Toms Blick lag auf Hermine, die in seinem Bett lag und schlief. Nachdem sie am letzten Wochenende so empfindlich auf seine Annäherungsversuche reagiert hatte, hatte er darauf bestanden, dass sie jede Nacht in seinem Bett schlief. Er hatte verstanden, dass Lestrange dauerhafte Narben in ihrer Seele hinterlassen hatte, auch wenn er ihre Gefühle nicht nachvollziehen konnte. Sie brauchte Schutz und er war mehr als bereit, ihr das zu geben. Sie sollte sich sicher fühlen bei ihm, in seinem Bett.
Sie hatte darauf bestanden, dass es nur zeitweise war und sie irgendwann ihre Privatsphäre in ihrem Zimmer wieder zurückhaben wollte, und natürlich hatte er zugestimmt. Ob er sie wieder gehen lassen würde, stand auf einem anderen Blatt. Sobald sie erst einmal verheiratet waren, würden sie sowieso jede Nacht ein Bett teilen, da konnte sie sich jetzt schon daran gewöhnen. Und niemand aus Slytherin würde sie verraten.
Langsam blätterte er das Buch um, in dem er las. Ein kleines Licht über seiner Schulter erhellte gerade genug, um die Seiten lesen zu können, ohne dass es Hermine beim Schlafen störte. Er hatte inzwischen gelernt, dass sie eine unruhige Schläferin war, die jede Minute brauchte, sie sie kriegen konnte. Immer wieder war sie im Verlauf der Woche nachts wach geworden und war auf leisen Sohlen in sein Bad geschlichen, ohne zu merken, dass sie ihn ebenfalls geweckt hatte.
Es war, als käme ihr Geist nie richtig zur Ruhe. Als wäre sie ständig auf der Hut, ständig auf der Flucht, bereit, beim kleinsten Anzeichen von Gefahr aufzuspringen und wegzurennen. Vorsichtig strich er ihr mit einer freien Hand über den Rücken. Auch hier schienen sie sehr ähnliche Erfahrungen gemacht zu haben. In seiner Zeit im Waisenhaus hatte er sich kaum getraut, tief und fest zu schlafen. Zu oft wurden ihm böse Streiche gespielt, als er sich noch nicht richtig wehren konnte. Zu selten hatten die so genannten Erwachsenen eingegriffen. Es hatte ihn zwei Jahre gekostet, ehe sein Körper sich davon überzeugen ließ, dass er hier in Hogwarts im Schlafsaal sicher war – obwohl er ihn sich mit anderen Jungen teilte.
Das war einer der Gründe, warum er seine Zeit nach Hogwarts schon genau geplant hatte. Es würde für ihn kein „nach Hogwarts" geben. Er würde hier bleiben, als Lehrer. So schnell er konnte, würde er sich auf den nächsten freien Posten bewerben. Tom wusste auch schon genau, welche Stelle er wollte. Galatea Merrythought würde gewiss noch dieses Jahr in den Ruhestand gehen, dafür würde er sorgen, und dann könnte er hier Verteidigung gegen die Dunklen Künste unterrichten. Er könnte hier bleiben und säße zugleich an der Quelle.
Ein Teil von ihm wurde immer wieder unsicher, wenn er an diese Zukunft dachte. Als wäre es ungewiss, ob er den Posten bekommen würde. Als wäre es fragwürdig, dass er auch als erwachsener Zauber Hogwarts nicht verlassen würde. Genervt klappte Tom das Buch zu. Wann immer diese Gedanken in ihm hochkamen, spürte er eine unangenehme Anspannung, die erst von ihm wich, wenn er die Gedanken beiseite geschoben hatte. Dieser Teil von ihm, der ständig Sorgen und Unsicherheiten äußerte, war verachtenswert schwach. Das war nicht, wer er wirklich war.
Hermine neben ihm drehte sich um und schlug die Augen auf. „Tom?" Ihre Stimme klang schläfrig, als wäre sie noch ganz woanders.
Grinsend legte er das Buch auf seinen Nachttisch und rollte sich auf seine halb-schlafende Freundin. Was könnte besser schwache Gedanken verdrängen, als eine vor Lust verfließende Hermine? Wenn sie schon einmal wach war, konnte sie ihm auch helfen.
„Mein Herz", raunte er ihr zu, während er langsam ihr Nachthemd hochschob, um ihre nackte Haut unter sich zu spüren. Er verteilte leichte Küsse auf ihrem Hals und spürte, wie langsam die Müdigkeit aus ihr verschwand.
Als sich seine Hand endlich um ihre Brust schloss, hörte er ihr himmlisches Wimmern. „Tom", hauchte sie, „was ist los? Wie spät ist es?"
