Diese Geschichte wurde ursprünglich in englischer Sprache veröffentlicht und nach Rücksprache mit der Autorin von mir übersetzt, um sie einem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen. Obwohl ich nur als Übersetzerin fungiere, sind Reviews natürlich trotzdem mehr als willkommen. Alexandra, die Autorin, schreibt unter dem Namen madame. alexandra und ist hauptsächlich hier auf fanfiction. net unterwegs.

Autorin: madame. alexandra

Originaltitel: Grace

Gnade

Seine Frage kam ungebeten und durchbrach abrupt das Schweigen. Sie glaubte nicht, dass sie eine direkte Antwort gehabt hätte, auch wenn sie darauf vorbereitet gewesen wäre, aber –

„Hey, Leia? Was, glaubst du, würden deine Eltern von mir denken?"

– es schien so untypisch für ihn, so etwas zu fragen.

Han Solo, von allen Menschen, der respektlos und selbstbewusst, leidenschaftlich und maßlos und wild war – fragte, ob ihre Eltern ihn gutheißen würden? Er fragte nach der Meinung von Königin Breha von Alderaan und ihrem geschätzten Ehemann, dem Vizekönig Bail Organa, ihrem Prinzgemahl? Sie war schon halb eingeschlafen, als er fragte, daher klang seine Stimme unheimlich laut. Sie blinzelte schläfrig, dachte über die Frage nach und dann darüber, dass sie diese Frage analysierte, während sie nackt und mit ihm verschlungen in einem Bett lag, an einem Ort, der sich Wolkenstadt nannte.

„Warum?", wollte sie schließlich wissen, ihre Stimme ein leises Murmeln.

Han zuckte die Achseln. Er rückte näher und stupste mit der Nase an ihre Wange. Langsam küsste er sie auf die Lippen, seine Oberschenkel drückten unter dem Laken gegen ihre, dann seufzte er und legte den Kopf zurück. Er hob ihn etwas an, um den Luxus um sie herum zu betrachten – Landos Luxus, für sie zur Schau gestellt, umhüllte sie mit einer zarten Blase, die den ganzen Schmutz und Splitt des stotternden, langen Dahinhinkens des Falken zu diesem auf halber Strecke liegenden Hafen ausblendete. Das Quartier, das er ihnen zugewiesen hatte, war opulent und protzig, in der unbeholfenen Absicht dekoriert, den Gästen die Extravaganz unter die Nase zu reiben, und Han hatte zugesehen, wie Leia in diese Pracht schlüpfte wie in eine zweite Haut. Sie verspürte offensichtlich kein Unbehagen angesichts des Pomps und der Umgebung, sondern fand sich stattdessen mit vertrauter Anmut darin zurecht, wählte mit geschultem Auge feine Kleidung aus, die man ihr zur Verfügung gestellt hatte, und benutzte das zerbrechliche, fragile Geschirr beim Abendessen ohne mit der Wimper zu zucken.

Sie war dazu geboren, zu Förmlichkeit und Reichtum – wobei sie ein altes, reiches Königshaus repräsentierte, wohingegen Lando für extravagantes, kürzlich erworbenes Geld stand, und Han war so daran gewöhnt, sie, genau wie alle anderen auch, in Schützengräben oder in kaum aufgebauten Stützpunkten hart anpacken zu sehen, dass er manchmal vergaß, wo sie herkam und dass sie in einer anderen Welt – wenn ihre Welt immer noch existieren würde – nun ja –

„Weil ich es wissen möchte", erwiderte er mit uneleganter Ehrlichkeit.

Leia bewegte den Kopf, ihre Wimpern flatterten. Sie seufzte, fing seinen Blick auf, schürzte die Lippen und studierte ihn genau. Die schiere Erhabenheit der Behandlung, die Lando ihnen zuteilwerden ließ, war schwindelerregend und auf einen Schlag suspekt. Sie hatte es noch nicht gewagt, es in Worte zu fassen, aber sie fühlte sich wie ein Tier, das man zur Schlachtbank führte, nachdem sie so an Schmutz, Rationen und ein mageres Dasein gewöhnt war. Sie fühlte sich wie eine zum Opfern bestimmte Jungfrau, oder eine – ein kleines, grimmiges Lächeln erfasste ihre Lippen – eine Tochter eines alten Hauses, die kurz davor war, auf dem Heiratsmarkt versteigert zu werden.

