A/N: Ich weiß, die letzten Kapitel waren etwas kurz, allerdings geht es jetzt langsam mit dem Hauptteil der Geschichte los. Also viel Spaß :D

Kapitel 8

Etwa einen Monat später hatten sie die Fischmenscheninsel und Punk Hazard hinter sich gelassen. Nun reiste der Royal Shichibukai Trafalgar Law mit ihnen, sie hatten eine Allianz gebildet um einen der Yonko zu stürzen. "Also nochmal von vorne, Tora-o. Wir wollen also gemeinsam den Yonkou Kaido stürzen..." sagte Usopp als er zu dem alliierten Captain ging, der an der Reling stand und auf das Chaos schaute, das diese Crew ausmachte. "Das ist richtig" antwortete der Chirurg mit seiner heiseren Stimme.

"Und wie wollen wir das machen?" fragte der Scharfschütze etwas ängstlich. "Wir müssen einen Abstecher nach Yellow Peak machen um einen Informanten zu treffen" antwortete Law. "Aha, okay und warum müssen wir diesen Informanten treffen?" fragte der langnasige Mann nachdenklich. "Er wird uns über Caesar Clowns Aufenthaltsort aufklären können. Wir brauchen Caesar als Druckmittel gegen Doflamingo um Kaido zu provozieren" erklärte der Captain geduldig. Usopp kratzte sich nachdenklich am Kinn und nickte.

"Wie lange werden wir brauchen bis wir ankommen?" fragte er und Law deutete ein Achselzucken an. "Frag eure Navigatorin" antwortete er seinen Blick wieder auf belebte Deck richtend. "Oy, Nami, wie lange werden wir... Wah, Sakura, was ist das denn für ein cooler Käfer auf deinem Rücken?" fragte der Scharfschütze begeistert als er einen schwarzen Käfer mit einem Rüssel auf dem Rücken der pinkhaarigen Frau erblickte. Diese schaute überrascht auf.

"Hm? Was?" fragte sie und warf einen Blick über ihre Schulter. Ihre Augen weiteten sich als sie einen Bikochu Käfer entdeckte. "Wie kommst du denn hier her?" fragte sie versuchend ihren Schock aus ihrer Stimme zu halten als sie eine Hand hinter ihren Rücken streckte. Der kleine Käfer roch daran und stieg anschließend auf die angebotene Hand. Die Kunoichi holte sie hervor und schaute auf den altbekannten Käfer. Sie wusste, dass die Aburame mittlerweile diesen Käfern folgen konnten ohne sie sehen zu müssen.

"Ma-mach den weg!" stotterte Nami bläulich anlaufend als sie das Insekt von weitem betrachtete. "Er tut doch niemanden etwas" antwortete Sakura leise als sie ihre Hand ausstreckte um den Käfer von weitem zu betrachten. "Keine Sorge, Sakura-swan, ich werde mich um ihn kümmern!" verkündete Sanji als er zum Tritt ausholte. Er war kein Freund von Käfern. Laws scharfer Blick richtete sich auf die pinkhaarige Frau als diese mühelos Sanjis Tritt mit einer Hand abfing, den Koch dabei kurze Zeit in der Luft haltend.

"Ich mag diesen kleinen Kerl" sagte sie mit einem unschuldigen Blick und schaute zu Sanji auf als sie ihn gehen ließ, dabei klimperte sie mit ihren Wimpern. Sofort schossen Herzen in die Augen des blonden Mannes als er um sie herum tänzelte. "Also dann kannst du ihn gerne behalten, Sakura-swan" schwärmte er verliebt. "Ich nenne ihn Biko" verkündete sie mit einem entschiedenen Nicken und setzte den Käfer auf ihre Schulter, dabei breitete sich langsam ein unwohles Gefühl in ihrem Magen aus.

Die Sommersonnenwende war drei Monate her, wieso tauchte plötzlich ein Tracker von den Aburame auf? "Der wird nicht bei uns im Zimmer schlafen" rief Nami entschieden und Sakura seufzte leise. "Keine Sorge, ich lasse ihn nachts draußen" versicherte die pinkhaarige Frau als Sanji wieder in der Küche verschwand. "Whoa, lass ihn mich mal anschauen. Ich habe diese Art noch nie gesehen" verkündete Usopp begeistert als er sich zu seiner Nakama stellte.

"Der ist wirklich interessant" sagte Usopp als er sich den Käfer etwas näher betrachtete. Die pinkhaarige Frau ließ ihren Nakama machen, sie wusste schließlich von seiner Begeisterung gegenüber Insekten. Die ganze Zeit spürte sie den durchdringenden Blick ihres Gasts auf sich. "Also es ist schon mal kein Herkules Käfer" sagte Usopp mit verengten Augen als er auf den ungewöhnlichen Käfer schaute. "Vielleicht steht er in einem meiner Bücher. Komm kurz mit, ich würde wirklich zu gerne wissen welcher Art er angehört" grinste der Mann als er seine Freundin am Arm erfasste und hinter sich unter Deck zog. Sakura ließ es amüsiert über sich ergehen, außerdem hätte sie in dem Moment wohl alles getan um aus dem Sichtfeld des alliierten Captains zu kommen.

