ich will sie mit dir entdecken." - "Und wenn ich es nicht mag?" - "Dann magst du es eben nicht. Entweder du machst mit oder ich suche mir einen anderen. Es gibt genügend verwitwete Veelas, die einen Job brauchen und Tom ist auch noch da." - "Nein Master, ich mache mit. Oh, bitte, nehmt nicht jemand anderes!", flehe ich ihn an. "Nein, wenn du mitmachst, gibt es keinerlei Grund dazu. Sobald du fertig bist mit deinen Aufgaben, kommst du hierher zurück und wartest auf mich, verstanden?" Ich nicke niedergeschlagen und verlasse möglichst schnell das Zimmer.
Am Abend, nachdem ich Master Satanus das Essen gebracht habe, lege ich mich auf meine Matratze und warte auf Master al Mecca. Er kommt erst gegen zehn.
"Zieh dich aus und lege dich auf das Bett", befiehlt mir mein Master. Er holt die Tasche unter dem Bett hervor und legt die Sachen auf dem Nachttisch aus.
Mein Master betrachtet nachdenklich die Gegenstände. "Worauf hast du am meisten Lust, Aley?" - "Vielleicht... vielleicht die Seile, Master?", sage ich zögerlich. Die Handschellen beschämen mich genauso sehr wie das Halsband und die diversen Klammern und der Vibrator finde ich genauso eklig wie den Plug und den Knebel.
Ich zittere leicht, als mein Master Anstalten macht, mich ans Bett zu binden. "Ist dir kalt?", fragt mein Master sanft. Seine warmen Hände liebkosen meinen Bauch. Ich will nicht zugeben, dass ich Angst habe; vermutlich würde er dann merken, dass ich das nicht will und Tom nehmen. Ich nicke leicht und mein Master wärmt den Raum mit seinen dämonischen Fähigkeiten. Trotzdem zittere ich weiter. Sanft lächelt er mich an und verspricht: "Du wirst schon noch warm bekommen, keine Sorge." Mein Master nimmt zwei Klammern und bringt sie an meinen Brustwarzen an. Fest beisse ich auf meine Lippen, um jegliches Geräusch zu verhindern, doch als mein Master denkt, dass er auch an meinen Flügeln je eine Klammer mit Zähnchen anbringen muss, kreische ich laut los. Sofort nimmt mein Master sie wieder weg und ich bin ruhig. Ich muss dankbar sein, wenn er gnädig ist mit mir.
"Ist es so schlimm?" Ich nicke. Ich hoffe, dass er deswegen nicht Tom oder sonst jemanden für mich einsetzt. Mein Master versucht es noch mit Klammern ohne Zähnchen. Diesmal halte ich es einigermassen aus. Die Schmerzen, die durch meine gesamten Flügel strahlen, halten sich in Grenzen. So, dass ich es schaffe, keinen Ton von mir zu geben. Ich bin sehr froh darum. Es scheint, als dass meine Schmerzensgrenze meinem Master so genügt.
Er küsst mich kurz auf den Mund und bindet mir dann einen meiner Schals, die ich mit Leidenschaft sammle, um den Kopf. "Siehst du noch was?" - "Nein, Master." - "Würdest du bitte nicht so aussehen, als ob du jetzt dann gleich Höllenqualen erleiden müsstest?" Ich versuche mich zu entspannen, doch desto weniger ich meine Muskeln anspanne, desto mehr schmerzen die Klemmen an meiner Brust und an meinen Flügeln.
"Master?", frage ich leise und ängstlich. Ich weiss nicht, ob er noch da ist. "Ich bin noch da. Ich lasse dich nie alleine, wenn ich dich festgebunden, oder dir die Sicht genommen habe", sagt mein Master beruhigend. Er streichelt kurz über meinen Oberarm, um mir zu zeigen, wo er ist. Ich spüre jetzt, dass sich mein Master zwischen meinen Beinen hinsetzt, dann spüre ich seine Hand auf meinem Bauch. Langsam streichelt er über die äusseren Schamlippen. Bitte da nicht auch noch Klammern!
