,,,..." jemand spricht
/.../ jemand denkt
~...~ Parsel
-*...*- Hogwarts
56. Kapitel Die Ruhe nach dem Sturm
Albus Dumbledore - Ministerium, England
Albus liebte England, er hatte in seinem Leben bereits einige Länder gesehen, doch fühlte er sich zu diesem Stück Land, mit seinen Bewohnern, seiner Kultur, seinen Bräuchen und natürlich seinen himmlischen Gebäckstücken immer am verbundesten. Als kleiner Junge hatte er davon geträumt, in die Welt hinaus zu ziehen und all die Unbekannten Orte zu sehen, von denen er bis dahin nur in Büchern gelesen hatte. Durch verschiedene Ereignisse in seiner Jugend hatte sich dieser Wunsch noch mehr verstärkt, je mehr er an Godric Hollow gekettet worden war, sei es durch den Aufenthalt seines Vaters in Askaban, den Tod seiner Mutter und dann den Tod seiner Schwester. Jedes Ereignis hatte ihn davon überzeugt weg zu müssen, den Wind spüren, Freiheit atmen, nur für sich alleine sorgen.
Als er dann die Gelegenheit erhalten hatte, hatte er schnell erkannt, dass die Welt genau so viele wunderschöne und faszinierende Orte zu bieten hatte, wie er es sich immer erträumte. Allerdings, das wahre Gefühl nach Heimat, hatte er immer nur in England in seiner Brust gefühlt. Er hatte zwar mittlerweile nichts mehr, was ihn in seinem Kindheitshaus in Godrics Hollow hielt, wenn es nach ihm ginge, würde er diesen Ort nie mehr betreten. Dennoch war er in der weiten Welt nicht glücklich geworden und irgendwann nach England und nach Hogwarts zurückgekehrt. Bereits in seiner Jugend hatte das Schloss ihm das Gefühl einer neuen Heimat gegeben und er war froh, dass er als Lehrer hier hatte anfangen können. Dieses alte Schloss, mit seinen unzähligen Zimmern, Geheimgängen und unentdeckten versteckten Flecken. Je mehr er von dem Schloss entdeckte, desto mehr wurde sein Entschluss bestärkt, das er dorthin gehörte. Doch im Augenblick, war einer der selten Momente, wo er sich so weit weg von England wünschte, wie nur irgendwie möglich. Er wollte für einmal nicht mutig, sondern feige sein, er wollte sich den folgenden Ereignissen nicht stellen müssen, auch wenn er wusste, dass er es ebenso wenig ertragen könnte, gerade an einem anderen Ort zu sein. Grösser als seine Angst vor dem Folgenden, war die Angst nicht oder zu spät von den Dingen zu erfahren, welche sich heute ereignen werden.
Seit drei Tagen nahm er an den Gerichtsverhandlungen teil, drei Tage, in welchen er wenig Schlaf erhielt und noch weniger Essen konnte. Die Speisen und Getränken schmeckten fahl in seinem Mund, Übelkeit war ein ständiger Begleiter. Am Tage geisselten seine Gedanken ihn und in der Nacht hielten ihn Alpträume von der Erholung ab. Er hätte sich wohl Sorgen um seine Gesundheit gemacht, allerdings gab es für solche Dinge Tränke, welche von der Zauberergemeinschaft auch gerne und rege benutzt wurden. Auch wenn Albus normalerweise von solchen Methoden nicht so viel hielt. In den Familien der Reinblüter erzählte man seinen Kindern gerne und oft die Geschichte, dass sich durch die Jahrelange Einnahme von Zaubertränke, deren Effekte im Körper festsetzen. Dies sei auch der Grund, dass Zauberer so wenig Krank wurden und auch die Knochen gestärkt würden, so dass Unfälle, zum Beispiel beim Quidditch, weniger Tote forderten.
Dieses Wissen wurde seit Jahrhunderten in den Reinblutkreisen weitergegeben, durch diverse Tränkebrauer noch befeuert und auch einige Wesensvölker hatten diese Theorie übernommen. Bis aus dieser einst märchenhaften Erzählung, eine alte Weisheit wurde, dessen Wahrheitsgehalt die Wenigsten anzweifelten, obwohl es keine Beweise gab. Dies war zu einer Zeit, als niemand mehr wusste, dass der Unterschied im Knochenaufbau und der Belastbarkeit der Körper zwischen Menschen und Magischen Personen einzig von der Magie herrührte, welche über Jahre hinweg stetig und unmerklich die Struktur jedes Lebewesens veränderte, welches sie beherbergte. Es gab zwar immer noch Theologen, welche behaupteten, es läge an der Magie selbst, doch hatte man bis heute nicht vollständig bewiesen, ob die Jahrelange Einnahme von verschiedenen Zaubertränken nicht doch eine Veränderung im Körper hervor rief.
