Hallo zusammen, Sorry kam kein Kapitel, ich habe es total verschwitzt. Aber heute bekommt ihr dafür zwei ;D viel Vergnügen
,,..." jemand spricht
/.../ jemand denkt
~...~ Parsel
44. Kapitel Der normale Alltag
Hermine pov
Es war Freitagabend und während die meisten Schüler sich noch auf den Ländereien befanden, um das warme Wetter zu geniessen bevor die Sperrstunde bald beginnen würde, waren die Slyhterintruppe in ihrem geheimen Klassenzimmer. Sie hatten ihre Schuluniformen gegen Alltagskleidung getauscht und Sofas und Sessel zusammengeschoben, so dass sie alle beieinander sassen. Tom und Hermine sassen auf einem der Sofas, neben ihr war der Korb, indem Firis und Shadow immer noch schliefen. Die beiden waren mittlerweile schon wieder etwas grösser geworden, doch bis jetzt nicht aufgewacht. Nagini hatte sich halb um den Korb geschlungen und hatte ihren Kopf auf das braune Leder der Sofalehne gelegt.
Mia welche auf dem Sofa daneben sass strich von Zeit zu Zeit mit ihrem Finger über den Kopf der Schlange. Dabei konnte sie nicht verhindern, dass ihr Blick immer wieder fast sehnsüchtig zu dem Korb schweifte. Wie Hermine wusste, vermisste sie es mit Shadow zu spielen. Rechts von Tom sass Eliott auf dem Sessel und zeigte Tom gerade einen Brief, welcher er von seinen Eltern erhalten hatte. Magenta, sass auf seiner Lehne, während Andrew, Abraxax und Nelson auf dem anderen Sofa sassen. Tobias und Sac holten gerade etwas aus der Küche. Newt hing mehr in seinem Sessel, als dass er sass, sein Gesicht war von einer Ausgabe des Tagespropheten bedeckt und Hermine vermutete, dass er eingeschlafen war.
Die Woche nach dem Überfall war relativ ruhig verlaufen, zwar waren auf den den Gängen und in der Grossen Halle immer wieder Geflüster ausgebrochen und die Gerüchteküche von Hogwarts stand nie ganz still, doch die Slyhterins wurden zumindest nicht von den anderen Schülern bedrängt um an Antworten zu kommen. Dafür konnten die Ravenclaws fast nicht zu ihren Klassenzimmern gelangen ohne, dass sie wieder und wieder erzählen mussten, was genau vorgefallen sei. Auch wenn die Auroren nicht wieder aufgetaucht waren, hatte es sich herumgesprochen, dass die Schüler befragt worden waren. Und da sich sowohl der Direktor, wie auch der Tagesprophet mit Angaben zurück hielten wollten die Anderen um so mehr erfahren was geschehen war.
Der Tagesprophet hielt sich betreffend dem Überfall sehr bedeckt. Sie stellten die Ereignisse so dar, dass es ein paar Halunken gewesen waren. Dass Schüler aus Hogwarts darin verwickelt gewesen waren, wurde jedoch nirgends erwähnt. Auch der Name Grindelwald dachte nirgends auf. Es war fast wieder so wie zu ihrer Zeit, als das Ministerium vehement leugnete dass Voldemort zurückgekehrt war. Sie schüttelte unbewusst den Kopf, diese zwei Angelegenheiten konnte sie nicht miteinander vergleichen, das bei Voldemort war damals schliesslich Fudge und sein Argwohn gegenüber Dumbledore gewesen, dennoch konnte sie das beklemmende Gefühl eines Deja vu nicht ganz ablegen.
Gegen Mitte Woche war allerdings ein Artikel im Tagespropheten gewesen, welcher die Aufmerksamkeit der Slytherin Truppe auf sich gezogen hatte. In diesem kurzen, wenn auch auffällig platzierten Artikel hiess es, dass das Aurorenbüro ein Lager von Plünderern und Dieben hatte entdecken und ausmerzen können. Nähere Angaben zu diesen Plünderern wurde nicht gemacht und auch von möglichen Gefangenen war nicht die Rede. Es war in erster Linie ein Artikel, welcher zeigen sollte, dass das Aurorenbüro in England gute Arbeit machte und die Bürger sich keine Sorgen zu machen brauchten. Das Foto, dessen Fokus zwar auf den Chef der Auroren Abteilung zeigte, wie vor ein paar umgestürzten Zelten stand. Dennoch erkannte jeder von den Elf Slytherinschüler sofort auf Anhieb dass dies das Lager von Grindelwald war. Entweder wusste das Ministerium dies nicht, oder sie leugneten es. Sie würden es wohl nicht einfach so erfahren.
Eine warme Hand auf ihrem Knie riss sie aus ihren Gedanken und sie blickte ertappt hoch. Tom, welcher neben ihr auf dem Sofa sass, sah sie fragend an. Er musste ihre Unsicherheit gespürt haben, so wie sie nun seine eigene spürte. Sie lächelte ihn aufmunternd an und er drehte sich wieder zu Elliot um. Seine Hand blieb auf ihrem Knie liegend wie sie erfreut feststellte. Ein sanfter Druck seiner Finger machte ihr klar, dass er auch diese Empfindung wieder mitbekommen hatte. Sie konnte das kleine Lächeln in seinen Mundwinkeln sehen. Sie unterdrückte selbst ein Lächeln, während sie sich nach hinten in das Polster fallen liess. Daran würde sie sich noch gewöhnen müssen, dass sie nun gegenseitig die Empfindungen des anderen spüren konnten.
Es war zum Glück nicht immer, aber bei starken Gefühlen, wie Angst oder Schmerz bis jetzt immer. Sie hatte die letzten Nächte nie alleine verbracht, da sie zu aufgewühlt gewesen war und er ihre Unruhe gespürt hatte. Sie war jedoch nur so unruhig gewesen, weil sie seine Zweifel und den Schmerz über die kommende Zukunft selbst gefühlt hatte. Da sie allerdings dadurch in den Genuss kam in seinen Armen ein zu schlafen beklagte sie sich nicht darüber.
