Ginny starrte auf ihre eigene Hand als könnte sie kaum glauben was sie gerade getan hatte. Dann fing sie leicht an zu kichern. Harry starrte sie ungläubig an und wagte dann selbst ein vorsichtiges Lachen. Ginny explodierte.
«WAS ZUR HÖLLE DACHTEST DU TUST DU POTTER?»
«Er nun ich habe nur du weisst schon gelacht weil nun ja du gelacht hast…»
«HAST ÜBER MICH GELACHT ODER? DACHSTEST ES IST LUSTIG WIE BESORGT ICH WAR NICHT WAHR?»
«Nein Gin Liebes ich habe nur…»
«HAST DU EINE AHUNGUNG WIE VIEL MAGIE IN DEINE BRUST ABSORBIERT WURDE? HAST DU? HAST DU?»
«Nun eigentlich nicht aber…»
«ES WAR VIEL POTTER! VERDAMMT VIEL! GENUG DAS DU WIE EINE ALTE SOCKE ZU BODEN GEFALLEN BIST! EINE ALTE SOCKE POTTER!»
«Ich verspreche das ich es nicht wieder tun wer…»
«ZUM TEUFEL WIRST DU ES NICHT NOCH EINMAL TUN WEIL DU WIRKLICH NICHT WISSEN WILLST WAS ICH TUE WENN…»
Sie wurde heftig unterbrochen von Harry welche sie heftig zu sich zog und umarmte. Ihr angespannter Körper entspannte etwas in der Umarmung und sie erlaubte ihren dünnen Armen sich um seinen Nacken zu schlingen. Ihre schlanken Hände hielten sich an dem Umhang fest den er vom Kampf noch trug. Ihr Kopf schien Kupfern als sie ihr Gesicht in seiner Schulter vergrub.
«Tu es nie wieder», beendete sie an seiner Schulter und Harry hauchte einen liebvollen Kuss auf ihren Scheitel.
§
Lily wusste nicht wie lange sie dort sass rot und peinlich berührt darüber einen solch privaten Moment erlebt zu haben. Es war nur durch das rhythmische Atmen der durch den Vorhang drang das sie wusste das wenigstens einer von ihnen schlief.
Sie stand auf noch immer peinlich berührt und bereit gleich zu verschwinden and steckte ihren Kopf um den Vorhang.
Harry schlief und Lily bemerkte das es das erste mal war das sie ihn ohne angespannten alarmierten Ausdruck auf dem Gesicht sah. Einmal in seinem Leben verletzlich.
Ginny lehnte sich in ihrem Stuhl zurück ihre Augen leicht geschlossen aber sie selbst schlief offensichtlich nicht da die Hand die Harrys nicht fest hielt mit ihren langen Nägel auf die Lehne ihres Stuhls trommelte.
Lily verlagerte ihr Gewicht leicht und die blassen Augenlieder flogen auf. Sie blickte sich um ihre Finger wanderten zu ihrem Handgelenk wo ein angepasster Lederhalter ihren Zauberstab hielt. Sie entspannte sich als sie Lily sah und schenkte ihr ein weites freundliches Lächeln.
«Hiya Lily! Nimm platzt.»
Sie deutete mit ihrer freien Hand auf einen anderen monströsen freien Stuhl und Lily setzte sich auf die Kante und fühlte sich unsicher. Trotz ihrem aufrichtig freundlichen Ausdruck beobachteten Ginnys Augen jede ihrer Bewegungen.
«Besuchst du Marnie?»
Lily nickte; froh das sie eine glaubhafte Entschuldigung hatte auch wenn das Belauschen ihren Besuch gestört hatte. Ginny seufzte.
«Weisst du, sie war wirklich grossartig im Kampf. Kämpfte wie eine Besessene sie war so stark.»
Lily lächelte ab dem Lob über ihre Freundin. Es stimmte Marnie war die liebste Person überhaupt aber wenn sie wütend war stand ihre Bissigkeit nur hinter Lilys eigener an.
«Wenn auch nicht so grossartig wie du.»
Lily blickte überrascht auf. Sie hatte kaum gekämpft sie hatte nur ein paar Todesser geschockt und hatte beinahe geheult als sie sah wie vollgesaugt James Hemd gewesen war. Ginny musste sie ihren ´wir wissen beide das das nicht wahr ist´ Ausdruck gesehen haben da sie grinste und sagte «Es wurde offiziell als unmöglich angesehen elf bis dreizehnjährige in einer gewissen Zeit an einen Ort zu bringen. Du hast deinen Job als Schulsprecherin gemacht und du hast ihn gut gemacht.»
