„Diego! Wir müssen uns beeilen! Die Soldaten sind auf dem Weg hierher!", rief Alejandro aufgeregt, während er in das Zimmer seines Sohnes stürzte.
Sein Sohn blieb ruhig, wirkte aber über das Verhalten seines Vaters auch ein wenig irritiert. „Damit war zu rechnen. Nur warum beunruhigt dich das?"
„Madre de Dios, Diego! Wann hörst du endlich auf, mich zum Narren zu halten!"
„Vater, ich…" Der junge Vega verstummte und musterte den alten Mann nachdenklich. „Wir sollten später darüber sprechen. Mach dir keine Sorgen, Felipe wird Zorros Kostüm an einem sicheren Platz verstecken und die Soldaten werden unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen."
Alejandro blieb der kurzen Blickkontakt nicht verborgen, der zwischen seinem Sohn und dem Teenager ausgetauscht wurde.
Er vermutete, dass es hier um weit mehr ging. Die beiden waren sehr vertraut miteinander – um Zorros Identität zu schützen, war gewiss mehr nötig. Allein die Verkleidung zu verbergen, würde nicht ausreichen.
Und da Diego nicht gleichzeitig anwesend und als Zorro reiten konnte…
Sein Sohn hatte doch nicht etwa genau das vor, was Alejandro befürchtete?
Diego machte leider immer noch keine Anstalten, ihm reinen Wein einzuschenken. Er war genauso dickköpfig wie er selbst.
‚Ein echter Vega eben. Und ich Idiot habe es nie erkannt.'
Es gab vieles zu bereden. Später. Wenn die Gefahr vorüber war.
Seinen Sohn direkt darauf anzusprechen, erschien ihm im Augenblick sinnlos. Sie hätten viel zu viel Zeit verloren.
Alejandro de la Vega beschloss, zu handeln. Auf seine Weise.
A/N:
Ich habe aktuell ein paar Tage frei und dadurch Zeit. Ich hoffe dadurch, die nächsten Kapitel schneller veröffentlichen zu können.
Dieses Kapitel ist sehr kurz, aber hier einen Schnitt zu machen, erschien mir sinnvoll.
