Rückblick 3

März 2002

Moody ließ ihr ausrichten, dass Severus freitags am späten Nachmittag in Spinner's End sein würde. Hermine machte sich fertig und hoffte, dass es eine leichtere Unterhaltung als die mit Minerva, werden würde.

Sie und Severus hatten während des Krieges eine Art Freundschaft entwickelt. Es hat damit angefangen, dass sie nach Dumbledores Tod vor seiner Tür aufgetaucht ist, und ihn gefragt hat, ob er sie im Tränke machen unterrichten konnte. Während der Jahre, als Hermines Beziehungen mit den anderen Ordensmitgliedern immer angespannter wurden, haben sie an ihrer gleichen Verbitterung ihrer Gesellschaft Gefallen gefunden.

Nicht dass sie sich wirklich nahe standen.

Keiner von ihnen hatte Zeit mit irgendjemanden befreundet zu sein.

Sie zeigten sich lediglich ihren gegenseitigen Respekt mit kleinen Gesten. Severus, indem er Hermine nicht, während der Ordenstreffen beleidigte, so wie er alle anderen beleidigte und Hermine indem sie die niemals endenden Verdächtigungen von Harry und den andere, darüber ob Severus tatsächlich auf der Seite des Orden war, da sie nicht am Gewinnen waren, beendete.

Als Hermine bei Severus Haus ankam, sah sie, dass die Tür für sie nur angelehnt war und Severus war am Brauen in der Küche. Das dampfende Zimmer war eine Beleidigung für die Sinne. Zaubertränke machen hat Hermine den zwanghaften Drang verschafft, Gerüche zu identifizieren. Die Luft war dick mit dem kombinierten Aroma von gekochten Kräutern und Tinkturen. Beißend und süßliche Schafgabe, die Muffigkeit von getrocknetem Löwenzahn Blüten, die mineralische Bitterkeit von zermahlenen Wurzeln und das Brennen und die Sandigkeit von Aschwinderin Eierschalen, die sie fast in der Luft schmecken konnte.

„Irgendetwas neues?", sagte sie, nachdem sie ihn mehrere Minuten dabei beobachtet hatte wieder über einem Kesseln gebeugt dastand.

„Offensichtlich.", antwortete er mit einem abfälligem Ton, als er einen Tropfen Acromantula Gift hinzufügte.

Der Trank stieß eine gelbe, saure Wolke aus Dampf aus und Severus ging, mit einem irritierten Zischen, einen Schritt zurück, um dem Dampf aus dem Weg zu gehen.

Hermine schaute kurz über die Zutaten, die ausgebreitet da lagen.

„Gibt es einen neuen Fluch?"

„Allerdings. Dolohov hat sich dieses Mal selbst übertroffen. Einfach zu zaubern und hoch effektiv. Der Gegenzauber ist einfach aber der Schaden tritt sofort ein. Sie werden anfangen es bald in den Kämpfen zu benutzen."

„Welche Art?"

„Ansteckende Säure Beulen."

Hermine presste ihre Lippen zusammen und sog scharf die Luft ein. Sie würde einiges an Forschung betreiben müssen, um sich vorzubereiten. Säure Zauber waren bis jetzt kaum in den Schlachten aufgetreten, aber die Nachwirkungen von ihnen waren zerstörerisch und schwer zu heilen.

Severus fügte vier Tropfen Mondtau hinzu und drehte sich dann zu ihr um, um sie anzuschauen.

„Du hast zwanzig Minuten.", sagte er, er fegte an ihr vorbei in das Wohnzimmer. Sie verweilte einen Moment länger, um den langsam köchelnden Trank zu untersuchen, bevor sie sich umdrehte, um ihm zu folgen.

„Ich höre das du dich selbst für die Sache opferst.", sagte er affektiert, aus seinem Sessel, bevor sie sich hinsetzte.

„Moody hat gesagt, dass du denkst, dass es ein seriöses Angebot ist.", sagte sie ausgeglichen.

„Das ist wahr.", sagte er.

Er bot ihr keinen Tee an.

„Warum?", fragte sie. Es gab keinen Grund dafür beschämt zu sein. Sie wollte direkte Antworten. Nach so vielen Jahren des Krieges, fand sie, dass Severus kurze direkte Fragen besser beantwortete als andere Fragen.

„Draco Malfoy dient niemanden."

Hermine wartete.

„Natürlich dient er technisch gesehen dem Dunklen Lord.", sagte er, während er eine abwehrende Handbewegung machte. „Aber das ist, weil es notwendig ist, nicht aus Loyalität. Seine Motivation ist persönlicher Natur. Was auch immer sein Motiv ist, er hat sich dazu entschieden, dass der Orden ihm besser dabei helfen kann es zu erreichen als der Dunkle Lord."

Severus machte eine Pause und fügte dann hinzu, „Er wird dem Orden gegenüber nicht loyal sein, aber er wird eine genauso guter Spion sein wie er ein Todesser ist."

„Ist es das wert, wenn wir ihm nicht trauen können?", fragte Hermine.