Für Albus spielte es keine Rolle, welche Theorie nun korrekt war, er hatte sich auch nie gross mit diesem Thema beschäftigt, hatte jedoch die Schattenseite dieser Tränke Erzählungen erlebt gehabt. Sein Vater war von Schmerztränken abhängig gewesen, irgendwann war es so schlimm, dass er Grundlos Schmerzen hatte, wenn er die Tränke nicht nahm. Nahm er sie allerdings, hatte er seine körperlichen und magischen Kräfte nicht mehr wirklich unter Kontrolle gehabt, was auch zu seiner Einlieferung in Askaban beigetragen hatte. Albus selbst musste in seiner Kindheit so viele Tränke schlucken, dass es ihm für sein Leben eigentlich reichte und hielt sich aus diesem Grunde auch eher davon fern. Dennoch durfte er sich an diesem Tag keine Schwäche leisten, weswegen er doch zu einem Aufpäpelungstrank gegriffen hatte, bevor er in das Ministerium appariert war.
Er hatte der grossen Eingangshalle mit ihren unzähligen Kaminen, dem Marmorboden und den diversen Goldverzierungen überall, keine weitere Beachtung geschenkt, er hatte diesem Gebäude noch nie viel abgewinnen können, was nicht zuletzt an der Behandlung lag, welcher sein Vater durch das Ministerium widerfahren war. Aus diesem Grunde war er direkt mit einem der Aufzüge hinunter in den Keller gefahren, obwohl er sich normalerweise zumindest die Zeit nahm mit den freundlichen Empfangsdamen, Lena oder Annabell, ein paar Worte zu wechseln. Auch wenn es noch vor dem Mittag war und die Verhandlung erst um ein Uhr Nachmittags beginnen würde, waren bereits mehrere Personen vor dem grossen Saal versammelt. Die Reporter stürzten sich auf ihn, als wären sie Dementoren und er eine glückliche Erinnerung. Wieder mal verfluchte er tonlos den Umstand, dass man sich mit einem Übersetzungszauber in jeder Sprache verständigen konnte, denn dann hätte er zumindest nur die Englischen Reporter gehabt, welche ihm den Weg in den Saal erschwerten.
Endlich im Verhandlungssaal angekommen, fühlte er sich, als hätte er gerade ein Quidditch Spiel hinter sich mit einer Begegnung eines Klatscher und nicht als sei er lediglich zwei hundert Meter gelaufen. Er war nicht der erste des Zaubergamots, welcher bereits hier war, allerdings schien keiner direkt ein Gespräch mit ihm beginnen zu wollen, so liess er sich erleichtert auf dem ihm zugewiesenen Platz nieder und gönnte sich einen Moment Ruhe. ,,Knalllutscher?" Wurde er da bereits von der Seite angesprochen und er öffnete seine Augen wieder, um in strahlende braune Augen zu blicken, welche von buschigen grauen Augenbrauen umrandet waren, den lächelnden Mund konnte man aufgrund des ebenso buschigen weissen Bartes nicht sehen, doch Albus wusste, dass er da war. ,,Danke Arthur,, aber heute kann ich wirklich auf einen Knall verzichten." Erwiderte er freundlichen seinem Freund und Mitglied des Zaubergamots.
Er wühlte nun in seinen eigenen Tassen und zog eines seiner Zitronenbonbons hervor. ,,Zitronenbonbon?" Bot er nun seinerseits an. ,,Gerne." Harmonisch sassen nebeneinander und genossen den Geschmack des Bonbons und den Zucker, welcher durch ihre Adern schoss. Albus war immer noch der Meinung, dass dies um einiges besser funktionierte und auch weniger schädlich war, als jeder Beruhigungstrank. ,,Mach dich nicht verrückt, was nun folgt kann von unserer Seite nicht mehr gross beeinflusst werden. Du hast getan, was getan werden musste." Er klopfte ihm zu seinem Worten noch aufmunternd auf die Schultern und auch wenn Albus wusste, dass es sein Freund nur gut meinte, half es nicht seine innere Unruhe zu besänftigen. Lautes Gemurmel lenkte die beiden Männer kurzzeitig ab und liessen sie zur Tür blicken, wo gerade ein hagerer junger Mann, mit braunen wuscheligen Haaren und stahlblauen Augen hindurch stolperte und das schwere Holz schnell wieder hinter sich zuzog. Seine Roben hingen etwas schief am schlanken Körper und er klopfte sich Staub vom blauen Stoff, während er leise vor sich hin fluchte.
Arthur neben ihm zog eine grosse goldene Taschenuhr heraus und liess sie aufklappen, Albus konnte im Deckel einen eingravierte Meerjungfrau erkennen, doch schnell wurde er von der Wasserkugel abgelenkt, welche sich aus der Öffnung erhob, wo eigentlich das Ziffernblatt sein sollte. ,,Noch 30 Minuten bis sie die Türen für die Piranhas öffnen, wir sollten uns langsam bereit machen." Mit diesen Worten stand der alte Mann auf, klopfte ihm noch einmal beruhigend auf die Schulter und wanderte dann drei Stühle weiter um sich auf seinen zugewiesenen Platz zu setzen. Albus schob sich noch ein Zitronenbonbon in den Mund während er mit der anderen Hand in seiner anderen Tasche nach dem unbequemen Umhang des Zaubergamot suchte. Mit einem Wink seines Zauberstabes zauberte er ihn an seinen Leib und unterdrückte einen missmutigen Gesichtsausdruck, schliesslich wollte er es sich als neuestes Mitglied nicht mit den Anderen verscherzen. Das pflaumenblau der Robe gefiel ihm sogar, auch das grosse silberne Z vorne am Umhang störte ihn nicht, allerdings war der Stoff, welcher diverse Zauberabwehr darin verwebt hatte, einfach nur kratzig und man schwitzte innerhalb Sekunden in dem Stoff. Er verstand nicht, wie James Bones, der momentane Grossmeister, die Robe ständig tragen konnte, er selbst war froh, dass er ihn nur an offiziellen Anlässen tragen musste und das obwohl er ihn bis jetzt nur zwei Mal hatte tragen müssen.
