Manacled Zusammenfassung
Hier ist die Zusammenfassung der ersten 25 Kapitel und ich wollte euch mitteilen, dass ich Unbound von acciosashaa als nächstes übersetzen werde. Es ist Dracos Sicht von Manacled und es sind bis jetzt 7 Kapitel draußen und einmal pro Woche kommt ein neues Kapitel raus.
Außerdem werde ich zusätzlich dazu The Auction von LovesBitca8 übersetzen, da es sich die meisten von euch gewünscht haben und es auch eins meiner Favoriten ist.
Bei Unbound werde ich die ersten paar Kapitel in den nächsten Wochen hochladen und von The Auction werde ich ein Kapitel pro Woche hochladen, da ich zeitlich nicht mehr schaffen werde, wenn ich beide Geschichten übersetze.
Ich hoffe ihr freut euch darüber!
Im Laufe der nächsten Woche werde ich die ersten Kapitel hochladen.
Unbound wird ersteinmal nur auf Wattpad und AO3 hochgeladen werden, da die Autorin das so möchte. The Auction wird auf allen Plattformen zur Verfügung stehen.
xxAnnelina
Das ist eine Zusammenfassung der ersten fünfundzwanzig Kapitel der Übersetzung von Manacled, sie ist unter der Annahme erstellt worden, dass die Geschichte mindestens einmal gelesen wurde. Das ist einfach nur ein Rückblick, um die Erinnerungen aufzufrischen, was die Hauptpunkte der Geschichte betrifft. Wie dem auch sei, empfehle ich die ersten 25 Kapitel tatsächlich zu lesen, die Rekontextualisierung der Rückblickte, verleiht dem Lesen eine ganz andere Erfahrung, es gibt viele Details, die speziell aus diesem Grund mit eingearbeitet wurden.
„Sechzehn Monate in Einzelhaft mit Licht und Geräusche Entzug! Sie sollte in jeder Hinsicht geisteskrank sein, wenn nicht sogar tot. Es gibt nicht einmal Aufzeichnungen über sie! Als ob sie sie in eine bodenlose Grube geworfen hätten! Schauen sie sich diese Unterlagen an. Gefangene 187 im Bett nebenan! Sehen sie wie viele Seiten hier sind? Checkups! Blut Gutachten! Psychiatrische Sitzungen! Verschriebene Tränke! Ich habe sogar Fotos von ihrem Aussehen, bevor sie sie verstümmelt haben. Und die hier - nichts! Es war berichtet worden, dass sie diesem Gefängnis zugeteilt wurde und dann verschwand sie einfach! Niemand hat sie je gesehen! Es gibt nicht mal Aufzeichnungen, dass sie gegessen hätte! Für Sechzehn Monate! Erklären sie mir, wie das passieren konnte!"
Umbridges einfältige Stimme begann schmeichlerisch zu reden, „Es gibt so viele Gefangene hier. Es kann kaum überraschend sein, wenn ein oder zwei durchs Gitter fallen, so wie es mit Miss Granger der Fall war."
„Miss-Granger-", die andere Stimme klang plötzlich verängstigt und stotternd. „Wie in DIE Granger? Sie wussten das es sie war! Sie haben versucht sie umzubringen."
„Was? Nein! Ich würde niemals – Es steht nur dem Dunklen Lord zu, über ihre Schicksale zu entscheiden. Ich bin lediglich sein Diener."
„Denken sie wirklich der Dunkle Lord würde eine Gefangene wie Hermine Granger vergessen. Denken sie er wird Vergebung zeigen, wenn er erfährt, was sie getan haben?"
„Ich hatte nicht geplant, dass es so lang andauern würde! Es war lediglich eine vorübergehende Situation. Sie kennen sie nicht. Sie wissen nicht, wozu sie im Stande ist. Ich musste sicher stellen, dass sie nicht abhauen oder jemanden kontaktieren würde. Hogwarts war immer noch dabei, die Schutzzauber wieder aufzubauen. Dann – dann als alle Vorbereitungen fertig waren – muss – muss es mir entfallen sein. Ich würde mich niemals unserem Lord widersetzen!"
„Der Erfolg dieses Vorhabens, dem der Dunkle Lord uns zugeteilt hat, hängt über ihrem und meinem Kopf. Wenn ich auch nur so wenig wie einen Hinweis darauf finde, dass sie noch mehr getan haben, um diese Agenda zu sabotieren, werde ich sie sofort an ihn melden. So wie es jetzt ist, steht Granger unter meiner vollen Verantwortung. Sie sind nicht erlaubt, auch nur in ihre Nähe zu gehen ohne meine Erlaubnis. Falls ihr noch einmal irgendetwas zustoßen sollte, auch durch jemand anderen, werde ich annehmen, dass es durch ihr Verschulden ist."
„Aber– aber sie hat viele Feinde." Umbridges Stimme zitterte.
„Dann schlage ich vor, dass sie ihr Gefängnis gut im Auge behalten. Der Dunkle Lord hat sie spezifisch in seinen Plänen benannt. Ich werde sie ihm heute vorwerfen, wenn es das ist was es braucht, um Erfolg zu haben. Ich habe härter und länger gearbeitet als sie, um dahin zu kommen, wo ich heute bin, Gefängnisdirektorin. Ich werde mir von niemanden in die Quere kommen lassen. Gehen sie und machen sie mit dem Rest der anderen weiter. Der Dunkle Lord erwarten einen Bericht über die verfügbaren Zahlen heute Abend und ich hab schon die Hälfte meines Tages darauf verschwendet ihre Fehler zu beheben."
„Sie werden hier im Spital bleiben, bis die Nebeneffekte der Folter komplett abgeklungen sind. Ich werde auch einen Spezialisten mit einschalten, der herausfinden kann was mit ihrem Gehirn passiert ist."
Hermines Augen sprangen auf. „Ist–", sie zögerte. „Ist irgendetwas – falsch mit mir?"
Die Heilerin starrte sie abwägend an, bevor sie ihren Zauberstab über Hermines Kopf schwang.
„Sie wurden sechzehn Monate in wahrnehmungsunterdrückter Isolation festgehalten. Der Fakt das sie geistig noch klar sind, ist allein schon ein Wunder. Die Auswirkungen eines solchen Experiments können kaum verhindert werden, besonders unter den Umständen vor ihrer Ankunft hier. Ich nehme an sie haben ein bisschen Heilkunde studiert während des Krieges?"
„Ja."
„Dann sollten sie wissen, wie ein normales, gesundes magisches Gehirn aussieht. Das hier ist ihres. An irgendeinem Punkt während ihrer Isolation, hat ihre Magie versucht sie zu beschützen. Dadurch, dass sie keine Magie nach außen ausüben können, hat sich die Magie nach innen gekehrt. Sie haben hart dafür gearbeitet, wie sie selbst gesagt haben, nicht abzurutschen. Wie auch immer ist der Verstand kaum dafür ausgestattet, solche Dinge zu verarbeiten. Ihre Magie hat Teile ihres Geistes abgeschirmt. Als ein Ergebnis hat es sie irgendwie zersplittert. Normalerweise sind solche Fügungszustände sehr generell ausgeweitet, aber diese hier erscheinen fast chirurgisch genau. Wobei geistige Heilung auch nicht mein Spezialgebiet ist."
„Ginny.", sagte Hannah. „Sie war die erste Leiche, die sie zurückbrachten. Wir alle dachten, dass du es tatsächlich rausgeschafft hast. Weil du einfach verschwunden bist. Wir hatten nicht realisiert, dass sie dich nur wo anders hingesteckt hatten... Du weißt nicht mal, warum sie dich rausgeholt haben, oder?"
„Die Wachtmänner reden viel. Nach dem Krieg dachten wir alle das Der Dunkle Lord anfangen würde die Muggel zu versklaven. Aber – es hat sich herausgestellt, dass seine Ränge mehr erschöpft waren als wir angenommen hatten. Anscheinen macht ihn die Unsterblichkeit geduldiger. Er hat entschieden, dass die Repopulation der Reinblütigen Ränge der Zauberer seine erste Agenda sein sollte. Er persönlich hat alle Reinblüter paarweise zusammengestellt. Sie wurden verheiratet, mit der Anordnung anzufangen sich fortzupflanzen. Es gab – kaum Babys. Die Fruchtbarkeitsraten der Reinblüter sinkt seit Jahren. Es gab ein paar wenige Schwangerschaften, die alle verwundert hat. Die meisten davon waren Squibs und die Schwangerschaften wurden frühzeitig abgebrochen. Oder es kam zu Fehlgeburten. Nun" – Hannas Stimme verbitterte sich – „anscheinend hat die Ausrottung der Europäischen Zauberwelt die Ansichten des Dunklen Lords in Hinsicht auf die Blut Reinheit erweitert. Magie ist selten, weißt du. Er hat ein Züchtungsprogramm mit allen Halb-Blut und Muggel-geborenen Insassen angefangen, die er ja glücklicherweise zur Verfügung hat, zu starten. Nur uns Mädchen, da es ein schlimmeres Schicksal als der Tod wäre, wenn ein Muggel-geborener Mann eine reinblütige Frau anfassen würde. Wir sind alle dazu verpflichtet Babys zu produzieren, bis unser Uterus nicht mehr mitmacht."
„Wir – müssen abhauen." sagte Hermine mit ihrer Stimme so kontrolliert wie möglich.
Hannah schüttelte ihren Kopf.
„Das geht nicht. Hast du mir vorher nicht zugehört? Du wirst nie dazu in der Lage sein mit den Fesseln abzuhauen, außer du schaffst es dir deine Hände abzuschneiden. Sie haben die Spur nicht mal hier. Angelina hat ihren Zeigefinger verloren, um das herauszufinden. Der Dunkel Lord hat sie persönlich. Deswegen ist es immer der Hohe General, der ihnen nachjagt, wenn es ihnen gelingt abzuhauen."
„Wer? Wer ist her Hohe General?", fragte Hermine. Sie konnte sich nicht an den Titel erinnern.
Hanna blickte auf. „Ich weiß es nicht. Keiner von uns hat ihn jemals ohne seine Maske gesehen. Jeder redet über ihn. Er ist die rechte Hand des Dunklen Lords. Voldemort zeigt sich nicht oft in der Öffentlichkeit, also tritt stattdessen der Hohe General auf. Vor ein paar Wochen haben öffentliche Hinrichtungen stattgefunden – mehr als zwanzig Menschen – er hat jeden einzelnen davon mit dem Todes Fluch getötet. Er hat keine Pausen gemacht. Er ist einfach der Reihe nach durchgegangen. Niemand hat jemals jemanden gesehen, der so viele Todesflüche nacheinander vollziehen kann, nicht einmal der Dunklen Lord kann das."
„Das – sollte nicht möglich sein." sagte Hermine, während sie ihren Kopf schüttelte.
Hannah lehnte sich nach vorne und senkte ihre Stimme. „Ich weiß. Aber ich habe die Leichen gesehen, nachdem er die Flüchtigen erwischt. Und er erwischt sie immer. McGonagall, Moody, Neville, Dean, Seamus, Professor Sprout, Madame Pomfrey, Flitwick, Oliver Wood; das sind diejenigen die du kennst. Es gab viele mehr. Sehr viele mehr. Die Mitglieder des Ordens haben am meisten versuchst abzuhauen. Sie sind alle als Leichen wieder zurückgekommen. Es ist immer der Todesfluch."