Doch. Die kleinen Zähnchen bohren sich tief in die weiche Haut.
Zu meinem grossen Entsetzen wandert seine Hand sogar noch weiter nach hinten und ich spanne mich noch mehr an. Ich fühle etwas warmes, nasses knapp oberhalb meines Lustzentrums. Ich gehe mal davon aus, dass es seine Zunge ist. Ja, es fühlt sich schön an. Ich kann mich trotzdem nicht entspannen, auch wenn ich es unbedingt will. Wenn ich mich nicht genug gut anstelle, wenn mein Master meinen Hintern nehmen will, dann nimmt er in Zukunft vielleicht Tom...
Mit einem glitschigen Finger dringt er in mich ein. Es tut nicht wirklich weh, und doch ist es mir sehr unangemehm. Vor allem, weil ich noch den Dildo drin habe. Diesen zieht mein Master jetzt langsam aus mir raus, bis mein Körper das Ding mit einem schmatzenden Geräusch los lässt. Leise wimmere ich, weil die Spannung plötzlich nachlässt.
"Geht es?" Ich überlege einen Moment. Die Wahrheit oder das, was er hören will? Das was er hören will. "Ja, Master."
Langsam zieht mein Master seinen Finger zurück und führt stattdessen etwas kaltes, sehr, sehr hartes ein. Ich vermisse es, ihn ansehen zu können.
Resigniert lege ich meinen Kopf zur Seite und warte einfach nur noch darauf, dass er fertig wird. Ich höre sein Stöhnen, als er mich nimmt. Ich weiss, dass er eigentlich lieb sein will zu mir... Es tut mir auch unendlich leid, dass wir keine Gemeinsamkeiten teilen, und sei es auch nur im Bett.
Ich lasse das Ganze stillschweigend über mich ergehen, dann nimmt mir mein Master die Seile, die Brustklemmen und den Plug ab. Stattdessen schiebt er den Dildo mit viel zu viel Gewalt in mich. Die Klammern an den Flügeln und den Schamlippen, den Schal vor meinen Augen und den Plug entfernt er nicht, deswegen bleibe ich liegen. Ich traue mich nicht, neben mich zu fassen und meine Flügel von ihren Schmerzen zu befreien, sonst nimmt er nächstes mal vielleicht Tom, wenn er mit den Klammern spielen will. Ich beginne wieder zu zittern.
"Schon wieder kalt?", fragt mein Master leise, aber grinsend. Ich nicke und er deckt mich mit seinem Flügel zu. Ausversehen zieht er ein wenig an den Labienklemmen. Soll das jetzt meine neue Aufgabe sein? Hier zu liegen, mit grossen Schmerzen, aber dafür von Master al Mecca gemocht? "Es ist nicht so schlimm, wie du gedacht hast, oder?" Ich schüttle den Kopf. Es ist viel schlimmer.
"Tut das da weh?", fragt mich mein Master. Er tippt leicht gegen den Plug und ich schüttle den Kopf. Das ist ungefähr das Einzige, das nicht weh tut. Vorsichtig zieht er den Plug aus mir raus und murmelt einen kurzen Reinigungszauber. Einige Male öffne ich meinen Mund, um meinen Master zu fragen, ob ich die Flügelklemmen entfernen darf, aber dann fällt mir immer Tom ein, der dann meinen Platz einnehmen würde.
