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Der eiskalte Wind pfiff ihm seit Stunden um die Ohren. Seine Augen brannten und unaufhörlich liefen Tränen seine Wange hinab. „Bescheuerte Augen, ich hasse sie. Tränen sind Schwäche!" presste er genervt zwischen den Lippen hervor.

Über seiner Schulter hin die schwarze Tasche

Mit kleinen Schlürfenden Schritten trat er vorwärts. Jeder Schritt kostete Konzentration, denn alles glitzerte. Immer wieder ballte er die eine Hand zur Faust und bewegte die Finger. Doch seine Finger fühlten sich kalt und steif an. Die Müdigkeit, dieser Alptraum und all der Schrecken zerrten an ihm.

„Ich bin hier aufgewachsen und trotzdem unterschätz ich die Kälte, jedes Mal." Der Wind wurde immer böiger und fauchte. /Ich werde trotzdem weiterlaufen, so ein bisschen Wind zwingt mich nicht in die Knie. Wäre doch gelacht wenn ich das nicht schaffe. Die anderen würden über mich lachen, wenn ich schlapp mache./

Seine Füße schlitterten immer wieder auseinander und wieder zusammen. Doch Kais Aufmerksamkeit galt immer noch seinen Gedankengängen und er bekam rein gar nichts von seiner Außenwelt mit. „Aaaaaahhhh!" schrie er überrascht. Seine Füße rutschten nun endgültig auseinander und er fiel. Wie automatisch riss er die Arme nach vorne um den Sturz abzufangen. Mit ausgestreckten Armen, schlitterte der Junge ein gutes Stück über das Eis. Meine Beine und Hände zittern und seine Arme brannten. Langsam beruhigte sich sein Herzschlag wieder und er senkte den Blick auf die Unterarme. Die Haut war gerötet und aufgeschürft, einige Blutstropfen machten Wettrennen auf der sonst hellen Haut. „Na Klasse! Jetzt muss ich nicht nur in der Kälte rumlaufen, sondern das ganze auch noch mit verletzen Armen! Besser könnte es echt nicht mehr kommen" meinte er sarkastisch Langsam stand er auf, seine Hose war starr. Erneut sah er sich um. Der Wind hatte wieder gedreht, unaufhörlich landete Schnee in seinen Augen. „Dieses Fauchen, es hat Ähnlichkeit mit Dragoon!"

Er zitterte und schwitzte zugleich. Trotz Karte fehlte ihm die Orientierung. „Nun dann probiere ich einmal die Strategie der Chaoten Max und Tyson. Immer der Nase nach!", er schüttelte den Kopf .Ohne zu merken, ging er Richtung Süden.

Müde, und mit tauben, dunkelvioletten Händen und knallroten Gesicht lehnt er sich an einen Baum. Langsam ließ er sich an dem Baum hinabgleiten und schloss die lilafarbenen Augen für einen kurzen Moment. „Nur 5 Minuten Pause, und keine Sekunde mehr Kai!" ermahnte er sich selbst.

Dranzer jedoch spürte Gefahr und fing an rot zu glühen. Schwer öffnet sich ein Auge wie ein Amethyst „Was hast du mein Freund?" Sein Blade war in einem jämmerlichen Zustand. Nur der Bitchip war fast unversehrt, jedoch sah sein Phönix ziemlich angeschlagen aus. Den Blick immer noch auf den Blade haftend und die angenehme Wärme genießend, welche der Phönix ausstrahlte saß Kai da.