„Der dunkle Lord will deine Untersuchung persönlich mit begutachten." berichtete die Heilerin, als sie energisch nach Hermines Arm griff.
Ein kleiner Zauberer stand auf der einen Seite. Voldemort persönlich stand auf der anderen Seite.
Der kleine Zauberer sprach mit dünner, zittriger Stimme und gestikulierte hin zur Projektion von Hermines Gehirn.
„Es – es ist anders als alles was ich jemals gesehen h-habe. Normalerweise kommt magischer G-G-Gedächtnisverlust sehr a-a-ausgeweitet über das Gehirn vor, wenn es s-s-selbst zugefügt ist. Eine P-Person könnte ihnen nicht einmal ihren Namen sagen. Aber das hier ist g-gezielter. Wie Vergessenheitszauber. Eine dissoziative Fügung oder in diesem Fall v-viele davon. Fast wie Vergessenheitszauber gegen einen selbst gerichtet. Ihre Magie hat bestimmte Erinnerungen im Inneren versteckt, ich würde es fast als eine V-V-Verkalkung von magischen Schichten beschreiben. Dies hätte wahrscheinlich niemals ohne die gegeben Um-umstände ihrer Inhaftierung passieren können. Es h-h-hat Zeit gebraucht. Fast wie eine Muschel, die eine Perle erschafft, sie hat sie langsam Schicht für Schicht vergraben. Man kann sehen das manche sorgfältiger beschützt sind als andere, abhängig davon, wie hell sie l-l-leuchten."
Voldemorts Hand lag auf Snapes Schulter. „Durch diese Erfahrung gelang es dem Schlammblut, laut Aussagen des Geist-Heilers, ihre Erinnerungen wegzusperren. Abgeschottet vor mir und ihr selbst. Die Identitäten ihrer Eltern – was keine weiteren Konsequenzen hat. Viel wichtiger jedoch ist die große Anzahl an Erinnerungen während und vor allem gegen Ende des Krieges. Dieser Gedächtnisverlust fand nach Potters Tod statt, nachdem der Krieg vorbei war. Was könnte es sein was sie zu verstecken versucht?"
„Wenn der Orden noch irgendwelche Geheimnisse hat, dann will ich sie wissen.", sagte Voldemort, seine scharlachroten Augen verengten sich.
„Gewiss.", sagte Snape, sein Ton seidig und nüchtern. „Unglücklicherweise sind fast alle der gut informierten Mitglieder des Ordens in der Zwischenzeit tot. Entweder durch die letzte Schlacht, Folter oder Fluchtversuche. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass neben Miss Granger noch irgendjemand am Leben ist, der diese Informationen besitzt."
„Severus, ich werde sie in deine Obhut überlassen."
„Ich breche morgen nach Rumänien auf.", sagte Snape, „Um den Gerüchten über die Gehorsamsverweigerung, von der wir gehört haben, nachzugehen. Das Vorhaben wird, wie sie gesagt haben, als sie mir es zugeteilt haben, eine heikle Angelegenheit werden, komplex und rigoros, selbst ohne zusätzliche Gefangene, die einer sorgfältigen Aufsticht bedürfen. Es – widerstrebt mir sie in einer dieser Angelegenheiten zu enttäuschen." Er platzierte seine Hand auf seiner Brust und verbeugte sich noch einmal.
„Eine Magische Schwangerschaft, Mein Lord.", sagte Heilerin Stroud mit einem stolzen Lächeln. „Es gibt einige Aufzeichnungen zu Fällen wo solche Schwangerschaften die Fähigkeit haben, durch magische Fügungszustände zu brechen. Die Magie des Kindes ist kompatibel, aber unähnlich genug zu der der Mutter, um einen zersetzenden Effekt auf angestaute Magie zu haben. Es ist nichts Beweiskräftiges, da es so selten vorkommt. Aber es ist möglich. Miss Granger hat außergewöhnliche magische Fähigkeiten – sie selbst haben das festgestellt und wollten sie ins Repopulationsprogramm integrieren. Wenn sie sie im Programm belassen, gibt es eine Chance, dass eine Schwangerschaft im Wiedererlangen der Erinnerungen endet. Aber – „, sie zögerte leicht.
„Was?" Voldemort schaute streng zu Heilerin Stroud auf, was sie dazu brachte blass zu werden und zurückzuweichen.
„Es – es wäre ihnen unmöglich ihren Geist während der Schwangerschaft zu inspizieren.", sprach Heilerin Stroud schnell. „Invasive Magie wie zum Beispiel Legilimentik, bringt ein großes Risiko einer Fehlgeburt. Es ist oft so traumatisch, dass es in permanenter magischer Unfruchtbarkeit enden kann. Sie müssten warten, selbst wenn sie wüssten, dass die Erinnerungen zurückkommen, bis das Baby geboren wurde. Außer der Vater, der eine ähnliche magische Signatur hat wie das Kind, wäre derjenige der die Legilimentik durchführt."
„Der hohe General ist ein ausgesprochen begabter Gedankenleser, oder? Dann schick das Schlammblut zum Hohen General. Er soll sie überwachen und sich mit ihr fortpflanzen. Ich möchte, dass sie jeden Monat hergebracht wird, bis sie schwanger ist, damit ich ihren Verstand selbst durchsuchen kann."
„Dem Dunklen Lord war es wichtig, dass sie sich unter der Aufsicht von jemanden befinden, der ihre Gedanken im Auge behalten kann. Ich hatte eine Verlängerung beantragt, damit ich beobachten kann, wie sich ihre Ausbildung auf sie auswirkt, aber sie erreichen in ein paar Tagen ihr fruchtbares Fenster und der Dunkle Lord möchte, dass sie so schnell wie möglich schwanger werden. Ich hätte ihnen dabei geholfen sich körperlich darauf vorzubereiten, aber sie scheinen meine Hilfe nicht zu wollen. Der Hohe General ist verheiratet. Ich bin mir sicher er weiß was er zu tun hat und ihm wird es bestimmt nichts ausmachen sie selbst so auszubilden, damit sie seinen Vorlieben gerecht werden."
Heilerin Stroud griff in ihre Schublade und zog eine Tasche heraus.
„Das hier wird dich zu Anwesen des Hohen Generals bringen. Du wirst bereits erwartet."
Draco Malfoy. Er war der Hohe General.
Bevor sie reagieren – oder ihre Erkenntnisse verarbeiten konnte – trafen sich ihre Augen und er schoss in ihren Verstand hinein.
„Du hast also wirklich alles vergessen,", sagte er als er sie forschend ansah. „Was denkst du, was es ist, dass du in deinem Kopf noch beschützen kannst? Ihr habt den Krieg verloren."
„Schlammblut.", sagte er, nach einem kurzen Augenblick. „So, heute ist also der Tag."
Nach einer Minute zog er seinen Zauberstab raus und beschwörte einen Tisch mitten im Zimmer herauf. Hermine starre völlig verloren den Tisch an. Sie blickte wieder zu Malfoy zurück.
Er lächelte sie spöttisch an.
„Beug dich drüber.", sagte er in einer tiefen, höhnischen Stimme und gestikulierte in Richtung des Tisches.
„Bist du noch Jungfrau, Schlammblut? Kannst du dich daran erinnern?"
Sie versuchte den Schluchzer zurückzuhalten, der sich einen Weg nach oben bahnte, aber das plötzliche Eindringen hatte sie zu sehr überrascht. Nach ihrem Schluchzer erstarrte er, nur für einen kurzen Moment, bevor er wieder anfing sich zu bewegen. Er berührte sie nicht, außer da wo sie verbunden waren. Seine rechte Hand hielt sich am Tisch, in der Nähe ihres Gesichtes, fest. Sie konnte einen schwarzen Ring an seiner Hand sehen, er glitzerte leicht.
Als er kam, wurden eine Bewegungen unregelmäßiger und härter und hörten dann, mit einem leisen Zischen seinerseits, komplett auf.
Er verweilte nur für eine Sekunde, bevor er sich mit einem Ruck zurückzog und wieder zur Bar rüber ging.
„Raus." Sein Ton war schneidend.
Hermine zitterte.
„Ich kann nicht." Sie versuchte nicht zu schluchzen aber ihre Stimme bebte. „Ich darf mich danach für zehn Minuten nicht bewegen."
Er knurrte wütend. Plötzlich verschwand der Tisch unter ihr und sie stürzte nach unten, ihr Kopf schlug hart am Boden auf.
„RAUS!"
Wenn sie sich einfach die Brüstung runter stürzen würde, konnte Malfoy nichts dagegen tun.
Es wäre vorbei.
Ein schraubstockartiger Griff schloss sich um ihren Arm und riss sie zurück.
Sie drehte sich um und fand Malfoy vor sich, der sie wütend anstarrte.
„Wag – es – ja – nicht." Er stieß die Worte wütend hervor. Sein Gesicht weiß vor Rage.
„Denkst du wirklich ich würde es nicht wissen, wenn du dich versuchst umzubringen, Schlammblut?"
Malfoy blickte sich im Zimmer um und dann wieder zu ihr. Sein Gesicht war angespannt und seine Augen stahlhart.
„Nun." sagte er und seufzte. „Ich hatte nicht vorgehabt, das hier direkt zu machen, nachdem ich dich das erste Mal gefickt hab – aber, wenn ich jetzt schon mal hier bin und da ich eh noch nichts für den Abend geplant habe. Was wäre ein besserer Zeitpunkt als jetzt gleich? Dann schauen wir mal was in deinem keinen Schlammblut Gehirn noch so vor sich geht. Wie viele andere Ideen hattest du noch?"
Es dauerte Stunden.
Er überschaute jedes Detail. All ihre Überlegungen, Zweifel, Fragen und Theorien in ihrem Kopf. Endlich, als er die Erinnerung von Astoria erreichte, wie sie ihn ihrer Zimmertür erschien, zog er sich zurück. Er war anscheinend nicht daran interessiert, ihre Sichtweise darauf zu sehen, wie es ist von ihm vergewaltigt zu werden.
Hermine fühlte sich, als ob ihr Kopf zertrümmert worden ist. Sie zuckte nicht mal mehr, als er dastand und auf sie runter blickte.
„So viele Pläne.", sagte er, als er sich aufrichtete und seinen Kopf zurück neigte, um sie mit kalten, spöttischen Augen anzusehen. „Aber wie gesagt, ich wäre enttäuscht gewesen, wenn du mich nicht mit mindestens einem Plan, wie du mich umbringen willst oder abhauen könntest, unterhalten hättest. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was du dir als nächstes überlegen wirst."
Er lehnte sich über ihr Bett, bis sein grausames Gesicht nur noch einen Atemzug von ihrem entfernt war.
Sie fühlte sich ratlos. Was sollte sie tun?
Sie musste näher an Malfoy rankommen. Er war das, was einer Lösung am ähnlichsten kam. Solange er ein Mysterium blieb, hatte sie keine Chance vorauszusagen, wann und wann nicht er vorsichtig sein würde.