„Wir sind an einem Punkt angekommen, wo ich glaube, dass der Orden keine andere Wahl mehr hat. Oder was denkst du?"

Hermine schüttelte ihren Kopf und umklammerte die Armlehnen ihres Stuhls.

„Und – ich glaube er hat sich etwas verschätzt, als er sein Angebot gemacht hat.", fügte Severus hinzu, als er kurz zu ihr blickte.

„Wie das?"

„Nach dir zu fragen, war ein Fehler auf seiner Seite.", sagte Severus, während er sie abschätzend ansah.

Hermine blinzelte. „Warum?"

„Wie ich schon zu Moody gesagt habe, ich habe beobachtet, dass Draco irgendeine Art Faszination mit dir hatte in der Schule. Versteh mich nicht falsch; ich behaupte nicht, dass es irgendetwas von Bedeutung war, geschweige denn etwas Ernstes. Jedoch bist du jemand gewesen, der ihm aufgefallen ist. Du kannst dieses Wissen vielleicht zu deinem Vorteil nutzen. Ich glaube nicht, dass er es bemerkt hat."

„Er hat verlangt mich zu besitzen. Ich glaube er hat es bemerkt.", sagte Hermine, ihre Kehle war wie zugeschnürt.

„Wenn er nur einen Körper zum Vögeln haben wollen würde, könnte er praktisch jeden haben, ohne großen Aufwand. Du bist kaum Helen von Troja und selbst wenn du es wärst, hat er dich seit fast sechs Jahren nicht mehr gesehen. Und du warst es damals definitiv nicht. Ich bezweifle, dass er weiß, wie du momentan aussiehst. Den Groll, den er heutzutage mit sich rumträgt, lässt mich bezweifle, dass eure Akademische Rivalität noch ein Teil davon ist.", sagte Snape mit einem Schnauben. „Du bist nicht das Motiv für seinen Wechsel der Gefolgschaft."

Severus Worte brachten Hermine in einen Zustand der gleichzeitigen Erleichterung und Verzweiflung. Sie wollte die Aufmerksamkeit von Draco Malfoy nicht – aber sie brauchte sie. Sie hatte plötzlich das Verlangen, wegen der schieren Unmöglichkeit ihrer Mission, zu weinen.

„Das bedeutet also, dass seine Entscheidung, dich zu seinen Forderungen hinzuzufügen eine Öffnung ist. Wenn du dich dazu entscheidest sie zu nutzen. Du – könntest ihn loyal machen."

„Und wie? Indem ich ihn verführe?", fragte Hermine, sie zog ihre Augenbrauen skeptisch in die Höhe.

„Indem du sein Interesse aufrecht erhältst.", sagte Snape und verdrehte seine Augen, als ob sie dumm wäre. „Du bist eine Hexe die schlau genug ist. Die interessant für ihn sein kann. Finde einen Weg in seinen Verstand, so dass er das haben will, was er nicht einfach nur von dir verlangen kann. Denn du wirst sein Interesse sicher nicht mit deinen weiblichen Reizen aufrecht erhalten können."

Snape lachte spöttisch als er dies sagte.

„Männer wie Draco Malfoy sind zielstrebig, sodass sie leicht gelangweilt von etwas werden, dass sie einfach bekommen können. Sex ist vermutlich eine der einfachsten Sachen, die er haben kann; sogar Sex mit dir – geben der Anforderungen, die er gestellt hat. Du wirst mehr als nur das sein müssen und du wirst es schaffen müssen, dass er es sieht."

Hermine nickte knapp mit Gewissheit, die sie nicht verspürte, als Snape hinzufügte, „Er wird einen erheblichen Vorteil über dich haben, was die Macht anbelangt. Da du jedoch seine Aufmerksamkeit hast, bedeutet das, dass du immer noch eine Blatt in der Hand hältst, das es wert ist gespielt zu werden. Nach fast sechs Jahren, in denen er die Chance hatte alles zu verlangen, was er wollte, bist du diejenige gewesen, nach der er gefragt hat. Du wirst dieses Wissen vorsichtig benutzen müssen, wenn du die Dinge ausgeglichen machen willst oder ihn loyal machen willst."

„Malfoy ist nicht dumm. Er wird es erwarten."

„Das wird er."

„Aber du denkst, dass ich es schaffen kann?" Ihre Finger gruben sich in das Polster der Armlehnen des Stuhls, als sie Snapes Miene beobachtete.

„Versuchst du nach Komplimenten zu fischen, Miss Granger?", sagte er, sein Ausdruck war kalt. „Wir sind an einem Zeitpunkt des Krieges angelangt, wo ich denke, dass egal was, es wert ist versucht zu werden. Ich glaube das deine Chancen erfolgreich zu sein sehr gering sind. Du hast zugestimmt dich an einen unglaublich gefährlichen Zauberer zu verkaufen, um im Gegenzug Informationen zu erhalten, der seine ganze Macht nur durch seine eigene beachtliche Intelligenz erhalten hat. Ein Zauberer, dessen aktuelle Motive ein Mysterium sind; sogar für die, die ihn schon ein Leben lang kennen. Er ist außergewöhnlich isoliert und sprunghaft, sogar für Todesser Standards. Er ist nicht bis dahin gekommen, wo er jetzt ist, weil er leicht zu besiegen ist, oder weil er leicht vorhersehbare Schwächen hat."