Sie traute der Situation nicht und sie hütete sich davor, Han zu fragen, ob auch er die ominöse Dunkelheit um sie herum spürte. Sie wollte zurück zum Falken gehen, so absurd der Gedanke auch war; sie wollte lieber einen kaputten Hyperantrieb als Bettlaken aus Seide und palastartige Wolkenpanoramen, und sie wollte Han lieber in seiner gemütlichen, kleinen Koje als in diesem prahlerischen Hotelzimmer, wo Welten aufeinanderprallten und er anfing, solche Dinge zu fragen.

„Seit wann interessiert dich die Meinung von", sie brach ab und zögerte, „anderen", entschied sie dann, ihre Worte mit Bedacht wählend.

Sie wollte keine Worte wie elitär oder reich gebrauchen, oder irgendetwas in der Art, und es so aussehen lassen, als wäre er weniger wert – soweit sie es beurteilen konnte, war sein Blut blauer als das irgendeines Aristokraten, den sie jemals gekannt hatte, und es hatte viel mehr mit Herz und Loyalität und Anstand zu tun als mit Titel und Status.

„Deine Meinung ist mir wichtig", murmelte er kaum hörbar, sein Ton wurde etwas kantig.

Sie senkte das Kinn und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen.

„Ich weiß", entgegnete sie sanft und machte zerknirscht einen Rückzieher. „Ich meinte nicht – "

„Ich frage nur", unterbrach Han sie, „weil dir ihre Meinung wahrscheinlich wichtig wäre, oder?"

Leia antwortete nicht.

„Ich will vielleicht einfach keine existenzielle Krise in deinem Leben darstellen", schloss Han leise.

Seine Stirn berührte ihre sanft und er seufzte. Sie hob den Kopf und ihre Lippen fanden seine zu einem zögerlichen Kuss. Sie schob ihre Hand zwischen sie, presste sie gegen seine Rippen und an seine Brust, bis nach oben zu seiner Schulter, die sie sanft drückte.

„Das bist du nicht."

„Bist du sicher?"

„Ja, ich bin mir sicher", murmelte Leia. „Existenziell?", zitierte sie und schürzte mit einem kleinen Lächeln die Lippen.

Han ignorierte den Kommentar. Er musterte sie genau, dann biss sie sich auf die Lippe und zog sich zurück, um ihn besser betrachten zu können.

„Ich hatte die Krise und bin darüber hinweggekommen", erwiderte sie leise. Sie zuckte die Achseln. „Es spielt keine Rolle. Ich habe entschieden, was ich will. Ich bin hier", ehrfürchtig berührte sie seinen Hals, „du bist hier – das ist", langsam stieß sie den Atem aus, „das ist es, was ich will."

Han rutschte ruhelos herum und veränderte seine Position. Er stützte seinen Ellenbogen auf ein Kissen, legte den Kopf in die Handfläche und verengte nachdenklich die Augen.

„Okay", meinte er langsam. „Also ging es die ganze Zeit, in der du nicht nachgegeben hast, darum, was sie denken würden? Ob du sie enttäuschen würdest wegen…mir?", bohrte er unbehaglich nach. „Deswegen frage ich – "

Sie schüttelte den Kopf, womit sie ihn effektiv zum Schweigen brachte.

„Nein, es gab – mehrere Krisen", ergänzte sie. „Es war nicht nur – Han", seufzte sie frustriert. „Ich hatte ziemlich viel um die Ohren. Ich habe immer noch viel um die Ohren. In diesen vergangenen paar Wochen warst du", sie hielt inne und versuchte, die richtigen Worte zu finden, „du warst…der Inbegriff des Friedens. Nimm", sie stockte und atmete tief ein, „nimm mir diesen Frieden nicht weg."