Er wirkte penibel. Sie konnte nichts kaputt machen. Ein Gemälde hing in jedem Zimmer und Badezimmer. Aber niemand war perfekt. Jeder hat irgendwelche Schwächen und sie würde Malfoys finden und dass würde sein Ende bedeuten.
„Du solltest jeden Tag für eine Stunde nach draußen gehen.", sagte er zur Klarstellung, seine Lippen verzogen sich leicht. „Wie ich sehe verlässt du kaum dein Zimmer, also sind diese Anweisungen offensichtlich von dir ignoriert worden. Ich werde nicht zulassen, dass deine mentale Instabilität, meine Fähigkeiten, den Anweisungen meines Meisters zu folgen, beeinträchtigt."
Sie hörte wie sich die Zeitung auseinanderfaltete und schaute rüber, um ein Bild von sich selbst zu finden, bewusstlos in einem Krankenhausbett, auf dem Titelblatt des Tagespropheten.
„Potters Schlammblut ist eine der ersten Leihmütter, die der Dunkle Lord ausgewählt hat, um die Magische Bevölkerung wieder zu vergrößern.", das war die Zusammenfassung unter der Überschrift.
Malfoy sah sie mit einem Grinsen an. „Schau ich komm auch drin vor." Sein Mund verformte sich zu einem dünnen, boshaften Lächeln und seine Augen glitzerten, als er auf ein Bild von sich selbst zeigte etwas weiter unten im Artikel. „Nur falls es irgendjemanden in der Welt interessiert, wer dich gerade vögelt und wo du bist."
„Ich finde es ist eine ziemlich offensichtliche Falle.", fügte Malfoy mit einem Seufzen hinzu, er schaute von ihr weg und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Er öffnete die Zeitung mit einem gelangweilten Gesichtsausdruck. „Aber nun ja, dein Winderstand ist noch nie für seine Intelligenz bekannt gewesen. Etwas unscheinbareres wäre ihnen wahrscheinlich entgangen. Der Dunkle Lord ist recht zuversichtlich, dass falls noch jemand übrig sein sollte, sie sich moralisch dazu verpflichten fühlen würden, dich zu retten, so wie Potter es immer getan hat."
Jedoch machte weder der Artikel über den Repopulationsversuch noch die Kolumne über die Hinrichtungen eine Andeutung darauf, dass Malfoy der hohe General war. Als ob der Titel und sein Träger getrennte Dinge wären.
Die Anonymität war überraschend. Die Zeitung bot keine Spekulationen über die Identität des Hohen Generals an. Als ob es nicht erlaubt wäre so etwas zu drucken.
Der Hohe General war Voldemorts rechte Hand, anscheinend sein Repräsentant. Hermine fragte sich, ob die Anonymität zu Voldemorts oder Malfoys Gunsten war. Sie vermutete eher Voldemorts. Der Dunkel Lord hatte eine außergewöhnlich machtvolle Marionette. Sogar Voldemort selbst, hat den Todesfluch nicht mit solch einer Geschwindigkeit und so mühelos hervorrufen können, als er Harry getötet hat.
Er wollte Malfoy nicht die Möglichkeit geben, seine eigenen Anhänger zu sammeln, mehr Macht zu gewinnen und dann seinen Meister zu stürzen. Malfoy dazu zu zwingen, hinter seinem Titel anonym zu bleiben – nur bekannt unter den Todessern und anderen vertrauten Dienern – war womöglich ein Werkzeug, um Malfoy zu kontrollieren.
Voldemort behielt Malfoy genau im Auge.
Sie schaute nach oben sah den offen, grauen Himmel...
Ihr Herz schien auf einmal stillzustehen.
Es fühlte sich an, als ob aller Sauerstoff und alle Geräusch auf einmal weg waren und da nur noch eine endlose Leere vor ihr lag.
Es gab keine Luft.
Es fühlte sich an als würde sie ersticken. Ihr Herz fing das Rasen an. Immer schneller und schneller. Sie konnte es hören.
Sie konnte die Schritte sehen. Den Kies. Die Hecken.
Es fühlte sich an wie...
Ein Nichts.
Als ob das Universum vor ihren Zehen enden würde.
Wenn sie nur einen Zentimeter weiter vor ging, würde sie fallen.
Sie erstarrte. Sie versuchte sich zu bewegen aber zitterte nur und konnte es nicht. Sie biss sich in ihre Unterlippe. Sie versuchte zu atmen. Sie versuchte sich zu zwingen einen Schritt nach vorne zu machen.
Es war so – offen.
„Was ist mit dir los?", fragte er, nachdem er sie einige Sekunden angestarrt hatte.
„Ich – Ich glaube es nennt sich Agoraphobie.", sagte sie, nachdem sie ein paar Mal tief ein und ausgeatmet hatte. „Irgendetwas an – an offenen Räumen lässt mich in Panik geraten. Es ist wahrscheinlich, weil ich so lange in einer Zelle eingesperrt war.", sagte sie nach einer Minute. „Es gab dort nichts – es war wie eine große unendliche Leere. Alle waren tot. Niemand würde für mich kommen. Ich war einfach nur dort und ich wusste nicht einmal für wie lange. Die Wände – waren das einzig Reale. Ich denke – ich war irgendwann auf sie angewiesen. Und jetzt – wenn ich versuche irgendwo hinzulaufen und ich weiß nicht- ich weiß nicht, wo es hingeht... Ich weiß nicht. Ich kann es – es fühlt sich an, als ob –", sie hatte Schwierigkeiten damit das Grauen zu beschreiben. „Es ist als– wäre ich wieder verlassen worden. Als ob alle tot sich und ich einfach nur alleine bin – ich kann damit umgehen, wenn sich meine Welt klein anfühlt – aber, wenn ich mich daran erinnere, wie groß sie ist – ich kann nicht. Ich kann nicht –"
Die schaute sich um. Ihre Hand war immer noch gegen die Wand gepresst. Sie konnte die Struktur der Tapete spüren. Sie Wand zu berühren, schien ihr dabei zu helfen, ihren Herzschlag zu kontrollieren.
Sie ging in einen Tee Zimmer und in einen Salon und ein Garderoben Zimmer und ein Zeichenzimmer. Sie erkundete alle sorgfältig. Das Portrait folgte Hermine sie ganze Zeit.
Nichts. Nichts. Nichts.
Sogar die Bänder um die Vorhänge waren so verzaubert, dass man sie nicht runter machen konnte. Sie öffnete Schränke, Türen und Wäscheschränke und sie konnte nichts finden, das nützlich sein konnte. Keine Waffe die sie benutzen konnte, nichts für ihre Flucht.
Sie schloss frustriert eine Schublade.
„Liest du meine Gedanken?", sagte sie.
Er lächelte breit.
„Und du hast nur einen ganzen Monat gebraucht, um es zu bemerken.", sagte er spöttisch. „Wobei man dir zugestehen muss, dass du recht beschäftigt warst mit Weinen und Trübsal blasen und Angst vor Fluren und dem Himmel zu haben."
„Wie ist das möglich?", fragte sie und hob skeptisch eine Augenbraue an. Es widersetzte sich mehreren fundamentalen Gesetzen der Magie.
Sie beobachtete ihn. Sie musste klauen, was auch immer es war, mit dem er die überwachte. Malfoy schien keinen Schmuck zu tragen, nicht einmal einen Hochzeitsring. Das einzige sichtbare Stück an ihm, war der schwarze Ring an seiner rechten Hand.
Vielleicht war es das.
„Du kannst es nicht klauen.", sagte Malfoy gedehnt.
Sie schaute ihn an.
„Es ist kein Gegenstand. Es ist nicht das hier.", sagte er, er hob seine Hand an und zeigte ihr den Ring, den sie gemustert hatte. Er zog ihn sich vom Finger und warf ihn ihr zu. Sie fing ihn reflexartig auf und untersuchte ihn.
„Wie ich schon gesagt habe, ist es kein Gegenstand. Du kannst die Spur nicht stehlen. Nicht die auf dir. Sie haben Blut Magie verwendet, um die Fesseln herzustellen."
„Ich bin in deinem Kopf?"
Das bedeutete, dass sie, mit ihrem Fleisch und Blut an Malfoys Bewusstsein gebunden war. Er konnte sie in seinem Hinterkopf wahrnehmen. Es war wie ein Blut Zauber auf Anwesen oder Burgen, die eine unbewusste Verbindung mit dem Herr des Hauses kreierten. Diese Blut Zauber ließen den Besitzer spüren, wenn jemand versuchte das Grundstück zu beteten oder wenn sich jemand an etwas zu schaffen machte. Hermines musste auf eine ähnliche Art und Weise in Malfoys Bewusstsein existieren.
Wenn sie nicht komplett emotionslos wäre, wäre ihr vor Entsetzen ganz kalt geworden.
„Du bist Potters Schlammblut. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wurden als notwendig angesehen. Also, dann lass uns mal festhalten, wie die Dinge laufen: Ich werde immer wissen, was du tust und ich werde immer dazu in der Lage sein dich zu finden. Außer du schaffst es die Fesseln abzubekommen." Er schaute auf die Fesseln hinunter und lächelte schwach. „Ich würde liebend gerne sehen, wie du das schaffst."
Am nächsten Tag als Hermine zittern von ihrem Spaziergang zurückkehrte, wartete Malfoy in ihrem Zimmer auf sie, er trug seine komplette Todesser Uniform.
„Lust auf einen Ausflug, Schlammblut?"
Hermine starrte ihn an und nahm in sich auf was er anhatte. Sein Gesicht war ohne Emotionen als er auf sie zukam.
„Hast du vergessen?", fragte er, seine silbernen Augen flackerten. „Zwei Monate. Keine Schwangerschaft. Der Dunkle Lord ist gespannt drauf dich wieder zu sehen."
Voldemort setzte sich nicht auf. Er drehte seine Kopf leicht und wischte sich seinen Mundwinkel ab. Hermine kniff ihre Augen zusammen, aber er fuhr trotzdem in ihren Verstand. Sein Geist in ihrem fühlte sich wie ein Brandeisen an, er verbrannte sie. Beschädigte sie. Sie schrie und schrie, bis ihre Lunge und ihre Kehle den Geist aufgaben und sie nur noch vor Qual zitterte.
Voldemort versuchte durch die Magie um ihre weggesperrten Erinnerungen zu brechen und als er endlich aufgab, ging er zu ihren aktuellsten Erinnerungen über. Ihre Ankunft auf dem Malfoy Anwesen, das erste Mal als Malfoy sie in seinem Zimmer vergewaltigt hat. Und das zweite Mal und das dritte und das vierte und das fünfte und das sechste Mal. Er ließ sie alle zehn Mal nochmal durchleben, als ob er neugierig war, wie Malfoy es getan hatte. Ihre Panik Attacken. Ihre Unterhaltungen mit Malfoy. Ihre limitierten Zusammentreffen mit Astoria. Ihre Fragen und Vermutungen und Pläne. Er ging über die Monate mit übermäßiger Grausamkeit und Neugierde.
Hermine saß am Boden beim Fester und faltete einen Papier Kranich, als sich die Tür öffnete und ein junger Mann hereinschaute. Seine Augen wanderten durch das Zimmer und als sie auf Hermine landeten, kam er schnell herein und schloss die Tür hinter sich.