Es herrschte eine lange Pause. Es schien so, als ob Snape keine weiteren Einblicke anzubieten hatte.

Hermine fand sich von Neuem entmutigt.

Sie verkaufte sich selbst für ein Glücksspiel mit so vielen Möglichkeiten des Misserfolgs. Es würde höchstwahrscheinlich nutzlos sein.

Sie würde es dennoch tun.

Sie zögerte, eine Frage drängte sich an die Oberfläche und sie hatte fast Angst sie zu stellen.

„Ist er –", stotterte sie und atmete tief ein. „Wie – wie grausam weißt du, das er ist?"

Snape schaute sie mit undurchschaubaren schwarzen Augen an, bevor er wegschaute.

„Ich kenne ihn seit dem fünften Jahr nicht mehr besonders gut. Obwohl er ein Tyrann war, erschien er mir nie wie ein Sadist."

Hermine nickte ruckartig, sie fühlte sich wie benommen, als sie sich abwand, um zu gehen.

„Ich wünsche dir viel Glück, Miss Granger. Du bist eine bessere Freundin, als Harry Potter es jemals verdienen wird."

In Severus Stimme schwang ein Hauch Reue mit. Hermine stoppte und hob ihre Hand nach oben zu ihrem Hals, sie führ mit dem Daumen für einen Moment ihr Schlüsselbein nach, bevor sie die Kette ihrer Halskette zwischen ihren Fingern drehte.

„Ich mach das Ganze nicht nur für Harry", sagte sie. Severus schnaube und sie schaute ihn verteidigend an. „Es gibt eine ganze Welt da draußen, die nicht einmal weiß, dass sie sich auf uns verlassen. Und außerdem, wenn wir verlieren, was denkst du was ich dann für Chancen haben werde?"

Er nickte kurz zustimmend. Sie verließ Spinner's End ohne ein weiteres Wort.

Als Hermine wieder zum Grimmauld Platz zurückkehrte, ging sie ins Badezimmer und starrte ihr Spiegelbild an.

Sie war dünn und sah müde aus. Ihre Haut war blass durch das fehlende Sonnenlicht. Ihre Züge waren kantiger, als sie es in der Schule gewesen sind; etwas anmutiger. Ihre hervorstehenden Wangenknochen ließen sie eleganter aussehen. Ihre Augen – nun sie fand schon immer, dass sie ihre beste Eigenschaft waren – groß und dunkel aber mit ausreichend Feuer in ihnen, sodass sie nicht zu naiv aussah. Ihre Haare blieben das Kreuz, dass sie tragen musste. Immer noch buschig, aber es war in der Zwischenzeit langgenug, damit es immerhin etwas nach unten gehalten wurde. Sie behielt es geflochten und nach hinten gesteckt, damit sie es aus dem Gesicht hatte beim Tränke Brauen und Heilen.

Sie ließ ihre Klamotten fallen und stieg in die Dusche. Das heiße Wasser, das auf ihre Haut prasselte fühlte sich wie Sicherheit an. Sie wolle es gar nicht mehr verlassen, aber als sie sich von Kopf bis Fuß abgeschrubbt hatte, brachte sie sich selbst dazu, das Wasser abzustellen und aus der Dusche zu gehen.

Sie benutzte einen schnellen Rasierzauber an ihren Beinen und unter den Armen und trocknete sich ab.

Sie wischte den Dampf vom Spiegel und nahm ihren Körper, den sie im Spiegelbild sah, kritisch unter die Lupe. Sie musste hoffen, das Malfoys hauptsächliches Interesse in ihrem Verstand sein würde, denn sie war definitiv nicht Helen von Troja. Stress hatte ihre Kurven zerfressen. Sie war knochig, mit dünnen Armen und Beinen. Sie war nicht unbedingt fehlerhaft, aber ihr fehlten generell etwas Polsterung an Stellen, die Männer typischerweise gerne festhielten.

Soweit es den generellen Sexappeal anging, lag sie im sicheren Mittelbereich. Es war einfach keine Eigenschaft, für die sie jemals Gedanken oder die Zeit gehabt hätte, um sie besser auszubilden. Während sie darüber nachdachte, wie sie sexuell rüber kommen würde – es schien nie etwas gewesen zu sein, dass von eiliger Wichtigkeit war.

Es ist ihr nie in den Sinn gekommen, dass der Krieg es von ihr verlangen könnte, sich selbst als – Mätresse? Hure? Kriegspreis? – für einen Todesser anzubieten.

