Am nächsten Morgen wurde sie von Geräuschen geweckt. Sie konnte die Augen noch nicht öffnen. Sie streckte sich gemütlich und spürte etwas. Sie fuhr mit der Hand, zuerst hinab und dann wieder rauf. Sie tastete richtig, bis sie merkte was das war.
Erschrocken riss sie die Augen auf und blickte in Ranmas Gesicht. Er schlief noch tief und fest. Jetzt wurde ihr bewusst dass sie nicht geträumt hatte, sie legte sich wieder auf seine Brust und lächelte. Sie fuhr wieder mit ihrem Finger über seine Brust und streichelte ihn.
Akane zeichnete die feinen Katzer nach die sie gestern hinterlassen hatte. Da knurrte Ranma zufrieden, sie muste über ihn kichern und kuschelte sich noch etwas enger an ihn.
Da hörte sie das Geräusch wieder, das sie vorhin Geweckt hatte. „Wir sind wieder da" rief Kasumi. Akane richtete sich voller Panik auf. Das hatte sie vollkommen vergessen. Sie musste Ranma schnell aus ihrem Zimmer bekommen. „Ranma wach auf" sagte sie und griff nach seinen Schultern.
Sie schüttelte ihn, doch es brachte nichts. „Komm schon Ranma. Tu mir das nicht an" er hingegen drehte sich zur Seite und somit Akane den Rücken zu. „nur noch fünf Minuten" sagte er im Schlaf. Das war sein Standard Satz. Akane hatte keine Zeit den Eimer zu holen. Sie riss ihn zurück auf den Rücken und versuchte ihn wachzurütteln. Aber er grunzte sie nur an.
Was sollte sie nur tun. Da kam ihr eine Idee, vielleicht musste sie ihm nur einen guten Grund zum aufwachen geben. Sie setzte sich wieder auf seinen Schoss und neigte sich runter zu ihm. Es dauerte nicht lange da erwiderte er den Kuss. Nicht nur das, er zog sie runter und drehte sie so, dass er jetzt auf ihr zu liegen kam. Er vertiefte den Kuss immer mehr.
Entschlossen schob sie ihn weg. Völlig ausser Atem versuchte sie ihm die Lage zu erklären „Endlich bist….du wach….Die anderen….sind zurück…..du musst schnell raus" Enttäuscht sah er sie an. Aber sie liess ihm keine Wahl. Akane schob ihn Richtung Tür. Sie öffnete vorsichtig die Tür und spähte hinaus. Schnell scheute sie ihn aus ihrem Zimmer. Da hörte man schon Kasumi rufen „Akane bist du wach, wir sind wieder da"
Ranma stand noch im Gang. Akane wedelte ihm mit der Hand zu. „Na los geh schon" flüsterte sie. Er liess sich am Morgen nicht gerne stressen und schlurfte verschlafen in sein Zimmer. Gerade als er die Tür hinter sich zu schob. Kam Nabiki die Treppe hoch. Das war Knapp. Akane zog sich an, im Spiegel bemerkte sie die Spuren der letzten Nacht an ihrem Hals. Wieder band sie sich ein Tuch um den Hals.
Das musste sie Ranma schnell abgewöhnen, wenn sie nicht wollte, dass die anderen etwas bemerkten. Akane ging schnell runter und begrüsste ihre Schwester. Kasumi sah erleichtert darüber aus, das Akane ganz normal angezogen war. Sie erkundigte sich über das Wochenende der Zwei. Akane versuchte sich nichts anmerken zu lassen „War nichts Besonderes los" wich sie der Frage aus.
„Würdest du dann bitte Ranma wecken" „Wenns sein muss" sie versuchte wie immer zu klingen und ging der Bitte ihrer Schwester nach. Als sie Ranmas Zimmer betrat, konnte sie nicht glauben was sie sah. Der ist wirklich wieder eingeschlafen. Ihn konnte auch nichts aus der Ruhe bringen. Sie kniete sich zu ihm runter. Wie sollte sie ihn wecken. Küssen würde sie ihn ganz bestimmt nicht. Aber auf den Eimer zurückzugreifen wollte sie auch nicht.
Sie fragte sich, ob es schon genügen würde, ihn ein bisschen anzuregen. Aber zuerst würde sie es wieder ganz normal versuchen. Als legte sie ihre Hände wieder auf seine Schultern und schüttelte ihn. Wie erwartet nichts. Also beugte sie sich zu ihm runter und strich ihm sanft über die Brust. An seinem Ohr flüsterte sie
„Ranma, mein Liebster. Wach schnell auf, ich brauche dich. Jetzt" Für einen Moment dachte sie, es wirkte nicht. Da schlossen sich schon seine Arme um sie und zogen sie an ihn. Er lehnte seinen Kopf an ihre Seite und flüsterte zurück. „So, so du brauchst mich" Da fing er an sie zu kitzeln. Kichernd rollte sie sich eine Weile im Bett herum. Dann herrschte Stille.