Sein Ausdruck schien gerissen und er schaute sie an.
„Du erinnerst dich nicht an mich.", sagte er mit einem überraschten Unterton. Es schwang eine Spur von Beleidigung in seinen Worten mit.
Plötzlich war da ein lautes Plop-Geräusch und Malfoy erschien neben ihr, wie aus dem Nichts. Hermine stutze und rückte näher zu ihm, weg von dem näherkommenden Unbekannten.
Der intensive, triumphierende Ausdruck auf dem Gesicht des jungen Mannes verwandelte sich schnell in eine undurchschaubare Miene, als er Malfoy erblickte. Die Verschlagenheit seiner Körperhaltung verschwand, als er sich aufrichtete und in Hermines Zimmer umherblickte.
„Hast du dich verirrt, Montague?", fragte ihn Malfoy kühl, als er einen Schritt nach vorne ging, um sich vor Hermine zustellen.
Montague zuckte mit den Schultern.
„Ich schau mich nur um.", sagte er. „Ich bin neugierig geworden, als ich sie gesehen habe. Du hast ziemlich viele Sicherheitszauber auf diesem Zimmer Malfoy."
Die Malfoys schmissen eine Neujahrs Party auf dem Anwesen. Sie hätte keine Ahnung davon gehabt, wenn Montague und Malfoy nicht aufgetaucht wären.
Ein Aufblitzen von blassen blonden Haaren, zog Hermines Blick auf sich und sie fand Malfoy vertieft in eine Unterhaltung mit Dolores Umbridge. Die Gefängnisdirektorin hatte ein purpurn pinkes Festgewand an, mit einem abstehendem Kragen und ein Anhänger der suggestiv auf ihrem Busen lag.
Umbridge lachte gekünstelt und berührte Malfoys Arm, während er nur mit ernster Miene dastand. Sein Blick fiel immer wieder verstohlen auf ihre Brust, auf eine Art, die wie ein Mix aus Neugierde und Unwohlsein schien.
Als sie im Erdgeschoss ankam, spürte sie, wie die Luft eine kalte Veränderung annahm, die sie sogar mit der dämpfenden Wirkung des Trankes wahrnehmen konnte. Die Haare in ihrem Nacken stellten sich auf und sie brach in kalten Schweiß aus.
Dunkle Magie.
Eine Tür war nur angelehnt. Sie spitzelte in den Raum. Es war ein großes Zeichenzimmer. Komplett leer. Keine Möbel. Keine Wandbehänge. Keine Portraits an den Wänden. Es schien sogar so, als ob die Tapete abgezogen wurde.
Es gab nichts in dem Zimmer außer ein Großer Käfig, der in der Mitte des Raumes stand.
Ein Geräusch unterbrach sie. Sie drehte sich um und fand Malfoy in der Tür, wie er sie irritiert, fast wütend anstarrte.
„Natürlich würde dir der Verstand dafür fehlen hier nicht reinzugehen."
Malfoy sah sich im Zimmer um; sein Gesicht war angespannt, aber er grinste auf sie herab.
„Das ist der Teil des Hauses, der meinem Vater gehört.", sagte er.
Hermine blickte sich schnell um, sie erwartete fast, dass Lucius Malfoy einfach irgendwo auftauchen würde, mit einem verrücken Ausdruck auf dem Gesicht, wie seine ehemalige Schwägerin.
„Zu deinem Glück,", fuhr Malfoy fort, „ist er seit Ende des Krieges im Ausland. Ich will hoffen, dass er dich nicht auf grausame Art und Weise foltern und verfluchen würde, aber ich muss zugeben, ich würde nicht darauf wetten, dass die Chancen zu deinen Gunsten stehen. Also würde ich von regelmäßigen Besuchen hier absehen. Willst du eine komplette Tour bevor wir wieder gehen? Damit du dich versichern kannst, dass nicht zufällig etwas herum liegt mit dem du mich ermorden willst?"
Graham Montague war Astorias Geliebter. Montague der ganz ‚zufällig' in Hermines Zimmer gekommen war, an Silvester. Der erwartet hatte, dass Hermine ihn sofort erkannte.
Mitte Februar kam Dolores Umbridge, während eines Mordanschlags auf den Zaubereiminister, ums Leben.
„Es ist eine Schande, dass du das Weasley Mädchen nicht lebend zurückgebracht hast.", hörte sie Voldemort energisch sagen.
„Es tut mir leid, Mein Lord, ich hatte keine Ahnung von ihrer Bedeutung. Wie sie sich bestimmt erinnern, war sie schon fast tot als ich sie aufgegriffen habe."
„Es erklärt den Angriff des Schlammbluts auf Sussex.", sagte Voldemort mit einem nachdenklichem Unterton. „Eine Selbstmordmission, um eine sterbende Freundin zu befreien. Der Orden war schon immer überraschend vorhersehbar."
„Ich bin enttäusch von deinem ausbleibendem Erfolg, denjenigen zu finden, der für den Angriff verantwortlich ist, Hoher General.", sagte Voldemort. Eine Spur von Rage zog sich durch seine Worte.
„Ich bin enttäusch von deinem ausbleibendem Erfolg, denjenigen zu finden, der für den Angriff verantwortlich ist, Hoher General.", sagte Voldemort.
stetig neben ihr in der Dunkelheit bewegten.
„Ich werde sie nicht enttäuschen. Wenn es der Orden war, werde ich sie finden."
„Es war der Orden. Wer sonst hätte es wissen können? Der Idiot Slughorn muss es Dumbledore erzählt haben. Potter muss es gewusst haben; deshalb ist er in Hogwarts eingebrochen. Es muss jemand während der Säuberung übersehen worden sein. Jemand der für den Orden sehr wichtig gewesen ist. Nicht einer von ihren ignoranten dummen Soldaten. Ich bin mir sicher, das Schlammblut weiß wer es ist."
„Vielleicht, Mein Lord, wäre es von Vorteil Severus zurückzuholen.", sagte Malfoy. Seine Worte hörten sich gezwungen an. Hermine war nicht die Einzige, die zu Tode erdrückt wurde.
„Nein...", sagte Voldemorts kalte Stimme. „Rumänien ist äußerst wichtig. Es würden Fragen aufkommen, wenn wir Severus zurückholen, nur weil es einen Mordanschlag auf Thicknesse gab."
„Wenn das Schlammblut all ihr Geheimisse rausgerückt hat, will ich sie auch umbringen. Sie weiß zu viel, um sie weiter in Strouds Programm zu lassen. Obwohl..., wenn sie schwanger sein sollte, werde ich dir erlauben, zu warten, bis sie dir deinen Erben geboren hat."
„Noch mehr Fragen?", sagte er kühl als er sie begutachtete.
Hermine schüttelte ihren Kopf. Er sah leicht überrascht aus.
„Nun, vielleicht eine.", sagte sie nach einer Minute.
Malfoy wartete. Sie sammelte die Stränge an Informationen zusammen; all die Unstimmigkeiten, die sie über die letzten Monate gesammelt hatte. Sie hat sie endlich zu etwas zusammenfügen können, dass Sinn ergab.
„Der Krieg ist zu einem Stillstand gekommen.", sagte sie. „Auch wenn er noch offiziell in Teilen Europas andauert. Er wird nicht mehr als Etwas betrachtet, das noch groß von Bedeutung ist oder viele Konsequenzen haben wird. Tatsächlich nehme ich an, basiert auf der Berichterstattung, dass wahrscheinlich sehr bald ein Waffenstillstand ausgerufen wird. In den letzten Zwei Jahren, seit Großbritannien erobert wurde, seit Harry gestorben ist gab es kaum Fortschritt."
„Es ist fast nichts passiert, seit Harry gestorben ist. Voldemorts komplette Kampagne ist zum Stillstand gekommen, nachdem er Harry besiegt hatte. Weil...", sie zögerte nur leicht, „da war etwas, was sie zusammengehalten hat. Deshalb musste er den Todesfluch nochmal auf Harry schicken. Wegen der Verbindung. Aber – es war nicht nur Harry. Die Art wie er unsterblich ist... Professor Quirrell, das Tagebuch, das dein Vater hatte, ... irgendwie muss dein Meister herausgefunden haben, wie man seine Lebenskraft an lebendige und nicht lebendige Dinge binden kann. Und der Orden wusste davon. Deshalb wusste er, dass der Angriff diesen Monat auf den Orden zurückzuführen ist und nicht auf eine neue Widerstandsgruppe. Weil der Mordversuch kein Mordversuch war. Thicknesse war nie das Ziel. Umbridge war es auch nicht. Der Anhänger, den sie manchmal anhatte. Das Medaillon. Ich hab es gesehen, als sie und ausgebildet hat. Es war seins. Eins seiner Verbindungen. Wer auch immer das letzte Mitglied des Ordens ist, hat herausgefunden was es war und hat sie umgebracht, um es zu zerstören."
„Ich glaube ich hab die Frage überhört.", sagte Malfoy nach einem kurzen Moment.
„Ich hab sie noch nicht gestellt.", sagte Hermine gelassen, sie versuchte das Pochen in ihrem Hinterkopf, das immer stärker wurde, als ob ihr ein Skalpell durch die Schädeldecke gerammt wurde, zu ignorieren.
„Der Repopulationsversuch", sagte sie, und versuchte durch den Schmerz zu atmen, „ist nur eine Ablenkung. Eine List. Voldemort interessiert sich nicht für die magische Bevölkerung. Es ist nur ein Köder, um die Öffentlichkeit in die falsche Richtung zu lenken und um sie zu beschäftigen. Er wartet nicht darauf die Muggel zu versklaven, weil er sich um die Zauberer Demographie sorgen macht. Er macht es, um sich selbst mehr Zeit zu verschaffen; er unterhält die Massen, indem er ein öffentliches Spektakel aus den Reinblut Familien macht. Erst mit den Hochzeiten und den Fehlgeburten und jetzt mit den Leihmüttern. Der Krieg ist nicht zum Stillstand gekommen, weil er es wollte, sondern weil er keine andere Wahl hatte. Er stirbt. Oder etwa nicht?"
Malfoy verbachte noch immer all seine Zeit damit, denjenigen zu jagen, der das Medaillon zerstört hatte. Als er kam, um sie zu inspizieren, sah er deutlich abgearbeitet aus.
Hermine hatte die Vermutung, dass Voldemort ihn regelmäßig mit dem Crutiatus Fluch folterte; jedes Mal, wenn Malfoy berichtete, dass er den Schuldigen noch immer nicht gefunden hatte.
Er kam nicht, wie sie feststellte, blass vor Wut zurück; er war blass durch die körperliche Erschöpfung, verursacht durch die Folter. Es sah fast so aus, als ob er täglich gefoltert wurde. Die Symptome zeigten sich deutlicher, jedes Mal, wenn sie ihn zu Gesicht bekam. Er schien sichtlich abgenagt; als ob er kurz vor dem Zusammenbruch war.
Der Cruciatus machte das mit einem. Wenn er zu regelmäßig benutzt wurde, auch wenn er einen nicht verrückt werden ließ, konnten sich dennoch Langzeitfolgen festsetzen.
„Irgendjemand ist noch da draußen.", sagte sie. „Irgendjemand den du noch nicht gefangen hast."
