Kapitel 25

Als Hermine wieder ihre Augen öffnete war es später Abend. Als sie ihren Kopf drehte sah sie Malfoy der vor dem Portrait and der Wand stand und mit leiser Stimme mit ihm sprach.

Die Hexe im Bild bemerkte sofort Hermines Bewegung und gestikulierte über seine Schulter. Er hörte auf zu reden und drehte sich um, um sie anzuschauen.

Er sah müde und seltsamerweise nicht sehr begeistert von seiner bevorstehenden Vaterschaft aus.

Hermine fühlte sich, als ob ihr schlecht werden würde.

Sie kniff die Augen zusammen, rollte sich schützend zu einem Ball zusammen und versuchte nicht wieder das Weinen anzufangen. Sie konnte das dumpfe Geräusch von Malfoys Schuhen hören, als er durch das Zimmer ging und auf ihr Bett zukam.

Es herrschte eine lange Stille und sie konnte seinen Blick auf ihre spüren. Sie zog ihr Kinn näher an ihre Schulter und versuchte ihn Gedanklich wegzuschicken.

„Dir ist es nicht erlaubt, dich selbst zu verletzen oder irgendetwas zu tun, das einen Schwangerschaftsabbruch oder eine Fehlgeburt zur Folge haben könnte."

Es war keine Aussage, es war ein Befehl. Sie konnte die Hitze Welle um ihre Handgelenke spüren.

„Ich bin mir sicher, dass du es damit zu rationalisieren versuchen wirst, dass du es beschützt, um um den Zwang herum zu kommen, aber das tust du nicht. Dir ist es nicht erlaub irgendetwas zu tun, das deine Schwangerschaft beenden würde."

Sie konnte das Brennen von Tränen in ihren Augenwinkeln spüren und sie schluchzte leise. „Topsy wird dich von jetzt an dauerhaft beaufsichtigen, um sicherzustellen, dass dir keine Missgeschicke passieren, wie auf der Treppe zu stolpern oder auf einem Eiben Ast rumzukauen. Sie hat sich schon zuvor um schwangere Hexen gekümmert, also weiß sie was und was nicht du essen und trinken darfst. Sie hat meine Erlaubnis dich sofort abzuhalten, falls du irgendetwas versuchen solltest."

Hermine erwiderte nichts. Malfoy stand weiter für einige Minuten neben ihrem Bett, bevor er leise seufzte. Sie konnte seine Schritte hören, wie sie sich entfernten und das Klick Geräusch der Tür.

Sie blieb im Bett und schwankte zwischen Weinen und Schlafen; eng zusammengerollt, ihre Arme beschützerisch um ihren Bauch geschlungen.

„Es tut mir leid. Es tut mir leid. Es tut mir so sehr leid.", flüsterte sie wieder und wieder. „Ich würde alles dafür tun, um dich vor dieser Welt zu beschützen."

Malfoy kam nach vier Tagen wieder.

„Du kannst nicht für neun Monate rumliegen und Trübsal blasen.", sagte er mit angespannter Stimme. „Du musst essen. Du solltest nach draußen gehen."

Hermine ignorierte ihn und hoffte, dass er wieder gehen würde. Außer er hattes vor sie aus dem Bett zu zwingen, hatte sie nicht vor sich zu bewegen. Es herrschte eine lange Stille. Sie konnte seine Augen auf ihr spüren.

„Ich hab etwas für dich.", sagte er schließlich.

Sie spürte, wie sich etwa schweres neben sie in das Lacken drückte und sie öffnete ein Auge. Ein dickes Buch lag neben ihr. Ein Handbuch zur wirksamen Betreuung bei magischen Schwangerschaften und Geburten.

Sie schloss ihre Augen wieder, ein schneidender Schmerz breitete sich in ihrer Brust aus.

„Ich kann Bücher nicht anfassen.", sagte sie, ihr Mund verzog sich als sie sprach und ihre Stimme zitterte. „Astoria hat sie alle gegen Schlammblüter geschützt."