Der Raum füllte sich nach und nach, bis jetzt wurden nur die offiziellen Mitglieder des Zaubergamots, die Gerichtsdiener, die Anwälte der Anklage und der Verteidigung, so wie die Auroren hineingelassen. Die Zuschauer, die Vertreter der verschiedenen Ländern und die Reporter würden erst hineingelassen werden, wenn die Zauber, welche Magie verhinderten sich aktiviert hatten. Eine Vorsichtsmassnahme, um eventuelle Rachefeldzüge oder Befreiungsversuche zu verhindern. Als ein dumpfer Glockenschlag durch den Raum wallte, spürte er wie sich die Zauber aktivierte, er sah, wie die Auroren kurz in blaues Licht getaucht wurden, als die Zauber sie übersprangen, da sie weitherin für die Sicherheit sorgen mussten. Albus fand dieses Verfahren etwas riskant, schliesslich schloss der Aurorenberuf eine Anhängerschaft bei Grindelwalds fanatischen Ansichten nicht aus, auch wenn er wusste, dass die zugeteilten Auroren mehrmals überprüft worden waren.
Der Raum füllte sich schnell, und auf einen Schlag war es stickig und laut, es war zwar bereits der grösste Gerichtssaal, welcher das Ministerium zu verfügung hatte, allerdings war er in kurzer Zeit bis auf den letzten Platz belegt, es gab sogar einige, welche gar nicht sassen, sondern auf den Gängen zwischen den Sitzen standen um die Verhandlung mit zu bekommen. Zusätzlich gab es eine eine magische Kugel, welche über der Anklagebank schwebte und das Geschehen an verknüpfte andere Glaskugeln übertrug. Diese Kugeln hatten verschiedene Regierungspersonen erhalten, welche entweder nicht nach England kommen konnten, oder sich aus Sicherheitsgründen nicht im Gerichtssaal aufhalten wollten. Als ob die Schaulustigen nicht bereits genug Personen gewesen wären, standen zusätzlich an jeder Wand und neben den Richtern Auroren in voller Montur. Sie alle sahen grimmig und hochkonzentriert aus, was die schwere dieser Gerichtsverhandlung erneut unterstrich. Diese waren ihm allerdings um einiges lieber, als die zugelassenen Journalisten, welche nur auf der Suche nach einer spannenden Geschichte waren und sich an dem Ereignis hier ergötzen wollte.
In den letzten Tagen waren die Anklagepunkte vorgelesen und Zeugen angehört worden, dies alles war ohne die Anwesenheit Gellert durchgeführt worden. Doch heute würde der Angeklagte vernommen werden, weswegen so ein grosser Antrag auf die heutige Gerichtsverhandlung stattfand. Wenn es nach Albus gegangen wäre, hätte diese Verhandlung im Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden müssen, nicht nur, dass die Gefahr eines Attentäters, entweder aus Vergeltung, oder weil sie an die Ideologien von Gellert glaubten, bestand. Es wurden bei dieser Verhandlung auch diverse Gräueltaten des Angeklagten detailliert besprochen und zum Teil auch per Denkarium vorgeführt. Dies waren keine Bilder, welche die breite Masse zu sehen bekommen sollte, er stellte sich bereits jetzt auf eine Ohnmachtsanfälle und ebenso impulsive hitzige Reaktionen vor. Er war im Stillen froh darüber, dass es seit dem sechzehnten Jahrhundert verboten war, Eulenmist, faules Obst oder sonstige Gegenstände mit an eine Gerichtsverhandlung nehmen zu dürfen. Die Wurfgeschosse konnte man zwar als Zuschauer mit einem einfachen Schildzauber von sich weg halten, dies galt allerdings nicht für den Geruch, diesem konnte man nur mit einem Kopfblasenzauber von sich fernhalten.
Ausserdem war er gegen die Schaustellung eines Angeklagten, egal was dieser verbrochen hatte, den Angeklagten einer solch beschämenden Prozedur auszusetzen widersprach seinen Wertvorstellungen. Jede Person hatte das Recht auf eine faire Verhandlung und einer Rest Würde, welche erhalten bleiben sollte. Nur weil der Angeklagte unvorstellbare und unaussprechliche Dinge getan hatte, war dies kein Grund auf dieselbe Weise gegen ihn vorzugehen. Sie waren schliesslich keine Kobolde, welche ihre Gerichtsentscheide mit einem Kampf bestritten und dessen Wahrheit galt, welcher den härteren Schlag hatte. Oder auch keine Wasserwesen welche dazu Fische fingen. Wenn sie sich schon als oberstes Wesen in der Rangordnung und als zivilisierter als die Wesensarten ansahen, mussten sie sich auch dementsprechend verhalten und ihre Straftäter entsprechend behandeln.
