Es dämmerte schon, als Camillo und Thomas die Adresse, die ihnen Clara gegeben hatte erreichten. Da der Buchladen in einer Seitengasse lag, liefen nur vereinzelt Leute hier durch und man beachtete die beiden Männer nicht sonderlich. Thomas blickte sich kurz um und holte dann seinen Zauberstab aus dem Umhang. "Alohomora", flüsterte er und schon hörte man das Klicken des Türschlosses von innen. Die beiden traten ein und sahen sich erst einmal um.
"Ich fange hier an und du da drüben", sagte Camillo. Die beiden durchwühlten in Melodys Laden sämtliche Regale und die Bücher, die von ihr und ihren Angestellten in jahrelanger mühseliger Arbeit sortiert worden waren, landeten achtlos auf dem Boden und zerrissen teilweise beim Aufprall.
"Und was ist, wenn sie das Buch schon verkauft hat", meinte Thomas, der sich den Karton vornahm, der neben einem der Regale stand.
"Das glaube ich nicht. Es ist alt und es sieht nicht mehr gut aus. Wer sollte so etwas haben sollen", antwortete Camillo.
"Ich werde hinten weiter suchen", sagt Thomas, stieg über den Papierberg und lief ins Lager.
Camillo's Nervosität stieg, je mehr Regale er ausgeräumt hatte und langsam schwand seine Hoffnung.
"Ich habe es gefunden", hörte er Thomas aus dem Nebenraum rufen und er lief hektisch zu ihm. "Es lag in einer der Kisten."
„Merlin sei Dank", stieß Camillo aus. Er fuhr mit seiner rechten Hand über den Buchrücken und kleine Staubpartikel fielen zu Boden.
„Schön, dann kannst du es mir gleich geben." Erschrocken drehten die beiden sich um und erblickten Severus, der mit gezücktem Zauberstab vor ihnen stand.
„Ich hatte Recht, ich hatte die ganze Zeit recht", fauchte Camillo.
„Quatsch hier nicht blöde rum, sondern gib mir das Buch", raunte Severus.
Camillo's Hand schnellte in seinen Umhang, doch Severus reagierte sofort. „Petrificus Totalus", schrie er und der Dunkelhaarige Krasal fiel stocksteif nach hinten und krachte mit dem Kopf gegen die Wand.
Thomas wollte diesen kurzen Moment von Severus Unaufmerksamkeit nutzen und kam auf ihn zugestürmt. Doch ehe er ihn erreichte, bekam er einen heftigen Tritt in den Rücken und stürzte zu Boden. Unter Schmerzen drehte er sich und traf auf die Augen von Sirius Black, die ihn anfunkelten. Neben ihm Remus, der seinen Zauberstab auf ihn gerichtete hatte. "Schön liegen bleiben."
„Ich werde im Ministerium Bescheid geben", sagte Sirius und verschwand aus der Türe.
Severus bewegte sich auf Thomas zu und blickte auf ihn hinab. „Du wirst nie wieder eine Frau anfassen, du Abschaum."
Er holte aus, trat Thomas in seine Weichteile und spuckte ihm vor die Füße. Der Blonde bäumte sich auf und schrie aus Leibeskräften.
„Wenn man sie einbuchtet, wird es nicht lange dauern und das Gerede kommt zu Voldemort", meinte Remus.
„Das ist jetzt egal. Er weiß sicher schon Bescheid und ich schätze mal, Molly richtet mir gerade ein Zimmer am Grimmauldplatz ein", antwortete Severus.
„Wieso?"
„Er wollte, dass ich Melody umbringe und zu ihm bringe. Hat Albus euch noch nichts gesagt?"
„Nein, er hat nur gesagt, dass du wahrscheinlich hier bist", antwortete Remus.
"Der alte Mann kennt mich zu gut."
Sirius kehrte nun mit vier Auroren, darunter MadEye Moody zurück. „Gute Arbeit", sagte dieser, packte Thomas barsch am Arm und zog ihn hoch.
„Dafür wirst du bezahlen Snape", fauchte Camillo sofort, als man ihn aus der Starre geholt hatte.
„Bevor ich bezahle, erhältst du erstmal deine Rechnung. Ich denke die Dementoren werden erfreut sein, deine Bekanntschaft zu machen", antwortete Severus.