„Das hier ist nicht aus der Bibliothek des Anwesens.", sagte Malfoy amüsiert. „Es wird dich nicht verbrennen."

Es gab eine kurze Pause.

„Ich erwarte, dass du morgen aus dem Bett kommst."

Nachdem er gegangen war, öffnete Hermine wieder ihre Augen und streckte ihre Hand zögerlich nach dem Buch aus, sie platzierte eine Fingerspitze vorsichtig auf dem Umschlag. Sie konnte kein brennendes Gefühl verspüren, als sie es berührte.

Sie zog es näher zu sich, presste es an ihre Brust und hielt es fest.

Am nächsten Tag zwang sich Hermine dazu aus dem Bett zu steigen und zum Fester zu gehen. Das Buch war nagelneu; das Leder am Buchrücken knarzte leicht, als sie es öffnete und die Seiten rochen mach Maschinen Öl und war sieben Zentimeter dick und auf dünnes Papier gedruckt. Sie fing beim Inhaltsverzeichnis an und las mehrere Stunden durch.

Es war eher ein medizinisches Lehrbuch als ein allgemeines Handbuch für Schwangerschaften für schwangere Hexen. Es war aufmerksam von Malfoy, dass er bemerkt hatte, dass sie dies bevorzugen würde.

Sie war mitten in einem Kapitel darüber, wie die adäquate Hormon Regulation von Trophoblasteninvasionen funktionierte, versunkend, als Malfoy wieder in ihr Zimmer kam.

Sie umklammerte die Ränder des Buches, als er mit einer nachdenklichen Miene auf sie herab sah.

„Wann bist du das letzte Mal draußen gewesen?", fragte er sie.

Hermine zögerte und schluckte. „An dem Tag, wo du nach Frankreich gegangen bist. Ich bin nach draußen gegangen."

Seine Augen verengten sich. „Für wie lange?"

Hermine schob ihr Kinn nach vorne und wurde rot. „Weniger als eine Minute."

Man konnte die Irritation über sein Gesicht huschen sehen. „Und davor?"

Hermine war leise und senkte ihren Blick ab.

„Du bist seit der Feier nicht mehr draußen gewesen, oder?"

Hermine starrte nach unten, ohne zu blinzeln, auf die Seiten vor ihr, bis die Worte verschwammen. Malfoy seufzte.

„Steh auf.", wies er sie an.

Sie stand auf, sie umklammerte das Buch feste an ihrer Brust. Er seufzte noch einmal.

„Das kannst du nicht mitnehmen, es wiegt mehr als zwei Kilo. Ich werde es dich nicht über das Anwesen schleppen lassen. Lass es hier."

Hermine presste es noch näher an sich. Er hob seine rechte Hand an und massierte seine Schläfe, als ob er Kopfweh hatte.

„Niemand wird es klauen oder es nehmen, wenn du es hier lässt. Falls das der Fall sein sollte, werde ich dir ein Neues kaufen. Lass es hier." Die letzten Worte waren ein Befehl.

Hermine legte das Buch widerstrebend auf ihrem Bett ab und holte dann ihren Mantel und ihre Stiefel aus der Kommode. Während sie sich fertig machte, starrte Malfoy aus dem Fenster und beobachtete den Horizont. Dann drehte er sich scharf um und warf einen Blick auf sie, bevor er zur Tür schritt.

Hermine folgte ihm langsam.

Er machte eine kurze Pause vor der Veranda Tür und schaute nach hinten zu ihr. „Wir werden nicht in die Nähe des Heckenlabyrinths gehen."

Er führte sie durch die Rosen Gärten und an den Reihen von blühenden Obstbäumen vorbei. Das Anwesen sah wundervoll aus im Frühling. Hermine konnte es nicht abstreiten, aber die Schönheit fühlte sich bitter und vergiftend an, als sie sie in sich aufnahm.

Weder sie noch Malfoy redeten, bis er sie in ihr Zimmer zurück brachte.

Als er weglief, schaffte sie es zu sprechen.

„Malfoy." Ihre Stimme zitterte, als sie seinen Namen sagte.

