Damitr sich die Gemüter wieder beruhigen und keine weiteren Drohungen oder Nervenzusammenbrüche drohen ggg kommt heutre schon das nächste Kapitel "der Füchsin". Allen Lesern "der Maus" sei versichert, mit dieser Geschichet geht es nächstes WE weiter. Viel Spaß und seit nicht zu geschockt! pfeiff

14. Verrat?

Ginny vergrub ihr Gesicht in seinem Pullover und murmelte: „Ich liebe dich!"

Sie sah nicht, wie er die Augen schloss und sich sein Gesicht verzog, als habe er Zahnschmerzen.

Auf dem Nachhauseweg kauften sie noch etwas ein. Ginny ging einige Schritte vor Severus.

Dann blieb sie plötzlich stehen ... etwas stimmte nicht, und das drückende Gefühl von Gefahr schnürte plötzlich ihr die Kehle zu.

Hinter einer Hausecke sah sie einen schwarzen Stoffzipfel … EINE ROBE!

SEVERUS!", brüllte sie los. „Lauf! Sie haben uns gefunden!"

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Ein klirrendes Platschen hinter ihr verriet, dass Severus seine Einkaufstüte fallen gelassen hatte und die Milchflasche am Boden zerschellt war.

Zwei Zauberer mit dem Ministeriumsabzeichen auf der Brust stürmten aus ihren Verstecken auf Ginny zu. Sie schleuderte ihre Einkaufstüte nach einem der Beiden und sah, wie das Geschoß ihn zum Straucheln brachte. Dann drehte sie sich um und wollte auf Severus zulaufen, der immer noch regungslos dastand.

Ein breiter schwarzer Arm umfasste Ginny und sie hörte Kingsley Shaklebolts Stimme: „Die Kleine ist in Sicherheit - kümmert euch um das miese Verräterschwein!"

„NEIN!", brüllte Ginny wie von Sinnen. Sie biss, kratzte und trat, was das Zeug hielt.

Mit aller Kraft versuchte sie sich von dem großen Auror zu befreien und zu Severus zu gelangen, doch die starken Arme Shaklebolts ließen ihr keine Chance. Endlich bewegte sich auch Severus, doch er drehte sich nicht um, nein, er rannte direkt auf sie zu, bis ihn zwei rote Schockzauberblitze in den Rücken trafen und er nach vorne fiel.

Die Luft entwich geräuschvoll aus seinen Lungen, als sein Oberkörper ungebremst auf den Asphalt schlug.

Sein Kopf knallte den Bruchteil einer Sekunde später ebenfalls auf den Straßenbelag. Ginny schrie schrill auf und wand sich verzweifelt in Shaklebolds Armen.

Mehrfach schlug, biss und trat sie den Auror, der sie verzweifelt zu bändigen suchte.

Doch dieser disapparierte schließlich mit ihr - und wenig später stand sie in der Eingangshalle des Ministeriums. Ihre Mutter schlug die Hände vors Gesicht und kam dann auf sie zugerannt.

„Ginny, mein Kind, mein Mädchen …", dann wurde die junge Hexe auch schon kräftig gegen ihre Mutter gedrückt.

Es apparierten noch einige Auroren und zwei von ihnen hielten den mittlerweile gefesselten Severus in Schacht.

Ginny erschrak, als sie sah, wie heftig seine Nase unter dem ungebremsten Aufprall gelitten hatte, Blut strömte und färbte seinen hellen Pullover dunkel.

„Severus, ist alles in Ordnung? Ihr dürft ihm nichts tun, bitte", rief Ginny und versuchte, sich aus der Umarmung ihrer Mutter zu lösen, doch Molly ließ sie nicht los.

„Sieh an, wenn dass nicht unser alter Freund und Dumbledores größter Fehler Severus Snape ist", höhnte Alastor Moody und sein vernarbtes, deformiertes Gesicht verzog sich zu einer Grimasse.

„Da hast du dir wohl das falsche Opfer ausgesucht! Dein Pech, dass die Kleine so clever ist und uns einen Hinweis zukommen ließ." (B/N: SCHWEIN!!!)

Ginny erstarrte - sie hatte doch niemandem einen Hinweis geschickt!

Sie hatte Severus nicht verraten, nie und nimmer würde sie das tun ... von was also sprach Mad Eye da?

Auch die schwarzen Augen des Tränkemeisters huschten etwas ratlos von dem Auror zu Ginny und zurück.

„Sie hat uns einen Brief geschickt … du wusstest wohl nicht, das man Muggelpost zurückverfolgen kann. Eine wirklich tolle Idee von Ginny, noch dazu mit der Frankiermaschine des Puffs, in den du miese Stück Dreck sie geschleift hast!" Moody stand nun ganz dicht vor Severus, und sein blaues Auge schien direkt in dessen Kopf sehen zu wollen. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut es tut, dich so zu sehen."