„Ich werde dafür sorgen, dass du leidest mein Freund. Du liebst sie was? Du liebst tatsächlich einen dreckigen Muggel, sonst würdest du das alles nicht tun. Ich schätze mal, du hast ihr einen Linderungstrank gebraut. Braver Junge, aber das wird dir nichts nutzen."
„Was willst du Camillo?", fauchte Severus.
„Ich werde die Nacht sicher nicht überleben, dafür wird das Ministerium schon sorgen. Aber bevor ich gehe, sollst du wissen, dass ich den Fluch verstärken, indem ich meine Kraft freiwillig verliere und du wirst keine Chance haben, irgendetwas dagegen zu tun."
Und ehe jemand reagieren konnte, hatte Camillo seinen Ring vom Finger gezogen und zerschmetterte ihn auf dem Boden.
„Nein", schrie Severus und zog seinen Zauberstab aus dem Umhang.
„Severus, überlass ihn uns", sagte Moody und legte eine Hand auf die von Severus. "Du solltest jetzt gehen."
Im selben Moment, als der Ring den Boden berührte, schrie Melody, die mit Harry und Tonks im Salon saß auf.
„Melody, was ist los", fragte Tonks erschrocken.
Hermine und Molly kamen aus der Küche angerannt und Hermine ließ sich sofort neben sie nieder. "Es ist wieder da und es ist schlimmer als vorher", schrie sie und ließ ihren Kopf auf den harten Boden krachen.
„Ich werde Albus rufen. Er weiß sicher, wo Severus ist", sagte Molly und rannte hinaus.
„Ich kann nicht mehr. Ich hasse diese verdammte Zauberwelt, ich hasse euch alle", schrie die Braunhaarige.
Hermine schluckte und Tränen liefen über ihr Gesicht. „Sie meint es nicht so" flüsterte Harry ihr zu.
Tonks war es, die in diesem Moment einen kühlen Kopf bewahrte, Harry's Schulter packte und ihn aus dem Raum schob. "Geh"
„Ja, geh Harry", rief jetzt auch Hermine. "Melody, schau mich an. Du musst ruhig atmen. Molly holt Hilfe."
„Ja, geh Harry, sie sieht mich halt gerne leiden, anstatt mir zu helfen", zischte Melody.
Sie war außer sich und kein klarer Gedanke ging mehr durch ihren Kopf, nur noch Schmerz und Hass. Charlie und Bill betraten den Raum und Melody blickte sie mit hasserfüllten Augen an.
„Ich hoffe, einer von euch ist in der Lage mir zu helfen" fauchte sie.
„Melody, beruhige dich", rief Charlie.
„Ich will mich aber nicht beruhigen. Ich will, dass es aufhört", schrie sie, griff nach ihrer Teetasse und warf sie knapp an Bill's Kopf vorbei gegen die Wand.
„Melody, es reicht", rief Severus, der schon im Flur gehört hatte, was im Salon abging.
„Ach, der werte Herr ist auch schon da. Kommt immer zur richtigen Zeit, damit er ja den Spaß nicht verpasst. Ich hasse dich, ich hasse dich genauso wie alle hier. Du hast mich alleine gelassen. Du hast versprochen, dass du mich nicht mehr allein lässt."
Sie stand vom Boden auf, kam auf ihn zu und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. Im Raum war es für einen Moment ruhig, nur Melodys hektischer Atem war zu hören.
„Lasst uns allein" Severus drehte sich um und blickte sie alle an, doch sie waren so schockiert von Melodys Reaktion, dass sie nur stocksteif dastanden.
„Raus", brüllte er jetzt und endlich erwachten alle aus ihrer Starre und verließen den Raum. Er verschloss die Türe und sprach einen Stillzauber.
„Komm her Melody", sagte er, doch sie schaute ihn wütend an.
„Fass mich ja nicht an. Vielleicht hast du mir etwas gegeben, was es noch schlimmer werden lässt. Los, verschwinde von hier", fauchte sie.
"Lass mich dir helfen, Melody."
"Verschwinde von hier", brüllte sie und blickte ihn hasserfüllt an.
Severus wusste sich nicht zu helfen, öffnete die Türe und rannte hinaus.
„Was ist los" fragte Sirius sofort.