Lily drehte ihre Finger in ihrem Schoss ruinierte ihren bescheidenen Ausdruck mit dem verräterischen erröten eines Rotschopfes.
«Es war nicht in der Job Beschreibung.»
Ginny war ihr einen amüsierten Blick zu.
«Genau. Als mein älterer Bruder Percy Schulsprecher von… der Schule war auf die wir gingen war alles was er konnte einen Stock seinen Arsch hochschieben damit sein Kopf Gesellschaft hatte.»
Lily kicherte und Ginny lächelte auch, auch wenn die Wahrheit immer schmerzte wenn es um ihren toten Bruder ging.
«Du hast Glück, eine grosse Familie zu haben. Alles was ich jetzt noch habe ist eine Schwester die ich nicht leiden kann.»
Ginny konnte sich nicht dazu bringen etwas zu sagen wie ´ich bin sicher sie ist nicht so schlimm´ und entschied sich für «Nun du hast James oder nicht?»
Lilys Gesicht erhellte sich wie immer wenn ein schwarzer Haarschopf und ein paar brauner Augen in ihre Gedanken traten.
«Und Alice und Marnie», fuhr Ginny fort, «Madame Pomfrey sagt sie wird es schaffen also wird alles wieder normal. Das tut es immer.»
Ok eine kleine Lüge hier, dachte Ginny und erinnerte sich an die Wochen nach jedem ihrer Kämpfe die Taubheit unregelmässig durch blendete Emotionen und kopflose Wut unterbrochen. Aber es kann nicht schaden es zu glauben…
«Es tut mir leid Professor Dumbledore aber ich fürchte ich kann meine Tochter nicht in eine Welt schicken von der ich nichts weiss wenn sie so endet.»
Eine Frau sprach ihre Stimme hoch und ängstlich und Dumbledores grollendes Murmeln versuchte eine hysterische Mrs. Sangrave zu beruhigen. Die schlanke blonde Frau welche ihrer Tochter so ähnelte rannte beinahe den Krankenflügel hinunter ihr platin Haar ungekämmt ihre verblasste blaue Jeans passten nicht zu ihrer blauen Seidenbluse ihr hastig aufgetragener Mascara verschmiert. Sie hielt inne als sie ihre Tochter auf dem Rücken liegen sah in den frischen Lacken die Madame Pomfreys Stolz und Freude waren. Ihre manikürte Hand hob sich zu ihrem Mund und Tränen traten aus ihren Kornblauen Augen.
«Es tut mir leid Professor. Marina verlässt ihre Welt und sie wird nicht zurückkehren.»
Lily schnappte bei ihren Worten nach Luft. Sie wusste das Marnie viel davon was an der Schule passierte vor ihrer Mutter geheim hielt und nun fing es sie.
«Mrs. Sangrave bitte überdenken Sie es. Ihre Tochter ist in unserer Welt eine Erwachsene und als solche liegt es an ihr zu entscheiden wo ihr Herz liegt.»
Mrs. Sangrave liess ein ersticken Schluchzen hören.
«Nein Professor. Ich kann nicht… ich kann mein Mädchen nicht verlieren. Niemals.»
Lily sah wie Dumbledore seinen Kopf senkte.
«In diesem Fall Madam, werde ich Vorkehrungen treffen. Und ich muss ihre Professoren informieren. Sie werden sehr enttäuscht sein. Miss Sangrave war eine vielversprechende Schülerin und ich weiss das sie grosse Dinge in unserer Gesellschaft hätte erreichen können.»
«Sie wird grosse Dinge erreichen – in ihrer eigenen Gesellschaft. Nun wenn Sie nichts dagegen haben ich wäre gerne alleine mit meiner Tochter.»
«Aber natürlich», sagte Dumbledore sanft und neigte sein silbernes Haupt. Lily fragte sich wie er so ruhig sein konnte wenn es sich anfühlte als würde die Welt um sie einstürzen.
§
Als Lily die Nachricht bekam das Marnie wach war rannte sie mit Alice auf den Fersen in den Krankenflügel verzweifelt jede Minute vor ihrem Weggang mit ihr zu verbringen. Sie fanden sie wütend vor Tränen flossen über ihre roten Wangen sie schrie ihre Mutter an welche auch Tränen hatte aber fest wie eine Steinwand war.
«Wie zum Teufel kannst du mich davon weg nehmen das mich zugehörig fühlen liess Mum? Nur weil du in einer geordneten Welt voller Vorgärten und Autowäschen lebst bedeutet das nicht das ich nicht etwas in meinem Leben haben kann! Glaubst du überhaupt an Magie Mum? Tust du es?»