In diesen Nächten hatten sie auch die Zeit gefunden über die Dinge zu sprechen die sie beide erlebt hatten. Auch wenn sie bei den Ereignissen in Hermines Zeit die Person Voldemort eher zu vermeiden versuchten, sprachen sie doch beide über die mögliche Zukunft. So wie sie auch über die Welt der Elben und Toms Kindheit sprachen. Sie hatten beschlossen vorerst seine mögliche Zukunft zu ignorieren. Sie hatten weder Beweise dafür oder dagegen dass Tom wirklich der dunkle Lord werden würde. Und so oder so, Hermine hatte in ihrer Zeit erfahren, dass die Gerüchte über Voldemort erst nach Toms Schullaufbahn begonnen hatten. Sie wollten sich daher vorerst auf ihren Abschluss und ihre Freunde konzentrieren. Hermine schloss immer noch nicht aus, dass sie in einem Paralleluniversum gelandet war, obwohl Tom glaubte, dass ihre Bindung dies widerlegte. Sicher war nur, dass sie im Moment keine Möglichkeit hatten die Wahrheit zu erfahren und es daher besser war in der Gegenwart zu leben und sich nicht von der Zukunft beeinflussen zu lassen.
Ausserdem gab es durch den Überfall und ihre Bindung in der Gegenwart genug, welches ihre Aufmerksamkeit fesselten. Filius hatte bemerkt, dass sie seine und die Erinnerungen der Anderen verändert hatte. Er hatte Hermine darauf angesprochen und sie hatte ihm erklärt, dass sie verhindern wollte, das jemand den geheimen Eingang nutzen konnte. Da sie ihm nicht die volle Wahrheit erzählen konnte, war er etwas skeptisch gewesen, doch ihr war es wichtig gewesen, dass er nicht glaubt sie sei eine Gefahr oder Mittäterin. Wie sie es schlussendlich geschafft hatte ihn zu überzeugen wusste sie nicht, aber Tom, der seine Gedanken gelesen hatte, sagte er ihr, dass Filius ihr glaubte. Aber ihre Freundschaft war nun nicht mehr so innig wie vorher. Hermine konnte es verstehen und hoffte einfach, dass der junge Ravenclaw ihr verzeihen würde, wenn etwas Zeit verstrichen war. Zumindest hatte er den Auroren nichts gesagt und versprochen es für sich zu behalten.
Was auch eine Herausforderung an sie beide Stellte war, dass sich ihre Magiearten miteinander verschmolzen hatte. Ihre Magie hatte sich mit einer verbunden und so war sie nun keine reine Lichtmagierin mehr und er kein reiner Schattenmagier. Das Interessante jedoch war, dass nun auch zauber anders reagieren konnten als vorher. Wenn sie zum Beispiel einen Lumos mit der Bewegung machte welche sie gelernt hatte erschien ein weisser heller Ball. Wenn sie ihn mit der Zauberstab Bewegung machte, welche Tom verwendete, war das Licht weniger hell, jedoch eindeutig auch ein Licht. Andere Zauber dagegen funktionierten wiederum gar nicht, da sie zu viel schwarze oder zu wenig weisse Magie in sich trug. Diese Zauber jedoch konnte sie dann mit den Zauberstab Bewegungen von Tom anwenden. Es war höchst faszinierend, wie der Magiekern die Wirkungen von Zaubern beeinflussten.
Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht bei der Erinnerung, wie Tom während Verwandlung einen Stuhl in eine Katze verwandeln wollte und es ihm nicht gelang. Sein Gesicht war unbezahlbar gewesen, er hatte das Problem jedoch schnell erkannt und einen anderen Zauber angewendet. Hermine hatte von Anfang an bemerkt, dass ihr Zauberstab nun sehr widerspenstig war und nur noch schwer mit sich zaubern liess. Der Kern aus Drachenfassern war nicht so das Problem, dieser widersetzte sich zwar etwas gegen die schwarze Magie, welche nun in ihr flosse. Doch das Weinrebenholz, war so viele Jahre nur weisser Magie ausgesetzt worden, dass er regelrecht davon überfordert war. Das Holz wurde sehr brüchig und dadurch war der Zauberstab sehr zögerlich geworden. Sie zauberte wann immer möglich Stablos. Zum Glück hatte dies noch keine der Lehrer bemerkt, dennoch kamen sie nicht drum herum sich beide einen neuen Zauberstab zu kaufen.
Auch hatte Hermine begonnen sich in dieser Woche mit ihrem Inneren Wesen zu unterhalten. Was gar nicht so einfach war wie es sich anhörte. Es war nicht nur, dass das Wesen nur aus Licht zu bestehen schien und dadurch keine Mimik oder Mund Art der Komunikation war der von Ariana nicht unähnlich, doch der Phönix hatte ihr Bilder gezeigt. Das Wesen hingegen schien anstatt mit Worten, mit Farben, Gefühlen, Eindrücken und Wortfetzten zu sprechen. Tom erklärte ihr, dass dies die normale Art war, die Wesensmagie war wie das Wesen selbst geleitet durch ihre Bedürfnisse und Triebe. Wo es beim Vampir der Blutdurst und der Drang sich in den Schatten zu halten drehte, wurde Hermine fast von allen Lichtquellen angezogen. Sie nannte sich schon selbst Scherzhaft Motte, da sie an keinem Fenster vorbei gehen konnte ohne kurz im Sonnenlicht zu verweilen. Aber auch das Mondlicht hatte immer noch eine starke Faszination für sie. Seit der Bindung spürte sie die Abwesenheit von Tom extremer, aber gleichzeitig war sie auch ruhiger geworden wenn er nicht da war als vorher. Dennoch hatte ihr das Wesen nicht genau mitteilen können, wie sie Tom das Leben gerettet hatte. Es nannte den Vorgang Weben. Doch Hermine war sich nicht sicher, was genau mit dem Begriff gemeint war. Noch konnte es ihr das Wesen genauer erklären.
