Ausbildung, Kartoffel, Elf und Liebe

(Armin's POV)

Die Nacht der Abschlusszeremonie war gekommen, drei Jahre hatten wir uns abgemüht und jetzt scheint alles so als wären wir erst gestern im Ausbildungslager angekommen. Während wir alle dastanden und auf die Verkündung der stärksten 10 warteten, erinnerte ich mich an die Zeit wo wir alle Knie tief im Training steckten.

Flash Back


Es war zwei Jahre nach unserem Eintritt

Unser Ausbilder Kief Shadis, ritt neben uns her und brüllte uns an. Wir trugen schwere Ausrüstung mit uns und es regnete.

„Zu langsam, lauft ihr faulen Säcke. Was ist los mit dir Arlert." Er hatte bemerkt das ich stark zurückgefallen war und ritt zu mir.

„Du fällst zurück… ist es etwa zu schwer für dich. Sollen wir dir vielleicht ein bisschen Ausrüstung abnehmen?" Fragte er stichelnd aber immer noch aufbrausend.

„Wenn das keine Übung wäre wärst du jetzt Titanenfutter." Schrie er und ritt wieder voraus. Alles wozu ich in der Lage war, war zu atmen und zu denken, während ich versuchte Schritt zu halten.

‚Verdammt'.

Plötzlich hörte ich etwas hinter mir.

„Gib her." Und das Gewicht von meinen Schultern verschwand.

„Wenn du so weiter machst wirst du noch durchfallen." Brummte Reiner Braun und schwang meinen Rucksack zusätzlich auf seinen Rücken. Die Übung heute wird schließlich benotet."

„Aber wenn du mir hilfst, kriegst du dann nicht auch Punkte abgezogen?" fragte ich aus der Puste.

„Ja wenn sie uns dabei erwischen. Und jetzt beweg deinen Hintern und streng dich an."

Ich konnte spüren wie Shadis uns beobachtete, seinem Blick entging nichts.

„Lieber sterbe ich als eine Last zu sein." Biss ich aus bevor ich aufholte Reiner meinen Rucksack entriss und weiterlief. Ich muss weiter, ich muss es aus eigener Kraft schaffen. Ich lief an den anderen Kadeten vorbei. Einer von diesen grinste mich an und flüsterte mir zu.

„Ich wusste du schaffst es Armi-nii." Grinste Yume mir zu bevor sie vorrannte, zur Spitze.

Flash Back Ende


Ah ja, Yume, ich blickte neben mich und sah sie neben mir und Mikasa stehen, Eren natürlich neben ihr. Ich kann immer noch nicht glauben wie, der Holezahn, zum Titanenzahn geworden war in gerade Mal einer Minute.

Flash Back AGAIN


„… WER ZUR HÖLLE HAT DIESEN HOLENZAHN HIER REIN GELASSEN?" schrie Shadis und zeigte auf Yume.

„Ich bin zusammen mit den anderen Kadeten durch den Eingang gekommen, Sir." Antwortete Yume ernst.

„Ist das so? Vermutlich haben sie dich Holenzahn übersehen, ein Kleinkind hat hier nichts verloren." Yume überlegte.

„Möglich das mich keiner gesehen hat." Meinte sie verträumt. Shadis Augenbraue zuckte vor Wut.

„Bringt dieses Baby hier weg. Komm in ein paar Jahren wieder, wenn du aus den Windeln raus bist und dann immer noch den Mumm dazu hast."

„NEIN" schrie Yume. „Ich beginne meine Ausbildung dieses Jahr."

„Ein Holerzahn wie du es bist kann ja noch nicht einmal, eine Entscheidung wie diese für sich selbst treffen. Du hast keine Ahnung was dich erwarten würde. Du wärst schneller weg als du TITAN schreien könntest."

„Ich bin 6, ich bin völlig in der Lage für mich selbst zu Reden. Ich weiß was auf mich zu kommt."

„Schafft endlich das Baby weg." Brummelte er genervt, darüber das er mit einer 6-Jährigen stritt.

„Warten Sie, wie wär's mit einem Deal?"

„Deal?" fragte er skeptisch.

„Wenn ich es schaffe sie in weniger als einer Minute umzuwerfen, darf ich bleiben." Alle starten das kleine Mädchen an, auch ich hatte nicht mit sowas gerechnet. Doch unser Ausbilder schien interessiert.

„Hm.. und wie sehen die Regeln aus?" nun starten alle ihn an.

„Sie dürfen alles benutzen was sie haben, inklusive ihrer Militärausrüstung, um mich aufzuhalten. Ich darf nur mit meinen Armen und Beinen agieren."

‚Ist sie verrückt.' dachte ich aber bestimmt nicht nur ich.

Shadis zückte wirklich seine Klingen und Yume stellte sich in eine ihrer seltsamen Posen. Shadis sah sie daraufhin seltsam an bevor sein Blick sich wieder verhärtete.

„Bereit Holerzahn?" fragte er selbstsicher.

„Ja!" grinste Yume als auch ihr Blick sich veränderte.