Ein tödlicher Blick aus schwarzen Augen traf Ginny; kein Schmerz, kein Vorwurf war darin zu sehen ... nur abrundtiefer, reiner Hass.

„Nein, ich habe nicht … das wusste ich nicht …", stammelte Ginny, während die Auroren Severus wegschleppten. „Es tut mir …", rief sie ihm hinterher, gefolgt von einem sehr leisen: „… Leid."

„Wir gehen jetzt erst mal ins St. Mungos, um dich zu untersuchen. Ein Auror wird zugegen sein, damit alles seine Richtigkeit hat und dokumentiert wird", sagte Molly und setzte auf Ginnys entsetzten Blick hin hinzu: „Keine Angst, es wird Tonks sein."

„Aber Mum, sie dürfen Severus nichts tun, er hat …"

„Ginny, um Merlins Willen, nenne ihn nicht beim Vornamen! Wir werden jetzt erst einmal nachsehen, wie es Dir geht, und dann kannst du mir erzählen, was passiert ist. Beruhige dich erst mal, jetzt bist du ja in Sicherheit."

Tränen rannen über Ginnys Wangen: dies lief alles verkehrt … so verkehrt!

Aber wenn sie im Krankenhaus feststellen, dass Severus ihr nichts getan hat, würden sie rücksichtsvoller mit ihm umgehen.

Hoffte sie.

Mit geschlossenen Augen saß Ginny auf dem Bett und ließ die Untersuchung wortlos über sich ergehen.

Sie hörte, wie die Protokollfeder, die Tonks auf das Pergament gesetzt hatte, alle Ausführungen der Heilerin festhielt.

Sie spürte die Blicke ihrer Mutter und der jungen Aurorin auf sich weilen.

Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte sie sich schmutzig, schmutzig und einsam.

Wenn es nur endlich zu Ende wäre und sie vielleicht mit Severus reden konnte ...

Mrs Green, die Heilerin, hielt inne und räusperte sich dann.

„Was ist denn? Sagen Sie schon, lassen Sie sich doch nicht alles aus der Nase ziehen", fragte Molly aufgeregt.

„Nun, es scheint eine magische Verbindung zwischen dem Gehirn ihrer Tochter und dem des Verbrechers zu geben, doch ich werde unseren Experten Mr. Mannig zu Rate ziehen, der wird das regeln können können.

Nur, es gibt da noch etwas … ihre Tochter zeigt keine Spuren einer Vergewaltigung. Wobei sie gut drei Wochen entführt war, und so könnte es sein, dass die Spuren verheilt sind."

„Wie kommen Sie darauf? Sagen Sie schon, was hat er meinem Kind angetan?", schrie Molly die Heilerin an.

„Ihre Tochter ist schwanger", entgegnete die große schlanke Hexe mit den braunen Haaren.

Ginny riss die Augen auf und starrte sie an. „Ich bin was?"

„Sie bekommen ein Kind. Doch keine Angst, auch in diesem Stadium können wir ihnen noch Tränke geben, die das unerwünschte Kind abtöten."

„Ja, geben Sie ihr diesen Trank, sofort", antwortete Molly und nahm besorgt Ginnys Hand.

Schwanger!

Ginnys Gedanken überschlugen sich.

Sie bekam ein Kind, ein Kind von Severus.

Das bedeutet sie würde Mutter werden, sie wäre an den Tränkemeister gebunden … irgendwie ...

Was würde wohl Phyllis dazu sagen? Ginny lächelte.

Doch sie wollte eigentlich noch gar kein Kind, jetzt noch nicht!

Eine Wärme und Zuversicht schien plötzlich von ihrem Unterleib auszugehen.

Sie wollte dieses kleine Leben, dazu würde sich schon ein Weg finden.

Mein Kind … Severus´ Kind … Severus …

„Nein!" Schrill und gequält klang ihre Stimme, als sie das Wort herauspresste und sie die Hand der Heilerin, die ihr eine Phiole an den Mund hielt, ausschlug.

„Aber Ginny, Schatz!"

„Ich werde das Kind bekommen und behalten. Ich werde nicht zulassen, dass ihr es tötet", kreischte Ginny, und ihre Stimme kam ihr selbst fremd und hysterisch vor.

„Wir sollten warten bis Heiler Mannig die Verbindung gekappt hat, dann ist sie wieder Herrin ihrer Sinne", warf die Heilerin schnell ein und schenkte Ginny einen besorgten Blick.

Dann verschwand sie aus dem Raum. Molly setzte sich betroffen neben ihre Tochter und nahm ihre Hand. Doch Ginny zog ihre Hand weg.

