The Vigilant
Haftungsausschluss: „Scarecrow and Mrs. King" gehören Warner Brothers und Shoot the Moon Productions. Ich liebe die Serie und diese Geschichte ist nur für den Spaß gedacht. Ein Verstoß ist nicht beabsichtigt.
Diese Geschichte enthält Texte aus dem Skript „Scarecrow and Mrs. King" „Magic Bus". Sie gehören Warner Brothers und Shoot the Moon Production und sind hier nur verwendet zum Verständnis.
Alle Fehler in dem Text sind meine. Er wurde von niemanden zuvor gelesen.
Und ich musste bemerken, dass ich wohl nicht für Krimis tauge. Die Geschichte ist eher flauschig als spannend.
Montag, 24. Oktober 1983
Ein Fernsehgerät, man sieht eine Frau die in der Natur auf einer Wiese steht:
„Hallo und willkommen zu einer ganz neuen Art von Waffe."
(Die Frau dreht sich um und sieht das Fahrzeug an, ein Wohnmobil.) „Ja, dies ist der voll computerisierte Vigilant, die Total Weaponry Unit."
(Man sieht ein Wohnmobil, das eine normale Straße entlangfährt und dann einen Mann im inneren des Vigilant, der etwas auf dem Monitor betrachtet.)
„Ist das dort vorne eine Panzerfaust? Kein Problem."
(Auf dem Fernsehgerät sieht man eine Explosion.)
„Diese dickhäutige Schönheit ist eine rollende Festung. Sie feuert mit über 1.000 Umdrehungen pro Minute "
(Man sieht nun eine Ansicht der Maschinengewehre auf dem Dach des Wohnmobils die ihre Kreise ziehen.)
„und kann ihre Geschosse auf verschiedene Ziele gleichzeitig lossenden."
(Man sieht nun die Raketen auf dem Fernsehgerät. Ein Bild der Rakete, die in die Luft hochschießt. Dann eine Explosion. Als nächstes sieht man in dem Film eine wütende Menge.)
„Mob-Kontrolle? Selbstverständlich."
(Man sieht eine protestierende Menge von Menschen, dann wird vom Dach des Wohnmobils mit Tränengas auf Dummies gesprüht.)
„Globale Kommunikation, taktische Planung? Kein Problem. Genau das Richtige für den Kriegsfall, sehen sie sich dieses schlichte Wohnmobil an, das sich ganz dezent von einem Krisenherd zum nächsten bewegt."
(Nun sieht man die Frau in dem Wohnmobil vor den Computern sitzen und sie schaut sich begeistert um) „Ja, The Vigilant gibt dem Wort Angriff eine ganz neue Bedeutung."
Billy Melrose stoppte die Wiedergabe auf dem Fernsehgerät und schaute die beiden anwesenden Personen an:
„Lee, deine Meinung dazu kenne ich schon." Brachte er den Agenten davon ab, als erstes das Wort zu ergreifen.
Mr. Melrose schaute nun in das etwas verwirrt blickende Gesicht von Amanda King.
Als sie seine Augen auf sich spürte, schaute sie ihn an:
„Ihr Ernst? Ein Wohnmobil als Waffe. Und wie kann man davon mit so einer begeisterten Stimme berichten?"
„Sei sicher, dass nicht nur du so darauf reagiert hast. Uns hat es auch verwundert." meinte Lee.
Billy nickte zustimmend: „Dieser Film und das dazugehörige Fahrzeug wurden gestern Francine, Lee und mir von Kongressabgeordneter Fremont und seinem Assistenten Holt vorgeführt. Zumindest das erste Mal live. Fremont hat sich vor drei Wochen mit mir im geheimen getroffen. Er befürchtet, dass sein Assistent Holt mit einer radikalen Gruppe sympathisiert. Sie nennen sich die Überlebenden, ‚the Survivors'."
Billy reichte Amanda eine Akte über diese Gruppe.
„Der Vigilant muss nach Arizona zu ein paar abschließenden Tests. Wir haben gestern vor Holt vereinbart, dass wir eine Kopie des Vigilant per Zug nach Arizona verfrachten und dass das Echte von Lee über die Straßen dorthin gefahren wird. Die Kopie sozusagen offiziell bekannt, so dass wir vom richtigen Wagen ablenken.
Aber in Wahrheit machen wir es nach Absprache mit Fremont genau umgekehrt. Der echte Vigilant geht per Zug. Lee braucht beim Fahren aber Gesellschaft."
Billy schaut Amanda genau an: „Und da sie in ihren Unterlagen angegeben haben, dass sie bereits einen Campingwagen gefahren haben, dachte ich an sie, um ihn zu begleiten. Das sind so 3,5 Tausend Kilometer und dafür haben sie 4 Tage Zeit."