„Sie lässt mich nicht an sich ran. Sie ist voller Hass auf mich", murmelte Severus.
„Nein, das ist sie nicht. Aber versuch sie zu verstehen, sie hat Schmerzen."
„Aber was tun wir jetzt? Ich kann nicht eher nach einer Lösung suchen, wenn ich nicht weiß, dass es ihr gut geht."
„Dann musst du es tun, wenn auch gegen ihren Willen", sagte Sirius bestimmt.
Severus, Remus und auch Harry starrten ihn an.
„Sorry Sirius, auch wenn S.. Professor Snape und ich nie einer Meinung waren, bin ich sicher, dass er nun dasselbe denkt wie ich. Da kommt er sich sicher vor..." Harry kam nicht dazu, weiterzureden.
„Sie haben absolut recht, Mister Potter . Sirius, weißt du eigentlich, was du da gerade von mir verlangt hast. Dann kann ich mich gleich mit Thomas auf eine Stufe stellen", zischte er.
„Fällt dir etwas Besseres ein? Außerdem ist es ein Unterschied, wenn du es tust. Du machst es, weil du sie liebst und ihr helfen willst. Aber ich kann auch gerne da rein gehen und ihr helfen. Wenn du das möchtest, dann musst du es nur sagen", fauchte Sirius zurück.
„Nur über meine Leiche", flüsterte Severus.
„Verdammt nochmal. Dann geh da endlich rein und hilf ihr", rief Sirius verzweifelt, denn Melody Schreie wurden immer lauter.
"Severus, wende den Vibrationis Zauber an", hörte er Poppy, die mit Albus hinter ihnen erschien.
"Ich denke nicht, dass er dafür gedacht ist", antwortete er.
"Versuch es. Konzentriere dich auf diese eine Stelle. Und wenn es nicht funktioniert, dann musst du anders reagieren. Ich weiß es ist schwer Junge, aber du bist im Moment der Einzige der ihr helfen kann."
Sie strich sanft über seinen Umhang.
Melody lief verzweifelt durch den Raum und suchte im Schrank nach ihrer Kosmetiktasche. Sie griff ihren Rasierer, schraubte ihn auf und zog die Klinge heraus. Mit zittrigen Händen setzte sie diese an ihren Unterarm und zog sie quer durch die Haut. Ein markerschütternder Schrei hallte durch das Haus. Schluchzend ließ sie sich an der Wand hinuntergleiten, lehnte sich zurück und schloss die Augen.
Im selben Moment, als die metallene Klinge zu Boden fiel, betrat Severus das Zimmer und schrie auf, als er die klaffende Wunde an ihrem Handgelenk erblickte. "Poppy, ich brauche dich."
Sirius und Harry erschienen hinter ihm und Sirius sank vor Melody auf die Knie. „Du dummes Ding, warum hast du das getan?"
"Hilf mir, sie auf das Bett zu legen", sagte Severus und packte unter ihre Arme.
„Lasst mich in Ruhe. Ich will nicht mehr. Es tut so weh", schrie Melody.
Irgendwie war Harry derjenige, der reagierte. "Professor Snape, sie müssen es jetzt tun, sonst ist alles zu spät."
„Aber…"
„Kein aber. Denken sie daran, dass sie es für sie tun. Sie müssen, sonst kann man sie nicht versorgen", führte er fort.
„Du hast Recht", sagte Severus. Es war das erste Mal, dass er Harry duzte.
„Los komm Sirius." Harry zog an Sirius Ärmeln und zog ihn aus dem Raum.
Poppy hatte ihren Zauberstab geschwenkt und im nächsten Moment erschienen Bandagen, die sich um Melodys Handgelenk wickelten.
"Es muss unter Druck bleiben Severus", sagte sie. Dann stand sie auf, ging zur Türe und zog sie hinter sich zu.
Severus drückte mit seiner linken Hand fest auf die Wunde, mit seiner rechten schwenkte er kurz seinen Zauberstab. "Vibrationis", flüsterte er.
„Wage es nicht ja nicht, mich anzufassen", fauchte Melody, doch Severus reagierte nicht auf sie.