Er hielt inne und drehte sich zu ihr um; sein Gesichtsausdruck war verschlossen, seine Augen zurückhaltend.

„Malfoy.", sagte sie noch einmal. Ihr Kinn zitterte und sie hielt sich an einem der Bettpfosten fest. „Ich werde dich nie wieder nach etwas fragen –"

Sein Mund zuckte und sein Blick wurde härter. Sie konnte spüren, wie in ihr die Verzweiflung ausbrach, aber sie zwang sich dazu weiter zu reden.

„Du – du kannst mit mir machen was du willst. Ich werde nicht dich nicht um Gnade anflehen. Aber – bitte, bitte tu dem Baby nicht weh. Auch – wenn du einen anderen Erben bekommst, es ist – es ist immer noch zur Hälfte deins. Lass – lass – lass –"

Ihre Brust verengte sich, als sie versuchte zu atmen und nicht das Weinen anzufangen. Sie zitterte. Ihre Nägel gruben sich in das Holz, als sie den Bettpfosten fester und fester umklammerte.

„Lass Astoria ihm nicht weh tun...", sagte sie mit gebrochener Stimme. „Bitte – bitte –"

Ihre Stimme brach ab, als sie das Hyperventilieren anfing. Sie klammerte sich and den Bettposten, als sie darum kämpfte zu atmen.

Malfoy durchquerte das Zimmern und hielt sie and den Schultern fest.

„Niemand wird deinem Baby weh tun.", sagte er und ihre Blicke trafen sich.

Sie schüttelte ihren Kopf und wich vor ihm zurück, befreite eine Schulter. „Mach keine – mach keine Versprechen, die du nicht ernstmeinst."

Sein Ausdruck flackerte und er griff wieder nach ihrer Schulter, er striff mit seinen Händen über ihre Arme. „Ich gebe dir mein Wort. Niemand wird deinem Baby weh tun. Astoria wird es nie anfassen."

Hermine biss sich auf die Lippe, als sie zu ihm nach oben schaute und damit kämpfte nicht zu schnell zu atmen. Ihre Lunge krampfte sich immer wieder unkontrolliert zusammen. Ihr ganzer Körper zitterte, als sie immer weiter scharf die Luft einsog und sie dann sofort wieder ausstieß.

„Niemand wird ihm wehtun. Beruhige dich.", sagte er bestimmt. „Du musst langsam atmen."

Sie lehnte sich für einen Moment gehen seine Hände, ihr Kopf gegen seine Brust, als sie versuchte langsam ein und aus zu atmen; dann erstarrte sie und riss sich von ihm los, sie wich an die Wand zurück.

„Benutze mich nicht – für deine Unterhaltung.", sagte sie mit zitternder Stimme. „Ich will nicht das du irgendetwas versprichst oder mir Aufmerksamkeit schenkst, nur um mein ‚Umfeld beizubehalten'." Sie schluchzte leise. „Immerhin – hast du es sehr deutlich gemacht, wie erbärmlich ich gewesen bin – weil ich deine Zuwendung, zu der du verpflichtet bist, als eine Art Zuneigung gedeutet habe –"

Sie schlang ihre Arme um sich selbst und rutschte auf den Boden, zitternd und sie presste ihre Lippen aufeinander, als ihr ganzer Körper zitterte. Sie rollte sich zusammen und wippte vor und zurück als die versuchte zu atmen.

„Du – du musst dich nicht weiter sorgen – ich werde mich um mich selbst kümmern. Du musst nicht mehr mit mir spazieren gehen."

Malfoy starrte sie für einige Minuten an und bewegte sich nicht, während sie ihre Hände über dem Mund zusammen presste und versuchte ihren Atem unter Kontrolle zu bringen. Seine Hand zuckte nach vorne, bevor er sie zu einer Faust ballte, kurz nickte und wegging.

Sie sah ihn drei Wochen lang nicht mehr.

Topsy Anwesenheit wurde immer konstanter, auch wen die Elfe kaum zu sehen war. Sobald sie sich nur im Bett aufsetzte, materialisierte sich die Elfe aus dem Nichts und fragte, ob sie irgendetwas brauchte.