Das Flüstern und Gemurmel um ihn herum nahm mal ab und mal zu, nervöses Stuhl Geknarze und gelegentliches Räuspern erfüllten die Luft. Immer mehr wurden auch einzelne Stimmen laut, welche forderten, dass die Verhandlung beginnen solle. Er selbst sass auf seinem Platz, auf der Seite der Zeugen und gab sich die Grösste Mühe alle Anderen im Saal zu ignorieren. Er hatte dies alles bereits in den letzten Tagen so oft erlebt, dass er mittlerweile eine gewisse Abgestumpftheit empfand. Schliesslich dauerte der Prozess nun bereits drei Tage und dennoch hatte das Interesse der breiten Bevölkerung noch nicht abgenommen. Er konnte es ihnen nicht verdenken, zu viele Dinge waren geschehen, zu viele unverzeihliche Dinge und sicherlich noch viel mehr, welche nie ans Licht kommen würden. Schliesslich hatte jede Person irgendwelche Geheimnisse, von denen er nicht wollte, dass sie ans Licht kamen.
Albus hatte sich während den Gerichtsverhandlungen in der Schule vertreten lassen, sowohl Professor Verron, welcher Verteidigung unterrichtete, wie auch Professor Andrew, welche für das Fach Zauberkunst zuständig war, hatten sich bereiterklärt, seine Unterrichtsstunden für diese Tage mit zu übernehmen. Er war seinen Lehrerkollegen dankbar dafür, auch wenn ein kleiner Teil von ihm froh gewesen wäre, hätte er eine Ausrede gehabt, der Verhandlung fern zu bleiben. Er war kein Feigling oder Schwächling, doch die Verhandlung von Gellert führte ihm immer wieder vor Augen, welche Fehler er in der Vergangenheit getan hatte und das Gefühl, diese Gräueltaten bereits vor Jahrzehnten verhindern zu können, nagte an ihm.
Er schüttelte unmerklich den Kopf, er durfte sich nicht von solch negativen Gedanken ablenken lassen, was geschehen war, war geschehen und war nicht mehr rückgängig zu machen. So wie Gellert für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wurde, würde Albus mit seiner Schuld leben. Er erhob sich wie die anderen Anwesenden, als die hintere Tür des Saals geöffnet wurde und die Richter eintraten. Er kannte sie alle beim Namen, schliesslich war er wie sie auch im Zaubergamot, allerdings hatte sein Gehirn gerade keine freie Kompetenz dafür, er hörte die begrüssenden Worte der Richter und die Aufforderung zum setzten nur durch einen Schleier, seine Augen waren auf den leeren Platz des Angeklagten gerichtet, wo jeden Moment Grindelwald auftauchen sollte. Obwohl er damit gerechnet, ja fast darauf gewartet hatte, zuckte er, wie viele andere neben ihm im Raum, als das markante Geräusch des Apparierens erklang.
Normalerweise wurden Angeklagte zu Fuss durch die Eingangstüren gebracht, allerdings war dort aufgrund der Menschenmassen kein Durchkommen und die Gefahr eines Übergriffes um einiges höher, weswegen der Apparierschutz für diesen Raum heute für zwei Mal am Tag für genau zwei Minuten aufgehoben wurde, um Grindelwald auf der Anklagebank Platz nehmen zu lassen. Sofort fiel Albus auf, dass sein alter Freund schlecht aussah. Er trug zwar einigermassen suaberere Kleidung, allerdings waren dennoch einige Flecken darauf zu erkennen, welche anscheinend mit dem Ratzeputz nicht raus gegangen waren. Auch sein Haar, von dem er wusste, dass der Blonde immer viel Wert darauf legte, lag unordentlich und schon fast filzig auf seinem Kopf. Er schien in seiner Gefangenschafft auch bereits einen erheblichen Teil seines Gewichtes verloren zu haben und Albus war sich sicher, dass die nun zu weite Kleidung auch einige Blessuren verdeckten. Zumindest das GEsicht war unversehrt geblieben oder zumindest so weit geheilt worden, dass keine Verletzungen sichtbar waren.
Während nun die Anklagepunkte verlesen wurde, versuchte er Blickkontakt mit seinem einstigen Jugendfreund zu schaffen, um einen tieferen Einblick in dessen Gemütslage zu erhalten. Doch Gellert starrte nur stumpf zu Boden, ihn schien weder die Verhandlung, noch die Personen in dem Saal gross zu interessieren. Es wurde ein langer Tag und er hatte bereits die Befürchtung, dass die Verhandlung auf den nächsten Tag verlängert werden würde, als man endlich zu einer Einigung kam. Albus achtete darauf, dass sein Gesicht keine Regung zeigte, als verkündet wurde, dass der Gefangene nach Österreich überstellt wurde, wo er im Gefängnis Nurmengrad verwahrt werden würde. Der darauffolgende Tumult wurde durch die Auroren beendet und das Urteil mit einem Portschlüssel und dem Österreichen Vertreter besiegelt.
