HARRY POTTER
UND DER PRINZ VON SLYTHERIN


Harry Potter und alle assoziierten Charaktere und Situationen sind Eigentum von J.K. Rowling. Ich erhebe kein Urheberrecht.


Zuerst von The Sinister Man als „Harry Potter and the Prince of Slytherin" veröffentlicht

Übersetzt ins Deutsche durch LimeSon


Kapitel 11: Halloween 1991 Teil 2

Neville erschien nicht zum Mittagessen, aber Hermine saß in Zauberkunst neben ihm, was die Gryffindors mit den Hufflepuffs zusammen hatten. Die Stunde, in der er wiederholt hatte, hatte ihm ein wenig geholfen – er war in der Lage, die meisten der Basiszauber, die die Klasse im September gelernt hatten, zu wirken, wenn auch nicht mit demselben Level an Kraft oder Kontrolle, wie seine Klassenkameraden. Die Probleme fingen für ihn an, als Professor Flitwick ihnen einen neuen Zauber beibrachte – den Schwebezauber. Die Beschwörung war „Wingardium Leviosa", was Neville nach einer einzigen geflüsterten Korrektion von Hermine verstanden hatte, und sie hatte ihm auch versichert, dass seine Zauberstabbewegungen korrekt war. All dem zum Trotz saß die Feder aber auf seinem Tisch, ohne sich bewegen zu wollen.

Wenig überraschend war es Hermine, die als erste das richtige Resultat hatte – ihre Feder schwebte elegant in die Luft und tanzte dann im Einklang mit ihren Zauberstabbewegungen an der Decke entlang. Die kleine Schar an Gryffindor und Hufflepuff Mädchen (für die Hermine ein Vorbild geworden war) klatschten begeistert und Flitwick gab ihr für ihre korrekte Anwendung drei Punkte, während Jim und Ron auf der anderen Seite des Raumes ihre Augen verdrehten. Danach drehte Flitwick sich zu Neville, der schluckte und auf seine Feder herabsah, als wäre sie eine giftige Schlange. Er hob seinen Zauberstab, wirkte den Zauber – perfekt, sofern Hermine es beurteilen konnte – und fokussierte all seinen Willen auf die Feder. Nichts passierte.

Aber Neville lies den Zauber nicht los. Stattdessen, ohne seinen Zauberstab von der Feder zu bewegen, konzentrierte er sich härter und ließ mehr und mehr von seiner magischen Kraft in seinen Zauber fließen. Er knirschte mit den Zähnen und Schweißperlen erschienen auf seiner Stirn. Die Feder zitterte leicht, während Nevilles Gesicht sich in eine Maske der Konzentration und des Schmerzes verzerrte, weswegen sowohl Hermine als auch Flitwick sich Sorgen machten, aber Neville ignorierte sie beide. All seine Aufmerksamkeit war auf die Feder gerichtet, die langsam angefangen hatte, hin und her zu schaukeln, ganz als ob sie versuchen würde, sich in die Luft zu erheben. Als Hermine seinen Namen laut ausrief, ignorierte er sie. Er ignorierte auch das kitzelnde Gefühl direkt unterhalb seiner Nase und den seltsam kupfernen Geschmack auf seinen Lippen.

Endlich, als seine Sicht langsam anfing, zu verschwimmen, begann die Feder, sich langsam in die Luft zu erheben – einen Zentimeter, zwei Zentimeter, drei – bevor sie plötzlich in Flammen aufging, wobei er die Kontrolle über seinen Zauber verlor und ihn losließ. Erschöpft und zitternd lehnte er sich in seinem Stuhl zurück. Instinktiv rieb er mit seiner Hand über seinen Mund und war überrascht, als er realisierte, dass seine Nase blutete. Dann blickte er auf und sah, dass die ganze Klasse ihn anstarrte, inklusive des deutlich geschockten Flitwick.

„Geht es dir gut, mein Junge?" fragte dieser sanft.

Neville schluckte und rieb sich wieder die Nase. „Ich… mir geht es nicht gut, Professor. Dürfte ich entschuldigt werden?"

Flitwick zögerte kurz und nickte dann. „Lass dir so viel Zeit, wie du brauchst. Und wenn es dir nachher nicht besser geht, möchte ich, dass du zur Krankenstation gehst. Verstanden?"