Mrs. Sangrave zuckte zusammen als wäre jedes Wort ein Schlag ins Gesicht aber sie stand fest.
«Marina, glaubst du wirklich ich tu das um dir weh zu tun? Ich liebe dich zu sehr um dich in Gefahr laufen zu lassen.»
Marnies blaue Augen hatten sich vor Wut geweitet und sie schluckte ein Schluchzen als sie gewürgt sprach.
«Ich kann nicht einfach da sitzen und nichts tun was davon verstehst du nicht? Alles und jeder denn ich liebe könnte morgen sterben ausser ein paar Leute haben den Mut zu kämpfen. Wenn ich sterben soll gehe ich kämpfend nieder und ich werde verdammt noch mal so viele Bastarde mitnehmen wie…»
«Marina!»
«Was Mutter? Was zum Teufel willst du was ich tu? Zuhause sitzen und stricken? Kennst du mich überhaupt? Ich kann das nicht!»
Mrs. Sangraves Augen waren hart geworden.
«Marina, wir verlassen diesen Ort morgen und wir verlassen damit diese Welt und das ist beschlossen.»
§
Marnies Abschied war lang und tränenreich und Lily merkte das sie nie jemand so untröstlich gesehen hatte. Ihr eigenes blondes Haar war in einem unordentlichen Pferdeschwanz zurückgebunden und sie trug ihren Schulumhang als ein letzter Akt von Trotz. Sie hielt ihren Zauberstab in der Hand hielt ihren Zauberstab als ihre tiefste Verbindung zur magischen Welt. Sie versuchte zu lächeln als sie neben ihrem Koffer stand und sah für alle aus wie ein verlorenes Kind. Sie sah auf und sah den traurigen Ausdruck ihrer beiden Freundinnen hinter der Fassade des Mutes.
«Es wird nicht lange sein», beharrte sie mit erstickter Stimme, «Sobald ich achtzehn werde bin ich zurück. Dumbledore sagt…» sie verlor sich und schluckte, «Dumbledore sagt es gibt eine Organisation für Leute wie uns. Leute die wissen was richtig ist.»
Sie versuchte nochmal mutig zu lächeln.
«Ich komme zurück. Wartet nur und ihr werdet es sehen.»
Sie umarmte ihre Freundinnen fest hob ihren Koffer hoch und entfernte sich von ihrem eigenen Leben.
§
«Morgen», James lächelte seine Freundin an als sie sich neben ihn auf die Bank setzte. Sie lächelte ihn leicht an und nahm sie einen Toast.
«Zauberei Geschichte als erstes», sagte James mit einer Grimasse, «Ich kann nicht glauben das wir noch Unterricht haben – es ist nur einige Wochen seit dem Kampf und da war diese dumme Aufregung.»
Er sagte das Wort ´Aufregung´ mit viel Verachtung und er hatte recht. Es hatte viel Aufregung gegeben. Die Aufräumarbeiten dauerten lange und der Grossteil der ersten Woche nach dem Kampf wurde damit verbracht Todesser um das Schloss zu finden die noch immer mit den hohen Stricken die die DA beschworen hatte kämpften. Dann hatte es eine lange Ansprache vom Zauberei Minister gegeben welcher ´sehr dankbar´ war für ´die jungen Kämpfer für das Licht´ welche ein ´grosses Lob´ verdienten. James konnte sich an den Rest der Ansprache nicht erinnern – er war nach etwa fünfzehn Minuten eingeschlafen.
Und dann gab es die Trauer über die Toten. Der Wahrsage Lehrer war zusammen mit zwölf Schülern getötet worden keiner den James ausser vom Sehen her kannte. Dennoch war ihr Tot ein grosser Schock für alle an der Schule gewesen und die Beerdigung war eine emotionale Sache gewesen. Tränen waren über Dumbledores faltige Wangen geflossen als von ´Kriegssoldaten´ sprach und die Rede mit ´Wer hätte gedacht das die Beschützer die waren die wir beschützen sollten? Es soll nie wieder geschehen´ beendete.
«Hey!» sagte Lily laut als ihre Ausgabe das Tagespropheten in ihrer Teestasse landete. Sie hob sie hoch und überflog das Titelblatt.
«Mehr Angriffe auf Muggel Familien», sagte sie düster und blickte auf die Schlagzeile. Ihre Augen sehen zwei Worte. Sangrave Anwesen.
Nahm Luft schnappend obwohl keine Luft kam starrte sie auf die Seite zufällige Worte wichen aus ihr. Siebzehnjährige Tochter…kämpfte tapfer…beschützte…traf Zauberer…zu spät.
Lily musste nicht weiter lesen. Sie wusste das Marnie tot war.