Als Law die pinkhaarige Frau nicht mehr sehen konnte, seufzte er leise und ging in die Küche. "Blackleg-ya" verkündete er den arbeitenden Koch beobachtend. "Tora-o, Essen gibt es in einer Stunde, wenn du bis dahin nicht mehr warten kannst, kannst du einen Apfel essen" gab der blonde Mann von seiner Arbeit nicht aufsehend zurück. Law hielt inne. Der Koch kam meist schroff rüber, jedoch sorgte er tatsächlich dafür, dass niemand auf dem Schiff verhungerte. Mit einem leisen Murren nahm er sich einen Apfel und setzte sich an die Theke, den Koch weiter bei seiner Arbeit beobachtend.

"Was ist?" fragte Sanji merkend, dass der Captain etwas fragen wollte. "Eben an Deck..." fing dieser langsam an. Der Koch drehte sich zu ihm und schaute ihn eingehend an. Dann verschränkte er seine Arme vor seiner Brust. "Ja?" fragte er seine sichtbare Augenbraue anhebend. "Hast du von dir aus deinen Tritt gestoppt?" fragte der Arzt, er konnte sich nicht vorstellen, dass die zierliche Frau mit den pinken Haaren das einfach so hätte bewerkstelligen können.

Sanjis Blick verdunkelte sich langsam als er Law betrachtete. "Lass deine Finger von Sakura-swan" murrte er, nun lag es an dem schwarzhaarigen Mann eine Augenbraue fragend anzuheben. "Keine Sorge, ich habe nicht vor etwas mit jemanden aus dieser Crew anzufangen" versicherte er, wenn auch nur um an die gewollte Information zu kommen. Sanji betrachtete ihn eingehend, bevor er seufzte und seine Statur lockerte.

"Sakura hat mich abgefangen" sagte er schließlich und sah wie sich die goldenen Augen des Arztes weiteten. Er seufzte ein weiteres Mal. "Wir wissen nicht wie stark sie wirklich ist, aber Sakura-swan ist keineswegs hilflos. Schon vor zwei Jahren hatte sie keine Probleme sich zu verteidigen. Keine Ahnung, was sie in den beiden Jahren noch gelernt hat" erklärte der Koch ernst. "Wie sieht es mit Angreifen aus?" fragte der Doktor, er wollte mehr Informationen über diese Frau haben, die ihm beim Erreichen seiner Ziele eine unglaubliche Hilfe sein könnte.

"Keine Ahnung, keiner von uns hat sie je von sich aus angreifen sehen, aber Marimo, Luffy und ich vermuten, dass sie mit uns auf einer Linie sein könnte, was das angeht" antwortete er und sah wie ihr Gast ihn erstaunt ansah. Er zuckte mit seinen Achseln. "Es ist nur eine Vermutung" sagte er sich wieder seinem Essen widmend. "Hm..." murrte Law nachdenklich. Konnte diese zierliche Frau tatsächlich so monströse Kräfte haben wie das Kampftrio dieser Crew, die selbst an ihn heran kamen?

Das musste er erst mit eigenen Augen sehen. "Welche Position besetzt sie eigentlich?" fragte der schwarzhaarige Mann nachdenklich. "Oh, sie ist Wissenschaftlerin, außerdem ist sie recht erfolgreich was Informationsbeschaffung angeht. Darin ist sie sogar besser als Namilein" erklärte der Koch und fing an zu schwärmen. "Die beiden wunderschönen Frauen zusammen können Geheimnisse ganzer Länder aus Leuten heraus holen. Sie sind ein unglaublich eingespieltes Team" schwärmte er mit Herzen in seinen Augen. "Wirklich? Wie... interessant..." murrte der Arzt nachdenklich. Sie wäre ihm sicherlich auf Yellow Peak nützlich. Law beschloss sie eine Weile im Auge zu behalten.

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Der schwarzhaarige Arzt saß die Nacht an Deck, er würde es sich nicht im Traum einfallen lassen im Männerquartier zu schlafen, nicht mit dem grünhaarigen Schwertkämpfer, der sich anhörte wie ein verschnupfter Gorilla. Sein Mantel war warm genug, nicht dass er sonderlich kälteempfindlich war, er kam schließlich aus dem kalten North Blue, noch dazu von einer Winterinsel. Sollte es regnen würde er sich in die Aquarienbar zurückziehen.

Er schaute aufs Vogelnest und konnte in etwa Frankys große Statur ausmachen. Der Schiffszimmermann hatte diese Nacht Wache. Die Strohhut-Piraten fielen wirklich aus allen Rastern mit ihren ungewöhnlichen Mitgliedern. Jedoch konnte er sich wohl nur schwer beschweren mit seinem Mink und dem Halbriesen. Seine Aufmerksamkeit richtete sich auf die Tür zum Frauenquartier als diese aufging und die pinkhaarige Frau hinaus kam.