Ric und Sal hatten sie beide darum gebeten, dass sie nach Slytherin Castle kämen, damit Sal sie beide noch einmal untersuchen konnten. Hermine war froh, dass Ric sich Firis und Shadow ansehen wollte und sie wollte die Gelegenheit nutzen um mit Ric über die Elbenmagie zu reden. Ausserdem wussten die beiden vielleicht mehr über den Überfall und das Lager von Grindelwald. Tom und sie hatten beschlossen heute Abend hin zu reisen und dann morgen früh vor dem Mittagessen wieder zurück zu sein. Wenn nur sie beide fehlen würden würde es weniger auffallen und da sie durch die Kammer von Slyhterin reisten, würde auch Dippet nicht bemerken, dass sie das Schloss verlassen hatten. Hermine, welche die Kammer lieber nicht betreten hätte, war sich zwar ziemlich sicher, dass Hogwarts bereits einmal verhindert hatte, dass ihr Verschwinden auffiel, als sie Tom retteten, aber sie wollte auch kein Risiko eingehen.
,,Gut, ich werde die Briefe eurer Eltern mitnehmen. Ach und bevor ich es vergesse, falls was sein sollte, erreicht ihr uns hier rüber." Sagte Tom gerade zur Gruppe und legte ein unscheinbares leeres Dokument auf den Tisch vor sich. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie es sah. Sie selbst hatte von Tom am Dienstag auch eines zugesteckt bekommen. Es war ein verzaubertes Blatt, durch dass sie miteinander kommunizieren konnten, ähnlich wie das welches sie selbst damals von den Zwillingen erhalten hatte. Tom hatte sich nicht nur ihren Münzen-Zauber sondern auch diesen aus ihren Erinnerungen abgeschaut. Sie fand es irgendwie süss, so mit ihm während dem Unterricht in Kontakt zu stehen, obwohl sie fast immer beieinander sassen. Für ihr Vorhaben war es eine gute Unterstützung. Laut Tom konnten sie innerhalb weniger Minuten wieder in Hogwarts sein wenn ihr Verschwinden bemerkt werden würde.
Nachdem die letzten Dinge besprochen waren, der Tee ausgetrunken und die Kuchenteller nur noch Krümel boten, machten sich Hermine und Tom auf den Weg. Nagini lag um Toms Hals, während Hermine behutsam den Korb mit ihren beiden Gefährten trug. Die anderen waren noch im Klassenzimmer geblieben und würden vor der Sperrstunde zurück in den Gemeinschaftssaal gehen. Die Kerkergänge lagen leer und verlassen vor ihnen und Hermine kamen ihre Schritte unnatürlich laut vor. Erst auf dem Weg realisierte sie wieder, wo sie eigentlich hingingen und ihre Füsse wurden automatisch langsamer. Sie kannte die Kammer von Slyhterin und den weiblichen Basilisken darin aus Toms Erinnerungen, dennoch konnte sie nicht verhindern wieder an ihren Alptraum aus dem zweiten Schuljahr erinnert zu werden.
Tom, welcher ihren Gemüts umschwung natürlich mitbekommen hatte, blieb stehen und zog sie in seine Arme. Er achtete dabei darauf den Korb in ihren Armen nicht zu zerdrücken. Sie wusste, dass ihre Angst unbegründet war, niemals würde er zulassen, dass ihr etwas geschah. Dennoch vergrub sie den Kopf an seiner Brust und wünschte sich nicht weitergehen zu müssen. Tom fuhr ihr sanft durch ihr Haar und wartete bis sie sich wieder gefasst hatte. ,,Bereit?" fragte er dann. Und sie nickte, nun ging sie also in die Höhle der Schlange.
Tom pov
Tom liess Hermine nicht aus den Augen, während er sie beobachtete, wie sie den Eingang zur Kammer anstarrte. Besser gesagt etwa gut zwanzig Meter vor der runden, mit Schlangen verschierten Tür. Sie hatte sich nicht von der Stelle gerührt seit sie in Sichtweite gekommen war.
Er hatte diese Kammer bereits in seinem ersten Schuljahr durch seinen Vater kennen gelernt. Sie war ihm seit Jahren so vertraut, dass er sie nie als dunkel und beängstigend empfunden hatte auch wenn er die Fackeln nicht erhellt hatte um nach Hause zu gelangen. Doch jetzt mit Hermines Erinnerungen schmeckte er auch ihre Angst vor Salina, die Basilikendame seines Vaters. Es war verwirren diese beiden so gegensätzlichen Gefühle gleichzeitig zu spüren. Er wusste dass sie mit der Zeit nicht mehr jede Empfindung des Anderen beachten würden, auch die Okklumentikwände würden dazu beitragen, dass sie nicht beide plötzlich ständig zu dritt in den Köpfen wären.
Ein kurzes Schmunzeln lockerte seinen Mundwinkel auf, als er daran dachte, dass Hermine ja irgendwie noch zwei andere Stimmen beherbergte. Wenn diese beiden seltsamen Gestalten Herz und Verstand nicht doch nur ein Schatten des Fluches von Bellatrix gewesen war. An dieses Misstück und die mit ihr zusammehängenden Erinnerungen halfen ihm in dieser Situation nicht wirklich und so konzentrierte er sich wieder auf Hermie. Diese stiess gerade laut Luft aus, straffte die Schultern und bekam das, was er stumm Gryffindor-Blick nannte. ,,Wir können." sagte sie fester als sie sich fühlte und lief dennoch entschlossen los. Mit einem kleinen Lächeln folgte er ihr und schloss zu ihr auf. Er wollte die Tür gerade öffnen, als sie seinen Arm ergriff. ,,Warte. Lass mich…" sagte sie und er sah sie überrascht an, während sie die Tür konzentriert an blickte und schliesslich ~öffne Dich~ zischte.
Die Freude und der Stolz, welcher in seiner Brust auf flammte war sogar grösser, als der Stolz welcher er von ihr spüren konnte. Er schien nicht der Einzige zu sein, der Einige neue Dinge gelernt hatte, aber eigentlich hätte es ihn bei Hermine nicht überraschen sollen. Dennoch hätte er sie in diesem Moment am liebsten gepackt und besinnungslos geküsst. Sie schenkte ihm daraufhin ein verlegenes Grinsen und lief so rot an, das ihm ein Lachen entfuhr. ~ich liebe dich~zischte er, sie lächelte ~ich dich auch~ und betrat den Raum.