Er konzentrierte sich auf das erste Treffen mit ihr und darauf, dass er sie liebte. Melody versuchte sich gegen ihn aufzulehnen, als er sich jetzt leicht über sie beugte, und er konnte nicht anders, als sie in die Kissen zu drücken. Durch den Blutverlust schwanden ihre Kräfte und sie gab es auf, sich zu wehren. Leise murmelte er vor sich hin, konzentrierte sich auf den sensiblen Punkt in ihrer Mitte. Er blickte in ihr Gesicht und merkte, wie ihr Körper sich leicht entspannte. Ein leichtes Aufstöhnen, das Öffnen ihrer Beine, ihre Hände, die wie von selbst zu ihrer Scham wanderten waren für ihn das Zeichen, dass es funktionierte. Ihr Atem wurde schneller, ihr Kopf presste sich in das Kopfkissen und erregt biss sie auf ihrer Unterlippe herum. Ihr Schrei, als ihr Orgasmus herannahte, das Zucken ihres Beckens ließen ihn erleichtert aufatmen.
"Poppy", rief er und schon stürmte die Heilerin in Begleitung von Molly in den Raum. Kurz küsste er Melody auf die Stirn, stand auf und verließ mit einer Träne im Gesicht den Raum.
Draußen wartete Sirius auf ihn und als Severus sah, dass sie alleine waren, ließ er sich die Wand hinunter rutschen. "Ich komme mir so schäbig vor", flüsterte er.
"Du hast keinerlei Grund dazu", antwortete Sirius, kniete sich vor ihn und umfasste Severus Schultern. "Du machst das alles nur für sie."
"Ich weiß. Verdammt Sirius, ich will sie nicht verlieren."
„Das wirst du nicht. Komm, wir haben jetzt einiges zu tun. Poppy und Molly werden sich gut um sie kümmern."
Sie gingen in das Labor, welches im Keller des Hauses lag und schauten in das Buch. Severus lass alle Zutaten, die sie für den Trank brauchen vor und Sirius holte sie aus den Schränken.
„Wo zum Teufel bekommen wir Enzian und Liebstöckel her. Das ist wieder typisch ein Trank von dieser alten Hexe. Mischt immer gerne Muggelzutaten mit rein", knurrte Severus.
„Dann müssen uns Harry und Hermine helfen", sagte Sirius und rannte hinaus. Nach ein paar Minuten kam er wieder zurück.
"Die beiden sind schon unterwegs. Harry appariert zu irgendeinem Berg, wo es diesen Enzian gibt und Hermine ist in einem Supermarkt für den Liebstöckel."
„Gut, dann fangen wir schon an", sagte Severus und sogleich kippte er eine Phiole nach der anderen in einen Kessel.
„Hier ist der Liebstöckel", rief Hermine völlig außer Atem, als sie den Keller betrat.
„Danke Miss Granger", sagte Severus.
„Kann ich noch etwas für sie tun, Sir?"
„Wenn sie wollen, dann können sie das Kraut klein schneiden", antwortete er.
„Sirius, verstehst du das hier? Severus drehte das Buch.
„Fügen sie etwas aus ihrem Herzen hinzu", murmelte Black.
„In unseren Herzen ist doch nichts außer Blut."
„Doch Professor, ihre Liebe", kam von Hermine
„Ja, aber die kann ich da nicht rausholen", meinte er verwirrt.
Die Türe öffnete sich und Harry betrat den Raum. „Tut mir leid, aber es war gar nicht so einfach den Enzian zu bekommen", sagte er.
„Kein Problem, Harry", antwortete Sirius.
"Wie lange muss der Trank jetzt köcheln?", wollte Sirius wissen.
"Eine Stunde und dann müssen die restlichen Zutaten zugefügt werden", antwortete Severus.
„Lass uns einen Kaffee trinken nochmal in Ruhe alles nachlesen. Vielleicht hat Poppy eine Idee." Sirius packte die Schultern des Tränkemeisters und schob ihn aus dem Raum.
Severus hatte sich auf der Stühle gesetzt, das Buch vor sich und starrte auf die Seiten.
Madame Pomfrey und Molly betraten nun ebenfalls die Küche und alle erschraken, da ihre Kleidung noch voller Blut war.
„Wie geht es ihr" fragte Hermine ängstlich.
„Wir müssen abwarten. Sie hat schon viel Blut verloren. Nun braucht sie nur noch den Trank und ihren Willen", antwortete die Heilerin.