Während dieser drei Wochen bekam Hermine Morgenübelkeit. Die Übelkeit kam frühzeitig und heftig. Hermine konnte es kaum ertragen das meiste Essen zu riechen, geschweige denn es zu probieren oder zu versuchen es runter zu schlucken.

Zum Glück machten ihr die Gerüche draußen nichts aus. Wenn sie nicht zum wiederholten Male das Schwangerschaftshandbuch las, ging sie auf lange Spaziergänge über das Anwesen. Sie brachte sich dazu an den Hecken entlang zu laufen, sie erinnerte sich immer und immer wieder daran, dass Montague tot war.

Sie begann Kopfweh zu bekommen. Es war ein zermürbender Schmerz, der als leichtes Ziehen in ihrem Hinterkopf anfing aber jeden Tag schlimmer zu werden schien.

Wenn sie nicht umherlief oder las, rollte sie sich in ihrem Bett zusammen und schlief.

Als die Schwangerschaft fortschritt, fing ihr Kopf so sehr an wehzutun, dass sie unbewusst anfing ihren Kiefer anzuspannen, um mit dem unnachgiebigen Schmerz klar zu kommen. Das Tageslicht machte das Kopfweh schlimmer; helle Tage mit viel Sonnenschein hielten sie ans Bett gefesselt, während sie versucht sich nicht zu übergeben bei der Kombination aus Morgenübelkeit und Schmerzen. Innerhalb weniger Tage wurden ihre Schmerzen so schlimm, dass sie nicht mehr lesen konnte.

Topsy hing dunkle, schwere Vorhänge auf, die das meiste Licht aus ihrem Zimmer draußen hielten.

Sie aß stetig weniger und weniger. Als sie für zwei Tage nichts mehr aß oder aus dem Bett ging, tauchte Malfoy endlich wieder auf.

Sie hörte, wie er herein kam, zog aber ihren Arm nicht von den Augen, um auf seine Ankunft zu reagieren.

„Du musst essen."

„Ach wirklich?", sagte sie mit einer schwachen, aber sarkastischen Stimme. „Ich hatte keine Ahnung. Das medizinische Lehrbuch hat nie erwähnt, dass Ernährung während einer Schwangerschaft notwendig ist."

Sie hörte, wie er seufzte.

„Es ist eine magische Schwangerschaft.", sagte sie, ihr Mund verzog sich verbittert. „Sogar Muggel bekommen Morgenübelkeit, es ist nur schlimmer für Hexen. Selbst wenn es Schlammblüter sind."

Es entstand eine Pause und sie konnte hören, wie er sich bewegte.

„Gibt es irgendetwas, was du essen kannst? Von dem du denkst, dass du es essen kannst?"

„Pommes von einer Imbissbude", sagte sie mit trockener Stimme. „Oder vielleicht eine Tüte Chips."

Es folgte eine lange Stille.

„Wirklich?"

Sie lachte spöttisch und es ließ ihren Kopf noch mehr weh tun, so als ob jemand eine Metallstange durch ihren Schädel mitten in ihr Gehirn gerammt hätte. Sie stieß ein leises, schmerzverzerrtes Stöhnen aus. Der nicht endende, stärker werdende Schmerz fühlte sich an, als ob ihr Gehirn langsam zerquetscht und zu Staub zermahlen wurde.

„Selbst wenn mir etwas einfallen würde, das sich essbar anhört, bezweifle ich, dass ich es in mir behalten könnte.", sagte sie mit angespannter Stimme.

Sie konnte praktisch hören, wie er versuchte über etwas anderes nachzudenken, dass er sagen konnte. Sie drehte sich zur Seite und legte ihren Kopf auf ihre Arme.

„Hexen bringen schon seit tausenden von Jahren Kinder auf die Welt. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich davon sterben werde sehr gering.", erläuterte sie ihm.

Es gab eine kurze Pause.

„Meine Mutter wäre fast gestorben.", sagte er. Seine Stimme klang hohl.

