Es war Halloween und es war kurz vor Mitternacht, als Voldemort mit seinem übergelaufen Diener Peter Pettigrew, der auch den Namen Wurmschwanz trug. Die Nacht war vor Godrics Hollow regnerisch und windig. Im ganzen Ort konnte man Kinder sehen die auf der Suche nach Süßigkeiten von Haus zu Haus liefen. Zwei Kinder wackelten als Kürbisse verkleidet über den Platz, und die Schaufenster der Läden waren mit Papierspinnen beklebt all diese geschmacklosen Anspielungen der Muggel auf eine Welt, an die sie nicht glaubten oder verachteten.
Lord Voldemort war in Begleitung von Peter Pettigrew, weil dieser der Geheimniswahrer der Potters war die er hier aufsuchte, gewesen war und Voldemort folgte seinem Diener durch den nichtmagischen Teil des Ortes, da dies die schnellste Strecke zum Haus der Potters war. Er selbst glitt dahin, erfüllt von diesem Gefühl der Entschlossenheit und der Macht und der Rechtmäßigkeit, das er bei solchen Gelegenheiten immer empfand. Es war nicht nur Wut, denn das war etwas für schwächere Gemüter. Er war Triumph gewesen und er hatte darauf gewartet, er hatte darauf gehofft.
„Hübsches Kostüm, Mister!", sagte ein lächelndes Kind, dass an Voldemort vorbei lief und auf der Suche nach Süßigkeiten alleine von Haus zu Haus gingen.
Voldemort sah, wie das Lächeln des kleinen Jungen verblasste, als er so nahe zu ihm hingelaufen war, dass er unter die Kapuze seines Umhangs sehen konnte, er sah, wie Angst sein bemaltes Gesicht verdüsterte und dann drehte sich das Kind um und rannte davon mit einer nassen Hose davon unter dem Umhang tastete Voldemort nach dem Griff seines Zauberstabs. Dann müsste er nur noch eine einfache Bewegung machen und das Kind würde nie zu seiner Mutter zurückkehren. Aber unnötig, vollkommen unnötig und würde grade jetzt viel zu viel Aufmerksamkeit auf diese Aktion geben.
Dann folgte Voldemort seinem Diener Wurmschwanz, durch eine andere und dunklere Straße entlang, und nun war sein Ziel endlich in Sicht, der Fidelius-Zauber war gebrochen, auch wenn die Bewohner des Ortes es nicht wussten und er bewegte sich leiser als die toten Blätter, die über den Gehweg trieben, als er die dunkle Hecke erreichte und darüber hinwegstarrte.
Die Familie Potter hatten die Vorhänge nicht zugezogen, er sah sie ganz deutlich in ihrem kleinen Wohnzimmer, den großen schwarzhaarigen Mann mit seiner Brille, der bunte Rauchwölkchen aus seinem Zauberstab herauspaffen ließ, zur Freude des kleinen schwarzhaarigen Jungen in seinem blauen Schlafanzug. Das Kind lachte und versuchte den Rauch zu fangen, ihn in seiner kleinen Faust einzuschließen.
Eine Tür ging auf und die Mutter, des Kindes trat ein, sagte Worte, die er nicht hören konnte, ihr langes dunkelrotes Haar fiel ihr übers Gesicht. Nun hob der Vater den Sohn hoch und übergab ihn der Mutter. Er warf seinen Zauberstab auf das Sofa und streckte sich gähnend.
Das Gartentor, quietschte ein wenig, als Voldemort es aufstieß, aber James Potter und seine Frau hörten es nicht. Seine weiße Hand zog den Zauberstab unter seinem Umhang hervor und richtete ihn auf diesen erst auf seinen Diener, um diesen seine Belohnung zu geben. Das Ereignis war, das er Peter Pettigrew getötet hatte und somit der magischen Kern des Peter Pettigrew nun gänzlich in ihm war, wie es alle magischen Kerne, seiner gestorbenen Todesser war.
Dann richtete er seinen Zauberstab in Richtung der Haustür der Potters und Tür, die zerbarst. Als Voldemort über die Türschwelle getreten war, kam James in den Flur gerannt. Es war leicht, allzu leicht, für Voldemorts Geschmack, den James Potter hatte nicht einmal seinen Zauberstab mitgenommen.
„Lily, nimm Harry und flieh! Er ist es! Flieh! Schnell! Ich halte ihn auf…", schrie James Potter, in der wahrscheinlich Hoffnung, dass seine Frau mit ihrem Kind flüchten könnte. Doch dem war nicht so, denn als erstes hatte Voldemort sich um einen Appretier und um einen Anti-Portschlüssel Zauber auf das Grundstück der Familie Potters gelegt. James Potter wollte ihn, Lord Voldemort aufhalten, ohne einen Zauberstab in der Hand. Voldemort lachte, bevor er den Fluch aussprach: „Avada Kedavra!"