Als Gellert Grindelwald seine Hände auf die alte Zeitung legte um mit dem Repräsentant zu verschwinden kreuzten sich ein letzten Mal ihre Blicke, bevor er für eine lange Zeit aus Albus Leben verschwand. Er war etwas traurig, dass er keine Gelegenheit erhalten hatte noch einmal mit ihm zu sprechen, doch er wollte nicht, dass ihre frühere Bekanntschaft in England grosse Wellen schlug, also ertrug er es stumm. Die zurückgelassene Meute beruhigte sich nur schwer und das auch nur, weil ein grosser Teil der Reporter in ihre Verlage zurück reisten um die Neuigkeiten zu drucken. Die Dagebliebenen stürzten sich dagegen nun auf die Anwälte oder auch Zeugen, als der Stellvertretende Schulleiter von Hogwarts sah, wie sich Thommes Odgen vom Tagespropheten einen Weg durch die Menge zu ihm suchte, erhob er sich und machte sich selbst auf den Weg nach Hogwarts. Er konnte nun nichts mehr für seinen ehemaligen Freund tun, er war froh über die Entscheidung, dass dieser nun in Österreich untergebracht wurde, er würde sich allerdings hüten, irgendetwas in diese Richtung an die Presse weiter zu geben.
So flüchtet er also fast aus dem Ministerium und vor den Personen, welche ihn erneut als Held und Retter von England feiern wollte, das Einzige wonach er sich sehnte, war ein grosses Glas Feuerwhiskey und Ruhe. Vielleicht würde er in dieser Nacht endlich wieder einmal Schlaf finden, auch wenn er es stark bezweifelte. Zumindest würde er dort vor den nervenden und schmerzhaften Fragen verschont bleiben. Und auch wenn er in dieser Woche nicht viel Unterricht gegeben hatte und es eine Tätigkeit war, welche er sehr mochte, war er von Herzen froh, dass morgen Wochenende war auch war er sich sicher, dass ihn einige Eulen erreichen würden.
Tom pov - Hogwarts, England
Er schlug den Kragen seines Mantels nach oben, um die Schneeflocken daran zu hindern, an seinen Hals zu gelangen. Er hätte auch einfach seinen Schal mitnehmen können, allerdings wollten er und Hermine einfach schnell dem Schloss entfliehen und da hatte er ihn vergessen. Er zückte also seinen Zauberstab und legte einen Wärmezauber auf sich, sein dunkler Wollmantel sonderte durch die plötzliche Wärme sogleich eine kleine Dampfwolke aus, welche ihn kurz einhüllte. Es war immer noch Januar, doch der Winter war nicht mehr so eisig wie vor den Weihnachtsferien und die weisse Schneeschicht unter seinen Füssen wurde langsam zu einem matschigen undefinierbaren Ding. Er blickte kurz zu Hermine hinüber, welche einige Meter von ihm entfernt mit den Thestralen sprach, bevor er sich dem Grund zuwandte, warum er sich nicht neben sie gestellt hatte.
~Es ist wirklich nicht klug, wenn du deinen Winterschlaf so rigoros ignorierst~ Zischte er der Schlange zu, welche sich um seinen Hals geschlungen hatte und ein weitere Grund war, dass er etwas fror. ~Ich bin aber gar nicht müde~ kam als Antwort, während sie sich noch etwas mehr um seinen Hals zu zog, wahrscheinlich um noch etwas mehr Wärme über seine Haut auf zu nehmen. Er seufzte stumm. ~Denkst Du nicht, dass du etwas übertreibst?~ ~Überhaupt nicht.~ ~Nagini, wir haben Minusgrade und du bist eine Schlange, welche eigentlich schlafen sollte. ~Aber ich bin nicht müde.~ Erwidert sie etwas schlapp, er ging nicht darauf ein und fuhr fort. ~Ausserdem sind wir hier in Hogwarts, es kann nichts geschehen.~ Die gebrummelte Antwort verstand er nicht wirklich, doch er glaubte Verwünschungen und erzähl das denen heraus zu hören.
~Ich glaube wirklich, du übertreibst.~ Versuchte er es noch einmal mit Logik, obwohl er nicht wirklich auf eine Einigung hoffte. ~Ach, dann übertreiben die etwa auch?~ zischte sie etwas ungehalten und eingeschnappt, ein kalter Windzug liess die weisse Schlange etwas fröstlen und sich noch etwas weiter unter den warmen Wollstoff zurückziehen. Tom verlagerte sein Gewicht etwas nach vorne, so das Nagini nicht über seinen Rücken nach unten rutschte. Er musste nicht hochblicken, um zu sehen, wen genau sie meine. ~Ja sie übertreiben eindeutig, aber ich hatte dich für klüger als sie gehalten.~ Zog er sie auf, doch das erhoffte Lachen blieb aus, er bekam nur eine grummelige Antwort. Er verdrehte stumm seine Augen gegen den Himmel, nicht nur, dass sie dickköpfig wie sie war partout nicht von seiner Seite weichen wollte, das kalte Wetter schlug der Schlange auch eindeutig auf ihre Laune. In den letzten Tagen hatte er aus diesem Grunde auf Spaziergänge draussen verzichtet, doch er konnte sein Leben auch nicht nur nach ihr richten. ~Ich könnte die Manteltasche so verzaubern, dass du sofort alles mit bekommst.~ Versuchte er einen letzten Vorstoss, aber er bekam nicht einmal eine Antwort, also gab er es schlussendlich auf und stampfte durch den Schnee hinüber zu der Schwarzhaarigen, welche von den schwarzen Pferden der Nacht umringt war.