Durch den Schal hindurch sehe ich, dass mein Master das Licht löscht, dann nimmt er ihn mir ab und löst auch noch die Labienklammern. Als er mit seinen Händen hinter meinen Rücken greift, bin ich schon erleichtert, weil ich denke, das er mir die Flügelklammern abnehmen will, doch dem ist nicht so. Er will mich umarmen. Das ist zwar schön, aber…
Er schläft schon lange, als ich aufgebe. Verzweifelt versuche ich, die Klammern von meinen Flügeln zu nehmen, doch ich komme nicht ran. Von meinem Rumgezappel und den schlecht unterdrückten Schluchzern wird mein Master plötzlich wach. "Sei ruhig, Aley, ich will schlafen!", herrscht er mich schläfrig an. "Nein…", weine ich leise. "Was ist denn jetzt schon wieder?!" - "Nehmt die Klammern weg, bitte, Master. Es tut so weh!" - "Welche… Oh. Dreh dich um." Schnell drehe ich mich mit dem Rücken gegen ihn und lasse ihn endlich die Klammern entfernen. "Danke… Es tut mir leid, meine Schmerzensgrenze ist zu niedrig", sage ich niedergeschlagen, "Werdet Ihr jetzt deswegen Tom nehmen?" - "Nein, nein, keine Angst. Und jetzt sei still, wir müssen morgen arbeiten." Erleichtert lasse ich mich in seine Arme zurücksinken. Jetzt kann ich es auch geniessen.
Jeden Abend testet er eine neue Kombination der Toys an mir. Ich habe so meine Liste der erträglichsten gemacht: Der Plug, der Schal, die Seile und die Handschellen sind okay, aber ich hasse den Vibrator, den Knebel, sowie die Klemmen zutiefst. Die Klemmen mag mein Master leider sehr gerne und er benutzt sie jeden Abend.
Heute haben wir wieder frei und mein Master schleppt mich erneut in den peinlichen Laden, der nur mit drei roten 'X' beschriftet ist.
"Hallo", lächelt Jenny uns entgegen. Diesmal hat sie hochhackige, schwarze Boots, ein kurzes, schwarzes Röckchen und ein trägerloses Top an. Mein Master begrüsst sie für meinen Geschmack viel zu herzlich.
"Und, worauf steht er?", fragt sie, ohne mich zu beachten. "Ich denke, die Fesselspielchen sagen ihm sehr zu, aber auch die Klemmen." WAS?! Das wüsste ich aber! "Dann passt ihr ja perfekt zusammen, was?" Mein Master stimmt ihr grinsend zu. Jenny fragt hilfsbereit: "Willst du noch mehr Klemmen? Vielleicht noch Verbindungsketten?" - "Zum Einen das, zum Andern aber auch passende Outfits für am nächsten Freitagabend. Das Motto ist Mittelalter, nicht?" - "Ja, du hast Recht. Komm mal mit. Für dich hätte ich eine sehr schöne Robe und für deinen Veela ein traditionelles Sklavenkostüm im orientalischen Stil. Ist das was?" - "Gerne. Kannst du es mir mal zeigen?" Warum ignorieren die mich? Warum hat Jenny nur meinen Master begrüsst?
Schweigend probiere ich die Toga an und warte auf das Urteil von meinem Master. Seufzend nehme ich zur Kenntnis, dass es ihm gefällt.
"Master?", frage ich, als wir das Geschäft verlassen haben. "Was ist?"
"Woher kennt Ihr Jenny?" - "Wir haben uns im Club kennengelernt. Sie hat mich ein wenig… durchgenommen." Mein Master grinst breit, doch ich finde es auf keinste Weise lustig. Jenny ist also seine Liebhaberin…
"Und warum ignoriert sie und Ihr mich?" - "Was? Warum sollten wir dich ignorieren?", fragt mein Master offensichtlich irritiert. "Jenny hätte auch mich fragen können, worauf ich stehe…" - "Naja… Ja, aber das weiss ich ja auch." Eben nicht! "Ja, Master", antworte ich mit gesenktem Kopf. Fast schon liebevoll legt er einen Arm um meine Schultern. Automatisch lege ich meinen um seine schmale Hüfte. Wie immer sehen uns viele Leute nach, aber wenn mein Master den Leuten zeigt, dass ich würdig bin, sein Veela zu sein, dann sind mir die Blicke sogar willkommen.
"Gehen wir noch was trinken?" - "Ja Master, ich lade Euch ein", lenke ich sofort ein.
Ich rede mit meinem Master, als wären wir ebenbürtig, während dem er sein Butterbier trinkt. Die Kellnerin hat ihm abgekauft, dass er 17 ist und Alkohol trinken darf, aber mir nicht. Toll. Ich bin 29, verdammt nochmal!