Mit einem Lächeln rutschte er ein Stück runter, um ihre Brüste auch mit dem Mund liebkosen zu können. „Was spielt das für eine Rolle? Mir steht der Sinn danach, dich ein wenig zu verwöhnen."
Weg waren alle Gedanken daran, dass sie Schlaf brauchte. Er wollte sehen, wie sie unter ihm zerbrach, das war alles, was jetzt zählte. Absichtlich langsam ließ er eine Hand zwischen ihren Körpern hinunter wandern, fuhr dabei jede Kurve ihres Bauches nach, spielte kurz mit dem Knochen, der sich ein wenig an ihrer Hüfte abzeichnete, ehe er zielstrebig zwischen ihre Beine griff.
Gleichzeitig schloss er seine Lippen um ihre Steifen Nippel und fand ihre empfindlichste Stelle zwischen ihren Beinen. Er wurde mit einem erstickten Aufschrei belohnt, gefolgt von ihren kleinen Händen, die sich in sein Haar krallten, währen Hermine unter ihm den Rücken durchdrückte und ihre Beine weiter spreizte.
Hermine verstand nicht, warum das geschah, doch sie hatte keine Energie, sich zu wehren. Zu himmlisch fühlten sich seine Lippen an, zu perfekt war der Druck seines Daumens zwischen ihren Beinen. Keuchend rieb sie sich an seiner Hand, während ihre Hände immer wieder durch seine dichten Locken fuhren. Hitze sammelte sich in ihrer Mitte und sie spürte, wie sie feucht wurde.
Auch Tom schien das nun bemerkt zu haben, denn er ließ von ihren Brüsten ab und schob sich weiter hinunter. Mit beiden Händen presste er ihre Schenkel weiter auseinander, ehe er seinen Kopf dazwischen versenkte. Ein Laut, der sich tief aus ihrem Innersten den Weg nach draußen bahnte, entkam ihren Lippen, als er einmal nachdrücklich über ihre Falten leckte. Dann widmete sich sein Mund ihrer Knospe, während zwei Finger ganz langsam in sie glitten.
Angestrengt versucht Hermine, stillzuhalten und Tom gewähren zu lassen. Es kostete sie alle Selbstbeherrschung, nicht einfach seine Haare zu packen und sich an ihm zu reiben. Ein heißer Schauer fuhr ihr durch den Körper, während Tom ein langsames Tempo aufnahm. Während seine Zunge ihren empfindlichsten Punkt umspielte, glitten seine Finger immer wieder tief in sie.
Verzweifelt krallte sie sich an ihr Kopfkissen und biss sich auf ihre Lippe. Toms langsame Liebkosungen brachten sie beinahe um den Verstand. Sie wollte mehr. Sie brauchte mehr. Gegen ihren Willen zuckte ihre Hüfte, doch sofort hielt Tom inne und presste sie mit einer Hand in die Matratze. „Schön stillhalten, mein Herz. Du willst doch nicht, dass ich plötzlich die Lust verliere?"
Wüste Flüche formten sich auf Hermines Zunge, doch sie schluckte sie runter und schloss ergeben die Augen. Tom nahm sein Spiel wieder auf und sie ergab sich dem. Ließ sich fallen. Hitze breitete sich in ihrem ganzen Körper aus und Schweiß trat ihr auf die Stirn. Als wären ihre Sinne plötzlich geschärft, spürte sie die weiche Matratze unter ihr, seine Finger in ihr, die sich so perfekt an ihren feuchten Wänden rieben, seine samtene Zunge auf ihrem empfindlichen Knoten. Sie hörte ihr eigenes Keuchen, das lauter wurde, hektischer, unkontrollierter.
Ein Zittern lief durch ihren Körper und kündigte den heranrollenden Orgasmus an. Doch gerade, als sie meinte, endlich loslassen zu können, ließ Tom von ihr ab. Entsetzt riss sie die Augen auf und schaute in sein grinsendes Gesicht.
„Du kommst heute erst, wenn ich es dir erlaube", erklärte er, als wäre es das normalste der Welt.
Frustriert stützte sie sich auf ihren Ellbogen auf. „Bitte, Tom. Das ist nicht fair."
Doch all ihr Flehen hatte keinen Erfolg. Ohne sie zu berühren, kroch Tom zu ihr hoch, ehe er sie ein wenig hinab senkte und ihr einen langen Kuss gab. Es war seltsam, sich selbst zu schmecken, doch es steigerte ihre Lust nur noch mehr. Immer wieder zuckte ihre Hüfte, suchte nach Kontakt, suchte nach ihm, um sich an ihm zu reiben, doch er wich ihr immer wieder aus.