Neville nickte, schnappte sich seine Büchertasche und floh geradezu aus dem Klassenzimmer. Kurz vor der Tür drehte er sich noch einmal kurz um und sah zu seinen Klassenkameraden. Jim Potter sah ihm grinsend ihn die Augen. Dann formte der Junge-Der-Lebte mit seinem Mund ein einzelnes Wort, das Neville nicht hören musste, um es zu verstehen. „Squib." Neville ging aus der Tür und kam an dem Tag nicht zum Unterricht zurück.

Mehrere Stunden später ging Theo Nott in eine der vielen Badezimmer, um sich vor dem Abendessen die Hände zu waschen, und war überrascht, als er dort Neville fand, der auf dem Boden saß und mit leerem Blick auf seinen Zauberstab starrte. Man konnte ihm nicht mehr ansehen, dass er Nasenbluten gehabt hatte, aber es war offensichtlich, dass er geweint hatte. Theo blickte sich um und stellte sicher, dass niemand weiteres im Raum war, bevor er zögernd fragte, „Geht's… geht's dir gut?"

Neville blickte nicht einmal auf. „Alles gut. Lass mich einfach in Ruhe."

Theo fing an, zu gehen, aber zögerte kurz und drehte sich dann wieder zu dem anderen Jungen. „Ich, äh, habe heute Morgen dein Erinnermich gesehen, nach Kräuterkunde. Es war… rot. Sehr rot. Und hat pulsiert."

„Tja," lachte Neville voll Bitterkeit. „Es scheint, ich bin sehr vergesslich."

Theo biss sich nervös auf die Lippe. Dann ging er ein paar Schritte näher und kniete sich auf den Boden, um dem Jungen in die Augen sehen zu können. „Longbottom… Neville… hat dir jemand… schonmal erklärt, was ein Erinnermich wirklich macht?"

Neville sah ihn einfach verständnislos an. „Oh Mann," dachte Theo.


Später beim Abendessen schlug sich Harry gerade den Bauch mit Hüttenkuchen voll, als Malfoy ihn anstupste. „Deine Schlammblut-Freundin macht sich gerade dabei zum Affen, wie sie versucht, deine Aufmerksamkeit zu bekommen."

Harry funkelte ihn an. „Ich schätze deine Anwendung von dem Wort nicht, Malfoy."

Draco funkelte zurück. „Ich schätze Hausgenossen, die größere Loyalität zu Gryffindors als zu Slytherins haben, nicht. Und trotzdem sind wir hier."

„Interessant, dass gerade du so besorgt über meine Loyalität zu unserem Haus bist, wo du doch so hart dafür gearbeitet hast, mich darin zu isolieren, Malfoy."

Bevor Malfoy antworten konnte, landete ein Papierflugzeug auf dem Tisch zwischen ihnen, knapp an der Soßenschüssel vorbei, die Worte „An Harry! Von Hermine!" darauf geschrieben. Die zwei Jungen sahen in die Richtung, aus der das Papierflugzeug gekommen war und sahen, dass Hermine Harry zuwinkte.

„Das war's," bemerkte Malfoy höhnisch. „Crabbe, Goyle, Pansy. Wir ziehen um. Es wird mir für meine Verhältnisse ein bisschen zu… schlammig hier." Die vier Slytherins standen auf und saßen sich ans andere Ende des Tisches. Gegenüber von Harry setzten sich alle anderen Slytherin-Erstklässler außer Theo so weit weg von Harry, wie möglich. Harry runzelte mit der Stirn. Er hatte gehofft, noch eine Weile länger in Slytherin unterm Radar fliegen zu können und etwas mehr Zeit zu haben, die Geheimnisse des Hauses zu lernen, bevor er irgendeine Art Machtspiel anfing, aber leider schien Malfoy darauf erpicht, das immer häufiger zu erzwingen, also war eine Konfrontation zwischen ihnen nicht mehr lange hinauszuzögern. Es war… nervig.

Harry wandte seine Aufmerksamkeit auf Hermines Papierflugzeug, welches, nachdem er es entfaltet hatte, absolut nichts darauf stehen hatte. Zu seiner großen Überraschung aber, erschienen nach und nach Wörter in Hermines eleganter Schrift.