Ein schmerzerfüllter Ausdruck huschte über sein Gesicht, und er zog seine andere Hand unter der Decke hervor, um sie an ihre Wange zu legen und über ihr Gesicht zu streichen.

„Aber deswegen frage ich, Leia", beharrte er erneut, sanfter dieses Mal, mit einem schwer zu deutenden Ausdruck auf dem Gesicht. Sie glaubte, Traurigkeit in seinen Augen zu lesen, Sorge, Angst. „Ich will nicht nur…deine Rebellion gegen sie sein oder der Grund dafür, dass du dich so schuldig fühlst, dass du niemals mit – "

Sie schreckte plötzlich hoch und starrte ihn an.

„Meine Rebellion?", zitierte sie. „Mein Körper und mein Herz sind keine Waffen gegen welche Probleme ich auch immer mit meinen Eltern hatte oder nicht hatte", erklärte sie scharf. „Sie gehören mir und ich habe sie dir anvertraut. Ohne Gegenleistung und aus freiem Willen heraus." Sie schüttelte den Kopf, ihre Augen brannten. „Ich spiele keine sexuellen Machtspielchen oder beteilige mich für die Zwecke anderer an einer Kriegsführung, bei der Gefühle eine Rolle spielen."

Han schaute sie verblüfft an. Er legte ihr eine Hand auf die Schulter, schluckte schwer und nickte. Dann zögerte er.

„Komm schon, Schätzchen, ich könnte es nicht ertragen, wenn ich einen Konflikt in dir verursachen würde, weil du denkst, mit mir zusammen zu sein, würde sie verärgern", teilte er ihr leise mit. „Es ist zumindest teilweise der Grund, warum du Angst vor mir hattest, hm?", versuchte er ihr eine Antwort zu entlocken.

Leia richtete sich noch ein wenig mehr auf und ihre Haare fielen ihr über die Schulter. Sie sah ihn frustriert an und wollte ihn anschreien, es sein zu lassen, mit dem gefühlsduseligen Geplapper aufzuhören. Es fiel ihr immer noch schwer, darüber zu sprechen – sie hatte ihm körperlich nachgegeben und sagte mit ihrer Haut, ihren Lippen, ihrer Berührung und ihrem wortlosen Flüstern und Stöhnen Dinge, die sie noch nicht aussprechen konnte, warum musste er sie jetzt so bedrängen?

Aber er war Han. Er drängte und drängte, und ließ sie ihn zurückdrängen, und dann, an den Tagen, an denen sie keinen Widerstand leistete, öffnete er die Arme und hielt sie stattdessen fest.

„Das ist es nicht", erwiderte sie schließlich. „Ich habe mich nicht mit dem Gedanken an meine Eltern aufgehalten. Und ich habe keine – Angst vor dir", murmelte sie.

Er warf ihr einen Blick zu und sie schüttelte bestimmt den Kopf.

„Das habe ich nicht, Han", beharrte sie. „Ich hatte Angst davor, was ich für dich empfinde, und das ist nicht dasselbe."

Daraufhin hielt er den Mund und betrachtete sie. Sie seufzte und setzte sich auf, zog die Beine an und bildete ein Dreieck mit ihnen. Dann zog sie die Laken über sich, bedeckte ihren Schoß, verschränkte die Finger in der Nähe ihrer Knöchel und starrte darauf.

„Meine Eltern?", murmelte sie, während sie sich auf die Innenseite ihrer Lippe biss. „Ich weiß es nicht", verkündete sie schließlich und sah zu ihm auf. Sein Ausdruck war aufmerksam, nachdenklich – sie analysierte ihn so gut, wie sie konnte und so ehrlich, wie sie konnte. „Meine Mutter und mein Vater waren gute Menschen. Ehrliche, bescheidene Menschen, wenn du das glauben kannst", sagte sie und schnaubte ein wenig – Demut war so schwer angesichts solchen Reichtums und solcher Macht. „Sie waren progressiv und haben mich gelehrt, progressiv zu sein. Sie haben an eine Leistungsgesellschaft geglaubt, sogar angesichts unserer monarchischen Tradition", erläuterte sie.