Schmollend entzog sie ihm den Mund und schaute zur Seite, um den Kuss zu unterbrechen. Er versuchte, sie zurückzudrehen, doch sie legte all ihre Kraft darein, von ihm wegzuschauen, so dass er schließlich aufgab. Leise lachend umfasste er ihre Hüfte und zwang sie so, sich auf den Bauch zu drehen. Noch immer schmollend, ließ Hermine ihn gewähren, ohne ihm jedoch zu helfen. Er hatte sie mitten in der Nacht geweckt und bis kurz vor den Höhepunkt getrieben, nur um sie dann hängen zu lassen.
Sie hörte, wie er sich hinter ihr auszog, und machte sich dafür bereit, ihn endlich in sich spüren zu können. Angespannt hielt sie den Atem an und reckte ihm ihren Hintern entgegen, immer noch feucht, immer noch getrieben von ihrer Lust. Doch erneut wurde sie enttäuscht.
„Du hast so einen perfekten Hintern, Hermine", hörte sie ihn murmeln, während seine linke Hand über ihre Rundungen fuhr. Gierig presste sie sich in die Berührung, doch er gab ihr nicht, was sie wollte. Seine Finger blieben auf dem weichen Fleisch ihres Hinterns, während ihre Mitte, heiß und feucht und pochend, unberührt blieb. Jedes Mal, wenn sein Daumen über die Stelle fuhr, wo Hintern und Schenkel überging, hoffte sie, dass er sie endlich berühren würde, doch jedes Mal zerstörte er die Hoffnung.
Stattdessen hörte sie, wie er mit seiner rechten anfing, sich selbst zu befriedigen. Fluchend vergrub sie ihr Gesicht im Kopfkissen, während sie sich vorstellte, wie sie für ihn aussehen musste. Ihr Hintern willenlos in die Luft gestreckt, ihm entgegen, so feucht und offen. Sie konnte an seinem Atem hören, dass auch er mehr als erregt war, doch er schien das Spiel zu sehr zu genießen, als dass er sie erlösen wollte.
„Tom", versuchte sie es erneut, ohne sich darum zu kümmern, wie verzweifelt sie klang. „Bitte! Bitte!"
Sie konnte das Grinsen aus seiner Stimme hören, als er antwortete: „Bitte was?"
Sie wusste, was er hören wollte, doch auch nach all den Monaten fiel es ihr schwer, die Worte zu formen. Tief holte sie Luft. Dann stützte sie sich auf ihren Unterarmen ab, drückte sich ein wenig hoch, um den Kopf zu ihm umdrehen zu können. Sie schaute ihm direkt in die Augen. Sie hatte nur diesen einen Versuch, mehr Mut würde sie nicht aufbringen können. „Fick mich. Hart und ohne Rücksicht. Ich will dich in mir spüren, alles von dir. Ich will kommen mit deinem Schwanz tief in mir vergraben."
Sie konnte sehen, dass ihre Worte ihn berührten. Dass er schlucken musste, ehe er seine Stimme wiederfand, um ihr zu antworten. Der Ausdruck in seinen Augen wurde hart, als kostete es ihn alle Konzentration, nicht sofort über sie herzufallen. „Wenn du kommst, dann mit meinem Namen auf deinen Lippen. Du kommst erst, wenn ich es dir erlaube. Wenn du dich nicht beherrschen kannst…"
Er musste die Drohung nicht aussprechen, Hermine verstand auch so. Sie nickte nur, unfähig, noch ein Wort zu sagen, und ließ sich zurück auf das Kissen sinken.
Endlich spürte sie ihn hinter sich. Er war heiß und hart und sie wusste, es würde ein Kampf werden, nicht auf der Stelle zu kommen, wenn er in sie eindrang. Mehrmals fuhr er mit seinem Schwanz durch ihre Falten, sammelte Flüssigkeit, bis er bereit war. Dann positionierte er sich und Hermine hielt die Luft an.
Unendlich langsam drang er in sie ein. Sie biss sich auf die Lippe und ballte ihre Fäuste, um sich ihm nicht entgegen zu pressen. Millimeter um Millimeter schob er sich in sie, dehnte sie, und mit jedem Stück, dass er in sie eindrang, wurde es für Hermine schwerer, sich zu beherrschen. Sie hörte seinen angestrengten Atem neben ihrem Ohr. Spürte die Hitze, die von seinem Körper ausging und sich mit ihrer eigenen mischte. Und doch waren alle ihre Sinne auf ihre Mitte fokussiert, auf die himmlische Reibung, die doch nicht genug war.