Harry, weißt du, wo Neville ist? Ich mach mir Sorgen um ihn. Tipp dreimal auf das Pergament, flüstere dann deine Antwort, dann tipp das Pergament noch zweimal an, um es an mich zurückzuschicken."

Harrys Augenbrauen schossen in die Höhe, dann antwortete er.

Ich hab ihn seit Kräuterkunde nicht mehr gesehen. Wie machst du das?"

Ein modifizierter Wandelzauber, der dein Pergament mit dem verknüpft, auf dem ich schreibe. Hab ich aus dem Lehrplan der Drittklässler, aber ich glaube, die Abwandlung ist aus dem fünften Jahr."

Harry lachte leise. Wie diese idiotischen Reinblüter überhaupt so tun konnten, als ob sie überlegen wären, während muggelgeborene Wunderkinder wie Hermine durch die Schule liefen, war ihm ein Wunder.

„Was ist das?" fragte Theo.

„Oh, nur Hermine, die mal wieder beweist, dass alles, was Draco über Blutreinheit denkt, Schwachsinn ist. Übrigens, hast du zufällig in letzter Zeit Neville gesehen?"

Theo hustete nervös. „Ich hab ihn vor ungefähr einer Stunde gesehen. Er war in der Jungentoilette im ersten Stock. Er war sehr aufgebracht."

„Ich hab gehört, dass irgendwas in Zauberkunst passiert ist und er den Unterricht früher verlassen musste, aber ich hab keine Details gehört."

Theo biss wieder auf seiner Lippe rum. „Es war mehr als das. Harry, weißt du, was ein Erinnermich wirklich kann? Longbottom wusste es nämlich nicht, bis ich es ihm vorhin gesagt habe. Ich… ich hatte keine Ahnung, dass er es nicht wusste und dachte mir, er sollte es wissen. Ich hoffe, ich hab keinen Fehler damit gemacht, es ihm zu sagen."

Harry war verwirrt, aber plötzlich auch sehr besorgt. „Neville hat mir gesagt, dass ein Erinnermich dich daran erinnert, wenn du etwas Wichtiges vergessen hast."

„Ja, es ist aber noch mehr als nur das." Theo sah verschwörerisch um sich. „In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ein bestimmter Zauber mehr und mehr weit verbreitet angewandt; der Gedächtniszauber, bald gefolgt von seinem nahen Verwandten, dem Verwirrungszauber. Der erste erschafft gezielte Amnesie in dem Ziel. Der zweite vertauscht die gelöschten Erinnerungen mit neuen, vom Zauberwirker gewählten Erinnerungen. Das hat zuerst viele Probleme ausgelöst, bis das Ministerium Gesetze in Kraft gesetzt hat, die die Anwendung dieser Zauber stark eingeschränkt hat. Sie wurden sogar beinahe zu den Unverzeihlichen gezählt, aber wurden dann doch als zu nützlich eingestuft, um sie komplett zu verbannen. Die Zauber haben es dem Ministerium deutlich leichter gemacht, um das Abkommen zur Geheimhaltung der Magie einzuhalten, und damit mit den Muggels umzugehen, die aus Versehen Zauberei beobachtet haben. Sie werden in Hogwarts nicht beigebracht und man muss sich eine Lizenz vom Ministerium besorgen, um sie zu lernen und anzuwenden, aber viele der alten Familien haben sie in ihren Familien-Zauberbüchern aufbewahrt, also kann man sie immer noch illegal lernen. Man muss nur die richtigen Leute kennen."

„Und ein Erinnermich schützt einen davor?"

„Nicht so richtig – es lässt dich nur wissen, wenn du von einem beeinflusst wirst. Es ist eine Tradition in reichen, alten Reinblutfamilien, vor allem bei den paranoiden, ihren Kindern ein Erinnermich zu schenken, wenn sie in Hogwarts anfangen. Aber nur die reichen, weil sie ziemlich teuer sind. Der Plan ist üblicherweise, dass sie verhindern sollen, dass die Kinder mental beeinflusst werden, bevor sie alt genug sind, um ihre eigenen mentalen Verteidigungen zu haben. Sie färben sich in ein leichtes Rot, wenn man etwas natürlich vergessen hat, in ein dunkles Rot, wenn man seine Erinnerungen gelöscht oder magisch verändert bekommen hat," Theo schluckte, „und in ein sehr dunkles Rot, wenn viele Erinnerungen so beeinflusst worden sind."