Er grinste leicht. „Nicht mehr für lange."
Hermine spürte, wie ihr das Blut so schnell aus dem Gesicht wich, das sich ihr Kopf ganz hohl anfühlte. „Hast du –?" Ihre Stimme Zitterte.
„Noch nicht. Aber ich kann es praktisch garantieren.", sagte er mit einem grausamen Lächeln. „Lange bevor der Dunkel Lord verschwindet, wird das letzte Mitglied des Ordens tot sein und dein wertvoller kleiner Widerstand wird nicht einmal wissen, dass es jemals existiert hat."
„Das kannst du gar nicht wissen.", sagte Hermine entschlossen.
„Ich weiß es.", sagte er und sein Ausdruck wurde so hart, er hätte aus Marmor gemeißelt sein können. „Das ist eine Geschichte mit nur einem Ende. Wenn dein Orden ein anderes hätte haben wollen, dann hätten sie andere Entscheidungen treffen müssen. Vermutlich ein paar härtere und realistischere. Sie hätten von ihren Märchenvorstellungen ablassen müssen, dass sie eine Krieg gewinnen können, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Sie waren Idioten, fast alle von ihnen."
Immobulus.
Der Zauber traf sie an der Seite ihres Kopfes. Sie erstarrte an Ort und Stelle, als Graham Montague durch die französischen Türen des Anwesens trat.
„Wer hätte gedacht, dass sich abzuseilen, um zu pissen, mir so viel Glück verschaffen würde?" Er schien verwundert als er auf sie zukam. „Mit all den Schutzzaubern die Malfoy deinem Flügel des Anwesens hinzugefügt hat, hatte ich schon fast Angst, dass ich dich nie wieder erreichen würde. Hat er dich schon geschwängert?"
Er führte einen Schwangerschaftsnachweis Zauber aus und grinste, als er negativ war.
„Du hättest mir gehören sollen weißt du.", sagte er und ging leicht zurück, damit er sie nochmal von oben bis unten anschauen konnte. „Ich war derjenige der dich gefangen hat, als du Sussex angegriffen hast. Als ich dich da unter dem Himmel aus brennenden Dementoren gesehen habe – ich wollte dich gleich da auf dem Feld ficken." Sein Griff um ihre Brust verstärkte sich als er sprach, deine Finger gruben sich in ihr Fleisch. Wenn sich Hermine nur irgendwie bewegen hätte können, hätte sie vor Schmerzen nach Luft geschnappt. „So hab ich mein Mal bekommen, weißt du, indem ich dich gefangen habe. Mein außergewöhnlicher Dienst für den Dunklen Lord. Als ich dich in Sussex gesehen hab, habe ich dich aus dieser Höhle wiedererkannt. Erinnerst du dich wie ich gefragt habe, ob ich dich haben kann. Ich hab den Dunklen Lord an dich erinnert, für das Züchtungsprogramm. Er hat gesagt das du mir gehören würdest. Aber dann hat er seine Meinung geändert und dich zu Malfoy gegeben."
Montague zischte und drehte ihre Brust fest in seiner Hand. „Verdammter Malfoy bekommt alles. Aber ich schulde dir so viele Schmerzen dafür, dass du mich mit diesen vergifteten Messern gestochen hast, ich werde ihn mir nicht in die Quere kommen lassen. Ich hab schon so lange darüber fantasiert. Confundo."
„Wie kannst du es wagen?", keifte Malfoy. „Hast du gedacht, dass du damit davonkommen würdest, Montague?"
„Es schien, als ob es dir egal ist, dass sie dir gehört, Malfoy.", keuchte Montague. „Ich hab angenommen, dass es dir nichts ausmachen würde zu teilen, wenn man bedenkt, wie du Astoria zum Spielen raus lässt. Das Schlammblut hätte mir gehören sollen. Du hast dich vorgedrängelt. Ich hab sie gefangen. Sie gehörte mir."
„Sie wird niemals dir gehören.", sagte Malfoy spöttisch, als er eine schnelle Stichbewegung mit seinem Zauberstab ausführte und durch Montagues Oberteil in seinen Bauch schnitt.
Ohne zu zögern oder Montague von dort runterzulassen, wo er ihn festhielt, rammte Malfoy seine Hand in Montagues Bauchhöhle und fing an seine Organe rauszuziehen und um seine Faust zu wickeln.
Montague schrie und schlug um sich.
Malfoy zog eine Handvoll seiner Innereien weit genug raus, damit sie im Mondlicht glitzerten.
„Wenn ich dich jemals wieder zu Gesicht bekomme, werde ich dich mit denen hier erwürgen.", sagte Malfoy mit einer tödlich ruhigen Stimme.
Malfoy drehte sich zurück zu Hermine. Sein Gesicht war weiß.
„Du Idiot – wieso bist du heute Nacht nach draußen gegangen?"
Hermine saß gemütlich im Kies und starrte ihn mit großen Augen an.
Sie glaubte sie sollte etwas sagen. Aber – sie war sich nicht sicher, ob sie sich erinnern konnte, was sie sagen sollte.
Etwas über Malfoy – glaubte sie. Das war es was sie dem Mann sagen wollte. Montague.
„Malfoy, kommt immer für mich zurück.", flüsterte sie.
Astoria war weiß. Gereizt. Sie war makellos angezogen und hergerichtet, aber sie hatte etwas Aufgelöstes an sich. Die Ohrringe, die sie anhatte, wackelten leicht und ihre Augen waren zu Schlitzen verengt, als sie Hermine anstarrte.
„Ich weiß das du herumschnüffelst. Hast du diesen Artikel gesehen?", sagte Astoria und hob die Zeitung so an, dass Hermine das Bild auf der Titelseite sehen konnte.
Auf der Titelseite des Tagespropheten war ein Bild von Malfoy, wie er gelassen Graham Montague, in der Mitte des St Mungos Wartebereiches, den Bauch aufschlitzte.
„Ich habe versucht die perfekte Ehefrau zu sein, als ich ausgewählt wurde.", sagte Astoria. „Draco Malfoys Ehefrau. Man konnte wirklich nichts damit vergleichen. Der mächtigste General in der Armee des Dunklen Lords. All die andern Mädchen waren eifersüchtig. Natürlich war es arrangiert, aber ich dachte, dass er irgendwann bemerken würde, dass ich die richtige für ihn bin. Dass ich eine Gute Ehefrau bin. Ich habe alles gemacht. Ich bin jedem Vorstand beigetreten, sogar Wohltätigkeitsveranstaltungen. Ich war die perfekte Ehefrau. Ich war perfekt. Aber es hat ihn nie interessiert."
Astoria zuckte mit den Schultern und gestikulierte wahllos mit ihrer Zauberstab Hand. Ihre Fingernägel waren silbern angelmalt und reflektierten das Licht.
„Die Leute wussten es nicht, aber er hat nicht einmal hier gelebt. Wir haben geheiratet und er – er hat mich einfach in diesem Haus zurückgelassen. Er hat mir nicht mal eine Tour durch das Haus gegeben. An unserem Hochzeitstag hat er mich hergebracht und mich im Foyer stehen lassen; er hat sich nicht mal die Mühe gemacht es zu vollenden, bis ich fruchtbar war. Und dann – als die Heiler feststellten, dass ich unfruchtbar war – Draco kam gar nicht mehr hier her. Er ist einfach – verschwunden. Ich wusste nie, wo er war. Ich konnte ihn nicht kontaktieren. Ich dachte vielleicht könnte ich seine Aufmerksamkeit bekommen, indem ich ihn eifersüchtig machte, aber es interessierte ihn nie was ich tat. Und so – hab ich angenommen, dass das einfach eine Art war."
Die Verbitterung in Astorias Ausdruck zog sich über ihr Gesicht und verwandelte sie gleichzeitig in etwas Hässliches und Furchterregendes.
„Aber dann kamst du.", Astorias Stimme zitterte vor Verbitterung. „Und dann zog er ein und hat das ganze Anwesen auf den Kopf gestellt, um es mit Schutzzaubern zu belegen und es sicher zu machen. Er ist auf Spaziergänge mit dir gegangen und hat die eine Tour durchs Haus gegeben."
„Weist du.", sagte Astoria mit einem zitternden, trällernden Unterton in der Stimme, sie packte Hermines Kinn. „Marcus sagt, dass er es kaum aushalten kann seine Leihmutter anzuschauen, weil das Loch ihrem Kopf so widerlich aussieht. Vielleicht würde Draco weniger Zeit damit verbringen von dir besessen zu sein, wenn du zwei davon hättest."
„Mach deine Augen weiter auf, Schlammblut.", befahl Astoria.
Das Geräusch ihres panischen Atems bahnte sich einen Weg durch die surreale Realisation, dass Astoria Malfoys Gesicht, vielleicht das letzte sein würde, was sie jemals sehen würde. Sie hörte ihren eigenen erstickenden Schrei, als sie spürte, wie etwas in ihrem Auge nachgab und ihre Sicht einseitig wurde.
Plötzlich war da ein krachendes Geräusch in der Ferne, so abrupt, dass das ganze Haus erbebte. Astoria zuckte vor Überraschung zusammen aber hörte nicht auf.
„Expelliarmus!", stieß Malfoy wütend hervor, als er wie aus dem Nichts auftauchte.
„Du bist immer noch nicht schwanger.", sagte Stroud matt.
Die Worte waren beides ein Vorwurf und eine Verurteilung.
Hermine zuckte nicht zusammen oder blinzelte. Heilerin Stroud fuhr fort. „Du bist eine der wenigen die immer noch nicht schwanger ist. Und im Falle der andern ist es, weil die – Männer selbst Probleme haben."
Sie pausierte kurz. Heilerin Stroud schien zu erwarten, dass sie sich verteidigte.
„Vielleicht hat der Hohe General auch Probleme.", sagte Hermine schlussendlich.
„Das hat er nicht. Ich habe ihn in der Zwischenzeit mehrere Male persönlich untersucht. Er ist perfekt zeugungskräftig und fruchtbar. Außergewöhnlich gut sogar. Und wie nimmt er dich?"
Hermine starrte angestrengt auf die verschwommene Uhr, bis ihr Kopf das Pochen anfing.
„Auf einem Tisch."
„Was?", sagte Heilerin Stroud mit scharfem Ton.
„Er – er zaubert einen Tisch in die Mitte des Raumes. Und ich muss mich darüber lehnen."
„Er nimmt dich von hinten?"
Hermine spürte, wie ihre Wangen und Ohren glühten. „Ja. Er ist sehr – klinisch mit der ganzen Sache."
Eine Minute später konnte man einen lauten Schlag an der Tür hören und Malfoy kam herein, er sah kälter aus als Hermine ihn je gesehen hat. Sie konnte kaum sein Gesicht erkennen als er auf Heilerin Stroud zulief. Sie schloss ihr linkes Auge, damit sie klar sehen konnte.
„Sie haben mich gerufen.", sagte er.
„Sie ist noch immer nicht schwanger.", verkündete Heilerin Stroud.
„Allerdings. Dem bin ich mir bewusst.", sagte Malfoy, ein gefährlicher Unterton schlich sich in seine Stimme.
„Dann sollten sie keine Einwände haben, wenn ich ein paar Vorschläge mache, wie man die Erfolgschancen erhöhen kann."