„Beginnt damit mein Training? Eine Waffe durchs Land zu fahren?" fragte Amanda verstört.
„Solche unliebsame Arbeiten gehören auch dazu." Versuchte Lee sie aufzubauen. „Und das Gute daran, du machst das mit mir."
Amanda verdrehte amüsiert die Augen und grinste ihn dann an: „Du glaubst also, du bist das Sahnehäubchen von dem Auftrag."
Lee zog amüsiert eine Augenbrauche nach oben und nickte.
Amanda kicherte und verdrehte wieder die Augen, dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf den lächelnden Billy Melrose: „4 Tage in einem Campingwagen, der keiner ist. Wo sollen wir schlafen, wo sollen wir rasten? Wie stellen sie sich das vor mit einer Waffe durchs Land zu fahren?"
„Ihr fahrt die Kopie." Beschwichtigte er „Mit ihrer Geheimfreigabe dürfen sie mit dem Original nicht in Kontakt kommen. Und über das wie, können sie sich beide Gedanken machen.
„Sir, wenn ich nicht die benötigte Freigabe habe, wie können sie dann meinen Einsatz begründen, weil eigentlich fahren wir ja offiziell mit dem Original."
„Das sie noch nicht die benötigte Freigabe haben, wissen nur wir. Sie sind offiziell die Partnerin von Scarecrow."
Nach dem Gespräch mit Billy Melrose zogen sich Lee und Amanda in einen keinen Konferenzraum zurück.
Sie machten Pläne, über welche Straßen sie über Land fahren wollten. Welche Stopps sie einlegen.
„Du hattest gestern dein Gespräch mit Billy?" fragte Lee neugierig.
„Ja."
„Was habt ihr besprochen?"
„So neugierig?" wich sie seiner Frage aus.
Lee blickte von den Landkarten auf und fixierte ihre braunen Augen. „Ja, ich möchte es genau wissen, da du am Nachmittag dann Fremont und Holt als meine Partnerin namentlich genannt worden bist. Also gehe ich davon aus, dass du der Ausbildung zur Agentin zugestimmt hast?"
Amanda holte tief Luft und brach den Augenkontakt mit Lee. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe und hob dann den Blick wieder: „Ja, ich habe zugestimmt, obwohl ich mir noch immer nicht zu 100 Prozent sicher bin. Das was ich die letzten Wochen für die Agentur gearbeitet habe, war sehr interessant, herausfordernd und es lässt in mir das Gefühl zurück, endlich etwas machen zu können, was mir selbst auch was gibt. Neben dem Gedanken, dass es sich auch sehr gut anfühlt etwas für das eigene Land zu tun. Aber ich weiß andererseits nicht, ob ich es wirklich kann. Kann ich wirklich eine gute Agentin werden? Habe ich das Zeugs dafür?"
In Gedanke führte sie noch an, dass es sie auch sehr interessierte mit dem Mann zusammen zu arbeiten, der sie gerade mit einem sehr konzentrierten und neugieren Blick fesselte. Bevor sie sich in seinen Augen verlieren konnte, brach er das kurze Schweigen: „Ich denke schon, dass du eine gute Agentin werden kannst. Du hast Instinkt. Wenn ich mir das vorstelle, was du in der kurzen Zeit schon gemacht hast, was du bemerkt hast. Hauptsächlich in dem letzten Fall." Lee ergriff ihre Hand, die ihm am nächsten lag: „Habe ich dir eigentlich schon gedankt, dass du mich vor Dr. Glaser gerettet hast."
Sie schaut beschämt auf ihre Hand, die von seiner bedeckt wurde: „Ich habe doch nichts getan."
„Oh doch, du hast mit mir geredet, du hast mich immer wieder zurückgeholt. Du hast so viel getan." Er drückte ihre Hand bei seinen Worten. Zog dann die Hand zurück und meinte: „Bist du einer Klasse von Beaman zugeteilt worden oder wie läuft es?"
Amanda räusperte sich, um ihre Gedanken wieder zu beruhigen, da seine Worte und seine Hand ihr viel bedeutet hatten: „Nein, da komme ich zur Zeit nicht rein. Mr. Melrose hat ‚learning by doing' als meine Ausbildung angesetzt. Du sollst mich ausbilden. Er hat wohl noch nicht mit dir gesprochen?" stellte sie fest.
„Nein, aber ich habe nachher noch einen Termin bei ihm. Er hatte keinen früheren."