Sie fuhr sich mit der Zunge über die Lippen, ihre Hände kamen in ihrem Schoß zur Ruhe.

„Aber sie waren auch Produkte einer reglementierten, streng aristokratischen Erziehung – es war einfach, was sie waren, wofür sie ausgebildet wurden", ergänzte sie leise. „Sie haben in einer Blase gelebt, in der die sozialen Ungerechtigkeiten, über die sie sprachen und die sie zu verbessern planten, hypothetisch waren und keine Realität – und das habe ich auch", gestand sie offen. „Ich habe ebenfalls in dieser Blase gelebt, bis ich es auf einmal nicht mehr tat."

Sie holte tief Luft.

„Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, was sie von dir halten würden…für mich. Ich weiß, dass sie Menschen nach ihren Handlungen beurteilt haben, nicht nach der Abstammung. Sie waren mitfühlend, klug und freundlich, und vor allem wollten sie, dass ich glücklich bin", sie hob die Hand, um eine Haarsträhne zurückzustreichen. „Du hättest sie unweigerlich erschreckt", gab sie leise zu. „Ganz reflexartig wäre die Theorie von dem, was sie predigten, der Realität dieser Form von Affäre gegenübergestellt worden, die ihre Tochter und Kronprinzessin hat, und es könnte ihnen Sorgen bereitet haben. Darüber, dass du nur hinter meinem Reichtum her bist, darüber, ob du mich verletzt oder verrätst, oder einfach…nicht respektierst, wo ich herkomme und was ich tun muss."

Für einen Moment kaute sie auf ihrer Lippe, dann neigte sie aufmerksam den Kopf zur Seite.

„Allerdings haben sie mir vertraut", wisperte sie. „Sie waren sich meiner Rechte als Person und meiner Intelligenz sehr deutlich bewusst und sie – ich glaube, das kann ich mit Sicherheit sagen – sie hätten genug Vertrauen in mich gehabt, zu wissen, was ich will und was gut für mich ist, und für eine kleine Weile, bis sie dich selbst gekannt hätten, wäre das genug gewesen."

Han schluckte schwer und schaute sie an, seinen Kopf immer noch in die Handfläche gestützt. Sie zog ein Bein nach oben und legte das Kinn auf ihr Knie, ihre Augen brannten.

„Es ist so schwer, in der Vergangenheitsform über sie zu sprechen", murmelte sie.

In einer fließenden Bewegung rollte er sich zu ihr herum und küsste ihr Schienbein.

„Ich weiß, Schätzchen", flüsterte er. „Es tut mir leid."

Sie senkte die Hand, um sanft durch seine Haare zu streichen.

„Wenn ich mir Sorgen darüber mache, wie unsere Beziehung wahrgenommen werden könnte, mache ich mir keine Sorgen um meine Person", erklärte sie mit belegter Stimme. „Ich mache mir Sorgen um dich. Es interessiert mich nicht, was sie über mich denken. Ich habe meinen dynastischen Namen und genug Macht, um Kritikern ins Gesicht zu spucken, aber das hast du nicht. Und es tut mir bis auf die Knochen weh, dass irgendjemand aufgrund unsinniger sozialer Konstrukte oder lächerlicher Vorstellungen von Anstand, Ehre und Klasse denken könnte, du wärst nicht gut genug für mich."

Sie beugte sich vor, um ihn auf den Kopf zu küssen.

„Ich mache mir Sorgen um dich, Han", flüsterte sie erneut. „Nicht um mich. Nicht um meine Eltern."

„Hm", brummte er und zog sanft an ihrem Bein. „Mach dir um mich keine Sorgen", meinte er rau.

Er griff nach ihr, zog sie zurück zu sich herunter, rückte näher und schlang fest die Arme um sie.

„Oh, ich kann nichts dagegen tun", hauchte sie schmerzerfüllt und vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter.