Hermine erwiderte nichts darauf. Malfoy verließ nicht ihr Zimmer. Er stand immer noch neben ihrem Bett, als sie vor schmerzvoller Erschöpfung einschlief.

Heilerin Stroud kam ein paar Tage später. Malfoy lauerte hinter ihr wie ein unheilvoller Schatten.

Als Stroud einen Untersuchungstisch mitten im Zimmer herauf beschwor, zischte er sie verachtend an. „Lauf die zusätzlichen drei Meter zu ihrem Bett und für die Diagnostik dort durch." Seine Stimme klang eiskalt.

Stroud murmelte beleidigt vor sich hin und lief zum Bett, wo Hermine zu einem Ball zusammengerollt war.

Stroud sah Hermine kaum an, als sie einen komplizierten Diagnose Zauber über Hermines Bauch ausführte. Ein winzige Kugel mit blassen, fast blendend hellem, gelben Licht erschien; es pochte so schnell, dass es fast flatterte. Es sah fast wie ein goldener Snitch aus, aber es war in Miniaturform, ein bisschen größer als eine Erbse.

Hermine erstarrte und starrte es an. Ihr wurde schlecht von den Schmerzen, die das Licht hervor rief, aber sie konnte ihre Augen nicht davon abwenden. Es erleuchtete fast das ganze Zimmer.

„Das ist die magische Signatur ihres Erben." Stroud schaute zu Malfoy auf.

Hermines Augen wanderten nach drüben zu Malfoy; er sah eher so aus als, ob ihn jemand mit einem Klatscher-Schläger eins über den Kopf gezogen hätte. Sein Gesicht war aschefahl und er sah halb benebelt aus.

„Das Flattern ist der Herzschlag. Die Größe spiegelt das Wachstum wider. Und die Helligkeit weist auf die Magie Level hin; welche außergewöhnlich sind, so wie ich es vorausgesagt habe." Heilerin Strouds letzte Worte klangen selbstgefällig. „Wobei es die Schwangerschaft auch traumatischer machen kann. Bei mächtigen Kinder passiert das häufiger."

Sie schaute zu Hermine und schenkte ihr ein falsches Lächeln.

Stroud verbachte einige Minuten damit verschiedenste Zauber über der lichterfüllten Kugel und Hermine auszuführen; endlich führte sie einen über Hermines Kopf aus. Hermine schaute nach oben. Die glühenden Lichter, die über ihr Gehirn verteilt waren, schienen alle gleich auszusehen bis auf, dass sie einen leichten Goldschimmer erhalten hatten.

Heilerin Stroud drehte sich zu Malfoy um.

„Haben sie in letzter Zeit ihre Erinnerungen durchsucht?"

„Nein, das habe ich nicht.", sagte er. „Sie hat schon einmal zuvor einen Krampfanfall erlitten, weil Legilimentik durchgeführt wurde, als ihre Hormonspiegel erhöht waren. Legilimentik ist invasiv und traumatisch, egal ob eine Ähnlichkeit in der magischen Signatur besteht oder nicht."

Heilerin Stroud nickte. „Es ist wahrscheinlich, dass die Migränen hauptsächlich durch die Fügungszustände kommen. Kopfschmerzen während einer Schwangerschaft sind nicht ungewöhnlich, aber das Schmerzniveau, das die Diagnostik anzeigt, übersteigt, was man als normal bezeichnen würde."

Malfoys Miene spannte sich an. „Gibt es irgendetwas, was man dagegen tun kann?"

„Schmerzstillende Tränke während einer Schwangerschaft zu verschreiben ist nicht zu empfehlen. Es kann zu Missbildungen des Fötus oder zu Fehlgeburten führen, vor allem während der Anfangszeit einer Schwangerschaft.", sagte Heilerin Stroud. „Sie können Muggel Schmerzmittel ausprobieren, wenn sie so beunruhigt sind, aber normalerweise benötigen magische Leiden auch eine magische Behandlung."