Der Untergrund abseits des Weges lag einiges tiefer und seine Schuhe gruben grosse Löcher in das weisse Nass, als er bis zu den Knien darin verschank. Er war froh, dass sowohl seine, wie auch Hermines Kleidung mit einem Wasserabweis Zauber versehen waren. Die Thestrale, um die sich gerade kümmerten wirkten gegen den weissen Hintergrund noch viel dunkler und irgendwie unwirklich. Die Schneeflocken, welche auf den dunklen Fell der Pferde landeten, glitzerten nicht so wie sie es im Haar von Hermine taten, sondern wirkten eher wie weisse Flecken. Die zwei Eimer mit dem rohen Fleisch, welche neben der jungen Frau standen vertieften dieses Bild noch. Doch der Winter war für die Herde nicht leicht und wenn Hagrid keine Zeit zum füttern hatte übernahm Hermine das gerne. Er sah in der Nähe der Braunhaarigen einen schwarzen Schatten, mit einem roten Flecken auf dem Kopf, welcher sich unzureichend hinter einem kahlen Busch verstecken versuchte. Die junge Frau hatte mit ihren magischen Tieren ein ähnliches Problem, seit die Verhandlungen zu dem Schrecken der Zaubererwelt begonnen hatten, wichen sie ihr nicht mehr von der Seite, egal was sie sagte.
Als er in Hermines Nähe kam, blickte sie auf und lächelte ihn warm an, sofort fühlte er sich besser und auch die Kälte kam ihm nicht mehr so eisig vor. Sie legte den Kopf etwas schief und schielte auf seinen Hals. ,,Du hattest keinen Erfolg wie es scheint?" Sagte sie nachsichtig, allerdings mit einem kleinen Lächeln. ,,Sie ist sturer als eine Horde Ghule." Stiess er aus und ignorierte das gehässige Gezische auf seine Stichelei. ,,Sie macht sich nun mal Sorgen um dich." Beschwichtige sie ihn, doch diese Aussage half ihm nicht. ,,Sie benimmt sich, als ob ich nicht auf mich selbst aufpassen könnte." Erwiderte er und hasste es, wie bockig er dabei klang. ,,Und die Anderen sind nicht besser." Stiess er dann noch hervor und bezog sich auf ihre Freunde, welche sich genau so schlimm verhielten wie die Tierwesen, es machte ihn wütend dass er behandelt wurde, als sei er ein kleines Kind, welches Schutz benötige.
,,Sei nicht so streng mit ihnen. Die Nachrichten über die Verhandlung im Tagespropheten haben die Erinnerungen wachgerüttelt. Es war für uns alle eine traumatische Erfahrung im Lager Grindelwald." Er konnte sich das Zusammenzucken bei dem Namen nicht verhindern, was seine Wut nur noch verstärkte. ,,Ich weiss. Aber sie geben mir das Gefühl hilflos zu sein, wenn sie mich so bespitzeln." Erklärte er leise und erhielt ein wissendes Lächeln von der Braunhaarigen. Sie warf einen kurzen Blick in die Richtung, wo sich ihre Freunde irgendwo zwischen den Bäumen bedeckt hielten. Genug Abstand um ihnen die vermeintliche Zweisamkeit zu gewähren, jedoch nahe genug im Notfall eingreifen zu können. ,,Angst ist nicht immer rational, doch sei versichert, dass es nichts mit deinen Fähigkeiten zu tun hat." Sagte sie beschwichtigend und legte ihm beruhigend eine Hand auf seinen Arm.
Er ergriff ihre Hand und verwob ihre Finger mit den seinen. ,,Ich weiss, doch seit Wochen hatten wir keine ruhige Minute mehr für uns. Entweder sind es die Tierwesen oder unsere Freunde, sogar bei mir zu Hause waren nie ungestört. Wir hatten seit Ewigkeit keinen Moment mehr einfach für uns." Versuchte er die Frustration in seinem Innern zu erklären und hörte sich dabei wie ein Fünfjähriger an, welchem man sein Kinderbesen weggenommen hatte. Er spürte förmlich, wie sich seine Mundwinkel nach unten zogen und einen Schmollmund bildete, was ihn wohl noch wütender gemacht hätte, hätte er die Reaktion von Hermine auf seinen Gesichtsausdruck nicht gesehen. Es war nicht ein spöttisches Lächeln oder ein missbilligendes Kräuseln ihrer Lippen, wie er erwartet hatte, sondern ein etwas überraschter Gesicht aufgrund seines Benehmens und er konnte nicht anders als ihn hinreissend zu finden.
Ihr Mund stand halb offen, ihre Augen waren etwas geweitet und durch den Schnee hatte sich eine leichte Röte auf ihre Wangen gelegt, welche sich nun sogar noch etwas vertiefte. Ihm schoss gerade durch den Kopf, dass er sie küssen wollte, als sie nach seinem Kragen griff und ihn beherzt an sich heran zog. Für die nächsten Minuten vergass er alles, seine Wut verpufft augenblicklich als ihre Lippen aufeinander trafen. Wie von selbst fanden seine Hände den Weg in ihre Haare und zogen sie noch etwas näher an sich heran. Ein ganzer Schwarm Billywig tanzten in seinem Bauch und schlugen Saltos. Der Geruch der Bäume und des Schnees um sie herum, wurde durch ihren Duft ersetzt und ein Gewicht, von dem er nicht wusste, dass es auf seiner Brust lag, löste sich und liess ihn sich leicht und unbeschwert fühlen. Er konnte gar nicht anders, als in den Kuss hinein zu lächeln und spürte, wie sich ihre Mundwinkel ebenso nach oben zogen.