Salina war nicht in der Halle gewesen, als die Fackeln angingen. Doch das war sie um diese Uhrzeit eigentlich nie. Sie war in der Nacht meist in einem der Höhlen Nahe des schwarzen Sees, sie mochte es den Wassermenschen zu zusehen. Sie konnte die Rohe zwar nicht verlassen, aber dennoch hatte sein Vater gewollt, dass dass es ihr hier gut ging. So hatte er ihr auch Räume errichtet, in denen sie Fressen bekam. Diese füllten sich von Zeit zu Zeit mit Fleisch wenn sie sich darin befand. Sie konnte sich auch in Hogwarts unterirdisch relativ frei bewegen und hatte durch einen Zauber die Möglichkeit lange Zeit in Schlaf zu fallen. Seit Tom in der Schule war hatte sie nicht so häufig geschlafen wie vorher, doch nach seinem Weggang würde sich sich irgendwann wieder in den Schlaf begeben.
Schnell hatten Tom und Hermine die schwarze Marmorplatte erreicht, welche in der Mitte des Raumes stand. Er zog sie an sich heran und küsste sie nun endlich. Sie seufzte wohlig auf und vergrub ihre Finger in seinen Haaren. Mit einem Grinsen auf den Lippen verschwanden sie vom Fleck.
Sobald sie Eingangshalle seiner Eltern erreicht hatten löste sie sich von ihm und schlug ihm gespielt böse gegen die Schulter. ,,Das war nicht nett!" Er grinste nur und zog sie wieder an sich heran um sie erneut zu küssen. ,,Das Benehmen hat er eindeutig von dir geerbt." Konnte er seinen Vater murmeln hören. Hermine versteifte sich in seinen Armen und wollte sich lösen. Widerwillig liess er von ihr ab und richtete sich auf. ,,Guten Abend Vater, Dad." sagte er schmunzelnd und nickte ihnen zu.
Nachdem seine Eltern sie beide überschwänglich begrüsst hatten, waren sie zusammen ins Wohnzimmer gewechselt. Bevor sie sich auf die Sofas setzen durften, hatte sein Vater ihnen beiden je zwei Tropfen Blut abgenommen und begann einige Diagnosezauber über Hermine zu werfen. Während dem hatte sich sein Dad den Korb geschnappt und untersuchte, etwas abseits von ihnen, die beiden magischen Tierwesen fachmännisch, nachdem er sie herausgenommen hatte.
Nachdem sein Vater mit der Untersuchung fertig war folgte Hermine nach einen liebevollen Blick zu Tom seinem Dad. Sie stellte sich neben ihn und verfolgte jede seiner Bewegung, während er leise Zaubersprüche murmelte. Er wurde von seinem Vater abgelenkt, welcher nun den Zauber auf Toms Finger aufhob und den Stumpf gründlich untersuchte. Tom sah auf den Stumpf, er selbst hatte den Zauber in Hogwarts nie abgenommen und sah ihn dadurch jetzt zum ersten Mal. Er hatte natürlich gespürt, dass ihm der Finger fehlte, aber es nun auch zu sehen hatte etwas Definitives. ,,Leider nichts mehr zu machen. Es wäre ohne Finger schon schwer gewesen, doch es ist zu viel Zeit verstrichen." Tom liess diese Worte kurz auf sich wirken und zuckte dann nur mit den Schultern.
Er hatte diese Woche oft darüber nachgedacht gehabt. Zuerst war es ein Schock gewesen als er erkannt hatte, dass sein rechter Ringfinger fehlte. Doch er war froh, dass er überhaupt diese Tortur überlebt hatte. Er musste sich nur an den Anblick noch gewöhnen. Aber in der Schule müsste er sowieso den Zauber darauf sprechen, damit niemand nachfragen würde. Sie konnten einfach nicht erklären warum sie ihn entführt hatten, ohne seine Eltern mit hinein zu ziehen. Dennoch der Stumpf verdeutlichte ihm erneut, dass die Sache viel schlimmer hätte ausgehen können. Ihm wurde schlagartig klar was seine Freunde für ihn auf sich genommen hatten. Er würde sich noch einmal richtig bei ihnen bedanken müssen.
Automatisch glitt sein Blick hinüber zu Hermine und ihre Gefährten. Die Sache hätte nicht nur für ihn ganz anders verlaufen können. Der Gedanke, dass sie alle hätte sterben können war viel schmerzhafter als einen Finger zu verlieren. Er beobachtete, wie sein Dad, nachdem er einige Zauber auf Firis und Shadow geworfen hatte, Hermine beruhigen konnte. Die Beiden erholten sich gut, sie würden noch eine Tage schlafen, aber bald aufwachen. Firis war nun wieder voll mit Federn bedeckt und Shadow hatte fast seine Ursprüngliche Grösse. Tom war erleichtert, dass es den Gefährten von Hermine gut ging. Diese streichelte sanft das schwarze Fell und hauchte dann auf beide Köpfe einen Kuss.
Tom beobachtete die beiden weiter, wie sie nun zu den Sofa rüber gingen. Hermine wollte Firis und Shadow bei sich haben, doch Shadow passte nun nicht mehr in den Korb und so legte sie die beiden auf eine Decke neben dem Sofa und setzte sich mit einem Kissen auf den Boden, das Sofa als Lehne. Er lächelte sanft bei dieser vertrauten Geste, sie sass beim Lernen auch gerne auf dem Boden, weil sie dann die Bücher besser komplett um sich herum verteilen konnte. Auch in ihrem geheimen Klassenzimmer hatte sie genau so schon oft auf dem niedrigen Sofatisch Aufsätze geschrieben. Nachdem sein Dad ihr Tee eingeschenkt hatte und sich auf den Sessel ihr gegenüber gesetzt hatte unterhielten sie sich leise. Tom schenkte seine Aufmerksamkeit wieder seinem Vater, welcher seit einigen Minuten aufgehört hatte Zauber auf ihn zu werfen.
Als er ihn so musterte, bemerkte er an ihm gut verborgen hinter seiner aristokratischen Auftreten Nachwirkungen von der Tortur die auch seine Eltern durchlebt hatten. ,,Geht es euch beiden gut?" Fragte er den Mann vor sich, welcher abgemagerter wirkte, als er ihn in Erinnerung hatte. Die Abreise von Zuhause war zwei Wochen her, doch seine Eltern hatten schliesslich eine Woche Folter bei Grindelwald durchlebt. Tom nur einen Tag und schon das hatte ihm gereicht.