Mein Master verbietet mir, an einem anderen Tag ausser am Freitag freizunehmen. Er hat gesagt, dass er mit mir am Freitag etwas unternehmen will. Erst eine Stunde vor dem Event merke ich es. Er will mit mir in diesen bescheuerten Club und ich muss dazu die neue Toga, das Halsband mit der Leine, die Flügel- und Schamlippenklemmen, den Plug und einen grösseren Dildo tragen.
Hätte ich keine Klemmen an den Flügeln gehabt, hätte ich sie hängen lassen, doch mit dem Verbindungskettchen zwischen den Klammern ist das sehr schmerzhaft.
Master al Mecca appariert mit mir zu dem Club. Da verstecke ich mich die ganze Zeit hinter seinen Flügeln, zumindest bis ihn einer darauf anspricht. "Dein Veela ist ganz schön schüchtern", lacht der Dämon, "Und das, obwohl er noch so viel Stopp am Körper hat. Schick ihn doch mal auf die Bühne." Ich sehe zur Bühne. Dort 'tanzen' ein paar Leute ziemlich eindeutig. Ich will nicht da hoch! Ich will mich nicht noch mehr demütigen lassen!
Mein Meister entscheidet: "Vielleicht nächstes Mal. Er zum ersten Mal hier." Ich bin ziemlich erleichtert, aber nun legt er einen Arm um meine Schultern und zieht mich hinter seinen Flügeln hervor, sodass ich ihn nicht mehr verstecken kann.
"Bist du ganz sicher, dass er wirklich hier sein will? Er sieht nicht wirklich danach aus…", fragt der Dämon skeptisch. "Natürlich, nicht wahr, Aley?" - "Ja, Master al Mecca, ich bin gerne hier", sage ich schnell und lächle gekünstelt. "Ah, gut. Leihst du ihn auch aus, Iskandar? Kannst damit einige Galleonen verdienen." WAS?! NEIN!
"Warum nicht? Das wäre doch eine interessante Erfahrung, nicht wahr?" Mein Kiefer fällt zu Boden und ich habe gar keine Zeit zu antworten, als mein Master mir einen unsanften Schubs gibt. Ich finde mein Gleichgewicht erst knapp vor dem Dämonen wieder.
"Aber Master…", sage ich leise und flehentlich. "Gibt es ein Problem?", fragt mein Master streng. Sofort schüttle ich den Kopf. Ängstlich gehe ich dem Dämonen nach, weil er die Leine ergriffen hat und mich hinter sich herzieht. Hilfesuchend sehe ich über meine Schulter zu Master al Mecca, doch er hat sich bereits abgewandt und spricht mit einem hübschen Mädchen.
"Wie heisst du, Süsser?", fragt mich der Dämon grinsend. "Aley." - "Du hast mich mit 'Sir' anzusprechen, Aley. Nochmal: Wie heisst du?" - "Ich heisse Aley, Sir", sage ich leise. "Na geht doch.", sagt der Dämon. Er schliesst eine Tür auf und schubst mich rein.
"Zieh deine Toga und die Sandalen aus und lege dich hin" Ich gehorche. Was soll ich sonst tun? Wenn ich nicht tu, was er sagt, wird er es meinem Master sagen und der wird mich strafen und/oder verstossen.
"Du magst Spielzeuge? Sehr schön, ich nämlich auch. Aber der Dildo ist ein wenig schmal, denkst du nicht?" Ich habe ihn doch erst gerade heute gewechselt… "Mehr halte ich nicht aus, Sir…", wehre ich mich leise. "Doch, doch. Sechs Zentimeter sollten sogar für dich zu schaffen sein"
Panisch schüttle ich den Kopf, doch im nächsten Moment bin ich an das Bett gebunden und ich habe einen Ring im Mund. Ich kann mich nicht mehr rühren. Tränen sammeln sich in meinen Augen und rollen über meine Wangen. Er versucht tatsächlich, mir einen sechs-Zentimeter-Dildo einzuführen und ich kann ein leises Wimmern nicht mehr unterdrücken. Wenn es nur wenigstens mein Master wäre, der mir diese Schmerzen zufügt…
"Wie kann es nur sein, dass dich dein Master noch nicht ins Nirvana geschickt hat? Du bist wirklich ausserordentlich unfähig." Ich kneife meine Augen zusammen, als er das Toy mit einem Schlag ganz in mich hinein quetscht. Auch den Plug tauscht er mit einem viel grösseren aus. Ich kann es nicht. Mein Master hat mich darauf nicht vorbereitet… Ich konzentriere meine gesamte Magie auf meine Hände, damit ich sonst nichts mehr spüre. Wieso habe ich das nicht früher getan?