"Biko?" fragte sie und Law hörte das Summen von Flügeln als der Käfer an ihm vorbei auf die Frau zuflog. Der Mann sah dem Insekt hinterher, Usopp hatte es nicht geschafft ihn zu identifizieren. Er landete auf ihrer ausgestreckten Hand und hob seinen Rüssel in ihre Richtung. "Ja, ich füttere dich ja schon" murmelte sie als sie die Treppen hinab aufs Hauptdeck ging. Law schaute zu wie sie sich an die Reling stellte und aufs Meer hinaus schaute, bevor sie den Käfer auf ihre Augenhöhe hielt.

"Wieso ausgerechnet jetzt?" fragte sie so leise, dass er sich anstrengen musste sie zu verstehen. Er schaute sie überrascht an als er ihre Aussage verarbeitete. Die junge Frau schüttelte ihren Kopf und seufzte als sie wieder aufs Meer hinaus schaute. Der Arzt sah sie stocken, bevor sie sich wieder entspannte. "Was machst du hier draußen?" fragte sie etwas lauter, dass er es ohne Probleme verstehen konnte. Diesmal lag es an ihm zu seufzen als er aufstand und auf sie zuging. Er setzte sich etwas entfernt von ihr wieder an Deck und lehnte sich an die Reling als er zu ihr aufschaute.

"Roronoa-ya hört sich an wie ein verschnupfter Gorilla" erklärte er als wäre es offensichtlich. Die pinkhaarige Frau neigte ihren Kopf etwas und nickte anschließend. "Das ist eine schiere Untertreibung" murmelte sie, ein kleines Grinsen schlich über ihre Lippen als Law einen amüsierten Laut hervor biss. "Wieso suchst du dir dann nicht einen anderen Ort zum schlafen?" fragte sie sich auf die Reling setzend und zu ihm hinab schauend. "Soll das eine Einladung sein?" gab er mit einer angehobenen Augenbraue und einem räuberischen Grinsen zurück.

Er wusste selbst nicht genau wieso er mit ihr flirtete, jedoch fühlte es sich in dem Moment richtig an. Die pinkhaarige Frau hob eine Augenbraue an als sie ihn eingehend musterte, dann schlich ein verführerisches Lächeln über ihre Lippen. "Tora-o-kun, du böser Junge. Wir kennen uns doch fast gar nicht" gab sie gespielt geschockt zurück als sie sich eine Hand auf ihre Brust legte um den tiefsitzenden Schock zu zeigen. Wieder biss der Mann einen amüsierten Laut hervor und schüttelte seinen Kopf.

"Das können wir ändern" sagte er amüsiert. Es war lange her, dass er bei einer einfachen Konversation einen solchen Spaß hatte. "Trafalgar Law, sehr erfreut" verkündete er und grinste als die junge Frau erfreut lachte. "Sakura und die Freude ist ganz meinerseits" gab sie mit funkelnden Augen zurück. Sie mieden beide den direkten Körperkontakt und nickten sich gegenseitig zu.

"Wie ist dein ganzer Name?" fragte er interessiert zu ihr aufsehend. "Wie ist deiner?" warf sie ohne zu überlegen zurück. Laws Augen weiteten sich überrascht, wie konnte sie ihn so einfach durchschaut haben? "Wie...?" fragte er blinzelnd. Die pinkhaarige Frau wurde langsam aber sicher zu einem Enigma für ihn. Woher wusste sie, dass Trafalgar Law nicht sein kompletter Name war? "Ich kann dir doch nicht all meine Geheimnisse verraten" antwortete sie ihren Zeigefinger auf ihre Lippen legend. "Keine Sorge, ich werde niemanden sagen, dass du nicht unter deinem kompletten Namen auftrittst. Es geht niemanden außer dir etwas an" versicherte sie ihm somit eine klare Linie setzend. Ihr Nachname oder weitere Namen ihrerseits gingen ihn nichts an.

Der Mann deutete ein Nicken an als er sie mit neuem Respekt beäugte, sie war um einiges klüger als er bisher angenommen hatte. "Also, Law-kun, warum schläfst du hier draußen? Abgesehen von Zoros Schnarchen" fragte die pinkhaarige Frau wieder zu ihm hinab schauend. "Das Wetter ist angenehm" antwortete der Mann mit einem angedeuteten Grinsen und einem Schulterzucken. "Ganz wie du meinst. Ich gehe wieder hinein. Gute Nacht, Law-kun" verkündete sie mit einem kleinen Lächeln als sie sich von der Reling abstieß und Richtung Frauenquartier ging. "Gute Nacht, Sakura" murrte er ihr hinterher schauend. Er konnte sich nicht ganz erklären wieso er ihre Anwesenheit sofort vermisste. Jedoch merkte er augenblicklich, dass sie gefährlich für ihn werden konnte.