Salazar, welcher aufmerksam ein Glasfläschchen mit einem Zaubertrank darin schwenkte und beobachtete, blickte nun hoch und sah dann kurz zu seinem Mann herüber, bevor er ihn sanft anlächelte. ,,Mach dir um uns keine Sorge. Dein Dad hat nicht viel mitbekommen und er wird dafür sorgen, dass die verloren gegangenen Kilos bald wieder auf meinen Rippen liegen." Als Tom ihn daraufhin nur schweigend ansah vor er fort. ,,Es wird noch einige Zeit dauern, bis alle Nebenwirkungen der Tränke bei uns verschwunden sind, aber es besteht keine Gefahr. Mach dir keine Gedanken. Sorge dich lieber über dich und deine Schulnoten. Wenn ich die Ergebnisse richtig deute, sollte dir im Moment das zaubern schwer fallen. Wie reagieren deine Zauberstäbe auf die Veränderung?"
Tom konnte verstehen, dass sein Vater das Thema wechseln wollte. Bei der Erwähnung seiner beiden Zauberstäbe, dem offiziellen und dem inoffiziellen, verzog er dennoch leicht abfällig seinen Mund. ,,Mehr schlecht als Recht. Der Schwarzdorn geht noch, aber bei dem anderen funktioniert nicht einmal ein Lumos." ,,Ich vermute bei Hermine ist es dasselbe?" Tom nickte und blickte wieder zu der Erwähnten, welche sich noch immer mit seinem Dad unterhielt. Zuneigung flammte in ihm auf, wie so oft wenn er sie ansah. Sie blickte auf und Lächelte ihn voller Liebe an, bevor sie sich wieder ihrem Gesprächspartner widmete. Als er zu seinem Vater zurück blickte, lächelte dieser ihn wissend an.
,,Die Bindung scheint dir gut zu tun. Es freut mich dich so glücklich zu sehen. Und sie ist eine Frau mit überraschenden Talenten." Er räusperte sich und senkte dann die Stimme. ,,Ich nehme an, vieler deiner Fragen betreffend ihrer Herkunft haben sich nun geklärt?" Fragte er neugierig und Tom verzog kurz das Gesicht beim Gedanken was er alles erfahren hatte. Sein Vater deutete dies natürlich sofort als Warnsignal. ,,Was? War es so schrecklich?" Tom stockte und dachte kurz darüber nach. Seinen Teil in ihrer Geschichte war der absolute Horror. Aber sie aufwachsen zu sehen, war trotz aller Schwierigkeiten das Schönste, was er je hatte miterleben dürfen. Er wusste dass sein Vater gehofft hatte nun Informationen über Hermines Vergangenheit zu erhalten. ,,Das Beste und Schlimmste was mir je passiert ist." beschloss er dann nur zu sagen und klopfte seinem Vater mit einem Lächeln, dass viel älter wirkte als er sein sollte zu. ,,Ich bin sicher, es werden spannende Jahre mit ihr. Es wird nicht immer leicht oder schön sein, doch ich freue mich jetzt schon auf jeden Schritt mit ihr."
Er drehte sich um und ging zu seinem Dad und der Frau die er liebte. Sie lächelte ihn warm an und rutschte etwas nach vorne, so dass er sich hinter ihr auf das Sofa setzten konnte. Sie lehnte sich an seine Beine und er fuhr ihr durch ihr Haar und spielten gedankenverloren in ihrem Haar. Sein Vater folgte ihm und setzte sich in einen Sessel neben seinen Dad. Kurz herrschte harmonische Stille, bevor sein Dad das Gespräch mit Hermine aufnahm. ,,Gerade schläft er, aber wenn ihr das nächste Mal kommt stell ich ihn dir vor. Ich bin sicher du wirst ihn sehr mögen." ,,Ein Demigus. Ich bin schon sehr gespannt." erwiderte Hermine freudig.
Salazar pov
Er setzte sich neben Ric, welcher hoch sah, ihn liebevoll anlächelte und dann das Gespräch mit Hermine fortfuhr. Sein Blick schweifte wieder zu Tom, irgendetwas in dem Blick seines Sohnes vorhin hatte ihn beängstigt. Den Ausdruck, welcher er für einen Moment in den Augen trug. Was hatte er gesehen? Was war Hermine White ihr Geheimnis? Von seinem Sohn würde er es nicht einfach so erfahren, so viel stand fest. Er musterte die beiden sie schienen glücklich und so verliebt und es wärmte ihm das Herz, nie hätte er erwartet, dass sein Sohn zu denen gehören würde, welche seinen Bindungspartner so früh fand. Er hatte mehr als zweihundert Jahre auf der Welt verbracht, bis er den seinigen gefunden hatte.
Als er die beiden weiter beobachtete, kam er zu dem Schluss, dass die Vergangenheit von Hermine vorerst nicht von belang war. Würde eine Gefahr bestehen, würde Tom ihn informieren, da war er sich sicher. Und verraten würde sie ihn und Ric sicherlich auch nicht. Er entspannte sich etwas und nahm sich dann den Weinkelch vom Tisch, um sich seine Lippen zu befeuchten.
,,Ich denke es ist sinnvoll, wenn wir noch einmal alles besprechen, was wir erlebt haben. Sowohl Ric und ich, wie auch ihr. Grindelwald ist ein gefährlicher Gegner und jede Information könnte wichtig sein." Er nickte Ric zu, welcher kurz Luft holte und dann von dem Brief zu erzählen begann, welchen er von einem Mister Prevara erhalten hatte. Wie sie nach der Abreise von Tom und Hermine zum verabredeten Ort gegangen waren um den Demigus in Augenschein zu nehmen und dem Überraschungsangriff durch eine Hauselfe.