Malfoy schaute Stroud skeptisch an. Stroud reckte ihr Kinn nach vorne. „Wenn sie mir nicht glauben, können sie sich gerne eine zweite Meinung einholen, oder sie können eine Hebamme herbringen lassen, um es zu bestätigen. Der Geist-Heiler hat sie informiert, dass der Zersetzungsverlauf sehr wahrscheinlich qualvoll sein würde. Es ist nicht so, dass schon mal jemand individuelle Fügungszustände um hunderte seiner Erinnerungen kreiert hat. Magische Zersetzung ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Die magischen Level ihres Erben beschleunigen den Vorgang höchstwahrscheinlich, aber wir wissen nicht, wie lange es dauern wird. Es ist möglich, dass die Schmerzen nachlassen werden, wenn sich ihr Hormonspiegel wieder eingependelt hat, aber es ist genauso wahrscheinlich, dass der Zersetzungsvorgang die ganze Schwangerschaft andauern wird. Es ist unmöglich es vorauszusagen. Es gibt ungefährliche Tränke, die sie davon abhalten werden zu dehydrieren und zu verhungern, die wir beisteuern können, wenn sie sie in sich behalten kann. Solange sie jedoch nicht eine gefährliche Menge an Gewicht verliert oder vor Schmerzen das Schreien anfängt, könnte das Eingreifen sie oder die Schwangerschaft riskiere und mehr Schaden als Nutzen anrichten."

Malfoys Kiefer spannte sich an. „Also gut."

Stroud verließ kurz danach das Zimmer, aber Malfoy blieb zurück, er schaute auf Hermine hinunter.

Sie schloss ihre Augen und versuchte sich nicht zu sehr damit aufzuhalten, wie miserabel sie sich fühlte und dass es ihr vielleicht für weitere vierunddreißig Wochen so gehen würde. Ihr Kopf tat sogar zu sehr weh, um nachzudenken. Sie versuchte sich selbst zum Schlafen zu bringen. Die winzige Kugel aus flatterndem Licht erschien vor ihrem inneren Auge und sie rollte sich noch schützender über ihrem Bauch zusammen.

Das Bett bewegte sich und kühle Finger berührten ihre Wange, strichen ihre Haare zurück und verweilten auf ihrer Stirn. Sie biss sich auf die Unterlippe und kämpfte dagegen an, das Weinen anzufangen.

Sie hatte es so satt zu weinen.

Sie versuchte so zu tun, als ob es jemand anders wäre. Es ist Harry. Es ist Ron. Es ist deine Mama, redete sie sich selbst ein; sie zwang sich nicht dazu von der Berührung zurück zu weichen.

Nach einer weiteren Woche fing sie an sich zu fragen, ob sie von der Schwangerschaft sterben würde. Trotz der fortgeschrittenen Wissenschaft in Geburtshilfe Heilung, waren die magischen Interventionen während einer Schwangerschaft sehr begrenzt. Magische Schwangerschaften neigten dazu äußerlich angewandte Magie entweder zu neutralisieren oder extrem schlecht darauf zu reagieren.

Hermine konnte selbständig genügend Flüssigkeit aufnehmen. Topsy gab ihr mehr Mals am Tag Hydrations- und Ernährungstränke, aber Hermine konnte sie kaum die paar Sekunden unten behalten, die die Tränke benötigten, um in ihr System aufgenommen zu werden.

Sie wusste nicht, ob sie tatsächlich unter Hyperemesis gravidarum litt, oder ob die meiste Übelkeit und das Erbrechen durch ihre Migränen verursacht sie irgendetwas aß, musste sie sich sofort übergeben und würgen, bis sie weinen musste, von den zusätzlichen Schmerzen, die es in ihrem Kopf verursachte.

Sie verlor fast ihre ganzen Muskeln.

Sie lag schlapp im Bett ihres verdunkelten Zimmers und wünschte sich, dass sie sterben würde.

Malfoy kam; recht häufig, wie sie fand. Er brachte mehrere verschiedene Geist-Heiler, die nur nervös herumstotterten und ihm aber keine hilfreichen Ratschläge geben konnten. Er brachte Hebammen und Geburtshilfe Heiler, die über die Magie Level seines Erben staunten und noch ekelhafter schmeckende Tränke verschrieben, die Hermine wieder hochwürgen würde.