Er hätte wohl hundert Vergleiche zu der Süsse ihrer Lippen ziehen können, wenn sein Kopf zum denken fähig gewesen wäre. Es war bis jetzt die einzig bewährte Methode ihn, Tom Riddle sprachlos zu machen und es gab keine, die es so beherrschte wie sie. Und natürlich gab es keine, welche es ausser ihr überlebte es überhaupt zu versuchen. Es hätte ihn nicht erstaunt, wenn sie Stunden in dieser Position verbracht hätten, doch wahrscheinlich waren es nur einige Minuten, bevor sie sich wieder voneinander lösten. Er brauchte einen Moment um wieder ins hier und jetzt zu finden, während sie sich bereits zum Störenfried umgewandt hatte und grinsend, jedoch streng mit Stupser schimpfte, da er sie unterbrochen hatte. Er konnte unterdessen immer noch nicht viel mehr, als sie glücklich an zu grinsen und sie erneut an sich zu ziehen, sobald er sie wieder zu fassen bekam.
Er ignorierte ihren überraschten Laut ebenso wie das verhaltene Kichern im Wald, während er erneut seine Lippen mit den ihrigen verschloss. Eine weitere kleine Ewigkeit gab es nur sie und ihn und das wunderbare Gefühl, was ihre Lippen auf den seinigen auslöste. Als er sich erneut von ihr löste, blickte sie ihn so herrlich verklärt an, dass er schwer an sich reissen musste, sie nicht in den Schnee zu stossen und über sie her zu fallen. Stattdessen ergriff er ihre Hand, liess mit einem Schnippen die beiden leeren Eimer verschwinden und rief dann in den Wald hinein. ,,Kommt, wir gehen eine heisse Schokolade trinken. Wir haben noch eine Verabredung mit einem Adler, welcher eine Revanche will." Dann zog er die überraschte Braunhaarige aus dem Wald hinaus auf den Weg und Richtung Schloss. Dadurch dasss er ihre Verfolger doch etwas überrascht hatte, schaffte er es sowohl in den Kerker Gängen, wie auch in dem leeren Klassenzimmer einen Kuss zu stehlen, bevor ihre Freunde es schafften zu ihnen auf zu schliessen. Er musste zugeben, dieser Teil der Verfolgungsjagd gefiel ihm doch sehr.
Hermine pov - Hogwarts, England
Sie fand es unfair, dass Tom sie so sehr ablenkte, dass sie die Aufwärmrunde des kleinen Wettbewerbs verlor. Es tröstete sie jedoch ungemein, das vergnügt Funkeln in den Augen des Schwarzhaarigen zu sehen, welcher genau wusste, warum ihr Kakadu nur aus einer Farbe bestand und diese auch noch genau so grau wie seine Augen war. Als sie sich allerdings gerade auf ihn stürzten wollte, um fürchterlich Rache zu nehmen, klopfte es an der Tür. Nelson, welcher die Tür öffnete liess sogleich Filius herein, welcher eindeutig weniger ängstlich, als bei seinem letzten Besuch eintrat. Er nahm sich auch sogleich dem Adler an, welcher er seit dem ersten Treffen mit den Schlangen den Adler sofort ins Herz geschlossen hatte. Es war immer ein lustiges Bild, den hühnenhaften Werwolf mit dem viel kleineren Halbkobold zu sehen, auch wenn er noch nicht so klein war, wie er zu Hermines Schulzeit sein würde.
Sie winkte ihm mit einem Lächeln zu und beobachtete, wie er von allen ihren FReunden begrüsst wurde, wenn ihr jemand in ihrer Zeit erzählt hätte, dass sie mit ihrem Zauberkunst Lehrer einmal Verwandlungszauber wettbewerbe veranstalten würde, hätte sie dieser Person nie geglaubt, aber sie hätte sowieso nichts von all dem, was sie seit sie in dieser Zeit angelangt war jemals geglaubt. Ganz vorne die Tatsache, dass sie sich einmal in Tom Riddle verlieben würde. ,,Ich bin froh, ist es so gekommen." Raunte ihr Tom da ins Ohr und umarmte sie von hinten, sie antwortete ihm nicht, sondern lehnte sich einfach an ihn und liess ihn die Antwort in ihren Gefühlen lesen, welche sie gerade für ihn empfand. ,,Bist du sicher, dass wir hierbei mitmachen müssen? Ich glaube niemandem würde es auffallen, wenn wir einfach verschwinden würden." Hauchte er ihr noch leiser ins Ohr, so dass die Werwölfe und die Veela ihn nicht hören konnten, sie schüttelte als Antwort nur Grinsend den Kopf.
