Als er um die letzte Ecke bog, entdeckte er ein bekanntes Gesicht. „Was brauchst du so lange, um einem rufen entgegen zu laufen. Hast du dich etwa im Haus verlaufen" verspottete er seinen Freund und Rivalen. Ryoga regte sich sofort auf „Ich, du bist es der mich ewigs lang, warten liess"
verwirrt rieb er sich das Kinn „Ich dachte, ich hätte Akane gehört". Ranma dachte nicht lange nach „Hast du auch, sie ist nur schnell in ihr Zimmer, etwas hohlen" ganz gelogen war es ja nicht, Akane war tatsächlich in ihrem Zimmer und zog sich gerade um. Ryoga sah an Ranma runter. „Wieso trägst du nur eine Badehose?" Er lief gerade mit Ryoga in den Garten und sah den Liegestuhl. Er zeigte auf die Liege „Hab mich ein wenig gesonnt"
Ryoga zeigte über Ranmas Oberkörper „Was ist mit dir passiert?" Ranma schaute schnell nach unten und entdeckte die Kratzer. Überall verteilt, zierten sie seinen Torso. „Diese kleine….Katze" rettete er sich rechtzeitig als ihm Ryogas Blick auffiel
„Ich bin einer Katze begegnet, weisst ja wie das so abläuft bei mir" und lachte gepresst. Er sah den zweifelnden Blick auf Ryogas Gesicht „Bist du jetzt endlich fertig mit deiner Fragerei, oder möchtest du wissen was in meinem heutigen Horoskop steht" sagte Ranma ein wenig zu bissig.
Ryoga hob abwehrend die Hände hoch. „Was bist du heute so gereizt?" sollte eigentlich keine Frage, sondern eine Feststellung sein. Ranma atmete gestresst aus. „tut mir leid, hab mich noch nicht von der …..Katze erholt" Da kam Akane auch schon wieder. Seine Rettung.
Sie trug jetzt ein blaues Sommerkleid. Es besass zwar Träger, aber es hatte einen V-Ausschnitt. Wenigstens war es knielang und nicht durchsichtig. „Oh hallo, Ryoga. Was für eine schöne Überraschung. Möchtest du vielleicht etwas kühles Trinken" aber ohne sein Antwort abzuwarten, hetzte sie in Richtung Küche. „Und wieso ist sie so aufgekratzt?" und zeigte über die Schulter in die Richtung in die Akane verschwunden ist.
Ranma zuckte mit der Schulter „Sehe ich so aus als würde ich Frauen verstehen" und schon kam sie mit einem Eisgekühlten Tee zurück und reichte ihn Ryoga. Als dieser kurz abgelenkt an seinem Getränk sog. Fragte Akane die schon die ganze Zeit, Ranmas bösen Blick gespürt hatte „Wieso siehst du mich so an?" flüsterte sie
„Hast du nicht anderes zum Anziehen gefunden" flüsterte er zurück. Sie sah nochmal runter auf ihr Kleid „Was denn, das trag ich ständig" wehrte sie sich. Doch er liess nicht nach. Jetzt sah sie ihn Verständnislos an „Was hätte ich deiner Meinung nach anziehen sollen?" fragte sie wütend und verschränkte ihre Arme vor der Brust. Doch als sie sah wie seine Augen auf ihre Brüste abschweiften, löste sie ihre Arme wieder. „Hattest du keinen Mantel griffbereit?" sagte er wirklich ernst.
Doch als sich ihre Augenbrauen böse zusammenzogen, trat er sicherheitshalber ein wenig zurück. „Wieso hast du nicht meinen Pullover angezogen, den LIEBST du ja so sehr" sagte er vielsagend. Ryoga der das ganze Glas ausgetrunken hatte und gemerkt hatte dass die beiden flüsterten, drehte sich fragend zu ihnen „Was tuschelt ihr da?" und reichte ihr das Glas zurück.
„Ach, nichts" sagte Akane schnell und nahm ihm das Glas wieder ab. „Akane du siehst heute besonders hübsch aus" Sagte er zu Akane und senkte schnell verlegen den Blick. „Danke" sagte sie fröhlich, als sie ihren Verlobten neben sich knurren hörte. Ryoga der Ranmas verzerrte Miene anschaute, verstand nicht was mit ihm los war.
Nicht nur er, beide benahmen sich komisch. Als er wieder zu Akane sah, erblickte er die kleinen Flecken, auf und um ihren Hals. „Akane, was ist das, auf deinem Hals" fragte er unwissend. Akanes Augen weiteten sich, sie versuchte ihm mit der Hand die Sicht zu versperren und hatte kurz verlegen zu ihrem Verlobten hoch geschaut. Es war nur ein kleiner Blick, dennoch Ryoga hatte ihn bemerkt, da machte es Klick bei ihm.
Dann sah er wieder über Ranmas Körper und noch mal zu Akane, die langsam rot wurde. Ryoga wurde stink sauer und blickte Ranma tödlich an. Doch zu seinem Verwundern, lächelte ihn dieser Selbstgefällig an. „RANMA, DU MISTKERL, ICH BRING DICH UM" schrie er sein Gegenüber an und attackierte ihn.