Sie bemühte sich gar nicht erst darum, sich Gedanken über ihre Unterwäsche oder ihre Klamotten zu machen, wenn sie sich anzog. Es würde keinen Sinn machen, so zu tun, als ob sie Attribute oder Eigenschaften hatte, die sie nicht hatte. Sie würde ohne Zweifel schrecklich darin sein. Zu versuchen einen anderen Blickwinkel einzunehmen, würde vielleicht ihre Grenzen ausreizen und ihr Blatt offen legen.

Als sie sich vorbereitete, um zu gehen schaute sie in den Spiegel und fummelte an der Kette um ihren Nacken herum, sie zögerte, bevor sie sie von unter ihrem Shirt hervorzog und das Amulett anschaute, das an der Kette baumelte. Der Anhänger von Aset. Eine winzige Krone saß über einem tiefroten Stein, ein Sonnenball, platziert zwischen zwei Hörnern. Es ist Hermine gegeben worden, als sie für kurze Zeit Heilkunst in Ägypten studiert hatte, bevor sie nach Europa zurück ist, um in Österreich zu studieren.

Sie nahm sie ab und steckte sie in eine abgenutzte Tasche unter ihrem Bett.

Falls sie sterben sollte, würde Severus vermutlich wissen, was es war.

Den Treffpunkt, den Malfoy angegeben hatte, war in einer Ortschaft namens Whitecroft. Moody apparierte sie hin und dann, nachdem er mit seinem magisches Auge für eine Minute die Gegend abgesucht hatte, verschwand er mit einem weiteren Plopp wieder.

Sie fühlte sich instinktiv allein gelassen, sodass ihre Haut anfing weh zu tun, Hermine lief den Schotterweg der Adresse entlang und sah sich auf dem leeren Grundstück um.

Unortbar. Oder nur ein Zwischenstopp, bevor sie an die richtige Adresse weitergeleitet wird.

Nachdem sie sich nervös umgesehen hatte, schluckte sie schwer und fand sich damit ab, dass sie warten musste.

Auf der einen Seite des Weges war ein Baumstumpf. Sie setzte sich hin. Nach einer weiteren Minute zog sie ein Buch hervor und behielt ihre Ohren in Alarmbereitschaft für alle Geräusche.

Sie hatte sechs Seiten gelesen, als ein Geräusch auf ihrer linken Seite sie scharf aufschauen ließ. Das Licht eines schwebenden Eingangs erschien plötzlich auf dem leeren Grundstück und mit ihm fing an, eine heruntergekommene Hütte in ihrem Sichtfeld aufzutauchen.

Draco Malfoy stand eingerahmt vom Licht in der Tür.

Sie hatte ihn seit über fünf Jahren nicht mehr gesehen.

Sie steckte das Buch zurück in ihre Tasche und lief nach vorne: ihr Herzschlag wurde mit jedem Schritt schneller.

Er ist größer und breiter geworden. Die Überheblichkeit seiner Schultage ist weniger geworden und durch ein kaltes Gefühl von Macht ersetzt worden. Eine tödliche Gewissheit.

Selbst nachdem sie die Stufen erklommen war, überragte er sie noch. Er war mindestens genauso groß wie Ron, aber er fühlte sich noch größer an. Rons Größe wurde immer durch seine Schlaksigkeit und seine Unbeholfenheit beeinflusst. Malfoy wurde jedem Zentimeter seiner Statur gerecht, als ob es ein zusätzliches Testament für seine Überlegenheit war, als er sie von oben herab anstarrte.

Sein Gesicht hatte alles Jungenhafte verloren. Es war grausam schön. Seine kantigen aristokratischen Züge waren von einer unnachgiebigen Härte geprägt. Seine grauen Augen waren wie Messer. Seine Haare waren immer noch fahl, weiß blond und achtlos zur Seite gekämmt.

Er lehnte sich lässig gegen den Türrahmen. Er ließ gerade noch genug Platz, damit sie eintreten konnte, solange sie an seine Roben entlang steifte. Sie bemerkte den scharfen Geruch von Zeder in dem Stoff, als sie an ihm vorbei ging.

Er fühlte sich gefährlich an. Sie konnte fühlen, wie er von dunkler Magie umgeben wurde.

Auf ihn zuzugehen, war so als ob man auf einen Wolf oder Drachen zulaufen würde. Ihr ganzer Körper fühlte sich angespannt an, als sie ihm näher kam. Sie kämpft gegen eine Angst an, die sich anfühlte, als ob sie ihre Wirbelsäule entlang schnitt.

Das Gefühl der Rücksichtslosigkeit hing über ihm.

Er hatte Dumbledore getötet, als er sechzehn Jahre alt war und das ist nur der Anfang seines blutdurchtränkten Aufstiegs gewesen.

Wenn man die Klinge eines Assassinen zu einem Mann machen würde, würde sie die Form von Draco Malfoy annehmen.

Sie schaute zu ihm auf. Nahm seine Erscheinung in sich auf.

Wunderschön und verdammt. Wie ein gefallener Engel. Oder vielleicht eher wie ein Todesengel.