Als er ganz in ihr war, hielt er für einen Augenblick inne. Holte Luft, ebenso wie sie. Dann glitt er beinahe ebenso langsam wieder aus ihr, fast gänzlich, ehe er wieder in sie eindrang, schneller diesmal, doch noch immer viel zu langsam. Immer wieder wiederholte er das, nahm einen Rhythmus auf, der beinahe nachlässig wirkte. Immer wieder spürte sie, wie er sie dehnte, sich so himmlisch an ihr rieb, und wie sie ihn dann wieder verlor, wie die Leere sie wimmernd zurückließ.
Schweiß trat ihr aus allen Poren, während der langsame Rhythmus sie stetig zurück zu ihrem Höhepunkt trieb. Verzweifelt krallte sie ihre Fingernägel in ihre Handinnenfläche, um den Orgasmus zurückzuhalten. Sie durfte nicht kommen, ehe er es sagte. Ihr Atem wurde hektisch, ihr ganzer Körper spannte sich an. Sie wollte kommen, doch sie durfte nicht.
Plötzlich hielt Tom inne, tief in ihr versenkt, und ließ sich mit seinem ganzen Gewicht auf sie sinken. Das alleine hätte sie beinahe über die Klippe gestürzt. Der plötzliche Druck seines Körpers, seine Hitze, seine Muskeln. Wieder wurde ihr bewusst, wie groß er war und wie klein sie war. Seine Hände fanden ihre, zwangen sie, die geballten Fäuste zu öffnen. Ein Zittern erfasste ihren Körper.
„Tom", stöhnte sie verzweifelt, die eigene Stimme rau und dunkel vor Lust. „Tom, bitte. Ich kann nicht … ich kann nicht mehr. Bitte. Bitte lass mich kommen. Bitte!"
Als wäre es das einzige Wort, dass sie noch kannte, wiederholte sie es immer und immer wieder. Wie ein Wasserfall fiel ihr das Bitte von den Lippen, verzweifelt, wimmernd, so nah und doch so fern von der Erlösung.
„Ich liebe es, dich betteln zu hören", raunte Tom ihr zu, sein Tonfall ebenfalls dunkel und angestrengt. „Vergiss nicht, meinen Namen zu schreien, wenn du kommst."
Seine rechte Hand fuhr unter ihre Körper, zielstrebig zwischen ihre Beine und fand erneut ihren empfindlichen Knoten. Es war beinahe ein Knurren, das sein gepresstes „Komm!", unterstrich, als er mit seinem Daumen den Druck auf ihre Mitte erhöhte.
Erleichterung überrollte Hermine und endlich durfte sie loslassen. Sie spürte, wie sie innerlich zuckte, wie sich ihre Muskeln immer wieder um seine harte Länge tief in ihr schlossen, während sein Daumen sich so fest an sie presste. „Tom!", stieß sie hervor, atemlos, wimmernd, keuchend. Wieder und wieder rollte die Welle des Orgasmus' durch sie, nahm ihr die Fähigkeit zu sprechen, reduzierte ihre ganze Welt nur auf diesen einen Punkt zwischen ihren Beinen.
Schließlich ebbte er ab, hinterließ Schwere in ihren Gliedern und Zufriedenheit in ihrem Geist. Als das Zittern ihres Körpers nachließ, spürte sie, wie Tom sich hochstützte. Sie hatte keine Kraft mehr, ihm ihren Hintern entgegen zu strecken, und so genoss sie einfach nur, wie er ebenfalls seine Kontrolle losließ. Anders als zuvor war sein Tempo jetzt schnell und unbarmherzig.
Wieder und wieder versenkte er sich in sie, eine Hand in ihre Hüfte gekrallt, die andere an ihrer Schulter. Jeder Stoß wurde von einem tiefen Stöhnen unterstrichen, bis er schließlich den Rhythmus verlor und mit einigen letzten, harten Bewegungen tief in ihr kam. Sie meinte, einen Fluch von ihm zu hören, als er sich in sie ergoss.
Schwer atmend blieb er auf ihr liegen, noch immer in ihr. „Wenn du meinen Namen stöhnst, während du kommst, mein Herz, du weißt gar nicht, was das mit mir anstellt. Ich liebe es, wie du unter meinen Händen schmilzt, zerbrichst, dich einfach völlig deiner Lust hingibst. Ich werde dem niemals müde werden."
Sie lächelte als Antwort und rieb ihre Wange an seiner, als er sein Gesicht dem ihren nahe brachte. Dann rollte er sich von ihr, stand vom Bett auf und hielt ihr eine Hand hin. „Komm. Wir sollten duschen, ehe wir zum Schlaf zurückkehren."
Stöhnend folgte sie der Aufforderung, auch wenn sie am liebsten auf der Stelle eingeschlafen wäre.