Ranma sprang über seinen Kopf hinweg und sah zu wie sein Rivale, in die Wand krachte. Dieser erhob sich und setzte zum Sprung an. Ranma der das nicht kommen sah, wurde von Ryoga in den Garten gerissen. Hart kamen sie im Garten auf den Boden auf. Ryoga kniete über Ranma und liess seine Fäuste niederprasseln.
Aber er traf den Schwarzhaarigen nicht, immer wieder drehte dieser sich weg. Als er bei seinem Rivalen, eine Öffnung sah, nutzte er diese und warf Ryoga auf den Boden. Das war knapp. Ryoga hatte eine Menge Kraft und wen er ihn getroffen hätte, hätte dieser sein Gesicht zertrümmert. Als Ranma sich wieder aufgerichtet hatte, fragte er schnell
„Wieso regst du dich so auf, was hab ich dir jetzt schon wieder angetan?" Ryoga stürmte wieder auf ihn zu „Da fragst du noch so blöd" natürlich wusste Ranma die Antwort, aber er musste Ryoga irgendwie beruhigen. Leider war das nicht gerade Ranmas beste Disziplin und machte seinen Rivalen nur noch rasender.
„DU HAST DICH AN AKANE VERGRIFFEN, DAS WERDE ICH DIR NIE VERZEIHEN" Akane die sich anfänglich noch Sorgen gemacht hatte, beruhigte sich langsam. Die zwei Kämpften ständig gegeneinander. Das war kein Grund zu Sorge.
Aber sie ging schon mal los und bereitete den Verbandskasten vor. Ranma der immer nur auswich, liess Ryoga sich auspowern, bis er vor Erschöpfung fast nicht mehr konnte. Mit einem Schlag auf den Kopf knockte er seinen Freund aus.
Ryoga lag ihm Wohnzimmer, sein Kopf lag in Akanes Schoss. „Musstest du so fest zuschlagen?" motzte sie ihren Verlobten an. Dieser ass beleidigt, Snacks aus einer Schale und starrte stur in den Fernseher „Hab ich doch gar nicht" nuschelte er gereizt mit vollem Mund.
Sie wrang gerade den Lappen aus und legte ihn wieder auf. Da kräuselte sich die Stirn des bewusstlosen und er keuchte kurz vor Schmerz auf „Armer Kerl" sagte Akane besorgt und legte ihm die Hand auf die Wange. Das schien zu helfen „JA, armer Kerl" spottete Ranma.
Akane blickte böse zu ihm auf, der schob sich gelangweilt eine Hand voll in den Mund. Da flatterten Ryogas Augen, seine Sicht wurde klarer und er erblickte Akane über sich. „Hörst du jetzt damit auf" motzte sie ihn wieder an. Ryoga bemerkte die Kühle Hand an seiner Wange und schmiegte sich an sie. Als das Mädchen das mitbekam sah sie auf ihn runter und stellte sie fest dass er wieder wach war. Sie lächelte süss auf ihn herab und er errötete sofort.
Verlegen richtete er sich auf und sah auf den Boden. Aber das war wohl ein bisschen zu schnell, den die Welt fing an sich zu drehen und er drohte zu Kippen. Schnell gab ihm Akane halt. „Du solltest lieber noch etwas liegen beiden, du hast einen heftigen Schlag auf den Kopf gekriegt." Versuchte sie ihn zu überreden, aber er winkte ablehnend ab.
Er wollte vor Akane nicht schwach wirken. Also stützte er sich am Tisch ab. Er legte seinen Kopf auf den Tisch und versuchte einen klaren Kopf zu kriegen. Er schnaufte tief und sah zu seinen Gegner. „Es ist noch nicht vorbei, sobald ich mich erholt habe, wirst du dafür büssen, das du Akane so schändlich berühret hast" gab dieser sichtlich schwach von sich.
„Ich würde das Machoweib nicht mal mit der Kneifzange zu nahe kommen" schnaubte er immer noch gereizt. Akane stellte Ryoga einen Tee vor die Nase und zog somit seine Aufmerksamkeit auf sich. Sie musste ihn beruhigen, sonst würde sie riskieren, das Ryoga es noch allen erzählt. Dann würde das Chaos erst recht losgehen und Ranma war nicht gerade hilfreich. Er schien das Ausmass der Katastrophe nicht zu sehen, die auf sie zukam.
Akane hatte sich, als ihr Verehrer bewusstlos war ein gelbes Tuch um den Hals gebunden und Ranma dazu gebracht ein T-Shirt anzuziehen. Sie dachte, wenn er die beweise für die Ausrutscher, nicht mehr so offensichtlich vor sich sah, würde er es leichter wieder abtun.
"Aber es ist doch gar nichts passiert, Ryoga" Sie zeigte auf ihren Hals und fuhr fort „Die hab ich vom Kampf, mit Shampoo" Ryoga war zwar ein bisschen Skeptisch, aber er würde nie die Worte, seiner geliebten Akane, anzweifeln.
„Dann ist ja gut" und wieder liess er seinen Kopf auf den Tisch sinken. Akane blickte ihn immer noch besorgt an. „Hast du Hunger?" vielleicht liess er sich damit beschwichtigen.