/Kai, wohin willst du eigentlich? Du siehst nicht gut aus? Ich spüre schon seit Wochen, dass dich beschäftigt. Ist es Tyson? Du redest seit der WM oft über ihn/

/ Ich war auf der Suche, einen Ort an dem ich bleiben kann. Ich wollte eigentlich nie wieder etwas mit Boris zu tun haben. Trotzdem habe ich mich auf die BEGA eingelassen. Für Tyson, ich will ihn besiegen! Ich möchte, dass er stolz auf mich ist! Doch jetzt wo ich hier bin, sehne ich mich zurück nach Japan in dieses Dojo. Ich weiß nicht warum. Das Verwirrt mich, ich hasse Verwirrung. Das macht nur Schwach!/

Die goldenen Augen bannten sich tief in die seines Herren. /Als du nicht da warst Dranzer, es war schrecklich. Doch als ich Tyson erneut verlies, war es genauso schlimm./

Abrupt stockte er , irgendwas hielt sein rechten Fuß fest. Er zog und zerrte, doch außer einem Knall und Schmerz geschah nichts. „Was hält mich nun schon wieder auf? Zurzeit werde ich irgendwie vom Pech verfolgt!" schrie er gegen den Wind. Wütend tastet er nach dem Übeltäter und fanden etwas Hartes, raues im Schnee.

Mit Gewalt zerrte er an seinem Bein, doch es half nichts. Mir jeder Minute war der Schmerz stärker, die Zähne bissen in die Lippe und er schmeckte Blut.

Er verlor das Gleichgewicht und stürzte erneut, doch diesmal war die Landung härter. Kurz öffnete er die Augen, vor ihm breitete sich eine weite matt schimmernde Platte aus. „Der See!", doch schon bald tanzten bunte Punkte auf und ab. Er verlor das Bewusstsein.

Bei Tyson:

Ein Schmerz und er kehrte in die Wirklichkeit zurück. „Wach auf!", bellte es unfreundlich an seiner Seite. Rotbrauen Augen wurden geöffnet und blickten sich verwirrt um. Um im herum standen sein Rucksack, wobei einiges auf dem Boden lag. Mehrere Felle und zu seinen Füßen saßen zwei Hunde mit eisblauen Augen und gefletschten Zähnen.

„Wahh! Geht weg!" vor ihm kniete ein nicht sehr freundlicher aussehender Mann, dieser hielt ein Gewehr in den Händen. Abgehackte Töne und Wörter erreichten seine Ohren, sein Blick war immer noch auf die Hundeaugen vor ihm fixiert. „Was machst du hier? Du hast diesen Hasen getötet, Wilderei! Mein Herr wird dich dafür hart bestrafen!". Die erste Frage, war ihm auf dieser Reise so oft begegnet, dass er sie mühelos beantworten konnte. Doch alles weitere ließ ihn nur die Schulter zucken.

Müde und deprimiert schüttelt er den Kopf. Dabei löste sich sein Zopf und dunkelblaue Strähnen vielen in sein Gesicht! Ein Knurren entwich ihm, als er merkte, dass seine Hände sich nicht bewegen liesen. „Diese Tiere sind schnell und sehr selten. Du musste in professioneller Wilderer sein, jedoch ein dummer", ein erneutes Schulterzucken und Kopfschütteln zeigte der Gefangene. So langsam bekam er den Verdacht, dass der andere ihn nicht verstand.

Mühelos und überraschend schnell wechselt er die Sprache. Nun erreichten Tysons Ohren Englische Wörter. Seine Augen klärten sich und bei dem Wort „Wilderer" flogen die Haare nur hin und her.

„Ich bin hier um den Vater von Katharina zu finden. Er soll Jäger sein und sich hier auskennen. Ich bin auf der Suche nach jemanden!", flossen die Wörter aus seinen Lippen. „So so, du suchst jemand! Und als Zeitvertreib jagst du seltene Tiere, vermutlich willst du sie auch noch verkaufen! Denn Reisen soll teuer sein!", blaffte dieser ihn an.

„Ich bin kein Wilderer, ich bin der Weltmeister im Beyblader! Diese Unterstellung ist eine Frechheit! Nehme mir sofort die Fesseln ab!"