Sie vermutete, dass Malfoy manchmal kam, wenn sie schlief ihr über sensible Nase konnte oft seinen Geruch im Zimmer wahrnehmen. Wenn er kam, als sie wach war, war sie kaum mehr reaktionsfähig.

Er setzte sich an ihren Bettrand und strich ihr die Haar glatt und manchmal nahm er ihr Handgelenk und ihre Hand in seine. Als er es das erste Mal tat, dachte sie er würde mit ihren Fingern spielen, aber allmählich wurde ihr bewusst, dass er ihre Hand massiert; er bewegte die Spitze seines Zauberstabes über verschiedene Druckpunkte ihrer Hand und schickte Vibrationen in ihre Muskeln. Dann bog und massierte er ihre Finger und Handflächen.

Ihr wurde klar, dass er tat was Heiler taten, um das Zittern durch den Crutiatus Fluch zu behandeln. Er muss sich die Behandlung abgeschaut haben, dadurch, dass er selbst so regelmäßig dafür behandelt wurde.

Sie zog ihre Hand nicht weg.

Sie redete sich selbst ein, dass es nur war, weil ihre Schmerzen vielleicht schlimmer werden würden, wenn sie sich bewegte.

Als es auf Ende Mai zuging, tat ihr Kopf immer mehr und mehr weh. Sie wurde dünner und dünner, bis sie Fesseln halb ihren Unterarm nach oben rutschen konnten. Topsy wurde unruhiger und fing sogar an Hermine in die Augen zu schauen, als sie Hermine gut zuredete, noch mehr Tränke zu schlucken oder etwas mehr Pfefferminz oder Ingwertee zu trinken.

Malfoy fing an sich ständig in ihrer Nähe aufzuhalten. Er musste weggehen um zu ‚jagen' und seinen anderen Pflichten nachzukommen, an die Hermine versuchte nicht zu denken, aber er war sehr oft in ihrem Zimmer. Er redete nicht mit ihr. Er schaute ihr kaum in die Augen, aber er streichelte ihre Haare und hielt ihre Hand und spielte mit den Fesseln um ihre Handgelenke. Manchmal wenn sie ihre Augen öffnete, sah sie wie er ihren Bauch anstarrte, aber er versuchte nie ihn zu berühren.

Sie war fast neuen Wochen schwanger, als sie panisch aufwachte.

Da war etwas – etwas für das sie bereit sein musste.

Sie konnte sich nicht erinnern –

Es war wichtig.

Die wichtigste Sache. Die Sache die sie nicht vergessen durfte.

Sie musste bereit sein.

Egal was passierte. Sie musste festhalten.

Sie zwang sich selbst aus dem Bett. Die Schmerzen davon aufrecht zu stehen ließen sie nach Luft schnappen. Sie hielt sich den Kopf. Sie zwang sich dazu zu stehen.

Sie musste –

Sie konnte sich nicht erinnern. Es war direkt am Rand. So nah. So wichtig. Aber die konnte die Erinnerung nicht erreichen.

Ihre Beine zitterten durch die Muskel Atrophie. Sie zwang sich zu laufen und versuchte nicht panisch zu werden.

Sie sollte etwas – tun.

Was war es?

Topsy erschien. „Tut sie irgendetwas brauchen?"

„Nein.", sagte Hermine, ihr Stimme zitterte, sie zerbrach sich den Kopf und versuchte nachzudenken. Oh Gott, was war es? Ihr Herz fing an schneller zu schlagen, als sie versuchte sich zu erinnern. Durch den blendenden Schmerz hindurch zu denken.

Schwanze Flecken tanzenten ständig in ihrem Blickfeld umher, die immer größer und größer wurden. Der Schmerz in ihrem Kopf wurde immer mehr.

Erinnere dich.

Malfoy tauchte plötzlich vor ihr auf. Ist er her appariert? Sie hatte ihn nicht gehört.

„Was –?", er unterbrach sich, als er sie stehend vor sich fand.