„Ich dachte, wenn man Magische Schwangerschaften verwendet, um die Erinnerungen zu befreien, muss der Vater der Legiliment sein oder es kann zu einer Fehlgeburt führen.", sagte Malfoy mit schneidender Stimme.
„Das stimmt. Die magisch-genetische Ähnlichkeit ist wichtig. Wie dem auch sei, müsste es nicht zwingend eine elterliche Verbindung sein. Halb-Geschwister, zum Beispiel, könnten eine andere Option sein. Ich habe Gerüchte gehört, dass ihr Vater vielleicht nach Großbritannien zurück geholt werden soll."
„Was ist los?", fragte Heilerin Stroud.
„Sie – haben gerade damit gedroht mich an Lucius Malfoy zu übergeben.", sagte Hermine.
„Ich habe die Hoffnung, dass es nicht dazu kommen wird.", sagte Heilerin Stroud mit gleichgültiger Stimme.
„Und wenn es aber dazu kommt?"
„Nun wir können ihn überwachen lassen, falls es zu große Bedenken darüber geben sollte, dass Lucius sich im Griff behalten kann. Schade, dass ich dir diesen Monat keinen Fruchtbarkeitstrank geben kann. Ich werde ein paar Tränke senden lassen, die die Dinge etwas vereinfachen und die Chancen auf Erfolg erhöhen sollten."
Als fünf Tränke mit einer Notiz von Heilerin Stroud ankamen, räumte sie sie in einen der Badezimmerschränke.
Sie schaute auf seine Hände und bemerkte wie seine Finger leicht zuckten. Sie schaute zu ihm nach oben
„Für war wurdest du dieses Mal gefoltert?", fragte sie. Er grinste, als er seinen Zauberstab in seinem Ärmel verschwinden ließ. „Du hast offensichtlich nicht die Nachrichten verfolgt in letzter Zeit. Die Öffentlichkeit hat es irgendwie geschafft, durch ihre gewaltige Intelligenz, herauszufinden, dass ich der Hohe General bin, sogar ohne die Bestätigung des Tagespropheten."
Diese Neuigkeiten weckten ihre Neugierde. „Wegen Montague?"
Er zuckte mit den Schultern. „Es könnte damit zu tun haben, aber ich nehme eher an, dass es mit meinem Erscheinen, in Rumänien zusammen mit dem Besuch des Hohen Generals zusammen hängt. Die Presse in manchen Ländern von Europa ist wesentlich weniger gut kontrolliert als sie in Großbritannien. Wenn eine Zeitung erst einmal anfängt etwas zu schreiben, dann braucht es nicht lange, bis es sich verbreitet. Ich werde nun öffentlich dafür gewürdigt Voldemorts Schützling zu sein. Die zu vorige Anonymität, ist natürlich zu meinem Schutz gewesen.
Sie ließ sich auf der Kante nieder und rutschte dann nach hinten, zur ungefähren Mitte und legte sich flach hin. Malfoy kam einen Moment später auf sie zu.
Er legte seine äußeren Roben ab, er trug nur noch ein Shirt und eine Hose.
Sie versteifte sich sofort, als er näher kam, sie versuchte nicht mit den Zähnen zu knirschen, als sie ihren Kiefer anspannte. Sie kämpfte darum nicht zu hyperventilieren als er ihr immer näher kam und sie schaute ihn mit großen, erschrockenen Augen an.
Ihr Anblick schien etwas in ihm auszulösen.
„Mach einfach deine Augen zu.", zischte er. „Ich werde dir nicht wehtun."
Endlich versteifte er sich und kam.
Sobald er dies tat, stieß er sich von ihr und dem Bett ab.
Hermine öffnete ihre Augen und versuchte ihre Atmung zu beruhigen. Als sie auf dem Bett lag, hörte sie würgende Geräusche aus dem Badezimmer.
Als sie sich mit zitternden Händen abtrocknete, erinnerte sie sich an die Tränke, die Heilerin Stroud hat schicken lassen. Sie ist die Nacht zuvor so nervös gewesen, dass sie sie ganz vergessen hatte.
Nachdem sie sich angezogen hatte, ging sie und nahm eine der Fläschchen aus dem Badezimmerschrank. Es war nicht der Trank des Friedens; die Farbe und Konsistenz waren ihr unbekannt. Sie roch daran. Der Geruch war würzig in ihrer Nase, leicht zitrusartig und pfeffrig. Sie ließ einen Tropfen auf ihre Fingerspitze fallen und probierte ihn. Er fühlte sich warum und leicht süßlich auf ihrer Zunge an.
Sie wartete für eine Minute. Sie spürte, wie ihr etwas weniger kalt vor Angst wurde.
Sie schluckte ihn und er fühlte sich heiß an, als er in ihren Magen hinunter glitt. Als der Trank ihren Magen erreichte, schien die Hitze sich in ihrem ganzen Körper auszubreiten.
Ihre Haut kribbelte und wurde fast schmerzhaft empfindlich. Hermine erstarre und schnappe vor Schrecken nach Luft und torkelte nach vorne, sie starrte mit aufgerissenen Augen in den Spiegel. Ihre Wangen waren gerötet und ihre Pupillen waren erweitert, als sie ihr Spiegelbild anschaute. Sie presste die Hände über ihrem Mund zusammen und stolperte nach hinten.
Stroud hat ihr einen Lust Trunk gegeben.
Die Spirale der Lust zog sich immer und immer weiter in ihrem Inneren zusammen. Sie biss ihre Lippen zusammen. Sie würde nicht nachgeben.
Sie musste es nur aushalten. Er würde bald kommen und dann wäre es vorbei. Dann konnte sie die Wirkung des Trankes einfach so abklingen lassen. Seine Stöße wurden länger und härter, so wie sie es wurden, wenn er fast fertig war. Er wurde etwas schneller und sie biss sich fest auf die Zunge, als sie versuchte sich zusammenzureißen.
Und dann-
Brach es über sie mit einem verzweifelten Schluchzen.
Ihr ganzer Körper zog sich um ihn herum zusammen. Sie konnte spüren, wie er sich anspannte und zuckte, als er noch ein paar Mal in sie stieß und er dann mit einem gequältem Stöhnen erschauderte.
Nach einem kurzen Moment riss er sich von ihr los, sie konnte kaum schnell genug ihre Augen öffnen, um zu sehen, wie er sich seine Roben griff und direkt aus ihrem Zimmer apparierte. Sie konnte einen Blick auf sein Gesicht erhaschen, kurz bevor er verschwand, er sah aschefahl aus, als ob er kurz davor war bewusstlos zu werden.
Hermine fragte sich, ob es Absicht war, dass er als Hoher General enttarnt wurde.
Wenn Malfoy daraufhin arbeitete, Voldemort seine Macht zu entreißen, dann musste man ihn kennen. Kennen und fürchten. Enttarnt zu werden ist vielleicht ein gut kalkuliertes Risiko gewesen; er würde sich darauf verlassen, dass Voldemort eine öffentliche Figur benötigte und dass er deshalb sein Leben verschonen würde. Wenn die Lage in Rumänien tatsächlich so instabil war, wie gesagt wurde, dann konnte Voldemort Malfoy jetzt nicht töten – selbst, wenn er es wollte. Es würde ein Vakuum an Macht hinterlassen, die Todesser Armee destabilisieren und Europa die Möglichkeit geben sich frei zu kämpfen.
Es gab niemand anderen in Voldemorts Armee, der auch nur annähernd vergleichbar wäre. Voldemort hatte kommunale Regierungsfiguren, aber Malfoy war Voldemorts einzige sichtbare Stütze auf kontinentaler Ebene.
Malfoy war nicht das Monster, für das sie ihn ursprünglich gehalten hatte. Nachdem sie erfahren hat, was die anderen Leihmütter durchmachen mussten; nachdem was Montague versucht hat mit ihr zu machen; nach Astoria; nachdem sie fürchten muss, welche Grausamkeiten Lucius Malfoy ihr antuen würde, wenn ihre Leihmutterschaft auf ihn übertragen werden würde. Die Person, für die sie Malfoy ursprünglich gehalten hat, hat sich verändert.
Wenn die Art wie er sie verletzte mehr freiwillig wäre und weniger verpflichtend, dann wäre es einfacher ihn für das zu sehen, was er war.
Aber selbst dann war der Verstand auf grausame Weise anpassungsfähig. Der unbewusste Wille zu überleben, war tiefer in den Menschen verankert als irgendetwas anderes. Zum Überleben musste Hermine nicht unversehrt sein. Sie musste nicht anständig sein. Sie musste nicht sie selbst sein. Ihr Überlebenswille würde all das langsam verschwinden lassen, was es schwieriger machen würde es zu ertragen.
Er würde die mentale Qual aus dem Weg räumen. Sich an jeden winzigen Schimmer von Nettigkeit klammern. Das Leben würde aufhören zu schmerzen.
Wenn sie nicht vorsichtig ist, würde ihr Überlebenswille alles was noch von ihr übrig war auslöschen, bis sie so gebrochen im Inneren ist, dass sie ihren Käfig akzeptieren würde.
Hermine erschauderte unter dem siedend heißen Wasser, das noch immer auf sie herab prasselte.
Sie musste sich von Malfoy fernhalten.
Sie ließ ihren Kopf auf ihre Knie sinken und ein Gefühl von Trostlosigkeit kam über sie.
Sie hatte es so satt alleine zu sein. Sie presste ihre Lippen zusammen, als sie damit zu kämpfen hatte nicht zu weinen.
Malfoy war das einzige bisschen Wärme oder Leben oder menschlicher Kontakt, den sie hatte. Ob er es mit Absicht machte oder nicht, Hermine klammerte sich an ihn in ihrer verzweifelten Isolation.
Sie konnte nicht.
Er hat jeden umgebracht. Er hat sie alle ermordet und hingerichtet. Ob freiwillig oder nicht er vergewaltigte sie. Sie war nur eine Spielfigur für ihn.
Sie würde nicht die Erinnerung an ihre Freunde, auf so eine schreckliche Art, hintergehen. Sie würde sich nicht selbst hintergehen.
Wenn sie auf dem Malfoy Anwesen sterben würde, dann würde sie sich an jedes bisschen ihrer selbst klammern, dass sie noch in sich hatte.
Es war wieder eine Legilimentik Sitzung von Malfoy fällig.
Der Tag verging, das Abendessen erschien. Malfoy aber nicht.
Ein Gedanke schoss Hermine plötzlich in den Kopf. Was wenn Malfoy gestorben ist? Würde sie es überhaupt wissen? Wahrscheinlich nicht. Für mehrere Tage nicht. Heilerin Stroud würde kommen und Hermine einem anderen Legiliment zuweisen. Vielleicht würde Voldemort Snape aus Rumänien zurück bringen und ihm befehlen sie stattdessen zu schwängern.
Was wenn sie schon schwanger war? Bei dem Gedanken wurde ihr kalt. Was wenn sie schwanger war und Malfoy tot war? Würde Voldemort warten, bis sie entbunden hatte und dann die Erinnerungen selbst aus ihr heraus holen? Oder würde er Stroud befehlen das Kind abzutreiben, damit Hermine wo anders hingebracht werden kann? Wenn sie es bis zum Schluss austragen würde, was würde dann mit dem Baby passieren? Würde Voldemort das Baby Astoria geben?