„Gemach, erst werden wir testen ob du die Wahrheit sagst! Du wirst mich jetzt begleiten, ich brauche noch ein paar Tiere!" ein scharfer kurzer Pfiff ließ die Hund aufstehen. „Die Fesseln bleiben bis wir am Ziel sind. Und versuche ja nicht wegzulaufen, meine Hunde sind schneller!", meinte der Mann während er einen brauen Fellmantel überzog und die Mütze richtete. /Dragoon was soll ich tun? Ich muss Kai finden?/ sprach der Japaner in Gedanken. /Du kannst gerade nichts tun, außer zu machen was er wünscht! Wenn du ihn überzeugst, kann er uns bestimmt helfen/

„Nun sehen wir ob du die Wahrheit sagst!", ein schnelle Ruck und die Stricke fielen von seinen Handgelenken. Die behandschuhten große Hände hielten ein schwarzes Gewehr und eine Rolle seil vor ihm „Ich …ich…kann..das nicht! Die sind so süß, du willst dass ich sie töte!", überschlug sich seine Stimme vor Wut. Wortlos drücke dieser ihm die Waffe in die Hände./Tyson reiß dich zusammen! Wir müssen Kai finden!/ dröhnte die Stimme des Drachen in seinem Kopf.

Er drehte die Waffe, dass der Lauf zu ihm zeigte. Nun hob sie auf Gesichtshöhe und schaute hinein „Da ist doch gar nichts drin! Die sieht so aus, wie in den Spieleläden!", Schnell griff eine andere Hand zu, drehte diese und richtete sie auf die Tiere aus. „Los jetzt!" „Nein! Ich bin kein Mörder!", wild fuchtelnd drehte er sich nach links und rechts. Permanent spielte sein Finger vor Unruhe mit dem Abzug.

Knall! Schnee, Nadeln und kleine Äste segelten zu Boden. „Du Idiot! Schau was du gemacht hast!", rot vor Wut schaute sein neuer Begleiter ihn an „ Wie kann man nur so doof sein! Jetzt sind die Tiere weg! Ich brauche bis morgen Vormittag drei von denen! Jetzt werden wir sie erneut jagen!", betroffen und geschockt, blickte der Teenager auf seine Hände. Wenig später wiederholte sich die Szene, nur dieses Mal traf er anstelle der Bäume, die Mütze seines Begleiters.

„Es tut mir Leid. Ich sagte doch, ich kann das nicht!", stammelte dieser zusammen. „Das glaub ich immer noch nicht! Außerdem kann man alles lernen!", „Das sagt Kai auch immer! Trotzdem kapiere ich Mathe nicht und kann dieses Gewehr nicht bedienen!". „Ich kann bladen und Comic lesen! Das reicht zum Überleben! So was Blödes wie das hier brauch ich niemals!" wutentbrannt kickte er den Schnee auf und warf das Seil von sich.

. „Wer ist Kai?"

„Der für den ich in dieses doofe Land gereist bin! Der welcher mir ständig sagt ich soll trainieren, der der mich nur anmeckert und nie Lobt, jemand der von sich aus nie spricht. Und trotzdem kann er alles! Sind eigentlich alle Menschen die aus diesem Land kommen so stur, verschlossen, eingebildet und kalt!", schrie er den andern an.

„Kai ist ein Sturkopf, Spielverderber, und ein nerviger Trainer! Aber er ist auch mein Freund! Auch wenn er mich nicht leiden kann, ich mag ihn! Nur wegen diesem Idioten bin ich hier! Seit Tagen suche ich ihn, jetzt muss ich seinetwegen auch noch auf Tiere schießen!", schrie er erneut.

Erstaunt schauten die alten Augen in die seines jüngeren Begleiters. Diese warmen, entschlossenen, energiegeladenen Augen. In Kombination mit dem tiefblauen Haaren, nun gab es keinen Zweifel mehr für ihn. „Du heißt Tyson und kommst aus Japan, richtig?" erstaunt nickte dieser „Ja, woher?", „Du hast die gleichen feurigen leidenschaftlichen Augen wie deine Mutter. Suyala hieß sie, nicht wahr?", wieder folgte ein nicken. „Woher kennen sie den Namen meiner Mutter!", fassungslos blickte er auf.