Narzissa Malfoy stand vor der Türe des Hauses und blickte sich um. Sie war ein paarmal zu verschiedenen Orten appariert und konnte sich nicht vorstellen, dass man ihr gefolgt war, doch die Angst war trotzdem da. Sie plagten schlimmer Zweifel und sie konnte und wollte es nicht zulassen, da sie ihn schon immer sehr geschätzt hatte. Sie klopfte und wartete mit klopfendem Herzen.
"Hallo Narzissa, was verschafft mir die Ehre", fragte Severus trocken. Doch sie kannte ihn gut und bemerkte wie erschrocken er war.
"Severus, er hat deine Tochter", flüsterte sie leise, doch für ihn hörte es sich an, als dröhnte es durch das ganze Dorf.
Er wurde leichenblass. "Woher weißt du... woher weiß er..." Er fasste ihren Arm und zog sie ins Haus.
"Ist das wichtig? Sie ist in Gefahr. Bellatrix ist auf dem Weg zu ihr in euer anderes Haus. Du wirst schon seit Monaten bewacht Severus", antwortete sie.
"Das habe ich mir schon fast gedacht." Er fuhr sich durch die Haare und überlegte kurz. Dann packte er erneut ihren Arm apparierte mit ihr.
Kayla stand gerade in der Küche und machte sich einen Kakao, als die Hintertüre des Hauses einfach aus den Angeln flog. Erschrocken drehte sie sich um und blickte auf einen Mann und eine Frau, die ihre Zauberstäbe auf sie hielten. Sie ließ ihre Hand nach unten schnellen, um nach ihrem zu greifen, doch sofort war er bei ihr. "Das würde ich schön lassen Süße", herrschte er sie an und sie ließ sie wieder sinken.
"Schau oben nach, ob sonst noch jemand hier ist", wies Bellatrix den jungen Mann an. David Perth, ein junger Bursche von Vierundzwanzig Jahren nickte kurz un lief dann die Treppe hoch ins Obergeschoss. Bellatrix kam jetzt langsam auf sie zu und betrachtete sie. Sie bewegte sich um Kayla rum und ließ ihren Zauberstab über ihr Gesicht gleiten. "Bist ja ein süßes Ding, aber wenn der dunkle Lord mich lässt, werde ich das schnell ändern", kicherte sie fies.
Draco, der sich gerade in Severus Labor im Keller befand, um sich ein paar seiner Bücher anzusehen war sofort, als er den Tumult hörte vorsichtig die Treppe hinaufgegangen. Als er David's Stimme hörte, war er für einen kurzen Moment starr vor Angst. Was sollte er tun? Wenn er sich jetzt offenbarte, war das Leben seiner Mutter sicher verwirkt. Aber Kayla war seine Freundin und er konnte nicht zulassen, dass Voldemort sie in die Finger bekäme.
Also straffte er seine Schultern, zückte seinen Zauberstab und lief die Treppe hinauf. "Lass sie sofort los", schrie er Bellatrix an.
"Sieh mal einer an. Wen haben wir denn da? Na, wenn das dein Vater erfährt", zischte sie.
"Mein Vater kann mich mal. Und du kannst mich auch mal. Und jetzt lass sie los!"
Er bemerkte, dass jemand die Treppe hinunterkam und drehte sich blitzartig um. "Sectusempra"
Perth sah Draco kurz an, senkte dann den Kopf und fiel mit einem lautes poltern die Treppe hinunter. Sofort drehte er sich wieder in Bellatrix Richtung, doch diese grinste ihn höhnisch an und disapparierte.
Am Haus angekommen erblickten Severus und Narzissa sofort die kaputte Hintertüre und er lief mit dem Zauberstab in der Hand sofort in die Küche. "Kayla, Draco, wo seid ihr?" rief er.
"Sie ist weg, Professor, Bella hat sie mitgenommen und ich konnte nichts tun", schniefte Draco, der hinter dem Küchentresen hervorlugte.
"Draco", hauchte Narzissa leise und starrte ihren Sohn an.
"Mum" Draco war aufgesprungen und warf sich ihr in die Arme.
"Aber du bist...", schluchzte sie und drückte ihn fest an sich. Als sie von Dracos Selbstmord gehört hatte, war sie in einen schweren Schock gefallen und musste zwei Wochen im St.
Mungo behandelt werden. Lucius hatte sie in dieser Zeit einmal besucht und ihn einen Feigling genannt, der sich weggestohlen hatte, weil er sich seiner Verantwortung nicht stellen wollte.
Und da wurde ihr bewusst, dass sie etwas tun musste, das sie das Richtige tun musste.
"Es tut mir leid Professor. Kayla war die ganze Zeit hier bei mir. Ich dachte hier sei sie in Sicherheit", sagte Draco und drehte sich zu Severus.
Schon gut, Junge. " sagte Severus. "Narzissa, wir erklären dir später. Wir müssen zuerst zum Fuchsbau. Ich weiß, dass Dumbledore und Moody heute Abend dort sind."
Narzissa waren die Erklärungen im Moment egal, denn sie hatte ihren Sohn wieder, dass war das einzige was für sie zählte.
Sie apparierten sofort zum Fuchsbau.
Kayla hatte den Kopf gesenkt und Tränen tropften auf dem Boden, als sie in die Halle geführt wurde.
"Schau mich an", hörte sie eine Stimme und hob langsam den Kopf. Sie erschrak, als sie in diese funkelnden Augen sah und wie automatisch fing ihr Körper an zu beben.
"Keine Angst, du wirst noch nicht sterben. Noch nicht!", zischte er. Er wies mit seiner Hand in Bellatrix Richtung und winkte sie zu sich.
"Das war sehr gute Arbeit Bellatrix. Und als Dankeschön sollst du auch ein wenig Spaß haben. Aber übertreib es nicht", sagte er.
Bellatrix verbeugte sich, drehte sich dann zu Kayla. Langsam bewegte sie sich um sie herum, wie ein Wolf um seine Beute. Kayla schloss die Augen und ihre Gedanken waren bei George, Harry und ihrem Dad. Nie wieder würde sie die drei wieder sehen. Sie hatte ihren Bruder doch gerade erst kennengelernt und mit George war sie im Streit auseinander.
Noch einmal wollte sie ihnen sagen, wie sehr sie von ihr geliebt wurden.
"Crucio", hörte sie Bellatrix hinter sich kreischen und schon fiel sie vor Schmerzen auf die Knie. Jeder Muskel in ihrem Körper verspannte sich und sie hatte das Gefühl zu verbrennen. Kayla wünschte sich nur noch, dass es endet. "Lass mich doch endlich sterben", dachte sie. Doch immer wieder schrie Bellatrix auf, bis das Kayla ohnmächtig am Boden liegen blieb.
"Genug", zischte Voldemort. "Wurmschwanz, wirf sie in den Keller. Und bewacht sie gut."
"Und wie kommen wir nun an den Potter Jungen",fragte Bellatrix ihn.
"Ich werde es ihm zeigen." Dann lehnte er sich in seinem Stuhl zurück und schloss die Augen.