Ich versuche nicht daran zu denken, dass ein fremder Mann, dessen Namen ich nichtmal kenne, mein Körper zerstört. Ich kann mich nicht wehren. Ich darf nicht. Sonst nimmt mein Master Tom...
Ich komme erst wieder zu Bewusstsein, als der Dämon den Knebel entfernt. Er grinst breit und hebt mich hoch. "Du bist wirklich nicht schlecht, Aley, nicht schlecht. Nun lass mich dich zu deinem Master bringen." Ich habe meine Magie noch nicht freigelassen, ich weiss also nicht, wie stark ich verletzt bin. Er hat mich offensichtlich wieder angezogen, das habe ich gar nicht mitbekommen.
Er trägt mich aus dem Zimmer raus und grinst meinen Master an. Dieser grinst zurück und will wissen: "Hast du es genossen, Aley?" - "Ja, Master al Mecca." Der Dämon stellt mich ab und ich bin gezwungen, meine Magie frei zu lassen. Mit einem Stöhnen gehe ich zu Boden. Die Schmerzen schlagen über mir zusammen. Ich verliere das Bewusstsein.
Aufwachen tu ich auf meiner Matratze in Master al Meccas Zimmer. Ich habe immer noch grosse Schmerzen, aber offensichtlich hat Master al Mecca die Toga, den Dildo, die Klammern und den Plug entfernt. Das Halsband trage ich noch.
Ich weine noch bevor ich richtig wach bin. "Aley, was ist los mit dir?", fragt mein Master. Dem Klang nach ist er in seinem Bett. "Mstr…", wimmere ich leise. Ich will, dass es weg geht! "Aley, jetzt jammere nicht rum, was ist los?" - "Master… Nein… Nicht… Nicht wütend sein... ich bitte Euch… schlagt mich nicht… bitte… ich will nicht mehr…", schluchze ich. Ich weiss nichtmal, ob ich wach bin oder nicht. "Red englisch mit mir, Aley, ich kann dich nicht verstehen!"
Ich schweige lange, bis ich mich beruhigt habe. Dann sage ich mit fester Stimme: "Bitte gebt mir ein Schmerzmittel, Master." - "Ach jetzt kannst du plötzlich wieder englisch, was? Warum brauchst du Schmerzmittel? Was ist los?" - "Er hat mich verletzt. Kann ich jetzt bitte etwas dagegen haben?" - "Ja, okay. Aber danach sagst du mir, was genau geschehen ist!" - "Ja Master al Mecca."
Er appariert weg und ist ein paar Minuten später wieder da. "Hier." - "Danke, Master al Mecca." Ich stürze es hinunter und warte ein paar Sekunden, dann verschwinden die Schmerzen.
"Ich muss mich waschen", sage ich einsilbig und verschwinde im Badezimmer. Ich drehe das Wasser auf heiss und lasse mich auf den Boden der Dusche sinken. Ich muss den Schmutz abwaschen, den der Dämon auf mir hinterlassen hat. Meine Haut ist krebsrot, aber ich höre nicht auf. Ich schrubbe sogar meine Flügel, bis ein schmales Blutrinnsal vermischt mit Wasser in den Ablauf fliesst. Ich glaube nicht, dass es extrem gesund ist, sich Seife unten rein zu schmieren, aber ich tu es trotzdem. Es brennt. Es brennt den Dreck weg.