Astoria würde es töten. Sie würde es zu Tode foltern. Wenn es wie Malfoy und Hermine aussah, würde Astoria ihm wahrscheinlich die Augen ausstechen und sie verbrennen, und es dann verhungern lassen...
Hermine schnappte nach Luft und fing im Flur das Hyperventilieren an.
Was wenn er tot war?
Malfoy trat aus der Dunkelheit hervor.
Sie starrte ihn an, sie spürte wie ihre ursprüngliche Panik abebbte. Das Gefühl der Erleichterung, dass sie verspürte als sie ihn sah –
„Granger."
Er war betrunken.
Er kam näher, bis sie langsam rückwärtsging, aber er kam immer weiter auf sie zu. Bis sie an der Wand gefangen war und er nur noch wenige Zentimeter von ihr entfernt war.
„Oh, Granger." Er seufzte und schaute auf sie hinunter. „Wenn ich gewusst hätte, was für Schmerzen du mir bereiten würdest, hätte ich dich niemals genommen."
Seine Lippen trafen auf ihre.
In dem Moment als sich ihre Lippen berührten, presste er ihren Körper gegen seinen. Er lehnte ihren Kopf weiter zurück als er sie küsste. Seine Zunge bahnte sich einen Weg in ihren Mund, bevor er sich zurückzog, um an ihrer Unterlippe zu knabbern.
Er zog an ihren Klamotten.
Die kalte Luft war beißend auf ihrer Haut und sie spürte wie ihre Nippel in der Kälte hart wurden, als seine Hände nach oben zu ihren Brüsten wanderten und mit ihnen spielte. Sein Mund war in der kleinen Grube zwischen ihrem Hals und ihrer Schulter und er küsste und knabberte seinen Weg entlang ihres Nackens, als er plötzlich eine Stelle erreichte und sie – aufstöhnte.
Sie erstarrten beide.
Malfoy riss sich von ihr los.
Seine Augen waren geweitet, so als ob er sich erst jetzt bewusst wurde, was er getan hatte. Er stand für einige Momente geschockt da, bevor sich seine Maske plötzlich wieder sein Gesicht legte. Sein Ausdruck wurde angespannt und er grinste.
„Anscheinend hast du deinen Platzt akzeptiert.", sagte er mit einem anzüglichen Grinsen.
Dann drehte er sich auf dem Absatz um und verschwand in der Dunkelheit.
Hermine stand geschockt da. Sie fror und spürte wie das kalte Gefühl der Verheerung sich in ihr ausbreitete.
Sie war – sie ist ... empfänglich gewesen. Für Malfoy.
Er hat sie geküsst und sie – hat ihn gewähren lassen. Sie hat sich nicht angeekelt gefühlt. Es hat etwas Einsames und Verlangendes in ihr angesprochen. Berührt zu werden. Jemand mit warmen Händen der sie liebkoste. Es war ein Verlangen, das durch jeder Faser ihres Körpers gewoben war.
Gefangen auf dem Anwesen, klammerte sie sich an jedes Fünkchen Nettigkeit, dass sie finden konnte.
Sie würde es ihrem Verstand nicht erlauben, sich in ihren Vergewaltiger zu verlieben, nur aus dem Grund, weil er nicht ein so großes Monster war, wie er es sein könnte.
Sie konnte es ertragen von ihrem Körper verraten zu werden. Aber sie würde es nicht zulassen, von ihrem Verstand verraten zu werden.
Sie würde lieber verrückt werden.
Sie legte ihre Hand gegen die Fensterscheibe und starrte verzweifelt über die monderleuchteten Ländlichkeiten.
Dann zog sie ihren Kopf zurück und schlug ihn so fest sie konnte gegen das Glas.
Ein Arm schloss sich um ihre Hüfte und eine Hand schloss ich um beide ihre Handgelenke, als sie vom Glas weggezogen wurde.
„Granger. Hör – Hör auf." Malfoys Stimme war ganz nah an ihrem Ohr.
„Ich kann nicht – kann nicht –" Sie schluchzte und versuchte sich wieder loszureißen.
„Hör auf zu versuchen dich körperlich zu verletzen." Seine Stimme zitterte.
Sie spürte wie die Fesseln um ihre Handgelenke heiß wurden, als er sie aktivierte und sie kämpfte gegen die Magie an.
„Nein –!" Sie schluchzte, als sie spürte wie die Magie mehr wurde, bis sie fast davon erstickt wurde und ihr Körper schlapp wurde.
„Warum?", frage Malfoy sie mit angespannter Stimme. „Warum das plötzliche Verlangen so weit zu gehen?"
„Ich glaube ich fange an Stockholm Syndrom zu bekommen.", sagte sie schlussendlich leise. „Es ist etwas, dass manchmal auftritt, wenn eine Geisel anfängt sich zu ihrem Kidnapper hingezogen zu fühlen – aufgrund ihrer Abhängigkeit. Aber ich glaube ich fange an dein Verhalten zu rationalisieren; versuche zu rechtfertigen, was du tust. Ein Mangel an Grausamkeit wird zu Nettigkeit. Es ist – es ist ein Überlebensmechanismus, er funktioniert durch unbewusste Reaktionen und Anpassungen. Bei dem Versuch authentische, emotionale Verbindungen herzustellen, ich entwickle vielleicht Gefühlt für dich..." Ihre Stimme brach ab.
Es herrschte eine kurze Stille.
„Um ehrlich zu sein, würde ich lieber von deinem Vater vergewaltigt werden, als Gefühle für dich zu haben.", sagte sie schließlich und starrte auf das Blut am Boden.
Es herrschte ein überwältigendes Schweigen und sie sah, wie sich Malfoys Hände langsam an seiner Seite zu Fäusten ballten.
„Nun.", sagte er nach einigen Sekunden. „Mit etwas Glück bist du jetzt schwanger und musst weder die Aufmerksamkeit von ihm noch die von mir ertragen. Du wirst einfach in Ruhe gelassen."
Er wandte sich ab, um weg zu gehen. Ohne nachzudenken, schoss ihre Hand nach vorne und griff nach seinen Roben. Er erstarrte. Sie schluchzte atemlos, als sie den Stoff noch fester umfasste und ihren Kopf gegen seine Brust sinken ließ.
Seine Hände wanderten nach oben und ruhten auf ihren Schultern, bis sie spüren konnte, wie sich deren Hitze langsam in ihr ausbreitete, seine Daumen streichelten leicht über ihre Schultern, bis sie aufhörte zu zittern.
Seine Hände hörten auf sich zu bewegen und er schob sie gewaltsam von sich weg. Hermine stolperte zurück und wäre fast gegen ihr Bett gefallen, als er sich von ihr entfernte. Seine Augen waren kalt und sie konnte etwas Undeutbares in seinem Ausdruck erkennen, dass sie nicht einordnen konnte.
Er schaute für einen Moment auf sie herab, sein Kiefer zuckte, dann holte er tief Luft und stieß ein leises, verbittertes Lachen aus. „Du hast kein Stockholm Syndrom. Du machst dir nichts daraus zu überleben. Gryffindors sind schon immer erpicht darauf gewesen zu sterben." Seine Lippen verzogen sich spöttisch als er ‚Gryffindors' sagte. „Immerhin malst du dir schon seit Monaten einen großartigen Doppelselbstmord für uns beide aus. Nein, das was dich auffrisst ist das Überleben; es ist die Isolation. Arme kleine Heilerin, mit niemanden der sich um dich kümmert. Niemand braucht dich. Oder will dich."
„Potter und der Rest deiner Freunde waren zu dämlich und idealistisch, um deine Entscheidungen wertzuschätzen. Eine ganzschöne Last eine der wenigen Leute zu sein, die schlau genug waren, um zu realisieren, was nötig war, um den Krieg zu gewinnen; eine derjenigen zu sein, die tatsächlich dazu gewillt waren den Preis zu bezahlen, den ein Sieg verlangte. Sie haben nie irgendetwas davon gewürdigt. Du hast dich von ihnen wegschicken lassen. Dann bist du zurück gekommen und hast dich von ihnen zu Tode arbeiten lassen. Es gibt nicht viel Wert und Ruhm für Heiler, nicht so wie für Kämpfer. Sogar Ginny ist das aufgefallen."
„Das ist – das ist nicht – wie – es – war." Hermines Hände waren so fest zu Fäusten geballt, dass ihre Knochen wehtaten.
„Das – ist genau wie es war. Du kannst dich vielleicht selber täuschen, aber ich habe so viele Stunden in deinen Erinnerungen verbracht, dass ich sie vermutlich besser kenne als meine eigenen. Du hättest alles für deine Freunde getan; du hättest all die schweren Entscheidungen getroffen und den Preis dafür bezahlt, ohne dich zu beschweren; hättest dich für die Kriegsanstrengungen sogar prostituiert. Aber sag mir, denn ich bin wirklich neugierig, was hat Potter jemals für dich getan, um das zu verdienen?"
Sie schaute zu ihm auf. „Harry war mein Freund. Er war mein bester Freund."
Malfoy schnaubte. „Na und?"
Hermine schaute weg und atmete zittrig ein. „Ich hatte nie Freunde – Harry – Harry war die erste Person deren Freund ich sein durfte. Ich hätte alles für ihn getan." Sie stieß einen trockenen Schluchzer unter ihrem Atem aus und versuchte ihn runterzuschlucken. „Außerdem – ich hätte nie eine Chance ohne ihn gehabt."
Es herrschte eine lange Stille.
„Das ist das erbärmlichste, was ich je in meinem Leben gehört habe.", sagte Malfoy schließlich und strich seine Roben glatt. „Und jetzt? Bin ich eine Ersatz-Potter?" Er schnaubte spöttisch. „Wenn jemand nur so viel tut wie mit dir zu sprechen, klammerst du dich an ihn? Prostituierte in der Nokturngasse kosten mehr als du."
Hermines Kinn zitterte, aber Malfoy war noch nicht fertig. „Lass mich eines klarstellen, Schlammblut. Ich will dich nicht. Ich wollte dich noch nie. Ich bin nicht dein Freund. Es gibt nichts das mir mehr Freude bereiten würde, als endlich mit dir fertig zu sein."
„Ich weiß –", sagte Hermine mit leiser, hohler Stimme.
„Sie sehen recht blass aus.", sagte Stroud, ihr Mund verzog sich leicht, als sie sie begutachtete. „Wie haben die Empfängnis Versuche diesen Monat gekappt?"
„Ich weiß es nicht. Ist das nicht der Grund, warum sie hier sind?", sagte Hermine mit verbitterter Stimme.
„Sie sind schwanger." Strouds Ton klang triumphierend.
Es fühlte sich so an, als ob Hermine plötzlich tief unter eiskaltes Wasser gedrückt wurde; keine Luft, und ein Druck, der sie von allen Seiten zu erdrücken schien. Sie konnte hören, wie ihr Herzschlag in die Höhe schoss, bis sie fast nichts mehr außer das Rauschen ihres Bluts wahrnehmen konnte.