Er fuhr mit der Hand durch ihr Haar und atmete ihren Geruch ein.

„Warum hast du über die Zustimmung meiner Eltern nachgedacht?", murmelte Leia in sein Ohr.

Han zuckte die Achseln.

„Weil", erwiderte er heiser. „Ich weiß es nicht. Weil ich es auf einmal gebraucht habe", murmelte er. „Ich würde wollen, dass sie mich mögen. Ich will nicht, dass die Leute wegen mir schlecht von dir denken."

„Denk nicht schlecht von dir selbst", wisperte sie, berührte seine Stirn mit ihrer und legte ihre Hände an seine Wangen. Sie biss sich mit den Zähnen auf die Zunge. „Weißt du nicht, wie vorsichtig ich mit Männern bin?", fragte sie mit kleinlauter, verletzlicher Stimme. „Verstehst du nicht, welche Art von Mann du sein musst, damit ich", sie zögerte und versuchte einen Weg zu finden, es auszudrücken.

Mich hingebe war keine gute Formulierung; sie wollte nicht andeuten, dass sie einer anderen Person einen Teil von sich selbst gab. Sie betrachtete es mehr als teilen, anstatt sozusagen etwas zu verlieren. Sie hielt inne und versuchte, die richtigen Worte zu finden; stattdessen küsste sie ihn jedoch lange und süß, und drückte sich genauso sehr an ihn, wie er sie festhielt.

„Ich brauche dich", flüsterte sie, leise und leidenschaftlich stolperten die Worte über ihre Lippen. „Ich will, dass du mich Schätzchen nennst und deine Hände in meinen Haaren vergräbst und mich berührst, wenn ich schlafe, wenn ich wach bin, wenn du in mir bist", sie hielt inne und schluckte schwer. „Mauern wie meine reißt du nicht ein, wenn du gewöhnlich bist", brachte sie hervor, ihre Stimme dick wie Zuckersirup und voller Emotionen. „Du bekommst mich nicht, wenn du nicht gut genug bist."

Han streckte die Hände aus, um ebenfalls ihr Gesicht zu berühren, fuhr über ihren Kieferknochen und strich dann über ihre Lippen und ihre Wangen, um verirrte Tränen wegzuwischen.

„Leia", murmelte er. „Ich liebe dich."

Ihr Ausdruck veränderte sich, ihre Brauen zogen sich zusammen, sie legte die Nase in Falten und kopfschüttelnd entwich ihr ein leises, sanftes Schluchzen. Was war es jetzt, das siebte, zehnte Mal, dass er es gesagt hatte? Und immer noch nichts von ihr – es war, als hätte sie vergessen, wie man sprach, und sie konnte nicht verstehen, warum ihr Berührungen so leicht fielen, wenn Worte so schwer für sie waren.

„Ich kann es nicht sagen, Han", platzte sie angespannt heraus. „Ich weiß nicht, warum ich es nicht sagen kann, Han. Ich kann nicht – "

Er schüttelte den Kopf, rückte näher, küsste ihren Hals und ihre Schultern, während er sie in eine enge Umarmung zog.

„Das spielt keine Rolle", murmelte er, die Lippen an ihrer Haut. „Ich weiß es."

Immer wieder murmelte er es, an ihrem Hals, an ihren Brüsten, ihrem Brustbein – an jeder Stelle ihrer Haut: Ich weiß, ich weiß, ich weiß. Sie hielt ihn fest, als die Emotionen sie zu überwältigen drohten – sie sehnte sich nach ihm und dem Frieden, den er ihr schenkte, und es beruhigte ihr Herz irgendwie noch mehr, dass er besorgt darüber nachdachte, welchen Eindruck er auf ihre Mutter und ihren Vater machen würde – es sagte ihr alles, was sie wissen musste, aber sie hatte bereits gewusst, dass Han ein besonderer Mann unter vielen war, würdig – der Gnade, sie durch alle Mühen und Herausforderungen zu bringen.


"Through many dangers, toils and snares

I have already come;

This grace has brought me safe thus far

And grace will lead me home."

Amazing Grace