Mit etwas Wasser versuche ich es auszuwaschen, was offenbar nur so halb funktioniert. Schliesslich nehme ich Master al Meccas gelbes, grosses Badetuch und wickle mich darin ein. Ich setze mich an die Wand, ziehe die Beine an den Körper und beginne schon wieder zu heulen. Diesmal, weil ich mich so eklig fühle… Abwesend rubble ich weiter an meinen Innenschenkeln rum, bis diese, so wie auch viele andere Körperstellen, bluten.
"Bist du bescheuert, Aley?! Du kannst doch nicht mein Tuch nehmen, wenn du dich dazu entschliesst, deinen ganzen Körper zum Bluten zu bringen! Nimm gefälligst dein eig-... oh Merlin! Du hast das ganze Tuch ruiniert!" Während dem Reden hat er mir das Tuch weggezogen und gesehen, dass die Seite, die er nicht gesehen hat, von meinem Blut durchweicht ist.
"Ich liebe Euch, Master al Mecca, und das Tuch hat nach Euch gerochen und… es tut mir Leid, ich werde es sauber waschen, ich verspreche es." - "Ach was soll's." Master al Mecca wirft mir das Tuch gegen die Brust und ich umarme es, als wäre es er.
Anklagend sagt mein Master: "Du sagtest, dass du es schön gefunden hast!" - "Hab ich auch, Master." Natürlich nicht, aber ich kann ihm nicht sagen, dass ich gelogen habe. "Also hättest du etwa gerne, wenn ich dich auch härter anfassen würde? Kein Problem!" - "NEIN! Nein, nein, nein, nein, bitte nicht, ich… ich…" - "Sag die Wahrheit, Aley. Die Ganze." Schon wieder beginne ich zu schluchzen. "Ich habe es gehasst, Master! Ich habe es gehasst, mich diesem Mann hingeben zu müssen! Ich kenne nicht einmal seinen Namen und er hat nicht auf die Verengung geachtet und ich will nur Euch gehören!" - "Du hast es also gehasst. Warum hast du gesagt, dass du es mochtest?" - "Weil ich doch nicht will, dass Ihr mich mit Tom ersetzt, Master al Mecca, oder mich verstösst, wenn ich nicht tue, was Ihr sagt…" - "Deine Meinung kannst du schon preisgeben. Ob ich darauf Rücksicht nehme oder nicht, ist die andere Sache." Ich nicke und vergrabe mein Gesicht in dem blutigen Tuch.
"Wo wir das jetzt geklärt haben… Warum hast du deinen ganzen Körper aufgekratzt? Du bist zwar wirklich nicht schön, aber das ist jetzt doch etwas übertrieben, nicht wahr?" - "Ja Master… ich… ich fühle mich so dreckig…" - "Was hat er denn mit dir gemacht?" - "Ich weiss es nicht. Nachdem er den viel zu grossen Dildo in mich geschlagen hat, habe ich meine Magie auf meine Hände konzentriert, damit ich nichts anderes mehr spürte." - "Machst du das auch, wenn ich was mit dir mache?" - "Nein, Master. Bisher nicht." - "Bisher?" - "Naja… So im Nachhinein wäre es aber eine gute Idee gewesen… Ihr könnt mich mir machen, was Ihr wollt, und ich muss es nicht ertragen." - "Muss ich dir wirklich jedes Mal die Manschetten anlegen? Vielleicht vergesse ich ja, sie dir wieder abzunehmen." - "Nein, Master, ich werde es nicht tun." - "Woran erkenne ich, dass du es tust?" - "Ich bin dann gelähmt, Master." -
"Na gut. Komm ins Bett." - "Zu Euch?" - "Nein, bei Merlin! Du blutest am ganzen Körper, natürlich darfst du nicht in mein Bett, Idiot!" - "Master, ich kann mich heilen!" - "Na gut, dann mach."
Er verlässt das Badezimmer. Ich heile mich und darf dann zu ihm unter die Decke. Wenigstens etwas Gutes an diesem schrecklichen Tag.