Die Stille wurde nur durch vereinzelte Seufzer von Molly Weasley durchbrochen. Eine Weile später kam Mrs Green mit einem großen, breitschultrigen Heiler zurück. Er wurde Ginny als Mr Mannig vorgestellt und machte sich auch sogleich an die Untersuchung.

Als nach einem Zauberspruch sein Zauberstab zu summen anfing und kleine glitzernde Punkte aus seiner Spitze kamen, runzelte der Mann seine braungebrannte Stirn und tippte erneut an Ginnys Kopf.

Ein stechender Schmerz durchzuckte die junge Frau und sie funkelte Mannig wütend an.

„Au! Das tat weh!"

„Vermutlich nicht mehr als zu dem Zeitpunkt, als dieser Todesser die Verbindung aufbaute", erwiderte Mannig beißend.

„Nein, das tat nicht weh!", monierte Ginny trotzig. „Und er hat einen Namen! Er ist ein Mensch! Verdammt, er ist der Vater meines Kindes!"

Mannig schluckte und wandte sich an Molly Weasley. „Madam, ich bin mir nicht sicher, ob der Geist ihrer Tochter unter der Verbindung gelitten hat. Ich habe das Band auf jeden Fall unterbrochen.

Falls ihre Tochter nicht wieder normal wird, könnten wir es mit Tränken versuchen. Keine Sorge, wir haben noch Möglichkeiten ... doch zuerst brauchen wir ein wenig Zeit, um zu sehen, wie weit die magische Störung des Bandes zur Wirkung kommt."

Damit verschwand der Mann aus dem Zimmer, nicht ohne Ginny einen skeptischen Blick zuzuwerfen.

„Das Beste wird sein, Sie nehmen ihre Tochter erst mal mit nach Hause. Dort kann sie sich in der Sicherheit der Normalität bestimmt am besten erholen."

Leise flüsterte die Heilerin Molly zu: „Keine Sorge, den Trank kann man bis zur fünften Woche geben. Lassen Sie die Kleine erst zur Ruhe kommen."

Wie unter Trance wurde Ginny von ihrer Mutter durch die Flure des Krankenhauses geführt. An den Kaminen angekommen, stieg Molly sicherheitshalber mit ihrer Tochter gemeinsam ein und sie flohten zum Fuchsbau.

Arthur wartete - er tigerte vor dem heimatlichen Kamin auf und ab. Als er Ginny sah, stürzte er auf sie zu und umarmte sie.

„Jetzt ist alles in Ordnung, mein Schatz."

„Arthur, Ginny ist … deine Tochter bekommt …"

Die Worte wollten einfach nicht über Mollys Lippen kommen.

„Daddy, ich bekomme ein Kind", flüsterte Ginny leise.

Arthur sah seine Tochter erschrocken an.

„Was hat er dir angetan?" Tränen sammelten sich in den Augen des großen schlanken Zauberers.

„Nichts, Daddy, er hat mir nichts getan, was ich nicht wollte, und er ist nicht böse, es ist einfach so passiert." Sie drückte sich fester an ihn. „Lass nicht zu, dass sie mir das Kind wegnehmen, bitte!"

„Niemand wird etwas tun, dass du nicht willst, meine kleine Fee. Niemand!" Er küsste Ginnys Haar.

„Aber Arthur, glaubst du etwa, ein anderer Mann will sie noch, wenn sie einen Bastard dieses Monsters großzieht?

Ginny, denke doch an Harry (B/N: ja, klar, Harry Augen verdreh ) ... wie wird er sich fühlen, wenn du das Kind dieses … dieses Mörders haben willst?"

„Es ist mir absolut egal, was irgendjemand anderes will! Meine Tochter kann tun, was sie für richtig hält!"

Arthur ließ Ginny gehen und sein Gesichtsausdruck war ungewohnt bestimmend.

„Das ist mein letztes Wort!

Und du - gehe hoch in dein Zimmer und ruhe dich aus, wir werden morgen weitersehen."

Ginny ging nach oben; der Wortwechsel zwischen ihren Eltern wurde immer lauter ... es war so ungewohnt, so unrealistisch, ihre Eltern streiten zu hören. Genau so irreal, wie wieder in ihrem alten Zimmer zu stehen. Es kam ihr vor, als hätte sie eine Zeitreise gemacht. Sie legte sich aufs Bett und legte ihre Hände auf ihren Bauch. Ein Kind, ihr Kind ... und Severus war der Vater …

Weshalb freute sie sich nur so?

„Du armer kleiner Wurm. Dein Vater hasst deine Mutter, deine Großmutter möchte dich am liebsten gar nicht auf die Welt kommen lassen und die gesamte Zaubererschaft wird dir mit Vorurteilen entgegen kommen.

Doch warte nur bis Albus wieder wach ist, dann wirst du stolz auf deinen Vater sein … falls Albus aufwacht …

Aber wir schaffen das! Ich werde für dich da sein!"

tbc