Danach fuhr Salazar mit der Geschichte fort, da Ric nach dem Überfall die ganze Zeit ruhig gestellt worden war, hatte er nichts von den Geschehnissen mitbekommen. Salazar unterliess es von den Stundenlangen Folterungen zu erzählen, der ständige Einfluss von Himbeerknollenwurz, war auch etwas was er nur beiläufig erwähnte. Dafür erzählte er ihnen von den Dingen die er im Lager gehört und von Personen, die er gesehen hatte. Auch die Befreiungsaktion von Toms Freunden schilderte er und war schon gespannt auf die Geschichte, wie sie überhaupt gefunden hatte. Als er an den Punkt an gelangte, wo Tom von dem laminae milia Fluch getroffen war brach er ab. Die Erzählung hatte alte schmerzhafte Erinnerungen in ihm wach gerüttelt. Ric übernahm nun den Part des Erzählers und Sal lehnte sich zurück und lauschte schweigend.
Ric erzählte die darauffolgenden Ereignisse. Von den beiden magischen Kugeln, welche die beiden Liebenden erfasst hatte. Von dem berührenden Lied des Phönix und des Schattenwolfes. Sal sah Überraschung und Verwirrung auf den beiden Gesichtern. Anscheinend schienen sie sich beide nicht mehr daran zu erinnern. Er fragte sich, wie sie einen Zauber hatte ausführen können, wenn sie ihn augenscheinlich nicht kannte. Ihr Wesen war viel zu jung, als dass es solch komplexe Magie kennen sollte. Er war nicht überrascht dass Hermine Ric an der Stelle der Geschichte unterbrach und ihn nach Einzelheiten zum Zauber befragte. ,,Tut mir leid. Durch die Kugel war es unmöglich zu sehen, was darin vor sich geht. Und ich weiss beim Besten Willen nicht wie du so etwas bewerkstelligen konntest. Von meiner Mutter erfuhr ich nur einmal dass Lichtelben anscheinend eine eigene Sicht auf die Magie haben sollen." ,,Weben." murmelte die junge Frau daraufhin gedankenverloren.
Nachdem Ric alle Geschehnisse erzählt hatte begann Tom mit der Geschichte aus der Sicht der Schüler. Sal fiel sofort auf, dass anders als vorhin Hermine nicht zu ihnen blickte sondern auf ihre Knie. Salazar als geübter Beobachter bemerkte natürlich, dass bei dem Überfall auf Hogsmead einige Dinge nicht erzählt worden waren, doch ihn interessierte die Geschehnisse in Grindelwalds Lager mehr, als wie die Schüler zurück an die Schule gekommen waren. Toms Sicht Ende mit seiner Ohnmacht kurz nach seiner Ankunft im Lager. Von der Rettung hatte er nicht viel mitbekommen, da seine Sicht eingeschränkt gewesen war. Doch Hermines Stimme und den Kampf mit Grindelwald hatte er mitbekommen. Er hatte es geschafft sich durch schiere Willenskraft zu befreien. Ein ungebundener Vampir, welcher seine Bindungspartnerin in Todesgefahr sieht konnte ungeheure Kräfte entwickeln. Toms Organismus hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht so Squibkraut in sich, wie Salazar und sein Vampir hatte den Körper übernehmen können. Und der Vampir hatte alles getan um sie zu retten.
Als Hermine an der Reihe war zögerte sie kurz und schaffte es gleich zu beginn Salazar aus der Fassung zu bringen, als sie erzählte Nagini hätte ihr erzählt was mit Tom geschehen sei. ,,Wie konntest du Parsel verstehen?" hatte er sie fassungslos gefragt, weil zu diesem Zeitpunkt war sie eindeutig noch nicht mit Tom gebunden gewesen und hatte folglich die Fähigkeit nicht so erhalten können. ,,Ich habe es gelernt." War die feste Antwort nach einem kurzen Zögern. Er sah, wie Tom ihre Schulter kurz drückte und sie sich etwas entspannte. Er fragte sich kurz, ob sie bereits jetzt fähig waren miteinander per Telepathie zu verständigen, stellte jedoch die viel dringendere Frage. ,,Ja aber wie?" Es war Tom, welcher für sie antwortete, während sie weiterhin ihre Knie anstarrte. ,,Durch hören und üben. Sie ist wirklich die klügste Frau, die ich kenne." sagte er stolz, während Hermine bis unter die Haarspitzen errötete. Sal beschloss es dabei zu belassen und lauschte der Geschichte weiter.
Dass sie in ihrer Freizeit in Hogwarts anscheinend Tränke braute überraschte ihn nicht so sehr, nachdem er die Tränke, welche er mitgenommen hatte bereits untersucht und für tadellos befunden hatte. Sie hatte ein paar interessante Zutaten verwendet und auch er musste mittlerweile zugeben, dass ihre Mixtur von Zauberer und Muggel Medizin genial gewesen war. Sein Stolz verbot ihm jedoch noch, dieses Kompliment laut auszusprechen. Da er so darauf brannte zu erfahren, wie sie es geschafft hatten in das Lager zu gelangen hakte er nicht näher nach dem Zaubertrank nach, denn sie verwendet hatte um Tom zu finden. Er würde in Zukunft sicherlich genügend Gelegenheiten haben sie ausführlich danach zu befragen.
Er war überrascht über das strategische Geschick, welches die Gruppe an den Tag gelegt hatte. Sie waren zwar keine Kinder mehr, aber dennoch immer noch Schüler.
Er war beeindruckt von den Fähigkeiten, welche der junge Malfoy an den Tag gelegt hatte, er würde seinem Freund davon erzählen. Er war sich sicher, dass der schüler nicht vor seinem Vater geprallt hatte, doch Sal fand dieser sollte um dessen Rolle in Salazars Flucht bescheid wissen. Als er hörte, dass die Schüler es gewagt hatten, den so sehr gefürchteten Schwarzmagier Grindelwald mit Scherzartikel zu bewerfen konnte er sich ein ungläubiges Lachen nicht verkneifen, während Ric in schallendes Lachen ausbrach.
Wie der Schwarzhaarige aufgrund ihrere vorherigen Reaktion erwartet hatte, endeten Hermines Erinnerung an die Geschehnisse an dem Zeitpunkt, als Tom von den Schwertern durchbohrt worden war. Sal vermutete, dass der Schock so gross gewesen war, dass das Wesen den Körper übernommen hatte. Obwohl das immer noch nicht beantwortete wie genau sie es geschafft hatte, oder warum sich die Magie der beiden so drastisch verändert hatte.