Harry wurde blass. „Genau wie Nevilles vorher heute geworden ist! Kann man die Erinnerungsveränderungen rückgängig machen?"

„Das ist noch so eine Sache, die Erinnermichs machen. Wenn du ständig einen mit dir trägst, kann es nach und nach die Erinnerungen rekonstruieren, die gelöscht oder magisch verändert worden sind. Es kann manchmal auch ganz schön lange dauern, kommt darauf an, wie weitgehend die Veränderungen sind und wie mächtig der Zauberer war, der den Zauber gewirkt hat. Das war, was das Glühen heute Nachmittag bedeutet hat. Longbottoms Erinnermich ist fertig damit, die Erinnerungen zu rekonstruieren und ist bereit, sie wiederherzustellen."

Harry atmete scharf ein. „Hast du Neville erzählt, wie das geht?"

Theo verzog das Gesicht. „Ja. Ich hab ihm aber auch gesagt, dass es vermutlich jemanden dabei haben sollte, nur für den Fall, dass die Erinnerungen traumatisch sind, aber er hat darauf bestanden, es alleine zu tun. Ich hätte vielleicht trotzdem zu dir kommen und es dir sagen sollen, aber es schien… persönlich für ihn zu sein."

„Mag sein, aber du hättest mir trotzdem Bescheid sagen sollen."

„Tut mir ja leid," sagte Theo heftig. „Ich bin diese ganzen… Nettigkeiten nicht gewohnt. Ich bin so nicht erzogen worden."

Harry lächelte. „Ich weiß ja nicht, Theo. Ich glaube, du hast dafür ein Talent." Dann drehte es sich wieder zum Pergament, tippte es an und flüsterte eine weitere Nachricht.

Neville ist auf der Jungentoilette im ersten Stock. Er ist sehr aufgebracht. Ich erkläre es dir später auf dem Weg. Wir gehen, sobald das Festessen vorbei ist." Aber gerade, als Harry die Nachricht verschickt hatte, knallten die Türen zur Großen Halle auf und Professor Quirrel kam panisch hereingestürmt.

„TROOOOLLLL! IM K-K-KERKER! … Dachte, Sie sollten es wissen," schrie der Mann und fiel dann in Ohnmacht.

Harry atmete laut aus. „Verdammt."

Es gab einen kurzen Moment von schulweiter Panik, die der Schulleiter aber schnell unterband, bevor er den Schülern befahl, zu ihren Wohnheimen zurückzukehren. Harry tippte das Pergament wieder an.

Neuer Plan. Wir gehen jetzt. Schleich von den anderen Gryffs weg und triff mich außerhalb der Tür zur Großen Halle."

Hermine nickte ihm durch die Halle zu und stand dann mit dem Rest ihres Hauses auf, um zu gehen. Harry stand auch auf, als Rodney Montague, der Siebtklässler Präfekt der Slytherins, den Rest ihres Hauses ansprach. „Slytherins, bleibt sitzen. Unser erhabener Schulleiter hat in seiner… Eile anscheinend vergessen, dass unser Wohnheim, genau wie das der Hufflepuffs, im Kerker ist. Ergo sollten wir hier in der Großen Halle bleiben und sobald die Gryffs und Adler gegangen sind, werden wir Präfekte die Türe schließen und sie mit Schutzzaubern belegen. Niemand, weder Mensch noch Troll, wird hier rein oder raus gehen, bevor die Krise nicht vorbei ist. Verstanden?"

Die Slytherins setzen sich wieder hin. „Nochmal verdammt," murmelte Harry. Er schloss seine Augen und murmelte sich selbst zu, während er seine Schläfen massierte. „Brauche eine Ablenkung. Brauche eine Ablenkung. Denk nach!"