„Ich - kann mich nicht – erinnern...", presste sie hervor. „Ich – soll daran – festhalten –"

Ihre Stimme brach mit einem leisen Schrei ab, als der Druck in ihrem Kopf so stark wurde, dass sie das Gefühl hatte bewusstlos zu werden. Ihre Sicht flackerte. Sie blinzelte, versuchte zu sehen und als ihre Sicht wieder schärfer wurde, sah sie, dass Malfoy ein Messer in der Hand hatte. Sie schaute ihn erschrocken an.

Sein Ausdruck war kalt und versessen, als er auf sie zustürzte.

Sie fiel nach hinten, versuchte instinktiv ihn abzuwehren.

Kurz bevor er sie erstechen konnte, verschwand Malfoy plötzlich.

Alastor Moody stand vor ihr. Düsteres Gesicht und müde. „Es hat sich eine Gelegenheit ergeben. Eine die die Richtung des Krieges ändern könnte."

Bevor Hermine etwas sagen konnte war Moody verschwunden und sie fiel.

Nein sie fiel nicht.

Malfoy hatte ihre Kehle umklammert und schlug sie gegen den Boden.

Sie konnte das Stechen einer Messerklinge zwischen ihren Rippen spüren.

Sie war in der Mitte eines Schlachtfeldes. Alle fielen auf den Boden, erstickten. Harry. Ron. Todesser. Alle um sie herum starben und sie schrie.

Wie oft denkst du das ich dich abstechen kann, bevor das Licht in deinen Augen erlischt?"

Ginny weinend, „Es war nicht meine Absicht."

Etwas, um mein kaltes Herz zu wärmen."

Ein harscher Kuss, während sie gegen eine Wand gedrückt wurde.

Ich wollte dich nicht."

Das Gefühl, wie ihre Handgelenke unter einem eisernen Griff nachgaben.

Du scheinst erfreut darüber zu sein, dich erfolgreich prostituiert zu haben. Bist du glücklich zu wissen, dass du deine Schachfigur an dem Platz gefesselt hast, wo du sie haben wolltest?"

Harry stand vor ihr, blass, wutentbrannt, sein Gesicht mit getrocknetem Blut verkrustet, „Wenn du so wenig an uns glaubst, dann bist du niemand von dem ich Hilfe haben möchte."

Sie saß neben Tonks, die Hermine verschlossen anschaute, ihre Augen waren zweifelnd. „Wie viele Leute hast du heute umgebracht, Hermine? Zehn? Fünfzehn? Weißt du es überhaupt?"

Minerva McGonagall, sie hielt einen Teetasse fest, ihre Stimme zitterte, „Du bist kein Sünder; das ist kein Schicksal, das du verdienst. Und dennoch scheinst du so versessen darauf zu sein dich selbst zu verdammen, wenn es bedeutet, dass wir den Krieg gewinnen können."

Ihre eigene Stimme, „Wenn meine Seele der Preis dafür ist sie zu beschützen – dich zu beschützen. Das – das ist keine Preis. Das ist ein Schnäppchen."

Du gehörst mir. Du hast dich mir versprochen.", wurde in ihr Ohr geknurrt.

Severus der sie mit kaltem Gesichtsausdruck ansah, „Wenn du erfolgreich bist, dann zerstörst du entweder den Orden oder rettest ihn."

Hermine weinend, „Es tut mir leid. Es tut mir leid, dass ich dir das angetan habe."

Endlich, Malfoy stand über ihr, sein Gesicht weiß, seine Augen glitzerten vor Wut, „Ich habe dich gewarnt. Wenn dir irgendetwas zustoßen sollte, werde ich persönlich den gesamten Orden auslöschen. Das ist keine Warnung. Es ist ein Versprechen. Betrachte dein Überleben als genauso wichtig für den Widerstand wie Potters Überleben. Wenn du stirbst, werde ich auch den letzten von ihnen töten."

Es war, als ob sie fallen würde, als die Vergangenheit über sie herein brach, in ihrem Verstand aufwallte und sie verschluckte.