Es waren solche Klischees und dennoch trafen sie auf ihn zu. Wenn er hin und her gerissen oder zwiegespalten sein soll, dann ließ er es sich nicht anmerken; er schien einfach nur grausam, unfreundlich und wunderschön.

„Malfoy. Wenn ich es richtig verstanden habe, willst du dem Orden helfen.", sagte sie, nachdem sie in die Hütte gelaufen war und er die Tür hinter ihr zugezogen hatte. Sie kämpfte gegen den Impuls an zusammenzuzucken oder sich schnell umzudrehen, als sie das Klicken hörte.

Sie war alleine in einem Haus mit Draco Malfoy, an den sie sich verkauft hatte, im Austausch für Informationen.

Den Beruhigungstrank, den sie genommen hatte direkt, bevor Moody sie her appariert hatte, wirkte kaum gegen die betäubende Furcht, die sich in ihr ausbreitete. Sie konnte es überall spüren; in ihrer Wirbelsäule und ihre Magen und ihren Händen und wie sie sich um ihre Kehle zusammenzog, so sicher, als ob es sie erwürgen würde.

Sie straffte ihre Schultern und zwang sich dazu den Raum langsam in Augenschein zu nehmen.

Das Gebäude schien hauptsächlich auf einem großen leeren Zimmer zu bestehen. Es waren kaum irgendwelche Möbel zu sehen. Zwei Stühle. Ein Tisch. Nichts anderes.

Keine Bett.

„Du verstehst die Bedingungen?", sagte er mit kalter Stimme als sie ihn anschaute.

„Eine Begnadigung. Und mich. Im Austausch gegen Informationen."

„Beides jetzt und nach dem Krieg." Seine Augen funkelten mit einem Mix aus Grausamkeit und Genugtuung, als er dies sagte.

Hermine wich nicht zurück.

„Ja. Ich gehöre von jetzt an dir. Moody sagt, dass er als Bonder fungieren wird, falls du einen Unbrechbarer Schwur benötigst.", sagte sie, und versuchte die Verbitterung aus ihrer Stimme zu halten.

Er grinste.

„Das wird nicht notwendig sein. Ich vertraue auf die hohen Gryffindor Ideale, die du hast, wenn du es jetzt schwörst."

„Ich schwöre es. Ich gehöre die. Du hast mein Wort.", sagte sie sofort, sie ließ sich keine Zeit, um zu zögern.

Sie wünschte sich, dass sie sich erfolgreich fühlen würde, dass er ihr einen Ausweg ließ. Aber – wenn sie jetzt den Krieg gewinnen würden, dann wäre es wegen ihm. Sie würde ihm etwas schulden. Sie alle würden ihm etwas schulden.

„Bis wir gewinnen, darfst du nichts tun, was meine Fähigkeiten, dem Orden zu dienen, beeinträchtigen würde.", sagte sie.

„Ah ja. Ich muss sicherstellen, dass du am Leben bleibst, bis das alles hier vorbei ist.", er grinste, als er sie von oben bis unten anschaute.

„Ich will das du es schwörst.", sagte sie mit angespannter Stimme.

Seine Augen funkelten, als er eine Hand über sein Herz legte. „Ich schwöre es.", sagte er mit aufgesetzter Stimme. „Ich werde nicht deine Arbeit für Orden beeinträchtigen."

Er schnalzte leicht mit der Zunge. „Oh, aber du misstraust mir, oder nicht? Du bist besorgt, dass das alles nur eine Trick von mir ist, um ein Stück von dir zu bekommen, bevor der Krieg vorbei ist und du stirbst." Er zog eine Augenbraue nach oben. „Mach dir keine Sorgen. Als Zeichen meiner Aufrichtigkeit werde ich dich – noch – nicht anfassen. Immerhin habe ich so lange gewartet, um dich als meinen Preis zu bekommen, ich kann mich noch ein bisschen länger zurückhalten."

Er lächelte sie wölfisch an.

„Und währenddessen, lasse ich dich mit meinen Informationen zu deinem heiligen Orden zurück rennen und ich werde mich mit deiner wundervollen Gesellschaft zufrieden geben."

Wenn Malfoy versuchte Hermine nervös zu machen, dann machte er seinen Job wirklich gut.

Als ob der Gedanke, an was auch immer für grausamen Dinge er mit ihr vorhatte, denen sie zugestimmt hatte, nicht schon schlimm genug wäre, schienen das Hinauszögern und es zu fürchten noch viel schlimmer.

Sie knirschte mit den Zähnen und zwang sich selbst dazu zu atmen. Sie legte eine Hand hinter ihren Rücken und ballte sie feste zur Faust, dann zwang sie sich dazu ihr Finger langsam wieder zu öffnen. Sich selbst zu fassen. Ihren Versand frei zu räumen.

So war es besser. Je länger er wartete um zu handeln, desto länger hatte sie Zeit sich seine Loyalität zu sichern; einen Weg zu finden ihn unter ihre Kontrolle zu bringen, bevor er genug von ihr hatte.

Sie nickte kurz.

„Okay. Das ist – großzügig von dir."

Er legte seine Hand wieder über sein Herz.

