Kapitel 17
Sechs Tage später wurden Sakura, Sasuke und Naruto in Kakashis Büro bestellt. Sakura hatte bereits mit dem Synthetisieren der Pflanze begonnen, jedoch stellte es sich schwieriger heraus als gedacht ein Gas daraus herzustellen. Sasuke war in der Zeit trainieren um für seine kommende ANBU Prüfung fit zu sein. Bisher kam immer etwas dazwischen als Sakura ihren gemeinsamen Status klären wollte. "Hat Sakura-chan nicht noch Urlaub?" fragte Naruto als er sah wie sein Bruder und seine beste Freundin den Raum betraten. Er war dabei ein paar Berichte zu sortieren.
"Eigentlich schon, aber ich werde euch drei diesmal zusammen auf eine Mission schicken. Sozusagen als vorläufigen Abschluss von Team 7" erklärte Kakashi auf seine drei ehemaligen Schüler schauend. "Worum geht es, Hokage-sama?" fragte Sakura, sie musste so formell sein, da einige aus dem Rat anwesend waren. Sasuke sah sie scharf aus dem Augenwinkel an. "Ihr werdet Naruto auf eine diplomatische Reise nach Suna begleiten. Sakura, du bist der Captain dieser Mission, in Suna wird Naruto für kurze Zeit die Führung abnehmen und mit dem Kazekage etwas aushandeln, danach hast du wieder das Sagen" erklärte der silberhaarige Mann.
"Wie Ihr wünscht, Hokage-sama" antwortete die Frau wie die gehörige Soldatin, die sie war. Sasukes Blick verengte sich als er sah wie die Ältesten mit zufriedener Arroganz auf die Kunoichi schauten. "Naruto, Sasuke, wenn ihr kurz draußen wartet, ich muss mit Sakura noch einige Einzelheiten klären" verkündete der ehemalige Lehrer. Naruto erfasste Sasukes Schulter als er seinen Bruder hinaus brachte, der stechende Blick, den der andere Mann auf die Ältesten richtete, war ihm nicht entgangen. Auch ihm gefiel die Situation nicht, gerade deshalb wollte er umso schneller Hokage werden.
"Du erhältst eine weitere Mission, die du vor diesen beiden Sturköpfen geheim hältst" verkündete der silberhaarige Mann als er sicher war, dass die beiden Shinobi ihn nicht mehr hören konnten. "Jawohl, Hokage-sama" gab Sakura sich leicht verneigend zurück. Der Mann verkniff sich ein Stirnrunzeln, er hasste es sie so zu sehen. "Auf dem Rückweg von Suna werdet ihr einen kleinen Umweg machen. Du wirst eine geheime Basis von Nukenins infiltrieren und eine Schriftrolle klauen" erklärte er. "Jawohl, Hokage-sama" wiederholte die Kirschblüte und erhielt eine Schriftrolle mit allen Informationen, die sie brauchte. "Irgendwelche Fragen?" fragte der Mann sie eingehend betrachtend. "Würdet Ihr für mich auf das Herz aufpassen, Hokage-sama?" fragte Sakura als sie in ihre Brust griff und das schlagende Herz von Law hervor holte. "Natürlich. Die Mission geht in zwei Stunden los. Passt auf euch auf" damit entließ der Mann sie ihrer Aufgabe als er das schlagende Organ an sich nahm und es sicher in einer dafür vorgesehenen Truhe, die er immer benutzte, wenn sie auf besonders gefährliche Missionen ging, verstaute.
"In zwei Stunden geht's los. Packt eure Sachen, wir treffen dich am Haupteingang" verkündete Sakura als sie aus dem Raum kam. "In Ordnung" grinste Naruto als er sich auf den Weg machte. "Ist okay, Sasuke-kun" murmelte sie als sie sah wie angespannt der Mann war. Sie konnte sich vorstellen, dass ihm ihre kleine Vorstellung nicht passte. Sie erfasste seine Hand und drückte leicht zu. "Es macht mir nichts aus" fügte sie hinzu als sie seinen Blick suchte. "Mir aber" knurrte er leise, aufgebracht.
"Sie behandeln dich wie eine Kriminelle" fügte er wütend hinzu und kämpfte gegen sein Sharingan an. Sakura lächelte bei der Ironie. Sasuke hatte ihre Berufung in der anderen Dimension unwissentlich auf den Punkt getroffen. Was er wohl dazu sagen würde? "Ist okay, Sasuke-kun. Ich würde alles machen um hier bleiben zu dürfen. Diese kleine Show ist gar nichts im Gegensatz zu der Alternative" versicherte sie. "Nein ist es nicht. Du hast nichts getan, was dieses Verhalten rechtfertigt" argumentierte der letzte Uchiha zähneknirschend.
"Vielleicht nicht, aber das ist, was Angst aus ihnen macht. Sie haben Angst vor mir, vor dem, was ich anstellen kann, wenn ich ausrasten sollte. Wir wollen keine schlafenden Hunde wecken. Kakashi lässt mir vieles durchgehen, wenn sie nicht anwesend sind" erklärte sie seine Hand etwas fester drückend. "Wieso? Wieso haben sie solche Angst vor dir?" fragte er stehen bleibend und zu ihr hinab sehend. Er wollte verstehen, wieso Sakura behandelt wurde wie ein frischer Jinchuriki. "Das kann ich dir nicht sagen" antwortete sie seinem Blick ausweichend. "Gib Kakashi etwas Zeit, wenn er es schafft, wirst du alles erfahren" flüsterte sie weiter gehend, ihn dabei mit sich ziehend.
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Wie geplant reisten sie zwei Stunden später ab. In ihrem Tempo würden sie in zweieinhalb bis drei Tagen in Suna sein. Alle drei fühlten sich in der Zeit zurück versetzt als sie gemeinsam Scherze machten, dabei ihr halsbrecherisches Tempo nicht drosselnd. Naruto war eine willkommene Abwechslung zu den düsteren Gedanken von Sasuke.