Es dauerte wirklich keine Minute. Shadis rannte auf Yume, mit seinen Klingen zu und sie rannte ihm entgegen was danach genau passiert war, kann ich nicht sagen. Weil ich und die anderen Yumes Bewegungen nicht sehen konnten.

Das Einzige was ich sagen kann ist das Shadis am Boden lag, Yume über ihm mit seinen Klingen in der Hand.

„Darf ich bleiben?" fragte sie nach einer Weile. Shadis rappelte sich auf nahm seine Klingen wieder an sich.

„Hm, vielleicht wirst du nicht sofort gefressen. Wegtreten. Es ist wirklich eine Schande das selbst ein Baby mehr mumm in sich hat als meine Gesamte neue Einheit."

„Ja, Sir." Alle waren geschockt, aber Shadis machte die Aufnahme unbeirrt weiter.

Bis er zu einen Jungen Namens Connie Springer kam, welcher den Salut verkehrt herum machte und deshalb von Shadis durch die Mangel genommen wurde. Als ein Geräusch durch die Menge drang.


Ein Biss… von einer Dampfkartoffel.


Die Person welche von der Dampfkartoffel aß, sah sich etwas ertappt um aß jedoch weiter. Shadis ließ Connie los und ging auf das rothaarige Mädchen zu.

„Hey du da, was machst du da? Fragte er etwas benommen. Das Mädchen sah sich wieder um aber aß weiter.

„Ich rede mit dir, du Holbirne, was zum Teufel machst du da?" schrie er sie nun an. Das Mädchen schluckte die Kartoffel runter, Salutierte und stellte sich vor.

„Ich stamme aus Daupa im Mauer Rose Südbezirk, ich bin Sascha Braus."

„Sascha Braus, huh.. was hältst du bitte schön in deiner rechten Hand."

„Eine Gedämpfte Kartoffel, in der Küche lagen welche, da wurde ich schwach, Sir."

„Hast du sie etwa gestohlen… warum? Warum hast du angefangen sie hier zu essen?"

„Naja weil sie kalt nicht so gut schmecken. Darum entschloss ich mich dazu sie jetzt zu essen."

„Wieso? Ich versteh's nicht? Warum hast du die Kartoffel gegessen?"

„Äh?" sah Sascha ihn verwirrt an. „Meinen sie aus welchen Grund Menschen so gerne warme Kartoffeln essen?" mittlerweile sah jeder geschockt aus mehreren Gründen dem Spektakel zu. Es herrschte eine Totenstille. Doch dann rührte sich Sascha wieder, wie als wäre ihr etwas eingefallen, sie brach dann ein Stück von der Kartoffel ab und reichte sie Shadis.

„Nehmen sie die Hälfte."

„Die Hälfte, ernsthaft." Fragte Shadis und Sascha grinste.

„Wenn er nicht will ich nehme die Hälfte gerne." Drang nun eine andere Stimme aus der Menge, eine mir wohl bekannte Stimme, Yume.

Shadis wurde daraufhin wieder zum starren Ausbilder und schrie Sascha und Yume an.

„Für euch zwei ist es also in Ordnung eure Kameraden und Vorgesetzten zu bestehlen, ihr werdet solange um das Camp im Kreis laufen bis ihr umfallt." keiner der beiden schien besonders beeindruckt „…und kein Abendessen!" Das erzeugte die Gewünschte Reaktion von den beiden Mädchen. Ich hätte schwören können das Yume tränen in die Augen schossen.

Flash Back Ende


Aus meinen Gedanken riss mich gekicher.

„Armi-nii, du denkst wieder an den Tag wo Sascha und ich wegen der Kartoffelgeschichte bis zum Umfallen laufen mussten." Jetzt musste ich grinsen.

„Nur das Sascha die jenige war die Umgefallen ist. Shadis hatte den Nachmittag danach beschlossen dich von dieser Strafe zu befreien, weil du bis dahin nicht mal müde geworden bist." Yume grinste.

„Es war sogar spaßiger als wie ich es gesehen hatte."

„Du hast es gesehen?" fragte ich erstaunt, sie nickte.

„Du hast gesehen wie Sascha und du bestraft werdet und hast dich trotzdem eingemischt."

„Ich hatte nur gesehen wie Sascha bestraft wird, das war das erste Mal gewesen, dass sich etwas in meinen Visionen, etwas verändert hatte."

„Verstehe." Meinte ich betrübt, Yume litt unter diesen Visionen seit so langer Zeit immer sieht sie etwas Schlimmes, und deshalb ist sie so versessen darauf die Bilder welche sie sieht zu verändern, egal in welche Richtung, Hauptsache es ist anders als in ihrer Vision.

„Opfert eure Herzen!" drang auf einmal der Befehl. Die Zeremonie ging los.

„Ja!" ertönten mehrere Stimmen.