Als er ihnen diese Frage stellte, war es jedoch sein Liebster welcher antwortete. ,,Ist das nicht klar? Sie haben ihre Magie miteinander verwoben." ,,Wie meinst du das?" ,,Genau so wie ich es sage, wenn die dir ihre Auren ansiehst wirst du verstehen was ich meine." Sal tat wie geheissen und keuchte überrascht auf, Ric hatte Recht. Die vertraute grüne Aura seines Sohnes hatte einen weissen Rand bekommen, wie auch Hermines weisse Aura ihrerseit einen grünen. Tom schien Hermine anscheinend gerade zu erklären, was man bei der Aurasicht genau sah und sie nickte interessiert, zog jedoch dann die Augenbrauen zusammen. ,,Und die Lienen?" ,,Welche Linien?" fragte Tom zurück. ,,Ich dachte ich hätte…" murmelte Hermine daraufhin gedankenverloren.
Salazar bekam keine Zeit länger darüber nachzudenken, weil nun Ric begann zu erzählen, was seitdem geschehen war. Wie sie die Gefangen zu ihren Familien zurückgebracht hatten. Wie sie die Auroren gerufen hatten und dann verschwunden waren. Bis heute war kein Wort davon an die Öffentlichkeit geraten. Man könnte meinen, dass das Ministerium sich mit dem Fund von Grindelwald Lager brüsten würden. Die Einzige Vermutung war, dass sie es nicht taten, weil sie keine lebenden Gefangenen präsentieren und die Engländer nicht mit der Tatsache ängstigen wollten, dass Grindelwald bereits so tief in das Land eingedrungen war. Sal war jedoch eher der Meinung, dass das Ministerium einfach zu ängstlich war zuzugeben, dass das Lager Grindelwald gehörte.
Tom erzählte seinerseits was in Hogwarts geschehen war und von den Verhören der Auroren. Er zeigte den Eltern die Briefe, welche seine Freunde von deren Eltern erhalten hatten. Anscheinend hatte jede Familie von Hogwarts ein Schreiben erhalten, in dem berichtet wurde, dass sich zum Zeitpunkt eines Überfalls in Hogsmead einige Schüler dort befunden hatten. Die Schule bedauert den Vorfall, versichert jedoch dass für die Schüler keine Gefahr bestehe und die Eltern sich keine Sorgen zu machen brauchen. Des Weiteren wurde erwähnt, welche Klassen sich zu dem Zeitpunkt in Hogwarts befanden und das der Stellvertretende Schulleiter Professor Dumbledore für Fragen von verunsicherten Eltern kontaktiert werden dürften.
Auch erwähnte er, dass Madam Merange nicht mehr in Hogwarts unterrichtet, die genauen Gründe allerdings nicht genannt worden konnte Salazar allerdings mehr dazu sagen und er war auch der Meinung, dass es etwas war, dass sie erfahren sollten. ,,Wir haben uns nach dem Überfall natürlich umgehört, nicht nur im Hohen Rat, sondern auch bei anderen Quellen." Er nahm einen Schluck Wein aus seinem Kelch, bevor er fortfuhr. ,,Sowohl aus dem Ministerium, wie auch dem Schulrat haben wir erfahren, dass Proffessor Slughorn nachweislich unter dem Imperius Zauber gestanden hatte. Wahrscheinlich seit Beginn des Schuljahres oder kurz danach. Dich nach Hogsmead zu bekommen war augenscheinlich von Anfang an der Plan gewesen zu sein." Sagte er und sah Tom direkt an, dieser nickte, so weit hatten die Schüler auch bereits gedacht.
,,Als die Lehrer in Hogsmead eintrafen, wurde er bewusstlos in einer Seitengasse aufgefunden. Der Überfall war noch im vollen Gange und daher wurde er nach Hogwarts gebracht. Madame Merange war während dem Überfall auch in Hogsmead, wurde allerdings weder von den Lehrern geschehen. Die Auroren tauchten erst auf, als die Angeifer bereits wieder verschunden waren. Ein weiterer wahrscheinlicher Grund, warum der Überfall im Tagesanzeiger kaum Aufmerksamkeit gefunden hatte. Jedenfalls sei Madame Merange gerade aufgetaucht, als Dumbledore den Auroren alles erzählte. Diese nahmen die Frau daraufhin zur Befragung mit, da sie aussagte sie könne sich an nichts erinnern."
Er sah in die Gesichter der beiden Schülern vor sich, überraschung, jedoch nicht Unglaube war in beiden zu lesen. Die Hauswirtschaftslehrerin schien nicht eine belbiebte oder freundliche Person gewesen zu sein. ,,Wie oder ob sie in der Angelegenheit verwickelt war konnte jedoch nicht geklärt werden. Man entschied sie ins Aurorenbüro zu bringen um ihre Personalien aufnehmen und danach ins Mungos, damit sie auf Flüche untersucht werden konnte." Er stockte kurz bevor er fortfuhr. ,,Madame Merange verstarb leider vor dem Aurorenbüro. Ihre Aussage konnte nie aufgenommen werden." Ein erschrockenes Keuchen erklang von Hermine und sie fragte. ,,Wie ist sie verstorben?" ,,Die Umstände sind noch ungeklärt, es scheint, als sei sie auf der Schwelle der Tür einfach stehen geblieben und erstickt. Selbst wir wissen die genauen Umstände nicht. Ich fand es jedoch wichtig, dass ihr es erfahrt. Unsere Vermutung ist, dass sie entweder ein Spitzel von Grindelwald war oder sie dazu benutzt wurde euren Zaubertrankprofessor dazu zu bewegen euch nach Hogwarts zu bringen."
Es wurde eine lange Nacht und sie besprachen viel, stellten Vermutungen an und Theorien, doch drehten sich schlussendlich im Kreis. Die alle Umstände und Gründe für die geschehenen Ereignisse, würden sie wohl nie genau erfahren.