Theo beugte sich zu ihm rüber und legte eine Hand auf seine Schulter. „Ernsthaft?!" flüsterte er eindringlich. „Ziehst du es ernsthaft in Betracht, hier rauszuschleichen, dich den Präfekten zu widersetzen und Longbottom hinterherzurennen, während hier ein Troll rumläuft?!"

Harry öffnete seine Augen wieder und sah Theo an. „Neville ist mein Freund und er ist in Schwierigkeiten. Also bin ich für ihn da. Genau wie du mein Freund bist, und solltest du jemals in Schwierigkeiten sein, bin ich für dich auch da." Harry sagte das absolut sachlich und ohne nachzudenken, daher war er überrascht, als Theo mit geweiteten Augen zurückzuckte. Mit einem traurigen Stich realisierte Harry, dass Theo bis dahin wahrscheinlich niemanden hatte, der ihm Freundschaft auf diesem Level angeboten hatte. Theo sah sich um, dann nahm er seine Hände unter den Tisch, damit niemand sehen konnte, wie er den silbernen Ring entfernte, den er ständig trug. Unaufmerksam reichte er ihn Harry.

„Steck den an deinen dritten Finger deiner linken Hand. Dann, sobald du bereit bist, atme tief ein und dreh den Ring halb um. Dann beweg dich! Es hält nur an, solange du den Atem anhältst, dann muss es eine Weile lang nachladen. Wenn du deinen nächsten Atemzug nimmst, werden alle hier sofort bemerken, dass du weg bist. Jetzt schnell!"

Überrascht nahm Harry den Ring, atmete so tief ein, wie möglich war, und drehte dann den Ring. Nichts passierte. Er sah sich um und bemerkte, dass niemand auf ihn achtete. Langsam stand er auf. Niemand sah ihn an. Vorsichtig trat er über die Bank und bewegte sich in Richtung Tür. Als klar wurde, dass ihn alle komplett ignorierten, rannte er los und schlüpfte gerade so durch die Tür, als die Slytherin und Hufflepuff Präfekte sie gerade schließen wollten. Als er rausschlüpfte, bemerkte er, dass Professor Quirrel nicht mehr auf dem Boden lag, wo er ohnmächtig geworden war. Harry hielt weiter die Luft an, bis er zu Hermine aufgeholt hatte, die sich hinter einer Rüstung versteckte und den anderen Gryffindors hinterher sah, die gerade zu ihrem Turm gingen. Schließlich, als seine Lungen anfingen zu brennen und er es einfach nicht länger halten konnte, schnappte er auf und atmete schnell aus und dann wieder ein, und das Mädchen sprang erschrocken auf.

„Harry! Wie hast du das gemacht?! Unsichtbarkeitszauber sind doch bestimmt noch zu schwierig für unser Alter!"

„Lass einfach sagen," sagte Harry, während er weiter nach Luft schnappte, „dass ich es durch die Macht der Freundschaft geschafft habe und es dabei belassen. Komm schon, wir müssen zu Neville."

Auf dem Weg zur Jungentoilette erzählte Harry Hermine, was Theo ihm über Nevilles Erinnermich gesagt hatte.

„Also hat jemand regelmäßig seine Erinnerungen manipuliert? Ich frag mich, ob das der Grund ist, warum er sonst so ein schlechtes Gedächtnis hat."

„Vermutlich," sagte Harry finster. Plötzlich wurden die beiden von einem üblen Gestank angehalten, der die beiden zum Würgen brachte. Hinter der nächsten Ecke konnten sie ein Knurren hören, das Geräusch von zerbrechendem Mauerwerk… und Neville Longbottoms absolut terrorerfüllte Schreie. Harry murmelte bitter vor sich hin. „'Troll im Kerker. Dachte, Sie sollten es wissen.' "


ÜN: „Hüttenkuchen" heißt im englischen Cottage Pie und ist kein traditioneller süßer Kuchen, sondern ein Ofengericht mit Hackfleisch, Gemüse und mit Kartoffelbrei überbacken. Absolut legitime Hauptspeise, kein Nachtisch.

Übersetzungsnotiz: Das hier ist mein erstes großes Übersetzungsprojekt, also wenn du einen Verbesserungsvorschlag oder sonstiges Feedback hast, bitte gib mir in einem Review Bescheid :) Danke fürs Lesen!