Beide sahen sich tief in die Augen. Ranma beugte sich zu ihr und gab ihr einen kleinen aber wirkungsvollen Kuss. An ihren Lippen hauchte er „An diese Art geweckt zu werden, könnte ich mich gewöhnen" Sie knuffte ihm in die Seite „Träum weiter Romeo" sagte sie belustigt. „Wieso denn nicht" schmollte er und spielte an ihrem Halstuch herum. „Du vergisst das du normalerweise nicht allein in diesem Zimmer schläfst" erklärte sie.
Er wollte widersprechen. Doch sie zog ihn schon mit sich hoch. „Komm jetzt, Kasumi wartet schon mit dem Frühstück" Er wollte nicht, liess sich trotzdem mitziehen. Wie ein Hündchen folgte er ihr immer noch müde. An seiner Tür drehte sie sich ruckartig um. Hätte er nicht so gute Reflexe gehabt, wäre er in sie gekracht. „Wo willst du denn hin" fragte sie und sah ihn erwartend an.
Er runzelte die Stirn „Du hast mich doch zum frühstück gerufen" wiederholte er das offensichtliche. „Du vergisst unsere Abmachung, du verlässt das Zimmer nur noch voll bekleidet" er seufzte tief „ach komm schon Akane, das meinst du doch nicht wirklich" Er wollte sie an sich ziehen. Aber sie entzog sich ihm geschickt „Nix da, du ziehst dich an, oder ich zieh mich wieder aus"
Er schmunzelte „Dagegen hätte ich nichts" wieder versuchte er sie zu greifen, aber sie war schon aus der Tür. „Beeil dich, sonst wird das Essen kalt" rief sie ihm noch, aus der Ferne zu. Akane liess sich neben ihre Schwester auf das Kissen plumpsen. Kasumi blickte Akane an.
„Wieso hat das so lange gedauert und wo ist Ranma" fragte sie. Akane nahm sich die Esstäbchen und erwiderte kurz „Ich hab ihn einfach nicht wach bekommen. Er kommt aber gleich, er zieht sich nur noch was über" bemüht emtionslos zu klingen.
Nabiki sah schon, etwas stimmte hier nicht. Sie hatte eine exzellente Nase was Geheimnisse betraf. Sie blickte wissend zu ihrer kleinen Schwester. „Wieso lächelst du so?" Akane verschluckte sich und musste erst mal husten. „Ich weiss nicht was du meinst?" versuchte Akane auszuweichen, als sie sich wieder gefangen hatte. Doch Nabiki liess nicht locker. „Schau doch mal in den Spiegel, du lächelst immer noch" Akane wurde rot. „Das tu ich nicht" Nabiki musste lachen
„Hab ich was verpasst. Was ist hier passiert als ich nicht da war?" fragte sie. „Nichts was soll den passiert sein" weichte akane wieder aus. Da kam auch schon Ranma ins Zimmer. Er war voll bekleidet, oben wie auch unten. Sogar seine Knöpfe, waren alle ordentlich zugeknöpft. Nabiki runzelte die Stirn. Hier war doch etwas faul. Sonst sass der jedem Morgen voll verschlafen in seiner Boxershorts hier.
„Sag mal, wie kommt es das du so viel an hast" fragte sie Ranma. Er war nicht so auf geheimniskrämerei aus, wie Akane und erklärte „Hab ne Wette verloren" „Komisch sonst wen man eine Wette verliert, muss man sich doch ausziehen" wizelte Nabiki mit ihrem zukünftigen Schwager. Er sprang mit ein „Nicht wen man mit Akane Wettet" und lachte Kurz.
Akane war geschockt von seiner Offenheit und stiss ihm den Ellbogen in die Rippen. Wenn der so weiter macht, würde er sie noch auffliegen lassen. Er keuchte kurz auf und verfiel in alte verhaltensmuster. „Hey Machoweid, schon mal über Aggressionstherapie nachgedacht"
Sie rümpfte die Nase und hoffte das Nabiki jetzt nachlassen würde. Nabiki schwieg tatsächlich, aber nicht weil sie ihnen glaubte, von wegen. Sie durchschaute die beiden ganz genau. Sie verschwiegen ihr etwas und sie hatte so ihren Verdacht was das sein konnte.