Das grüne Licht erfüllte den engen Flur, es beleuchtete den Kinderwagen, der an die Wand gestellt war, ließ die Geländer Pfosten wie Blitzableiter erglühen, und James Potter fiel wie eine Marionette um, deren Fäden durchgeschnitten waren.
Voldemort konnte sie im oberen Stock schreien hören, sie saß in der Falle, doch solange sie vernünftig war, hatte zumindest sie nichts zu befürchten, da er seinen treuen Spion versprochen hatte Lily Potter zu verschonen. Er stieg die Stufen hoch, lauschte leicht amüsiert ihren Versuchen, sich zu verbarrikadieren. Doch auch sie hatte keinen Zauberstab bei sich. Wie dumm diese Potters eigentlich und wie vertrauensselig, zu glauben, dass ihre Sicherheit in der Hand von Freunden läge und dass sie ihre Waffen auch nur für Sekunden ablegen könnten.
Er brach die Tür auf, fegte mit einem lässigen Schlenker seines Zauberstabs den Stuhl und die Kisten beiseite, die sie hastig davor aufgestapelt hatte und da stand sie, das Kind in ihren Armen. Bei seinem Anblick legte sie ihren Sohn rasch in das Bettchen hinter sich und breitete die Arme aus, als ob das helfen würde, als ob sie hoffte, dass sie, wenn sie ihn vor seinem Blick abschirmte, an seiner Stelle ausgewählt würde.
„Nicht Harry, nicht Harry, bitte nicht Harry!", sagte Lily Potter.
„Geh beiseite, du dummes Mädchen... geh beiseite, sofort...", sagte Voldemort.
„Nicht Harry, bitte nicht, nimm mich, töte mich an seiner Stelle…", sagte sie.
„Dies ist meine letzte Warnung…", sagte Voldemort und wurde von Lily Potter unterbrochen, die sagte: „Nicht Harry! Bitte... hab Erbarmen... Erbarmen... Nicht Harry! Nicht Harry! Bitte… ich tue alles…"
„Geh beiseite… geh beiseite, Mädchen…", sagte Voldemort genervt.
Natürlich hätte er sie von dem Kinderbett wegdrängen können, doch es schien klüger, die ganze Familie zu töten. Das grüne Licht blitzte durch den Raum und sie sank wie ihr Mann nieder. Das Kind hatte die ganze Zeit überhaupt nicht geweint. Es konnte stehen, an die Gitterstäbe seines Bettchens geklammert, und es blickte empor in das Gesicht des Eindringlings mit einer Art von wachem Interesse, vielleicht glaubte es, dass sein Vater sich unter dem Mantel verbarg und noch mehr schöne Lichter machen würde und seine Mutter jeden Moment aufspringen und lachen würde.
Er richtete den Zauberstab äußerst bedacht auf das Gesicht des Jungen. Er wollte sehen, wie sie sich abspielte, die Zerstörung dieser einzigen, unerklärlichen Gefahr. Das Kind begann zu weinen, denn es hatte erkannt, dass er nicht James war. Er mochte nicht, dass es weinte, er hatte es nie ertragen können, wenn die Kleinen im Waisenhaus wimmerten und er schrie Heute zum letzten mal: „Avada Kedavra!"
Dann lachte Voldemort, bis er etwas sah, was ihm Angst machte, denn als der Fluch das Kind traf, verschwand das Kind und der Fluch wurde auf ihn zurück geschleudert und dann brach er zusammen. Er war ein nichts, nicht mehr als eine dunkle Wolke, die nichts als Schmerz und Todesangst empfinden konnte. Er musste sich verstecken und hier aus den Trümmern des zerstörten Hauses, der Familie Potter.
Denn er war nicht lebendig und hatte keinen Zauberstab und doch war er nicht tot, da er an diese Welt durch seine Horkruxe gebunden war und nur wenn diese zerstört werden, kann er getötet werden. Er musste sich verstecken und auch musste weit, weit weg von hier und zu neuer Kraft kommen.
Er bekam nicht mit wie ein bekannter Zauberer, die ganze Szene von der Zimmertüre alles gesehen hatte das alles beobachtet hatte und lächelte, denn alles war nach dem Plan verlaufen den diese Person hatte und er ging zum Kinderbett und nahm den Platz des Jungen ein, der vorhin von hier verschwunden war. Alles was nun passierte war für ihn Neuland und er musste als das Kind der Potters leben, bis es so weit war, in der letzten Schlacht die Wahrheit zu sagen.