Lee atmete erleichtert auf. Nach dieser Info hatte er gefischt. Sie ausbilden, sie bei sich haben, jeden Tag bei der Arbeit. Das bedeutete ihm so viel. Auf sie aufpassen zu können, dies niemanden anderen überlassen zu müssen. Sie bedeutete ihm mittlerweile so viel. Und er wünschte, sie würde ihn auch so sehr haben wollen, wie er sie. Aber sie bremste sie beide immer wieder ab.
Er hatte versucht, sich an den letzten Tagen immer wieder mit ihr zu verabreden, sie hat aber immer keine Zeit gehabt. Wenn sie daran interessiert wäre ihn zu sehen, würde sie dann nicht dafür sorgen, Zeit zu haben? Die Unsicherheit brodelte in seinem Bauch und sein Herz schmerzte. Er war gefallen, tief gefallen. Sein Herz gehörte Amanda. Das war ein Gefühl, welches ihm völlig fremd war, es erwärmte ihn aber von innen. Er wollte es nie wieder verlieren. Wenn sie sein Herz nicht haben wollte, dann würde er jetzt wenigstens beruflich sie bei sich haben können. Er hat seit Jahren sein Herz geschützt, indem er immer nur belanglose Kurzzeitbeziehungen geführt hatte. Aber sie hat sie Mauer um sein Herz mit ihren großen braunen Augen, ihrer freundlichen Art, ihrem Lachen zermürbt. Der von ihr initiierte Kus vor nun einer Woche im Krankenhaus hat sie endgültig zum Einsturz gebracht. Er war nun ungeschützt gegenüber ihr, und irgendwie gefiel ihm das. Seine Sehnsucht sie wenigstens in seiner Nähe zu haben, wuchs von Tag zu Tag und er freute sich gerade sehr darauf, die nächsten Tage mit ihr über Land zu fahren.
„Wie war die letzte Woche?", fischte er nach Informationen.
„Anstrengend. Jamie und Phillip hatten mehrere Klassenarbeiten in der Schule zu schreiben. Dafür habe ich mit ihnen gelernt. Und Mutter hat einen neuen Verehrer und war ein paar Mal mit ihm aus. Dann war noch eine Elternveranstaltung in der Schule. Ich sag dir, ich bin abends wie tot ins Bett gefallen. Das ich jeden Tag hier vier Stunden Schreibarbeiten erledigt habe kam ja dazu. Und daran muss ich mich wirklich erst noch gewöhnen."
Lee entschuldigte sich in Gedanken bei ihr. Sie hatte wohl wirklich keine Zeit für ihn gehabt. Und er war die letzte Woche von Billy nach Hause geschickt gewesen. Er sollte sich vom letzten Fall erholen. Aber offensichtlich hatte man ihr nicht frei gegeben.
„Du hast wirklich die ganze Woche gearbeitet? Du bist im Krankenhaus verletzt worden. Warum hast du das nicht gesagt?" fragte er verwirrt.
„War nicht schlimm. Nur ein paar blaue Flecke. Nicht der Rede wert.", lenkt sie ab.
Lee schüttelte den Kopf und meinte: „Amanda, du bist gegen eine Wand geworfen worden und wenn ich mich richtig erinnere, kurz benommen liegen geblieben. Das war der Rede wert."
Sie legte ihre Hand beruhigend auf seine: „Hast recht, das nächste Mal las ich mich untersuchen. Nur jetzt ist wirklich alles wieder in Ordnung."
Lee nickte und ließ sich darauf ein. Amanda lächelte ihn dankbar an und beide vertieften sich wieder in die Landkarten und Pläne.
Amandas konnte sich schlecht auf die Pläne konzentrieren. Sein besorgter, liebevoller Blick von eben hatte sie tief berührt. Ihre Gefühle für ihn gingen tief. Sie wollte sie nur nicht genauer untersuchen. Der Job bei der Agentur sorgte dafür, dass sie nun endlich mal in ihrem Leben unabhängig werden konnte. Etwas beruflich auf die Beine stellen, das war ihr Ziel. Sie würde nun auch ihrem Ex-Mann mitteilen, dass er für sie keinen Unterhalt mehr zahlen müsste. Frei sein, sie sein dürfen. Eine neue feste Beziehung wollte sie nicht. Und sie musste Dean endlich losbekommen. Er rief fast täglich an. Es machte ihr fast schon Angst. Daher war dieser Auftrag, der sie ein paar Tage wegführen würde sehr gut. Ihr war bewusst, dass Lee möglicherweise mehr wollte, als eine Arbeitspartnerschaft. Könnte man vielleicht beider Bedürfnisse decken? Seine Umarmungen und Küsse taten so gut und die Träume von ihm erwärmten ihre Nächte.
Als Lee sie etwas fragte und sie ihm keine Antwort geben konnte, ermahnte sie sich innerlich und beide konzentrierten sich wieder auf ihre Aufgabe.