„Vom heutigen Tage an stehen euch, die ihr nun eure Rekrutenausbildung abschließt drei Wege offen. Die Mauergarnison, die sich dem verstärken der Mauern und dem Schutz der Städte widmet. Der Aufklärungstrupp, der all Zeit sich zu opfern, jenseits der Mauern im Titanengebiet kämpft. Und die Militärpolizei die unter den König die Bevölkerung Kontrolliert und Recht und Ordnung bewart. Allerdings haben nur die Zehn besten auf der Bekanntgegebenen Rangliste die Aussicht in einen eintritt in die Militärpolizei. Ich werde nun die Besten aufrufen, doch zuvor möchte ich verkünden das sich, dieses Jahr der erste Platz sich geteilt wird, mit genau denselben Ergebnissen. Also haben wir dieses Jahr Elf anstatt Zehn." Ein Raunen ging durch die Massen.

„Tretet nun vor auf Platz 10, Krista Renz.

Rang 9, Sascha Braus

Rang 8, Connie Springer

Rang 7, Marco Bott

Rang 6, Jean Kirschstein

Rang 5, Eren Jäger

Rang 4, Annie Leonhardt

Rang 3, Berthold Fubar

Rang 2, Reiner Braun und

Rang 1 Teilen sich die Geschwister Mikasa und Yume Ackermann."

Sie alle traten vor und opferten ihre Herzen.


(Yume POV)

Es war genau so wie in meiner Vision passiert, die Reinfolge der besten Zehn hatte sich nicht verändert. Trübselig saß ich im Aufenthaltsraum, währen die andern um mich feierten. Doch ich seufzte nur. Als auf einmal ein lauter Schrei die Aufmerksamkeit auf sich zog.

„Bist du lebensmüde." Thomas hatte geschrien, ich seufzte erneut ich wusste schon was jetzt passieren würde.

„So viele Menschen sind gestorben, zehntausende von ihnen wurden gefressen, wir haben über ein Fünftel der Bevölkerung verloren. Wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen. Wir können sie nicht besiegen." Es herrschte eine unangenehme Beklemmung über uns. Und wie ich es gesehen hatte wurde sie von Ere-nii durchbrochen.

„Ja, na und?"

„Nur weil ihr denkt wir haben keine Change gebt ihr auf. Es stimmt, bisher hat die Menschheit eine Niederlage nach der anderen Erlebt. Aber nur weil sie nichts über die Titanen wusste, eine Material Schlacht gegen die Titanen zu führen ist Sinnlos. Wir haben zwar verloren, doch die Informationen die wir im Kampf gewonnen haben geben uns Hoffnung auf das nächste Mal. Wir haben so viel Geopfert unsere Kampftechniken immer weiter Verbessert und es so weit geschafft, wollt ihr das alles Aufgeben und den Schwanz einziehen, nein niemals. Ich werde die Titanen ausrotten ohne einen einzigen Übrig zu lassen und das Gefängnis dieser Mauern sprengen, denn das ist mein Traum. Die Menschheit hat noch nicht endgültig verloren. Nicht solange ich noch Lebe." Damit endete Ere-nii seine Ansprache und rannte nach draußen, wie immer folgten Armi-nii und Mika-nee ihm.


Ich hingegen sah zu Jean herüber, seine Gedanken waren so laut, dass man keine Übersinnlichen Fähigkeiten brauchte um sie zu hören.

‚Geh doch, wenn du unbedingt willst, raus aus den Mauern oder sonst wo hin, ich werde auf jeden Fall nicht mein Leben riskieren." Ich sah ihn an, mit einem Wissenden Blick, ich wusste zu was für einem Mann sich dieser Sturkopf entwickeln würde, und auch zu welchem Preis es geschehen würde.

„Was machst du denn noch hier? Solltest du nicht auch dem Großmaul nach draußen folgen?" fragte mich Jean auf einmal und ich wurde rot. Ja ich gebe es zu, ich liebte den Menschen zu dem Jean, werden würde in den nächsten Tagen. Ich liebe ihn wirklich, aber für Jean bin ich bloß eine Miniversion seiner eigentlichen Liebe, meine ältere Schwester Mikasa. Er war also unerreichbar für mich, lieben tue ich ihn dennoch.

„Jean, ich weiß du bist immer fies zu Ere-nii aus zwei Gründen."

„Häh, ich bin nicht fies, ich wollte bloß diesen Träumer aufwecken bevor er gefressen wird, jetzt ist es allerdings zu spät."

„Du bist eifersüchtig auf Ere-nii."

„Eifersüchtig, ich."

„Ere-nii hat sich und die Menschheit nicht aufgegeben, auf diese Einstellung bist du neidisch." Jean zischte nur.

„Und du bist neidisch, weil Mika-nee ständig um ihn herum ist, er beachtet das kaum, aber sie tut alles für ihn, du liebst Mika-nee." Jean verschluckte sich an seinem Bier.

„V-von sowas hat ein Kleinkind keine Ahnung." Zischte er. Ich sah traurig zu Boden.

„Mehr als du denkst."
„Häh?"

„Jean, morgen wird sich dein ganzes Leben verändern. Aber nicht so wie du es dir vorgestellt hast. D-denk einfach daran, dass egal was passiert und was du auf deinem Weg verlierst du nie allein bist, es ist immer jemand da, ich bin immer da." Meinte ich noch bevor ich meiner Familie nach draußen folgte. Und einen verwirrten Jean zurückgelassen.