„Die Jacke kommt mir bekannt vor."

Es war Robins warme, ruhig Stimme, welche Nami schließlich aus ihren Erinnerungen und Träumen riss.

Erschrocken setzte sie sich kerzengrade im Bett auf.

„Entschuldige. Ich wollte dich nicht erschrecken. Aber ich sah, dass hier immer noch Licht brannte und war besorgt, du würdest wieder die Nacht durchmachen."

„N-nein, ist schon gut, Robin", sagte Nami und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Robin stand mit dem Rücken zu Nami und schaute sich ihre neuste Errungenschaft an: die Karte von Water Seven.

„Sie ist wunderschön."

„Danke."

Für eine Weile gab es nur Stille zwischen den beiden Frauen. Doch dann entschied Robin, sich neben Nami zu setzen und sie wortlos in eine innige Umarmung zu ziehen. Erst dann bemerkte Nami, wie sehr sie das jetzt brauchte – aber auch, dass sie ihre Freunde, ihren Traum und ihr Leben auf See für nichts in der Welt eintauschen würde.

Nicht einmal für Pauly.

Doch sie gab ihm ein Versprechen. Und sie wusste: eines Tages würde sie die raue See hinter sich lassen. Eines Tages, wenn ihre Reise zu einem Ende kam, würde sie nach Water Seven zurück kehren.

Eines Tages – würden sie sich wiedersehen.

Und die See ist rau und der Weg noch weit
Kein Fleckchen Erde weit und breit
Und die Reise hab ich, hab ich nie bereut
Ich segle bis zur Ewigkeit

In Extremo – Raue See