Als Din auf das Schiff zurückkehrte, saß Cara in seinem Sessel. Sie hatte die Schuhe ausgezogen und ließ die bloßen Füße baumeln. Din stockte und genoss den Anblick.
„Danke für das Armband," sagte sie sanft und strich über das schmale Schmuckstück. Dins Herz schlug schneller und er trat näher.
„Ich kann es nicht annehmen," ihre Stimme klang traurig, „ich hab' ihn geküsst. Einmal, weil ich musste, und einmal, weil ich wollte." Din sagte nichts, also fuhr Cara fort: „Das Schlimme ist, dass ich mir gewünscht habe, er wäre du." Din legte den Kopf schief und Cara schniefte, „er war dir so ähnlich."
„So gutaussehend?" neckte Din und Cara schlug halbherzig nach ihm.
„In Beskar wäre er unwiderstehlich."
Din legte nochmals den Kopf schief und als er sprach, war seine Stimme tief und heiser: „Ist das so?" Cara nickte.
„Wieso hat er das nicht ausgenutzt, obwohl er Interesse hatte?" überlegte sie laut.
„Er kennt seine Grenzen," jetzt war es an Din traurig zu klingen. Cara blickte auf und sah den prächtigen Mann, der mit hängenden Schultern und gebeugtem Helm vor ihr stand. Langsam schob sie sich aus dem Sessel und legte ihre Arme um ihn. Sein ganzer Körper versteifte sich, gab dann aber der ungewohnten Nähe nach.
„Ich glaube, er hat heute einige Grenzen überschritten," hauchte sie und er schluckte.
„Ich weiß nicht, wovon du sprichst," murmelte er ohne Überzeugung und sein Hals war trocken.
„Sagt der Mann, der einer Ex-Rebellen-Schocksoldatin Schmuck und ein Kleid schenkt." Din schnaufte.
„Was würdest du denken, wenn ich dir Schmuck und ein Kleid schenkte?" Ihre Stimme klang mit jedem Satz gepresster, erregter.
„Das Kleid würde mich wundern," antwortete Din wahrheitsgemäß.
„Schmuck wäre ok?"
„Wenn er zu mir passt." Seine Hand wanderte zögerlich zu dem Beskar-Armreifen.
„Ich würde sagen, er passt," lächelte Cara zufrieden und vergrub ihren Kopf an seinem Hals.