„Du weißt gar nicht welche Freude es mir bereitet das zu hören.", sagte er mit gekünstelter Begeisterung.

Hermines Augen verengten sich. Sie konnte ihn nicht verstehen. Seine wahren Motive entgingen ihr komplett. Sie hasste es, wie benachteiligt es sie machte.

„Aber weißt du...", sagte Malfoy plötzlich und sah nachdenklich aus. „Vielleicht, solltest du mir etwas geben –"

Hermine starrte ihn an.

„– etwas, um mein kaltes Herz zu wärmen.", sagte er, während er sie anzüglich angrinste. „Eine Erinnerung, damit ich weiter motiviert bleibe."

„Was willst du haben?", sagte sie mit steifer Stimme. Sie fing an Gedanklich wahrscheinliche Möglichkeiten durchzugehen. Vielleicht wollte er, dass sie strippte. Oder ihm einen Blow Job gab – sie hatte das noch nie zuvor gemacht, sie würde bestimmt nicht gut sein. Oder er will auf ihr Gesicht kommen. Oder vielleicht wollte er, dass sie da stand und er sie verfluchen könnte. Oder vielleicht wollte er ihr einfach nur eine Ohrfeige geben, als Vergeltung für ihr drittes Schuljahr.

„Du scheinst nicht sehr begeistert.", sagte Malfoy und richtete sich auf. „Ich fühle mich wirklich gekränkt."

Hermine hielt sich selbst davon ab ihn boshaft anzufunkeln. „Willst du das ich dich küsse oder soll ich einfach nur da stehen und mich von dir verhexen lassen?", sagte sie in dem ernsthaftesten Ton, den die zustande brachte.

Malfoy stieß ein bellendes Lachen aus. „Mein Güte, Granger. Du bist verzweifelt."

Ihr Kiefer spannte sich an. „Ich bin hier. Ich hatte angenommen, dass das offensichtlich ist."

„Das stimmt.", sagte er nickend. „Nun, ich habe heute schon genug duelliert. Dann schauen wir mal, ob dein Mund noch zu etwas anderem gut ist als nur zum Reden."

Hermine hatte das Gefühl sich gleich Übergeben zu müssen und der Ekel muss auf ihrem Gesicht sichtbar gewesen sein. Malfoy lächelte sie grausam an.

„Küss mich.", sagte er zur Klarstellung. „Als Zeichen deiner Aufrichtigkeit."

Er grinste sie an und bewegte sich nicht. Er stand einfach da und wartete darauf, dass sie auf ihn zu kam.

Hermines kompletter Körper fühlte sich kalt an vor Grauen an, bei dem Gedanken daran, auf ihn zu zugehen und ihn zu berühren. Daran wie er sie mit diesen kalten, blassen, mörderischen Händen berühren würde.

Daran ihren Mund auf seinen zu pressen.

In seiner Nähe zu stehen ohne dass ihr Zauberstab auf sie Herz zeigte, fühlte sich so verletzlich an, wie seine Kehle für einen Wolf zu entblößen.

Sie zögerte. „Wie willst du, dass ich dich küsse?"

„Überrasch mich.", sagte er und zuckte mit den Schultern.

Ihn überraschen. Nun, das war eine Öffnung; eine Möglichkeit, die sie nutzen musste. Sie analysierte ihn schnell.

Er provozierte sie. Die komplette Unterhaltung schien dazu gedacht sie absichtlich wütend zu machen. Um zu sehen, wie sie sich unter der Macht, die er über sie hatte, wand. Dieser Kuss war vermutlich dazu gedacht ihren Hass zu besiegeln.

Er erwartete, dass sie sich weigerte und zu stolz war, dass sie nicht dazu in der Lage sein würde ihren Hass zu unterdrücken; sodass er sie dazu bringen konnte ihre eigene Bestrafung anzufeuern und er sie mit ihren Emotionen ablenken konnte.

Sie durfte ihm das nicht geben.

Sie fasst sich selbst. Sie würde nicht verlieren.

Sie ging auf ihn zu, beobachtete sein Gesicht aufmerksam.

Sie ist ihm noch nie so nah gewesen. Für jemanden, der so „begierig" auf sie war, sah er nicht wirklich danach aus. Seine Pupillen waren verengt. Seine Augen hauptsächlich grau. Er schien – amüsiert.

Die gebündelte Angst fühlte sich an wie eine Nadel, die ihr in den Rücken gestochen wurde. Ihr Herz klopfte so schnell, dass es sich anfühlte, als ob es an ihren Rippen zerspringen würde.

Sie schlang ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn zu sich hinunter. Er grinste und ließ sie gewähren.

Als sich ihre Lippen fast berührten pausierte sie und erwartete fast, dass ihr ein Messer bis zu Griff im Bauch steckten würde.

Es herrschte ein kurzer Moment der Stille zwischen ihnen – sie atmeten langsam. Nahe genug, damit die Luft seines Atems über ihr Gesicht huschte. Sein Atem roch nach Wachholder, pfeffrig und durchdringend, wie frisch geschnittener Feuerdorn. Sie betrachtete die Tödlichkeit und Kälte in seinen Augen. Sie wunderte sich, was er wohl sah, als er zurück blickte.