Als sie sich kurz nach zwei Uhr verabschiedeten begleitete Salazar die beiden zur Eingangshalle. Hermine hing mehr in Toms Armen, als das sie ging. Sal trug den Korb mit den Tierwesen, auf welchen er einen Ausdehnungszauber gelegt hatte und stellte ihn Tom vor die Füsse. Salazar war froh, dass er nicht derjenige sein würde, welche den Schattenwolf wieder herausheben musste. Das Innere des Korbes war zwar gross genug, die Korböffnunf war dennoch nicht gross genug für einen halb ausgewachsenen Schattenwolf.
Er zog seinen Sohn in eine feste Umarmung, während dieser immer noch Hermine im Arm hatte. Er genoss die Berührung, welche ihm und seinem inneren Vampir noch einmal verdeutlichte, dass es seinem eigenen Fleisch und Blut gut ginge. Dann strich er
der fast schlafenden Frau kurz über den Kopf und sie wirkte kurz etwas wacher während sie sich von ihm verabschiedete. Mit einem leisen Plopp waren sie kurz darauf verschwunden und Sal kehrte zu dem im Sessel eingeschlafenen Ric zurück.
Tom pov
Tom war froh, dass sein Vater den Korb vor seine Füsse gestellt hatte, denn er hatte beide Hände voll mit Hermine, welche bei der Landung fast gestürzt wäre. Er warf einen Blick auf seine Liebste und dann auf den Korb. Mit einem Fingerschnippen erhob sich der Korb und schwebte nun neben ihm. Nagini hatte sich praktischerweise auch gleich zu den beiden anderen hinein gelegt. ,,Komm." Flüsterte er zärtlich, drehte Hermine an den Schultern sanft herum und bugsierte sie dann zur Wand auf der gegenüberliegenden Seite des Einganges. Die junge Frau, welche er mit den Händen auf ihren Schultern behutsam führte, war bereits so weit im Reich der Träume, dass sie nicht einmal bemerkte, dass sie sich von dem Eingang weg bewegten.
Bei der Wand angekommen, blickte er dort die kleine filigrane Schlange aus grauem Stein an, welche wie Stuck an die Wand angebracht worden war. Die Schlange biss sich selbst in ihren Schwanz und sie formte einen perfekten Kreis. ~Slytherin~ zischte er und die Schlange begann sich zu regen. Sie schlängelte sich einmal im Kreis, bis sie wieder an ihrem Ursprungsort angekommen war und erstarrte danach wieder. Knirschend öffnete sich ein Spalt in der Wand und gab einen Durchgang dahinter frei. Tom sah zu seiner leichten Last in seinen Armen, welche immer noch nichts gesagt hatte. Langsam fragte er sich, ob sie nicht doch bereits eingeschlafen war. Tom lauschte dem vertrauten Flüstern der schwarzen Magie, während sich die Zauber aktivierten, welche sich immer aktivierten, wenn man diese Tür öffnete.
Die schwarze Magie flüsterte und säuselte, während die Zauber ihre Arbeit taten und ausführten, wofür sie erschaffen worden waren. Jeglicher möglicher Staub verschwand, der Kamin füllte sich mit Holz und entzündete sich selbständig. Die Kissen und Polster schüttelten sich auf, Mehrere Dickbäuchige Flaschen in den Holzschränken füllten sich mit frischem Wein oder Wasser. Dicke und schmale Kerzen, welche überall im Raum verteilt standen entzünden sich und warfen ihr flackerndes Licht gegen die Wände und Einrichtungsgegenstände. Kurz um, dieser Raum reinigte sich jedes Mal von selbst wenn man ihn betrat, egal wie viele Jahrhunderte zwischen den Besuchen lagen. Tom hatte sich nie die Mühe gemacht alle Zauber welche sein Vater auf den Raum gelegt hatte herauszufinden, doch er mochte das Ritual der Magie, wann immer er ihn betrat. Er war froh, dass er das Flüstern der Schatten immer noch hören konnte.
Nun gab er der Tür einen sanften Stoss um das zu offenbaren, was ihm das Magiespiel bereits mitgeteilt hatte. Ein kleiner gemütlicher Raum kam zum Vorschein, ein einladendes Sofa, ein wuchtiger Arbeitstisch und ein grosses Bett, waren die vorherrschenden Möbelstücke in dem Raum. Vereinzelt an den Wänden verstreut standen schlichte Vitrinen und einzelne Bücherregale. Endlich erhielt er von der jungen Frau eine Reaktion. ,,Wo sind wir?" Fragte sie schlaftrunken und er hätte fast laut auf gelacht. Wortlos führte er Hermine zum Bett, ihre Fragen schienen bei der Aussicht auf Schlaf vorerst nebensächlich zu sein und sie legte sich ohne weiteres zutun auf die Matratze. Sie murmelte glücklich und kuschelte ihren Kopf ins Kissen. Nach wenigen Momenten war sie eingeschlafen.
Der Schwarzhaarige blickte für einen Moment schweigend auf die Schlafende herab, ein sanftes Lächeln zierten seine Züge. Sie hatte tatsächlich weder ihre Kleider ausgezogen, noch hatte sie sich mit der Decke zugedeckt. Auch ihre Schuhe hingen noch an ihren Füssen. Er griff nach dem Korb, welcher immer noch neben ihm in der Luft hing. Er stellte ihn so auf den Arbeitstisch, dass Hermine ihn sofort sehen würde wenn sie aufwachte. Auch hebte er den Deckel ab und legte ihn daneben.
Dann trat er wieder an das Bett heran und strich ihr behutsam eine Strähne aus dem Gesicht, um ihr einen Kuss auf die Stirn zu hauchen. Mit einem schwarzmagischen Zauber wechselte er ihre Kleidung zu einem weichen Nachtkleid und entfernen ihre Schuhe von den Füssen. Nachdem er den selben Zauber auch auf sich geworfen hatte, glitt er neben sie und liess mit einer Handbewegung die Decke über ihnen erscheinen. Er zog sie dicht an sich heran und vergrub seine Nase in ihrem Haar. Hermine murmelte etwas unverständliches und kuschelte sich noch näher an ihn. Mit einem Lächeln liess er durch einen letzten Zauber alle Kerzen nach und nach erlöschen, während er selbst Hermine in den Schlaf folgte.