,,Wenn unsere Turteltauben dann fertig mit ihren Liebesbekundungen sind, könnten wir sonst anfangen. Schliesslich geht es heute darum unsere Ehre gegen einen Adler zu verdeitigen." ,,Einen Adler, welcher sich wohlgemerkt alleine in die Grube der Schlangen gewagt hat, möchte ich so anmerken." Ergänzte Filius mit stolzgeschwellter Brust. ,,Du hättest selbstverständlich weitere Adler mitbringen können." Begann Sac und Tobias beendet den Satz. ,,Wenn du dich uns nicht gewachsen fühlst." Als Antwort zog Filius nur seinen Zauberstab und richtet ihn auf die beiden Streichespieler. Eine Minute funkelten sie einander nur an, bis der Ravenclaw seinen Zauberstab schwang und den Aguamenti Zauber sprach. Tobias konnte noch ausweichen, doch Sac erwischte der Wasserstrahl mitten ins Gesicht, die restlichen Slytherins brachen in lautes Lachen aus. Auf Sac verblüfftes Gesicht erwiderte der Halbkobold nur. ,,Ich dachte ich sei hier um an einem Zauber Reimketten Wettbewerb mit zu machen, oder war das nur eine Ausrede?" Abraxas, welcher sich als einer der ersten wieder gefangen hatte übernahm es zu antworten. ,,Mit nichten. Impedimenta." Bevor der kleine Adler nach hinten kippen konnte, bewarf Nelson ihn mit dem 'Arresto Momentum' und stellte ihn wieder gerade hin.
Mia hingegen fand es witzig den 'Arresto Momentum' ihres Bruders mit einem 'Mobilicorpus' auf zu heben und Filius eine kleine Pirouette drehen zu lassen. Nach dieser kleinen Aufwärmrunde, begann der Wettbewerb erst wirklich, nun musste man immer den jenigen rechts neben einem verzaubern, falls dieser keinen Zauber mit dem letzten Buchstaben des vorangegangenen Zaubers ausführen konnte, schied dieser aus. Der Erste, welcher an diesem Abend verlor war Eliott, welcher auf den 'Silence' von Sac nichts erwidern konnte, da er keinen Zauber mit dem betreffenden Buchstaben E stumm zaubern konnte. Tobias übernahm den Buchstaben und verwendete den 'Engorgio' Zauber, woraufhin Nelsons Nase bis zur Grösse seines Gesichtes anschwoll, bevor er es schaffte den 'Orchideus' zu zaubern.
Als nächstes war Abraxas an der Reihe, welcher 'Sagittare' murmelte, worauf ein Haufen Pfeile auf Tom zu schoss, welchen dieser behängt auswich. Den Zauberspruch hatte Hermine noch nie gesehen, doch sie hatte keine Zeit sich länger damit zu beschäftigen, da nun Tom seinen Zauberspruch sprach und sie danach automatisch an der Reihe wäre. Sie konnte über seinen 'Expelliarmus' nur müde lächeln, bis ihr auffiel, dass schon wieder der Buchstabe S an der Reihe war, Schweiss breitete sich bereits auf ihrer Stirn aus, als ihr doch noch ein Spruch einfiel. ,,Serpensortia" rief sie und war dennoch etwas überrascht, als tatsächlich eine Schlange aus ihrer Zauberstabspitze sprang. Die anderen johlten kurz auf und wendeten sich dann Filius zu, welcher nun an der Reihe war und sich eines einfachen 'Accio' bediente und eines der Kissen zu sich schweben liess. So ging es immer weiter, es wurde viel gelacht und manche witzige Situation entstand.
Es war gut zwei Stunden später, als Hermine eine Runde aussetzte, weil sie unbedingt etwas zu trinken brauchte. Während sie an ihrem Becher nippte und die Gruppe beobachtete, welche gerade Filius dabei anfeuerte, wie er Sac zur Decke schweben liess, fiel ihr auf, dass Tom fehlte. /Wenn wir uns jetzt davon schleichen, bemerkt es sicherlich niemand./ Erklang dessen Stimme in diesem Moment in ihrem Kopf und sie hätte vor Schreck fast ihren Becher fallen lassen, wenn seine Hand nicht nach vorne geschnellt wäre und ihn aufgefallen hätte. Er stand im Schatten neben ihr, fast nicht sichtbar, wenn man nicht wusste, dass er da war. Sie blickte erneut zu ihren Freunden, dann zu den Sofas wo sich Nagini, Firis und Shadow bereits schlafen gelegt hatten. /Denkst du wirklich, sie bemerken nicht, dass wir weg sind?/ Fragte sie ungläubig und zog Snapelike ihre linke Augenbraue nach oben, Tom liess sich von diesem Blick nicht beirren und grinste nur teuflisch während seine Stimme Honigsüss in ihrem Kopf wieder hallte. /Erst wenn es zu spät ist./
Wie hätte sie so ein Angebot auch auschlagen können? So ergriff sie seine Hand und liess sich von ihm in die Schatten ziehen. Die Schattenreise war eine seltsame Erfahrung, doch nach wenigen Augenblicken standen sie ausserhalb ihres rege genutzten Klassenzimmers und rannten leise kichern durch die Kerkergä verbrachten ihre Nacht fernab der Anderen im kleinen Zimmer in der Kammer von Salazar Slytherin und würden erst wieder am nächsten Morgen zu ihren Freunden stossen. Sie würden sich zwar eine Standpauke von Mia anhören müssen, doch sie würden keine Sekunde ihrer ergaunerten Zweisamkeit bereuen.