Mörder sind immer noch Männer, sagte sie zu sich selbst.

Dann gab sie ihm einen langsamen, süßen Kuss.

Sie stellte sich vor, wie sie es bei jemanden machen würde, den sie gern hatte. Sie ließ ihre Hände nach oben in seine Haare wandern, als sie ihn vertiefte. Sie schmeckte seine Lippen mit ihrer Zunge und raunte leicht gegen seinen Mund. Er schmeckte wie Gin.

Es war offensichtlich nicht das, was er erwartet hatte. Anscheinend waren Überraschungen nicht wirklich sein Ding. Er wurde in dem Moment, als sich ihre Lippen sanft berührten, ersichtlich ruhiger vor Verwunderung und nach einem kurzen Moment riss er sich von ihr los.

Jetzt waren seine Augen dunkler.

Hermine war sich nicht sicher, ob sie sich über dieses Detail freuen oder sich Sorgen machen sollte.

Ihr Herzschlag beruhigte sich etwas.

Seine Belustigung war verschwunden und er schien sie plötzlich etwas ernster wahrzunehmen.

„Du kämpfst nicht besonders viel, oder?", fragte er sie abrupt.

„Nein. Das meiste meiner Arbeit findet außerhalb der Angriffe statt.", sagte sie, sie war nicht gewillt darüber ins Detail zu gehen, was sie tat. Sie war hier, um Informationen zu bekommen, nicht um sie preis zu geben.

„Kennst du dich mit Okklumentik aus?"

„Ja. Moody hat mich unterrichtet.", log sie. „Ich hab nicht viel Übung, aber er hat gesagt das ich ganz gut darin bin."

„Nun, das ist eine Erleichterung. Es wäre recht unpraktisch, wenn du jemals aufgegriffen werden solltest und sie die Details dieses Arrangements in deinem Kopf finden würden.", sagte er so ernst, wie sie ihn, seit sie angekommen ist, nicht gesehen hatte.

Dann schnaubte er. „Ich hoffe dir macht es nichts aus, wenn ich selbst überprüfe, wie gut du bist."

Das war die einzige Warnung, die sie bekam, bevor er plötzlich in ihren Verstand eindrang.

Hermines Schilde waren schon errichtet und die Gewalt, mit der er gegen sie fuhr war genug, um ihrem Kopf das Gefühl zu geben, dass er darin auf einen Gong geschlagen hat. Er machte damit weiter gewaltsam gegen ihre Mauern zu schlagen, immer und immer wieder, bis sie vor Schmerzen nach Luft schnappte, während sie ihn draußen hielt. Dann stoppte er und sie wäre fast zurück gestolpert.

„Du bist erstaunlich gut darin.", sagte er, er sah so aus, als ob er tatsächlich überrascht war.

Das Kompliment überrumpelte sie. Er schlug abrupt wieder in ihren Verstand ein. Der kurze Aufschub ist ein Trick gewesen. Sie war nicht genügend vorbereitet für eine erneute Attacke. Er fand eine Schwachstelle und schoss mit der Geschwindigkeit eines Pfeils hindurch.

Sie versuchte ihn wieder hinaus zu schubsen, aber er bewegte sich so schnell, so weit vor in ihren Erinnerungen, dass sie es nicht schaffte. Sie konnte ihn kaum abbremsen.

Dann zog er sich plötzlich, ohne überhaupt etwas in ihren Gedanken anzusehen, wieder zurück.

Sie wäre fast nach hinten gefallen, konnte sich aber gerade noch so wieder fangen, während sie sich mit einer Hand an die Stirn griff und vor Schmerzen nach Luft schnappte.

„Es ist ein geläufiger Trick.", sagte er beiläufig, er sah nicht so aus, als ob ihm der Angriff auf ihren Verstand irgendwelche Mühen bereitet hätte. „Nach einem heftigen Angriff, wenn der Okklument denkt, dass es vorbei ist, entspannt er sich. Es ist die perfekte Gelegenheit, um hinein zu kommen."

Hermine versuchte noch immer zu Atem zu kommen und konnte nicht antworten, also fuhr er fort. „Wenn du jemals von einem wirklich geübtem Legiliment verhört wirst, wirst du sie niemals, nur mit deinen mentalen Mauern, draußen halten können. Wenn du ein unbedeutendes Mitglied des Widerstandes wärst, würden sie dich wahrscheinlich nur töten und sich nicht die Mühe machen reinzukommen. Aber du bist ein Ordens Mitglied. Potters Goldenes Mädchen. Wenn sie dich jemals zu fassen bekommen, werden sie dich vermutlich zu mir oder Severus oder sogar zu Dunklen Lord selbst bringen. Ich befürchte, dass du deine Okklumentik Fähigkeiten verbessern musst."