Hermine konnte nicht atmen; ihre Lungen brannten, als sie es versuchte. Die Ränder vom Gesicht der Heilerin verschwammen, als ob sie sich in der umgebenden Luft auflösen würde.
Plötzlich war Malfoy vor ihr; seine Hände auf ihren Schultern.
„Beruhige dich."
Seine scharfe Stimme schnitt durch die Verschwommenheit.
„Atme."
Hermine schnappte nach Luft, zog hektisch die Luft ein; dann brach sie in Tränen aus.
Sein Griff lockerte sich leicht und er drehte sich langsam um, um Heilerin Stroud wütend anzustarren. Sein Gesichtsausdruck war rasend. „Sie wissen, dass sie anfällig für Panik Attacken ist. Sie können sie nicht einfach mit Informationen überrollen.", sagte er mit wutentbrannter Stimme, er hielt Hermine noch immer beharrlich an den Schultern fest, als sie weiter weinte. Ich fange an anzunehmen, dass sie sie mit Absicht traumatisieren wollen. Sie haben ihr mit meinem Vater gedroht und sie mit einem Aphrodisiakum dosiert, ohne sie zu warnen. Versuchen sie sie dazu zu bringen, einen mentalen Zusammenbruch zu erleiden?"
Heilerin Stroud schnaubte, als sie einen Diagnostik Spruch über Hermine ausführte. „Ich tue nichts, was die Erinnerungen gefährden würde; es gibt keinen Grund dafür sich Sorgen zu machen. Ich bin sehr um die Wiedererlangung der Erinnerungen bemüht, seit ich herausgefunden habe, dass sie für Sussex verantwortlich ist." Stroud warf Hermine einen kühlen Blick zu. „Ich bin neugierig, wie eine Hexe, die nicht mal einen Abschluss von Hogwarts hat und keine offizielle Ausbildung hat, es geschafft hat ganz alleine eine Bombe zu konstruieren, die all meine Kollegen umgebracht hat."
„Ihr Programm ist keine Möglichkeit, um ihre Rachefantasien auszuleben. Sie scheinen vergessen zu haben, dass ich es nicht zulasse, dass sich Idioten an ihr zu schaffen machen."
„Ich hab nicht –"
„Sie haben. Der Dunkle Lord hat sie in meine Obhut gegeben. Sie wissen, wie instabil sie ist. Ich habe Unmengen an Geld und Mühen aufgebacht, um sie in ihrem Umfeld zu stabilisieren."
Malfoy drehte sich wieder um, um zu Hermine zu schauen. Sie hatte aufgehört zu weinen und versuchte gleichmäßig zu atmen.
Er seufzte kurz und zog sie dann auf ihre Füße.
„Komm.", sagte er und führte sie quer durchs Zimmer zu ihrem Bett, während er sie aufmerksam beobachtete, bevor er in seine Robe griff und ein Fläschchen Schlaftrunk für Traumlosen Schlaf heraus zog. „Angesichts der kürzlichen Geschehnisse, muss ich zugeben, dass ich dir nicht bei Bewusstsein und alleine traue. Nimm das."
„Dir ist es nicht erlaubt, dich selbst zu verletzen oder irgendetwas zu tun, das einen Schwangerschaftsabbruch oder eine Fehlgeburt zur Folge haben könnte."
Es war keine Aussage, es war ein Befehl. Sie konnte die Hitze Welle um ihre Handgelenke spüren.
„Ich bin mir sicher, dass du es damit zu rationalisieren versuchen wirst, dass du es beschützt, um um den Zwang herum zu kommen, aber das tust du nicht. Dir ist es nicht erlaub irgendetwas zu tun, das deine Schwangerschaft beenden würde."
Sie konnte das Brennen von Tränen in ihren Augenwinkeln spüren und sie schluchzte leise.
„Topsy wird dich von jetzt an dauerhaft beaufsichtigen, um sicherzustellen, dass dir keine Missgeschicke passieren, wie auf der Treppe zu stolpern oder auf einem Eiben Ast rumzukauen. Sie hat sich schon zuvor um schwangere Hexen gekümmert, also weiß sie was und was nicht du essen und trinken darfst. Sie hat meine Erlaubnis dich sofort abzuhalten, falls du irgendetwas versuchen solltest."
Als er weglief, schaffte sie es zu sprechen.
„Malfoy." Ihre Stimme zitterte, als sie seinen Namen sagte.
Er hielt inne und drehte sich zu ihr um; sein Gesichtsausdruck war verschlossen, seine Augen zurückhaltend.
„Malfoy.", sagte sie noch einmal. Ihr Kinn zitterte und sie hielt sich an einem der Bettpfosten fest. „Ich werde dich nie wieder nach etwas fragen –"
Sein Mund zuckte und sein Blick wurde härter. Sie konnte spüren, wie in ihr die Verzweiflung ausbrach, aber sie zwang sich dazu weiter zu reden.
„Du – du kannst mit mir machen was du willst. Ich werde nicht dich nicht um Gnade anflehen. Aber – bitte, bitte tu dem Baby nicht weh. Auch – wenn du einen anderen Erben bekommst, es ist – es ist immer noch zur Hälfte deins. Lass – lass – lass –"
Ihre Brust verengte sich, als sie versuchte zu atmen und nicht das Weinen anzufangen. Sie zitterte.
„Lass Astoria ihm nicht weh tun...", sagte sie mit gebrochener Stimme. „Bitte – bitte –"
Ihre Stimme brach ab, als sie das Hyperventilieren anfing. Sie klammerte sich and den Bettposten, als sie darum kämpfte zu atmen.
Malfoy durchquerte das Zimmern und hielt sie and den Schultern fest.
„Niemand wird deinem Baby weh tun.", sagte er und ihre Blicke trafen sich.
Sie schüttelte ihren Kopf und wich vor ihm zurück, befreite eine Schulter. „Mach keine – mach keine Versprechen, die du nicht ernstmeinst."
Sein Ausdruck flackerte und er griff wieder nach ihrer Schulter, er striff mit seinen Händen über ihre Arme. „Ich gebe dir mein Wort. Niemand wird deinem Baby weh tun. Astoria wird es nie anfassen."
„Niemand wird ihm wehtun. Beruhige dich.", sagte er bestimmt. „Du musst langsam atmen."
Sie lehnte sich für einen Moment gehen seine Hände, ihr Kopf gegen seine Brust, als sie versuchte langsam ein und auszuatmen; dann erstarrte sie und riss sich von ihm los, sie wich an die Wand zurück.
„Benutze mich nicht – für deine Unterhaltung.", sagte sie mit zitternder Stimme. „Ich will nicht das du irgendetwas versprichst oder mir Aufmerksamkeit schenkst, nur um mein ‚Umfeld beizubehalten'." Sie schluchzte leise. „Immerhin – hast du es sehr deutlich gemacht, wie erbärmlich ich gewesen bin – weil ich deine Zuwendung, zu der du verpflichtet bist, als eine Art Zuneigung gedeutet habe –"
Sie schlang ihre Arme um sich selbst und rutschte auf den Boden, zitternd und sie presste ihre Lippen aufeinander, als ihr ganzer Körper zitterte. „Du – du musst dich nicht weiter sorgen – ich werde mich um mich selbst kümmern."
Als die Schwangerschaft fortschritt, fing ihr Kopf so sehr an wehzutun, dass sie unbewusst anfing ihren Kiefer anzuspannen, um mit dem unnachgiebigen Schmerz klarzukommen. Das Tageslicht machte das Kopfweh schlimmer; helle Tage mit viel Sonnenschein hielten sie ans Bett gefesselt, während sie versucht sich nicht zu übergeben bei der Kombination aus Morgenübelkeit und Schmerzen. Innerhalb weniger Tage wurden ihre Schmerzen so schlimm, dass sie nicht mehr lesen konnte.
„Haben sie in letzter Zeit ihre Erinnerungen durchsucht?"
„Nein, das habe ich nicht.", sagte er. „Sie hat schon einmal zuvor einen Krampfanfall erlitten, weil Legilimentik durchgeführt wurde, als ihre Hormonspiegel erhöht waren. Legilimentik ist invasiv und traumatisch, egal ob eine Ähnlichkeit in der magischen Signatur besteht oder nicht."
Heilerin Stroud nickte. „Es ist wahrscheinlich, dass die Migränen hauptsächlich durch die Fügungszustände kommen. Kopfschmerzen während einer Schwangerschaft sind nicht ungewöhnlich, aber das Schmerzniveau, das die Diagnostik anzeigt, übersteigt, was man als normal bezeichnen würde."
„Gibt es irgendetwas, was man dagegen tun kann?"
„Schmerzstillende Tränke während einer Schwangerschaft zu verschreiben ist nicht zu empfehlen. Es kann zu Missbildungen des Fötus oder zu Fehlgeburten führen, vor allem während der Anfangszeit einer Schwangerschaft.", sagte Heilerin Stroud. „Sie können Muggel Schmerzmittel ausprobieren, wenn sie so beunruhigt sind, aber normalerweise benötigen magische Leiden auch eine magische Behandlung."
Malfoy schaute Stroud skeptisch an. Stroud reckte ihr Kinn nach vorne. „Wenn sie mir nicht glauben, können sie sich gerne eine zweite Meinung einholen, oder sie können eine Hebamme herbringen lassen, um es zu bestätigen. Der Geist-Heiler hat sie informiert, dass der Zersetzungsverlauf sehr wahrscheinlich qualvoll sein würde. Es ist nicht so, dass schon mal jemand individuelle Fügungszustände um hunderte seiner Erinnerungen kreiert hat. Magische Zersetzung ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Die magischen Level ihres Erben beschleunigen den Vorgang höchstwahrscheinlich, aber wir wissen nicht, wie lange es dauern wird. Es ist möglich, dass die Schmerzen nachlassen werden, wenn sich ihr Hormonspiegel wieder eingependelt hat, aber es ist genauso wahrscheinlich, dass der Zersetzungsvorgang die ganze Schwangerschaft andauern wird. Es ist unmöglich es vorauszusagen. Es gibt ungefährliche Tränke, die sie davon abhalten werden zu dehydrieren und zu verhungern, die wir beisteuern können, wenn sie sie in sich behalten kann. Solange sie jedoch nicht eine gefährliche Menge an Gewicht verliert oder vor Schmerzen das Schreien anfängt, könnte das Eingreifen sie oder die Schwangerschaft riskiere und mehr Schaden als Nutzen anrichten."
Sie war fast neuen Wochen schwanger, als sie panisch aufwachte.
Da war etwas – etwas für das sie bereit sein musste.
Sie konnte sich nicht erinnern –
Egal was passierte. Sie musste festhalten.
Malfoy tauchte plötzlich vor ihr auf. Ist er her appariert? Sie hatte ihn nicht gehört.
„Was –?", er unterbrach sich, als er sie stehend vor sich fand.
„Ich - kann mich nicht – erinnern...", presste sie hervor. „Ich – soll daran – festhalten –"
Ihre Stimme brach mit einem leisen Schrei ab, als der Druck in ihrem Kopf so stark wurde, dass sie das Gefühl hatte bewusstlos zu werden. Ihre Sicht flackerte.
Es war, als ob sie fallen würde, als die Vergangenheit über sie herein brach, in ihrem Verstand aufwallte und sie verschluckte.