Severus reagierte auf diese Worte nicht und starrte immer noch vor sich hin. Sirius erzählte von dem Problem und reichte das Buch jetzt an die beiden Frauen. Poppy Pomfrey winkte Harry und Ron zu sich und flüsterte ihnen etwas in die Ohren. Obwohl beide sofort leichenblass wurden, nickten sie ihr zu.
„Professor Snape, wie lange braucht der Trank denn noch", fragte Ron, doch Severus antwortete ihm nicht, sondern fixierte jetzt die Tischplatte vor sich. „Na toll, sitzt da und träumt vor sich hin. Anstatt zu überlegen, wie er ihr helfen soll." Ron's Stimme war jetzt lauter, sodass alle im Raum ihn entsetzt ansahen.
Molly und Tonks hielten die Luft an und fragen sich, was mit dem Jungen los war. Doch Poppy hob den Finger und schüttelte den Kopf. Remus schaute zu Severus und wartete schon auf den Moment, wo dieser ausflippte, um einzugreifen, doch nichts geschah.
"Ja, zuerst große Reden schwingen von wegen, nie mehr alleine lassen und dann das", rief Harry jetzt laut.
Severus lief erneut eine stumme Träne über das Gesicht. Dachte man wirklich so von ihm? Dachte man, dass er wirklich keine Gefühle für Melody hatte. Noch nie im Leben hatte er für einen Menschen soviel empfunden und es zerriss ihm gerade das Herz, ihr nicht helfen zu können. Hermine begriff, was Harry und Ron vorhatten und blickte sich im Zimmer um, damit sie schnell reagieren konnte.
„Na gut, auch wenn er mich umbringt" dachte Harry. „Da sieht man mal, dass einige Männer wirklich nur mit ihrer unteren Körperhälfte denken. War bestimmt von Vorteil."
Severus sprang von seinem Stuhl. „Halten sie den Mund Potter" schrie er.
„Was Professor Snape? Ist es denn nicht so? Oder wollen sie uns wirklich weismachen..."
„Ja Mister Potter, ich liebe Melody. Ich liebe sie sogar sehr. Wollten sie das hören? Es zerreist mich, sie so zu sehen und ich würde sofort tot umfallen wollen, wenn ihr damit geholfen ist", schluchzte er.
Er hob seine linke Hand, um sich die Tränen wegzuwischen.
„Nein", schrie Hermine und stürzte auf ihn zu. Sie hatte von der Anrichte eine kleine Schüssel genommen, hielt sie ihm unter das Gesicht und fing so seine Tränen auf.
Wie angewurzelt blieb er stehen und zuckte erst leicht zusammen, als Poppy seinen Arm berührte. „Verstehst du, mein Junge. Etwas von deinem Herzen", sagte sie nur.
„Bei Merlin" Er ließ sich auf seinen Stuhl zurück sinken und vergrub sein Gesicht nun in seinen Händen.
Harry und Ron ging es gar nicht gut, sie bewegten sie sich sofort auf ihn zu und zum Ersten Mal in seinem Leben berührte Ron den Körper seines Lehrers, indem er ihm sanft über den Rücken streichelte. „Es tut uns leid, Sir", murmelte er.
„Wir denken natürlich nicht so von ihnen, aber es musste sein", sagte Harry.
„Schon gut ihr beiden", antwortete Severus. Er hob seinen Kopf und blickte den beiden ins Gesicht. "Danke"
Hermine stellte ihm die Schüssel hin und er nickte ihr einem leichten Lächeln zu. Sirius und er standen auf und gingen wieder in das Labor zurück.
Vorsichtig gab Sirius die Tränen in den Kessel und rührte den Trank vorsichtig mit der Kelle um.
„So, nun bleibt uns nichts anderes übrig, als ihn ihr zu geben und abzuwarten" sagte Severus und füllte den Trank in eine kleine Flasche.
Gemeinsam gingen sie hoch in Melodys Zimmer. Severus schluckte, als er sie so sah. Ihre Haut war bleich und ihr Arm war dick einbandagiert.
„Gib du ihn ihr bitte." Er hielt Sirius die Phiole hin und dieser sah das sein Freund vor Angst zitterte.