„Wie?" Ihre Stimme war rau. Sie wusste nicht, dass ein mentale Attacke so mächtig sein konnte. Kein Wunder, dass Harry sein Unterrichtsstunden mit Snape gehasst hat. Ihr Verstand war voller Qual.

„Der Trick ist es sie rein zu lassen."

„Was?"

„Setze ein bisschen Anstrengung ein, aber tu dann so, als ob du einknickst. Wenn sie einmal drinnen sind, gebe ihnen falsche Erinnerungen oder lenke sie zu etwas hin, dass weniger wichtig ist. Du wirst den dunklen Lord niemals aus deinen Erinnerungen draußen halten können, aber wenn er denkt das du schwach bist, wir er annehmen, dass er gesiegt hat. Du wirst etwas aufgeben müssen, das wertvoll genug ist, um legitim zu wirken. Wie dem auch sei, dies ist ein Weg, um die Dinge, die am wichtigsten sind versteckt zu halten."

Hermines Gehirn drehte sich, als sie die Information betrachtete. Natürlich müsste es mehr geben als nur mentale Mauern. Es wäre unmöglich gewesen, dass Severus den Dunklen Lord für so viele Jahre hinters Licht geführt hat, indem er ihm einfach den Eintritt zu seinem Verstand verweigert hat.

„Denk darüber nach. Wenn ich nach Informationen über Potter oder Weasley suche, was könntest du aufgeben, das wie das größte Geheimnis erscheint, dass du besitzt? Legilimentik ist so als ob man das Haus von jemanden anzündet. Der Verstand verschließt automatisch das, was am meisten beschützt werden muss. Du musst es dir antrainieren, das Gegenteil zu tun. Eile zu dem was unwichtig ist. Übe diese Erinnerungen in deinem Kopf umherzuziehen, als ob du versuchst sie zu verstecken. Ich werde es nächste Woche wieder versuchen."

Hermine nickte. Sie hasste den Gedanken daran, ihn wieder in ihrem Kopf zu haben, aber seine Begründungen waren nachvollziehbar. Es wäre eine unbezahlbare Fähigkeit.

Malfoy griff in seine Tasche und warf ihr etwas zu. Sie fing es reflexartig auf.

Sie schaute nach unten in ihre Hand. Es war – nun, es sah aus wie ein Hochzeitsring, wenn diese schwarz wären.

Sie schaute verwundert zu Malfoy auf.

„Dein Protean Zauber aus dem fünften Jahr hat mich inspiriert." Er grinste und hob seine rechte Hand an, er zeigte einen passenden Onyx Ring an seiner Hand. „Er wird leicht brennen, wenn ich mich treffen möchte. Zwei Mal, wenn es Dringend ist. Ich rate dir sehr schnell zu kommen, falls er zwei Mal brennen sollte. Falls du Kontakt aufnehmen willst, die Schutzzauber hier lassen mich wissen, wenn du ankommst. Aber sonst sollten wir uns an den Zeitplan halten. Gibt es irgendeine Zeit, zu der du weggehen kannst, ohne dass es Fragen aufwirft?"

Hermine streifte den Ring über den Zeigefinger ihrer linken Hand. Es war ein einfacher, leicht geometrischer ring. Nicht glitzernd oder so dass er die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Sie vermutete, dass er einen aufwendigen Bemerk-mich-nicht Zauber auf sich hatte.

„Ich gehe immer dienstags früh am Morgen raus, um Zutaten für Tränke zu besorgen. Ich könnte eine extra halbe Stunde hinzufügen, ohne dass es jemanden auffallen würde. Würde Sieben Uhr Dreißig gehen?"

Er nickte.

„Wenn ich aus irgendeinem Grund nicht kommen kann, dann komm zur selben Uhrzeit am Abend wieder.", sagte er ihr.

„Was wenn ich nicht kommen kann?", fragte Hermine.

Seine Augen verengten sich.

Er versuchte zu erraten, was sie für den Orden tat. Nun sie war nicht daran interessiert ihm diese Information freiwillig zu geben.

„Ich werde fünf Minuten warten und dann annehmen, dass du nicht kommen kannst."

„Gut.", sagte sie matt.

Er grinste und rief mit einer Bewegung seines Zauberstabes eine Rolle Pergament herbei.

„Meine erste Ratenzahlung." Seine Stimme klang sanft, war nur kaum mehr als ein Flüstern und seine Augen wanderten ihren Körper nach unten.

Sie nahm ihm die Rolle aus der Hand und rollte sie auf, sie schaute auf mehrere Karten und Blaupausen von Gebäuden.

„Ich vertraue darauf, dass Moody den Verstand hat nicht alles auf einmal zu benutzen.", sagte er.

„Dein Dienst wird eines der bestbehütetsten Geheimnisse des Ordens sein. Du bist nutzlos, sobald deine Deckung auffliegen sollte. Wir werden es nicht riskieren."

„Gut.", sagte er mit kalter Stimme. „Dann werde ich dich Dienstag wieder sehen. Übe deine Okklumentik."

Er verschwand mit einem Plopp Geräusch.